Donnerstag, 25. April 2013

Tarte Mont Blanc タルト・モンブラン


Mont Blanc ist ein in Japan (und auch in Frankreich und Italien) sehr beliebtes kleines Gebäck in Törtchengröße. Der Name kommt vom Berg Mont Blanc, dem das Gebäck nachempfunden wurde. Der Puderzucker symbolisiert den Schnee. Manchmal wird auch ein Klecks Sahne auf die Kuppe gegeben.

1907 hat das traditionsreiche Café Angelina in Paris das Mont Blanc Gebäck zu seinem Aushängeschild gemacht. Früher hieß es, dass es dort die besten Mont Blanc zu essen gäbe. Doch das hat sich mittlerweile geändert.
Das Mont Blanc Gebäck im Angelina in Tokyo war zwar sehr lecker, aber auch die anderen von mir getesteten Mont Blanc waren sehr köstlich und haben teilweise sogar besser geschmeckt.
Für Paris findet ihr hier raids pâtisseries: Mont Blanc einenVergleich.

Klassisch besteht der Boden aus Baiser. Im Laufe der Zeit kamen Biskuit und Mürbeteig als Variationen hinzu. Auf den Boden wird Schlagsahne aufgespritzt. Um diese herum wird dann meist spiralförmig mit einer Spaghettitülle Maronencreme aufdressiert. Um das Törtchen als Maronentörtchen zu kennzeichnen, wird es auch gerne mit einem glasierten Maronenstück belegt.

Ich habe noch nicht allzuoft Mont Blanc zubereitet. Wenn, dann meist mit Biskuit.
Dieses Rezept aus meinem Buch はじめての手作りお菓子 Home made sweets war mir neu und ich war gespannt.
Doch schon wie beim Chestnut Pound Cake hatte ich Probleme mit den Zutaten, denn es wird mal wieder Maronenpaste (pâte de marron) benötigt, die ich leider nicht auftreiben konnte.
Maronenpaste darf nicht mit Maronencreme (crème de marrons) oder mit Maronenpüree verwechselt werden. Maronenpaste wird im Gegensatz zur Creme länger eingekocht und enthält so weniger Flüssigkeit. Sie ist daher sehr dick. Wie Maronencreme enthält sie auch Zucker und Vanille.

Auf der Seite m-pantry sieht man schön den Unterschied in der Konsistenz: KLICK.

An Stelle der Paste habe ich gegarte Maronen genommen, diese püriert und das Püree mit Zucker und Vanille abgeschmeckt.

Wichtig ist nur, dass die daraus hergestellte Maronencreme spritzfähig ist und euch schmeckt. ^^


Zutaten für eine Tarte von 16 cm Durchmesser

Anm. Ich habe kleine Tartes von 7 cm Durchmesser hergestellt und 6 Stück herausbekommen. 

Pâte brisée
55 g Butter, kalt
100 g Mehl
10 g Zucker
1 g Salz
30 - 33 g Vollei

Crème d'amandes
50 g Butter, Zimmertemperatur
50 g Zucker
40 g Vollei
50 g Mandelmehl (blanchierte, gemahlene Mandeln)
etwas Rum
etwas Vanilleessenz

Crème de marrons
100 g gedämpfte Maronen (--> ich habe vakuum-verpackte, gegarte Maronen verwendet)
13 g Zucker
25 g Butter
1/2 Vanilleschote
50 g Schlagsahne A
125 g Pâte de marrons
40 g Schlagsahne B
(Anm.: Im Buch wird empfohlen, die doppelte Menge herzustellen, da dann die Herstellung leichter ist.)

Zum Fertigstellen
150 g Schlagsahne C
6 Maronen in Sirup (original: 栗の渋皮煮)
Dekorpuder

Zubereitung

Pâte brisée
Butter in kleine Würfel schneiden und kalt stellen.
Mehl in eine Schüssel sieben. Die Butterwürfel hinzufügen und alles mit der Teigkarte schneidend vermengen.
Zucker und Salz hinzufügen.Alles miteinander vermengen, bis die Butter zu Krümeln wird und das Mehl-Butter-Gemisch wie Sand wird.
In die Mitte eine Mulde formen und 30 g verquirltes Ei hineingeben.
Alles mit der Teigkarte nicht knetend, sondern schneidend miteinander vermengen. Ist der Teig zu trocken, noch etwas Ei zugeben.
Den Teig, der nicht ganz homogen sein muss, zu einem Quader formen, in Folie wickeln und für mindestens 1 h in den Kühlschrank stellen.

Den Teig auf einer leicht bemehlten, möglichst kalten Arbeitsfläche so ausrollen, dass die Länge das Dreifache der Breite beträgt.
Ein Drittel (von der Länge) nach innen einschlagen. Die andere Seite daraufschlagen. Nun sollte man drei Lagen erhalten haben.
Den Teig gleichmäßig nach allen Richtungen zu einem Quadrat von 4 mm Dicke ausrollen.
Die Tarteform damit auslegen. (Ich fette die Form leicht ein.) Boden stippen.


Crème d'amandes
Butter cremig rühren, den Zucker nach und nach einrühren und jeweils glatt rühren.
Ei verquirlen und nach und nach einrühren.
Mandeln zugeben (am besten gesiebt) und einrühren.
Mandelmasse mit Rum und Vanille abschmecken.
Anm.: Die Masse wird nur gerührt, nicht geschlagen! Daher am besten mit Schneebesen arbeiten.

Die Mandelmasse in die Form füllen.


Im vorgeheizten Ofen bei 185°C O/U-Hitze ca. 35 -40 min backen.
Auf einem Kuchengitter auskühlen lasssen.
Crème de marrons
Gedämpfte Maronen, Zucker, Butter, Vanilleschote und Schlagsahne A in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Etwa 5 min köcheln lassen.
Im Mixer oder mit Pürierstab die Masse pürieren, so dass man eine cremige Paste erhält.
Die Paste durch ein Sieb in eine Schüssel streichen.

