Freitag, 3. Juli 2015

Dorso di Capriolo (alle Mandorle)


Das Rezept für diesen Rehrücken mit Mandeln ist aus meiner Patisserie-Heftreihe "Mit Pâtissiers Cake & Dessert herstellen", Heft Nr. 79 und wird dort vom Pâtissier Motozô Fujita vorgestellt. Pâtissier Fujita ist ein Fan der italienischen Küche und versucht mit seinem Café Sol Levante, den Japanern italienisches Gebäck näherzubringen.

Allerdings hat die google-Suche nach Dorso di Capriolo alle Mandorle nichts ergeben. Ich hatte ja erwartet, wenigstens auf italienischen Seiten fündig zu werden.
Wie dem auch sei, dieser Rehrücken ist durch die vielen Eier sehr saftig und hat uns richtig gut geschmeckt. Und wie es sich gehört, enthält er gemahlene Mandeln und Schokolade.

Noch besser als Fujitas Rehrücken mit Mandeln (siehe nachfolgendes Foto) jedoch


gefiel uns die Variante ohne Mandelstücke und dafür mit mehr Schokoladentropfen (siehe erstes Foto).

Zutaten für eine Rehrückenform von 10 cm x 30 cm x 5 cm

125 g Butter
125 g Zucker
75 g gemahlene, blanchierte Mandeln
abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
63 g Vollei (etwa 1 Ei Gr. L bzw. 25 g Eigelb + 38 g Eiweiß)
50 g Eigelb (ca. 3 Eigelbe von Eiern der Gr. M)
63 g Eiweiß (ca. 2 Eiweiße von Eiern der Gr. M)
25 g Zucker (für Eischnee)
40 g Mehl Type 405
35 g Mehl Type 550
2,5 g Backpulver
63 g gehackte Mandeln
20 g Schokoladentropfen (ich lasse die Mandeln weg und nehme ca. 80 g Schokoladentropfen)

Butter zum Fetten der Form
gehobelte Mandeln zum Ausstreuen der Form (lasse ich weg, da Kazuo die nicht mag)
Puderzucker zum Überstäuben (dient nur der Optik)

Vorbereitung

Rehrückenform fetten und mit gehobelten Mandeln ausstreuen.
Butter, Eier und Eigelbe auf Zimmertemperatur bringen. Eiweiß bis zur Verwendung kalt stellen.
Mehle mit Backpulver mischen und sieben.
Gehackte Mandeln im 180°C O/U-Hitze heißen Ofen ca. 15–20 min rösten.
Anm.: Man kann die Mandeln auch in der Pfanne auf dem Herd rösten.
Ofenhitze bei 180°C O/U-Hitze beibehalten.

Zubereitung

Butter mit Zucker, gemahlenen Mandeln und Zitronenschale weiß-cremig aufschlagen.
Vollei mit den Eigelben verquirlen und nach und nach einrühren.
In einer fettfreien Schüssel Eiweiß aufschlagen. Wenn grobe Bläschen entstehen, die 25 g Zucker auf einmal hinzugeben. Eiweiß zu einem cremigen Eischnee aufschlagen. Wenn man den Quirl herausnimmt, sollte der Eischnee in einer langen Spitze vom Quirl herabhängen.

Etwa 2 Schaber voll Eischnee zur Buttermasse geben und unterheben/ einrühren.
Mehlmix in eine Schüssel sieben und geröstete Mandeln und Schokoladentropfen hinzufügen. Alles gut vermengen. Auf die Buttermasse geben und mit dem Schaber in schneidenden Bewegungen unterziehen. (Der Rührteig muss nicht ganz glatt sein, da gleich noch der Eischnee untergehoben wird).
Den restlichen Eischnee unterheben.

Den Teig in die vorbereitete Rehrückenform füllen.
Die Form 2–3 mal leicht auf die Arbeitsplatte klopfen, um eventuelle Luftlöcher zu entfernen.
Oberfläche glätten.

Kuchen im vorgeheizten Ofen bei 180°C O/U-Hitze etwa 35 min backen.

