Freitag, 7. Dezember 2012

Gedanken des Tages

Ich denke über Klischees nach. Über Rassismus. Ich google und finde einen Artikel im Focus von 2006 über Adidas. Es geht um einen Schuh, der Klischees bediente, lustig wirken sollte und dabei die Gefühle vieler Asiaten verletzte. Adidas entschuldigte sich und nahm den Schuh aus dem Markt.

Habt ihr schon mal mit Rassismus zu tun gehabt? Ihn am eigenen Leib gespürt? Ich schon. Und das macht sensibel.
Klischees. Die einen finden sie lustig. Die anderen fühlen sich dadurch verletzt.
Klischee, Stereotyp, Vorurteile. Schubladendenken. Rassismus.

Ich denke über Erwartungshaltungen nach. Über daraus resultierende Enttäuschungen.
Darüber, wie man damit umgehen soll.

Ich denke über meinen Freundes- bzw. Bekanntenkreis nach? Was versteht man unter Freundschaft? Was versteht ihr unter Freundschaft? Was erwartet ihr von einer Freundin?
Was für eine Freundin bin ich?

Ich denke über Einsamkeit nach. Über mein Leben. Über den Schmerz.

Seit zwei Wochen hänge ich nun in diesem Loch und suche die Leiter nach oben.
Aber keine Angst. Ich habe mich bisher immer wieder aufgerappelt. Ich werde es auch dieses Mal schaffen.

Kommentare:

  1. Hallo,
    ich habe eine Frage wegen der Adidas Schuhe. Ich habe versucht mich darueber im Internet schlau zu machen, aber ich konnte keinen Zusammenhang beueglich der verletzten Gefuehle vieler Asiaten finden. Kann ich dich fragen, was da genau passiert ist? Ich wuerde das sehr gerne wissen, weil ich solche Sachen einfach nur schrecklich finde. Danke.
    Viele liebe Gruesse

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    1. Das geht um die Stickerei auf der Zunge des Schuhs. Hier mal ein Link zu nem Bericht mit Foto http://news.bbc.co.uk/2/hi/business/4895898.stm

      Ziemlich geschmacklos wenn du mich fragst.

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    2. Hallo Angel. Vielen Dank fuer diese Information... Das ist echt geschmacklos... Ich kann echt nicht verstehen dass eine grosse Firma wie Adidas so was macht! :(
      Die scheint denen nicht mal leid zu tun... X(

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  2. Mit Rassismus hatte ich selbst auch schon seit jeher immer wieder mal Erfahrungen am eigenen Leib gehabt. Dazu hab ich eine kleine Geschichte: Es gab in der Grundschule einen Jungen, der hatte den selben Schulweg wie ich. Er war viel größer als ich und war ein bisschen raufbold-mäßig drauf. Da ich so klein war und asiatisch aussehe hat er mich immmer getriezt sowas wie Ching Chang Chong zu mir gerufen und mich ausgelacht, sodass ich immer sehr ungern zur Schule gegangen bin. Eines Tages sah ich ihn zufällig in der gemeinsamen Chorgruppe und wir mussten feststellen, dass wir sogar in der selben Klassenstufe (nur unterschiedliche Klasse) waren und somit fast gleich alt. Der Junge wurde total bleich und hatte wohl Angst, dass ich ihn bei unserem Lehrer "verpetze". Nach dem Chorunterricht kam er auf mich zu und hat sich bei mir entschuldigt. Ich war echt überrascht und empfand es als sehr positiv, dass er soviel Mumm hatte um mir direkt gegenüber zu treten. Ab dem Zeitpunkt hatten wir uns irgendwie angefreundet und gingen immer zusammen nach Hause und hatten zusammen ziemlich lustige Heimwege gehabt. :) Leider ist er irgendwann umgezogen und ich hörte nie wieder von ihm.

    Deine ganzen Fragen beschäftigen mich auch schon lange, aber bis jetzt habe ich auf das Meiste auch noch keine wirkliche Antwort für mich gefunden. Ich nehme das Leben im Moment einfach so, wie es kommt und versuche es so viel wie möglich zu genießen.