Die Pâte de marrons mit Schlagsahne B cremig rühren. Ggfs. passieren.
Nach und nach die gekochte obige Paste einrühren. Gut miteinander vermengen.
Da die Creme mit einer Spaghettitülle aufdressiert wird, muss sie schön glatt, also stückchenfrei sein.

Zusammenstellung
Schlagsahne C steif schlagen.
Auf die gebackenen Tartes (ich schneide die Backhaut ab) eine Schicht aufspritzen.
Die süßen Maronen darauf verteilen.
(Tarte Nr. 6 ist bereits in meinem Magen. ^^;;)


Und die restliche Sahne C herumgeben.


Die Maronencreme in einen Spritzbeutel mit Spaghettitülle geben und von unten beginnend drumherum spritzen.


Die Mont Blanc mit Dekorpuderzucker überstauben (besonders schick sieht es aus, wenn sie nur halbseitig bestaubt werden). Eine glasierte Marone auf die Spitze geben.


Das Rezept stammt aus dem Buch "はじめての手作りお菓子 Home made sweets", das ich im Einleitungspost (Buchvorstellung) zu dieser Reihe vorgestellt habe.

Motto: Backen wie in Japan.^^  

Dienstag, 23. April 2013

Wochenrückblick 15.4. - 22.4.

Montag, der 15. April 2013

Ich stehe früh auf, um die Tarte Fromage fertigzumachen, die ich gestern gebacken habe. Sie sollen noch mit Karamellsirup verziert werden. Doch ich bin nicht geduldig genug und mein Zucker kristallisiert aus.
Grummel. So gebe ich meinem Mann die nackten Tartes mit auf Arbeit so wie den Zitronenkuchen.


Ich habe noch Teig und Füllung übrig und backe im Laufe des Tages noch weitere Tartes Fromage, in der Hoffnung, dass sie dieses Mal nicht einreißen. Und ich habe Erfolg. Die restlichen Tartes werden ganz wunderbar. Nun ist der Karamallsirup dran. Dieses Mal bewaffne ich mich mit Pinsel und Wasser und entferne fleißig alle Kristallisationsherde. Meine Ausdauer wird mit einem schönen Karamell belohnt und ich kann mich der Ausgarnierung widmen. Als das Karamellgitter aufgespritzt ist, fällt mir ein, dass der Tarte-Rand VORHER mit Puderzucker hätte abgepudert werden sollen. Argh. Diese Tarte Fromage machen mich echt fertig. Wie oft habe ich sie jetzt schon gebacken? 3x, 4x? Klingt vielleicht viel, aber bei den Mini-Mengen, die ich immer backe, ist es das gar nicht. Und geschmeckt hat's immer. ^^
Das ist nicht das Problem. Aber es hält mich auf und ich will weiterkommen mit meinem Buch.


Und nur der Optik wegen backe ich die Tartes nicht noch einmal. Perfektion schön und gut, aber übertreiben muss man es ja nicht. :-P

Die meiste Zeit heute bin ich jedoch am PC und übersetze. Endspurt!

Dienstag, der 16. April 2013

Ich liege gut im Rennen und habe den schwierigsten Teil der ersten Übersetzung hinter mich gebracht.
Kurz vor Mittag bringt mir meine Schwiegermutter Kazu vorbei und wir trinken noch eine Tasse Tee zusammen und unterhalten uns. Dann muss sie weiter und ich gebe ihr noch eine Tarte Fromage mit. Meine Schwiegermutter schätzt meine Backwerke und da ist es mir immer eine Freude, ihr was mitzugeben. :)

Nachmittags wird gespielt und ich komme sogar noch dazu, ein wenig zu übersetzen.

Abends dann backe ich Zitronenkuchen. Ich hatte am Sonntag ja schon einen gebacken, bei dem man nach dem Aufschlagen von Eiern und Zucker flüssige Butter hinzufügt. Nun backe ich ihn klassisch. Schlage die Butter auf, gebe den Zucker hinzu, dann nach und nach die Eier.
Während der Kuchen auskühlt, gehen wir ins Bett. Es ist spät geworden.

Mittwoch, der 17. April 2013

Kazu freut sich, den Papa wiederzusehen und so lasse ich die beiden in Ruhe toben. Dann kommen wir halt mal zu spät in den Kindergarten. Und in Ruhe frühstücken muss auch sein, finde ich.
Es ist bereits halb zehn, als wir endlich im Kindergarten sind. Als wir bei der Garderobe sind, ist Kazus Gruppe gerade dabei, sich anzuziehen. Sie wollen in die Bibliothek fahren. Puh, das nenne ich Glück gehabt.
Oder, der liebe Gott hat ein Auge auf uns. ^^
Kazu wird von den anderen Kindern freudig begrüßt. Ich merke, dass er mittlerweile ein Teil der Gruppe ist und kein Außenseiter mehr. Das ist total schön anzusehen.

Zu Hause nehme ich die letzten Zeilen in Angriff. Gegen Mittag bin ich fertig. Geschafft. Noch abschicken und "Hurra!". Teil 1 ist fertig.

Jetzt gönne ich mir eine Pause und widme mich dem Zitronenkuchen.


Sehr schöne, feine Krume. Der andere Kuchen dagegen war sehr grobporig. Die klassische Methode der Sandmassenzubereitung hat eindeutig die Nase vorne. Nur geschmacklich fand ich den Kuchen nicht sonderlich. Schön zitronig, ja, Aber da habe ich schon besseren Zitronenkuchen gegessen.
Am besten fand ich bisher übrigens den Joghurt-Zitronen-Gugelhupf von Margareta Maurer (Nick: genovefa56).

Nachmittags bekomme ich von der Redaktion eine Mail. In meiner Excel-Tabelle sind die Zeilen durcheinandergewirbelt. Aaaah. Ich kann nichts weiter tun, als auf meinen Mann warten, der zum Glück viel Ahnung auf diesem Gebiet hat. Trotzdem belastet mich das. Denn ich will den ersten Teil endlich abhaken.

Ich lenke mich mit Kuchen backen ab. Oder hättet ihr etwas anderes erwartet? *g*
Die nächste Käse-Tarte ist dran. Fromage Flan heißt sie und ist sehr außergewöhnlich. Für mich jedenfalls.
Sie soll es morgen geben, wenn wieder meine Freundin Elsi vorbeikommt.

