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Freitag, 6. Oktober 2017

Chakin imo 茶巾芋

Diese Chakin Imo sind im Herbst ein beliebtes Wagashi in Japan.
Chakin bedeutet, dass die Süßspeise traditionell mit einem Tuch in Form gebracht wird. Heutzutage nimmt man einfach Frischhaltefolie.
Imo ist das Wort für (Süß-)kartoffel.

Zutaten für 8 Stück

300 g Süßkartoffel, geschält
60 g Zucker (je nach Geschmack kann man problemlos weniger nehmen)
1/2 TL Salz
1/2 TL Matcha
2 TL heißes Wasser
24 Nure Amanattô für die Ausgarnierung (das sind süß gekochte, weiche Bohnen)

Zubereitung

Die Süßkartoffel in 1 cm dicke Scheiben schneiden und die Scheiben für 10 min in kaltes Wasser legen.
Süßkartoffelscheiben in einen Topf geben, frisches Wasser dazugießen, so dass sie gerade so bedeckt sind und mit Deckel drauf ca. 15 garen, bis sie weich sind.
100 ml der Kochflüssigkeit abnehmen, dann die Kartoffeln abseihen.
Die Süßkartoffeln durch ein Sieb streichen, die Masse in einen sauberen Topf geben und Zucker und Salz hinzufügen.
Bei mittlerer Hitze unter Rühren den Zucker schmelzen und Feuchtigkeit abdampfen lassen.
Wenn die Masse zu fest ist, etwas von der zurückbehaltenen Kochflüssigkeit dazugeben.
Die Masse sollte formbar sein.
40 g von der fertigen Süßkartoffelmasse abnehmen.
Matcha im heißen Wasser glatt rühren. Mit den 40 g verrühren.
Ich musste die Masse noch einmal extra erhitzen, um Feuchtigkeit abdampfen zu lassen, da sie nicht mehr formbar war.

Die restliche Süßkartoffelmasse in 8 Portionen teilen. Jede Portion zu einer Kugel formen.
Aus der Matcha-Masse 24 Blätter formen.
Jede Kugel mit drei Blättern versehen. Blätter leicht andrücken.

Eine Kugel mittig auf Frischhaltefolie von 20 cm x 20 cm setzen. Die Ecken der Folie hochnehmen und die Kugel mitsamt der Blätter fest zusammendrücken. Folie wieder entfernen.

Folie säubern und mit den anderen Kugeln genauso verfahren.

Auf die Mitte jeweils drei Bohnen geben.



Quelle: 大好評おやつ365品 (Die beliebtesten 365 Speisen zum Vesper), Gakken Plus, 2015

Dienstag, 8. Januar 2013

Yatsuhashi mit Jôyô-ko 上用粉を使った八つ橋


Es gibt im Netz viele schöne Berichte über (Nama)Yatsuhashi.
Z.B. bei Just Hungry, Shizuoka Gourmet, Japan regional Hello Kitty., Visit Kansai, Learning about Kyôto,

Kurz erklärt handelt es sich um eine japanische Süßspeise (wagashi) bestehend aus Reismehl und Zimt. Charakteristisch ist die Verwendung von Zimt. Bei manchen Rezepten kommt der Zimt direkt in den Teig, bei manchen nur außenrum.

Nama (=roh) Yatsuhashi werden wie auf dem Foto zu Dreiecken zusammengeklappt und enthalten in der Regel Anko (Bohnenmus). Die Konsistenz ist fein mochiartig.
Mittlerweile gibt es aber zig verschiedene Variationen.
Yatsuhashi, die im Ofen gebacken werden, sind so knusprig wie Reiscracker.

In der Regel werden Yatsuhashi aus Jôshinko und Mochiko hergestellt. Bei meinem Rezept wird sogar mit Jôyôko gearbeitet, das noch eine Spur feiner als Jôshinko ist.
Wer sich für die verschiedenen japanischen Reismehlsorten interessiert, dem kann ich diese Wagashi-Seite empfehlen.

