Dienstag, 12. Januar 2016

Wochenrückblick 6.1.–10.1.

Mittwoch, der 6. Januar 2016

Die letzten Tage war ständig was los, so dass ich mir heute eine Auszeit nehme und zu Hause bleibe (abgesehen vom Bringen und Abholen von Kazu).
Ich setze mich an den PC und klicke mich durch die Weiten des Webs und was sehe ich? Meine Bärchen-Torte, die jemand als die seine ausgegeben hat. Auch sonst ist Bilderklau gerade ein großes Thema bei uns, da ich bereits noch andere Fotos von mir auf anderen Seiten gefunden habe.
Jetzt suchen wir einen Anwalt, der sich mit dem Thema auskennt. Seufz. So nervig.

Nachmittags soll der Opa kommen, doch wir warten vergeblich. Schließlich ruft er uns von sich zu Hause aus an. Er musste unterwegs umkehren, da wegen Noteinsatz die S-Bahn zu uns nicht fuhr.

Donnerstag, der 7. Januar 2016

Ein Tag ausruhen muss reichen. Einkaufen ist angesagt.
Wieder zu Hause wage ich mich an einen erneuten Versuch, was die Ananas Tarte Tatin angeht.
Die Ananas ist wunderbar saftig und aromatisch. Als Bindemittel setze ich HM Pektin ein (im Buch steht einfach nur Pektin).


Tja, doch mein Versuch misslingt total. Ich erhalte eine feste Karamellschicht und der Rest ist Suppe. Mein Pektin hat versagt. :-(
Nun gut. Ich setze Pektin und Ananas auf meine Einkaufsliste. So schnell geb ich nicht auf. :-P

Nach der Schule geht es seit langem mal wieder zum Judo. Kazu freut sich schon riesig.
Nachdem Kazu sich umgezogen hat, staunt ein anderer mir unbekannter Junge:
"Das kann doch gar nicht sein. Der Neue hat schon einen weiß-gelben Gurt!"
Haha, Kazu ist jetzt also der Neue.
Und tatsächlich, die anderen Kinder, die sonst mit dabei waren, sind in die nächste Gruppe aufgerückt und von denen in Kazus Altersklasse (oder jünger) sind heute keine da.
Doch wir haben Glück, sein alter Kindergartenfreund F. kommt. Wie schön. Auf F. hat sich Kazu ganz besonders gefreut.

Ich freue mich aufs Zusehen und staune, wie gut Kazu die Grundlagen noch beherrscht.

Freitag, der 8. Januar 2016

Mein Bruder hatte mir Ende Oktober eine Nachricht geschickt und gefragt, ob ich für ihn jobben will.
Ich lehnte ab. Für den eigenen Bruder arbeiten, fand ich einfach komisch.
Ende Dezember schrieb er erneut: "Willst du für mich jobben?"

Nun war ich neugierig. Was soll das für ein Job sein? Ich hakte nach. Er muss die Unterlagen für seine Steuererklärung zusammenstellen.
Ich musste lange überlegen. Schließlich schrieb ich zurück: "Am 8.1. könnte ich dir helfen. Ich bestehe aber darauf, nicht bezahlt zu werden. Meinem Bruder helfe ich gerne einfach so."

Und so fahre ich heute gleich von der Schule aus zu meinem Bruder.
Es war schon eigenartig. Und seine Fragen, warum ich denn immer noch Fleisch esse, warum ich noch nicht bei der GLS bin, warum ich meinen Arbeitsplatz, meinen PC etc nicht von der Steuer abgesetzt habe, etc hinterließen bei mir ein bitteres Gefühl.
Ich denke, es ist besser, wenn ich es bei diesem einen Mal belasse.

Es ist spät geworden und so fahre ich direkt von ihm zur Schule, um Kazu abzuholen.

Samstag, der 9. Januar 2016

Zum Glück macht Kaufland schon um 7:00 Uhr auf. So kann ich noch schnell, bevor meine Familie wach wird, einkaufen flitzen.

Ich bin schon lange zurück, als Kazu aufwacht und unser Tag beginnt.
Großes Thema an diesem Wochenende ist Kazus anstehender Kindergeburtstag.
Wer wird eingeladen? Was soll es zu essen geben? Was für Spiele soll es geben? Usw.
Das wird noch einmal ein Riesenakt.