Abends kann ich dann, Dank meinem Mann, die ordentliche Version endlich abschicken.

Donnerstag, der 18. April 2013

Nichts essen, nichts trinken, nüchtern bleiben ist angesagt. Ich muss heute vormittag zur Magenspiegelung. Aaah, ich habe Hunger. Und dann sehe ich auch noch diese verführerische Obentô von Danii. Hach sieht das gut aus. *_*

Obwohl die letzte Magenspiegelung grauenvoll war (ich erspar euch mal die Einzelheiten), verzichte ich dieses mal wieder auf eine Spritze. Schließlich will ich bald wieder essen können. Der Kuchen wartet! :-P

Also lasse ich die Tortur über mich ergehen, wimmere wie ein Weltmeister und dann ist es endlich geschafft.
Alles unauffällig, sagt der Arzt. Der Laborbefund liegt eine Woche später vor.

Ich flitze nach Hause. Erst einmal was trinken. Dann gönne ich mir ein Eis. Aaah tut das gut.^^
Schließlich ist es Zeit und Elsi schaut vorbei. Ich serviere uns beiden Fromage Flan.


Mürbteigboden, Biskuitboden, Trockenfrüchte, Käsemase, Brie-Käse.
Kennt wer so eine Tarte? Ich googele ja immer gerne nach den Rezept-Namen, die ich backe, um zu sehen, was es dazu alles so gibt. Aber so eine Tarte finde ich nicht.

Der erste Bissen ist etwas ungewohnt durch die Trockenfrüchte. Doch dann breitet sich Erstaunen aus. Wow, die Komponenten harmonieren und bieten einem ein Geschmackserlebnis, das nicht langweilig wird. Wir essen gleich noch ein zweites. :-D

Nachmittags erwarten wir den Opa, doch der ist gar nicht in Berlin. Da habe ich wohl etwas durcheinandergebracht und muss Kazu vertrösten.
Spielen wir halt zusammen. ^^

Freitag, der 19. April 2013

Für heute habe ich mir jede Menge vorgenommen. Doch ich bekomme nichts auf die Reihe. Nach den letzten Tagen mit wenig Schlaf und der vielen Übersetzerei ist mein Körper wohl in den Streik getreten.
Um mich aufzuputschen, mixe ich mir eine Ananasmilch. Ah, das erfrischt und schmeckt lecker! :-D


Gestärkt mache ich mich auf den Weg zur Bibliothek, Bücher und CDs abgeben.
Eigentlich wollte ich noch in die Stadt reinfahren, um ein Geschenk für Kazus Kindergartenfreundin zu besorgen, die morgen ihren Geburtstag feiert, aber das schaffe ich nun nicht mehr.

Nach dem Kindergarten werden wir von L.s Mama zu ihnen mit nach Hause mitgenommen. Aber heute ist wohl der Wurm drin. Zuerst schmollt die große (L.s große Schwester), dann L. Kazu sitzt brav am Tisch und harrt der Dinge. Schließlich verschwinden die Kinder dann doch ins Kinderzimmer zum Spielen und ich und L.s Mama können uns ein wenig unterhalten.

Samstag, der 20. April 2013

Da ich mich gestern nicht dazu aufraffen konnte, ein Geschenk zu besorgen, muss ich heute vormittag losflitzen. Zum Glück läuft heute alles wieder rund. Post ist vor dem Frühstück fertig. Dann frühstücke ich mit Kazu und gegen 10:00 Uhr, nachdem ich noch schnell die Wäsche aufgehängt habe, düse ich los.
Ich fahre mal wieder zum KaDeWe. Das Geschenk aussuchen fällt nicht ganz so schwer, denn als ich gefragt habe, was K. (ein Mädchen) gerne mag, sagte mir ihre Mutter "Cars"-Auto. *g* Und so wähle ich ein "Cars"-Puzzle. Etwas zögere ich, denn das Kitty-Puzzle ist allzu süß. Aber nun gut. Desweiteren besorge ich noch ein weiteres Geschenk und Geschenkpapier.
Nun aber ab nach Hause. Keine Zeit zum Bummeln. Schließlich muss ich noch Mittagessen kochen.

Das steht zwar letztendlich etwas spät auf den Tisch, aber was soll's.
Kurz nach zwei werden wir von L.s Mama abgeholt. Auch L. ist zum Geburtstag eingeladen und L.s Mama ist so nett, uns im Auto mitzunehmen. K.s Geburtstagsfeier findet nämlich in Tommys Turbulenter Tobewelt statt, das mit den öffentlichen etwas umständlich zu erreichen ist.

Ich bin zum ersten Mal in der großen Halle dieses Indoor-Spielplatzes und bin beeindruckt. Die Kinder stürmen natürlich gleich los zum Spielen. Auch Kazu stürmt los, mich allerdings an der Hand hinter sich herziehend. "Mama, komm!"
Ein großes Kletterlabyrinth mit Rutschen hat es ihm angetan. Der Eingang ist halb so hoch wie ich.
Egal, rein ins Vergnügen. Und es macht richtig Spaß. Die Erbauer haben sich richtig was einfallen lassen.
Die Wellenrutsche ist toll. Mit meinem glatten Rock habe ich ganz schön Speed drauf. :-D
Kazu und ich tauchen wieder ein ins Kletterlabyrinth und kommen dieses Mal an der Spiralrutsche raus. Doch die ist etwas hart und tut weh. Vor allem mit Kind auf dem Schoß. Egal. Gleich nochmal.
Langsam wird Kazu sicherer und stürmt alleine weiter und ich setze mich wieder an den Tisch zu den anderen Müttern und tue ganz erwachsen. :-P

Der Geburtstagskuchen wird gebracht. Ein dreifarbiger Papageienkuchen. Der Kuchen wird von allen, die am Tisch sind, mit Begeisterung angenommen. Ich bin froh, dass Kazu kein Interesse an dem Kuchen zeigt und lieber spielen geht. Na ja, so schlecht war der Kuchen nicht. Saftig, ja, aber mich stört einfach das Phosphat des Backpulvers und Lebensmittelfarben muss ich auch nicht haben. Vor allem nicht für mein Kind.

