Mittwoch, 12. Oktober 2016

Wochenrückblick 22.08.–31.08.

Montag, der 22. August 2016

Die letzten zwei Wochen vor Schulbeginn gibt es an der Schule keinen Hort mehr, so dass Kazu nun zu Hause bleibt. Wir frühstücken gemütlich und dann wird Kazus Puzzle herausgeholt und wir setzen den Rand zusammen.


Dann wird es Zeit für mein Workout. Ein schönes Gefühl zu merken, wie es mit der Fitness langsam bergauf geht.

Zum Mittagessen decken Kazu und ich den Tisch wie bei einer Salatbar, so dass sich jeder seinen Salat nach Belieben zusammenstellen kann. Als Dressing gibt es ein Honig-Senf-Dressing.
Bei mir gesellen sich zum Blattsalat Gurken, Cashewkerne, Ei, Cranberries und Tofuwürfel.


Kazu nimmt sich noch Tomaten dazu, lässt dafür die Nüsse weg und sein Ei bleibt ganz.^^


Gestärkt statten wir am Nachmittag der Bibliothek einen Besuch ab.
Und das haben wir ausgeliehen:


Bevor es heim geht, gehen wir noch zum Supermarkt.

Zu Hause testet Kazu gleich eins der zwei Nintendo DS Spiele aus, während ich es mir mit Tee und Serie schauen gemütlich mache. :-)

Dienstag, der 23. August 2016

Ich habe noch Zwetschgen da und teste ein Rezept für einen Tiroler Zwetschgenkuchen. Irgendwas stimmt nicht mit dem Rezept, denn der Teig ist sehr fest und ich improvisiere zum Schluss.
Zum Glück ist das Ergebnis schmackhaft, Rührteig mit Zwetschgen halt.
Als ich im Internet nach Tiroler Zwetschgenkuchen suche, werde ich fündig und stelle fest, dass das Rezept in meinem Buch fehlerhaft sein muss. Bei mir sind nur 2 Eier angegeben, alle gefundenen Quellen geben jedoch 4 Eier an. Kein Wunder, dass der Teig bei mir so fest war.
Am liebsten hätte ich den Kuchen natürlich gleich noch einmal gebacken, aber nun sind die Zwetschgen alle. :-P


Ich bin noch nicht küchenmüde und teste ein Rezept für eine Crème brûlée au thé.


Die Crème ist schön, aber um eine knackige Karamellschicht zu erhalten, hätte ich wohl doch nicht so mit dem Zucker geizen sollen.^^;;

Mittwoch, der 24. August 2016

Nachdem das Workout am Montag so gut lief, wechsele ich beim heutigen Workout auf das nächste Schwierigkeitslevel.

Nachmittags geht es mit Kazu raus. Auf dem Parkourgelände darf Kazu sich austoben.


Anschließend gehen wir noch einkaufen.

Donnerstag, der 25. August 2016

Meine Schwiegereltern kommen vorbei und holen Kazu ab. Er wird eine Woche bei ihnen im Garten seine Ferien verbringen.

Ich nutze die Zeit, um in die Innenstadt zu fahren, um ein paar Besorgungen zu tätigen.

Freitag, der 26. August 2016

Und wieder teste ich ein Zwetschgenkuchenrezept. Das Interessante an diesem Rezept ist, dass Hefeteig mit Mürbeteig verknetet wird.


Aber bedauerlicherweise schmeckt uns der Kuchen nicht. Der Teig ist sehr trocken geworden.

Samstag, der 27. August 2016

???

Sonntag, der 28. August 2016

Mein Mann und ich fahren raus in den Garten. Fabian wird nun ebenfalls ein paar Tage bei seinen Eltern verbringen und da seine neue Hängematte austesten.
Natürlich lassen Kazu und ich es uns nicht nehmen, uns ebenfalls mal reinzulegen.^^


Nachmittags verabschiede ich mich und fahre alleine nach Hause.
Sturmfreie Bude! Yeah!

