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Sonntag, 8. Mai 2016

Gyûdamadon 牛玉丼 Rindfleisch und Ei auf Reis


Donburi-mono どんぶり物, also japanische Reisgerichte, bei denen der gekochte Reis in einer größeren Schüssel serviert wird und die Zutaten mit einer Sauce direkt auf den Reis gegeben werden, sind bei uns ein gern gesehenes Essen und auch diese Version hat meinen 7-jährigen Sohn und mich überzeugt.

Zutaten für 2 Personen

ca. 400 g frisch gekochter Reis
100 g Rindfleisch (z.B. Rinderhüftsteak)

Marinade
1/2 EL Sake
1/2 EL Sojasoße
1/2 TL frisch geriebener Ingwer (inkl. Saft)

1 1/2 EL Katakuriko (Stärke, Kartoffelmehl)
1 EL Sesamöl
1 EL Pflanzenöl

Sauce
50 ml Wasser
1/2 EL Sake
1/2 EL Sojasoße
1/2 TL Zucker

2–3 Eier 

Zubereitung

Rindfleisch in dünne, mundgroße Stücke schneiden.
Die Zutaten für die Marinade verrühren und das Rindfleisch darin  mindestens 15 min marinieren.
Abtropfen lassen, mit 1 EL Katakuriko überpudern.
(Anm.: Ich habe das Fleisch gebraten, ohne es zu überpudern, weil ich den Schritt vergessen hatte. Hat auch gut geklappt. :-P)
1/2 EL Sesamöl und 1/2 EL neutrales Pflanzenöl in einer Pfanne erhitzen und das Fleisch darin braten, dann herausnehmen.

Die Zutaten für die Sauce in einen Topf geben und zum Kochen bringen.
1/2 EL Katakuriko mit 1 EL kaltem Wasser glatt rühren. In die Sauce einrühren und diese andicken lassen.

Eier verquirlen.
1/2 EL Sesamöl und 1/2 EL neutrales Pflanzenöl in einem Wok erhitzen, das Ei hineingeben und wenn es stockt, einmal durchrühren. Dann das Rindfleisch (mit ggfs. Bratflüssigkeit) und die Sauce (ich fand 2/3 der Menge bei 2 Eiern ausreichend) hinzufügen und alles zügig vermengen. Vom Herd nehmen.

Frisch gekochten Reis in zwei Schüsseln geben und die Rindfleisch-Ei-Masse darauf verteilen.
Für die Optik mit etwas Grün garnieren.

Quelle: non-no,  簡単ご飯料理 (einfache Reisgerichte), sense-up series No.17, Shueisha Inc. 1995

Sonntag, 10. März 2013

Curry-Sushi カレーずし


Ein weiteres Gericht aus meinem Buch "おかずいらず 炊き込みチャーハン丼もの" (Reisgerichte, die keiner weiteren Beilage bedürfen), das ich euch im Rahmen meiner Vorstellung von japanischen Reisgerichten vorstellen möchte.

Das Gericht nennt sich Curry-Sushi und ist im Grunde genommen eine Art Reissalat.
Ich lasse gerne das Öl weg und nehme stattdessen Zucker, um den Essig abzumildern. Auch kommt dadurch das Curry-Sushi geschmacklich näher an Sushi ran, finde ich.

Zutaten für 6 Personen

450 g japanischer, polierter Reis (3 Reis-Messbecher)
ca. 700 ml Wasser (Menge ist abhängig von der Reissorte)

4 EL Reisessig
3 EL Öl (lasse ich weg und nehme stattdessen 1,5 EL Zucker)
1 EL Curry
1 TL Salz
etwas Pfeffer

100 g Scheiben-Wurst
100 g gekochter Oktopus (habe ich weggelassen)
6 Radieschen
60 g Maiskörner (aus der Dose/Glas)

Zubereitung

Den Reis etwas härter als sonst kochen (in etwa wie für Sushi).
Essig, Öl, Curry, Salz und Pfeffer miteinander verrühren.
Unter den fertig gekochten Reis mischen und den Reis auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.

Wurst und Oktopus in etwa 1 cm große Stücke schneiden.
Radieschen je nach Größe halbieren oder vierteln und in dünne Scheiben schneiden (oder auch in Stücke schneiden).
Die Maiskörner abtropfen lassen.

Curry-Sushireis mit den Zutaten vermischen und anrichten.

Man kann für dieses Gericht auch Thunfisch (aus der Dose), Wiener Würstchen, Meeresfrüchte, etc nehmen.


Mit diesem Sushi-Gericht wie auch dem Unagizushi, dem Maguro no Tekonezushi, dem Sashimizushi nach chinesicher Art, und dem Lachs-Sushi wollte ich einfach mal aufzeigen, wie man Sushi auch anders zubereiten kann. Schnell und einfach und trotzdem schmackhaft.^^

Unagizushi うなぎずし



Ein weiteres Gericht aus meinem Buch "おかずいらず 炊き込みチャーハン丼もの" (Reisgerichte, die keiner weiteren Beilage bedürfen), das ich euch im Rahmen meiner Vorstellung von japanischen Reisgerichten vorstellen möchte.

Es nennt sich Unagizushi, also Sushireis mit Aal. Beim Aal handelt es sich um einen mit süßer Sojasoße bepinselten, gegrillten Aal, bekannt als Kabayaki, der auch als Sushi-Belag Verwendung findet.

