Montag, 5. November 2012

Gomoku Châhan 五目チャーハン



Châhan ist chinesisch, wird 炒飯 geschrieben und bedeutet gebratener Reis. Es ist ein Überbegriff für alle gebratenen Reisgerichte.
Jedoch meint man, wenn man von Châhan spricht, in der Regel dieses Gericht, das sich korrekt im Japanischen Gomoku Châhan nennt.

Alle Zutaten werden ganz klein geschnitten. Der Reis darf nicht pappen, sondern sollte locker sein. Da sich dadurch Châhan schwer mit den Stäbchen essen lässt, wird er meist mit einem chinesischen Löffel (Renge) oder einem normalen Löffel gegessen.

Zutaten für 4 Personen

300 g Reis (Rohgewicht)
2 Eier
1/4 TL Salz
70 g Wurst (ich hatte gekochten Schweinerücken (Wurst) von Naturland)
2 große getrocknete Shiitake Pilze
50 g Bambusschößlinge
1 dünne Stange Porree
3 EL Tiefkühlerbsen
2 EL Öl
1/2 TL Salz
etwas Pfeffer
1/2 EL Sojasoße

Vorbereitung

Shiitake-Pilze waschen und einige Stunden oder über Nacht einweichen.
Wenn man den starken Geschmack von Bambusschößlingen nicht mag, kann man diese ein paar Minuten kochen.

Zubereitung

Den Reis wie gewohnt kochen.
Von den Shiitake-Pilzen den Stiel entfernen, die Hüte in feine Streifen schneiden und die Streifen wiederum in feine Stücke schneiden. Zielmaß: 5 mm große Stücke.
Die Wurst in 5 mm große Stückchen (Quadrate/ Quader) schneiden.
Die Bambusschößlinge in feine Streifen schneiden und die Streifen wiederum in feine Stücke schneiden. Zielmaß: 5 mm große Stücke.
Den Porree fein hacken.
Die Erbsen gar kochen.
Die Eier mit 1/4 TL Salz verquirlen.
1 EL Öl im Wok erhitzen und die Eier darin unter großen Rührbewegungen zu halbfestem Rührei stocken lassen. Herausnehmen.


Alle Zutaten bereitstellen, denn jetzt geht es schnell.

1 EL Öl im Wok erhitzen, die Pilze und Bambusschößlinge bei starker Hitze darin anbraten.
Mit 1/4 TL Salz würzen. Wurst und Porree hinzufügen und mitdünsten.

Den warmen Reis hinzufügen und alles bei mittlerer Hitze vermischen. Dabei die Reiskörner nicht zerdrücken.
Wenn der Reis locker geworden ist, das Ei hinzufügen.


Anm. Ich habe noch keinen Wok, der Induktionsherd geeignet ist.

Das Ei unterrühren und dabei das Ei zerkleinern.
Die Erbsen untermischen.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken und die Sojasoße vom Rand des Woks her zufügen (so verteilt sich die Sojasoße besser).
Alles nochmals kurz bei Hitze vermengen (die Sojasoße entfaltet ihr Aroma).

Den Reis auf einer tiefen Platte anrichten.
Zu Châhan passen eine Suppe und z.B. ein leichtes Tôfugericht.


Thema: Japanische Reisgerichte

Edit: Hier mal alternativ mit Krabben (und Ei, Wurst, Erbsen und Porree + 2 TL Sake):


Wochenrückblick: Start in den November

Oh je, schon wieder ist eine Woche rum. Ich hoffe, dass ich nun die Trägeritis besiegt habe.
Das unangenehme Ziehen unter der rechten Brust ist jedenfalls verschwunden und ich hoffe, dass ich nicht so schnell wieder so etwas erleben muss. Nun, am besten gar nicht mehr.

Montag, der 29. Oktober 2012

Alltag. Sojamilch hergestellt.

Dienstag, der 30. Oktober 2012

Diese Woche kam der Opa schon heute, weil er Donnerstag keine Zeit hatte.
Ich habe mit dem Okara, das bei der Sojamilch-Herstellung entsteht, Okara-Kuchen gebacken.
Das erste Mal mit frischem Okara. Der Kuchen ist wirklich so schön saftig und lecker, auch wenn mein erster Versuch mit dem frischen Okara nicht 100%ig gelungen ist. Ich hatte den Okara zu stark getrocknet, so dass er etwas zu krümelig wurde.