Montag, der 29. August 2016

Mein Knie macht mir zu schaffen.
Auch sonst ist der erste Tag alleine zu Hause schwer zu genießen. Ich fühle mich etwas einsam.

Dienstag, der 30 August 2016

Heute geht es schon besser und ich kann die Ruhe genießen.
Auch nachts schlafe ich erstaunlich gut.

Mittwoch, der 31. August 2016

Ich genieße es, ganz ohne Verpflichtungen zu sein und mich ganz auf mich konzentrieren zu können.
Herrlich. :-)

Sonntag, 9. Oktober 2016

Stand der Dinge und Rückblick

Am 1. August habe ich mit der 90 Tage Challenge von Mark Lauren begonnen. 51 Tage später am 20. September musste ich die Challenge abbrechen. Zuerst hoffte ich, es sei nur eine Unterbrechung, aber schließlich musste ich einsehen, dass ich keine Wahl habe. Schweren Herzens brach ich die Challenge ab.

Was ist passiert?

Das Workout am Dienstag (20.9.) verlief noch gut, doch am Nachmittag schwoll mein Knie an und schmerzte stark. 
Kühlen und cremen und schonen war angesagt. Doch das Knie wurde nicht besser, sondern immer dicker, so dass ich die anstehenden Workouts aussetzte.
Ich beschloss, zum Orthopäden hier in der Poliklinik zu gehen. Doch dort wurde ich abgewiesen. Sie hätten keine Sprechstunde, wenn ich was akutes hätte, solle ich nach Weissensee fahren. Da gäbe es eine Praxis für Akutfälle.
Weissensee liegt jedoch sehr ungünstig, wenn man auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist.
Also ließ ich es bleiben und hoffte einfach, dass das Knie durch Schonen und Kühlen von selbst abschwellen werde. Das tat es leider nicht.
Am Montag rief ich in der Fachklinik für Gelenke an, wo ich das letzte Mal operiert wurde, und bekam gleich für Dienstag (27.9.) einen Termin.

Der Arzt setzte mir eine Spritze und zog das angestaute Gelenkwasser ab. Ich sag euch, das tat höllisch weh. Ich habe richtig laut geschrien.
Der Arzt ermahnte mich, dass ich mein Knie etwa zwei Wochen schonen soll und auch anschließend keinen Sport treiben darf außer vielleicht gemäßigtes Fahradfahren.
Kniebeugen (squats) und Ausfallschritte (lunges) sind tabu.
Zur Erinnerung: Ich habe völlig kaputte Knie, denen es an Knorpel fehlt, Meniskusschaden und operierten Kreuzbandriss.

Das war ein echter Schock. Schon nach der OP damals, als der Arzt mir den Zustand meiner Knie mitteilte und mir sagte, dass ich keinen Sport mehr treiben darf, der die Knie belastet (kein Judo mehr, kein Brustschwimmen, kein Laufen, keine Ballsportarten etc) war ich am Boden zerstört.
Es dauerte eine Weile, bis ich wieder Hoffnung fasste.

Bodyweight Training war schließlich die Lösung ... Dachte ich.
Gelenkschonende Übungen, keine Stoßbelastung fürs Knie, Muskelaufbau (eine gute Muskulatur entlastet das Knie).
Die Workouts klappten immer besser, mein Knie fühlte sich gut an und ich fühlte mich einfach großartig. 
Um so tiefer war der Fall.