Rehrücken aus der Form stürzen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.
Nach dem Abkühlen den Kuchen leicht mit Puderzucker bestäuben. (Die gehobelten Mandeln sollten noch zu sehen sein.)
Anm. Bei dem Rehrücken mit Mandeln habe ich vergessen, vor dem Zerteilen ein Foto zu knipsen.


Na? Sieht diese saftige Krume nicht einladend aus?^^

An einem kühlen Ort aufbewahrt und gut verpackt hält sich der Kuchen bis zu einer Woche, verliert jedoch von Tag zu Tag an Aroma.

Mit Schlagsahne serviert wird aus einem Stück Kuchen ein schönes Dessert. Dazu passt ein Vin Santo besonders gut, so die Empfehlung des Pâtissers Fujita.

Mittwoch, 1. Juli 2015

Wochenrückblick 22.6.–30.6.

Letzte Woche war ich so beschäftigt, dass ich nicht dazu gekommen bin, Kommentare zu beantworten (werde ich die Woche noch), e-Mails zu schreiben geschweige denn zu bloggen.
Ab Freitag sollte es jedoch wieder ruhiger werden.

Na dann mal sehen, an was ich mich noch so erinnern kann.

Montag, der 22. Juni 2015

Heute geht es zur Untersuchung bei der Gynäkologin. Ich spreche sie auf die Wechseljahre an, weil ich die letzten Tage hin und wieder nachts völlig verschwitzt aufgewacht bin.
2 1/2 Jahre soll ich ruhig noch die Pille nehmen, meint sie. Das würde auch eventuelle Beschwerden lindern. So lange bräuchte ich mir keinen Kopf machen. Wenn ich 50 bin, sehen wir dann weiter.
Ach ja, jetzt bin ich also mitten in der Umstellung von der fruchtbaren zur nicht-fruchtbaren Lebensphase.

Dienstag, der 23. Juni 2015

Es wird Zeit, die Woche zu planen. Am 28. Juni wird mein Neffe getauft und ich habe zugesagt, Patin zu werden. Da heißt es nachmittags noch schnell eine Taufpatenbescheinigung im Gemeindebüro beantragen.
Das ist zum Glück keine große Sache. Donnerstag kann ich sie mir abholen. Wunderbar.

Nach dem Judo stärken wir uns mit Eier-Bratenreis.


Mittwoch, der 24. Juni 2015

Heute ist mein erster Tag alleine im Laden von matchashop. Meine Arbeitgeber sind im Urlaub und der Laden bleibt zu. Ich kümmere mich um die online-Bestellungen.
Ein komisches Gefühl, wenn alles so still ist. Doch bald habe ich mich daran gewöhnt und tauche in die Arbeit ein.^^

Als ich Kazu vom Kindergarten abhole, ermahnt mich die Erzieherin, dass sie die Schultüte zum Befüllen zurück bräuchte. Ich verspreche ihr, sie am Montag abzugeben.
Ich habe nämlich einen Schultüten-Rohling bekommen, den ich verschönern soll.
Argh, ich bastle überhaupt nicht gerne.

Auch von der Elternvertreterin unserer Gruppe kommt eine Erinnerungsmail, dass die Kochbuchseiten in doppelter Ausführung, die als Geschenk für die zwei Gruppen-Erzieherinnen gebastelt (!) werden sollen, bis zum Monatsende fällig sind.

Und dann habe ich noch meiner Schwester zugesagt, Torten und Kuchen für das Kuchenbüfett zu backen. Groß einkaufen ist daher angesagt.

Und die ersten Böden backen.

Donnerstag, der 25. Juni 2015

Kazu zum Kindergarten bringen, zum Gemeindebüro, Taufbescheinigung abholen, weiter zur Arbeit, Einkauf, Kazu vom Kindergarten abholen, nach Hause, Einkauf einräumen, Judo-Tasche packen, mit Kazu zum Judo, Judo, wieder nach Hause, Abendessen zubereiten, Kind verköstigen, ins Bett bringen und dann die Birnenkaramellmoussetorte einsetzen und einfrieren. Schließlich backe ich noch den Baiserboden für die Zitronensahnetorte.

Um Mitternacht falle ich ins Bett. Uff.

