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Freitag, 8. März 2019

Dinkeltoastbrot


Wir lieben flauschige Brote und da Dinkel angeblich gesünder sein soll als Weizen, gab es bei uns in letzter Zeit vermehrt dieses Dinkeltoastbrot.

Mir schmeckt es am besten pur, vor allem wenn es frisch gebacken ist. Aber natürlich ist es auch getoastet ein Genuss (was wäre es sonst für ein Toastbrot). :-D

Man kann das Brot auch komplett mit Dinkelmehl Type 630 backen oder aus dem Rezept ein Weizentoastbrot backen. Statt Kokosblütenzucker kann man jeden anderen Zucker nehmen und auch bei der Getreidemilch könnt ihr flexibel sein. Notfalls geht auch Wasser.
Statt Mandel Drink könnt ihr auch Schlagsahne nehmen oder einfach gleich 170 ml Dinkel Drink.
Die Butter lässt sich z.B. auch durch Mandelmus ersetzen, aber die Porung wurde bei mir dann etwas gröber.
Ich habe verschiedene Versionen ausprobiert und das vorgestellte Rezept enthält die Zutaten und das Mengenverhältnis, mit denen uns das Brot am besten geschmeckt hat.

Zutaten für 1 Kastenform von ca. 20 cm x 9 cm x 9 cm

150 g Dinkelmehl Type 630
100 g Dinkelvollkornmehl
3 g Trockenhefe (ca. 1/2 Päckchen)
10 g Kokosblütenzucker
100 ml Dinkel Drink
70 ml Mandel Drink
20 g Honig
30 g Butter, weich
3 g Salz

Zubereitung

Mehle in eine große Schüssel sieben und mit Hefe und Zucker vermischen. In der Mitte eine Mulde formen.
Die Flüssigkeiten auf ca. 38°C erwärmen, so dass sie lauwarm sind. Den Honig einrühren. Die Mischung in die Mulde gießen.
Mit den Knethaken des Handrührgeräts alle Zutaten von innen nach außen zusammen verkneten, bis der Teig sich von der Schüsselwand löst.
Weiche Butter und Salz zum Teig geben und mit den Knethaken einarbeiten. Solange kneten, bis der Teig wieder homogen ist und sich erneut vom Schüsselrand löst. Noch etwa 1 Min. weiterkneten.

Den Teig aus der Schüssel nehmen und auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben. Rundformen und wieder mit dem Schluss nach unten in die Schüssel legen.
Die Schüssel abdecken (ich decke sie mit einem feuchten Tuch ab) und den Teig ca. 1 Std. bei Raumtemperatur gehen lassen, bis er etwa das Doppelte an Volumen hat.

Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und flach drücken, um ihn zu entgasen.
Den Teig dritteln und jedes Drittel zu einer Kugel formen.
Kugeln abdecken und 10 min gehen lassen.


Währenddessen die Form fetten und mehlen.

Jede Kugel zu einem Rechteck rollen, die lange Seite zu einem Drittel einschlagen und die andere Seite darüberlegen. Dann leicht darüber rollen.



Von einer schmalen Seite her locker aufrollen.



Die Rollen mit dem Schluss nach unten in die vorbereitete Form setzen.


Abdecken und bei Zimmertemperatur ca. 1 Std. gehen lassen.

Wenn sich das Volumen der Rollen in etwa verdoppelt hat die Form in den vorgeheizten Ofen schieben und das Toastbrot bei 190°C O/U-Hitze ca. 25–28 min backen.


Aus der Form klopfen und das Toastbrot auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.



Dienstag, 24. April 2018

Flauschiges Brötchenrad



Das Rezept für diese leckeren weichen Brötchen stammt aus dem Buch "Brot" von Eric Treuille und Ursula Ferrigno. Der Grundteig basiert auf den Parker House Rolls, die in den USA sehr beliebt sein sollen.

Kazu und ich fanden diese Brötchen wunderbar flauschig und lecker. Gepaart mit einer knusprigen, dünnen Kruste war das Hineinbeißen das reinste Vergnügen und wir fanden es schwierig, mit dem Essen aufzuhören.
Aber auch am nächsten Tag schmeckt das Brot noch sehr gut. Auch pur ist es ein Genuss.

