Kazuo
Dies ist ein Blog-Tagebuch über mich und meinen Sohn Tobias Kazuo und über alles, was wir so erleben. Da ich gerne backe, wird es natürlich auch das ein oder andere Rezept geben. Vor allem das "Backen wie in Japan" ist bei mir besonders angesagt. Allen Lesern viel Spaß!
Donnerstag, 23. Mai 2013
Aprikosengrütze mit Zimtsahne
Beim Einkaufen haben mich schöne reife Aprikosen angelacht und so nahm ich sie mit und bereitete mir vergangenen Dienstag dieses äußerst delikate Dessert zu.
Das Rezept stammt von der Spitzenköchin Doris-Katharina Hessler, die vor allem dafür bekannt war, dass sie ausnahmslos mit natürlichen Lebensmitteln arbeitete.
Mir hat das Gericht so gut geschmeckt, dass ich nicht mit Essen aufhören konnte. ^^
Zutaten für 4 Personen
1 kg vollreife Aprikosen
Saft von 1 Zitrone
4 cl Aprikosenlikör (ich hatte Apricot Brandy)
1/4 l Weißwein (ich hatte einen Chablis)
80 g - 100 g Fruchtzucker
6 Blatt weiße Gelatine
200 g Sahne
3/4 TL gemahlener Zimt
ca. 20 g Fruchtzucker
Zubereitung
Aprikosen halbieren (ich schäle sie auch) und entkernen.
Die halbe Menge davon in einen Topf geben.
Zitronensaft, Likör, Wein und Fruchtzucker dazugeben. Zusammen aufkochen lassen.
Die restlichen Aprikosen vierteln.
Gelatine in kaltem Wasser einweichen.
Die gekochten Früchte mit der Flüssigkeit zusammen pürieren.
Gelatine ausdrücken und in das heiße Aprikosenpüree einrühren, bis es sich auflöst.
Die Aprikosenviertel zugeben und untermengen.
Die Aprikosengrütze 2 - 3 Stunden kühl stellen.
Zimt und Fruchtzucker mischen.
Sahne steif schlagen und dabei den Zimtzucker nach und nach zugeben.
Die Grütze auf tiefen Tellern anrichten, mit Zimtsahne ausgarnieren und restliche Zimtsahne so dazu reichen.
Ich habe noch eine Kinderportion angerichtet.
Allerdings war der Geschmack dann doch nicht so kindgemäß. Mehr für mich. :-D
Quelle: Hessler, Doris-Katharina, Naturküche für Genießer, Menü Gourmet Reihe, Mosaik Verlag, München, 1992
Mittwoch, 22. Mai 2013
Nudeln mit Räucherlachs und Schinken
Da ich gerade am Pasta-Rezepte posten war, hier auch noch gleich das dritte Pastagericht, das es bei uns in letzter Zeit gab. Ich weiß, das Foto ist nicht das Beste, denn das Essen war ursprünglich nicht als Blogpost vorgesehen.
Das Rezept ist aus einem uralten Nudelbuch, das mittlerweile nicht mehr existiert. Ich habe dieses Gericht mal an einem Spieleabend serviert und da die Leute gerne das Rezept wollten, hatte ich es mal aufgeschrieben, so dass es bei mir als Word-Dokument existiert und ich nur noch "copy and paste" drücken muss.
Also dachte ich, nehme ich es einfach mal in mein Rezeptverzeichnis auf. :-P
Nudeln mit Räucherlachs
und Schinken
½ gehackte Zwiebel in 50 g Butter andünsten.
120 g roher Schinken in Streifen schneiden. Dazugeben.
Einige Minuten schmoren, umrühren, mit 100 ml Weißwein
ablöschen.
500 g Tomaten überbrühen, häuten, zerkleinern. Dazugeben.
Rühren, bis eine sämige Sauce entsteht. 10 min schmoren.
120 g Räucherlachs in Streifen schneiden. Dazugeben.
Umrühren.
Mit Pfeffer und etwas Salz
abschmecken.
120 ml Sahne einrühren.
500 g Linguini oder Bavette kochen.
Sauce dazu. Fertig.
Tagliatelle al Ragu
Tagliatelle al Ragu sind Tagliatelle mit Bologneser Sauce, eine weitere klassische Pastasauce aus meinem Pasta-Buch "Klassische Pastaküche".