Nach der ersten Woche (nach Arztbesuch) Schonung, es war wieder ein Dienstag (4.10.) – ich fühlte mich gut und wollte heute endlich wieder etwas Fitness treiben (gemäßigt und hauptsächlich für den Oberkörper) – geschah das nächste Unglück.
Als ich mich in der Früh bückte, um mein Handy ans Aufladegerät zu stöpseln, durchzuckte mich ein stechender Schmerz im Kreuz. 
Aah, ich kann mich kaum bewegen. Was ist das? Tut das weh!
Seufz. Also kein Sport.
Ich bringe meinen Sohn zur Schule und gehe anschließend vorsichtig einkaufen.
Nun ja, immerhin kann ich gehen. Wenn auch nicht ganz schmerzfrei.
Als ich dann so im Supermarkt vor dem Regal stehe, bekomme ich aus heiterem Himmel Nasenbluten. 
Was soll das denn jetzt?
Als ob ich nicht schon genug Probleme mit meinem Darm, dem Durchschlafen, dem Knie und dem Rücken hätte. Jetzt noch Nasenbluten.
Ich warte, doch die Blutung hört nicht auf und so muss ich mir ein Stückchen Taschentuch ins Nasenloch stecken. Man ist mir das peinlich!
Zum Glück geht der Heimweg durch den Park, wo mich keiner sieht.

Abends erzähle ich meinem Mann von meinen Rückenschmerzen. Das sei ein Hexenschuss, meint er.
Das Internet befragt. Ja, das könnte hinhauen.
Also Knie kühlen und Rücken wärmen. :-(
Wenigstens geht es dem Knie wieder besser.
Und der Hexenschuss zwingt mich dazu, weiterhin mein Knie zu schonen. Ich versuche die Angelegenheit positiv zu sehen, was mir ehrlich gesagt nicht leicht fällt.
Und hin und wieder ertappe ich mich dabei, wie ich in Selbstmitleid versinke und die Augen feucht werden.
Ist doch alles wirklich Mist. T_T

Ganz allmählich spüre ich, dass die Rückenschmerzen nachlassen. Am Freitag schöpfe ich wieder Hoffnung. Es wird wieder!

Doch dann ...

Am Samstag (8.9.) fängt mein Knie wieder an zu schmerzen. Und dick zu werden.
Nun ist es mega angeschwollen. Mein Optimismus ist im Keller.
Morgen werde ich wieder die Gelenk-Klinik anrufen und nach einem Termin fragen.
"Aktivierte Arthrose" lese ich im Netz.

Maßnahmen unter anderem: Ruhigstellung.
Manno, ich will wieder Sport machen können. T_T

Seufz.
Habe ich mehr Zeit zum Bloggen ...
Hab mein Blog ja wirklich sträflich vernachlässigt.

NEVER GIVE UP!

Samstag, 17. September 2016

Zwetschgenkuchen mit Vanillecreme und Streuseln


Dieser Zwetschgenkuchen konnte uns alle rundweg überzeugen. Mandelmürbteig mit Vanille-Marzipancreme, saftigen Zwetschgen und knusprigen Streuseln – diese Kombination ist einfach stimmig.

Zutaten für ein Backblech

Mandelmürbteig
250 g Mehl
250 g mit Haut gemahlene Mandeln
250 g kalte Butter
175 g Puderzucker
1 Prise Salz
1 Eigelb

Vanille-Marzipancreme
15 g Speisestärke
1 Eigelb
250 ml Milch
Mark von 1 Vanilleschote
1 EL Zucker
200 g Marzipanrohmasse

Belag
1,5 kg entsteinte Zwetschgen

Streusel
150 g Mehl
100 g kalte Butter
100 g Zucker
1 EL Vanillezucker
50 g grobgehackte Walnüsse

Zubereitung

Mandelmürbteig
Mehl sieben und mit den Mandeln mischen. Auf die Arbeitsplatte geben und in die Mitte eine Mulde drücken.
Butter würfeln und mit Puderzucker, Salz und Eigelb in die Mulde geben.
Die Zutaten in der Mulde mit etwas vom Mehl vermengen, dann alles zügig zu einem glatten Mürbeteig verkneten.

Den Teig zu einem Quader formen, in Frischhaltefolie wickeln und für etwa 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Teig auf dem Backblech ausrollen und stippen.

Im vorgeheizten Ofen bei 200°C O/U-Hitze 15 min blind backen, dann noch offen 5–10 min hell vorbacken.