Zutaten für eine Springform von 18–20 cm

280 g Mehl Type 550
3,5 g Trockenhefe
1 EL Zucker
1 TL Salz
125 ml Milch (ich habe Reis-Mandel-Drink verwendet)
30 g Butter
1 Ei, Gr. M

Eistreiche bestehend aus etwas Eigelb (ca. 1/3 Eigelb) und etwas Milch (ca. 1 TL)

Garnierung nach Belieben (ich habe weißen Mohn, Sesam und Sonnenblumenkerne verwendet)

Zubereitung

Mehl in eine Schüssel sieben und mit der Hefe vermischen.
Zucker und Salz einrühren.
Milch und Butter auf etwa 38°C erwärmen und mit dem Ei zum Mehl geben.
Alles gut miteinander verkneten, bis der Teig schön glatt und elastisch ist.
Zu einer Kugel formen und in der Schüssel (Boden leicht fetten) abgedeckt 1–1,5 Stunden gehen lassen.

Teig entgasen, erneut rundformen und in 9 gleich schwere Stücke teilen.
Jedes Stück rundformen und abgedeckt 10 min ruhen lassen.

Währenddessen die Form mit Butter fetten.

Die Teigkugeln plattdrücken und erneut rundformen.
Acht Kugeln am Rand der Form hineinsetzen, eine Kugel in die Mitte setzen.
Abgedeckt etwa 45 min gehen lassen.

Ofen auf 200°C O/U-Hitze vorheizen.

Die Oberfläche der Teigkugeln mit der Eistreiche bepinseln. Aufpassen, dass nicht zu viel Eistreiche in den Rand läuft. Sonst wird es schwer, das Rad aus der Form zu bekommen.
Die Oberfläche beliebig ausgarnieren.

Im vorgeheizten Ofen bei 200°C O/U-Hitze 15 min backen, dann Hitze reduzieren auf 180°C O/U-Hitze und die Brötchen weitere 30 min backen.

Frisch und noch leicht warm ist es unwiderstehlich. :-D



Aber auch am nächsten Tag schmeckt es noch sehr köstlich.


Quelle: "Brot, Rezepte aus aller Welt", Eric Treuille, Ursula Ferrigno, Bassermann Verlag 1999

Dienstag, 10. Oktober 2017

Japanisches Toastbrot "Shokupan" 食パン


Japanisches Toastbrot ist wesentlich flauschiger und schmeckt auch anders als das deutsche.
Das liegt sicher zum einen an den Zutaten (anderes Weizenmehl, andere Hefe) und zum anderen ... Tja, ich bin kein Fachmann. Ich weiß es nicht.
Auf jeden Fall ist das japanische Rezept wesentlich arbeitsintensiver als deutsche Toastbrotrezepte.

Aber die Arbeit lohnt sich. Denn das fertige Brot ist wirklich sehr flauschig.

Das Rezept ist für so eine Form mit Deckel ausgelegt:


Die Maße betragen 19,5 cm x 9,4 cm x 9,4 cm.

Zutaten

300 g Weizenmehl Type 550
6 g Trockenhefe
17 g Zucker
75 ml Milch
140 ml Wasser
6 g Salz
17 g Butter, weich

Vorbereitung

Die Form und den Deckel von innen fetten.

Zubereitung

Mehl, Hefe und Zucker in eine Schüssel geben und vermischen. Eine Mulde formen.
Milch und Wasser auf etwa 30°C erwärmen.
Flüssigkeit in die Mulde geben und mit den Knethaken des Handrührgeräts (man kann auch gleich mit den Händen arbeiten) von innen nach außen die Zutaten miteinander vermengen.

Den Teig auf die Arbeitsflächge geben und mit den Händen kneten und falten. Das dauert um die 8 Minuten.
Hier ein Video zur Knettechnik: https://www.youtube.com/watch?v=t6eG-T_jSd0

Den Teig ausbreiten, das Salz und die Butter auf dem Teig verteilen und einarbeiten.
Teig kneten und falten, bis er ganz elastisch ist. Wenn man den Teig auseinanderzieht, soll er ganz dünn werden, ohne zu reißen. Das dauert ebenfalls etwa 8 min.

Eine große Schüssel dünn fetten.
Teig rundformen und mit dem Schluss nach unten in die gefettete Schüssel legen.
Die Schüssel mit Folie oder einem feuchten, gut ausgewrungenem Tuch abdecken.
Teig etwa 60 min bei Zimmertemperatur gehen lassen.

Den auf das etwa 2,5 bis 3-fache aufgegangenen Teig aus der Schüssel nehmen, entgasen und halbieren. Jede Hälfte zu einer Kugel formen und abdecken.
20 min bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

Anm. Ich hatte das Gefühl, dass das Brot besser wird, wenn die Teigkugeln nur maximal 250 g wiegen.
Aus dem übrig gebliebenen Teig habe ich Brötchen geformt.

