Donnerstag, 9. Januar 2014

Felders Lektion 83: Schokoladen-Himbeer-Torte --> als Törtchen


Schokoladig-fruchtig schmeckt dieses Törtchen und erfüllt somit die Erwartungen.
Für meinen Mann kam es gleich nach den Tiramisu-Schnitten an zweite Favoritenstelle. Ich fand die Konsistenz zwar auch sehr schön und das Zutatenverhältnis ausgewogen, aber ich bin einfach nicht so der Fan von fruchtigen Schokoladen.

Der Boden ist der gleiche wie bei den Birnen-Karamell-Törtchen, weswegen ich einen Boden für beide Sorten gebacken habe.
Die Probleme dabei habe ich im dortigen Post beschrieben.


Getränkt wird der Boden mit einem selbst hergestellten Himbeersirup nach folgendem Rezept:
100 g frische Himbeeren (bei mir Tiefkühlware) pürieren und mit 50 ml Wasser, 1 TL Zitronensaft und 50 g Zucker verrühren.
Ergab bei mir diese Fruchtsauce:


Diese war so sämig, dass ein Tränken nicht auf normalem Wege (mit Pinsel) möglich war.
Daher habe ich meine Böden kurzerhand in die Sauce eingelegt und sie auf diese Weise getränkt.


Auf dem Foto im Buch ist der Himbeersirup dagegen recht flüssig und ohne Kerne.
Gibt wohl unterschiedliche Himbeeren ...

Nächstes Problem:
"Einen Biskuitboden mit geschmolzener Schokolade bestreichen."
(Das Foto dazu zeigt, wie die Unterseite eines Bodens bestrichen wird.)
Okay, bekommen wir hin.
"Fest werden lassen, mit Puderzucker bestauben."
Auch kein Thema.
"Den Boden in einen Backrahmen legen und den Sirup mit einem Pinsel auf den Biskuit streichen."
Klingt auch einfach.
Doch Moment mal. Wozu dann der Puderzucker? Den verwische ich dabei doch.
Und wie soll man tränken, wenn der Boden mit Kuvertüre versiegelt ist?
Ein Blick aufs Foto zeigt, wie ein ungezuckerter Boden getränkt wird. Ein genauerer Blick zeigt, dass die Oberseite des Bodens getränkt wird.
Daraus könnte man schlussfolgern ...
Ich schaue bei Eva nach, die diese Schnitte bereits mit Erdbeeren getestet hat.
Tatsache. Der Boden wird verkehrtherum eingelegt. Erleuchtung! :-P


Nach dem Festwerden der Mousse (Felder lagert seine Schnitte im Gefrierfach) wird die Oberfläche mit lauwarmen Himbeerkompott (370 g Himbeerkonfitüre mit Kernen und 250 g Himbeeren werden zusammen etwas eingekocht) überzogen.
Da meine aus dem Kühlschrank kamen, habe ich erkalteten "Kompott" verwendet.
Auch hier kann man bei mir viele Kerne erkennen. Auf Felders dunklem Bild sind nur schwer welche auszumachen.

Da mir für ein Törtchen eine Kompottdecke zu wenig war, habe ich meine Törtchen noch mit einer Sahnerosette und einer Kuvertürerolle versehen. Und als kleinen Farbklecks das Zuckerherz aufgelegt, was das einzigste fertig gekaufte Element war.
Ich fand's süß.^^



Die Vorlage für das getestete Rezept stammt aus dem Buch "Die hohe Schule der Patisserie" von Christophe Felder.
Die Buchvorstellung findet ihr HIER.

Kommentare:

  1. Himmlisch :D
    Das sieht wieder so lecker aus. Wenn ich mir das Bild so ansehe, dann schwanke ich immer zwischen: Ich möchte das jetzt sofort essen, aber auch wenn ich könnte, dann müsste ich vorher noch schnell ein Bild machen. Es sieht so gut aus, dass ich mich gar nicht trauen würde zu essen.
    Ich hab das immer. Wenn etwas total gut aussieht, dauert es immer eine Weile bis ich es essen kann, weil ich meinen Blick nicht davon wenden kann :D

    Das kleine Herz sieht so süß aus <3

    Alles Liebe,
    deine Jade

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    1. Genau so muss es doch sein. Schließlich sind Törtchen doch so etwas wie Kunstwerke, die auch bewundert werden wollen.
      "Hauptsache es schmeckt" ist zwar ein beliebter Slogan bei vielen, aber es ist einfach Tatsache, dass das Auge mitisst. Und wer nicht mit den Augen genießen kann, hat meist auch nicht die Muße, genüßlich seine Gabel im Törtchen versinken zu lassen, sich einen Happen in den Mund zu stecken und diesen langsam zu genießen.
      Ich brauche z.B. zum Törtchen essen Ruhe und kann dabei nicht nebenbei quatschen.
      Meine Macke. :-)

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  2. Ich glaube, ich weiß jetzt, warum Du so Schwierigkeiten mit dem Felder hast, ich hatte mir das Buch gestern mal live anschauen können. Du hast einfach zu viel Backwissen. Mir als Backlaien wären diese Missverständnisse zwischen Bildern und Text gar nicht so aufgefallen, jetzt natürlich nach Deinen Anmerkungen habe ich besonders geschaut. Auch die Ungereimtheiten im Rezept hätten mich nicht so gestört, da ich mich selten genau an Rezepte halte und es meistens einfach so mache, wie ich es immer machen *g*
    Liebe Grüße Danii

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    1. ich finde mittlerweile, dass das Niveau des Buchs nicht sehr hoch ist. Auch wenn man überall liest, dass es auch für Profis geeignet sei.
      Dass du dich nicht gerne an Rezepte hältst, weiß ich. :-D
      Mich stört halt, dass Felder in der Anleitung extra schreibt, dass Präzision das Ein und Alles ist und wenn dann solche Unstimmigkeiten auftreten, verliert der Felder eben an Glaubwürdigkeit.
      Ich hoffe nur, dass ich dem ein oder anderen Besitzer des Buches mit meinen Auswertungen und Hinweisen behilflich sein kann bei der Umsetzung der Rezepte.
      Und trotz des vielen Rätsel Ratens kommt der Spaß ja nicht zu kurz.

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  3. Mir gefällt deine zusätzliche Ausgarnierung sehr gut!
    Liebe Grüße,
    Eva

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  4. Deine Tischdeko mag ich sehr...
    Ich möchte "Backen" und "Tischdeko" von dir lernen...
    lg, Kumiko

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    1. Danke schön, Kumiko. Freut mich, dass dir mein Tisch gefällt.
      Ich wollte, dass meine Mutter nichts zu meckern hat. :-P

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  5. Bei dir und Eva kann man wirklich in die Lehre gehen!
    Liebe Grüße
    Maren

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    1. Das ist alles ein Geben und Nehmen und voneinander lernen.
      Das ist ja das Schöne an der Bloggerei, dass man sich gegenseitig inspirieren kann. Und du bist da ebenfalls eine sehr gute Inspirationsquelle.

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