Zum Mittag gibt es mal wieder Mâbô Nasu und als zweites Gericht Gemüse und Fleisch in weißer Soße.


Fortschritt in der Wohnung: Der Flur erhält einen Spiegel. :-)

Abends bereite ich uns Flammkuchen mit fertigem Filoteig zu. Das ist schnell zubereitet und mit frischem Salat belegt immer wieder ein schönes Abendessen.
Seit ich das Rezept "Flammkuchen mit Spinat und Pancetta" bei Danii gesehen habe, gibt es bei uns öfter den Flammkuchen aus Filoteig (nur anders belegt).

Sonntag, der 10. Januar 2016

Für unser Sonntagsfrühstück backe ich mal wieder Brot.
Es ist das Brioche Nanterre.


Ein herrlich weiches und flauschiges Brot. Allerdings auch sehr buttrig. Brioche eben. :-P

Mein Mann stellt für mich ein Wasserzeichen für meine Fotos her. Ich denke, zumindest einige sollte das vom "Klau" abschrecken.
Ich finde das Wasserzeichen ja total schick. :-) Danke schön. <3

Kazu und ich schreiben zusammen Einladungen für seine Geburtstagsparty und spielen Spiele zusammen.

So vergeht ein angenehm ruhiger Sonntag.

Sonntag, 10. Januar 2016

Mâbô-Nasu マーボーなす 麻婆茄子


Das Gericht Mâbô-Nasu ist ein in Japan beliebtes Gericht, das auf einem Gericht der Szechuan-Küche basiert und in Japan abgewandelt wurde. Es wird ähnlich gewürzt wie Mâbôdôfu und enthält statt Tôfu Auberginen (nasu).

Zutaten für 2 Personen

1 Aubergine (ca. 200 g)
1 grüne Paprikaschote (ca. 100 g)
1 dünne Porreestange (es werden 4 EL fein gehackte weiße Porreestange benötigt)
1 kleines Stück Ingwer (es werden 2 TL fein gehackter Ingwer benötigt)
1 Knoblauchzehe  (es werden 1 TL fein gehackter Knoblauch benötigt)
150 ml chinesische Brühe
1 EL Sojasoße
1 EL Zucker
1 1/2 EL Sake (Reiswein)
2 TL Katakuriko (oder Kartoffelstärke)
150 g Schweinehack
1/2 TL Tôbanjan (chili bean sauce)
1–2 TL Reisessig oder Getreideessig
ggfs. Fritieröl

Zubereitung

Von der Schale der Aubergine längs einen Streifen abschälen, dann etwas Schale stehen lassen und wieder einen Streifen abschälen. So fortfahren, so dass man am Ende ein Streifenmuster erhält (das muss nicht akkurat sein).
Die Aubergine in Scheiben schneiden (Stilansatz und Endstück werden entsorgt) und für 15 min in gesalzenes Wasser legen.

Paprikaschote vierteln, entkernen und auch die weißen Innenhäute und den Stilansatz entfernen.
Die Stücke quer halbieren und dann in Streifen schneiden.

Die Auberginenscheiben auf einem Haushaltstuch ausbreiten und trockentupfen.

Fritieröl auf 160–170°C erhitzen und die Auberginenscheiben appetitlich braun fritieren. Auf Haushaltspapier geben und so entfetten.
Ich fritiere nicht, sondern brate die Auberginenscheiben in der Pfanne mit etwas Öl von beiden Seiten an. Das dauert jedoch eine Weile.

Von der Porreestange das Wurzelende abschneiden und entsorgen. Vom weißen Teil der Stange etwa 8 cm abschneiden.
Dieses Stück fein hacken und die benötigte Menge von 4 EL abmessen.

Ingwer schälen und fein hacken (oder reiben).  Die benötigte Menge von 2 TL abmessen (wenn der Ingwer gerieben wird, benötigt man entsprechend weniger).

Knoblauchzehe schälen und fein hacken.  Die benötigte Menge von 1 TL abmessen.

Porree, Ingwer und Knoblauch in eine große Schüssel geben, Brühe, Sojasoße, Zucker und Reiswein dazugeben.
Die Stärke mit 3 TL Wasser anrühren und ebenfalls dazugeben. Alles gut verrühren.