Vanille-Marzipancreme
Speisestärke mit dem Eigelb und 2 EL der Milch anrühren.
Die restliche Milch mit Vanillemark und Zucker zum Sieden bringen, mit der angerührten Speisestärke binden.
Marzipanrohmasse in kleinen Stückchen dazugeben und einrühren.
Alles mit dem Mixstab zu einer glatten Masse verarbeiten.

Belag
Zwetschgenhälften in der Mitte längs zu 3/4 einschneiden.

Streusel
Mehl sieben. Butter klein würfeln.
Butterwürfel mit dem Mehl und den restlichen Zutaten zu Streuseln verreiben.

Zusammensetzung
Die Vanillecreme auf dem vorgebackenen Mürbteigboden verstreichen.
Mit den Zwetschgen (Schalenseite nach unten) dachziegelartig belegen.
Mit den Streuseln bestreuen.

Backen
Im vorgeheizten Ofen bei 175°C O/U-Hitze 25–30 min backen.



Quelle: Teubner, Christian, gut backen, Die besondere Backschule, Teubner Edition, 2000

Freitag, 16. September 2016

Makrobiotischer Chiffon Cake マクロビのシフォンケーキ


Ich hatte versprochen, dieses Rezept für den makrobiotischen Chiffon Cake zu posten.
Das Rezept stammt aus dem japanischen Buch "Macrobiotic Cakes – Weiche und saftige Kuchen" von Mariko Uehara.
Die Gebäcke in diesem Buch werden ohne Eier, ohne tierische Milchprodukte und ohne weißen Zucker zubereitet.

Diese Plain-Chiffon-Variante mit Vanillearoma ist jedoch nicht so flauschig, wie es sich eigentlich für einen Chiffon Cake gehört, aber weich und saftig ist er in der Tat. Ganz wie es der Titel des Buchs verspricht.

Die Form muss nicht zwingend eine Chiffon Cake Form sein. Eine Form mit Rohr in der Mitte (zur besseren Hitzeverteilung) sollte ebenso funktionieren. Die Form wird nicht gefettet.

Zutaten für eine Chiffoncake Form von 17 cm Durchmesser

Feuchte Zutaten
100 ml Sojamilch
120 ml Ahornsirup (ca. 145 g)
95 ml Apfelsaft 100%
40 ml Rapsöl (ca. 35 g)
5 ml Vanilleextrakt
+
100 ml Sojamilch

Trockene Zutaten
150 g Mehl 405
66 g Weizemvollkornmehl
32 g gemahlene, blanchierte Mandeln
1 Prise Salz
4 TL Backpulver

Zubereitung

Ofen auf 180°C O/U-Hitze vorheizen.

Die feuchten Zutaten (ohne die zweiten 100 ml Sojamilch) in eine Schüssel geben und verrühren.
Die trockenen Zutaten in eine Schüssel geben, vermischen und sieben.
Die feuchte Mischung zur trockenen Mischung geben und mit einem Gummispatel verrühren, bis der Teig klümpchenfrei ist.
Die restlichen 100 ml Sojamilch einrühren.
Den Teig in die Form gießen.

Im vorgeheizten Ofen bei 180°C O/U-Hitze 10 min backen, die Temperatur auf 170°C senken und weitere 22 min backen.

Herausnehmen und den Kuchen in der Form umgekehrt auf einem Kuchengitter 15–20 min abkühlen lassen. Dann den Kuchen aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.



Und hier eine Mini-Version:


Quelle: "Macrobiotic Cakes マクロビだからカンタン。ふんわりしっとりケーキ" von Mariko Uehara (上原まり子), 2013

Proteinreiches Fitness-Frühstück


Dies ist derzeit mein Frühstück, das ich mir täglich zubereite. Es ist eine Variation des Fitnessmüsli mit Nüssen aus dem Buch "Fit ohne Geräte – Die 90-Tage-Challenge für Frauen" von Mark Lauren.

Meine Version hat etwa 390 kcal und liefert ca. 21 g Eiweiß.