Zutaten für 4 Personen

Sushireis
300 g japanischer, polierter Reis (2 Reismessbecher)
1 Kombustreifen in der Größe von etwa 1/2 Postkarte
(alternativ: etwas Kombu-Dashi-Pulver, ansonsten notfalls weglassen)
1 EL Sake (Reiswein)
ca. 500 ml Wasser (Menge ist abhängig von der Reissorte)

3 EL Reisessig
ca. 1,5 EL Zucker (fein)
ca. 1,5 TL Salz

ca. 250 g Unagi no Kabayaki (als ganzes Stück oder für Sushi fertig geschnitten)
etwas Kabayaki-Soße

2 Eier
1 EL Sake
1 Prise Salz
1 Prise Zucker

roter Ingwer (Beni Shôga)

Zubereitung

Sushireis erstellen.

Den Aal leicht erwärmen (Mikrowelle, Pfanne) und in Stücke schneiden (falls nicht schon geschnitten).
Mit der Kabayaki-Soße beträufeln.

Die Eier mit Sake, Salz und Zucker verquirlen.
Eine Pfanne von etwa 20 cm Bodendurchmesser erhitzen (mittlere Hitze), dünn einfetten, und die Hälfte des verrührten Eis hineingeben und gleichmäßig verteilen.
Die Hitze ist optimal, wenn das Ei zwar beim Hineingeben zischt, sich aber noch gut verteilen lässt.

Wenn der Rand anfängt sich zu lösen (dauert etwa eine Minute), kann man wenden.
Von der anderen Seite noch ein paar Sekunden braten. Dann sofort herausnehmen.
Mit der zweiten Hälfte Ei ebenso verfahren.
Die Eier-Crepes in 4 - 5 cm lange dünne Streifen schneiden und die Streifen durcheinanderbringen.

Den Sushireis mit etwa der Hälfte der Aalstücke leicht vermengen und den Aalreis auf vier Schüsseln verteilen.
Mit den restlichen Aalstücken belegen, die Eierstreifen daraufgeben und mit rotem Ingwer ausgarnieren.

Montag, 4. März 2013

Maguro no Tekonezushi まぐろの手こねずし風



Ein weiteres Gericht aus meinem Buch "おかずいらず 炊き込みチャーハン丼もの" (Reisgerichte, die keiner weiteren Beilage bedürfen), das ich euch im Rahmen meiner Vorstellung von japanischen Reisgerichten vorstellen möchte.

Hier kommt marinierter, roher Thunfisch (Maguro) auf den Sushireis. 
Wer rohen Fisch scheut, kann den marinierten Fisch auch in der Pfanne kurz Farbe nehmen lassen.
Ebenfalls sehr köstlich.

Zutaten für 4 Personen

Sushireis
300 g japanischer, polierter Reis
1 Kombustreifen in der Größe von etwa 1/2 Postkarte
(alternativ: etwas Kombu-Dashi-Pulver, ansonsten notfalls weglassen)
1 EL Sake (Reiswein)
ca. 500 ml Wasser (Menge ist abhängig von der Reissorte)

3 EL Reisessig
ca. 1,5 EL Zucker (fein)
ca. 1,5 TL Salz

300 g roher Thunfisch, der für Sashimi geeignet ist

Marinade
2 EL Sojasoße
1 EL Mirin
1/2 - 1 EL geriebener Ingwer

1/2 Blatt Yakinori
4 - 5 Perillablätter (Ao-Shiso)

Zubereitung

Achtung: Fisch für den rohen Verzehr sollte zwar sehr frisch sein, muss aber trotzdem vor Verzehr bei etwa -20°C mind. 24 h eingefroren werden, um etwaige Würmer abzutöten.

Sushireis erstellen.

Die Zutaten für die Marinade miteinander verrühren.
Den Fisch in 7 - 8 mm dicke, mundgerechte Scheiben schneiden und gute 10 min oder auch länger marinieren.

Das Nori-Blatt mit der Schere in 2 - 3 cm lange dünne Streifen schneiden.
Die Perillablätter klein hacken.

Sushireis (damit meine ich den fertig gesäuerten Reis)  auf vier Schalen verteilen, die Noristreifen auf dem Reis verteilen, den etwas abgetropften Thunfisch auf den Reis geben und mit Ao-Shiso bestreuen.

Anm. Man kann die Noristreifen auch zum Schluss auf das Gericht streuen.

Sonntag, 3. März 2013

Sashimizushi nach chinesischer Art 中華風刺し身ずし


Ein schönes Sushi-Gericht, bei dem der rohe Fisch in einer Sesam-Marinade eingelegt wird.
Dazu kommt fein geschnittenes Gemüse und alles wird dekorativ auf Sushi-Reis angerichtet.
Ein komplettes Gericht, zu dem man nichts weiter braucht. Höchstens viuelleicht noch eine Suppe wie die Kakitamajiru.

Das Rezept hierfür stammt aus meinem Buch "Okazu irazu no Takikomi, Châhan, Donburi-mono", das Reisgerichte vorstellt, die keinerlei Beilagen mehr bedürfen.

Im Rahmen meiner Vorstellung von japanischen Reisgerichten möchte ich Euch dieses Gericht vorstellen.
Wer rohen Fisch scheut, kann den marinierten Fisch auch in der Pfanne kurz Farbe nehmen lassen.
Ebenfalls sehr köstlich.

