Freitag, 15. Februar 2019

ANZAC Cookies


Kennt ihr ANZAC Cookies? Das sind knackige Kekse mit Haferflocken und Kokosraspeln, die in Australien und Neuseeland beheimatet sind. ANZAC steht für Australian and New Zealand Army Corps.
In meinem Keks-Buch habe ich ein Rezept für diese Cookies gefunden, doch das Rezept erwies sich als nicht stimmig. Mein Keksteig war krümelig und lief beim Backen auch nicht breit. Und geschmeckt haben sie überhaupt nicht.
Daraufhin habe ich im Netz nachgeforscht. Ich verglich mehrere Rezepte, korrigierte entsprechend meine Rezeptvorlage und startete einen neuen Versuch.

Das Ergebnis überzeugt. Knackig aromatische Kekse, denen Kazu "beide Daumen hoch" gibt. :-D

Zutaten für ca. 28 Kekse

110 g Mehl
150 g Haferflocken, kernig
80 g geröstete Kokosflocken/ -chips
125 g brauner Zucker (z.B. Tate & Lyle light soft brown sugar)
125 g gesalzene Butter
2 EL Honig/ Ahornsirup/ Reissirup o.ä.
1/2 TL Natron
2 TL Milch/ Getreidedrink/ Wasser

Zubereitung

Mehl in eine Schüssel sieben.
Haferflocken, Kokosflocken und Zucker zugeben und alles vermengen.
Butter zerlassen und mit Honig verrühren.
Natron mit Milch verrühren und das Gemisch in die flüssige Butter einrühren.
Die flüssigen Zutaten über die trockenen Zutaten geben und alles vermengen.

Aus der Masse Kugeln (etwa so große wie ein Tischtennisball) formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen. Abstand lassen.

Im vorgeheizten Ofen bei 180°C O/U-Hitze 20 Min. backen.

Die Cookies noch 5 Min. auf dem Blech nachhärten lassen, dann herunternehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.


Montag, 11. Februar 2019

Souffle Cheesecake (Japanischer Käsekuchen)


Der luftige japanische Käsekuchen, in Japan Souffle Cheesecake genannt, wird hierzulande immer beliebter. 
Kein Wunder, dass man mittlerweile im Netz jede Menge Rezepte (auch auf deutsch) für den Souffle Cheesecake finden kann. Doch die von mir gefundenen Rezepte enthalten oft viel Butter, Zucker und vor allem Mehl/ Speisetärke. 

Daher möchte ich euch dieses Rezept präsentieren, auf das ich neulich gestoßen bin und das mein bisheriges Rezept für Souffle Cheesecake den Rang abgelaufen hat. :-P

Zutaten für eine Form von Ø 15 cm mit hohem Rand

Anm. Die Form sollte auslaufsicher sein.
Meine Form hat eine Höhe von 7,5 cm. Wenn man keine Form mit hohem Rand hat, behilft man sich mit Backpapier, das man auf diese Höhe zuschneidet und den Rand damit auskleidet. Dann entfällt das Zuckern des Randes.
Ist man sich nicht sicher, ob die Form wasserdicht ist, wickelt man den Boden in Alufolie.
Außerdem benötigt man ein Blech mit hohem Rand, in das man die Form hineinstellen kann.



150 g Frischkäse
10 g Zucker
2 TL Zitronensaft
45 g Eigelb
60 g Schlagsahne
12 g Mehl
12 g Speisestärke
75 g Eiweiß
30 g Zucker

Fett und Zucker für die Form

Vorbereitung

Alle Zutaten abwiegen und auf Zimmertemperatur bringen. Eiweiß kalt stellen.

Die Form dünn fetten und den Rand (nicht den Boden) mit Zucker ausstreuen. Überschüssigen Zucker abklopfen.

Reichlich Wasser (1–2 l) zum Kochen bringen.

Ofen auf 180°C O/U-Hitze vorheizen.

Zubereitung

Frischkäse mit dem Schneebesen cremig rühren.
10 g Zucker einrühren.
Zitronensaft einrühren.
Eigelb einrühren.
Schlagsahne (ungeschlagen) einrühren.
Mehl und Speisetärke mischen, auf die Frischkäsemasse sieben und einrühren, bis die Masse klümpchenfrei ist.