Trockene Zutaten für 5 Portionen

100 g Cashewkerne (Rapunzel) 590 kcal,  20,6 g Eiweiß
100 g Buchweizenflocken (Spielberger Mühle) 346 kcal, 9,8 g Eiweiß
50 g Amaranth-Pops (Rapunzel) 204 kcal, 8 g Eiweiß
25 g Quinoa Pops (Rapunzel) 88 kcal, 3,7 g Eiweiß

Dazu pro Portion 

100 g Magerquark (Söbbeke) 70 kcal, 12 g Eiweiß
100 g Reis-Mandel-Drink (Provamel) 74 kcal, 1 g Eiweiß

Zubereitung

Cashewkerne klein hacken und mit den anderen trockenen Zutaten mischen.
Pro Portion 55 g der Mischung abwiegen.

Quark mit der Reis-Mandelmilch glatt rühren, Müsli hinzufügen.



Anmerkung:
Natürlich sind Müsli mit frischen Früchten optisch attraktiver, aber Früchte und Milchprodukte vertragen sich nicht. Da diese Kombination einen Blähbauch begünstigt, meide ich diese.

Samstag, 27. August 2016

Wochenrückblick 15.8.–21.8.

Montag, der 15. August 2016

Die Woche beginnt wieder mit einem Workout zur Leistungsbewertung. Dieses Mal mache ich von ein paar Übungssätzen Videos, um meine Bewegung zu prüfen.
So ein Video ist ganz schön hilfreich. Und peinlich. Haha. ^^;;
Immerhin kann ich eine Leistungssteigerung feststellen.

Dienstag, der 16. August 2016

Heute hat mein Blog Geburtstag. Er ist fünf Jahre alt geworden. Das heißt, ich führe nun schon fünf Jahre lang ein Tagebuch. Kaum zu glauben.

Leider ist mir an diesem Tag nicht zum Feiern zumute, denn heute läuft irgendwie alles schief.

Der Tag begann eigentlich ganz gut.
Meine Tagesaufgabe heute lautet, sich über sein Ziel klar zu werden.

Nun, diese lauten:
  • mehr Muskelmasse
  • weniger Fettpolster
  • bessere Muskeldefinition
  • bessere Fitness
  • fit sein auch in der 2. Lebenshälfte
Guter Dinge mache ich mich ans Wäscheaufhängen. Aber was ist? Die Wäsche ist über und über mit weißen Flocken behaftet.
Toilettenpapier? (Die Waschmaschine steht neben der Toilette.) Das kann nicht sein. Seitdem ich einmal aus Versehen eine Toilettenpapierrolle mitgewaschen habe (ich musste anschließend ein paar Wäschestücke entsorgen), achte ich darauf, dass das Toilettenpapier da hängt, wo es hingehört.
Schließlich entdecke ich die Ursache. Es ist eine Windel  (zensiert von Kazu).
Wenn Kazu bei uns im Elternbett schlafen darf, bestehen wir darauf, dass er eine Windel (zensiert von Kazu) (so eine in Slipform) trägt, auch wenn er eigentlich keine mehr benötigt.
Ja, ja, wird Zeit, dass wir Eltern mehr Vertrauen entwickeln. ^^;;

Mir ist nach Heulen zumute. Schließlich wasche ich die Sachen noch einmal mit der Wasser plus Funktion.

Während die Maschine läuft, sauge ich in Kazus Zimmer Staub. Und das zweite Missgeschick passiert. Ich stoße mit dem Staubsauger an Kazus Aufbewahrungs-Schubladenkasten für Lego-Kleinteile, der prompt umfällt, so dass sich der sortierte Inhalt querbeet auf dem Boden verteilt. Oh nein! *heul* T_T

Die Wäsche sieht nach dem zweiten Waschgang schon etwas besser aus und ich schöpfe Hoffnung, dass ich sie noch retten kann. Auf dem Balkon spiele ich Frau Holle und schüttle, was das Zeug hält.
Na ja, es geht so, zwei T-Shirts allerdings halten die Flocken eisern fest. T_T

Ich weiß, das sind keine dramatischen Ereignisse. Aber sie ärgern einen doch schon. Vor allem, wenn man Besuch erwartet und deswegen ganz aufgeregt ist.
Dabei ist es gar kein hochrangiger Besuch, sondern nur Kazus Schulfreund, der heute zum ersten Mal zu uns kommt und dessen Mutter, die zum Abendessen vorbeikommt.
Wahrscheinlich bin ich so aufgeregt, weil wir nicht so oft Besuch bekommen.