Kazu kommt auf mich zu und wir stürzen uns beide wieder ins Getümmel. Sommner-Rodelbahn. Ein Tiger, bei dem das Maul auf und zu geht. Hüpfburg. Wir haben viel Spaß zusammen.
Schade finde ich, dass sich alles so zerläuft.

Doch nach einer Weile, ich sitze wieder brav am Tisch, strömen die Kinder vom Geburtstag zusammen und spielen gemeinsam. Schön zu sehen.

Zum Abendessen wird eine große Platte mit Pommes, Würstchen, Fischstäbchen und Chicken Nuggets aufgetragen.
Doch die wenigsten Kinder sind am Essen interessiert. Und auch Kazu hat keinen Appetit. Spielen ist doch viel spannender. :-D
Ich bin froh, dass wir spät zu Mittag gegessen haben und Kazu da gut zugelangt hat.

Kurz vor sieben. Zeit zu gehen, denn der Spielplatz schließt in Kürze. Es dauert eine ganze Weile, bis wir die Kinder im wahren Sinne des Wortes eingefangen haben. Hier und dort hört man Protestgeschrei. *g*
Aber endlich sind wir alle draußen. Ein schöner Geburtstag.

Kazu ist todmüde und hungrig. Ich mache uns schnell ein paar Sandwiches und dann geht es ab ins Bett.
Baden kann er auch morgen.

Sonntag, der 21. April 2013

Die Nacht war wieder unruhig (weil Kazu mehrmals nachts aufwachte und nach mir rief) und ich fühle mich unausgeschlafen. Aber für heute habe ich mir frei genommen, also mir vorgenommen, nicht zu übersetzen und stattdessen zu backen. Maronentarte und Maronentorte stehen auf meinem Plan. Hach, ich freu mich schon drauf.

Doch so richtig komme ich nicht in Fahrt. Schuld ist auch ein Buch, das ich gerade lese und das so spannend ist, dass ich Schwierigkeiten habe, es wegzulegen. "Der Geruch der Angst" von Iris Johansen. Spannend, aber nicht wirklich zu empfehlen, denn es ist eher leichte Unterhaltungsliteratur. *g*
Ich habe es mir aufs Geratewohl einfach aus dem Regal in der Bibliothek gegriffen. :-P

Vormittags habe ich dann endlich den Mürbeteig fertig, die Mandelcreme zubereitet und die Tartes gebacken.


Doch sie werden mir leicht zu dunkel und ich bin frustriert. Dann stelle ich fest, dass meine Maronencreme, die ich eigentlich für die Mont Blanc Creme verwenden wollte, Schimmel angesetzt hat. Argh, ausgebremst. Ich wollte doch backen. Aber will ich das wirklich? Zu leicht lasse ich mich heute ablenken. Und so spiele ich Lego und Autos mit Kazu und nach dem Mittagessen legen wir uns beide schlafen, wobei ich etwas döse und viel lese. *g*
Zum Munterwerden mixe ich uns nachmittags einen Ananas-Milchshake, den wir alle mit Begeisterung trinken. Einfach köstlich.
Dann hole ich Kazus Fahrrad aus dem Keller (uff, war das schwer, ich werd wohl echt alt) und mein Mann stellt den Sattel für Kazu ein.
Bald können wir beide mit den Rädern losdüsen.^^

Die meiste Zeit spiele und kuschele ich heute mit meinem Sohn. Backe ich halt morgen weiter.^^

Montag, der 22. April 2013

Was gebe ich heute bloß meinem Sohn in den Kindergarten mit? Ich habe nichts da.
In solchen Situationen bereite ich gerne Mushipan zu. Da ich auch Bananen da habe, werden es heute Banana Mushipan.


Kazu und ich naschen gleich zum Frühstück einen auf. Mmh, so weich und lecker.^^


Für die Tarte Mont Blanc benötige ich eine Pâte de marrons. In der Hoffnung, im Lafayette fündig zu werden, fahre ich gleich vomKindergarten aus dorthin. Doch ich finde nur Kastanienkonfitüre, Maronen pur und Crème de marrons. Sogar eine Maronencrème von Angelina gibt es. Da wäre ich fast schwach geworden.
Kennt ihr Angelina? Das ist eine gehobene Café-Kette. Und wisst ihr überhaupt, was Mont Blanc ist? Falls nicht, dann schaut mal hier: raids pâtisseries: Mont Blanc.

Ich war in Japan im Café Angelina und habe dort Mont Blanc gegessen und der war wirklich sehr lecker.

Marrons glacé gibt es. Oh, was ganz feines. Allerding kostet die Packung 22,80 €. Etwas sehr teuer für meine Verhältnisse. T_T
Ich kaufe nichts und fahre weiter zum Bio-Markt und auf dem Heimweg hole ich noch eine Dose Maronen der Firma Kattus von Kaufland. Die hatte ich auch, als ich meinen Chestnut Pound Cake gebacken hatte.

So jetzt aber los. Hm, irgendwie muss ich ganz schön improvisieren. Und das kommt dabei raus.


Nun habe ich endlich alle Tarte-Rezepte meines Buchs はじめての手作りお菓子 Home made sweets durch. Die Rezepte kommen im Laufe dieser Woche. Nächste Woche geht es dann weiter mit Chiffon Cakes.^^

Den schönen sonnigen Nachmittag verbringen Kazu und ich auf dem Spielplatz der Stadtmission neben dem Kindergarten.


Ich wünsche euch eine schöne Woche.
Und hoffe, dass euch nicht so die Augen jucken wie mir.

Sonntag, 21. April 2013

Meisterhafte Patisserie für Hotel, Konditorei und Restaurant


"Patisserie" lautet der Titel dieses Buches, dessen 5. Auflage von 1998 ich besitze. Nimmt man den Untertitel "Meisterhafte Patisserie für Hotel, Konditorei und Restaurant in Beschreibungen und Rezepten mit 262 Farbbildern" dazu, hat man in etwa eine Vorstellung, was einen erwartet. Das Einbandbild sagt natürlich auch einiges aus.