Freitag, der 26. Juni 2015

Neben Kind und Haushalt backe ich 2x Mürbteigböden, Dacquoiseboden, Wiener Boden, koche Konfitüre und bereite eine weiße Schokoladencreme zu.

Nebenbei wird noch die Schultüte gebastelt.

Samstag, der 27. Juni 2015

Ich backe vier Mandelkuchen (einen muss ich zweimal backen, weil der nichts geworden ist).
Setze die Zitronensahnetorte zusammen, koche Konditorcreme und setze das Fundament für die Erdbeertorte zusammen.

Nebenbei werden die Kochbuchseiten gebastelt.

Auch heute wird es wieder spät.

Sonntag, der 28. Juni 2015

Um viertel vor vier Uhr morgens klingelt der Wecker.
Die Torten müssen ausgarniert, die Erdbeertorte belegt und mit Guss versehen werden.

Ich muss duschen, mich schick ankleiden und herrichten und Kazu ebenfalls.

Dann muss alles transportfähig verpackt werden. Dabei geschieht ein Missgeschick. Ein Deckel landet auf meiner Zitronensahnetorte und meine Deko ist hin. :-((( Seufz. Da kann man nichts mehr retten.
Ich staune über mich selbst, dass ich so gelassen bleibe. Früher wäre ich heulend in mich zusammengesackt. Das Alter? Das Mutter sein?

Um 9:00 Uhr kommt der Bus. Los geht's.

Wir fahren zu meiner Schwester, wo erst einmal die Torten in den Kühlschrank wandern.
Dann gehen wir zusammen zur Kirche. Die Taufe findet im Rahmen des Kindergottesdienstes um 11:30 Uhr statt.

Vor der Kirche stehen schon mein Bruder und meine Mutter. Keanu und Kazu laufen auf sie zu, ich mit.
"Los, Babasan begrüßen!"
Meine Mutter begrüßt Keanu und Kazu.
Ich rufe: "Jetzt bin ich dran!"
Ich will meine Mutter umarmen, in dem Moment dreht sie sich um und geht weg.

Früher wäre ich wohl sofort am Boden zerstört gewesen, aber die Therapie scheint geholfen zu haben.
Statt am Boden zerstört zu sein, rufe ich ihr hinterher:
"Ich bin auch noch da!"
Aber sie hört mich nicht und verschwindet in der Kirche.
Nun muss ich doch mit den Tränen kämpfen. Es dauert etwas, dann habe ich mich wieder im Griff.
Ich weiß, dass es keine Absicht von meiner Mutter war., Sie hat halt nur Augen (und Ohren) für ihre Enkel. Aber weh tut es trotzdem. Sehr.

Gottesdienst und Taufe.

Kazu darf die Taufschale halten


dann wird Keanu getauft.

Und ich bin nun Patentante. :-)

Die Taufgesellschaft wird auf verschiedene Autos verteilt. Ich fahre mit meinem Schwager und meiner Mutter zu meiner Mutter nach Hause, um von ihr ihre Kuchen abzuholen. Denn auch meine Mutter hat fleißig gebacken.
Dann holen wir meine Kuchen ab und bringen alles zum Raum.

Meine Torten und Kuchen müssen noch geschnitten werden, dann wird angerichtet und es kann fotografiert werden.^^


Vorne der Mandel-Rehrücken


dahinter die glutenfreien Kuchen (links der lockere Poundcake mit Reismehl und rechts der feuchtere Mandelkuchen)


links dahinter die verunglückte Zitronensahnetorte


dahinter die Birnen-Karamellmoussetorte (noch mit Randfolie)


und am linken Ende die Erdbeertorte "Mari"


Meine Mutter hat gebacken:
Vanillesahnecremetörtchen mit Beerenfüllung,


eine Prinzregententorte, die statt mit Schokoladenbuttercreme mit Schokoladenpuddingcreme gefüllt ist,


und eine französische Birnentarte mit Eiercreme


Die Gäste waren begeistert, aber auch sonst war es eine schöne Tauffeier, die meine Schwester da auf die Beine gestellt hat.