Da Kazu die Yakisoba so gut geschmeckt haben und sein Freund sehr Japan-interessiert ist, habe ich für heute noch einmal Gomoku Yakisoba geplant.
Aber leider werden die Nudeln heute viel zu weich (und und und) und Kazu schmeckt es gar nicht. :-(
Seufz.

Mittwoch, der 17. August 2016

Die letzte Nacht konnte ich nur drei Stunden schlafen. Mein Blähbauch hielt mich wach.
In der Früh stelle ich fest, dass ich keine Thyroxin-Tabletten (für meine Schilddrüse) mehr habe und dazu kommt, dass mein Knie sehr stark schmerzt.
Ich fühle mich so schlecht, dass ich mein Workout ausfallen lasse.
Auch sonst bekomme ich heute nicht viel auf die Reihe.

Donnerstag, der 18. August 2016

Diese Nacht war besser. Ich gehe gleich nach der Schule (Ferienhort) zum Arzt, um mir mein Rezept ausstellen zu lassen.
Ab zur Apotheke, dann nach Hause, Medizin nehmen. Erledigt.

Nun hole ich mein Workout nach. Da mein Knie schmerzt, lege ich die Bandage an.
Und siehe da, es geht richtig gut. *freu* Workout erledigt.

Nun backe ich den veganen Kuchen, den ich eigentlich schon gestern backen wollte.
Da das Rezept gewünscht wurde, wollte ich ihn noch einmal backen, um wegen der Mengenangaben sicher zu sein. Backen erledigt. :-D


Da es letzte Woche so gut mit der Übernachtung von Kazus Schulfreund geklappt hat, gibt es heute eine Wiederholung.

Zum Abendessen bereite ich den Kindern die vegane Tomaten-Möhren-Suppe zu, die glücklicherweise gut ankommt.


Als Nachtisch gibt es angefrorenes Himbeerpüree mit echter Vanillesauce.


Der Nachtisch ist bei den Kindern der Hit!
Tja, mir liegen Süßspeisen einfach besser. :-P

Der heutige Tag ist gut gelaufen und ich bin froh, so schnell mein Tief überwunden zu haben.

Freitag, der 19. August 2016

Dieses Mal sind die Kinder schneller und wir sind zeitig in der Schule (Ferienhort).
Wieder zu Hause teste ich ein neues Rezept für einen Zwetschgenkuchen.


Sehr lecker. Sogar Kazu schmeckt es, der ansonsten Stücke im Kuchen gar nicht mag. Rezept folgt.

Am späten Nachmittag widme ich mich meiner Tagesaufgabe (die für den Vortag, hänge ja einen Tag hinterher). Sie lautet: Erhöhe dein Aktivitätslevel. Und so gehe ich noch ca. 45 min im Park spazieren.

Samstag, der 20. August 2016

Ich teste eine Variante des obigen veganen Kuchens, allerdings kann dieser hier pur nicht so überzeugen. Aber aufgeschnitten und mit Nussmus bestrichen schmeckt er.^^



Nun hole ich mein Freitags-Workout nach.

Und nachmittags gibt es für alle mit Himbeerpüree gestrudeltes Vanilleeis.


Sonntag, der 21. August 2016

Ruhetag. Aber nur, was die Workouts betrifft.

Ich wirbele wieder mal in der Küche und backe zweierlei Zwetschgenkuchen für den Nachmittag.
Dann ist das Mittagessen dran. Es gibt Putenfleisch mit Paprika, dazu Reis.