Der Autor des Buches heißt Kurt Matheis. Er ist Konditormeister, Chefpâtissier und war von 1984 - 1990 Fachlehrer für Konditorei, Pâtisserie und Confiserie an der Steigenberger Hotelberufsfachschule. Er gewann im Laufe seines Lebens mehrere Auszeichnungen. Ein echter Meister seines Fachs.

Das Buch deckt in 16 Kapiteln die ganze Bandbreite der Patisserie ab.

Inhalt
  • Mehlspeisen
  • Puddings, warme und flambierte Süßspeisen, Soufflés
  • Fettgebackenes
  • Kalte Süßspeisen
  • Gefrorenes, Halbgefrorenes, Eisgetränke
  • Milchmixgetränke
  • Grützen, Gelees, Kaltschalen
  • Fruchtsaucen, Cremesaucen, Weinschaum, Fruchtschaum-Saucen
  • Teegebäck, Petits fours, Eisgebäck
  • Käsegebäck, Käsefours, Pastetenhaus, Blätterteig
  • Weihnachtsgebäck, Lebkuchen, Christstollen
  • Torten, Kuchen, Schnitten
  • Garnieren, Spritzen, Modellieren, Schminken
  • Zucker- und Karamellarbeiten
  • Teige, Backfüllungen
  • Massen, Cremes, Mousses
  • Register
 Die reichlichen Fotos im Buch sind grandios und zeigen etliche Dekorationsmöglichkeiten auf.

Mich persönlich sprechen sie sehr an. Sie eröffnen mir eine neue Welt und ich bin sicher, das ich durch das Durcharbeiten dieses Buches sehr viel lernen werde.
Ich habe zwar bisher erst einige wenige Rezepte getestet, doch jedes war bisher fantastisch und entsprach dem, was ich mir unter Spitzen-Gastronomie vorstelle.

Das Buch enthält viele Informationen und kann auch als Nachschlagewerk verwendet werden, jedoch richtet es sich eindeutig an einen Personenkreis mit Vorkenntnissen. Die Rezepte sind kurz gehalten.
So heißt es z.B. "man stelle aus den Zutaten xy eine Bayrische Creme her". Auch die Mengen sind für eine große Personenzahl angesetzt.

Ich werde versuchen, die Lücken, die das Buch hat, zu schließen und euch so gut es geht, die Rezepte haushaltsgerecht nahezubringen.
Begleitet mich also in die Welt der Pâtisserie. :-D

A

Abgezogene Creme (Echte Vanillesoße)
Amaretto-Kirsch-Soufflé
Ananasecken (Petit Fours)
Ananaseis (Fruchteis)
Ananas-Eiscremesoda
Ananasflip
Ananas-Kirsch-Creme, Baiser mit
Ananaskrapfen
Ananasmilch
Ananas-Milchshake
Ananas-Sahnecremetorte
Ananassauce
Anisplätzchen
Apfelcrêpes
Apfel-Friate Milchshake
Apfelkaltschale
Apfelsauce
Apfel-Savarin
Apfelschmarrn
Apfelsterne mit Lebkuchenparfait
Apfelstrudel, Wiener
Apfeltorte, französische
Apricot Brandy-Eggnog
...





Samstag, 20. April 2013

Ananas-Eiscremesoda, Ananasmilch, Ananas-Milchshake

Da ich mein Patisserie Buch "Meisterhafte Patisserie für Hotel, Konditorei und Restaurant" alphabetisch durcharbeite, geht es natürlich mit Ananasrezepten weiter.
Ananas-Eiscremesoda, Ananas-Flip, Ananas-Kirsch-Creme, Ananaskrapfen, Ananasmilch, Ananas-Milchshake, Ananas-Sahnecreme-Torte und Ananassauce stehen an.

Der Einfachheit halber habe ich beschlossen, die Getränke zusammen abzuhandeln. Allerdings fehlt der Flip, der mit rohem Ei zubereitet wird und ich wollte dafür kein Ei aus dem Supermarkt nehmen. Und ehrlich gesagt, so sehr reizt es mich auch nicht, den Flip zu testen. Wahrscheinlich werde ich ihn einfach weglasssen.
Edit: Nun doch getestet, siehe unten.

Anm.: Die angegebenen Zutatenmengen kann man ruhig als Richtwerte sehen. Ich habe meist immer etwas weniger Sirup genommen.


Ananas-Eiscremesoda


Eiscremesodas werden in hohen Limonadengläsern mit Strohhalm und langstieligem Löffel serviert und mit Sahne und der entsprechenden Frucht ausgarniert.
Sie enthalten Sirup, Speiseeis, Sahne und Sodawasser/ Mineralwasser.
Alle Zutaten müssen kalt sein.

Zutaten für ein Glas von 0,2 l

3 cl Ananassirup
2 cl feingehackte Ananas
2 cl Sahne
1 Kugel Vanilleeis
Sodawasser
1 Kugel Ananaseis
1/4 Ananasscheibe
geschlagene Sahne

Zubereitung

Sirup, Ananasstückchen und flüssige Sahne ins Glas geben.
1 Kugel Vanilleeis hinzufügen und das Glas 3/4 voll mit Sodawasser auffüllen.
1 Kugel Ananaseis vorsichtig daraufgeben und mit geschlagener Sahne und Ananasscheibe ausgarnieren.
Strohhalm und Löffel dazu reichen.

Fazit: Sehr, sehr lecker und erfrischend.


Ananasmilch


Milchmixgetränke werden in einem Mixer zubereitet und in einem hohen Glas mit Strohhalm serviert.
Die Mengenangaben kann man als Richtwerte verstehen und seinem persönlichen Geschmack anpassen.

Zutaten für ein Glas von 0,25 l

2 cl Ananassirup
2 cl Ananaspüree
200 ml Vollmilch (bei mir: Soja-Reis-Drink)

Zubereitung

Alle Zutaten in einen Mixer geben und gut durchmixen. In ein Glas gießen.
Strohhalm dazu reichen.

