Mittwoch, 6. Februar 2013

Chestnut Pound Cake マロンパウンドケーキ

 

Ein weiteres Rezept aus meinem japanischen Backbuch "Home Made Sweets", das die (in Japan) beliebtesten Standardrezepte vorstellt.
Meine Freundin Akiko fand den Kuchen "genial lecker".^^

Für den Kuchen werden Maronenpaste und in Sirup gekochte Maronen verwendet. Beide sind normalerweise süß, daher ist der Zuckeranteil in dem Kuchen niedrig.
Ich habe jedoch nicht ganz so süße Maronen verwendet.
Und zwar habe ich eine Dose Maronen (ganze Frucht, geschält) der Firma Kattus verwendet. Diese sind eingelegt in Wasser, Zucker, Salz und Verdickungsmittel und nicht süß.
Für die Maronenpaste habe ich einen Teil davon mit etwas von der Flüssigkeit einfach püriert.
Wer es süßer mag, nimmt fertig gezuckerte Maronenpaste.

Zutaten für eine Kastenform von 11 cm x 20 cm x 8 cm

150 g Butter
100 g Maronenpaste (pâte de marrons)
Mark einer Vanilleschote
50 g Zucker
60 g Eigelb
75 g Eiweiß
200 g Mehl 405 (Hakurikiko)
1 TL (Weinstein-)Backpulver
80 g Maronen in Sirup (marrons au sirop)
2 EL brauner Rum

Vorbereitung

Die Kastenform fetten und mehlen.
Butter und Eier auf Zimmertemperatur bringen.
Mehl mit Backpulver mischen und sieben.
Maronen in Sirup grob zerkleinern  und mit dem Rum übergießen. Ziehen lassen.

Zubereitung

Butter mit Maronenpaste und dem Vanillemark cremig rühren. Zucker zugeben und weiß-cremig aufschlagen.
Eigelbe und Eiweiße verrühren und in etwa 6 Etappen in die Buttermasse einrühren. Schön schaumig aufsclagen.
Das gesiebte Mehl hinzugeben und mit dem Schaber behutsam unterziehen.
Die Maronenstücke samt Rum hinzufügen und unterziehen.
Die Masse in die Form füllen, glattstreichen.

Im vorgeheizten Ofen bei 170°C O/U-Hitze etwa 55 min backen.

Nach dem Backen die Form ca. 10 min auf einem Kuchengitter abkühlen lassen, dann den Kuchen aus der Form holen.

Wer hat denn da genascht? *G*

Der Kuchen hat einen kräftigen Maronengeschmack. Das Buch empfiehlt, Schlagsahne dazu zu reichen. Ich fand ihn ohne Sahne besser.


Das Rezept stammt aus dem Buch "はじめての手作りお菓子 Home made sweets", das ich im Einleitungspost (Buchvorstellung) zu dieser Reihe vorgestellt habe.

Motto: Backen wie in Japan.^^ 

Kommentare:

  1. Oh den würd ich auch gern mal kosten... :( Aber wenn ich den veganisiere funktioniert das bestimmt wieder nich...
    Ich liebe ja Maronen!!!

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    1. Die Eier tragen schon zur Lockerung bei. Aber so locker ist der Kuchen durch die Maronen von Hause aus nicht, daher sollte eine Veganisierung mit gutem Ergebnis schon möglich sein.

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  2. Der klingt lecker, nur wie komm ich an Maronen in Sirup ran... Steht im Originalrezept wie man die selber machen kann? Maronen hätte ich da, vielleicht einfach in etwas Zuckerwasser kochen?

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    1. Als Faustregel habe ich die Anleitung im Internet gefunden:
      Geschälte, vorgekochte Maronen mit Wasser und Zucker zusammen kochen. Verhältnis Maronen zu Zucker etwa 5:1, und so viel Wasser, dass die Maronen gerade bedeckt sind. Die Maronen so lange köcheln lassen, bis sie schön glänzen.
      Hab es aber noch nie ausprobiert.
      Quelle: http://recipe.rakuten.co.jp/recipe/1790006763/

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  3. Das sieht echt lecker aus. Ich mag Maronen sehr und verwende auch oft diese französische Crème de Maron für Joghurt usw. Kennst du die?
    Die ist ziemlich süß. Hast du deine Creme gar nicht gezuckert und nur die 50 g für den Teig verwendet?