Zum Nachtisch gibt es Vanille Flan bzw eine Crème renversée.


Nachmittags lassen wir uns den Zwetschgen-Mohn-Kuchen schmecken. Ich habe ihn schon mal 2011 gebacken (lang ist's her) und damals mochte Kazu ihn nicht, da er keine Stücke im Kuchen mochte.
Doch er scheint dieser Phase nun entwachsen zu sein. Denn nach anfänglichem Zögern hat er sogar gleich zwei Stück verputzt.^^


Der zweite Zwetschgenkuchen dagegen war ein Reinfall. Zwetschgen auf Mürbeteig mit Amarettini.
Viel zu trocken und der Boden ist beim Schneiden weggekrümelt.


Ach ja, ich habe heute gleich zwei Tagesaufgaben meiner Challenge erledigt, um ab Montag wieder im Rhythmus zu sein.

So. Wochenrückblick geschrieben, jetzt muss ich mich dem Beantworten der Mails widmen.
Ich muss echt schneller werden.

It's not about having time -
it's about making time.

Sonntag, 21. August 2016

五目焼きそば Gomoku Yakisoba, gebratene Nudeln mit allerlei Zutaten


Yakisoba sind gebratene Nudeln. Es ist ein in Japan sehr beliebtes Gericht und besteht aus Weizennudeln, genauer gesagt aus Râmen, Fleisch (meist Schweinefleisch), Weißkohl, Möhren, Zwiebeln und oft auch Sojabohnensprossen.
Die Nudeln werden zusammen mit dem Fleisch und dem Gemüse gebraten. Gewürzt werden sie mit Worcestershiresauce, Salz, Pfeffer undSojasoße, gerne fügt man auch Austernsoße und/ oder Ketchup hinzu.
Yakisoba werden in der Regel mit Aonori (Seetang-Flocken) und Beni-Shôga (rot eingelegter Ingwer) serviert.

Das Gericht Yakisoba entstand kurz nach Ende des zweiten Weltkrieges und basiert auf dem chinesischen Bratnudelgericht Chow mein. Chow mein wurden ursprünglich entweder mit Sojasoße oder schlicht nur mit Salz zubereitet.
Da Weizenmehl zur damaligen Zeit schwer zu bekommen war, behalf man sich mit dem günstigen Weißkohl, um so dem Gericht mehr Volumen zu geben. Doch Weißkohl ist sehr wasserhaltig. Damit der Geschmack nicht leidet, begann man, zu den gebratenen Nudeln eine dickere, geschmacksintensivere Soße zu reichen. Das war die Geburt von Yakisoba.

Das Wort 'Yakisoba' ist japanisch und setzt sich zusammen aus Yaki und Soba. Yaki kommt von 'yaku' und bedeutet 'braten'. Soba kommt von Chûka Soba. So werden die Nudeln chinesischen Ursprungs genannt. Ein anderer Name für Chûka Soba ist Râmen.
Soba hat also nichts mit den japanischen Buchweizennudeln zu tun.

Da das Gericht Yakisoba in Japan erfunden wurde, ist es natürlich der japanischen Küche zuzuordnen. Doch da Yakisoba kein traditionelles japanisches Gericht ist, zählt es nicht zu Washoku (der Begriff für die traditionelle japanische Küche, die 2013 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde).
In Japan wird das Gericht daher nicht zur japanischen Küche (nihon ryôri 日本料理) gezählt, sondern zur chinesischen Küche, genau genommen zur japanisch-chinesische Küche , die in Japan Chûka Ryôri  中華料理 genannt wird. Dabei handelt es sich um Gerichte, die auf chinesischen Rezepten basieren und im Laufe der Zeit modifiziert und dem japanischen Geschmack angepasst wurden.
Im Gegensatz dazu nennt man die original chinesische Küche Chûgoku Ryôri 中国料理.

Gomoku Yakisoba sind Yakisoba, die von der Zubereitung her schon eher in Richtung chinesische Küche gehen.
Hierbei werden die Zutaten ohne die Nudeln angebraten und in einer Soße gegart, die abschließend mit Stärke angedickt wird. Diese Mischung gibt man kurz vor dem Servieren über die vorher gebratenen Nudeln.