Jôshinko, vor allem aber auch Jôyôko sind in Deutschland nur schwer zu bekommen. Daher habe ich schon mal ein Rezept vorgestellt, das für Yatsuhashi Shiratamako verwendet, das man leichter hier findet.
Yatsuhashi mit Shiratamako

Da mir meine Mutter letztens Jôyôko aus Japan mitgebracht hat, wollte ich nun dieses Rezept aus meinem Wagashi Buch (Wagashi für Anfänger) testen.


Das Rezept für die Yatsuhashi ist im Buch unter dem Kapitel "Wagashi aus Uirô-Teig" zu finden.
Ich habe mich genau ans Rezept gehalten und war total glücklich, dass mein Ergebnis fast genauso aussieht wie die im Buch. Und ja, die sind so dick.
(Es gibt auch Rezepturen, bei denen der Teig dünner gerollt wird. Hier ist er dick.)
Das Buch arbeitet mit Mikrowelle. Man kann aber auch Topf und Herd verwenden.


Zutaten für neun Stück

Sirup
40 ml Wasser
20 g Zucker

Füllung
90 g Azuki Koshian

Teig
75 g Zucker
160 ml Wasser
60 g Jôyô-ko (ersatzweise Jôshin-ko)
30 g Mochi-ko

Zimt

Zubereitung

Für den Sirup Zucker mit Wasser zum Kochen bringen und den Zucker auflösen.
Aus Koshian neun Kugeln à 10 g formen.

Jôyo-ko und Mochi-ko in eine mikrowellengeeignete Schüssel geben und vermischen.
Zucker und Wasser aufkochen lassen und den Zucker auflösen.
Nach und nach ins Mehl einrühren.
1 min bei 600 W in der Mikrowelle erhitzen. Dann gut durchrühren.


Das Ganze dreimal wiederholen, so dass der Teig insgesamt 4 min erhitzt wurde.


Er sollte dann glänzen, nicht mehr weiß sondern eher cremefarben sein und ganz elastisch.


Backpapier üppig mit Zimt bestreuen. Einen Schaber mit dem Sirup befeuchten und mit diesem den Teig aus der Schüssel kratzen und auf das Backpapier geben.


Danach habe ich meine Hände mit Sirup befeuchtet und den Teig platt gedrückt.


Teigplatte wenden. Am besten die Fläche, wo der Teig lag, nochmals mit Zimt bestreuen.


Den Teig auf großzügige 21 x21 cm ausrollen.
Auf dem Bild habe ich ihn etwa zu 14 x 21 cm ausgerollt, da ich beim zweiten Durchlauf nur 2/3 des Rezepts genommen habe.
Beim ersten Durchlauf klebte der Teig beim Ausrollen am Backpapier fest und riss beim Versuch, ihn zu lösen. Also immer schön drauf achten, dass nichts festklebt.

Die Platte zu neun Quadraten à 7 x 7 cm schneiden.


Jeweils eine Kugel An auflegen und zu einem Dreieck zusammenklappen. Nicht festdrücken. Seiten bleiben offen.




Thema: Wagashi

Montag, 10. Dezember 2012

Yuzu Mochi ゆずもち



Die Yuzu ist eine Zitrusfrucht, die in Asien heimisch ist. In Japan wird sie vor allem auf Shikoku angebaut. Man unterscheidet zwischen der grünen und der gelben Yuzu-Frucht.
Mochi ist der Oberbegriff für japanische Reiskuchen aus japanischem Klebreis.

Die gelbe Yuzu hat zwischen November und Januar Saison und so hatten wir auf unserer Rundreise durch Shikoku im November 2010 auch das Vergnügen diese Frucht in allen möglichen Produkten anzutreffen: Yuzu Kitkat, Yuzu Softeis, usw. (Auf Foto 4 sind Yuzu zu sehen.)

Yuzu Mochi ist zu Winterbeginn ein beliebtes Wagashi (wagashi=japanische Süßigkeit) in Japan. Die feine, herbe Säure der Yuzu passt nämlich wunderbar zu der süßlichen, weißen Bohnenpaste.

Ich finde sie wie schon die Sakura Mochi damals sehr lecker. Das Rezept für diese Yuzu Mochi stammt aus demselben Buch.

Für die Yuzu Mochi sind einige Zutaten erforderlich, die nicht so einfach hier zu bekommen sind. Ich hatte das Glück, dass ich alles aus Japan von meiner Mutter mitgebracht bekommen hatte. Ausgenommen den getrockneten Eismochi-Flocken, mit denen die Yuzu Mochi ummantelt werden. Daher fehlt meinen Mochi diese weiße Ausgarnierung, die man auf dieser Seite gut sehen kann und die wie Zucker aussieht.

Der Name dieser weißen Flocken ist Koori Mochi. Man stellt es her, in dem man Mochi in Wasser einweicht und die Mochi dann gefrieren lässt. Danach werden sie kaltem Wind ausgesetzt, der die Mochi austrocknet.
Koori Mochi gibt es in Blocks oder auch schon als fertige Flocken zu kaufen.

Das verwendete Dômyôjiko 
wird aus Mochigome hergestellt, der zuerst gedämpft wird und dann getrocknet. Es ist sozusagen ein Instant-Produkt. *g* Die Handhabung ist einfacher als wenn man selbst den Reis zubereiten müsste, und daher findet man ihn häufig in Büchern, die sich an Wagashi-Anfänger richten.
Allerdings ist das Dômyôjiko auch in Japan teuer und kein Supermarktartikel, sondern nur in bestimmten Läden zu finden.

Eine frische Yuzu hier zu bekommen, ist auch mehr als schwierig.
Ich hatte ebenfalls keine da. Doch dafür habe ich eine Flasche mit 100%igem Yuzu-Saft da, und einen Teil des Wassers durch den Saft ersetzt.
Doch Yuzu-Saft ist ebenso schwer zu bekommen.
Alternativ kann man Yuzu-Cha (oder auch Yujacha genannt, nach der koreanischen Leseweise, ist ein Teekonzentrat aus der Zitrusfrucht Yuzu) nehmen. Aufkochen und durch ein Sieb passieren.
Wenn man Yuzu-cha nimmt, lässt man den Zucker (die 30 g) weg. Ist einem das Konzentrat noch zu süß, mischt man es mit Limettensaft für mehr Säure.


道明寺粉を使った 柚子もち

Zutaten für 10 Stück

100 g Dômyôjiko
200 ml heißes Wasser
Gelbe + grüne Lebensmittelfarbe + etwas Wasser
30 g Zucker
Abgeriebene Schale einer Yuzu (oder siehe Anm. oben)
Sirup: 40 ml Wasser + 20 g Zucker
160 g Shiro Koshian
Koori Mochi Flocken

Vorbereitung

  • Wasser mit Zucker für den Sirup zum Kochen bringen und den Zucker auflösen. Abkühlen lassen.
    Der Sirup kann auch aromatisiert werden.
  • Die Farben jeweils mit etwas Wasser verrühren. (Dadurch lässt sich die Färbung besser dosieren.)
    Bei Grün muss man die Farbe nicht unbedingt verdünnen.
  • 10 g Koshian abnehmen und mit der grünen Farbe einfärben. Wenn das Koshian zu wässrig wird, einfach kurz in der Mikrowelle erhitzen.
    Restliche 150 g Koshian in 10 Portionen teilen und zu Kugeln von 15 g formen.
  • Koori Mochi durch ein Sieb streichen, um kleine, feine Flocken zu erhalten.

 Zubereitung

Das Dômyôjiko habe ich nach Packungsanleitung wie folgt zubereitet.
Wasser (bei mir etwa 175 ml + 25 ml Yuzu-Saft) mit Zucker im Topf zum Kochen bringen. Der Zucker soll sich auflösen. Wasser gelb einfärben.
Dômyôjiko zufügen und bei schwacher Hitze 5 min sanft mit einem Rührlöffel rühren.
Vom Herd nehmen und abgedeckt ca. 30 min ruhen lassen. Wenn die Zimmertemperatur niedrig ist, den Topf in warmes Wasser stellen. 

Den Reisteig in 10 Teile teilen. Am besten mit einer Waage arbeiten. Bei mir wog eine Portion etwa 25 g.

Die Hände mit Sirup befeuchten, den Reisteig zu Kugeln formen, diese flach drücken, ein Anko-Bällchen auflegen und mit dem Teig umschließen.
Eine Kugel formen und mit den Koori Mochi Flocken bestreuen.
Aus dem grünen Koshian 10 Kügelchen formen. In jedes Mochi oben eine kleine Mulde drücken und je ein Kügelchen auf die Mochi setzen.
Fertig.



Thema: Wagashi

Montag, 16. Juli 2012

Fruits Kingyoku フルーツ錦玉



Solche Wagashi sind in Japan beliebte Dessert oder Oyatsu im Sommer, denn gut gekühlt schmecken sie sehr erfrischend.
Das Dessert wird in einer Nagashikan zubereitet. Da ist eine rechteckige, unten geschlossene auslaufsichere Form mit Hebeboden.

Zutaten für eine Nagashikan von etwa 15 cm x 12 cm x 4 cm

150 g beliebige Früchte wie Erdbeeren, Kiwis, Mandarinen, Ananas etc.
(Ich hatte Nektarinen und Aprikosen für die gelbe Farbe.)
200 ml Wasser
2 g Kona-Kanten (Agar-Agar Pulver)
40 g Zucker (Menge kann erhöht werden, im Originalrezept steht 100g!)

Vorbereitung

Das Obst in mundgerechte Stücke schneiden.

Zubereitung

Wasser in einen Topf geben. Agar-Agar einrühren und zum Kochen bringen.
Wenn sich das Agar-Agar aufgelöst hat, den Zucker einrühren. Zusammen zum Kochen bringen und mindestens 30 sec (laut Buch, ich habe es 2 min köcheln lassen, da das auf meiner Agar-Agar-Packung stand) sanft köcheln lassen.
Dann vom Feuer nehmen und etwas abkühlen lassen.

Die Nagashikan mit kaltem Wasser ausspülen.
Ein Teil der warmen Flüssigkeit hineingießen, so dass der Boden zu etwa 5 mm (Höhe) bedeckt ist.
Die Fruchtstücke dekorativ nebeneinander einlegen.
Die restliche Geleeflüssigkeit vorsichtig darübergießen.
Bei Zimmertemperatur erst einmal fest werden lassen.
Dann im Kühlschrank gut durchkühlen lassen.

Aus der Form holen.
Und in Stücke schneiden.
Nach Belieben anrichten.

In der Regel werden solche Speisen auf Glasteller oder in Glasschalen serviert, da das Glas die Kühle unterstreicht.


Quelle: Einfache Wagashi Rezepte von Aya Yamazaki

Thema: Wagashi

Montag, 21. Mai 2012

Anko-Mochi-Mushipan mit Kirschblüte

桜のあんこ蒸しパン


Eine Bloggerin, sie nennt sich Mokiko, hat in einem ihrer Posts ein Rezept eines japanischen Blogs vorgestellt.
Da ich das Rezept sehr interessant fand (auch der japanische Blog selbst hat einige gut aussehende Rezepte), musste ich es natürlich gleich nachbacken. Allerdings habe ich mich an das japanische Originalrezept gehalten, da Mokikos Rezept doch einige Abweichungen aufwies, die mir nicht so zusagten.

Diese Mushipan schmecken wie eine Mischung aus Sakura Mochi und Mushipan. Man muss aber schon Kirschblätter und Anko mögen. Mir haben sie geschmeckt (ich fand sie aber jetzt nicht überragend, habe aber trotzdem notgedrungen fast alle alleine aufgegessen), Fabian, der Kirschblätter nicht mag und auch nicht so der Anko-Fan ist, fand sie dagegen widerlich (seine Wortwahl!). Auch Kazu mochte sie nicht. Allerdings muss ich sagen, wenn ich die Wahl hätte, würde ich Sakura Mochi definitiv den Vorrang geben.
Die Mushipan sind nicht sehr süß, da die Süße nur durch das Anko kommt und mein japanisches Anko auch nicht so süß ist.

Die Mushipan werden mit japanischem Reismehl, dem Jôshinko hergestellt. Dieses Mehl ist viel feiner als das billige Reismehl, dass es im Asia-Shop gibt, und sollte nicht mit diesem gleichgesetzt werden.
Mehr Infos zu den Mehlen findet ihr bei wagashi maniac.

Auch bei Koshian gibt es große Qualitätsunterschiede. Das nicht-japanische, billige Produkt aus dem hiesigen Asia-Laden fand ich im Vergleich zu meinem japanischen Koshian wesentlich süßer und irgendwie schmieriger und hat mir gar nicht geschmeckt.
Also am besten selbst herstellen. ^^ (Das japanische Koshian hat mir meine Mutter aus Japan mitgebracht.)


Zutaten für etwa 6 Mushipan (abh. von Förmchengröße)

Anm.: Meine Silikonförmchen haben unten einen Durchmesser von 3,5 cm, oben von 6 cm. Von dieser Förmchengröße hätte ich acht Stück voll bekommen.

6 eingelegte Sakura-Blätter
6 eingelegte Sakura-Blüten
100 g Koshian
120 ml Sojamilch
100 g Jôshinko
1 TL Backpulver

Zubereitung

Sakura-Blätter und Blüten ca. 10 min in Wasser einweichen, um sie zu entsalzen.
Koshian mit Sojamilch glattrühren.
Jôshinko und Backpulver vermischen. Zur Bohnenmilch geben und mit dem Spatel vermengen.
Sakura-Blätter trockentupfen und je ein Blatt in ein Förmchen legen.
Den Teig auf die sechs Förmchen verteilen. Oben drauf eine abgetropfte Kirschblüte dekorativ auflegen.

Bei starker Hitze etwa 10 min (abhängig von der Förmchengröße) dämpfen.

Nicht vergessen, den Deckel des Mushiki (Dämpftopf) mit einem Tuch zu umwickeln, damit kein Wasser auf die Mushipan tropft.


Die Version mit Shiroan hat mich nicht so überzeugt.
mit Shiroan hergestellt
Fazit für beide: Optisch sehr schön, geschmacklich für mich okay, konnten jetzt aber nicht so punkten bei mir.

Donnerstag, 26. April 2012

Kinako Dango

きな粉だんご

Im Gegensatz zu den Kinako Shiratama Tôfu Dango , die weicher sind und mehr den typischen Dango-Charakter haben, sind diese Dango etwas fester und vor allem sehr viel süßer, denn der Teig enthält Zucker. Mich haben sie daher, auch von der Konsistenz her, an Soft-Karamellen erinnert.
Sie werden nur mit Kinako ummantelt und nicht mit Kinako-Zucker, denn der Teig enthält wirklich genug Zucker.
Ich fand sie lecker, kann aber nicht zu viel von essen. Zuckerschock! *g*

Zutaten

50 g Kinako
50 g Kurozatô (Vollrohrzucker, ich habe Muscovado verwendet)
30 g Shiratamako
Kinako zum Ummanteln

Zubereitung

Zucker ggfs. sieben, und die Hälfte davon mit dem Kinako vermischen.
In einem kleinen Topf Shiratamako mit nach und nach 75 ml Wasser verrühren, bis es keine Klümpchen mehr gibt.
Dann bei kleiner bis mittlerer Hitze zum Kochen bringen und mit einem robusten Spatel erst rühren, dann kneten bis der Teig weiß wird und glänzt.
Vom Feuer nehmen.
Den restlichen Zucker in zwei Etappen zugeben. Zuletzt den Kinakozucker gut einarbeiten.
Arbeitsfläche mit Kinako bestreuen, den Dangoteig daraufgeben und zu einer dünnen Rolle formen. Die Rolle in 2 cm breite Stücke schneiden und jedes Stück nochmals in Kinako wälzen.
Fertig.



Montag, 26. März 2012

Yôkan aus Shiroan



Yôkan (Bohnengelee) sind die weißlichen Blumen, die ich um die Ogura Milk Kan gelegt habe.

Zutaten (leicht herstellbare Menge):

2 g Kona-Kanten (Agar-Agar in Pulverform)
140 ml Wasser
60 g Zucker
70 g Shiro-Koshian (weißes feines Bohnenmus)
Lebensmittelfarbe + Wasser verrührt

Zubereitung

Wasser und Agar Agar in einen Topf geben. Bei mittlerer Hitze erhitzen. Wenn das Agar Agar Pulver gelöst ist, den Zucker einrühren. Zum Kochen bringen und 30 Sekunden köcheln lassen.
Vom Feuer nehmen und das Shiroan einrühren.
Wieder bei mittlerer Hitze erhitzen und einmal aufkochen lassen.
Die Masse in eine Schüssel umfüllen.
Wenn sie etwas abgekühlt ist, nach Belieben einfärben.
(Anm.: Ich wollte meine Kirschblüten rosa färben, doch meine einfache, rote Lebensmittelfarbe färbte mein Yôkan eher gräulich/eisblau. Und Unmengen von Farbe wollte ich jetzt nicht zugeben.)
In eine eckige Form gießen, so dass der Boden etwa 2 mm hoch bedeckt ist, wenn man Dekor-Elemente herstellen möchte, oder etwa 5 mm dick oder dicker, wenn man ihn so wie ich zum So-Essen anbieten möchte.
Die Masse wird bei Zimmertemperatur fest.
Wenn sie fest ist, kann man nach Belieben verschiedene Formen ausstechen.

Anm. Ich hatte mir das Shiro-An selbst hergestellt aus den weißen Bohnen der Firma Davert. Allerdings weiß ich gar nicht mehr, ob es die normalen oder die Riesenbohnen waren.

Uguisu Mochi


Mit den Rezepten zu den Wagashi wird es etwas schwierig, da jedes einzelne Wagshi auf der runden Platte eine besondere japanische Zutat enthält.
In der dritten Reihe ganz rechts sind die Uguisu Mochi zu sehen.
Die besondere Zutat hier ist das Ao-Kinako, ein grünliches Kinako, das seine Farbe von der verwendeten besonderen Sojabohnenart erhält. 
Uguisu heißt die japanische Nachtigall, die ein grünes Federkleid besitzt. Der Vogel kündigt in Japan den Frühling an und so serviert man in Japan gerne dieses Mochi, die an die Nachtigall erinnern sollen, zu Frühlingsbeginn.

Das Rezept hierfür habe ich aus dem Buch "Einfache Wagashi-Rezepte":

うぐいすもち

Zutaten für 10 Stück

70 g Shiratamako
140 ml Wasser
80 g Zucker
Ao-Kinako
200 g Azuki-Koshian (ich habe nur 150 g verwendet)

Vorbereitung:

Eine flache Schale/ Blech mit Ao-Kinako bestreuen.
Das Koshian zu 10 Kugeln formen.