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    1. Ja, ich hatte mal die Crème de Marrons der Firma Faugier. Mir war sie zu süß. Hat mir mehr nach Zucker als nach Maronen geschmeckt.
      Mein Püree habe ich nicht weiter gezuckert. Weswegen der Kuchen ja kaum Süße hatte. Wenn man sicher gehen will, lieber extra 25 g Zucker hinzufügen, wenn man kein fertig gezuckertes Produkt verwendet.

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  4. Oh wie toll! Das Rezept zum lecher aussehenden und klingenden Kuchen *_* Da ja gerade Karneval ist und hier absolut alles dicht ist bis Dienstag habe ich viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiel Zeit ;) Versuche alle Zutaten zu bekommen und ihn nachzubacken. Nur den Rum werde ich wohl weglassen oder ersetzen.

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    1. Der Rum dient hauptsächlich dem Geschmack, da er wunderbar mit den Maronen harmoniert. Der Alkohol verfliegt beim Backen und den Rum selbst schmeckt man nicht raus.
      Und? hast du ihn gebacken?

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    2. Nicht an Karneval, aber heute! Ich habe Maronen und Maronenpüree von der Marke Sabaton verwendet. Der Kuchen schmeckt mir sehr gut. Nicht süß! So wie ich es mag. Und sogar mein Sohn mag ihn sehr gerne, obwohl er keine Nüsse mag. :D Er möchte den Kuchen aber gerne mit Sahne essen. Also muß ich morgen noch schnell welche kaufen ;)

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    3. Sabaton hat auch sehr gute Maronenprodukte.
      Da bin ich ja erleichtert, dass er dir schmeckt, wo du dich doch so darauf gefreut hattest. :)

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  5. たべたーい

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    1. あっ、泉ちゃんからコメントだ。ありがとう!

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  6. ich hab den kuchen für den rosenmontag gebacken und alle meine umzugszuschauergäste waren sehr angetan und wollten das rezept haben :) ich hab auf deinen blog verwiesen ;) und hoffe du hast jetzt ein paar leser mehr

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    1. Vielen Dank, Carade, das ist sehr lieb von dir. Und schön, dass es geschmeckt hat.

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  7. Oh Mari, der Kuchen ist ja sowas von lecker, ich bin gerade hin und weg. So ein feiner Kastaniengeschmack und die Konsistenz ist auch unheimlich toll. Danke für das tolle Rezept!
    Mein Liebster mag keine Kastanien und weigert sich doch tatsächlich, ein Stück zu probieren. Nagut, dann bleibt wenigstens mehr für mich. ;-)
    Dank deinem Blog kann ich so tolle Rezepte ausprobieren, das macht riesigen Spaß. Nachher will ich den Teig für das Blue Poppy Seed Bread ansetzen. Hoffe nur, dass ich den Hefeteig über Nacht lagern kann, ich würde es nämlich gerne morgen früh zum Frühstück servieren. Wenn es soweit ist, werde ich berichten. ;-)

    Danke, dass du immer solch tolle Rezepte aufschreibst und teilst, du machst dir damit wirklich viel Mühe, aber deinen Lesern auch eine riesige Freude.

    ich wünsch dir noch ein tolles Restwochenende,

    lg, Natsuki

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  8. Feedbacks, wie die von dir, geben mir Motivation, weiter Rezepte zu übersetzen und hier vorzustellen. Also ebenfalls Danke schön. :-D
    Was für Kastanienprodukte hast du denn verwendet?
    Gutes Gelingen fürs Brot wünsche ich. Ich bin gespannt.^^