Montag, der 29. Juni 2015

Ich bin total kaputt und trinke erst einmal eine riesige Schale Matcha. :-P
Im Kindergarten gebe ich Schultüte ab und werfe die Kochbuchseiten in den Elternvertreter-Briefkasten. Puh. Wieder was erledigt.
Ab zur Arbeit. Ach du Schreck. Übers Wochenende ist eine Flut an Bestellungen eingetroffen. Da habe ich gut zu tun.

Zeit, um Kazu abzuholen. Heute Nachmittag geht es bei schönstem Wetter auf den Spielplatz. Ich lege mich auf eine Bank und mache ein Nickerchen. Hach, tut das gut. Und die Sonne ist so schön warm. Ich liebe dieses Wetter. So ab 24°C aufwärts fühle ich mich richtig wohl.

Im Hintergrund höre ich Kazus Stimme. Das beruhigt.

Abends geht es heim. Schnell noch Abendessen kochen, essen, eine Runde "Siedler von Catan" mit Kazu spielen und Bettzeit.

Dienstag, der 30. Juni 2015

Ich wache schon wesentlich erholter auf.^^

Kazu zum Kindergarten bringen, weiter zur Arbeit, Einkauf, nach Hause, Einkauf einräumen, Kazu vom Kindergarten abholen, wieder zurück, Judo-Tasche packen, mit Kazu zum Judo, Judo, wieder nach Hause, Abendessen zubereiten.

Heute gibt es wieder Daniis Filoteig-Flammkuchen.
Der ist so simpel und doch so lecker.


Mir schmeckt er besonders gut als Sandwich gefüllt mit Salat und Salatsoße.
Heute jedoch habe ich einen Wrap daraus gemacht. :-D


Jetzt aber ab ins Bett. Das war vielleicht ein Monat.

Bei Kazu merke ich deutlich, dass er wirklich bereit für die Schule ist. Nicht nur das Interesse am Lesen und Rechnen ist gewachsen, auch das Verständnis von Zahlenmengen und Wörtern (Silben, Anfangslaute, etc) hat sich deutlich verbessert.
Er ist verständig, selbständig und denkt mit.
Kazu und ich, wir freuen uns beide sehr auf die Schule. Ich finde Neuanfänge immer total spannend.

Diese Woche habe ich bei einem Blog eine Schnitte gesehen, die mit Beeren und Grün dekoriert war und komplett überpudert wurde.
Die Schnitte an sich sah wirklich klasse aus, aber ich fand (bzw. finde), dass es sehr winterlich aussieht, wenn auch die grünen Blätter mit Puderzucker überstaubt werden.

Was tue ich also, ich hinterlasse folgenden Kommentar:

"Hallo,
deine Mille Feuille sieht sehr gelungen aus.
Wunderschön anzusehen.
Wenn ich dennoch etwas anmerken dürfte …
Ich würde nur nicht alle Früchte (und vor allem die Blätter nicht) überpudern. Das wirkt in meinen Augen zu winterlich.
Die z.B. Brombeeren lieber überglänzen. Das Grün grün lassen. Das gibt einen schönen Kontrast zwischen glänzend und matt.
Liebe Grüße, Mari, die wirklich bewundert, was du alles so zauberst."
Ich persönlich begrüße es, wenn mir jemand Tipps gibt oder mir andere Sichtweisen eröffnet.
Also dachte ich mir nichts dabei.

Doch als Antwort kam folgendes:

"Das Überglänzen von Früchten bei Desserts, die für den Restaurantservice à la minute hergestellt werden, ist unüblich und lehne ich auch ab. Das Rezept ist nicht für die Pâtisserie-Vitrine bzw. zur Lagerung geeignet. Dann wäre ohnehin einiges am Rezept zu ändern. Natürlich könntest du aber beim Nachbacken Anpassungen nach deinem Geschmack vornehmen. Meine Rezepte stellen lediglich einen Vorschlag dar und entsprechen meinem persönlichen Geschmack.
Es freut mich aber, dass dir auch etwas gefallen hat."

Nun, zum einen gefällt mir, dass ich etwas durch die Antwort lernen konnte.
Desserts für den Restaurantservice à la minute werden nicht überglänzt, Pâtisserie-Vitrine (ein tolles Wort) ... wow.