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  3. Rassistische Vorteile haben vielen, auch wenn sie es nie zugeben würden. Meine beste Freundin ist mit einem Vietnamesen verheiratet und sie hat auch zwei Kinder. Ich musste häufig erleben, was bei diesen beiden gehässige und bösartige Sprüche angerichtet haben und ich habe meiner Freundin häufig beigestanden. Das Garstigste war, dass sie mal zu ihrem Sohn in die Schule musste, weil er ein anderes Kind geschlagen haben sollte. Die Lehrer haben nicht nachgefragt, klar war er der Schläger. Als sich dann rausgestellt hatte, das drei andere Kinder ihn gehänselt, beschimpft und in die Ecke gedrängt hatten und er sich nur gewehrt hat, gab es nicht mal eine Entschuldigung, nur den Spruch aber trotzdem ist schlagen falsch.
    Auf der anderen Seite gibt es aber auch das komplette Gegenteil. So habe alle Kinder in unserem Freundeskreis den beiden immer beigestanden, für sie waren das einfach Freunde und das etwas andere Aussehen uninteressant. Also Kopf hoch nach jedem Tal kommt auch wieder ein Berg mit einer tollen Aussicht.
    Lieben Gruß Danii

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  4. Da ist mir doch glatt der Fehlerteufel untergekommen, ich meinte natürlich Vorurteile und nicht Vorteile.

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  5. Zum Thema Freundschaft hatte ich dir schon vor Monaten zwei Mails geschickt, die aber nie beantwortet wurden ...

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  6. Hmm persönlich habe ich noch keinen Rassismus gegen mich erlebt (oder ich ahb es nciht bemerkt)...Klischees finde ich persönlich meistens eher lustig. Sie sind oft sehr überspitzt und nicht dazu da die Realität widerzuspiegeln.
    Ja zum Thema Freundin bin ich so eingestellt, dass eine gute Freundschaft es auch mal überlebt, wenn man sich Jahre nicht sieht, kaum spricht, selten schreibt aber wenn man sich dann wieder sieht es trotzdem so ist wie als hätte man sich jeden Tag gesehen. Wichtig ist zu wissen, dass man dem anderen nciht egal ist, denn wenn man sich dann doch mal braucht ist eine Freundin bereit auch sehr spontan für die andere da zu sein (das muss nicht immer ein Besuch sein...). Ich glaube anders überleben Freundschaften in dieser geschäftigen, globalisierten Welt nicht...einfach mal in ein schweigen nciht zu viel interpretieren^^

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  7. Das Leben ist zu kurz um sich selbst runterzuziehen.
    Klar sich Gedanken zu machen ist ja nicht schlimm aber sich dann schlecht zu fühlen ist ne andere Sache :/

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  8. Rassismus und Klischees sind zwei paar Schuhe. Jeder Mensch mit gesundem Menschenverstand weiß, dass ein Klischee überspitzt ist und einfach nur lustig sein soll. Die meisten Witze beruhen auf Klischees. Man nehme nur die ganzen Blondinenwitze. Jeder, der das für Realität hält, hat ein eigenes tiefes Selbstwertproblem.

    Rassismus ist da die andere Schiene. Wenn jemand ausgeschlossen und benachteiligt wird wegen seines Aussehens oder seiner Sprache. Wenn da wirklich Hass existiert und das noch aus Unkenntnis.

    Es hilft allerdings viel, wenn man darüber steht und weiß, dass nicht jeder Mensch auf der Welt über die eigenen Gefühle und die Geschichte dahinter Bescheid weiß. Darüber zu lächeln und sich zu denken "Auch Erwachsene können unbeholfene Kinder sein". Wenn man über jeden dummen Satz sich Gedanken macht, den man so liest, hört, etc. braucht man gar nicht mehr vor die Tür zu gehen.

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  9. Freundschaft: Man muss sich nicht wirklich ständig sehen aber doch würde ich wollen das man immer voneinander hört, Freundschaften muss man pflegen! Oft zweifel ich dann... Aber ich bin da sowieso wahnsinnig sensibel...wie auch immer...
    Beim anderen Thema, schließ ich mich Ekolabine an. Das hat sie wirklich treffend gesagt.

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  10. Zum Thema Freundschaft kann ich nicekitty nur Recht geben. Hab mit meiner ersten Freundin wieder regelmäßig Kontakt, die ich seit mind. zehn Jahren nicht mehr gesehen habe.
    Hmm schon wieder ein Loch? :( Oh nein...
    Vielleicht können wir mal morgen in Ruhe reden.

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  11. Wenn es kalt wird kann man sich einen Mantel anziehen, allerdings kann man sich auf emotionaler Ebene nicht gezielt eine dickere Haut zulegen... das ist schon doof... weil man natürlich versucht über den verletzenden Erlebnissen zu stehen aber oft einfach nicht kann... Wenn ich wüsste wie würde ich dir einen emotionalen Mantel machen.

    Freundschaft... noch so eine hoch komplexe Sache für die es kein Patentrezept gibt und bei der ich bis heute ehrlich gesagt noch nicht ganz durchgeblickt habe. Aber ich beobachte bei mir, dass ich oft von Freunden in etwa das erwarte, was sie auch von mir erwarten...

    Bis nachher, ich freu mich auf Dich!

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