Fazit: köstlich und erfrischend und schnell zubereitet


Ananas-Milchshake


Zutaten für ein Glas von 0,25 l

2 cl Ananassirup
2 cl fein gehackte Ananas
2 Kugeln Ananaseis
100 ml Vollmilch

Zubereitung

Alle Zutaten in einen Mixer geben und gut durchmixen. In ein Glas gießen.
Strohhalm dazu reichen.

Fazit: sehr köstlich und erfrischend


Ananas-Flip


Zutaten für ein Glas von 120 ml

1 cl Ananassirup
1 cl geraspelte Ananas
1/2 Ei
1 Kugel Ananaseis

Zubereitung

Alle Zutaten in einen Mixer geben und gut durchmixen. In ein Glas gießen.

Fazit: cremig süß (vielleicht hatte ich einfach zu viel Sirup), das Ei schmeckt man nicht raus, man schmeckt aber, dass der Drink, wie soll ich sagen, "Fülle" besitzt.
Erinnerte mich an eine unfertige Creme. 
Muss ich nicht noch einmal haben.


Nach den Getränken geht es mit der Ananas-Kirschcreme weiter, die wieder eine echte Herausforderung ist.
Mal sehen, wann ich dazu komme.

Thema: Die Welt der Patisserie

Anm.: Getränke zu fotografieren finde ich ja unglaublich schwer.

Freitag, 19. April 2013

Tarte aux poires タルト・ポワール


Hier kommt die nächste Tarte aus meinem Buch はじめての手作りお菓子 Home made sweets , das ich gerade durchbacke.

Wieder ein französischer Klassiker: Die Birnentarte.
Sie besteht aus einer Pâte brisée, einer Crème d'amandes und Birnen. Eine Kombination, die ich sehr gerne mag.^^


Zutaten für eine Tarte-Form von 16 cm Durchmesser

Pâte brisée
55 g Butter, kalt
100 g Mehl
10 g Zucker
1 g Salz
30 - 33 g Vollei

Crème d'amandes
50 g Butter, Zimmertemperatur
50 g Zucker
40 g Vollei
50 g Mandelmehl (blanchierte, gemahlene Mandeln)
etwas Rum
etwas Vanilleessenz

Belag
6 Birnenhälften aus der Dose (oder frische, reife Birnen)
Tortenguss oder Aprikotur
Pistazienkerne

Zubereitung

Pâte brisée
Butter in kleine Würfel schneiden und kalt stellen.
Mehl in eine Schüssel sieben. Die Butterwürfel hinzufügen und alles mit der Teigkarte schneidend vermengen.
Zucker und Salz hinzufügen.Alles miteinander vermengen, bis die Butter zu Krümeln wird und das Mehl-Butter-Gemisch wie Sand wird.
In die Mitte eine Mulde formen und 30 g verquirltes Ei hineingeben.
Alles mit der Teigkarte nicht knetend, sondern schneidend miteinander vermengen. Ist der Teig zu trocken, noch etwas Ei zugeben.
Den Teig, der nicht ganz homogen sein muss, zu einem Quader formen, in Folie wickeln und für mindestens 1 h in den Kühlschrank stellen.

Den Teig auf einer leicht bemehlten, möglichst kalten Arbeitsfläche so ausrollen, dass die Länge das Dreifache der Breite beträgt.
Ein Drittel (von der Länge) nach innen einschlagen. Die andere Seite daraufschlagen. Nun sollte man drei Lagen erhalten haben.
Den Teig gleichmäßig nach allen Richtungen zu einem Quadrat von 4 mm Dicke ausrollen.
Die Tarteform damit auslegen. (Ich fette die Form leicht ein.) Boden stippen.


Crème d'amandes
Butter cremig rühren, den Zucker nach und nach einrühren und jeweils glatt rühren.
Ei verquirlen und nach und nach einrühren.
Mandeln zugeben (am besten gesiebt) und einrühren.
Mandelmasse mit Rum und Vanille abschmecken.
Anm.: Die Masse wird nur gerührt, nicht geschlagen! Daher am besten mit Schneebesen arbeiten.

Die Mandelmasse in die Form füllen.


Die Birnenhälften quer mehrmals einschneiden und auf die Mandelmasse legen.
Die Mitte mit einem nicht eingeschnitten Stück belegen.


Im vorgeheizten Ofen bei 190°C O/U-Hitze 40 - 45 min backen.

etwas dunkel geworden :-(

Nach dem Backen mit Tortenguss oder Aprikotur abpinseln. (Mir ist die Aprikotur zu dick geraten.) Und gleich mit den Pistazienkernen dekorieren, solange die Glasur noch nicht fest ist. Tarte abkühlen lassen.


Das Rezept stammt aus dem Buch "はじめての手作りお菓子 Home made sweets", das ich im Einleitungspost (Buchvorstellung) zu dieser Reihe vorgestellt habe.

Motto: Backen wie in Japan.^^ 

Donnerstag, 18. April 2013

Ananas-Fruchteis


Nach den fantastischen Ananasecken geht es in meinem Patisserie Buch "Meisterhafte Patisserie für Hotel, Konditorei und Restaurant" weiter mit Ananaseis.
Bei dem Ananaseis handelt es sich um ein Fruchteis.

Fruchteis soll 17 - 18° Baumé haben. Mit dieser Einheit wird die Zuckerdichte in der Flüssigkeit angegeben, die mit einer Zuckerwaage gemessen wird.
17 - 18°Bé entspricht in etwa einem dicklichen Läuterzucker (Zuckersirup).
Der richtige Zuckeranteil ist entscheidend für ein gutes Eis. Ist er zu gering, entfaltet sich das Aroma der Früchte nicht richtig und das Eis wird beim Gefrieren rauh und grießig.
Ist der Zuckeranteil zu hoch, wird das Aroma der Früchte erdrückt und das Eis friert nicht richtig aus.

Aha. Sage ich mir. Was nun? Ich habe keine Zuckerwaage. Eine zu bestellen lohnt sich bei mir nicht, da ich nicht viel mit Zucker arbeite. Ich habe mal einen Zuckerkurs gemacht und der hat mir gezeigt, dass solche Spielereien nicht meine Welt sind.

