Samstag, 24. September 2011

Blicke, die einen durchbohren

Mittwoch, den 21. September 2011

Der Tag verlief recht ruhig. Ich wirbelte mal wieder im Haushalt, der die letzten Tage etwas vernachlässigt wurde und ... nanu ... ich glaube, ich habe tatsächlich an diesem Tag nichts gebacken.
Als Vesper hatte ich den Männern die Brösel Brötchen mitgegeben und morgens hatte ich Reis gekocht fürs Obentô, mein Mittag und auch fürs Abendbrot.
Ts, ts, ts.
Nun gut, ich darf auch mal "faul" sein. :-P

Gegen Mittag kam der Postbote und brachte mir einen ganz fetten Brief von Kathleen mit vielen tollen Sachen drin. Neben einem lieben Brief gab es "Gute Laune Drops", "Easy Going Gum", eine Trost-Schokolade und ganz wichtig: ein Schwäbisch-Deutsches Wörterbuch. ^^
Einen Drop musste ich sofort naschen. Hmm, lecker.
An dieser Stelle auch mal ganz herzlichen Dank dafür, liebe Kathleen. Ich habe mich riesig darüber gefreut und das Timing hätte nicht besser sein können. Wie du gleich lesen wirst.

Kazu habe ich mit dem Laufrad abgeholt, nachdem ich es ja schon zwei Tage nicht dabei hatte.
Es war die Katastrophe.
Schon das Abholen verlief äußerst merkwürdig. Als sein Blick auf mich fiel, gab es überhaupt keine Reaktion. Er war richtig komisch drauf.
Auch wollte er wieder mal nicht seine Schuhe anziehen, seine Jacke nicht anziehen, seinen Helm nicht aufsetzen, etc.
Uff.
Draussen zischte er dann gleich los. Er findet es total toll, gegen einen Pfeiler oder so zu fahren. o_O
Vor dem Kindergarten ist praktischerweise gleich die Bushaltestelle. Kazu düste mit seinem Rad volle Kanne auf diese Busstange (keine Ahnung, wie das heißt) zu, die natürlich direkt an der Straße ist.
Mein Puls schoss in die Höhe. Gekonnt bremste er vor der Straße ab ...
Eine ältere Radfahrerin, die gerade vorbei kam, meinte zu mir: "Haben Sie denn keine Angst, dass er mal nicht bremst? Sie können ihn doch nicht so fahren lassen!"
Natürlich habe ich Angst. Ich habe eine riesengroße Scheißangst, dass er mal von einem Auto erfasst wird. Wie oft sehe ich diese Szene vor mir: Der kleine Körper tot in einer Blutlache. Nein! Das darf auf keinen Fall passieren. Lieber Gott, bitte mach, dass das nicht passiert!
Das habe ich der Frau natürlich nicht gesagt. So gestresst wie ich in dem Moment war, habe ich ihr nur hinterhergerufen: "Soll ich ihn etwa an die Kette legen?"
Den ganzen Heimweg musste ich mit den Tränen kämpfen, rannte meinem Sohn hinterher und dachte nur, nie wieder Laufrad. Es wird Zeit, dass ich das Fahrrad mit einem Kindersitz versehe.
Natürlich wollte Kazu nicht nach Hause, so sind wir noch weiter zu Kaufland rein.
Und natürlich erst, nachdem er eine Runde mit dem Space-Auto (ohne Geld, übrigens immer noch kaputt) "fahren" durfte.
Wie ich nach Hause kam, weiß ich gar nicht mehr. Ich glaube, ich habe das Rad und ihn nach Hause getragen.
Zum Glück kam Fabian bald nach Hause. Doch da war es mit meiner Beherrschung vorbei und ich brach in Tränen aus.

Donnerstag, den 22. September 2011

Heute habe ich die beiden anderen Dorayaki-Rezepte getestet. Kazu vernaschte einen nach Nekobento-Art zum Frühstück, die aus meinem Oyatsu-Buch gab es mit Anko gefüllt für jeden von uns als Oyatsu. Die Auswertung gibt es in einem extra Post.

Als Kazu und ich an der Bushaltestelle auf dem Weg zur Kita warteten und Kazu da rumtobte (an der Bushaltestelle gibt es eine Haltebucht für den Bus) und ich ihn immer wieder ermahnte, Abstand zur Straße zu halten,  konnte eine ältere Frau ihre Meinung nicht für sich behalten und meinte zu mir. "Na hören Sie mal. So können Sie ihn vielleicht in Ihrem Garten rumlaufen lassen" (oder so ähnlich, weiß den genauen Wortlaut nicht mehr, ihr wisst ja, Verdrängung und so). Ich habe Sie einfach ignoriert.
Ja, natürlich würde ich mein Kind am liebsten in Watte packen und fest anbinden. ...

Heute hatten sich meine Eltern angekündigt. Da meine Mutter so gerne meinen Zwetschgenkuchen isst, habe ich ihr wieder einen gebacken. Mein Papa mag lieber Äpfel, daher gab es noch Apfelkuchen und für Tobi einen Streuselbelag. Alles auf einem Hefeteig. So sah das Ganze dann aus:


Die Pflaumen sind bereits abgeliert, die Äpfel aprikotiert und der Streusel gezuckert.
Muss ja mal ganz unbescheiden sagen, dass mir der echt gut gelungen ist. :-D

Kazu habe ich mit dem Kinderwagen abgeholt. Das gestrige Erlebnis hat mir gereicht.
Meine Mutter kam direkt zum Kindergarten und wir fuhren dann mit dem Bus nach Hause, wo gerade der Opa (also mein Papa) aus dem Bus stieg.

Den Nachmittag habe ich für meine Mutter ein paar Dinge im Internet recherchiert, Anrufe getätigt etc. und kam daher nicht wirklich zu etwas.
Aber sie hat sich sehr über den Kuchen gefreut (die anderen auch) und immer wieder betont, wie lecker er ihr geschmeckt hat. *freu*
Sie hat sogar den Boden mitgegessen, was das allergrößte Kompliment ist, da meine Mutter sehr kritisch ist, was Kuchen angeht und den Boden in der Regel nicht mitisst, weil er ihr zu trocken ist.

Kommentare:

  1. Ich hasse solche neunmalklugen Leute. Gestern is mir auch einer begegnet und die müssen ja immer zu allem was sagen. Ich lief so ganz gemütlich mit meinem Hund da meint die Frau, die mit ihrem Mann entgegen kommt: "Der Arme Hund, der sieht ja kaum was!" Am liebsten hätte ich ihr auch hinter her gebrüllt das er immer sieht wo er hinbeisst. ;) Sind einfach Leute die keine Ahnung haben und selbst unzufrieden sind und das an andere Leute rauslassen müssen. Ich hab dann nur noch gedacht "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die..... halten". Also lass dich nicht ärgern und fühl dich gedrückt!

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  2. ja ich dachte mir so für zwischendurch sind die sachen nicht schlecht, auch wenn sie nicht 100% das wieder gut machen was so andere menschen von sich geben.
    ist dein kleiner im kindi auch so unbendigbar oder gehts da? nicht dass du dir von den tanten dort auch noch was anhören musst. aber freut mich, dass dir die sachen gefallen haben^^

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  3. Laut Erzieher soll er im Kindergarten ein braves und ruhiges Kind sein. Oft verträumt, daher meist bei allen Dingen der letzte. Aber er soll wohl stets brav gehorchen.
    Ich bin wohl zu oft zu nachgiebig und das nutzt Kazu halt schamlos aus.

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