Aber ansonsten kommt mir die Antwort sehr, hm, wie soll ich sagen, recht patzig vor.

Auf jeden Fall wird mir wieder mal sehr klar, dass es besser ist, bei Kommentaren sich nur auf "oh wie toll" zu beschränken. Was anderes wollen die Leute wohl gar nicht hören.

Also ich höre gerne Verbesserungsvorschläge. Natürlich ist Kritik im ersten Moment immer schlecht zu verdauen. Aber im zweiten erhält man plötzlich eine neue Sichtweise und hat so die Möglichkeit, sich zu verbessern bzw lernt dazu, dass Perfektion im Auge des Betrachters liegt.
Ich weiß jetzt, dass manche es schön finden, wenn alles überpudert wird.

Ich bin z.B. ganz begeistert von der Erdbeertorte. Aber mein Mann und auch meine Mutter bemängelten den Mürbteigboden. Der stört sie.
So ist das eben.

Hidemi Sugino, einer der großen japanischen Pâtissiers sagt, er möchte auf ewig unperfekt bleiben, damit er sich von Tag zu Tag weiter entwickeln kann.

Eine tolle Einstellung!

Mittwoch, 24. Juni 2015

Eier-Bratenreis 卵のパラパラ炒飯



Dieser Eier-Bratenreis (Tamago no parapara Châhan) unterscheidet sich etwas vom bereits vorgestellten Gomoku-Châhan.

Das Rezept für Gomoku Châhan, bei dem das Ei vorab zu halbfestem Rührei stocken gelassen wird und bei dem warmer Reis verwendet wird, basiert auf der Standardzubereitung für Châhan, dem in Japan beliebten chinesischen Bratenreis.

Bei diesem Reisgericht jedoch, wird kalter Reis verwendet, der mit rohem Ei ummantelt wird.
Sehr praktisch, wenn es mal schnell gehen muss.

Zutaten für 2–3 Personen

2 Eier
60 g Schweinebraten
3–4 Frühlingszwiebeln (万能ねぎ)
300 g kalter Reis (bereits gekocht)
1/3 TL Salz
1 Prise Pfeffer
1/2 EL Sesamöl (mild)
1/2 TL Hühnerbrühegranulat (鶏がらスープの素)
1 EL Öl
1 TL Sojasoße

Zubereitung

Eier in einer großen Schüssel verquirlen.
Schweinebraten in 1 cm große Stücke schneiden.
Frühlingszwiebeln in kleine Röllchen schneiden.
Reis zum Ei geben. Salz, Pfeffer, Sesamöl und Granulat (Brühpulver) hinzufügen.
Reis auflockern und alles gut vermengen, so dass jedes Reiskorn von Ei ummantelt wird.


Eine Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen, das Öl hineingeben und mit erhitzen.
Eiermischung in die Pfanne geben und bei schwacher bis mittlerer Hitze unter schneidenden Bewegung mittels eines Pfannenwenders den Eierreis braten.
Wenn das Ei halb gestockt ist, die Schweinebratenstücke hinzufügen und untermengen.
Dann die Frühlingszwiebelringe hinzufügen, untermengen und den Reis unter Schwenken von allen Seiten braten.
Wenn die Reiskörner sich voneinander lösen und locker werden (parapara), etwas Sojasoße vom Pfannenrand hinzufügen, kurz durchmengen und servieren.

Châhan wird auf einem tiefen Servierteller angerichtet und meist mit einem chinesischen Löffel (Renge) oder einem normalen Löffel gegessen.



Der Eier-Bratenreis schmeckt auch kalt und eignet sich daher gut fürs Obento.^^

Das Rezept, das ich hier vorstelle, stammt aus dem Buch "いちばんわかりやすい基本の料理" (was so viel heißt wie "Grundlagengerichte am verständlichsten nahegebracht") von Hiromi Maki und ist 2003 im Seibido Verlag erschienen. Das Rezept steht im Kapitel "Chinesische Gerichte".