Mittwoch, der 31. Oktober 2012, Reformationstag

Direkt vom Kindergarten fahren Kazu und ich zum Gesundbrunnen-Center, wo ich bei "dm" einige Sachen einkaufen möchte. Genau vor dem Laden ist der Kinder-Bereich mit jeder Menge an Fahrzeugen, in die sich die Kinder setzen können und die anfangen, sich zu bewegen, wenn man einen Euro reinsteckt. 1 Euro finde ich ja viel zu teuer ...
Zum Glück hat Kazu auch so viel Spaß und hüpft von einem Fahrzeug ins nächste.


Nachdem er sich ein wenig ausgetobt hat, können wir einkaufen gehen und Kazu hat Freude daran, meinen Einkaufskorb zu beladen. "Mama, das habe ich reingetan." "Aber das brauchen wir nicht." (eine Teepackung).
Die Kinder-Zahnpasta und Zahnbürste dürfen im Korb bleiben. :-D
In der Alnatura-Abteilung wird der Korb auch ganz schnell voll. Kazu legt einen Beutel nach dem anderen rein. "Aber Tobi, Cornflakes haben wir zu Hause." Bei manchen Sachen bringt er mich ganz schön in Versuchung. Ich muss mich selbst ermahnen. So viel kann ich nicht tragen. Aber schließlich dürfen die Crunchies im Korb bleiben, doch der Puffreis muss wieder raus.
Zugegeben. Wenn ich mit meinem Sohn einkaufen bin, kaufe ich meist mehr ein als geplant. Aber dafür bringt es uns beiden viel Spaß.

Da heute Abend Josi aus Japan zurückkommt und ich zur Begrüßung zum Flughafen wollte, habe ich meinen Mann gebeten, früher nach Hause zu kommen.
Und er schafft es tatsächlich, trotz der vielen Arbeit, rechtzeitig nach Hause, so dass ich pünktlich losgehen kann.
Bis zur  Bushaltestelle des Flughafenbusses verläuft die Fahrt reibungslos. Doch wo bleibt der Bus? Ich war rechtzeitig da. Egal, denke ich, laut Fahrplan kommen die Busse alle 10 min.
Es ist kalt draußen. Ich bin müde (liege normalerweise um diese Uhrzeit ja schon im Bett) und friere.
Kein Bus. An der Haltestelle wird es immer voller. Nach 23 min immer noch kein Bus. Jetzt wird es kritisch. Josis Flieger müsste mittlerweile schon gelandet sein und Josi steht bestimmt gerade am Band und wartet auf den Koffer. Der Bus braucht etwa 6 min bis zum Flughafen. Noch könnte ich es vielleicht schaffen. Ich schicke ihr sicherheitshalber eine SMS und gebe Bescheid.
Die ersten nehmen sich bereits ein Taxi.
Dann nach 35 min frieren in der Kälte (ich hatte gerade überlegt, ob ich nicht wieder nach Hause fahre), kommt der Bus. Ich bekomme einen Sitzplatz und atme gerade auf, als mein Handy klingelt. Es ist Josi, die mir Bescheid gibt, dass sie nun im Auto auf dem Heimweg sind. :-((
Tja, dumm gelaufen. Es ist aber wirklich spät geworden. Ich kann es ihr nicht verübeln.
Nächstes Mal sollte ich wohl besser eine andere Strecke nehmen oder mehr Zeit einplanen.

Da der Bus am Flughafen umdreht und die Strecke wieder zurückfährt, beschließe ich, im warmen Bus sitzen zu bleiben.
Am Flughafen steht eine riesige Menschenmenge, die alle auf den Bus warten und einsteigen wollen.
Doch so viele Menschen fasst der Bus nicht. Die Türen können sich nicht mehr schließen. Der Busfahrer macht den Motor aus. :-((
Manno, ich will nach Hause. Ich will ins Bett. Heul.
Endlich steigen ein paar Leute wieder aus und der Bus kann losfahren.
An meiner Haltestelle gelingt es mir, mit einer Turnübung, den Bus zu verlassen.
Natürlich ist auch die S-Bahn gerade weg und ich darf wieder eine Runde in der Kälte stehen und warten.
Dann nochmals 13 min Fußweg durch die Kälte nach Hause. Oh Mann, was für ein Abend.
Aber wenigstens ist Josi sicher in Berlin angekommen und musste keine Odyssee durchmachen wie wir damals 2010.
Herzlich willkommen zurück, liebe Josi.