Zutaten für 4 Personen

Sushireis
300 g japanischer, polierter Reis
1 Kombustreifen in der Größe von etwa 1/2 Postkarte
(alternativ: etwas Kombu-Dashi-Pulver, ansonsten notfalls weglassen)
1 EL Sake (Reiswein)
ca. 500 ml Wasser (Menge ist abhängig von der Reissorte)

3 EL Reisessig
ca. 1,5 EL Zucker (fein)
ca. 1,5 TL Salz

300 g weißfleischiger Fisch, der für Sashimi geeignet ist wie Meerbrasse, Heilbutt, Flunder
(ich hatte Heilbutt)

Marinade
1/2 EL weißer, gerösteter, grob zermahlener Sesam
1/4 TL Salz
1 Prise Pfeffer
1,5  EL Sojasoße
1 EL Sesamöl (aus geröstetem Sesam)

1/2 Gurke
40 g Möhre
7 cm Stangensellerie (habe ich weggelassen)
7 cm vom weißen Teil einer Porreestange (habe ich weggelassen)
Koriander (habe ich durch Kerbel ersetzt)

Dressing
1 EL Zitronensaft
1 EL Sojasoße

Zubereitung

Achtung: Fisch für den rohen Verzehr sollte zwar sehr frisch sein, muss aber trotzdem vor Verzehr bei etwa -20°C mind. 24 h eingefroren werden, um etwaige Würmer abzutöten.

Sushireis erstellen.

Die Zutaten für die Marinade miteinander verrühren.
Den Fisch in dünne Scheiben schneiden und gute 15 min oder auch länger marinieren.
Gurke diagonal in 4 cm lange, ganz dünne Scheiben schneiden und diese wiederum in dünne Streifen schneiden.
Möhre, Sellerie und Porree ebenfalls in 3 - 4 cm lange feine Streifen schneiden.
Die Zutaten für das Dressing verrühren.

Sushireis (damit meine ich den fertig gesäuerten Reis)  auf vier Schalen verteilen, das Gemüse darauf dekorativ anrichten, den Fisch darauf geben und mit Koriander ausgarnieren.
Das Gemüse mit dem Dressing beträufeln.

Freitag, 15. Februar 2013

Lachs-Sushi 鮭ずし


Nachdem ich euch etwas über die Grundlagen zu Sushi erzählt habe, möchte ich euch nun im Rahmen meiner Vorstellung von japanischen Reisgerichten das erste japanische Sushi-Reisgericht vorstellen. Ach nein, eins hatte ich ja bereits vorgestellt: Chirashizushi. Und die Hosomaki und meine Blumensushi zählen genau genommen auch dazu.

Wie dem auch sei, hier nun ein relativ einfaches Sushi-Gericht, das auch Sushi-Skeptiker überzeugen sollte.
Während Chirashizushi und Blumensushi für besondere Gelegenheiten sind, Hosomaki, Futomaki und Inarizushi sich fürs Obentô eignen, sind die folgenden Rezepte für das tägliche Essen genau passend.

Die genaue Anleitung für das Sushireis kochen findet ihr HIER (beim Rezept für die Hosomaki).

Zutaten für 4 Personen

Sushireis
300 g japanischer, polierter Reis
1 Kombustreifen in der Größe von etwa 1/2 Postkarte
(alternativ: etwas Kombu-Dashi-Pulver, ansonsten notfalls weglassen)
1 EL Sake (Reiswein)
ca. 500 ml Wasser (Menge ist abhängig von der Reissorte)

3 EL Reisessig
ca. 1,5 EL Zucker (fein)
ca. 1,5 TL Salz

2 Lachsfilets (ca. 200 g)
1/2 Gurke
1/3 TL Salz
Perilla-Blätter, grün (Ao-jiso, grünes Shiso)
weißer, geschälter Sesam

Zubereitung

Sushireis erstellen.

Lachsfilets saftig braten. In grobe Stücke zerpflücken.
Gurke in dünne Scheiben schneiden und mit dem Salz bestreuen. Etwas ziehen lassen.

Anm. Ich habe meine Salatgurke geschält, längs geviertelt, entkernt und dann in dünne Scheiben geschnitten.
Die Shiso-Blätter in dünne Streifen schneiden.
Anm. Ich hatte kein Shiso da und habe Kerbel genommen. Schmeckt zwar ganz anders, fand ich aber von der Optik her schön. ^^
Weißen Sesam in einer fettfreien Pfanne rösten, bis er duftet.

Den Sushireis mit dem Lachs und den gut ausgedrückten Gurken vermengen und auf einem tiefen Teller anrichten. Den Reis mit den Shiso-Streifen und dem Sesam bestreuen.
Wer auf Sojasoße nicht verzichten mag, kann natürlich auch ein paar Tropfen Sojasoße darübergeben.


Quelle für das Rezept: "おかずいらずの炊き込みチャーハン丼もの" (Reisgerichte, die keiner weiteren Beilage bedürfen)

Wer sich noch weitere Bilder zu  鮭ずし (Lachs-Sushi) anschauen möchte, wird HIER fündig.

Samstag, 9. Februar 2013

Brokkoli mit Miso-Mayonaise ブロッコリーのみそマヨネーズあえ


Die Miso-Mayonaise passt sehr gut zu gekochtem Gemüse wie Brokkoli oder grünem Spargel.
Solche kleinen Beilagen, die leicht säuerlich-frisch schmecken werden gerne zu Takikomigohan-Gerichten serviert.