Hier hatte ich, weil ich keine Frühlingszwiebeln (--> grüne Farbe) da hatte, Petersilie aufs Châhan gestreut. Das ist aber absolut untypisch für Châhan.


Statt Frühlingszwiebeln werden für die grüne Farbe gerne auch grüne Erbsen genommen wie beim Gomoku Châhan:


Montag, 22. Juni 2015

Wochenrückblick 15.6.–21.6.

Montag, der 15. Juni 2015

Aufzustehen und den Tag für sich zu haben ist einfach toll.
Kazu ist noch bei Oma und Opa, mein Mann muss zur Arbeit und ich kann in aller Ruhe frühstücken und mir meinen Plan für die Woche machen.

Zum Frühstück halbiere ich mir die übrig gebliebenen Matcha Donuts und toaste die Häften.
Mmh, eine tolle Aufwertung.^^ Eine Hälfte esse ich mit Himbeer-Fruchtaufstrich, die andere mit Butter und Matcha-Salz.


Als Ziel für diese Woche nehme ich mir vor, meine "Cake & Dessert" Patisseriehefte fertig durchzuarbeiten und somit zum Sommeranfang startklar für Neues zu sein.

Ich beginne gleich mit der Herstellung der "Pomme Vert".
Schokoladenbiskuit, schwarze Johannisbeermousse und Mousse vom grünen Apfel vereinen sich zu einem köstlichen Geschmackserlebnis. Mmh, köstlich.^^


Dienstag, der 16. Juni 2015

Arbeit, Einkauf, Haushalt, bloggen, RELAXEN! :-)

Mittwoch, der 17. Juni 2015

Heute widme ich mich der nächsten Torte aus meiner Heftreihe. Es ist die "Forêt aux marrons".
Schokoladenbiskuit mit Maronenmousse und Cassis-Konfitüre.
Dass Maronen und schwarze Johannisbeeren gut zusammenpassen habe ich bei meinen letzten Mont Blancs Törtchen bereits gelernt. Und auch hier überzeugt die Kombination, auch wenn diese Torte vergleichsweise schlicht daherkommt.


Nachmittags wird mir Kazu zurückgebracht, der gleich in seinem Zimmer verschwindet. o_O
Er hat wohl seine Spielsachen vermisst ...

Dann, etwa eine Stunde später kommt der Babasan-Opa (also mein Papa) und ich kann in Ruhe das Abendessen zubereiten. Heute gibt es mal wieder japanisch:  "Schweinefleisch mit Ingwer gebraten".

Donnerstag, der 18. Juni 2015

Die Reste des gestrigen Abendessens wandern in mein Obento, das ich mit zur Arbeit nehme.


Freitag, der 19. Juni 2015

Heute hole ich Kazu früher vom Kindergarten ab und wir gehen zusammen zum Sommerfest seiner zukünftigen Schule. Ich kann noch ein paar Fragen loswerden (und Antworten erhalten^^) und Kazu  ist die Schule hoffentlich immer ein Stück vertrauter. Jedenfalls hat er schon gut fast alleine hingefunden. :-)

Abends backe ich noch einen Schokoladenboden (Nr.3 diese Woche) für den morgigen Kuchen und stelle Canache her.

Samstag, der 20. Juni 2015

Wochenende und letzter Tag des Frühlings. Gleich in der Früh beginne ich mit der Zubereitung meiner letzten Torte. Mittags ist es so weit und ich kann sie ausgarnieren.
Voilà, meine Version der "Caramel Poire".
Diese Kombination scheint in Frankreich sehr beliebt zu sein, denn bei Google findet man jede Menge Bilder dazu.


Da die Mengenangaben im Heft überhaupt nicht gepasst haben, habe ich noch jede Menge Reste über, mit denen ich noch drei Dessertgläser füllen kann.


Nachmittags lassen wir uns die Torte schmecken.


Dann ist Kazu an der Reihe. Kazus Erziehern sollen zur Verabschiedung ein Kochbuch geschenkt werden mit Rezepten, die von den Eltern und Kindern gemeinsam gestaltet werden.
Eigentlich wollte ich mit Kazu dafür die Bananenmuffins zusammen backen. Aber da es im letzten Patisserieheft noch ein Rezept für ein Schokoladen-Bananen-Dessert gibt, beschließe ich kurzerhand, dieses mit Kazu zuzubereiten.