Donnerstag, der 1. November 2012

Heute ist etwas ganz Besonderes passiert. Kazu planscht in der Badewanne, als er mich ruft und stolz verlauten lässt: "Mama, ich wasche mir die Haare."
Er hat sich tatsächlich die Haare etwas nass gemacht.
Haare waschen ist jedesmal ein Krampf, denn er mag es überhaupt nicht. Darum war ich so erstaunt.
"Zum Haare waschen gehört aber auch Schaum." sage ich zu ihm und gebe ihm etwas Shampoo auf die Handfläche. Und siehe da, er wäscht sich tatsächlich den Kopf. Unglaublich. Es ist so unglaublich, dass ich gleich losgerannt bin, um die Kamera zu holen. Dieses Ereignis muss einfach festgehalten werden.


Mal sehen, ob es diese Woche genauso gut geht.

Freitag, der 2. November 2012

Heute gehen wir nach dem Kindergarten zur Kinderkirche. Vor Ort erfahre ich, dass die Veranstaltung dieses Mal gesplittet ist. So findet in der Kirche ein Laternen-Basteln statt und in derKüche des Gemeindehauses ein Martinshörnchen-Backen.
Na, Kazu, was willst du machen? Und ratet mal, für was er sich entschieden hat? *g*

Klar. Fürs Backen. :-D
Alle anderen Kinder (etwa 15 an der Zahl) sind in der Kirche am Basteln. Kazu ist der einzige, der sich fürs Backen entschieden hat.
Die eine Frau, die mit ihm bäckt, geht richtig gut mit ihm um, und Kazu fasst gleich Vertrauen zu ihr.
Ich genieße es, einfach mal nur zuzusehen, wie Kazu sich anstellt. Und er stellt sich gut an. Man merkt, dass er schon Erfahrung hat. Hehe.
Mir juckt es ja auch in den Fingern, aber ich halte mich tapfer zurück. :-P

Es wird spät. Zeit, um nach Hause zu gehen. Doch Kazu will noch einmal in die Kirche, wo die anderen Kinder noch am Basteln sind. Da ich ihm das nicht gestatte (es ist einfach schon zu spät), gestaltet sich der Heimweg schwierig. Und zu Hause geht das Geschrei so richtig los.
Grenzen setzen. Konsequent bleiben. Nerven bewahren. Gar nicht so einfach. Weder für Kazu noch für mich.
Aber das gehört nun mal dazu und irgendwann ist das Geschrei ja auch vorbei und wenn dann der kleine Mann ankommt und sagt "Entschuldigung, Mami, ich wollte nicht so schreien." kann man kaum noch böse sein.^^

Samstag, der 3. November 2012

Heute habe ich unerwartet einen freien Tag, den ich zum Backen nutze.
Mein Mann ist mit Kazu zu seiner Schwester gefahren, um dort bei Reparaturarbeiten zu helfen.





Die Plätzchen hatte ich ja bereits schon vorgestellt.
Außer den Plätzchen backe ich einen Okara-Kuchen (habe wieder Sojamilch gemacht), doch da der für Josi gedacht ist, versuche ich eine vegane Version. Dieses mal trockne ich den Okara nicht und gebe reichlich davon in den Kuchen. Tja, das wurde dem Kuchen zum Verhängnis. Er wurde viel zu feucht. Auch wenn er schön nach Okara schmeckt.


Sonntag, der 4. November 2012

Heute früh stelle ich die Spitzbuben fertig.


Dann dürfen die Plätzchen ein Weilchen anziehen und trocknen und ich mache mich daran, alles zu verpacken.

Zum Mittagessen gibt es Châhan (Bratenreis) nach einem japanischen Rezept.


Schließlich habe ich ja noch mein Projekt am Laufen, bei dem ich euch die verschiedenen Grundrezepte japanischer Reisgerichte (Japanische Reisgerichte) vorstellen will.

Nach dem Essen mache ich mich auf den Weg. Ich bin nachmittags mit Miri und Josi im Café Vux verabredet.
Wir statten dem Café zum ersten Mal einen Besuch ab und sind gespannt.