Zutaten für 4 Personen

Brokkoli oder grüner Spargel oder Kohl oder ...
3 EL Mayonaise (ich nehme japanische)
1 EL Shinshû Miso 信州みそ (alternativ jedes andere helle Miso)

Shinshû-Miso der Firma Takeya
INFO:
Shinshû Miso ist eine Miso-Sorte, die hauptsächlich in der Präfektur Nagano hergestellt wird und die neben Sojabohnen auch Reis-Kôji enthält. Daher zählt Shinshû Miso zu den Reis-Miso.
Charakteristisch ist die helle Farbe, weswegen es auch zu den Shiro Miso, den hellen Miso zählt, sowie der etwas kräftige Geschmack, der es vom Saikyô Miso (ebenfalls ein helles Miso) unterscheidet, das eher sehr mild ist.

Zubereitung

Gemüse bissfest garen. Mundgerecht schneiden. Bei Verwendung von Kohl diesen in ganz feine Streifen schneiden.
Mayonaise mit Miso glatt rühren und abschmecken. Wer es salziger mag, salzt nach, wer es milder mag, gibt ein wenig Wasser oder Mirin hinzu. Wer es säuerlicher mag, fügt etwas Reisessig hinzu. Wer es süßer mag, gibt Zucker hinzu oder nimmt Saikyô Miso.
Sauce über das Gemüse geben und servieren.


Freitag, 8. Februar 2013

Hosomaki 細巻き mit Gurke und Möhre


Hosomaki sind dünne mit Noriblätter umwickelte Sushirollen. Sie gehören zu den Makizushi, mancherorts auch Norimaki genannt.

Als Einlage für die Rollen sind besonders Gurke und Möhre für Anfänger geeignet.
Gurke ist eine klassische japanische Einlage. Hosomaki mit Gurke heißen Kappamaki oder selten Kyûrimaki.
"Kyûri" ist das japanische Wort für Gurke. Da Gurke die Leibspeise des japanischen Fabelwesens Kappa ist, bekam diese Rolle im Laufe der Zeit den Namen Kappamaki verpasst.

Möhren sind eine typisch westliche Einlage. Da sie jedoch günstig sind, gesund und auch farbenfroh, verwende ich sie gerne.

Informationen zu den Zutaten gibt es für den Reis HIER.
Und für Kombu, Sake, Nori und Essig HIER.

Zutaten für fünf dünne Sushirollen

Reis kochen
150 g japanischer, polierter Reis
1 Kombustreifen in der Größe von etwa 1/3 Postkarte
(alternativ: etwas Kombu-Dashi-Pulver, ansonsten notfalls weglassen)
1 EL Sake (Reiswein)
ca. 250 ml Wasser (Menge ist abhängig von der Reissorte)

Essigmischung
1-2 EL Reisessig
ca. 1 EL Zucker (fein)
ca. 1/2 TL Salz

Zum Rollen
2 1/2 Noriblätter (Yakinori)
1/2 Gurke
1 Möhre
weißer, gerösteter Sesam, Wasabi, japanische Mayonaise nach Belieben

Zum Dippen
Japanische Sojasoße
Wasser


Zubereitung

Reis kochen

Reis waschen.  Reis mit 250 ml Wasser in einen Topf mit gut schließendem Deckel geben und ca. 30 min ruhen lassen.

Reis, den man für Sushi verwendet, wird mit etwas weniger Wasser gekocht als sonst (ca. 5 - 10 % weniger), da dem Reis nach dem Kochen noch Flüssigkeit zugefügt wird.
Die Menge des Wassers ist abhängig von der Reissorte. Bei frischem Reis, der viel Feuchtigkeit enthält,
reicht ein Verhältnis von Reis zu Wasser von 1:1.
Bei gutem Sushi-Reis, den man hierzulande bekommt, sagt man 1: 1,2.
Bei dem Shinode habe ich früher gute Erfahrungen mit einem Verhältnis von 1:1,5 gemacht.

Den Kombu mit einem angefeuchteten Tuch leicht abwischen, um Schmutz zu entfernen. Dabei die weiße Schicht möglichst dran lassen, da in dieser viel Geschmack steckt.

Sake zum Wasser geben und den Kombu auf den Reis legen.
(Oder man gibt etwas Kombu-Dashi-Pulver dazu.)
Deckel aufsetzen und das Ganze zum Kochen bringen.

Anm.
Das Hinzufügen von Kombu gibt dem Sushireis seine besondere Note.
Doch guter Kombu ist nicht gerade billig und so verwenden einige Billiganbieter stattdessen Kombu-Dashi oder Glutamat in der Essigmischung als Ersatz.
Ich verwende Kombu-Dashi ohne chemisches Glutamat.
Auch hat Kombu eine unangenehme Eigenschaft. Er wird beim Kochen schleimig.
Als Abhilfe kann man kurz bevor das Wasser kocht, den Kombu entfernen. Dann hat dieser bereis seine Inhaltsstoffe und seinen Geschmack an das Wasser abgegeben und kann weggeworfen werden.

