Sonntag, 26. April 2015

Pain de Gênes パン・ド・ジェーヌ


Nachdem ich euch gestern das Pain de Gênes aux abricots vorgestellt habe (inkl. geschichtlichen Hintergrund), folgt hier nun die glutenfreie Variante.
Geschmacklich sind sich die Pain de Gênes Rezepte recht ähnlich, und ich kann gar nicht sagen, welcher mir besser geschmeckt hat.

Zutaten für 1 Manqué-Form (oder Pie-Form) von unten 12 cm Durchmesser und oben 15,5 cm Durchmesser

(für eine 18er Form die Mengen verdoppeln)

Butter für die Form
gehobelte Mandeln für die Form

125 g Marzipanrohmasse

37 g Butter, Zimmertemperatur
50 g Vollei (1 Ei Gr. M)
Zimmertemperatur
17,5 g Stärke

7 g Amaretto
22 g Eiweiß
1 Prise Salz
5 g Zucker

Zubereitung


Form buttern und mit Mandelblättchen ausstreuen. Form kühl stellen.
Ofen auf 180°C O/U-Hitze vorheizen.

Marzipanrohmasse in Stücken in eine Schüssel geben und mit der Butter zu einer glatten Masse verkneten.
Vollei verquirlen und eine kleine Menge zur Marzipanrohmasse geben und verkneten.
Nach und nach weiter Ei hinzufügen und jedes Mal gut verkneten.
Dann die Masse mit dem Mixer weiß-cremig aufschlagen.

Speisestärke auf die Masse geben und einrühren.
Den Likör einrühren.


Eiweiß mit Salz aufschlagen und wenn das Eiweiß weißlich wird, den Zucker hinzufügen. Zu Eischnee mit festen Spitzen aufschlagen.

Einen Schaber voll Eischnee in die Marzipanmasse einrühren.
Dann den restlichen Eischnee unterheben.
Die Masse sollte dick-sämig vom Schaber fließen (die Masse ist fester als die Masse des Pain de Gênes aux abricots von Aoki).

Die Masse in die vorbereitete Form füllen.
Im vorgeheizten Ofen bei 180°C O/U-Hitze etwa 35 min backen.
(Mein Kuchen war ein paaar Minuten zu lange im Ofen, wie man gut an der dicken Kruste erkennen kann. ^^;;)

Den Kuchen mit Form 5 min auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. Dann stürzen.
Auf einem Kuchengitter ganz abkühlen lassen.


Der Kuchen schmeckt mit Zimmertemperatur am besten und kann auch problemlos bei Zimmertemperatur gut verpackt bis drei Tage gelagert werden.

Nach Belieben kann auch dieser Kuchen natürlich noch aprikotiert und glasiert oder mit Puderzucker bestreut werden.

Quelle"Cake&Dessert zusammen mit Pâtissiers herstellen", Heft Nr.  56

Samstag, 25. April 2015

Pain de Gênes aux Abricots アプリコットの パン・ド・ジェーヌ


Das Pain de Gênes, das Brot von Genua ist ein traditioneller französischer Mandelkuchen. Er wurde vom Pâtissier Fauvel, der in der Patisserie Chiboust in der Rue Saint Honoré in Paris 1846 tätig war, als Huldigung für Massénas Mut und Beharrlichkeit  entwickelt.

André Masséna war einer von Napoleons wichtigsten Heerführern. Er wurde 1800 mit seinen Leuten in Genua von den östereichischen Truppen eingeschlossen. Sie hatten wochenlang nur noch Reis und Mandeln als Nahrung zur Verfügung.

Es ist ein ursprünglich glutenfreier Kuchen mit Mandeln und Reismehl, doch mittlerweile wird statt Reismehl eher Speisestärke verwendet und manchmal auch noch Weizenmehl hinzugefügt.

Quellen u.a.:
http://www.barnesandnoble.com/w/art-of-the-cake-bruce-healy/1102790190?ean=9780688141998
http://www.gateaux.or.jp/g/dictionary/vari-paindegenes.html

Das Pain de Gênes wird in einer runden Form mit schrägem und hohem Rand (Manqué-Form) gebacken. Typisch ist, dass die Form gebuttert und anschließend mit gehobelten Mandeln ausgestreut wird.