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    1. Ich habe eine Dose gegarte Maronen von Lacroix verwendet, die hab ich bei Kaufland gefunden. Hab es dann wie du mit dem Pürieren gemacht, wobei ich beim Pürieren ca. 15 g Zucker extra zugegeben hab, weil die Maronen gar nicht süß waren. :-)

      Das Poppy Seed Bread heute morgen war auch wieder gigantisch und hat auch meinem Mitesser geschmeckt. ;-)
      Ich habe den Teig gestern abend zusammengerührt und dann, in einer Box mit Frischhaltefolie abgedeckt, im Kühlschrank geparkt. Zuerst war ich ja unsicher, weil er schon nach einer halben Stunde da drin bis zum Rand aufgegangen war und auch sehr feucht wirkte, aber siehe da, heute morgen war er wieder etwas zusammengesunken und die Konsistenz war super.
      Ich hab ihn dann noch einmal 40 Minuten gehen lassen und das Brot dann für insgesamt 25 minuten gebacken. Fantastisch. :-) Achj, ich hab 50 g des Mehls durch die selbe Menge Dinkelmehl 630 ersetzt, beim nächsten Mal will ich es halbe/halbe versuchen.

      Übrigens habe ich heute deinen Blog "fertig gelesen". Hab vor kurzer Zeit mal angefangen, bei deinem ersten Post und das war so interessant alles, dass ich alle Posts chronologisch durchgelesen hab.
      Dein Backmarathon von Weihnachten war besonders spannend, so dass ich mir sowas ähnliches nun auch für dieses Jahr vorgenommen habe. Aber vor allem auch alles, was mit Japan zu tun hat, habe ich förmlich aufgesogen. Ich hoffe ja, die Möglichkeit zu bekommen, dass mein Liebster und ich auch in den nächsten Jahren mal länger nach Japan können. Er hat dort schon ein Jahr gelebt, wohingegen ich noch nie da war. :-( Aber was nicht ist, kann ja noch werden! ;-)

      ich freue mich auf jeden Fall auf jeden weiteren Post von dir, durch deine Wochenrückblicke hab ich schon fast das Gefühl, auf den Blog einer guten Freundin zu klicken (ich hoffe das klingt jetzt nicht vermessen von mir) und hab mir nun als nächstes den Apple Chiffon vorgenommen.

      Ich wünsch' dir was!
      Lg, Natsuki

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    2. das freut mich sehr (<-- ist maßlos untertrieben) . Ich habe von einem Ohr zum anderen gegrinst. ^___^

      Danke schön, für deine Tipps mit dem Hefeteig. An die Über-Nacht-Gare habe ich mich ja noch nicht herangetraut. Bin da nicht so experimentierfreudig. Das Mehl müsstest du 1:1 mit Dinkelmehl ersetzen können. Vielleicht brauchst du etwas mehr Flüssigkeit.

      Hast du schon einmal Chiffon Cake gegessen? Hast du eine Form?
      ich wünsch dir auf jeden Fall gutes Gelingen.
      Und falls es dich mal nach Berlin verschlägt, würde ich mich freuen, dich mal als Gast begrüßen zu dürfen. Au Mann, das klingt wieder so steif. ^^;; Wie dem auch sei, fühl dich willkommen.^^

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    3. Uiii, so eine liebe Einladung! :)
      Die nehme ich sehr gerne an (und sage: DANKESCHÖN! ^_^), auch wenn das wohl erst nächstes Jahr klappt. Aktuell bin ich nämlich schwanger und reise nicht mehr viel herum. ;-)
      Den Naschmarkt in Berlin habe mir für nächstes Jahr auch mal eingeplant, vielleicht lässt sich das ja dann verbinden?

      Chiffon Cake habe ich schon gegessen und zwar nach deinem Rezept nachgebacken. Hab deinen Walnuss-Chiffon und den Spice Chiffon ausprobiert. Soo gut! Aber ich warte noch auf meine Chiffon Form, die ich mir bestellt habe, darum konnte ich die bisherigen nur in einer Kastenform backen. Sobald die Form da ist, wird gebacken, bis der Ofen glüht! :-)

      Viele Grüüüße! :)
      Natsuki

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