Nach dem eventuellen Entfernen des Kombu den Deckel nicht mehr abheben.
Aufkochen lassen und bei kleiner Hitze so lange garen lassen, bis das Wasser aufgesaugt wurde.
Die Dauer des Kochens ist abhängig von der Reissorte und der Menge.
Dann vom Herd nehmen und weitere 10 min nachdämpfen lassen.
Der Deckel bleibt die ganze Zeit drauf und wird nicht abgenommen.

Anm. 1
Ich habe gelernt: Aufkochen lassen, 10 min bei kleiner Hitze kochen lassen, 10 min ohne Hitze dämpfen lassen.
Auf den heutigen Reispackungen steht jedoch meistens 20 min kochen lassen. Gut möglich, dass der hierzulande erhältliche Reis trockener ist und länger braucht, um das Wasser aufzunehmen.
Für 150 g Haruka, den ich mal als Vertreter des hiesigen Reis für Sushi betrachte, habe ich eine Kochzeit von 15 min benötigt (ohne die Zeit des Aufkochens).

Anm. 2
Wer einen Elektroherd hat, hat immer die Probleme mit der Nachhitze. Daher arbeitet man am besten mit zwei Herdplatten. Auf der einen wird der Reis bei voller Hitze zum Kochen gebracht. Sobald der Reis kocht und der Deckel wackelt, sich also genügend Dampf gebildet hat, wird der Topf auf die andere Herdplatte gesetzt, die auf kleine Stufe vorgeheizt wurde. Dort 10 min kochen lassen, Hitze ausstellen und den Reis auf der Nachwärme noch 10-15 min nachquellen lassen.

Wer einen Reiskocher hat, hält sich bei der Wassermenge an die Maßskala.
Wenn kein Messstrich für Reis für Sushi vorgesehen ist, etwas unter dem Strich bleiben.

Während der Reis kocht, bereitet man die Essigmischung zu.

Essigmischung

Essig mit Zucker und Salz vermischen und so lange rühren, bis sich Zucker und Salz aufgelöst haben.
Oder man gibt die Mischung in einen kleinen Topf und erwärmt sie, damit sich die festen Bestandteile besser lösen. Auf keinen Fall kochen lassen, da sonst das Aroma des Essigs verfliegt.

Anm.
Das Verhältnis der Essigmischung ist abhängig von der Art der zubereiteten Sushi und natürlich auch vom persönlichen Geschmack.
So habe ich beim Vergleich von deutschen und japanischen Sushi-Rezepten festgestellt, dass deutsche Essigmischungen in der Regel mehr Salz enthalten!
Sushi mit Fisch werden mit weniger Zucker in der Essigmischung zubereitet. 
Standardregel für 150 g Reis: 1,5 EL Essig + 1/2 EL Zucker + 1/2 TL Salz
Für Sushi mit Gemüse nimmt man: 1,7 EL Essig + 1 EL Zucker + 2/3 TL Salz


Die Zutaten zum Rollen vorbereiten.

Rollmatte bereitlegen. Beim Kauf der Rollmatte (Makisu) darauf achten, dass nur an einer Seite Fäden abstehen.


Besonders schön sind Makisu, die auf einer Seite abgeflacht sind.


Die Noriblätter quer halbieren. (Ich halbiere sie meist längs, die Regel ist aber quer.)

quer halbiert
längs halbiert
Hochwertige Yaki-Noriblätter kann man durch einfaches Falten halbieren. Brechen sie von selbst, hat man frisches Yakinori vor sich. Manchmal muss man durch Auseinanderziehen etwas nachhelfen.

Die Gurke evt. schälen, halbieren und die Kerne mit einem Teelöffel auskratzen.
(Bei japanischen Gurken ist dieser Schritt nicht erforderlich.)
Die Gurke in lange Quader von ca. 0,5 cm Dicke schneiden.


Die Möhre evt. schälen und längs in lange Quader von ca. 0,5 cm Dicke schneiden.
Bissfest kochen. Ich füge dem Kochwasser etwas Dashi und eine Prise Zucker hinzu.


Sesam rösten.

Anm.
Für Sushi werden helle, geschälte Sesamkörner verwendet, da diese ein liebliches und nussiges Aroma haben, das durch Rösten noch verstärkt wird.
Ungeschälter Sesam dagegen schmeckt leicht bitter. Auch enthält die Schale von Sesam kaum Mineralstoffe und Ballaststoffe, dafür aber relativ viel Oxalsäure, die nierenempfindlichen Menschen nicht bekommt.

Wasabi anrühren, falls man ein Pulver verwendet.
Ich persönlich mag Wasabi in Kappamaki nicht so.
Generell ist Wasabi als Fertigpaste oder als angerührtes Pulver nicht mein Fall. Aber echtes Wasabi liebe ich. Es ist gar nicht scharf! Leider ist es sehr teuer und schwer zu bekommen.


Sushireis erstellen

Den frisch gekochten, heißen Reis in eine große, möglichst flache Schüssel (am besten aus Holz) geben.
Die Essigmischung darüber verteilen und die Schüssel mit einem feuchten Tuch abdecken.
1 min einziehen lassen, so dass der Reis das volle Aroma aufnimmt.

Anm.
Es ist wichtig, dass der Reis noch heiß ist, denn nur dann nimmt er den Essig bis ins Korninnere auf.