Ich habe in den letzten Tagen mehrere Pain de Gênes gebacken und möchte euch nun zwei der getesteten Rezepte vorstellen.
Ich beginne mit dem Rezept von Pâtissier Sadaharu Aoki, eine Berühmtheit in Japan.
Das Rezept ist aus seinem Buch "Sadaharu Aokis französisches Gebäck".

Zutaten für 1 Manqué-Form (oder Pie-Form) von unten 12 cm Durchmesser und oben 15,5 cm Durchmesser

(für eine 18er Form die Mengen verdoppeln)

Butter für die Form
gehobelte Mandeln für die Form
6–7 Aprikosenhälften aus der Dose (können auch weggelassen werden)

133 g Marzipanrohmasse
93,5 g Vollei, Zimmertemperatur
10,5 g geklärte Butter (Butterschmalz)
10,5 g Mehl
10,5 g Speisestärke
6 g Grand Marnier


Aprikosenkonfitüre
Puderzucker

Zubereitung

Form buttern und mit Mandelblättchen ausstreuen.
Ofen auf 160°C O/U-Hitze vorheizen.

Aprikosenhälften aus der Dose abtropfen lassen und trocken tupfen.
Auf dem Boden der vorbereiteten Form verteilen. (Anm. Ich hatte nicht mehr genügend Aprikosen da.)


Marzipanrohmasse in Stücken in eine Schüssel geben.
Vollei verquirlen und eine kleine Menge zur Marzipanrohmasse geben und verkneten.
Nach und nach weiter Ei hinzufügen und jedes Mal gut verkneten.
Dann die Masse mit dem Mixer weiß-cremig aufschlagen.

Die geklärte Butter auf 50°C erhitzen. Einen Klecks der Marzipanmasse einrühren.
Das Buttergemisch zur restlichen Marzipanmasse geben und unterziehen.
Das Mehl mit der Speisestärke mischen und zusammen auf die Marzipanmasse sieben. Unterziehen.
Den Likör einrühren.

Die fertige Masse bis kurz unter den Rand einfüllen.
Die Masse ist gut, wenn sie beim Einfüllen wie ein Band fließt (siehe Foto).


Im vorgeheizten Ofen bei 160°C O/U-Hitze etwa 45–50 min goldbraun backen.
Stäbchenprobe.

Den Kuchen mit Form 5 min auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. Dann stürzen.


Den Kuchen aprikotieren (mit erhitzter und passierter Aprikosenkonfitüre bepinseln).


Auf einem Kuchengitter ganz abkühlen lassen.
Dann mit Puderzuckerglasur abpinseln. (Anm. Ich habe sie nur oben abgepinselt, weil es mir sonst zu süß wird.)


Der Kuchen schmeckt mit Zimmertemperatur am besten und kann auch problemlos bei Zimmertemperatur gut verpackt bis drei Tage gelagert werden.


Morgen gibt es die glutenfreie Variante.

Mittwoch, 22. April 2015

Petit Gâteau au Matcha et Framboise 抹茶とフランボワーズのプチガトー


Matcha und Himbeeren sind eine beliebte Kombination und in diesen kleinen Schnittchen kommen diese auch wunderbar zur Geltung.
Das Rezept ist recht einfach gehalten, dafür sind die Schnitten sehr schnell zubereitet.

Zutaten für vier Schnittchen à 4,5 cm x 3,5 cm

Boden (Matcha Genoise)
8 g Eigelb (etwa 1/2 Eigelb eines Eis der Gr. M)
48 g Vollei (= 18 g Eigelb + 30 g Eiweiß = etwa 1 Ei der Gr. M)
30 g Zucker
8 g Butter
4 g Milch
28 g Mehl
2 g Matcha

Ca. 25 g Himbeerkonfitüre

Matchacreme (Menge großzügig bemessen)
100 g Milch
5 g Zucker (für die Milch)
20 g Eigelb (1 Eigelb)
10 g Zucker (für Eigelb)
4 g Mehl
2,5 g Speisestärke
2,5 g Matcha
10 g Butter

Zartbitterschokolade

Zubereitung

Boden (Matcha Genoise)
Blech mit Backpapier auslegen.
Ofen auf 180°C O/U-Hitze vorheizen.
Eigelb, Vollei und Zucker in eine Schüssel geben und über einem heißen Wasserbad aufschlagen. Wenn die Masse ca. 38°C warm ist, vom Wasserbad nehmen und weiter weiß-cremig aufschlagen.
Butter und Milch zusammen erhitzen.
Mehl und Matcha vermischen und auf die Eiermasse sieben. Unterziehen.
Butter-Milch-Gemisch hinzufügen und unterziehen.
Die Masse aufs Blech geben und zu einem Rechteck von 19 cm x 15 cm gleichmäßig verstreichen.
Im vorgeheizten Ofen bei 180°C O/U-Hitze ca. 10 min backen.
Dann den Boden mitsamt Backpapier vom Blech nehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. (Geht recht schnell.)