Nun gut, ich werde mich mal streng ans Rezept halten und hoffen, dass es auch ohne Zuckerwaage geht.
Und so wende ich mich den Zutaten zu:

Zutaten

750 ml Wasser
600 g frische Ananas
300 g Zucker
5 g Fruchteis-Bindemittel
100 g Crème double
6 cl Ananassirup

Die nächste Hürde: Fruchteis-Bindemittel. Wo gibt es denn so was? Was ist das überhaupt? Ich ziehe das Internet und meine Fachbücher zu Rate.
Bei der kleinen Menge will ich ungern etwas bestellen.Dann habe ich die Lösung, von der ich jedoch nicht weiß, ob es klappt: Ich werde Pfeilwurzelstärke nehmen, denn diese habe ich sogar vorrätig.

Pfeilwurzelstärke ist ein Bindemittel ohne Eigengeschmack, ist säurestabil und verhindert die Bildung von Eiskristallen. Allerdings muss man die Stärke mit der Flüssigkeit aufkochen lassen. Ein Kochen ist jedoch im Rezept nicht vorgesehen.

Crème double gibt es nicht bei mir im Supermarkt und auch sonst habe ich es nirgends gefunden.
Notfalls könnte ich normaler Schlagsahne den abgesetzten Rahm einer anderen Sahne (bei carrageenfreier Schlagsahne setzt sich nach einer Weile der Rahm oben an) zufügen, um einen höheren Fettgehalt zu bekommen. Doch dann werde ich im KaDeWe fündig. Ich nehme eine Packung mit nach Hause.

Ananassirup ist ebenfalls keine leicht zu findende Zutat. Im Getränke-Fachhandel oder sehr gut sortierten Geschäften kann man jedoch fündig werden. Die Flaschen sind groß und nicht gerade billig.
Außerdem enthalten die fertigen Sirups jede Menge Chemie. Ich stelle die Flasche, die ich nach langer Suche endlich gefunden habe, wieder ins Regal und beschließe, selbst einen zu kochen.

Nachdem die Frage der Zutaten geklärt ist, kann mein Ananaseis-Experiment starten.

Vorbereitung

Da meine Ananas schon sehr reif ist, beginne ich mit dieser.

400 g Fruchtfleisch pürieren.
200 g Fruchtfleisch hacken (--> in kleine Würfel (ca. 5 mm Kantenlänge) schneiden)

Dann friere ich beides ein, da ich aus Zeitgründen erst am nächsten Tag weiterarbeiten kann.

Am nächsten Tag geht es weiter mit dem Ananassirup.
Ich habe kein Rezept dafür und koche ihn nach Bauchgefühl.

300 ml Ananassaft mit
ca. 90 g Zucker bei kleiner Hitze etwa auf die Hälfte einreduzieren und abkühlen lassen.

Natürlich teste ich ihn dann. Ja, hat die Konsistenz von dickflüssigem Sirup und schmeckt schön nach Ananas.

Zubereitung

Das Rezept im Buch ist wieder mal so kurz, dass ich es bestimmt 10x lesen musste, um zu schnallen, was ich machen soll.

Zucker mit Bindemittel mischen. Ach du Schreck, wie viel von der Pfeilwurzelstärke brauche ich überhaupt?
5 g erscheint mir ein bisschen wenig. Ich nehme 2 TL (na ja, eigentlich nehme ich einen, denn ich bereite nur die halbe Menge zu, aber wir tun mal so, als ob ich die ganze Menge herstellen würde :-P).
2 TL sind etwa 7 g Pfeilwurzelstärke. Ganz schön wenig im Vergleich zu anderen Rezepten mit dieser Stärke. Allerdings stelle ich auch kein Cremeeis her. Doch ich denke, ihr könnt problemlos mehr nehmen.
Eigentlich hatte ich mir ja vorgenommen, mich strikt ans Rezept zu halten, aber dann konnte ich doch nicht aus meiner Haut heraus und habe etwas weniger Zucker genommen. Nur 270 g.

In das Ananaspüree einrühren.
Das Püree habe ich natürlich rechtzeitig aus dem Gefrierschrank genommen. Es ist zwar noch eisig kalt, aber die Mischung ließ sich gut einrühren.
Wie ihr sehr, habe ich die Stärke nicht zum Kochen gebracht. Ihr könnt es ja mal ausprobieren und einen Teil des Pürees (oder alles) zum Kochen der Stärke verwenden. Würde mich ja interessieren, wie dann das Ergebnis ist.

Crème double und Ananassirup einrühren.
Wasser einrühren.
Eis ausfrieren lassen und dann Ananasstüchen zugeben.

Die Mischung habe ich dann in eine gefriergeeignete Box gegossen und in den Gefrierschrank gestellt.
So flüssig wie die Mischung war, hatte ich starke Bedenken, dass das was wird.
Wie geht es nun weiter? Die Zubereitungsanweisung im Buch beschränkt sich auf obiges Fettgedruckte.

Zum Glück habe ich schon mal Eis hergestellt und so rühre ich nach zwei Stunden die Eisflüssigkeit gründlich durch. Dann wieder nach ca. 90 min, dann etwa jede Stunde, bis es Zeit ist, ins Bett zu gehen.

 
Das Eis schmeckt schon mal sehr gut. Schön fruchtig nach Ananas und nicht so süß wie befürchtet.
Ganz zum Schluss rühre ich noch die Ananaswürfelchen ein.
Wie wird das Eis am nächsten Morgen sein? Steinhart? Ein Eisblock?

Gleich nach dem Aufstehen flitze ich in die Küche und teste das Eis.
Man kann das Eis gut (ohne es antauen zu lassen!) mit dem Löffel oder dem Eisportionierer ohne viel Kraft abschaben. Eine gewisse Geschmeidigkeit ist also vorhanden.
Die Konsistenz ist leicht grießig (doch zu wenig Zucker?), aber die Eiskristalle sind so fein, dass das Eis im Mund gleich schmilzt. Man hat ganz und gar nicht das Gefühl, Eisstücke im Mund zu haben.
Ein angenehmer Schmelz und das volle Ananasaroma beglücken mich.