Zubereitung:

Das Shiratamako in eine Mikrowellen geeignete Form geben und das Wasser nach und nach hinzufügen und einrühren, damit keine Klümpchen entsstehen.
Den Zucker einrühren.
In der Mikrowelle bei 600 W ca. 45 sec erhitzen, so dass sich der Zucker löst.
Den Teig in Intervallen (3 x 1 min) bei 600 W in der Mikrowelle weiter erhitzen. Nach jeder Minute gut umrühren/ kneten.
Wenn der Teig transparent glänzend wird, ist er fertig. Den Teig auf das vorbereitete Blech geben und mit Ao-Kinako bestreuen.
Den Reisteig in 10 Teile teilen. Am besten mit einer Waage arbeiten.
Die Teig-Portionenen zu Kugeln formen, diese flach drücken, ein Anko-Bällchen auflegen und mit dem Teig umschließen.
Mit dem Schluss nach unten wieder aufs mit Kinako bestreute Blech legen und erneut mit Kinako bestreuen.

Anm.: Die Uguisumochi sind sehr zart und weich und daher ist ein Koshian als Füllung besser geeignet als ein Tsubuan.







Warabi Mochi


 
Mit den Rezepten zu den Wagashi wird es etwas schwierig, da jedes einzelne Wagshi auf der runden Platte eine besondere japanische Zutat enthält.
In der dritten Reihe vorne, die orangenen Würfel, das sind die einfachen Warabi Mochi mit Kinako.
Daneben, die grünen Würfel, das sind die hochwertigen echten Warabi Mochi mit Matcha aus Kyôto.
Einen schönen Beitrag in deutsch über Warabi-ko und Warabi-Mochiko hat Amatô von wagashi maniac geschrieben.

Die Warabi Mochi mit Kinako habe ich aus Warabi Mochiko hergestellt. Ich hatte Dank meiner lieben Freundin Cori ein Warabimochi-Set, das das Mochiko, Kinako-zucker und Kuromitsu enthielt. Ich brauchte also nur das Warabi Mochiko mit Wasser verrühren, erhitzen in eine Form gießen und kalt werden lassen. Dann wurde es in Würfel geschnitten, die in dem Kinakozucker gewälzt wurden. Fertig. 
Die Mochi waren sehr weich von der Konsistenz.

Im Gegensatz dazu waren die Matcha Warabi Mochi aus Warabi-ko eher fest. Ob die immer so sind oder ob es daran lag, dass sie nicht zubereitungsfrisch waren und im Kühlschrank lagerten, weiß ich nicht.
Geschmeckt haben sie, daher hatte ich sie trotz des Alters serviert. Normalerweise werden Warabi Mochi nämlich frisch gegessen.
Meine Mutter hatte sie kurz vor ihrer Abreise aus Japan gekauft und dann mir geschenkt gehabt.

Daher kann ich Euch für diese Mochi kein Rezept präsentieren.

Sakura Mochi



Mit den Rezepten zu den Wagashi wird es etwas schwierig, da jedes einzelne Wagshi auf der runden Platte eine besondere japanische Zutat enthält.
In der zweiten und der letzten Reihe sind die Sakura Mochi zu sehen.
Die besondere Zutat hier ist das Dômyôjiko.

Das verwendete Dômyôjiko wird aus Mochigome hergestellt, der zuerst gedämpft wird und dann getrocknet. Es ist sozusagen ein Instant-produkt. *g* Die Handhabung ist einfacher als wenn man selbst den Reis zubereiten müsste, und daher findet man ihn häufig in Büchern, die sich an Wagashi-Anfänger richten.
Allerdings ist das Dômyôjiko auch in Japan teuer und kein Supermarktartikel, sondern nur in bestimmten Läden zu finden.