Matchacreme
Für die Matchacreme Milch mit Zucker erhitzen.
Eigelb mit Zucker cremig rühren.
Mehl, Stärke und Matcha darauf sieben und gut einrühren.
Etwas von der heißen Milch einrühren. Die restliche Milch nach und nach einrühren.
Dann alles zurück in den Topf geben und bei mittlerer Hitze unter stetem Rühren 1 min köcheln lassen.
Vom Herd nehmen und die Butter zugeben und einrühren.
Die Creme durch ein Sieb auf ein Blech geben und etwas verteilen.
Creme dicht mit Frischhaltefolie abdecken und möglichst schnell abkühlen lassen.

Fertigstellung
Den Rand des Bodens abschneiden, so dass man ein Rechteck von 18 cm x 14 cm erhält.
Das Rechteck quer in vier Streifen von 4,5 cm x 14 cm schneiden.

Schokolade schmelzen.
Einen Boden mit der Backhaut nach oben mit der Schokolade bestreichen.
Diesen Boden in den Kühlschrank stellen, damit die Schokolade fest wird.

Erkaltete Matchacreme in eine Schüssel füllen und glatt rühren.
Himbeerkonfitüre glatt rühren.

Den Boden mit der Schokoladenseite nach unten legen und die Oberfläche mit Himbeerkonfitüre bestreichen.
Zweiten Boden auflegen und mit Matchacreme bestreichen.
Dritten Boden auflegen und mit Matchacreme bestreichen.
Vierten Boden auflegen und dünn mit Matchacreme bestreichen.
Die restliche Matchacreme in einen Spritzbeutel mit Lochtülle von 8 mm Durchmesser geben und die Creme in Streifen längs nebeneinander aufspritzen.

Die Schnitte in vier Stücke schneiden.

Am besten lässt man die Schnitten ein paar Stunden durchziehen.
Die Böden können natürlich auch getränkt werden.


Quelle: "Douceurs à la pause-café" von Pâtissier Hironobu Tsujiguchi, Parco 2002

Montag, 20. April 2015

Wochenrückblick 13.4.–19.4.

Montag, der 13. April 2015

Der Osterurlaub ist vorbei, der Alltag beginnt. Mann auf Arbeit, Kind im Kindergarten und ich besorge mir Früchtepürees von Boiron vom Frischeparadies.
Leider haben die da kein Walderdbeerpüree. Ob es welches im KaDeWe gibt? Irgendwann muss ich da mal vorbeischauen.

Als frühes Abendessen gibt es heute für Kazu und mich einen Eiercreme-Obstauflauf, der sich "Périgord" nennt. Das Rezept ist vom Pâtissier Takagi.


Uns beiden schmeckt der Auflauf sehr gut. Nur die Blaubeeren mag Kazu nicht.

Dienstag, der 14. April 2015

Heute backe ich wieder Pain de Gênes. Dieser Mandelkuchen scheint ein Klassiker zu sein, denn er taucht bei mir in vielen Bücher auf. Letzte Woche habe ich bereits das Rezept aus meiner Patisserie-Heftreihe "Cake&Dessert zusammen mit Pâtissiers herstellen"gebacken. Der Kuchen schmeckte wie ein etwas feinporiger Mandelbiskuit.


Und da ich neugierig bin, dachte ich, ich backe einfach mal die anderen Rezepte aus den anderen Büchern ebenfalls nach, um zu sehen, welche Unterschiede es gibt.^^

Ich backe das Pain de Gênes von Pâtissier Tsujiguchi:


Wesentlich feuchter, aber auch gut.

Abends gehen Kazu und ich in den Zirkus. Es ist ein Kindermitmachzirkus, bei dem Kazus Cousin auftritt. Die Kinder von E.s Grundschule bestreiten die Vorstellung. Ganz gut gemacht, nur geht die Vorstellung mit Pause bis fast 20:00 Uhr abends. Kazu ist nur noch am Gähnen. Und ich auch.