Einen Kochlöffel anfeuchten und den Reis mit dem Essig vermengen, indem man den Reis mit dem Kochlöffel "schneidet".
Anfangs hat man das Gefühl, dass der Reis viel zu locker ist, aber mit der Zeit entsteht die Bindung.
Wichtig ist den Reis nicht zu rühren oder gar die Körner zu zerquetschen, sonst wird der Reis zu klebrig.
Ist der Essig aufgenommen, wird der Reis durch Fächern (oder Kaltluftfön) gekühlt.
So bekommt der Reis u.a. einen schönen Glanz.


Den Reis mit einem feuchten Tuch abdecken und etwas ruhen und abkühlen lassen.
Nicht in den Kühlschrank stellen. Sushi-Reis sollte Zimmertemperatur haben.


Hosomaki rollen

Anm.: Diese Anleitung ist für Anfänger gedacht.

Die Bambusmatte so platzieren, dass die eventuell vorhandene glatte Seite oben liegt und die Fäden nach hinten zeigen.
Das halbe Noriblatt mit der glänzenden Seite nach unten aufs untere Ende der Matte legen.


Sushireis gleichmäßig etwa 5 mm dick darauf verteilen, oben etwa 2 cm und unten etwa 5 mm Rand frei lassen.
Beim Verteilen des Reis ist es hilfreich, sich ein Schälchen mit Essigwasser dazuzustellen, in das man die Finger tauchen kann und ein feuchtes Tuch, um sich die Finger abzutupfen.


In die Mitte Wasabi und/ oder Sasam verteilen.


Gurkenstreifen in die Mitte legen.


Mit den Fingern der rechten und linken Hand die Füllung festhalten und mit den Daumen die Bambusmatte anheben.


So weit rollen (Matte anheben), bis der Reis gerade nicht mehr zu sehen ist.


Dann die Matte mit der Rolle senkrecht herunterklappen, so dass nur noch der frei gelassene Rand des Nori zu sehen ist.


Rolle zum Körper hin andrücken.
Anm.:
Isst man die Sushi auf japanische Art mit der Hand, drückt man nur leicht an.
Isst man die Sushi auf westliche Art mit Stäbchen, wird die Rolle kräftig zusammengedrückt.


Fertig rollen. (1/4 Drehung weiter). Dabei rund lassen oder eckig formen.
Mit der Naht nach unten (die Naht ist das Noriblatt-Ende) auf ein Brett legen.
Anm.
Das Nori klebt durch die Feuchtigkeit des Reis zusammen.
Der Rand muss nicht angefeuchtet oder mit Reiskörner als Kleber versehen werden!

die Naht

Für die Möhrensushi wird statt Wasabi Mayonaise und/oder Sesam genommen.


Schneidet man die Füllung etwas schlanker, kann man auch Möhre und Gurke kombinieren.


Die Rollen der Reihe nach auf ein Brett legen (Naht nach unten).


Zum Schneiden bei der ersten Rolle beginnen. Paar Minuten reichen in der Regel aus, damit der überstehende Norirand sich mit der Rolle verbindet.

Schneiden der Rollen

Zum Schneiden ein besonders scharfes Messer mit glatter Schneide mit einem Tuch mit Essigwasser anfeuchten.
Hosomaki werden in der Regel gesechstelt. Dazu halbiert man zuerst die Rolle.


Dann werden die Hälften aneinandergelegt und gedrittelt. Das Messer zwischendurch immer wieder mal mit dem Tuch befeuchten.


Aufrichten und nach Belieben anrichten.


Dazu eingelegten Ingwer (Gari) und Sojasoße zum Dippen reichen. Die Sojasoße wird in kleine flache Tellerchen gegeben.
Da normale Sojasoße (bitte nur japanische Sojasoße verwenden, da chinesische ganz anders schmeckt) etwas zu stark ist für die feinen Sushi, verdünnt man sie am besten mit Wasser.
Auf 7 Teile Sojasoße kommen 3 Teile Wasser. Diese Mischung wird im Sushi-Jargon Murasaki genannt.

Die Sushi werden kurz in die Sojasoße gedippt (nicht getränkt!) und als Ganzes in den Mund gesteckt.
Hosomaki werden in Japan klassisch mit der Hand gegessen.

Guten Appetit!

Puh, es ist geschafft. Das war ganz schön viel Arbeit. Aber ich dachte, bevor ich im Rahmen meiner Vorstellung von japanischen Reisgerichten Euch ein paar Sushigerichte präsentiere, ist es sinnvoller, erst einmal über die Grundlagen zu Sushi zu schreiben.

Fragen, Anmerkungen, Kritiken etc sind wie immer als Kommentare unter diesem Post willkommen.

Sonntag, 3. Februar 2013

Japanischen Reis waschen


Ihr glaubt ja gar nicht, wie viel Lektüre es alleine zu diesem Thema gibt. Also hier, bitte schön, nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert, übersetzt und zusammengetragen.

Reis waschen.

Reis in eine große Schüssel geben. Kaltes Wasser in einem Schwung reingießen, einmal mit der Hand durchrühren und sofort wieder das Wasser weggießen, da es eventuelle Schmutzpartikel und Kleie enthält.
Hinzu kommt, dass trockener und vor allem älterer Reis sofort Wasser zieht, und wer will schon, dass der Reis sich mit Kleie- und Schmutzwasser vollsaugt.
Diesen "Schnellspülgang" kann man auch wiederholen, bevor man sich dem "Polieren" widmet.