Das Rezept hierfür habe ich aus dem Buch "Einfache Wagashi-Rezepte":


道明寺粉を使った 桜もち

Zutaten für 10 Stück

100 g Dômyôjiko
180 ml heißes Wasser
Rote Lebensmittelfarbe + etwas Wasser
30 g Zucker
Sirup: 40 ml Wasser + 20 g Zucker
150 g Azuki Koshian
10 eingelegte Sakura-Blätter

Vorbereitung

  • Wasser mit Zucker für den Sirup zum Kochen bringen und den Zucker auflösen. (Ich habe den Sirup noch mit Kirschblütensirup aromatisiert.)
  • Koshian in 10 Portionen teilen und zu Kugeln von 15 g formen. (Ich habe meine Kugeln etwas kleiner gemacht.)
  • Die Kirschblätter mit kaltem Wasser abspülen und für etwa 5 min in frisches Wasser legen. Dann abtropfen lassen. (Ich habe sie mit Küchenpapier abgetupft und den unteren Teil der Mittelrippe entfernt.)
  • Die Farbe mit etwas Wasser verrühren. (Dadurch lässt sich die Färbung besser dosieren.)
 Zubereitung

Die Zubereitung war bei mir ein Mix aus Buchrezept und Zubereitungsanleitung auf der Dômyôjiko-Packung, denn ich musste feststellen, dass jede Packung offenbar seine eigene Zubereitung hat.

Das Dômyôjiko mit heißem Wasser verrühren. Soviel rotes Wasser hinzufügen, bis man ein blasses Kirschblütenrosa erhält.
Das Dômyôjiko 10 - 30 min je nach Sorte abgedeckt quellen lassen.
Den Zucker einrühren und in kleinen Intervallen in der Mikrowelle (600W)  unter gelegentlichem Umrühren erhitzen. (3x 1 min etwa. Den Spatel/ Löffel zum Umrühren vor Gebrauch in den Sirup stecken, damit der Teig nicht festklebt).
10 min ruhen lassen.
Den Teig gut verrühren. Z.B. mit einem kleinen Spatel, der vor Gebrauch in den Sirup gesteckt wird, damit der Teig nicht festklebt.
Den Reisteig in 10 Teile teilen. Am besten mit einer Waage arbeiten.
Die Hände mit Sirup befeuchten, den Reisteig zu Kugeln formen, diese flach drücken, ein Anko-Bällchen auflegen und mit dem Teig umschließen.
Ein Oval formen und dieses in ein Kirschblatt wickeln.
Fertig.





Sonntag, 25. März 2012

Mit Azukicreme gefüllte Kasutera-Schnitten



Mit den Rezepten zu den Wagashi wird es etwas schwierig, da jedes einzelne Wagshi auf der runden Platte eine besondere japanische Zutat enthält.

In der obersten Reihe sind die mit Azukicreme gefüllten Kasuteraschnitten.
Die besondere Zutat hier ist der Kasutera, den man aber auch selber backen kann. Ich werde demnächst einige Rezepte testen und vorstellen.

Zutaten für 4 Personen:

2 - 3 EL gekochte, gezuckerte Azukibohnen aus der Dose
100 ml Schlagsahne
4 Scheiben Kasutera

Zubereitung

Schlagsahne cremig steif schlagen (so bis 80%) und das Azuki einrühren.
Die Kasuterascheiben halbieren, so dass man dünnere Scheiben erhält. Eine Hälfte mit der Sahne gleichmäßig bestreichen und die andere Hälfte darauflegen.
In Frischhaltefolie wickeln und im Kühlschrank etwa 30 min ruhen lassen.

Anm.
Da ich nur drei Scheiben hatte, habe ich die gefüllten Scheiben halbiert, so dass ich sechs Stück zum Probieren anbieten konnte.

Das Rezept stammt aus meinem Oyatsu-Buch.

Sonntag, 18. März 2012

Meine erste Wagashi-Runde

Zur Zeit habe ich Besuch und auch die Nacht war recht kurz, aber wenigstens das Foto vom gedeckten Tisch wollte ich hochladen.