Mittwoch, 8. Oktober 2014

Foodbloggercamp Berlin #fbcb14 Teil 1: Gedanken im Vorfeld

Am 8. September 2014 stand es fest. Ich nehme am Foodbloggercamp Berlin 2014 teil. War ich da aufgeregt!
Ich hatte schon auf manchen Blogs vom ersten Foodbloggercamp in Reutlingen im März gelesen und mir fest vorgenommen, wenn das mal in Berlin stattfinden sollte, muss ich da unbedingt hin.
Doch fast hätte ich nichts davon mitbekommen und meine Teilnahme habe ich, wie das so oft im Leben ist, einer Verkettung von glücklichen Umständen zu verdanken.
Genauer gesagt der Einladungsmail von Jan Theofel zur September-Blogparade bei Küchenatlas.
Seit ich da mal bei der Blogparade "Backformen" teilgenommen habe und meine Backformen vorgestellt habe, bekomme ich dankenswerter solche Einladungsmails.
Und in dieser Mail hat Jan auch, der nicht nur die Blogparaden damals geleitet hatte, sondern auch gleichzeitig Barcamp-Organisator ist, eine Freikarte für das Foodbloggercamp Berlin verlost.

Ich bin natürlich erst einmal aus allen Wolken gefallen (sprichwörtlich dieses Mal, bei mir weiß man ja nie ^_-).
"Wie? Es findet eins statt? Davon habe ich ja gar nichts mitbekommen!"
Nun ja, ging ja auch drunter und drüber bei mir die letzten Monate.
Tja und eine Stunde später hatte ich mein Freiticket! Yeah.

Jetzt heißt es erst einmal informieren. Sobald ich zu Hause war, setzte ich mich an den PC.
Was ist überhaupt ein Barcamp? Und worum geht es in einem Foodbloggercamp?
Auf was habe ich mich da eigentlich eingelassen?
So vage Informationen hatte ich ja bereits, zumindest wusste ich, dass es nichts Schlimmes ist. :-P

Bei einem Barcamp setzen sich alle auf gleicher Ebene zusammen und tauschen sich aus, so dass jeder vom anderen lernen kann.
Dieser Austausch findet in themenbezogenen Sessions statt, die vor Ort von den Teilnehmern festgelegt werden.
Bei den Foodbloggercamps geht es um Foodblogs. Es geht ums Bloggen, ums Kochen und Backen, um alles, was dazu gehört.

Jeder, der möchte, kann eine Session anbieten bzw sich eine Session wünschen.

Wünschen ... 
Interessant fände ich die Themen:

  • Blogger und Kochbuchverlage
  • Kooperationen mit Unternehmen
  • SEO für Anfänger
  • Superfood
  • Brot backen mit Sauerteig
  • Regionalität und tropische Früchte
Anbieten? Was könnte ich anbieten?

Alles rund ums Backen wie z.B.
  • die verschiedenen Mürbteigboden, deren Herstellung, Konsistenz und Verwendung
  • die verschiedenen Biskuitböden, deren Herstellung, Konsistenz und Verwendung
  • Brandteig und Brandmasse
  • Backen mit Matcha und was man dabei beachten muss
  • Chiffoncake
  • ...
Oder Thema Japan:
  • japanische Küche, Washoku, Anrichten, Geschirr, Zutaten
  • japanisches Frühstück
  • Reisgerichte (allgemein)
  • Sushi (speziell)
  • grüner Tee
Hier stoße ich auf den Konflikt zwischen Spontanität eines Barcamps und erforderliche Vorbereitung eines Workshops.
Ich kann einen Workshop vorbereiten, weiß aber nicht, ob er überhaupt stattfinden wird.

Außerdem ist die deutsche Mentalität doch sehr verschieden von der japanischen Mentalität.

Die Japaner wollen alles gerne ganz genau wissen.
"Unterschiedlicher Mürbeteig" - das ist für viele Japaner spannend, den meisten Deutschen (verzeiht die Verallgemeinerung) reicht meiner Erfahrung nach (und was ich so darüber gelesen habe) ein Mürbeteigrezept (oder Biskuitrezept etc) für alles.
Sushi ist für Deutsche etwas anderes als für Japaner.
Bei den Japanern steht die Zubereitung des Reis im Vordergrund, bei den Deutschen das Rollen (?).
Alleine zum Thema "Reis waschen" habe ich einen eigenen Post verfasst!

Nach langem Hin und Herüberlegen kommt mir die Idee, eine Session anzubieten, bei der es um die Verwendung von verschiedenen Spritztüllen geht.
Ich könnte den anderen klassische Ausgarnierungen zeigen und andere könnten mir die typisch amerikanischen Ausgarnierungen zeigen wie Rosen, Swirls, etc.
Das wäre dann ein echter Austausch auf gleicher Ebene und die Vorbereitung hält sich in Grenzen.

Ich bestelle beim Organisationsteam Butter und Puderzucker sowie Schlagsahne, den nötigen Pudding für die Buttercreme werde ich zu Hause vorbereiten.
Außerdem gebe ich über Facebook Bescheid, dass alle Interessierten doch bitte ihre bevorzugten Tüllen mitbringen mögen (für den Fall, dass die Session stattfindet).
Ach ja, à propos Facebook. Ich habe mir dort wieder extra für das Camp einen Account zugelegt. ^^;;
Ja, ja, ich bin schwach geworden. Dabei wollte ich doch Facebook bestreiken. :-(

Als weitere Vorbereitung auf das Foodbloggercamp klicke ich mich durch die Teilnehmerliste.
So kann ich mir vorab schon einen kleinen Eindruck verschaffen, wer kommt und wessen Blog ich interessant finde.

So viele an Essen interessierte Blogger auf einem Haufen. Wie kommt man am besten mit anderen in Kontakt? Wie kann man am besten seinen eigenen Blog bekannter machen?
Am besten übers Essen. Und da es in meinem Blog über Japan und Backen geht, am besten über japanisches Gebäck.
Und so keimt in mir die Idee auf, einfach ein paar außergewöhnliche Kostproben mit beliebten japanischen Zutaten vorzubereiten und den Leuten anzubieten.
Ich hatte in meinem Wochenrückblick ja schon davon berichtet.

Und so backe ich am Vortag, den 2.10.  zwei Matcha Chiffon Cakes,


einen Shiro Miso Pound Cake,



Und da der Chiffon Cake so gut ankam, habe ich am Samstagmorgen noch einen


Foodbloggercamp Berlin #fbcb14 Teil 1: Gedanken im Vorfeld

Kommentare:

  1. Das hört sich ja echt interessant an. Ich hatte ja auch mit einer Teilnahme geliebäugelt aber ich bin erst heute aus dem Urlaub wieder zurück geflogen und den hätte ich auf keinen Fall verschieben wollen. Da werde ich mich am besten mal durch die einzelnen Beiträge der Teilnehmer lesen.
    Mit freundlichen Grüßen Danii

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    1. Du könntest sicherlich auch jede Menge Sessions anbieten. Bei deinem Wissen.^^
      Meinen Beitrag werde ich hoffentlich morgen fertig bekommen.

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  2. Oh ja Mari, deine Chiffons waren wirklich lecker, mehr hatte ich leider verpasst :-( aber es war nett, dich mal in Natura kennenzulernen. Das Camp war wirklich klasse und hat mir sehr gut gefallen^^
    Gruß Manja

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    1. Ja, ich hätte das mit den "Kostproben sind gedeckt" noch irgendwie ankündigen sollen, aber ich wusste einfach nicht wie. Und stimmt, ich fand das Camp auch klasse.

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  3. Hallo Mari,
    gibt es auf deinem Blog schon einen Post zum japanischen Anrichten?
    Viele Grüße
    Ilse Sperling

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    1. Nein, einen allgemeinen Post gibt es noch nicht. Das werde ich noch in Angriff nehmen. :-)

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  4. Liebe Mari, oh, das hört sich wirklich interessant an. Ich bin schon gespannt auf deinen Bericht! ^^ Ganz liebe Grüße und ein schönes Wochenende! Maja

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    1. Ja, es gab so viel Neues zu entdecken und zu lernen, und da noch so viele Fragen offen geblieben sind, möchte ich wirklich gerne nächstes Jahr zum Camp nach Reutlingen, u.a. weil doch da auch "nicekitty" wohnt.

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