Auch dieses Gericht habe ich zweimal gekocht, wobei es jedoch genau andersrum lief. Während uns der erste Versuch überzeugte (mir war die Pasta nur etwas zu fettig), war der zweite zwar auch gut, aber meine vorgenommenen Abänderungen führten doch ein wenig zu einer Geschmackseinbuße. Ich habe beim zweiten Mal zu wenig Öl und Butter genommen und zu viele Tomaten, was die Harmonie beeinträchtigte.
Zutaten
500 g Tagliatelle (alternativ Rigatoni, Fusilli corti oder Pappardelle)
3 EL Olivenöl
30 g Butter
2 EL fein gewürfelte Zwiebeln (ich habe an die 50 g genommen)
2 EL fein gewürfelte Karotten (ich habe eine Handvoll genommen)
2 EL fein gewürfelter Stangensellerie (habe ich weggelassen)
350 g nicht zu fein gehacktes mageres Rindfleisch
Salz
250 ml trockener Weißwein
120 ml Vollmilch
1/8 TL frisch geriebene Muskatnuss
500 g geschälte Dosentomaten mit Saft
25 g Butter
60 g frisch geriebener Parmesan (habe ich weggelassen)
Zubereitung
Öl und 30 g Butter in einem Topf mit schweren Boden erhitzen.
Zwiebelwürfel zugeben und goldbraun dünsten.
Karotten- und Selleriewürfel zugeben und zusammen ca. 5 min dünsten.
Hackfleisch zugeben und unter Rühren anbraten.
Leicht salzen.
Wein zugeben. Unter ständigem Rühren vollständig einkochen lassen.
Geriebene Muskatnuss zugeben.
Milch zugeben. Unter ständigem Rühren fast vollständig einkochen lassen.
Dosentomaten zugeben. Aufkochen lassen.
Die Sauce im offenen Topf bei kleinster Hitze mindestens 3 h (laut Buch) köcheln lassen.
Hin und wieder umrühren.
Anm. Ich fand 2 Stunden ausreichend.
4 l Wasser zum Kochen bringen. 1 EL Salz (weniger geht natürlich auch) einrühren und Nudeln hinzufügen.
Rühren bis alle Nudeln im Wasser sind. Gar kochen lassen.
Abgetropfte Nudeln (nicht abschrecken!) mit der heißen Soße vermengen.
Restliche Butter und Käse untermengen, nochmals abschmecken und sofort servieren.
| Versuch 1 vom 13.03.2013 |
| Versuch 2 vom 20.05.2013 |
Pasta Primavera
Nach langer Pasta-Pause gab es bei mir vor zwei Wochen wieder ein Pastagericht.
Primavera, eine Rahmsoße mit Frühlingsgemüse. Das Rezept dazu ist aus meinem Pasta-Buch "Klassische Pastaküche".
Ich hatte das Rezept schon einmal getestet gehabt und zwar am 8. März. Ich hielt mich möglichst ans Rezept und habe lediglich die Buttermenge etwas reduziert.
Fein gewürfeltes Gemüse weich dünsten, Sahne zugießen, auf die Hälfte einkochen lassen, mit Pasta vermengen, fertig.
Vielleicht habe ich alles zu lange einkochen lassen, jedenfalls ließ das Ergebnis zu wünschen übrig.
Viel zu weiches Gemüse, schmierige und sehr fettige Sahne. Das Essen schmeckte mir gar nicht.
Am nächsten Tag habe ich die Soße etwas verdünnt und frisches Gemüse dazugegeben.
Etwas ansehnlicher, etwas besser, aber trotzdem nicht mein Fall. Mein Mann hat sich der Pasta erbarmt.
Wie schon bei den Ananaskrapfen dachte ich, Rezept nicht mein Fall, abgehakt. Doch auch dieses Mal wollte ich nicht so einfach aufgeben und so wagte ich einen zweiten Versuch.
Viel Gemüse, kurze Garzeiten, kein langes Einkochen der verringerten Sahnemenge. Und siehe da.
Nun wurde die Pasta so, wie ich sie mag.
Da habe ich mich sehr gefreut, denn manchmal wird auch der zweite Versuch nichts. :-P
Klassisch werden zur Primavera Soße laut Buch Fettuccine gereicht. Da ich jedoch gerade Spaghetti da hatte, habe ich diese genommen.
Zutatenmengen und Dünstzeiten sind von mir geändert worden.
Zutaten
400 - 500 g Fettuccine (alternativ Tagliatelle)
150 g grüne Spargelspitzen
30 - 40 g Butter
4 EL fein gewürfelte Zwiebeln
4 EL fein gewürfelteStangensellerie (habe ich weggelassen)
100 g fein gewürfelte Karotten
100 g fein gewürfelte Zucchini
1/2 fein gewürfelte rote Paprikaschote
Salz
schwarzer Pfeffer
200 ml Sahne (ich hatte so 100 ml)
30 g frisch geriebener Parmesan (habe ich weggelassen)
2 EL fein geschnittene, glattblättrige Petersilie (habe ich weggelassen)
Zubereitung
Grünen Spargel bissfest kochen.
In einer großen Sauteuse die Butter bei mittlerer Hitze schmelzen.
Zwiebeln goldbraun andünsten.
Sellerie- und Karottenwürfel zugeben und zusammen weitere 5 min dünsten.
Zucchini- und Paprikawürfel zugeben und bissfest dünsten.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Spargelstücke zugeben.
Sahne zugießen und etwas einkochen lassen.
Nochmals abschmecken.
4 l Wasser zum Kochen bringen. 1 EL Salz (weniger geht natürlich auch) einrühren und Nudeln hinzufügen.
Rühren bis alle Nudeln im Wasser sind. Gar kochen lassen.
Abgetropfte Nudeln (nicht abschrecken!) mit der heißen Soße vermengen.
Parmesan und Petersilie untermischen.
Sofort servieren.
Montag, 20. Mai 2013
Erdbeersauce
Da diese Sauce laut dem Patisserie-Buch von Herrn Matheis als Beilage zu den Ananaskrapfen serviert wird, stelle ich sie euch natürlich auch vor, auch wenn sie mit "E" anfängt. Die meisten werden es ja mitbekommen haben, dass ich mich durch das Buch alphabetisch durcharbeite.
Zutaten für 4 - 5 Portionen
200 g vollreife Erdbeeren
45 g Zucker
40 ml Wasser
Schale von 1/2 Orange
2 cl Grand Marnier
Zubereitung
Orangenschale (ohne das Weiße) in Streifen schneiden.
Wasser und Zucker in einen Topf geben und die Schale reinlegen.
Alles zusammen zum Kochen bringen, etwas einreduzieren lassen und dann die Flüssigkeit durch ein Sieb in ein Gefäß gießen.
Die Schale wird nicht mehr gebraucht.
Die Flüssigkeit erkalten lassen.
Erdbeeren waschen, zupfen und pürieren.
Erkalteten Sud und den Grand Marnier zugeben und einrühren.
Thema: Die Welt der Patisserie
Ananassauce
Sie zählt zu den Fruchtsaucen und wird als solche als Beilage zu Süßspeisen serviert.
Zutaten für 4 - 5 Portionen
1 halbe Ananas (groß)
50 g Zucker
Mark von 1/2 Vanilleschote
125 ml Wasser
2 cl weißer Rum
Zubereitung
3/4 des Fruchtfleisches der Ananas pürieren, 1/4 in kleine Würfel schneiden.
Zucker, Mark der halben Vanilleschote und Wasser verrühren und langsam zu Kochen bringen, so dass der Zucker schmilzt.
Zum starken Faden kochen, also bis 107° - 108°C.
Ananaspüree und -würfel dazugeben, gut vermengen und alles noch einmal aufkochen lassen.
Zuletzt den Rum einrühren, wenn man keine Probleme mit Alkohol hat, ansonsten gibt man ihn mit der Ananas dazu und lässt den Alkohol verdunsten.
Man kann den Rum auch einfach weglassen.
Anm.: Natürlich kann man eine Ananas-Fruchtsauce auch einfach dadurch herstellen, dass man das Ananasfruchtfleisch püriert und passiert.
Die Ananassauce lässt sich gut einfrieren und ist auch schnell wieder aufgetaut.
Einen Überblick über die bisher vorgestellten Rezepte aus dem Buch findet ihr HIER.
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