Die Teigkugel mit dem Schluss nach oben auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben, platt drücken  (entgasen) und zu einem Rechteck ausrollen.
Die Teigplatte von den langen Seiten zur Mitte einschlagen, so dass die Breite der Teigplatte gedrittelt wurde.
Nun die Platte von der schmalen Seite aus aufrollen.

Auf diesem Video sieht man es ähnlich bei 3:00 min:
https://www.youtube.com/watch?v=kiEMUuFKAjE

Mit dem Schluss nach unten in die gefettete Form an einer Längsseite einlegen, so dass auf der anderen Seite etwas Platz verbleibt.
Der Teig kann dadurch besser aufgehen.

Auf folgendem Foto ist der links angelegte Teig schon etwas aufgegangen. (Hab zu spät ans Foto gedacht.)


Form mit Folie abdecken und den Teig bei Zimmertemperatur 30 bis 40 min gehen lassen, bis der Teig die Form zu etwa 80% ausfüllt.


Ofen auf 200°C O/U-Hitze vorheizen.

Die Oberfläche mit Wasser besprühen (geht gut mit einer Sprühflasche) und den Deckel aufschieben.

Das Brot im vorgeheizten Ofen bei 200°C O/U-Hitze ca. 25 bis 30 min backen.

Nach dem Backen das Brot gleich aus der Form holen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.



Ich habe meine Scheibe mit französischer Kastaniencreme genossen. So lecker!
Guten Appetit!

Quelle: Verschiedene Rezepte aus meinen japanischen Brotbackbüchern

Freitag, 11. März 2016

Joghurt-Honig-Brot ヨーグルトとはちみつのパン


Dieses Joghurt-Honig-Brot hat uns besonders gut geschmeckt, weswegen ich das Rezept mit euch teilen möchte.

Zutaten

300 g Mehl Type 550
5 g Trockenhefe
3 g Salz
100 g Naturjoghurt
40 ml lauwarmes Wasser
20 g Butter
20 g Honig
1 Ei Gr. L

Zubereitung

Mehl mit Trockenhefe gut vermischen.
Salz untermischen.

Joghurt auf etwa 40°C erwärmen.
Wasser hinzufügen.
Butter in Stückchen hinzufügen und schmelzen lassen.
Honig einrühren.
Ei verquirlen und einrühren.

Die flüssige Mischung zur Mehlmischung geben und alles mit den Knethaken eines Handrührgeräts miteinander verkneten, bis der Teig schön elastisch ist und sich beim Kneten vom Schüsselrand löst.
Den Teig aus der Schüssel nehmen und zu einer Kugel rundformen.
Den Boden der Schüssel dünn fetten. Die Teigkugel mit dem Schluss nach unten in die Schüssel setzen. Die Schüssel abdecken und den Teig etwa 1 h bei Zimmertemperatur (besser: 25–30°C) gehen lassen, bis sie etwa das Doppelte an Volumen zugelegt hat.

Teigkugel herausnehmen und flach drücken, um sie so zu entgasen. Erneut zu einer Kugel formen und die Kugel 10 min entspannen lassen.

Dann zu einer ovalförmigen Platte ausrollen. 1/3 längs nach innen klappen und die andere Seite daraufklappen, und so ein längliches Brot formen.
Den Schluss gut zusammendrücken.

Backblech mit Backpapier auslegen. Das Brot mit dem Schluss nach unten aufs Blech setzen. Abdecken (z.B. locker mit Frischhaltefolie) und erneut das Brot bei Zimmertemperatur (besser: 30–35°C) gehen lassen.

Wenn das Brot das Doppelte an Volumen zugelegt hat, es längs 4–5 mal einschneiden.


Im vorgeheizten Ofen bei 180°C O/U-Hitze 30–40 min backen.
Herausnehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.



Quelle: Tezukuri pan (selbstgemachtes Brot) von Kiyomi Ishizawa, Shufu no tomo Verlag

Donnerstag, 7. Januar 2016

Calpis-Brot カルピスブレッド


Ein aromatisches, weiches Weißbrot, das bei uns ruckzuck aufgegessen wurde. Das Besondere an diesem Brot ist die Zugabe von Calpis, hierzulande wohl eher unter Calpico bekannt.
Durch das Calpis bekommt das Brot eine frische Note.