Zum Polieren werden die Finger (die Hand wird so gehalten, als ob man ein Ei in der Hand hält) kreisförmig durch den Reis gezogen (5 - 10 sec). Dadurch reiben die Reiskörner aneinander und lösen Kleie und die anhaftende Stärke.
Dies geschieht ohne Wasserzugabe, da sonst die Reiskörner nicht richtig aneinanderreiben können.

Anm 1.: Der heutige Reis muss nicht mehr kräftig gerieben werden, da aufgrund fortschreitender Technik kaum noch Kleie an ihm haftet. Kräftiges Reiben kann außerdem zu Bruch führen. Bruchreis sondert beim Kochen mehr Stärke ab, was den Reis klebrig werden lässt.
Früher hat man den Reis beim Waschen noch mit der Handfläche bearbeitet, bzw ihn zwischen den Handflächen aneinandergerieben. Das ist heutzutage nicht mehr nötig.

Anm.2ABER!!! Reis vom Vorjahr, bzw älterer Reis schmeckt besser, wenn man ihn kräftig bearbeitet, da der Alterungsprozess und der Qualitäts-/ Geschmacksverlust am meisten in der Randschicht vonstatten geht.
Wird diese ordentlich abgerieben, wird der Reis dadurch schmackhafter.

Nun gießt man wieder Wasser hinzu, lockert den Reis etwas mit den Fingern auf und gießt das milchige Wasser weg.
Man kann das Wasser durch ein Sieb weggießen, um Reiskörner aufzufangen.
Dann wieder mit den Fingern durch den Reis gehen, etwas Wasser hinzugeben und das trübe Wasser weggießen.
Das Ganze noch einmal.
Nun hat man den Reis 3 x poliert.

Jetzt fügt man Wasser hinzu und spült den Reis.
Dazu einfach mit den Fingern durch den Reis gehen und ihn auflockern und das Wasser abgießen.
Neues Wasser hinzugeben und durchspülen. Wasser abgießen.
Nach etwa 2 - 3 x spülen, sollte das Wasser klar bleiben. Wasser abgießen.

Achtung! Das Wasser muss nicht ganz klar sein! Zu langes Bearbeiten des Reis schadet dem Geschmack.

Heutzutage gibt es auch den sogenannten Musenmai. Das ist ein Reis, der kleiefrei daherkommt und nicht mehr gewaschen werden braucht, so heißt es. Trotzdem würde ich den Reis wenigstens einmal durchspülen, um gegebenenfalls Verunreinigungen zu entfernen.

Im Internet habe ich noch folgende Hinweise gefunden:
  • Zum Waschen wird kaltes Wasser verwendet. Warmes Wasser erleichtert den Reiskörnern die Aufnahme des nicht gewünschten Kleiegeschmacks.
  • Zum Waschen die Hände benutzen und keine harten Gegenstände wie Schneebesen oder so. Diese können die Reiskörner zu stark beschädigen.
  • Zum Waschen nur Wasser benutzen und keine Seife oder sonstige Spülmittel. (Kein Scherz! Haben wohl manche Leute gemacht.)
  • Den Reis in einer Schüssel waschen und nicht in einem Sieb. Das Sieb beschädigt die Reiskörner.
    Außerdem soll das trübe Wasser nach oben hin abgegossen werden, und nicht nach unten abfließen (wenn man das Sieb in einer Schüssel hat), da sich sonst die nicht gewollten Partikel oben auf dem Reis absetzen.
Auf deutschen Seiten liest man häufig "Reis im Sieb unter fließendem Wasser waschen". Das ist in Japan eher unüblich und ich habe auch nicht viel darüber gefunden.

Reis ruhen lassen

Der gewaschene Reis wird nun in Wasser ruhen gelassen.
Ich habe damals gelernt, dass man den Reis ohne Wasser ruhen lässt, und die Feuchte vom Wasser zuvor sei ausreichend. Doch das stimmt nicht.
Der Reis trocknet zu sehr aus und neigt dann dazu zu brechen.
Daher bedeckt man den Reis mit Wasser und lässt ihn für etwa eine halbe Stunde besser eine Stunde ruhen.
Dann wird der Reis in ein Sieb gegeben und man lässt das Wasser gut abtropfen. Nochmals für etwa 5 min ruhen lassen, damit alles Wasser abtropft.

Einfacher ist es, wenn man den Reis gleich in der benötigten Wassermenge ruhen lässt. Dann kann man ihn anschließend gleich kochen.

Bei modernen HighTech Reiskochern fällt das Ruhen lassen weg. Man gibt den Reis gleich in den Reistopf, füllt das Wasser bis zur Marke auf, und alles andere übernimmt der Reiskocher. Dafür dauert das Reis kochen in solchen Geräten auch etwas länger.

Eigentlich wollte ich ja noch das Kochen mit hinzunehmen, aber die ganze Recherche hat mich so geschlaucht, dass ich das Thema auf morgen verschiebe.
Hm, und dabei wollte ich doch nur eine Anleitung für Hosomaki posten ... ^^;;





Samstag, 2. Februar 2013

Zutaten für Sushi, Teil 2: ALGEN, SAKE, ESSIG


Im zweiten Teil möchte ich euch noch die anderen Zutaten vorstellen.

ALGEN
Für Sushi werden zwei Sorten von Algen verwendet.
Kombu und Nori.