Mittwoch, der 15. April 2015

Heute backe ich das Pain de Gênes von Pâtissier Okuda. Für diesen Kuchen wird das Marzipan selber hergestellt. Doch genau das stört leider den Essgenuss. Mir ist er zu rauh auf der Zunge.


Das Wetter ist schön und wir verbringen den Nachmittag zum ersten Mal dieses Jahr auf dem Spielplatz neben dem Kindergarten.

Als wir zu Hause ankommen, steckt ein Zettel am Klingelschild. Der Opa war da und hat lange gewartet. Ups. In meinem Kalender steht nichts drin. Ob ich vergessen habe, den Termin einzutragen? Oder ob der Opa vergessen hat, mir Bescheid zu sagen, dass er heute kommt?
Zu dumm. Armer Opa.

Donnerstag, der 16. April 2015

Kindergarten, Judo.

Freitag, der 17. April 2015

Ein Pain de Gênes Rezept steht noch aus. Heute ist das Rezept von Pâtissier Aoki dran.


Das Rezept überzeugt auf ganzer Linie. Ich denke, ich werde euch Aokis Rezept vorstellen. :-)

Dann geht es weiter mit dem Buch von Pâtissier Tsujiguchi.
Die Tarte à la rhubarbe ist dran. Mürbeteig gefüllt mit Rhabarberkompott und Baiser, das mit Fruchtpulver bestreut ist. Köstlich, aber hier in Deutschland nichts besonderes.


Nun folgt Tsujiguchis Tarte aux abricots. Er gibt zur Mandelfüllung (crème d'amandes) noch stückige Bohnenpaste dazu. Die habe ich jedoch weggelassen und dadurch eine klassische Tarte herausbekommen. Kazu fand sie richtig lecker. Die Aprikosen hat er natürlich herausgepult. :-P


Zum Abendessen gibt es schließlich den Flammkuchen von Danii. Mmh, Kazu und ich lassen es uns schmecken und Kazu isst sogar den Porree mit. Ich staune. :-)


Samstag, der 18. April 2015

Ich habe noch jede Menge von Tsujiguchis Pâte sucrée da, ebenso wie Mandelfüllung. Die Mengen in seinem Buch sind nicht auf das Rezept abgestimmt. :-(

Und so backe ich noch Tartelettes und verbrauche die restliche Mandelcreme.


Jetzt sind die Dentelles au sésame et au yuzu nach Tsujiguchi an der Reihe.


Etwas fettig, aber köstlich mit der Yuzunote.

Zwischendurch widme ich mich einem Matcha-Hefeteig, der fertig geformt bis zum nächsten Morgen im Kühlschrank ruhen darf.


Bei den Matcha-Schnecken hatte ich nur ein Problem. Als Füllung kommt eine Zucker-Butter-schwarzer Sesam-Zimt-Mischung rein. Doch ich hatte meinen ganzen schwarzen Sesam für die Dentelles Masse verbraucht. Und da ich von der Dentelles Masse nur die Hälfte verbacken habe, nehme ich kurzerhand diese als Füllung. ^^;;
Mal sehen, wie das klappt. *g*

Ansonsten ist es ein üblicher ruhiger Samstag. Mit Kazu spielen, Mittagessen kochen, auf den Spielplatz.

Sonntag, der 19. April 2015

Die Schnecken sind schön aufgegangen und dürfen nun in den Ofen.


Es entstehen (wegen der Füllung natürlich nur fast) die Matcha-Hefeschnecken mit Sesam von Susanna (Blog Mehlstaub und Ofenduft).


Eine schöne Krume, die Schnecken schmecken richtig fein, nur die Füllung ist doch etwas wenig. Es sind eher Matchabrötchen geworden, die wir uns zum Frühstück schmecken lassen.
Und da sie uns gefallen haben, werde ich die Schnecken in Kürze noch einmal backen. Dann mit der richtigen Füllung. :-D

Zum Mittagessen gibt es heute Spaghetti mit Knoblauchsoße und Rindfleischstreifen.
Eigentlich wollte ich das Essen ja noch fotografieren, aber die Männer wollten nicht warten. Verstehen kann ich's. *g*
Vielleicht poste ich das Rezept einfach ohne Foto. Denn irgendwie festhalten muss ich es, da Kazu voller Begeisterung seine Spaghetti gegessen hat.^^

Anschließend teste ich das Yuzu Sorbet von Tsujiguchi, das bei mir ein Granité geworden ist.
Mmh, Yuzu finde ich toll.^^ Aber an das Yuzu Sorbet mit Rettich kommt dieses Eis nicht ran. Ich muss dringend Daikon kaufen. :-D


Als Sonntagskuchen gibt es bei uns mal wieder eine Opéra-Schnitte. Dieses Mal ist es die Opéra Marron von Pâtissier Saeki. Köstlich!