Alle Speisen und Getränke dort sind vegan. Es gibt eine große Auswahl an Torten und Kuchen, aber keiner davon spricht mich an und brasilianisch sieht nichts davon aus.
Die Torten und Kuchen sind allesamt riesengroß mit einer dicken Schicht Sahne-Imitat drauf.
Miri und Josi sind mutig und bestellen sich jeder ein Stück.
Josi bestellt sich noch eine Suppe (Linsen), die mit Brot serviert wird. Dazu eine hausgemachte heiße Zitronengraslimonade.
Ich bestelle mir einen Smoothie bestehend aus Graviola und Caju.
Dabei handelt es sich um brasilianische Früchte. Kannte ich noch nicht und musste ich daher probieren. :-D

Der Smoothie schmeckt sehr gut.
Josis Suppe dagegen schmeckt gar nicht. Die Linsen sind zu kernig und das Brot ist total versalzen.
Ihre Limonade ist so süß und eher ein Sirup, der einem gleich die Zähne rauszieht. Den Zitronengrasgeschmack sucht man vergeblich.
Miris Matetee scheint okay. Der Schokoboden ist annehmbar, die vegane Sahne schmeckt, als ob noch ordentlich Kokosfett drin ist. Insgesamt sehr mächtig, essbar, aber keine wirkliche Gaumenfreude.
Die Zeit vergeht und wir wundern uns, wo Josis Kuchen bleibt. Währenddessen schauen wir uns um.
Weiße nackte Wände lassen den Raum kalt wirken. Auf uns wirkt er ungemütlich. Außerdem ist es sehr laut, so dass man sich kaum versteht.
Wir suchen das Brasilianische des Ladens. Aber außer den angebotenen Smoothies und vielleicht noch dem Matetee, finden wir nicht wirklich was, bzw findet Miri nichts. Sie hat einige Zeit in Brasilien gelebt und daher mehr Ahnung als Josi und ich.

Ein Kellner kommt vorbei und Josi fragt nach ihrem Kuchen.
Wieder vergeht eine Weile und es kommt nichts. Josi spricht eine Frau an, die anscheinend etwas in dem Laden zu sagen hat. Der Kuchen ist aus. Ob sie sich ein anderes Stück aussuchen mag?
Endlich kommt das Ersatzstück und wir probieren. Sie schmeckt nicht viel anders als Miris Torte. Die Aromen sind nur leicht anders.

Wir sind uns einig. Hierher kommen wir nicht noch einmal.
Laut, ungemütlich, Essen schmeckt nicht.

Wir beschließen zu gehen. Ich spreche die Frau auf das Problem mit dem Kuchen an. Ob es da nicht einen Rabatt, eine Entschädigung oder so gäbe. Daraufhin werde ich patzig angemacht und sie sagt mir, das würde sie mit Josi selbst besprechen.
Ganz schön zickig ist die Dame geworden. Egal, wir kommen eh nicht wieder her. Ein Euro Nachlass gab es zumindest für Josi.

Auch wenn das Café eine Niete war, so haben wir doch eine schöne Zeit zu dritt verbracht und ich freue mich schon, beide zusammen spätestens am 25.11. wiederzusehen.

Sonntag, 4. November 2012

Sieferts Spitzbuben


Weiter geht es in der Weihnachtsbäckerei mit den Spitzbuben. Und juchhe! Ich kenne diese Plätzchen und habe früher auch schon welche gebacken. Natürlich nach einem anderen Rezept, das jedoch sehr ähnlich ist.

Dieses Rezept habe ich für euch im Netz HIER (pdf-Datei!) gefunden.
Ansonsten findet ihr es im Buch "Weihnachtsbäckerei, Meine Backrezepte für die Weihnachtszeit" von Bernd Siefert vom Tre Torri Verlag.

Optisch richtige Hingucker mit ihrer schönen roten Füllung. Ich habe Sauerkirsch-Pflaumenkonfitüre verwendet. Reine Sauerkirschkonfitüre wäre aber sicherlich noch besser gewesen, denn die Plätzchen vertragen einen säuerliche Füllung.

Ich habe 1/4 des Rezepts gebacken und 16 Stück herausbekommen.
Verwendet habe ich einen Ausstecher mit einem Durchmesser von etwa 3,8 cm. Das Loch habe ich mit einer 13er Lochtülle ausgestochen.
Wie das Foto zeigt, hat die Viertelmenge genau auf ein Blech gepasst.
Beim Ausstechen muss man desöfteren die Ausrollfläche mehlen, da die Plätzchen schnell dazu neigen, festzukleben.