Zutaten für 1 Brot von ca. 25 cm Länge und ca. 10 cm Breite

350 g Mehl Type 550
7 g Trockenhefe
21 g Zucker
10 g Magermilchpulver (kann auch weggelassen werden)
175 ml Wasser
42 g Calpis
1/2 Ei
35 g Butter, weich
7 g Salz

Zubereitung

Mehl in eine große Schüssel sieben und mit Hefe, Zucker und Milchpulver vermischen.
In die Mitte eine Mulde formen.
Wasser und Calpis auf ca. 38 °C erwärmen. Zusammen mit dem halben Ei in die Mulde gießen, dabei mit den Knethaken eines kraftvollen Handmixers von innen nach außen mit dem Mehl verrühren. Ca. 4 min kneten.
Weiche Butter mit Salz verrühren und zum Teig geben. Weitere 4 min kneten.
Teig aus der Schüssel nehmen, den Teig auf leicht bemehlter Arbeitsfläche rundformen und zurück in die Schüssel geben. Mit feuchtem Tuch abdecken.
Für die 1. Gare an einem warmen Ort ca. 60 min bei Zimmertemperatur gehen lassen. 

Dann aus der Schüssel nehmen und platt drücken, um den Teig zu entgasen.
Zu einem Rechteck ausrollen. Eine Seite sollte so lang wie die Kastenform sein.

Dann aufrollen und den Schluss fest zudrücken.
Mit dem Schluss nach unten in die gefettete Kastenform setzen.

Form abgedeckt erneut bei Zimmertemperatur oder etwas wärmer gehen lassen, bis der Teig schön aufgegangen ist.

Inzwischen den Ofen auf 170°C O/U-Hitze vorheizen.

Das Brot im vorgeheizten Ofen bei 170°C O/U-Hitze ca. 30 min backen.
Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.



Mir schmeckt das Brot pur am besten.^^

Das Rezept stammt aus dem japanischen Backbuch "パン作り入門" (Einführung ins Brot backen), das ich HIER vorgestellt habe.

Donnerstag, 30. April 2015

Matcha-Milch-Brot 抹茶ミルクパン



Dieses Matcha-Milch-Brot zeichnet sich durch eine weiche und dichte Krume aus und hat eine kräftige Matcha-Note.
Mir schmeckte es pur und frisch am besten. Am nächsten Tag fand ich es leicht getoastet und pur genossen ebenfalls sehr köstlich.
Ich liebe die feine herbe Note von Matcha. :-)

Im Rezept wird ein Mehl namens "Lys d'or" verwendet. Das ist ein Mehl zum Backen von französischen Broten. Das Lys d'or hat einen Eiweißgehalt von 10,7%.
Ich habe ein anderes Mehl verwendet, das einen Eiweißgehalt von 12% hat. Und zwar dieses hier:


Wahrscheinlich hätte ich für mein Mehl die Flüssigkeitsmenge etwas erhöhen müssen, aber zum Glück ist mein Brot trotzdem sehr schmackhaft geworden, auch wenn die Einschnitte nicht ganz so weit aufgerissen sind, wie das Originalrezept von okanakirom es vorsieht.

Da mir das Brot sehr gut geschmeckt hat, werde ich es sicher bald wieder backen. Dann einmal mit dem französichen Mehl T65 und auch einmal mit dem hiesigen Mehl Type 550. Ich bin gespannt wie die Brote dann werden und werde hier darüber berichten.

Ach ja, okanakirom hat ihr Brot noch mit weißen Schokoladenstückchen angereichert. Diese habe ich weggelassen.

Zutaten für ein Brot von etwa 25 cm Länge

125 g Lys d'or
6 g Matcha (Backqualität)
0,5 g Trockenbackhefe
100 ml Milch (bei mir Sojadrink)
3 g Honig
2 g Salz

Zubereitung

Mehl und Matcha in eine Schüssel sieben.
Hefe hinzufügen und vermengen.
Milch mit Honig und Salz auf 38°C erwärmen und hinzufügen.
Alles miteinander gute 5 min verkneten (z.B. mit den Knethaken eines Handrührgeräts).

Den Teig zu einer Kugel formen und abgedeckt in einer Schüssel über Nacht in den Kühlschrank stellen.


Am nächsten Tag die Schüssel aus dem Kühlschrank nehmen und den Teig akklimatisieren lassen.
Dann entgasen, erneut zu einer Kugel formen und 15 min ruhen lassen.

Den Teig zu einem länglichen Brot formen, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen, locker mit Frischhaltefolie abdecken und 30–45 min gehen lassen.

Den Ofen auf 250°C /O/U-Hitze vorheizen.

Das Brot mit Mehl bestäuben und mehrfach schräg einritzen. Beim Einschieben in den Ofen Wasser in den Ofenraum spritzen (geht am besten mit einem Wasserzerstäuber) und schnell die Türe schließen.
Temperatur auf 240°C senken und das Brot 10 min backen.
Dann die Temperatur auf 200°C senken und das Brot weitere 15 min fertig backen.

Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.


Der Fairness halber möchte ich noch erwähnen, wie ich auf das Rezept von okanakirom gestoßen bin. Und zwar hat matchashop am 24. April bei facebook ein Matcha-Brot gepostet. Das Foto finde ich jetzt zwar gar nicht ansprechend, aber ich war neugierig, klickte die Seite an und suchte nach einem Quellenverweis, den ich glücklicherweise auch fand. Angeklickt und so landete ich bei okanakirom.
Ihr Foto wiederum sprach mich sofort an und ich beschloss, das Brot nachzubacken. :-D

Und da Susanna vom Blog "Mehlstaub und Ofenduft" diesen Monat den Bread Baking Day Nr.73 ausrichtet und Brote aus aller Welt sucht, reiche ich einfach mal dieses Brot ein. Japaner lieben weiche Brote und Matcha sowieso.^^

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Weitere in Japan beliebte Brote sind z.B.
das Melonpan


Anpan


oder das riesige Hokkaido Milchbrot


Nur um ein paar Beispiele zu nennen. Mehr Rezepte findet ihr in meinem Rezeptverzeichnis.^^

Samstag, 18. April 2015

English Bread イギリスパン



Mit English Bread bezeichnet man in Japan ein Weißbrot, dass in einer Kastenform ohne Deckel gebacken wird und damit nicht wie ein Toastbrot oben flach, sondern gewölbt ist.

Das Brot ist wie in Japan üblich sehr flauschig. Ein wohlschmeckendes Weißbrot, aber, da bin ich ehrlich, kein Brot, dass einen in Verzückung geraten lässt. Ich habe es schon oft gebacken, weil es sich ohne viel Schnickschnack zubereiten lässt.

Zutaten für eine Kastenform von 20 cm Länge

300 g Mehl Type 550
4,5 g Trockenhefe
12 g Zucker
6 g Magermilchpulver (kann auch weggelassen werden)
204 g Wasser
12 g Margarine
6 g Salz

Zubereitung

Alle benötigten Zutaten abwiegen und bereit stellen. Die Zutaten sollten Zimmertemperatur haben.
Form fetten.

Mehl in eine Schüssel sieben, Hefe, Zucker und Milchpulver zugeben und gut miteinander vermengen.
Lauwarmes Wasser (ca. 38°C) hinzufügen. Mit den Knethaken eines Rührgeräts vermengen, bis der Teig glatt ist.
Weiche Margarine und Salz hinzufügen und alles aktiv verkneten.
Der Teig soll ganz geschmeidig werden und sich vom Schüsselrand lösen. 

Zur Kugel formen und abgedeckt ca. 60 min bei Zimmertemperatur gehen lassen, bis sich das Teigvolumen etwa verdoppelt hat.


Teig entgasen, erneut zur Kugel formen und noch einmal bei Zimmertemperatur etwa 30 min gehen lassen.

Teig entgasen und halbieren. Jede Teighälfte zur Kugel formen und 15 min abgedeckt ruhen lassen.
Teigkugel zu Kreisen von etwa 20 cm ausrollen und dabei entgasen.
Dann den Kreis von außen nach innen einschlagen und so wieder zur Kugel formen.
Die Kugeln mit der Naht nach unten in die Form setzen und etwas flach drücken.


Abdecken und erneut gehen lassen, bis der Teig den oberen Rand der Form erreicht hat.
Dauert etwa 40 min.

Im vorgeheizten Ofen bei 220°C O/U-Hitze ca. 30 min backen.


Quelle: はじめての焼きたてパン (Hajimete no yakitate pan) von Shizuko Honmi, 成美堂出版 2004

Dienstag, 3. Februar 2015

Joghurt-Bananenbrot ヨーグルトバナナブレッド


Dieses Brot war das erste, das ich, wieder zurück aus Japan, gebacken habe. Das Rezept ist vielseitig wandelbar und kann in Geschmack und Konsistenz den eigenen Wünschen wunderbar angepasst werden.

Die Walnüsse geben der Krume Biss, sie können aber auch einfach weggelassen werden. Wer es schokoladig mag, kann auch Schokoladentropfen hinzufügen. Vanille, Zimt, Zitrone oder auch Ingwer, etc können ganz nach Belieben hinzugefügt werden.

Verwendet man z.B. statt dem Ei Gr. M (das sind 50 g Nettogewicht, also das Ei ohne Schale gewogen) eine Eiermenge von 65 g, wird die Krume feuchter und das Bananenbrot geht mehr in Richtung Kuchen über (siehe auch Rezept für den Bananenkuchen).