Ich bin begeistert und super neugierig, was andere vom Eis halten. Meine beiden Testesser teilen glücklicherweise meine Begeisterung und ich bin stolz auf mein erstes Ananaseis.

Nun bin ich gespannt, wie es euch mit dem Rezept ergeht und wie ihr das Rezept umsetzt und ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mich an euren Erfahrungen teilhaben lasst.

Ich wünsche gutes Gelingen!


Thema: Die Welt der Patisserie

Mittwoch, 17. April 2013

Tarte Tatin タルト・タタン


Das Cheesecake-Kapitel ist nun durchgebacken, weiter geht es in meinem Buch はじめての手作りお菓子 Home made sweets mit den Tartes.

Das Tarte Kapitel wird vom Tarte Tatin eingeleitet. Den hatte ich vor drei Monaten mal nach einem Siefert Rezept mit Blätterteig als Boden ausprobiert und mein Tarte Tatin wurde eine Katastrophe, sprich war nicht genießbar.
Dementsprechend gespannt war ich auf diese Version. Das Rezept ist einfach gehalten (das Buch richtet sich schließlich an Backanfänger) und das Ergebnis überzeugte. Schöne karamelliesierte Äpfel auf knusprigem Boden.
Was ich auch schön fand, ist, dass als Boden ein Pâte brisée (eine Mürbeteig-Art) genommen wird.

Dieser Boden wird nämlich auch für den Tarte Tatin genommen, wie ihn das Hotel Tatin in Frankreich serviert.
Im Hotel Tatin wird der Tatin jedoch anders gebacken. (Rezept liegt mir vor.) Sie backen ihn in einem ofenfesten Stieltopf (Sauteuse). Zuerst kommen Butterstücke und Zucker rein, darüber randvoll rohe Apfelstücke. Das Ganze wird mit Mürbeteig abgedeckt und kommt nun in den Ofen. Die Tarte wird so lange gebacken, bis die Äpfel weich sind und saften. Dann setzt man die Sautierpfanne auf den Herd und lässt die Flüssigkeit einkochen (bis auf einen kleinen Rest). Nun lässt man den Kuchen eine Stunde ruhen. in dieser Zeit setzt er sich. Nun ist er nur noch halb so hoch.
Zum Schluss wird die Sauteuse wieder auf den Herd gesetzt und die restliche Flüssigkeit wird bei starker Hitze zum Karamellisieren gebracht. Noch stürzen, fertig.

Ehrlich gesagt gefällt mir die Version aus "Home made sweets" besser.

Und hier ist das Rezept für euch.

Zutaten für eine runde Form mit festem Boden von 15 cm Durchmesser

Pâte brisée
55 g Butter, kalt
100 g Mehl
10 g Zucker
1 g Salz
30 - 33 g Vollei

Sautierte Äpfel
30 g Zucker A
30 g Butter
3 säuerliche Äpfel
40 g Zucker B

Zubereitung

Pâte brisée
Butter in kleine Würfel schneiden und kalt stellen.
Mehl in eine Schüssel sieben. Die Butterwürfel hinzufügen und alles mit der Teigkarte schneidend vermengen.
Zucker und Salz hinzufügen.Alles miteinander vermengen, bis die Butter zu Krümeln wird und das Mehl-Butter-Gemisch wie Sand wird.
In die Mitte eine Mulde formen und 30 g verquirltes Ei hineingeben.
Alles mit der Teigkarte nicht knetend, sondern schneidend miteinander vermengen. Ist der Teig zu trocken, noch etwas Ei zugeben.
Den Teig, der nicht ganz homogen sein muss, zu einem Quader formen, in Folie wickeln und für mindestens 1 h in den Kühlschrank stellen.

Anm. Während der Teig ruhte, habe ich die Äpfel zubereitet.

Den Teig auf einer leicht bemehlten, möglichst kalten Arbeitsfläche so ausrollen, dass die Länge das Dreifache der Breite beträgt.
Ein Drittel (von der Länge) nach innen einschlagen. Die andere Seite daraufschlagen. Nun sollte man drei Lagen erhalten haben.
Den Teig gleichmäßig nach allen Richtungen zu einem Quadrat von 4 mm Dicke ausrollen.
Einen Kreis von 16 cm ausstechen und stippen.


Sautierte Äpfel
Äpfel schälen, entkernen und in 3 cm dicke Spalten schneiden.
Zucker A in eine Pfanne geben und karamellieiseren lassen. Wenn der Zucker goldbraun ist, die Butter in Stücken hinzufügen.
Äpfel hinzufügen und im Karamellsud schwenken.


Die Äpfel so lange sautieren (starke Hitze), bis sie schön karamellig sind. Sie sollten jedoch nicht zu weich sein, sondern noch Biss haben.
Die Äpfel können ruhig auch stärker gebräunt sein. Ich mag es nicht ganz so kräftig.

Die Backform warm stellen.
Zucker B in einem Topf karamellisieren und den Karamell in die Backform gießen und verteilen.
Das Vorwärmen der Backform erleichtert das Verteilen des Karamells.

Die sautierten Äpfel einlegen.

Die Teigplatte auflegen.

Im vorgeheizten Ofen bei 190°C O/U-Hitze 20 min backen, und weiter 20 min bei 180°C.


Nach dem Backen die Tarte abkühlen lassen. Flüssigkeit abgießen.
(Man kann den Sud noch eindicken und getrennt dazu reichen.)
Tarte stürzen.


Anm.: Im Buch ist die Farbe der Äpfel wesentlich dunkler, fast schon rötlich. Das hatte ich auch schon mal getestet. Aber mir persönlich schmeckt es nicht so.

Die Tarte schmeckt am besten mit einem Klecks Sahne


Das Rezept stammt aus dem Buch "はじめての手作りお菓子 Home made sweets", das ich im Einleitungspost (Buchvorstellung) zu dieser Reihe vorgestellt habe.

Motto: Backen wie in Japan.^^