Hach, so liebe ich sie, wenn sie so leicht schmecken.^^
Da die Opéra mit Rum und Kaffee ist, bekommt Kazu seinen eigenen Kuchen.
Er darf eine eigene Tarte kreieren.
"Was soll denn auf die Tarte rauf?"
"Zimt-Zucker!" kommt die prompe Antwort.
Und so entsteht die "Tarte à Kazuo" :-D

Beerenkonfitüre, Schlagsahne und Zimtzucker auf die mit der Mandelcreme gebackene Tarte.^^


Fein gegessen, schön gespielt, Origami gebastelt und Kazu durfte wieder alleine auf den Spielplatz.
Ein schöner Sonntag.^^

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Rezepte, die ich noch posten möchte (aber wahrscheinlich muss ich eine Auswahl treffen, da es zu viele sind)
  • Sakurayama
  • Mont Blanc
  • Matcha Dacquoise
  • Himbeer Dacquoise
  • Apfel-Birnen Tartelettes
  • Ruche Abricot
  • Yeast Doughnuts
  • Pudding mit Vanillesoße und Schneeeiern
  • Pain de gênes
  • Palets aux raisins
  • Périgord
  • Opéra Marron

Sonntag, 19. April 2015

Mandelkuchen, glutenfrei



Dieser Mandelkuchen ist wunderbar saftig und ganz zufällig sogar glutenfrei. :-D
Geschmacklich erinnert er an einen Marzipankuchen.
Das Rezept ist aus meinem Buch "Douceurs à la pause-café" vom Pâtissier Hironobu Tsujiguchi.

Zutaten für eine Kastenform von 15 cm x 8 cm x 5 cm Höhe

75 g Butter
32 g Puderzucker
13 g Aprikosenpüree
37 g Eigelb
75 g Eiweiß
37 g Zucker für Eischnee
32 g gemahlene Mandeln
12 g Jôshinko (japanisches Reismehl)

Zubereitung

Form fetten.
Ofen auf 160°C O/U-Hitze vorheizen.

Butter mit Puderzucker cremig rühren.
Aprikosenpüree einrühren.
Eigelb nach und nach einrühren.
Eiweiß in einer fettfreien Schüssel zu festem Eischnee aufschlagen und dabei den Zucker nach und nach einrieseln lassen.
Eischnee unter die Buttermasse heben.
Mandeln mit Reismehl auf die Masse sieben und unterziehen.
Masse in die Form füllen.

Im vorgeizten Ofen bei 160°C O/U-Hitze etwa 20–25 min backen.

Nach Belieben mit Schokoladenglasur überziehen.


Samstag, 18. April 2015

Cake Doughnuts ケーキドーナツ


Die Cake Doughnuts sind das zweite Kapitel in meinem Buch "doughnuts 77" bzw "77 Rezepte für Doughnuts, die aus wirklich leckerem Teig hergestellt werden".
Sie sind weicher als die Old Fashioned Doughnuts.
Mein Fall waren sie nicht, denn sie zogen wesentlich mehr Fett, wie es mir schien.

Zutaten für 9 Donuts von 7 cm Außendurchmesser und 4 cm Innendurchmesser

90 g Mehl Type 405
60 g Mehl Type 550
4,5 g Backpulver (ca. 1 TL) (ich empfehle Weinsteinbackpulver)
90 g Flüssigkeit, die sich aus 1 Ei Gr. L und Milch zusammensetzt
60 g Zucker (ich verwende gemahlenen Rohrohrzucker)
18 g gesalzene Butter

Öl zum Fritieren


Ausgarnierungen

Vorbereitung

Aus Backpapier 9 Quadrate à 8 x 8 cm schneiden. Auf die Rückseiten einen Kreis mit 7 cm Durchmesser aufzeichnen.
Topf mit Fritieröl vorbereiten.
Butter zum Schmelzen bringen.

Spritzbeutel mit Lochtülle von 12 mm Durchmesser zurecht legen.

Zubereitung

Die Mehle und das Backpulver mischen und in eine Schüssel sieben.
In der Mitte eine Mulde formen.
Ei wiegen (ohne Schale)  und bis 90 g mit Milch auffüllen.