Hier also ein Rezept für Gomoku Yakisoba 五目焼きそば.

Zutaten für 2 Personen

Yakisoba Nudeln für 2 Personen
1/2 EL Sojasoße

80 g Schweinefleisch
50 g geschälte Garnelen
1/2 EL Sake
1 Prise Salz
1 Prise Pfeffer
1 TL Katakuriko oder Kartoffelstärke
30 g Möhren
50 g gekochte Bambusschößlinge
20 Zuckerschoten
2 getrocknete Shiitake, eingeweicht
1/2 dünne Porreestange
6 Wachteleier
1 daumengroßes Stück Ingwer

Soße
250 ml Wasser
1 TL chinesisches Instant Brühe-Granulat (chûka soup no moto)
1/2 EL Austernsoße
1/2 EL Zucker
1/3 TL Salz
etwas Pfeffer

1 EL Katakuriko oder Kartoffelstärke
1 EL Wasser

1 TL Sesamöl
Öl zum Braten

Zubereitung

Vorgegarte Nudeln auflockern. Getrocknete Nudeln nach Packungsanleitung kochen, dann gut abtropfen lassen.
Nudeln mit 1/2 EL Sojasoße vermengen.

Das Schweinefleisch in mundgroße Stücke schneiden.
Die Garnelen der Länge nach am Rücken aufschneiden und den Darm herausziehen.
In einer Schüssel Sake, Salz, Pfeffer und Stärke verrühren. Fleisch und Garnelen hinzufügen und die Sake-Mischung mit den Händen gut einmassieren.

Möhren und Bambusschößlinge in 4–5 cm lange Stücke schneiden, die Stücke längs in 1 cm dicke Scheiben schneiden und die Scheiben wiederum längs in 2 mm dicke Scheiben schneiden.
Zuckerschoten entfädeln.
Das Gemüse (jede Sorte für sich) kurz garen.

Stiel vom Shiitake herausschneiden. Den Pilz in feine Streifen schneiden.

Den Porree schräg in dünne Scheiben schneiden.

Den Ingwer fein hacken.

Die Zutaten für die Soße miteinander verrühren.

In einer Pfanne 1 EL Öl erhitzen. Die Hälfte der Nudeln hinzufügen und bei mittlerer Hitze unter Mischen braten.
Die Nudeln etwas zusammenschieben und andrücken und eine Seite Farbe nehmen lassen. Wenden und die andere Seite ebenso Farbe nehmen lassen. Die Nudeln auf einen Portionsteller geben.

Einen weiteren EL Öl in der Pfanne erhitzen und die zweite Hälfte Nudeln ebenso braten und dann auf den zweiten Portionsteller geben.

2 EL Öl in der Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen und den Ingwer darin andünsten, so dass der Ingwer sein Aroma entfalten kann.
Fleisch-Garnelen-Mischung hinzugeben und anbraten.
Shiitake und Porree hinzufügen und mitbraten.
Möhren, dann Bambus und zuletzt Eier hinzufügen und mitbraten.
Die Soßenmischung hinzufügen und diese zum Kochen bringen.

Stärke mit Wasser glattrühren und, wenn die Soße kocht, hinzufügen und die Soße andicken.
Zuckerschoten hinzufügen.
Das Sesamöl am Pfannenrand einfließen lassen und dann alles vermengen.

Den Pfanneninhalt auf die Nudeln verteilen. Fertig.

Quelle:
Das Rezept, das ich hier vorstelle, stammt aus dem Buch "いちばんわかりやすい基本の料理" (was so viel heißt wie "Grundlagengerichte am verständlichsten nahegebracht") von Hiromi Maki und ist 2003 im Seibido Verlag erschienen. Das Rezept steht im Kapitel "Chinesische Gerichte".

Edit:
Ich habe diese Ramen hier verwendet: