Mittwoch, 25. Januar 2012

Marmorkuchen

Wir essen gerne den Marmorkuchen ohne Backpulver. Um mal den direkten Vergleich zu haben, habe ich seit langem mal wieder einen mit Backpulver gebacken und die Kuchen miteinander verglichen. Wer sich für die Auswertung interessiert, kann sie in diesem POST nachlesen.
Und hier die Rezepte. Viel Spaß beim Nachbacken.

 Version 1 ohne Backpulver:



Zutaten für eine kleine Napfkuchenform von 16 cm:


120 g Butter
2 x 60 g feinster Zucker
Vanillearoma nach Belieben (schmeckt auch ohne)
2 Eier (Gr. L), getrennt
120 g Mehl
1 leicht gehäufter EL Kakaopulver (ca. 12 g)
1 EL brauner Rum
Fett und gemahlene Mandeln (alternativ Semmelbrösel oder gar nichts) für die Form

Alle Zutaten müssen Zimmertemperatur haben.
Zutaten abgewogen bereit stellen.
Form vorbereiten: Form dünn fetten und ausstreuen, Überschuss abklopfen.
Ofen rechtzeitig vorheizen auf 180°C.

Zubereitung:

Die weiche Butter schaumig rühren. Gute 3 min sollten es mindestens schon sein.
Nach und nach 60 g Zucker zugeben und schön schaumig rühren.
Vanillearoma/ -zucker etc nach Belieben zufügen.
Ein Eigelb zugeben. Rühren bis die Masse wieder schön homogen ist. Man kann dann erst einmal ruhig eine Weile weiterschlagen. Dann das zweite Eigelb einrühren bis man eine schöne homogene Masse erhält.
Die Gefahr des Ausflockens ist bei dieser Methode gering, da der Eiweißanteil fehlt.
Die Eiweiße mit dem restlichen Zucker steif schlagen (fettfreie Schüssel, fettfreie Quirle):

Die Eiweiße zuerst langsam schlagen, bis lauter Bläschen entstehen. Ca. 30 sec.
Dann schnell schlagen, bis lauter solche groben Bläschen entstehen.


Das ist der Moment, in dem man anfängt, nach und nach den Zucker (60 g) einrieseln zu lassen.

Ab hier wird nur noch mit dem Schaber/ Spatel gearbeitet.
Etwa ein Drittel des Eischnees unter die Butter-Eigelbmasse heben.
Wenn die Masse homogen ist, den restlichen Eischnee mit dem gesiebten Mehl zusammen unterheben.
Etwa die Hälfte des Teiges abnehmen, das Kakaopulver dazusieben und vorsichtig einrühren. Den Rum ebenfalls zufügen.

Die helle Sandmasse in die Form geben. Die dunkle Sandmasse darauf verteilen.
Mit einer Gabel oder Stäbchen durch eine Spiralbewegung die beiden Masen miteinander vermischen.


Oberfläche glattstreichen.

Ca. 35 min backen.

Etwa 10 min in der Form abkühlen lassen, bevor man den Kuchen auf ein Gitter stürzt.


Version 2 mit Backpulver:



Zutaten für eine große Napfkuchenform von 22 - 24 cm Durchmesser:

300 g Butter
300 g feinster Zucker oder Puderzucker
5 Eier
300 g Mehl
4 TL Weinstein-Backpulver
30 g Kakao
2 EL brauner Rum

Fett und gemahlene Mandeln (alternativ Semmelbrösel oder gar nichts) für die Form

Alle Zutaten müssen Zimmertemperatur haben.
Zutaten abgewogen bereit stellen.
Form vorbereiten: Form dünn fetten und ausstreuen, Überschuss abklopfen.
Ofen rechtzeitig vorheizen auf 180°C.

Zubereitung:

Die weiche Butter schaumig rühren. Gute 3 min sollten es mindestens schon sein.
Nach und nach den Zucker zugeben und schön schaumig rühren.
Die Eier einzeln einrühren. Nach jedem Ei die Masse wieder zu einer schönen schaumigen homogenen Masse rühren.
Ab dem 4. Ei gilt es aufzupassen. Das Ei zugeben und nur noch so lange einrühren, bis die Masse homogen wird. Rührt man jetzt zu lange, kann es passieren, dass die Masse ausflockt.
Nun sollte die Masse in etwa so aussehen.


Anm.: Ist die Masse ausgeflockt, etwas Mehl zur Masse sieben und mit dem Mixer die Masse so kurz wie möglich glatt rühren. Nun sollte wieder eine homogene Masse entstanden sein.

Das Mehl mit dem Backpulver mischen und unterheben.


Dabei den Schaber/ Spatel benutzen.

Etwa die Hälfte des Teiges abnehmen, das Kakaopulver dazusieben und vorsichtig einrühren. Den Rum ebenfalls zufügen.


Die helle Sandmasse in die Form geben. Die dunkle Sandmasse darauf verteilen.
Mit einer Gabel oder Stäbchen durch eine Spiralbewegung die beiden Massen miteinander vermischen.
Oberfläche glattstreichen.

Bei 180°C etwa 50 min backen.
Etwa 10 min in der Form abkühlen lassen, bevor man den Kuchen auf ein Gitter stürzt.

Kommentare:

  1. beim anblick der marmorierung musste ich iwie an das hokusai-gemälde denken^^
    hmm iwie hab ich lust zu backen... entweder marmorkuchen oder... hmm... werd mich mal durch dein rezeptverzeichnis klicken^^

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  2. Deine Backanleitung ist wieder mal ein Traum. Da werde ich mir doch mal ganz schnell ein paar Opfer suchen, die dann den Kuchen aufessen. Das Blöde bei mir ist ja, ich backe ganz gerne, esse aber nicht besonders gerne Süßes. Aber das Rezept ohne Backpulver reizt mich schon. LG

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  3. Mari, Dein Marmorkuchen ohne Backpulver backt gerade im Ofen und riecht schon sehr lecker. Ich bin gespannt, ob er mir gelingt.

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    1. Oh, jetzt machst du mich neugierig. Ich drück mal die Daumen.

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  4. Habe am Wochenende den Marmorkuchen ohne Backpulver nachgebacken. :D
    Ergebnis kannst du hier lesen ;)
    http://midorisblog-midori.blogspot.de/2012/09/marmorkuchen-ohne-backpulver.html

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  5. Superinteressanter Test und überhaupt ganz toller Blog. Hast Du schon mal normales Backpulver gegen Weinsteinbackpulver getestet? Ich weiß, das normale ist ungesund, aber es liefert meiner Meinung nach viel bessere Backergebnisse.

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    1. Nein, das habe ich nicht. Ich habe irgendwann mal zu Weinstein-BP gewechselt und da ich mit dem Ergebnis mehr als zufrieden war, bin ich auch dabeigeblieben.
      Ich benutze ja eh kaum noch BP.
      Ich kann mir aber gut vorstellen, dass das normale den Kuchen stärker lockert. Das meinst du sicher mit besserem Backergebnis, oder?
      Mich stört am normalen halt der seifige Geschmack und die rauhere Krume.


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  6. Der Marmorkuchen ohne Backpulver ist nun schon der dritte Kuchen, den ich von Deiner Seite nachbacke. Schmeckt sehr gut, allerdings bin ich mit meiner Schoko-Glasur von Dr. Oetker nicht zufrieden. Was nimmst Du für eine Glasur? Normale hochwertige Schokolade?!

    Übrigens hatte ich schon vorgehabt, ein neues Backbuch zu kaufen, aber durch Deine Seite erübrigt sich das jetzt! ;-) とてもおいしくケーキができます。これからもいっぱい作ろうと思いますので、よろしくお願いします。ブログを頑張って下さい。 

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