Kombu gehört zur Familie der Braunalgen. Kombu ist reich an natürlicher Glutaminsäure, die als Geschmacksverstärker und Zartmacher wirkt.
Für Sushi verwendet man den getrockneten Kombu als Zutat beim Reis kochen.
Hat man keinen Kombu zur Verfügung kann man diesen durch Kombu-Dashi (Kombu-Brühe-Pulver) ersetzen oder den Kombu auch notfalls weglassen.

Kombu
Nori wird aus Grünalgen und Rotalgen gewonnen. Die dünnen Blätter dieser Algen werden nach dem Trocknen in mehreren Schichten zu Noriblättern gepresst.
Um so dunkler Nori ist (viele Schichten), um so höher ist die Qualität.
Für Sushi werden die großen Blätter verwendet, die in einer Größe von etwa 19 cm x 20,5 cm im Handel angeboten werden.
Man unterscheidet zwischen ungeröstetem und geröstetem Nori (Yakinori). Ungeröstetes Nori ist purpurfarben.

Ungeröstetes Nori-Blatt

Durchs Rösten wird es grün.
Ich habe das Blatt auf den Brötchenaufsatz des Toasters gelegt. :-P


Weiterhin unterschieidet man verschiedene Qualitätsstufen. Meist "green", "silver" und "gold".

links: "silver", rechts: "gold"

"Gold" wird dichter gepresst und ist dunkler als "silver". Das Blatt hat mehr Aroma und weicht nicht so schnell durch.

In Deutschland verwendet man in der Regel die gerösteten Blätter für alle Sushi. Oft werden diese direkt als Sushi-Nori angeboten.

In Japan werden beide verwendet.
In der Kantô-Region (Gebiet um Tôkyô) verwendet man hauptsächlich Yakinori. Von dort stammen die dünnen Rollen (Hosomaki). Diese waren früher in Kansai unbekannt.
In der Kansai-Region (Gebiet um Ôsaka) wird eher ungeröstetes Nori verwendet. Von dort stammen die dicken Rollen. Diese waren wiederum früher in der Kantô-Gegend unbekannt.
So kommt es, dass man heutzutage für die dünnen Rollen meist Yakinori verwendet und für die dicken Rollen das nicht geröstete.

Beim Einkauf sollte man darauf achten, dass man ungewürztes Nori kauft.
Vor allem die kleinen Größen (ca. 10 x 4 cm) sind in der Regel stark gewürzt.

Meist werden Packungen angeboten, die 10 Blatt enthalten. Die solltet ihr nehmen.
Es gibt auch Großpakete mit 50 Blatt, von denen ich aber abrate.
Denn Yakinori zieht schnell Feuchtigkeit und wird dann beim Essen gummiartig.
Ich hebe mein Yakinori in einem Gefrierbeutel mit Zipper auf, der wiederum in einer Noridose liegt. Mittlerweile werden die Packungen auch oft schon mit Zipper angeboten. Ich würde die Packungen trotzdem nochmals verpacken. Ihr müsst sie unbedingt trocken aufbewahren und am besten schnell verbrauchen.


REISWEIN
Beim Kochen des Reis gibt man gerne etwas Reiswein, Sake zur Geschmacksverfeinerung hinzu.
Reiswein, den man zum Kochen nimmt, kann eine niedrige Qualität haben. Ich verwende Choya-Sake.
Als Alternative wird oft trockener Sherry (Fino) empfohlen. Dazu kann ich leider nichts sagen, da ich noch keinen Geschmacksvergleich durchgeführt habe.
Wenn ich japanisch koche, verwende ich gerne japanische Zutaten, um einen möglichst unverfälschten Geschmack zu erzielen.

Reiswein

ESSIG
Für Sushi verwendet man Reisessig (Yonezu, Komesu), da dieser sehr mild im Geschmack ist.
Er hat einen Säuregehalt von 4,5 %.
Man kann auch den japanischen Getreideessig (Kokumotsusu) verwenden, der ebenfalls mit einem Säuregehalt von 4,2 % sehr mild ist.

Links: Reisessig, rechts: Getreideessig
Weniger geeignet sind deutsche Essigsorten, da diese etwa doppelt so viel Säure enthalten und auch völlig anders schmecken. Natürlich könnte man auch Apfelessig oder Sherryessig mit Wasser strecken, um den Säuregehalt zu reduzieren, aber den richtigen Geschmack können diese nicht liefern.

Wie es mit nicht-japanischen Reisessigsorten bestellt ist, weiß ich nicht. Schaut einfach auf den Säuregehalt und probiert euch durch.
Meine Erfahrung ist, dass es sich geschmacklich lohnt, japanische Originalprodukte zu verwenden.
Und wie ich schon einmal sagte, ich möchte japanische Sushi herstellen, die möglichst original schmecken.

Weiterhin gibt es noch Sushi-Essig. Dieser ist bereits gesalzen und gezuckert. Da man aber für die verschiedenen Sushi-Gerichte jeweils andere Essig-Würzmischungen nimmt, halte ich persönlich nicht allzu viel davon.
Wenn er euch schmeckt, könnt ihr natürlich auch so eine Fertigmischung verwenden.
Fertigmischungen gibt es übrigens auch in Pulverform. Mir persönlich schmecken diese nicht.

Meine Empfehlung an Euch ist es, sich den Kokumotsusu, den japanischen Getreideessig zuzulegen. Er ist günstig und für alles verwendbar. Und schmecken tut er auch noch.^^