Geschmacklich sind sie gut (Mürbeteig harmoniert einfach gut mit Konfitüre), aber nicht herausragend. Ich werde daher bei meinem bisher verwendeten Rezept bleiben. Das findet ihr HIER.


Samstag, 3. November 2012

Sieferts Heidesand

Zweimal habe ich dieses Rezept für Heidesand, ...

Das Rezept steht im Buch "Weihnachtsbäckerei, Meine Backrezepte für die Weihnachtszeit" von Bernd Siefert vom Tre Torri Verlag.
Ihr könnt es aber auch im Internet HIER finden.

... nun versucht. Die Zutatenliste entspricht fast genau dem klassischen Heidesand-Rezept, so wie ich es kenne und nach dem ich auch schon mehrmals erfiolgreich gebacken habe.

Doch irgendwie war der Wurm drin. Denn beim erstem Versuch liefen die Plätzchen ganz breit, beim zweiten wenigstens nicht mehr ganz so extrem.
Geschmacklich würde ich sie eher Butter-Plätzchen taufen. Die Konsistenz ist von Heidesand weit entfernt.
Sie sind knusprig dünn und zerfallen sofort im Mund. Na ja, in dem Punkt ähneln sie schon dem Heidesand.
Ich habe mal paar umgedreht, damit ihr seht, wie sie von hinten aussehen.
Auch optisch also von Heidesand meilenweit entfernt. T_T


Fehlersuche:

Fehler: Gebäck aus Mürbteig ist breit gelaufen.

Mögliche Ursache:
  • Ein zu hoher Fettanteil verhindert eine ausreichend stabile Gerüstbildung.
  • Die Fett-Zuckermasse wurde zu schaumig gerührt, so dass die eingefangenen Gase sich beim Backen zu stark ausdehnen.
  • Der Zucker war zu grob, so dass er nicht vollständig gelöst war. Beim Backen schmelzen diese Zuckerkristalle und drücken infolge ihres hohen spezifischen Gewichts die übrigen weichen Bestandteile zur Seite.
  • Der Ofen war zu feucht, so dass die Gebäckoberfläche zu lange feucht bleibt, die Form also nicht schnell genug fest wird.
Tja, wer weiß, was es bei mir war. Vielleicht 75% Punkt 2, 20% Punkt 1 und 5% Punkt 3?

Auf jeden Fall werde ich demnächst mal mein bisheriges Heidesand-Rezept wieder auskramen und danach Plätzchen backen. Ich bin gespannt, wie es wird.

Sieferts Muskaziner



Das nächste Rezept im Buch sind die Muskaziner. Von ihnen habe ich bisher noch nicht gehört und so bin ich sehr neugierig.
Da es im Buch kein Foto zu diesem Rezept gibt, habe ich im Internet nach Muskaziner gegoogelt und wurde glücklicherweise fündig. Vom Aussehen her schlichte Eigelbmakronen, die als Gewürze Macis und Muskatnuss enthalten.

Die Konsistenz ist fest, aber nicht hart, und man musste zumindest bei meinen schon kräftig kauen. Beim Kauen enfaltet sich dann der feine Muskat-Geschmack.
Ich denke, dass meine Masse etwas (?) zu fest geworden ist, denn im Rezept steht, man solle die Masse mit einem Spritzbeutel aufdressieren. Ich konnte meine Masse mit den Händen zu Kugeln formen und auf die Oblaten setzen und andrücken.

Geschmacklich sehr apart. (Ich würde noch Zitronenschale mit rangeben.)
Trotzdem würde ich persönlich eher nach einem anderen Plätzchen greifen.


Das Rezept hierfür gibt es im Buch "Weihnachtsbäckerei, Meine Backrezepte für die Weihnachtszeit" von Bernd Siefert vom Tre Torri Verlag.