Das Brot kommt ohne Fettzugabe aus und ist schnell hergestellt. Also genau das richtige, wenn man wie wir noch an Jetlag leidet und mit Koffer auspacken beschäftigt ist. :-)

Die halbe Menge passt übrigens genau in meine kleine Kastenform von 15 cm x 8 cm.

Zutaten für eine Kastenform von max. 20 cm Länge

1 Ei Gr. M
30 g Zucker (ich verwende den Light brown soft sugar von Tate&Lyle)
2 EL Joghurt, natur (= 30 g)
2 Bananen (180 g - 200 g Nettogewicht)
1 EL Ahornsirup (= 20 g)
100 g Mehl
10 g Speisestärke
4 g Weinstein-Backpulver (= 1 TL)
1 g Salz (1 Teelöffelspitze voll)
Walnüsse 30 g - 40 g

Ahornsirup zum Abglänzen

Zubereitung

Die Kastenform mit Backpapier auskleiden.
Ofen auf 180 °C O/U-Hitze vorheizen.

Ei verquirlen und mit Zucker gut cremig aufschlagen (am besten mit Handmixer).
Joghurt einrühren.
Bananen mit der Gabel gut zerdrücken und mit dem Ahornsirup vermengen.
In die Eimasse rühren.
Mehl, Stärke, Backpulver und Salz mischen und auf die Ei-Bananen-Masse sieben und mit dem Schaber einrühren. Dabei die Walnüsse hinzufügen und mit einrühren.

Den Teig in die Form füllen, glatt streichen
und im vorgeheizten Ofen bei 180°C O/U-Hitze ca. 35 min backen.


Gleich nach dem Backen die Oberfläche mit Ahornsirup bestreichen. Das sorgt für einen schönen Glanz.


Hier mal die Krume bei Verwendung von 65 g Ei.


Wir haben das Brot u.a. in einer Mischung aus Ahornsirup und Wasser im Verhältnis von 2:1 getunkt und so gegessen.^^

Inspirationsquelle: Cookpad "100万人が選んだ大絶賛おやつ" (Die beliebtesten Oyatsu-Rezepte von 1 Million Menschen ausgewählt), Kadokawa Verlag 2014

Sonntag, 10. August 2014

Potato Bread ポテトブレッド

Hier kommt die zweite Auflage des Potato Bread, das ich letztes Jahr schon einmal vorgestellt hatte.
Ich habe das Brot wieder hervorgeholt, da ich durch Daniis Kartoffel-Quark-Knödel, die gleich auf meiner Nachbackliste gelandet sind, auf ein Event von Gourmetguerilla "Kartoffelrezepte gesucht" aufmerksam wurde.
Leider habe ich grad keine Kartoffeln da, sonst hätte ich heute gleich wieder das Brot gebacken. Und so muss die zweite Auflage reichen.


Ich habe beim Googeln festgestellt, dass zwischen Kartoffelbrot und Potato Bread Welten liegen (können). Das war mir bisher nicht bewusst. Nun, dieses Brot ist ein japanisches Kartoffelbrot Potato Bread, bzw basiert auf einem Rezept aus meinem japanischen Brotbackbuch und ist dort im Kapitel "Schnelle Brote mit Hefe" aufgeführt.

Es ist sehr weich, schmeckt angenehm nach Kartoffel und ist in meinem Fall ruckzuck aufgegessen (hab auch nur die halbe Menge gemacht). Ich habe es pur gegessen.
Das Brot schmeckt übrigens noch leicht warm am besten.

Zutaten

150 g Mehl 550
6 g Trockenhefe
9 g Zucker
3 g Salz
100 g gare (nicht zu feuchte) Kartoffeln ohne Schale
80 g Milch oder Wasser oder ein Gemisch aus beidem (ich hatte Hafermilch)
15 g Butter, weich

Eistreiche
Kartoffelflocken (Kartoffelbrei/-püree-Instant-Flocken)

Zubereitung

Anm. Wer mit Mikrowelle arbeitet, kann die Kartoffeln mit Schale (> 100 g) waschen, und in der Mikrowelle bei ca. 500 Watt um die 3 min garen. Schälen und mit der Gabel zerdrücken.

Tipp: Den Teig am besten mit den Händen herstellen.

In einer Schüssel Mehl, Hefe, Zucker, Salz und zerdrückte Kartoffeln miteinander leicht vermengen.
In die Mitte eine Mulde drücken, und die lauwarme Flüssigkeit (ca. 35°C) hineingießen.
Alles leicht miteinander verkneten.
Butter hinzufügen und alles mit den Händen etwas 3 min lang verkneten.
Anm.: Der Teig muss nicht glatt sein, schließlich sind Kartoffelstückchen drin.
Teig zu einer Kugel formen und abgedeckt etwa eine halbe Stunde bei Zimmertemperatur gehen lassen.

Auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck von etwa 20 x 25 cm ausrollen.
Von der schmalen Seite her aufrollen und den Schluss fest andrücken.
Mit dem Schluss nach unten ablegen.
Oberseite mit verquirltem Ei bestreichen und das Brot in Kartoffelflocken wenden.
Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und erneut ca. 30 min gehen lassen.

Im nicht vorgeheizten Ofen bei 190°C O/U-Hitze 15 min backen, dann Hitze auf 170°C senken (Brot bleibt im Ofen) und weitere 15 min fertig backen.

Auf einem Kuchengitter etwas abkühlen lassen und noch leicht warm servieren.



Übrigens, wenn ihr auf die Eventseite geht, findet ihr dort alle Einsendungen mit Bildern aufgelistet.

Badge Event Hippe Knollen Kartoffelrezepte GourmetGuerilla
http://www.gourmetguerilla.de/2014/07/hippe-knollen-rezepte-gesucht-die-tollsten-kartoffel-rezepte/

Donnerstag, 13. März 2014

Brioche Nanterre nach Le Cordon Bleu パータ・ブリオッシュとブリオッシュ・ナンテール


Eigentlich wollte ich ja ein schönes Foto vom Brot im Ganzen haben, aber meine Ungeduld machte mir einen Strich durch die Rechnung. Zum einen ist der Rand nur ganz hell gebacken, weil ich es etwas früh rausgeholt habe (die Krume ist glücklicherweise einwandfrei), zum anderen hatte ich, als ich das Brot aus dem Ofen holte, nur den Gedanken "probieren" im Kopf. Und schwupps, hatte ich mir eine Scheibe abgeschnitten.

Jetzt habe ich also nur obiges Foto für euch, was präsentationstechnisch doch stark zu wünschen lässt.
Kann man nichts machen. :-D

Brioche ist ein feiner Hefeteig mit viel Eiern, Butter, aber wenig Zucker.
Das klassische Verhältnis von Mehl zu Butter beträgt dabei 2:1.

Das Rezept, das ich euch vorstellen möchte, stammt aus meinem Buch "Die Grundlagen der Grundlagen des französischen Gebäcks", das von der Gastronomieschule "Le Cordon Bleu" in Tokyo herausgegeben wurde.

Mit Brioche Nanterre bezeichnet man ein Brioche, das in einer Kastenform als Brot gebacken wird.
Brioche-Teig, der als Kugeln in kleinen Formen gebacken wird, wird als Brioche parisienne bezeichnet.

Zutaten für 2 Kastenformen von 18 cm x 7 cm

Pâte à brioches

125 g Mehl Type 550
125 g Mehl Type 405
5 g Salz
25 g Zucker
3 Eier (60 g Eigelb + 90 g Eiweiß)
10 g frische Hefe
etwas Wasser
125 g Butter

Eistreiche

Zubereitung

Anm. Die Zubereitung erfolgt hier manuell. Man kann natürlich auch Handrührgerät/ Küchenmaschine (Knethaken + Schüssel) verwenden.

Nach Le Cordon Bleu:
Mehle mischen und auf eine Marmorfläche sieben.
Das Mehl zu einem Ring auseinander schieben und in die Mitte die Hefe bröckeln.
Etwas Wasser zur Hefe geben und mit den Fingern Hefe und Wasser zu einer dünnen Paste vermischen.
Eier hinzufügen und mit der aufgelösten Hefe mit den Fingern vermischen. Dabei nach und nach etwas Mehl (nicht alles) vom Rand einarbeiten.
Wenn die Masse pastenartig ist, Zucker und Salz hinzufügen und mit der Eipaste vermischen.

Ich zu Hause:
Zutaten abwiegen und bereit stellen. (Ich stelle die halbe Menge her, also nicht wundern.)
Die Hefe zerbröckeln und mit ganz wenig Wasser verrühren.


Wenn die Hefe aufgelöst ist, ins Ei rühren. Nach und nach etwas Mehl einrühren, bis die Masse pastenartig ist. Dann Zucker und Salz hinzufügen und einrühren.


Danach habe ich meine Eipaste auf die Arbeitsfläche in einen Mehlkreis gegeben, so dass es nun weitergeht, wie im Buch beschrieben.


Mit einem Teigspatel das Mehl nach innen schieben und mit schneidenden Bewegungen alles vermengen.


Wenn alles vermengt ist, mit der Handfläche den Teig bearbeiten, damit er homogen wird.
Anm.: Da ich nun direkt mit den Händen arbeite, wurde es schwierig, die Arbeitsschritte zu fotografieren.

Den Teig nun ordentlich schlagen und kneten, so dass viel Luft hineinkommt und der Kleber aktiviert wird.
Das Kneten dauert etwa 10 min. Der Teig ist fertig, wenn er geschmeidig wird, glänzt und sich von der Arbeitsfläche löst.
Den Teig zu einer runden Kugel formen und die Elastizität testen.
Dazu den Finger mehlen und kräftig in die Mitte ein Loch hineindrücken.
Das Loch sollte gleich wieder hochgehen.
Ich hatte meinen Finger bis zur zweiten Fingerkuppe drin. In der Zeit, die ich brauchte, zur griffbereiten (!) Kamera zu greifen, federte der Teig schon zurück. Wenn das Loch bleibt, muss der Teig noch weiter geknetet werden.


Nach Le Cordon Bleu:
Die Teigkugel nun flach drücken. Die weich geklopfte Butter darauf verteilen und in den Teig einhüllen.
Auf ca. 50 cm ausrollen und wieder zusammenlegen. Mit dem Teigspatel in Stücke schneiden und alles gut miteinander verkneten, bis der Teig homogen ist.

Ich zu Hause:
Die Teigkugel flach drücken und etwas ausrollen. So weit klappte es noch.
Die Butter weich klopfen musste ich jedoch nicht, da ich sie schon 5 h draußen stehen hatte (bei Felder soll die Butter für seine Brioches die Nacht vorher aus dem Kühlschrank genommen werden).
Nun war meine Butter viel zu weich, und ließ sich partout nicht einschlagen.
Ich nahm also gleich den Teigspatel, zerstückelte den Teig mit der weichen Butter, nahm dann meine Hand zur Hilfe und manschte, was das Zeug hält.
Meine Ausdauer wurde belohnt und irgendwann hatte auch ich einen homogen Teig. :-D

Nun geht es weiter wie zu Beginn mit Schlagen und Kneten des Teigs.


Puh. Langsam fängt der Teig an, sich von der Arbeitsfläche zu lösen.
Ob der Teig elastisch genug ist, testet ihr, in dem ihr den Teig zwischen den Händen auseinanderzieht. Er sollte dabei ganz dünn werden, ohne zu reißen.

(Immer dieses Hände waschen zwischendurch, um Fotos zu knipsen ... :-P)


Den Teig zu einer Kugel formen und in eine leicht bemehlte Schüssel legen.


Abdecken und bei Zimmertemperatur gehen lassen.
Das hat bei mir etwa 2 h gedauert.


Den Teig aus der Schüssel nehmen, flach drücken, um ihn zu entgasen und zu einem Block falten.

Damit ist der Pâte à brioches fertig.

Den Teig je nach Rezept weiterverarbeiten.
Als Anwendungsbeispiele führt das Buch das Brioche Nanterre an und das Pain perdu.

Kommen wir zur Weiterverarbeitung zum Brioche Nanterre.

Die Formen fetten und in den Kühlschrank stellen.

Den Teigblock in zwei Hälften teilen und jede Hälfte in sechs Stück teilen. Ein Stück wiegt um die 43 g.
Die Stücke zu Quadraten flachdrücken, die Ecken in die Mitte schlagen, Teigstück umdrehen und rundformen.

Die Teigkugeln sollten elastisch sein und bei Fingerdruck zurückfedern.


15 min ruhen lassen.

Nach der Stückgare die Kugeln etwas länglich rollen und je sechs Stück in eine Kastenform legen und etwas andrücken.


Die Oberfläche dünn mit Eistreiche bepinseln und erneut abgedeckt gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.


Erneut dünn mit Eistreiche bepinseln.

Im vorgeheizten Ofen bei 180°C O/U-Hitze backen, bis auch die "Täler" eine schöne Röstfarbe haben.
Das dauert etwa 15 min.

Wie eingangs erwähnt, habe ich leider versäumt, ein Foto zu knipsen.
Aus der Form nehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. ... Wenn man es schafft ^_-



Quelle: Le Cordon Bleu, Grundlagen der Grundlagen des französischen Gebäcks

Die Bilder mit Wasserzeichen entstanden am 10.1.16. Der Teig wurde dieses Mal mit Zuhilfenahme des Handrührgeräts hergestellt.