Sahne erhitzen und die gehackte Kuvertüre einrühren. Abkühlen lassen.


Banane zermantschen und einrühren.
Eiweiß steif schlagen. Da musste ich etwas helfen, denn der Mixer ist doch noch etwas zu schwer für Kazu.


Eischnee einrühren, Gläser befüllen und über Nacht kühl stellen. Wir sind gespannt.^^

Zeit zum Spielen. Kazu möchte gerne ein neues Spiel kennenlernen Eines der großen Spiele will er spielen. "Die Siedler von Catan" habe ich da. Aber das ist ab 10. Egal. Einfach ausprobieren.

Und so spielen wir in vereinfachter Version und mit offenen Karten das Siedler-Spiel.
(Anm. Habe gesehen, dass es mittlerweile eine Junior-Version gibt. Gleich mal vormerken.^^)

Sonntag, der 21. Juni 2015, Sommeranfang

Nun mal schauen, wie Kazus Dessert geworden ist.


Sieht schon mal gut aus.
Ob es auch schmeckt? Es schmeckt ... ganz passabel. Aber vielleicht hätte ich doch lieber selber den Eischnee schlagen und unterheben sollen. Die Creme ist doch recht flüssig geblieben.

Ich muss dringend mal wieder Back-/Kochbücher aussortieren, denn mein Schrank ist übervoll und meine Wunschliste ebenso. :-P
Vorgestern habe ich mir dann ein altes Dessertbuch herausgesucht und mich zum Testen von ein paar Rezepten entschieden und die Zutaten besorgt.

Beim Aufklappen passiert es, die Seiten lockern sich und fallen raus. Ein Zeichen?

Egal. Ich lege los.
Ich beginne vormittags mit einem geeisten Rhabarberschaum. Aaah, viel zu süß.


Dann eine Erdnuss-Bavaroise. *Kopf schüttel*


Nun spielen wir zu dritt eine Runde "Siedler von Catan".
Gute 90 min dauert die Spielrunde und Kazus Konzentration lässt doch nach etwa einer Stunde schon merklich nach.
Mittagessen und dann geht es weiter mit den Desserts.

Kazu hilft mir. Wir bereiten zusammen Erdbeeren auf Kefirschaum zu.
Schmeckt sogar, aber das Dessert ist kein Highlight.


Dann bereiten wir zusammen Aprikosenschaum auf Aprikosen zu. Kazu schüttelt den Kopf und zeigt mit dem Daumen nach unten. Ich gebe ihm Recht. Das überzeugt nicht.


Auch die anderen Rezepte sind nichts besonderes, oder es sind welche, die ich eh nicht zubereiten würde (Alkohol, Käse, Quark, ...).

Und damit heißt es "Tschüss Buch", ab zum Alt-Papier. Yeah, wieder etwas Platz. :-P


Rezepte von diesem Wochenrückblick, die ich gerne posten pöchte:

Pomme Verte

Forêt aux marrons
Caramel Poire

Rezepte aus den letzten Wochenrückblicken, die ich gerne noch posten pöchte:



Matcha-Mini-Gugl
Matcha Donuts extra?
gestreifte Rouladentorte
Eier-Bratenreis
Rehrücken, italienisch
Opéra Marron
Pudding mit Vanillesoße und Schneeeiern
Apfel-Birnen-Tartelettes

Samstag, 20. Juni 2015

Yeast doughnuts イーストドーナツ



Die Yeast Doughnuts sind das dritte Kapitel in meinem Buch "doughnuts 77" bzw "77 Rezepte für Doughnuts, die aus wirklich leckerem Teig hergestellt werden".
Das erste Kapitel sind die Old Fashioned Doughnuts.
Das zweite Kapitel behandelt die Cake Doughnuts.

Uns haben diese Donuts durchweg überzeugt,. Flauschig und richtig köstlich.