Eiweiß mit Handmixer (Quirle) bei niedrigster Geschwindigkeit 10 Sek. zerschlagen, dann bei höchster Geschwindigkeit zu Eischnee aufschlagen. Die 30 g Zucker dabei nach und nach zugeben.
Zum Schluss den Eischnee bei niedriger Geschwindigkeit noch 30 Sek. weiterschlagen, damit man ganz feine Bläschen erhält.

Etwa 1/3 des Eischnees mit dem Schneebesen zur Frischkäsemasse geben. Den Schneebesen senkrecht halten und im Zickzack hin und her bewegen und auf diese Weise den Eischnee unterheben. Den restlichen Eischnee ebenfalls mit schneidenden Bewegungen (am besten mit Schaber) behutsam unterheben.

Die Masse mit einigem Abstand zur Backform in diese einfüllen. Einmal die gefüllte Form kräftig auf die Arbeitsfläche klopfen, um restliche große Luftblasen zu entfernen.

Die Form in das tiefe Backblech stellen und das Blech in den auf 180°C O/U-Hitze vorgeheizten Ofen schieben. Heißes, nicht mehr kochendes Wasser in das Blech gießen, so dass das Wasser etwa 1,5 cm hoch steht.

20 Min. backen. Dann die Hitze auf 150°C O/U-Hitze reduzieren und weitere 30 Min. backen.

Die Oberfläche sollte goldbraun sein und bei Berührung federn. Optimal wäre es, wenn die Oberfläche nicht einreißt. Aber das ist nur für die Optik.
Wird eure Oberfläche zu schnell dunkel, könnt ihr den Kuchen mit Alufolie abdecken. (Aber frühestens nach 20 Min.).
Wenn ihr unsicher seid, ob der Kuchen fertig ist, könnt ihr auch den Stäbchentest machen. Wenn keine flüssige Masse am Holzspieß klebt, ist der Kuchen fertig.

Den Kuchen auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.


Ist der Kuchen etwas abgekühlt (er muss nicht ganz ausgekühlt sein), aus der Form holen.


Der Souffle Cheesecake schmeckt leicht warm genauso gut wie kalt aus dem Kühlschrank.



Da die meisten sicher eher eine Form von 18 cm Durchmesser haben, hier die Mengen für die 18er Form:

200 g Frischkäse
15 g Zucker
1 EL Zitronensaft
3 Eigelb
80 g Schlagsahne
16 g Mehl Type 405
16 g Speisestärke
3 Eiweiß
40 g Zucker

Die Backzeit um einige Minuten verlängern.

Das Rezept, auf dem meines basiert, habe ich auf cookpad (japanische Plattform für Rezepte) gefunden: https://cookpad.com/recipe/481627

Ich wünsche euch gutes Gelingen und scheut euch nicht, mich bei Fragen anzuschreiben.

Sonntag, 3. Februar 2019

Japanisch kochen ist ganz einfach! (Werbung ohne Auftrag)


In meinem Buch zeige ich euch, wie man auch in Deutschland ohne großen Aufwand authentisch japanisch kochen kann.

Die meisten Zutaten bekommt man im Supermarkt und in diesem Küchenratgeber "Japan" kommen nicht mehr als zehn Zutaten (ausgenommen Salz und Pfeffer) zum Einsatz.

Ich habe darauf geachtet, dass japanische Zutaten wie Aburaage (frittierter Tofu, siehe Cover-Foto) oder Adzukibohnenpaste in mindestens zwei Rezepten vorkommen, so dass man die Zutaten auch verbrauchen kann und man keine Reste hat.

Ebenso habe ich Wert darauf gelegt, dass auch die Zubereitungsarten wie Braten, Frittieren, Kochen, Dämpfen, Säuern etc. mindestens zweimal auftauchen.

So könnt ihr euch abwechslungsreich eine japanische Mahlzeit zusammenstellen, die aus einer Schale Reis, Suppe, Hauptgericht, einer großen und einer kleinen Beilage besteht. Jedes Gericht wird üblicherweise portionsweise auf passendem Geschirr serviert und alles kommt gleichzeitig auf den Tisch.
"Was so viele Gerichte?" mag der ein oder andere jetzt denken. Aber natürlich kann eure Mahlzeit auch nur aus Reis und dem Hauptgericht bestehen, die zusammen auf einem Teller angerichtet werden.
Es gibt auch Gerichte, die nur aus einer großen Schale Reis oder Nudeln mit Belag bestehen.

Nachtisch ist eher unüblich (wenn, dann wird meist Obst gereicht). Süßes genießt man meist am Nachmittag (Oyatsu).

Passend zum Prinzip der japanischen Mahlzeit habe ich die Kapitel unterteilt in
  • Hauptgerichte
  • Große & kleine Beilagen
  • Reis- und Nudelgerichte
  • Süßes & Gebäck.
Ich hoffe, dass ich mit diesem Buch vielen Leuten die Angst vor der japanischen Küche nehmen kann. Der erste Schritt ist immer der schwerste, aber mit diesem Buch sollte der erste Schritt Richtung "authentisch japanisch kochen" leicht fallen.

Ich habe einige deutsche Kochbücher über japanische Küche. Einige haben zwar schöne japanische Gerichte, jedoch mit Zutaten wie bestimmte Fischsorten oder Meeresfrüchte, die man hierzulande nur für viel Geld bei einem gut sortierten Fischhändler bekommt (wenn überhaupt). Diese Gerichte mögen in Japan zur Alltagküche gehören, aber hier nun mal nicht.

Bei einigen Kochbüchern vermisse ich die Authentizität. Oft werden Zutaten verwendet, die eher typisch für andere asiatische Länder sind. 

Ich hoffe, dass mir mit diesem Buch der Spagat gelungen ist, authentische japanische Gerichte für den Alltag zu präsentieren, die man auch in Deutschland ohne lange Einkaufswege oder hohe Ausgaben im Online-Shop zubereiten kann. 

Das Buch ist im Gräfe und Unzer Verlag in der Reihe GU KüchenRatgeber erschienen. 
Unterstützt wurde ich von meiner Redakteurin Verena Kordick und meiner Lektorin Petra Teetz, denen ich beiden dafür sehr dankbar bin.

Das Buch ist ab dem 5. Februar 2019 im Buchhandel erhältlich.

Wenn ihr noch Fragen habt, könnt ihr mir diese gerne hier im Blog, auf Facebook oder Instagram stellen oder ihr schickt mir einfach eine Mail. :-)

Es wird demnächst auch wieder auf meinem Blog neue Rezepte geben. Ihr dürft gespannt sein. 

Dienstag, 18. Dezember 2018

1.12.–10.12.18 Und plötzlich ist es schon der dritte Advent.

Na dann mal schnell. :-P

Wobei der Post nur das erste Dezemberdrittel umfasst. ^^;;

Ich backe mich weiter durch meine Bücher. Den Amarettikuchen hatte ich zwar schon mal gebacken, aber macht ja nichts. *g* Ich nehme ein paar Stück (und auch die restlichen Amaretti, die ich extra für den Kuchen gebacken hatte) mit zur Chorprobe. Ich staune, dass nicht jeder Amaretti kennt. Seit wann kenne ich die eigentlich? Keine Ahnung.
Wie dem auch sei, den Chormitgliedern schmeckt's. :-D


Zum ersten Advent sollte es diese ganz besondere Matchaschnitte geben, aber ich bin nicht rechtzeitig fertig geworden und so können wir sie erst am Montag danach genießen. Und ich verrate es euch gern: Sie schmeckt auch montags. :-P (Und dienstags.)



Farbenfroh geht es weiter mit diesem Kürbisbrot aus Hefeteig. Wir lieben solche flauschigen, weichen Brote. Wobei ich auch gerne mal ein kräftiges Sauerteigbrot esse, aber die kaufe ich lieber im Laden. ^^;; Sauerteig und ich – Ob wir noch Freunde werden?


Nach dem Vollkornbrot mit Teffmehl wage ich mich nun mutig an die Apfel-Haselnussmuffins mit Teffmehl. Aber die können mich gar nicht überzeugen. Bröseln gleich weg und vom Geschmack her ... Brr. Entweder liegt es am charakteristischen Geschmack des Teffmehls oder daran, dass mein Teffmehl überlagert ist. ?_? Als MHD ist der 30.04.2018 angegeben, aber das Mehl fühlt sich gut an und ich kann mir nicht vorstellen, dass es schon schlecht ist. Was meint ihr?


Während letztes Jahr Kazu mich noch unsicher gefragt hat, ob es denn den Nikolaus gäbe, erläutert er mir dieses Jahr ganz bestimmt "Mama, ich weiß, dass es den Nikolaus nicht gibt." Haha.
Aber dafür, dass es den Nikolaus nicht gibt, waren die Schuhe und der Nikolausbeutel gut gefüllt. :-P


Wir wohnen in einem Haus mit acht Mietparteien und ich schätze, dass ein Großteil davon Nikolaus gespielt hat. :-)
Daher bekommt Kazu von mir zum Nikolaus gar keine Süßigkeiten. Von mir gab es dieses Jahr ein Buch. Minecraft ist bei den Kindern groß angesagt. ^^;; Erinnern mich ein wenig an Lego-Figuren.

Habt ihr schon einmal eine Ananas-Ingwer-Tarte gegessen? Das Rezept ist aus dem Buch "Flache Kuchen". Zuerst dachte ich, dass die vielleicht ursprünglich aus Großbrittanien kommt, aber im Netz konnte ich keinen vergleichbaren Kuchen finden.
Wie dem auch sei, die Tarte schmeckt. Aber leider ist sie viel zu süß. Eingelegter kandierter Ingwer, Ingwersirup, Ananaskonfitüre und Dosenananas sind einfach zu viel des Süßen. Jetzt überlege ich, wie ich die Süße reduzieren kann. Vielleicht frische Ananas und die Ananaskonfitüre weglassen?


Ich habe auch Plätzchen mit Ananas gebacken. Einmal Streuseltaler, wo in den Streuseln kandierte Ananasstücke eingearbeitet sind und Ananas-Ingwer-Plätzchen. Die ganz rechts sind Ahornsirup Plätzchen mit Walnüssen. Die sind bei uns sehr beliebt, weswegen ich die schon oft gebacken habe.


Die beiden Ananasplätzchen sind okay. Die mit den Streuseln finde ich etwas trocken, die mit Ingwer sind mal wieder sehr süß. Schmecken beide, überzeugen aber nicht. Ein zweites Mal werde ich sie sicherlich nicht backen.

Nach dem süßen Gebäck mit Ananas zum zweiten Advent begint die darauffolgende Woche mit einem nicht ganz so süßen Brot.
Es ist ein Vollkornhefezopf mit Apfelfüllung (und Rosinen).


Kazu und mir schmeckt er (vor allem frisch ist er lecker), nur meinem Mann gefällt er nicht.
Am nächsten Tag verwende ich die restlichen Scheiben für einen Brot-Apfel-Auflauf. So schmeckt es uns allen dreien. :-)

Donnerstag, 13. Dezember 2018

Und schon ist der November vorbei. 21.11.–30.11.18

Der November endete ruhig und ich nutzte die Ruhe, um mein "Ich back mich durch jedes Buch"-Projekt fortzuführen. Nachdem ich so viele Bücher aussortiert hatte, dachte ich, dass ich aus jedem Buch, dass nun im Regal steht ("im Regal verbleiben durfte" *g*) wenigstens ein Rezept ausprobiert haben sollte.
Nach den Mandelecken (gelungen aber sehr süß) und dem Schweizer Nusskuchen (sehr lecker) folgten Mangopudding (na ja), die Meringue Chantilly Caramel Salé (sehr lecker, aber aufwändig), Himbeerbaiser (misslungen), ein Biscuit à genoise (gut) und nun war ein Rezept für die Saint Marc Schnitte dran. Der Clou ist die karamellisierte Oberfläche, die für einen angenehmen Knuspereffekt sorgt. Köstlich. :-)



Besonders gespannt war ich auf das Vollkornbrot mit Buchweizen- und Teffmehl. Es hat einen eigenartigen Geschmack, an den ich mich aber nach dem zweiten Bissen gewöhnt habe. Das Rezept ist aus dem Buch Kokoscreme & Mandelmilch (ein Buch über Eating Clean Rezepte).
Mein Mann dagegen hat nach dem ersten Bissen ganz angewidert geschaut. ^^;;


Auf dem Foto ist es noch frisch. Am nächsten Tag hatten sich die Sonnenblumenkerne grün verfärbt. Das sah sehr merkwürdig aus, doch meiner Recherche nach ist das wohl gesundheitlich völlig unbedenklich. Mein Sohn hat das Brot gegessen. Wahrscheinlich ist er durch meine vielen Matcha Gebäcke die grüne Farbe in Lebensmitteln schon gewöhnt. *g*

Für meinen letzten Tag im japanischen Lebensmittelgeschäft habe ich wieder Melonpan gebacken.


Keine Ahnung, ob sie verkauft wurden und wie sie ankamen. Das hat mich irgendwie an dem Job am meisten frustriert. Keinerlei Feedback zu bekommen. Da muss ich noch mächtig an mir arbeiten. Dass ich lerne loszulassen.

Kurz mal gegoogelt. Wow, gibt es viele Bücher zum Thema "Selbstbewusstsein/ Selbstwertgefühl stärken"! o_O
Da scheitere ich ja schon daran, dass ich nicht weiß, für welches Buch ich mich entscheiden soll. ^^;;
Die klingen alle gut. :-D

Habt noch eine schöne Adventszeit.
Ich werde gleich mal den nächsten Post vorbereiten. Ist ja schon wieder Mitte Dezember. ^^;;

Montag, 26. November 2018

Mitten im November 12.11.–20.11.18 (Post enthält Werbung, unbeauftragt)

Im Gegensatz zum Monatsanfang war die Monatsmitte backtechnisch ruhig. Ich hatte viel zu überlegen. Wie ist dieses Jahr verlaufen? Was war gut, was nicht? Welchen Weg schlage ich zukünftig ein? Ja, es ist Zeit für etwas Neues.


Mein täglicher Weg zum Bahnhof.

Üblicherweise gibt es solche Rückblicke ja erst zum Jahresende. Aber um nächstes Jahr einen neuen Weg beschreiten zu können, müssen die Weichen jetzt gestellt werden.

Was mir sehr gut tut, ist das Training im Fitnessstudio. Ich kann wieder angstfrei gehen und mein Knie fühlt sich stabiler an als früher. Nur Treppen steigen bereitet mir hin und wieder noch Probleme.
Allerdings habe ich auch gemerkt, dass ich meine Erwartungen zurückschrauben muss. Meine Gelenke sind einfach zu kaputt, um schnelle Fortschritte erreichen zu können. Ständig wurde ich von Schmerzen im Knie, in den Ellbogen, in der Schulter und in der Nackenmuskulatur heimgesucht. Ich musste des Öfteren  pausieren und längerfristig Physiotherapie in Anspruch nehmen.
Seufz. Ich muss akzeptieren, dass ich keine 20 mehr bin und alles etwas langsamer angehen.
Und ich werde mal beim Rheumatologen vorstellig werden.

Eine gute Entscheidung war es, in den Chor einzutreten. Seit Anfang Juli bin ich nun Mitglied im Animanga Chor Berlin und fleißig am Singen. Auch wenn ich die Älteste da bin (und meine Stimme gelegentlich nicht so will wie ich möchte ^^;;), so merke ich doch, wie gut mir der Chor tut.

Am 17. November hatte ich mit dem Chor den ersten Auftritt beim Sakana Matsuri in Berlin. Das Sakana Matsuri ist eine kleine Convention für Anime Fans. Es lief ganz gut und bisher habe ich nur positives Feedback gehört. :-) Nach dem Auftritt fanden sich die meisten Chormitglieder im Karaoke Raum ein. Wie das wohl kommt? *g*


Der November ist nicht nur braun, grau und dunkel. Wenn man genau hinsieht, gibt es viel zu entdecken.

Eine wichtige Entscheidung war die, wie es mit meiner Arbeit im japanischen Feinkostgeschäft Hanabira weitergehen soll. Seit September 2017 arbeite ich nun dort einmal die Woche und stelle japanisches Gebäck her. Nachdem ich das Für und Wider abgewogen habe, bin ich zum Entschluss gekommen, dort zu kündigen. Für die gesammelten Erfahrungen bin ich sehr dankbar, aber nun heißt es weiterziehen.

Was mir immer noch unverändert Freude bereitet, ist das Ausprobieren neuer Patisserie-Rezepte.
Diese Köstlichkeit nennt sich Meringue Chantilly Caramel Salé.


Meringue Chantilly Caramel Salé

Für die Füllung der Baiserschalen kocht man eine Konditorcreme und Karamell, der mit Sahne, Salz und Schokolade zu einer Creme gerührt wird. Zieht man beide Cremes unter gesüßte Schlagsahne erhält man die Salzkaramellsahnecreme.

So viel Zucker ist bei uns mittlerweile jedoch die Ausnahme. ^^;;

Mein zweites Frühstück sieht meist so aus:


Matcha oder Matcha Latte oder Sencha, Obst und manchmal noch eine Portion Müsli.

Zum Mittag bereite ich mir meist nur eine Kleinigkeit zu.


Am liebsten mag ich japanische Alltagsgerichte oder Gerichte nach dem Eating Clean Prinzip. Wobei ich, was Eating Clean betrifft, noch nicht sehr bewandert bin.

Falls ihr euch für japanische Alltagsgerichte interessieren solltet (einige habe ich ja bereits auf meinem Blog – oder heißt es "in meinem Blog"?), dann habe ich eine super Neuigkeit für euch.

Ende Januar oder Anfang Februar 2019 erscheint im Gräfe und Unzer Verlag ein neuer GU Küchenratgeber mit dem Titel "JAPAN" (HIER könnt ihr das Cover sehen, Achtung Werbung, weil Verlinkung). In dem Buch findet ihr 38 authentische Rezepte, die sich einfach und schnell zubereiten lassen. Die Autorin bin ich. :-D (Der Kurztext auf der verlinkten Seite ist allerdings nicht von mir.)

Das Buch befindet sich gerade in Druck. Für mehr Einzelheiten müsst ihr euch noch gedulden.
Nächstes Jahr möchte ich gerne ein weiteres Buch herausbringen. Das neue Thema steht aber noch nicht fest.

Ihr seht, ich beschreite neue Wege. :-)

Da fällt mir ein Gedicht von Ulrich Schaffer ein aus seinem Buch "ich wage", mit dem ich diesen Post abschließen möchte.

"Ich wage Neues,
...
Ich entfalte mich
und wage zu entdecken,
was noch alles in mir schlummert."


Donnerstag, 15. November 2018

Rindfleisch mit Paprika ピーマンと牛肉の細切り炒め


Dieses Gericht ピーマンと牛肉の細切り炒め, bei dem Rindfleisch und Paprika in feine Streifen geschnitten und mit einer Würzsauce in der Pfanne oder im Wok gebraten werden, ist ein typisches japanisches Gericht mit chineischen Wurzeln. Chûka Ryôri 中華料理 sagt man in Japan zu diesen japanisierten chinesischen Gerichten – im Gegensatz zu den Chûgoku Ryôri 中国料理, die original chinesische Gerichte bezeichnen.

Zutaten für 2 Personen

150 g Rindfleisch zum Braten, z.B. Rinderhüftsteak

Für die Marinade
Salz, Pfeffer
1 TL Sake
1/2 Ei (M)
1 EL Katakuriko, alternativ Kartoffelmehl oder Speisestärke aus Mais
1/2 EL Öl

1 grüne Paprika
1 rote Paprika
1 Knoblauchzehe
5 cm langes Stück Porree

Für die Würzsauce
2 TL Austernsauce
2 TL Sojasauce
1 TL Zucker
1 TL Katakuriko, alternativ Kartoffelmehl oder Speisestärke aus Mais
1 EL Sake
2 EL Wasser
etwas Brühgranulat

2 EL Öl
1 TL Sesamöl

Zubereitung

Rindfleisch in feine Streifen schneiden. Etwas Salz und Pfeffer, Sake und verquirltes Ei zugeben und mit der Hand kräftig durchkneten. Dann Stärke und Öl untermengen.

Die Paprika, waschen, halbieren und vom Stielansatz und den Kernen befreien. Die Paprika in schmale Streifen schneiden.
Knoblauchzehe mit einer flach aufgelegten, breiten Messerklinge zerdrücken und die Haut entfernen.
Den Porree klein hacken.

Die Zutaten für die Würzsauce miteinander verrühren.

Die 2 EL Öl und die zerdrückte Knoblauchzehe in eine hochwandige Pfanne oder in einen Wok geben und bei schwacher Hitze erhitzen, bis die Zehe Farbe bekommt und der Knoblauch zu duften beginnt.
Auf starke Hitze stellen und das Rindfleisch zugeben. Mit Kochstäbchen die Rindfleischstreifen voneinander lösen und braten.
Wenn das Fleisch Farbe genommen hat, die Paprika hinzufügen und mit braten.
Sobald die Paprika zu glänzen beginnt, die Würzsauce noch einmal durchrühren und zugeben.
Den Porree in die Pfanne geben und alles miteinander verrühren.
Vom Pfannenrand her das Sesamöl zugießen, untermengen und das Gericht auf einem großen Teller anrichten.

Quelle: 
Das Rezept, das ich hier vorstelle, stammt aus dem Buch "いちばんわかりやすい基本の料理" (was so viel heißt wie "Grundlagengerichte am verständlichsten nahegebracht") von Hiromi Maki und ist 2003 im Seibido Verlag erschienen. Das Rezept steht im Kapitel "Chûka Ryôri".