Zucker einrühren und geschmolzene Butter (kann noch warm sein) einrühren.
In die Mehlmulde gießen und von innen nach außen mit schneidenden Bewegungen (Schaber verwenden) alles vermengen.

Teig in den Spritzbeutel füllen und innerhalb des vorgezeichneten Kreises einen Ring spritzen.
Die Nahtstellen glätten. Der Ring sollte einen Außendurchmesser von 7 cm und einen Innendurchmesser von 4 cm haben.

Fritieröl auf 170°C erhitzen. Die Donuts mit dem Backpapier nach oben einlegen.
Nach etwa 30 sec wenden und weitere 90 sec ausbacken. Währenddessen das Papier vom Donut lösen und entfernen.

Wenden und die erste Seite noch einmal 30 sec backen.

Mit Küchentüchern entfetten und auf einem Gitter abkühlen lassen.

Die Doughnuts so lassen



oder mit Zimt-Zucker (Cinnamon sugar) bestreuen (2 g Zimtpuder auf 50 g Zucker)


oder mit einer Zitonenglasur (lemon glazed) versehen (auf 100 g Puderzucker 20 g Zitronensaft)


oder einer Erdbeermilchglasur (auf 100 g Puderzucker  20 g pürierte Erdbeeren und 10 g Sahne)



oder einer Matchaglasur und Azukibohnen


oder einer Kakaoglasur


oder einer Mokkaglasur und Kaffeepulver.


Ich habe auch noch Cake Doughnuts mit Kürbispüree, mit Kürbispulver, mit Reismehl, mit Vollkornmehl und gefüllte Donutsbällchen getestet.

Aber wie gesagt, frisch schmecken sie zwar noch, aber mir sind sie schlichtweg zu fettig.

Quelle: 佐藤ひろ子 (Satô Hiroko)、ほんとうにおいしい生地でつくるドーナツレシピ77、朝日新聞出版 2014

English Bread イギリスパン



Mit English Bread bezeichnet man in Japan ein Weißbrot, dass in einer Kastenform ohne Deckel gebacken wird und damit nicht wie ein Toastbrot oben flach, sondern gewölbt ist.

Das Brot ist wie in Japan üblich sehr flauschig. Ein wohlschmeckendes Weißbrot, aber, da bin ich ehrlich, kein Brot, dass einen in Verzückung geraten lässt. Ich habe es schon oft gebacken, weil es sich ohne viel Schnickschnack zubereiten lässt.

Zutaten für eine Kastenform von 20 cm Länge

300 g Mehl Type 550
4,5 g Trockenhefe
12 g Zucker
6 g Magermilchpulver (kann auch weggelassen werden)
204 g Wasser
12 g Margarine
6 g Salz

Zubereitung

Alle benötigten Zutaten abwiegen und bereit stellen. Die Zutaten sollten Zimmertemperatur haben.
Form fetten.

Mehl in eine Schüssel sieben, Hefe, Zucker und Milchpulver zugeben und gut miteinander vermengen.
Lauwarmes Wasser (ca. 38°C) hinzufügen. Mit den Knethaken eines Rührgeräts vermengen, bis der Teig glatt ist.
Weiche Margarine und Salz hinzufügen und alles aktiv verkneten.
Der Teig soll ganz geschmeidig werden und sich vom Schüsselrand lösen. 

Zur Kugel formen und abgedeckt ca. 60 min bei Zimmertemperatur gehen lassen, bis sich das Teigvolumen etwa verdoppelt hat.


Teig entgasen, erneut zur Kugel formen und noch einmal bei Zimmertemperatur etwa 30 min gehen lassen.

Teig entgasen und halbieren. Jede Teighälfte zur Kugel formen und 15 min abgedeckt ruhen lassen.
Teigkugel zu Kreisen von etwa 20 cm ausrollen und dabei entgasen.
Dann den Kreis von außen nach innen einschlagen und so wieder zur Kugel formen.
Die Kugeln mit der Naht nach unten in die Form setzen und etwas flach drücken.


Abdecken und erneut gehen lassen, bis der Teig den oberen Rand der Form erreicht hat.
Dauert etwa 40 min.

Im vorgeheizten Ofen bei 220°C O/U-Hitze ca. 30 min backen.


Quelle: はじめての焼きたてパン (Hajimete no yakitate pan) von Shizuko Honmi, 成美堂出版 2004