Sieferts Hägemakronen mit Rosenwasser


Angeblich ein deutscher Klassiker, aber ich fand so gut wie keine Informationen über dieses Gebäck. Auch ein Bild fehlte. Und so hatte ich meine Schwierigkeiten bei der Umsetzung des Rezepts.
Rosenwasser und Hagebuttenkonfitüre habe ich bekommen, aber bei den kandierten Rosen musste ich dann passen. Stattdessen habe ich die Makronen mit einem Tupfen Hagebuttenkonfitüre versehen.
Ich denke, das isst sich bestimmt angenehmer als mit kandierten Rosen. *g*

Für das Rezept habe ich zwei Anläufe gebraucht.
Beim ersten Mal habe ich das Rezept geviertelt und mit 25 g Eiweiß gearbeitet. Ich habe die Makronenmasse auf die Oblaten gesetzt und die Makronen dann ca. 12 h trocknen lassen.
Dann ausgarniert und gebacken. Sie sind etwas breit gelaufen, haben aber sehr gut geschmeckt (bzw. schmecken immer noch sehr gut^^), so dass ich einen zweiten Versuch gestartet habe.
Dieses Mal mit 50 g Eiweiß und etwas mehr Zitronensaft, da ich fand, dass ein wenig mehr Säure nicht schaden könnte.
Beim zweiten Mal habe ich die Makronenmasse in der Schüssel über Nacht stehen lassen, wie es im Buch als Tipp steht, und erst dann auf die Oblaten gesetzt. Ausgarniert und gleich gebacken (statt 15 min 18 min).
Die Makronen behielten ihre Form besser bei und wurden sehr saftig.

Links: 2. Testlauf, rechts: 1. Testlauf
Fazit: Diese Plätzchen sind wirklich saftig, aromatisch und etwas ganz besonderes und ich kann jedem nur raten, sie mal auszuprobieren.

Ach ja, ich habe Oblaten von 4 cm Durchmesser benutzt. Pro Oblate kann man ca. 10 g Makronenmasse rechnen. Bei der halben Rezeptmenge habe ich 35 Stück herausbekommen.

Das Rezept hierfür gibt es im Buch "Weihnachtsbäckerei, Meine Backrezepte für die Weihnachtszeit" von Bernd Siefert vom Tre Torri Verlag.


Getestet: Filoteig und Windbeutel

Filoteig-Schokoladensandwich und Windbeutel-Karamellpyramide heißen zwei Rezepte aus dem Törtchenbuch, die ich noch nicht getestet hatte. Da mein Bruder letzten Sonntag Geburtstag hatte, dachte ich, dass das eine gute Gelegenheit wäre, sich diese vorzunehmen.

Filoteig-Schokoladensandwich

Ich hatte einige Mühe Filoteig aufzutreiben und wurde dann in einem türkischen Supermarkt fündig. Jedenfalls stand da Filoteig/ Yufka-Teig auf der Verpackung.
Doch die dünnen Teigblätter sind wirklich hauchdünn. Wenn ich mir die Dicke der Blätter anschaue, die man im Buch auf dem Foto sieht, sind diese bestimmt 5x so dick.

Ich habe ein paar Probeläufe mit dem Teig gemacht, und jedes Mal die Zubereitung variiert, und ansatzweise hat es auch hingehauen, aber so wirklich zufrieden war ich nicht und auch der gekaufte Filoteig an sich, hat mir gar nicht geschmeckt.

Die dazugehörige Schokocreme war sehr massiv und konnte mich ebenfalls nicht überzeugen. Nach so vielen Schokocremes in der letzten Zeit wird man schon ein wenig wählerisch. :-P

Kurzum, mich konnte das Rezept nicht überzeugen. Ich habe es ausprobiert, kann es nun abhaken und gut ist.

Windbeutel-Karamellpyramide

Die Schokoladenmousse fand ich okay, nicht umwerfend, aber okay.
Die Windbeutel waren auch gut und ich habe auch einige gerne so (also ungefüllt) genascht, aber wenn ich wieder Windbeutel backe, bleibe ich doch lieber bei meinem bisherigen Rezept.

Da mir weder die Windbeutel noch die Mousse 100%ig zusagten, habe ich auf das Zusammensetzen mit dem Karamell verzichtet. Vor allem auch, weil mir die Menge des Karamells viel zu viel vorkam.

Auch dieses Rezept konnte mich daher nicht überzeugen. Ausprobiert und abgehakt.

Wenn mir nach so etwas ist, habe ich ein anderes bewährtes Rezept parat. Und zwar das für eine Croquembuche-Profiteroles-Pyramide.
Mal sehen, vielleicht komme ich dieses Jahr noch dazu, eine zu backen.^^