Zutaten für 5 Donuts von 8,5 cm Außendurchmesser und 3 cm Innendurchmesser

75 g Mehl Type 405

75 g Mehl Type 550
3 g Trockenhefe
20 g Zucker
1 Ei
ca. 45 ml Milch
15 g Butter, weich
2 g Salz

Vorbereitung

Aus Backpapier 5 Quadrate à 10 x 10 cm schneiden.
Topf mit Fritieröl vorbereiten.


Zubereitung

Die Mehle in eine Schüssel sieben, Hefe und Zucker hinzufügen und alles vermischen.

Ei verquirlen und abwiegen.
Milch auf etwa 38°C erwärmen.
So viel Milch zum Ei geben, bis 100 g erreicht sind.
Eiermilch zum Mehlgemisch geben. Alles mit den Knethaken des Handrührgeräts verkneten.
Butter und Salz hinzufügen und weiter alles verkneten (stretch and fold), bis der Teig schön elastisch ist.
Den Teig zu einer Kugel von 8 cm Durchmesser formen.
Teigkugel in die Schüssel legen, Schüssel mit einem feuchten Tuch abdecken und etwa 1 h bei Zimmertemperatur (oder an einem 30°C warmen Ort) gehen lassen (1. Gare).

Nach der Gare sollte die Kugel um etwa das 1,5-fache aufgegangen sein und einen Durchmesser von 12 cm haben.

Die Teigkugel aus der Schüssel nehmen und entgasen (platt drücken).
Zu einer Rolle aufrollen und Stücke von etwa 55 g abtrennen.
Jedes Stück zu einer Kugel formen und die Kugeln 15 min ruhen lassen (bench time).

Dann die Kugeln zu jeweils einer 20 cm langen Rolle formen und diese nochmals 5 min entspannen lassen.

Das eine Ende der Rolle etwas platt drücken, das andere Ende spitz zulaufen lassen.
Die Rolle zu einem Ring legen und das spitze Ende in das flache Ende legen und mit diesem fest umschließen.

Den Ring auf ein Backpapierquadrat legen. Die fertigen Ringe einmal mit einer Wassersprühflasche bestäuben und erneut etwa 30 min gehen lassen (2. Gare).


Fritieröl auf 170°C erhitzen. Die Donuts mit dem Backpapier nach oben einlegen. Behutsam das Papier entfernen.
Jede Seite etwa 1 min backen.

Mit Küchentüchern entfetten und auf einem Gitter abkühlen lassen.

Die Donuts so lassen


oder sie mit Tahiti Vanillezucker zuckern


oder sie mit Puderzuckerglasur versehen (auf 100 g Puderzucker 20 g Wasser)


oder 7 g des Mehls Type 405 durch Kakao ersetzen und


die fertig gebackenen Donuts mit Schokoladenglasur und Schokoladenspäne oder Knusperperlen versehen


oder ihnen eine Mokkaglasur verpassen (1 TL Instant Kaffeepulver + 20 ml Milch + 10 ml Sahne + 120 g Puderzucker)


oder eine Apfelgelee-Glasur nehmen (10 g Apfelgelee + 12 g Milch + Zimt + 100 g Puderzucker)


oder eine weiße Schokoladenglasur mit Thymian


oder die Donuts mit Erdbeerschokolade überziehen und mit gefriergetrockneten Erdbeeren ausgarnieren


oder mit weißer Schokolade, unter die man gefriergetrocknete Himbeeren mischt (Glasur hat bei mir zu schnell angezogen, ähem ^^;;)


oder man fügt dem Teig noch Kürbispüree und Zimt hinzu für Kürbisdonuts (sind bei mir nicht so gut geworden)


oder man fügt dem Teig noch Matcha hinzu 


oder man bäckt die Donuts als Kugeln von 7 cm Durchmesser und füllt sie nach dem Backen mit Konfitüre:


Wenn ich mal Berliner Pfannkuchen benötigen sollte, dann werde ich sie nach diesem Rezept backen.
Die waren einfach super lecker. :-)

Quelle (mit Ausnahme der Matcha-Variante): 佐藤ひろ子 (Satô Hiroko)、ほんとうにおいしい生地でつくるドーナツレシピ77、朝日新聞出版 2014