Etwas Öl in einem Wok erhitzen und das Hackfleisch bei starker Hitze gut anbraten. Hin und wieder zerdrücken, damit es krümelig wird. Wenn das Hackfleisch braun geworden ist, das Tôbanjan hinzufügen und gut mit dem Fleisch vermengen und noch etwas mit anbraten.

Auberginen und Paprika in die Pfanne geben und kurz mit anbraten.
Die vorbereitete Brühe noch einmal durchrühren (die Stärke setzt sich ab) und in die Pfanne gießen.
Unter Rühren andicken lassen.
Zum Schluss den Essig einrühren. Nach Zugabe des Essig das Essen nicht mehr kochen lassen.

Wenn man das Gericht als Teil eines chinesischen Menüs serviert, reicht es für 4 Personen.

Mâbônasu passt nicht nur zu Reis super, sondern auch zu Spaghettini. :-D

Quelle fürs Rezept: Einfache Beilagen, Japan Cooking Center 1995

Samstag, 9. Januar 2016

Almond Rum Sablés ラムとアーモンドのサブレ


Diese Plätzchen sind so schön mürbe und aromatisch, dass man das Naschen nicht lassen kann. Jedenfalls ich nicht.^^

Zutaten für 18 Dreiecke

80 g Mehl Type 405
20 g geröstete, gemahlene Mandeln
20 g Kibizatô (ersatzweise gemahlenen Rohrohrzucker oder hellen Muscovado nehmen)
1 Prise Salz (ca. 0,3 g)
25 g Rapsöl
12 g Mandelcreme, vegan
15 g Rum

Vorbereitung

Blech mit Backpapier auslegen.
Ofen auf 170°C O/U-Hitze vorheizen.

Zubereitung

Mehl, Mandeln, Zucker und Salz in eine Schüssel geben und vermischen.
Öl und Mandelcreme hinzufügen und mit den Fingern einarbeiten. Dann mit den Handflächen die Klumpen locker verreiben, bis die Masse sandig ist.
Rum hinzufügen und alles zu einem Teig verkneten.


Auf Frischhaltefolie oder direkt auf Backpapier geben und 4 mm dick zu einer Platte von 16 cm x 18 cm ausrollen. 

Die Teigplatte der Länge und Höhe nach dritteln und jedes Rechteck diagonal halbieren, so dass Dreiecke entstehen.
Ich benutze zum Zerteilen einen Teigabstecher (Teigspachtel).


Im vorgeheizten Ofen bei 170°C O/U-Hitze ca. 22 min backen.
Blech aus dem Ofen nehmen und Plätzchen auf dem Blech auskühlen lassen.


Die Plätzchen lassen sich ganz leicht auseinanderbrechen.


Inspirationsquelle: まいにち食べたい ごはんのような クッキーとビスケットの本 ("Buch über Cookies und Kekse, die man wie Reis jeden Tag essen möchte") von Shiho Nakashima, 2009.

Donnerstag, 7. Januar 2016

Calpis-Brot カルピスブレッド


Ein aromatisches, weiches Weißbrot, das bei uns ruckzuck aufgegessen wurde. Das Besondere an diesem Brot ist die Zugabe von Calpis, hierzulande wohl eher unter Calpico bekannt.
Durch das Calpis bekommt das Brot eine frische Note.

Zutaten für 1 Brot von ca. 25 cm Länge und ca. 10 cm Breite

350 g Mehl Type 550
7 g Trockenhefe
21 g Zucker
10 g Magermilchpulver (kann auch weggelassen werden)
175 ml Wasser
42 g Calpis
1/2 Ei
35 g Butter, weich
7 g Salz

Zubereitung

Mehl in eine große Schüssel sieben und mit Hefe, Zucker und Milchpulver vermischen.
In die Mitte eine Mulde formen.
Wasser und Calpis auf ca. 38 °C erwärmen. Zusammen mit dem halben Ei in die Mulde gießen, dabei mit den Knethaken eines kraftvollen Handmixers von innen nach außen mit dem Mehl verrühren. Ca. 4 min kneten.
Weiche Butter mit Salz verrühren und zum Teig geben. Weitere 4 min kneten.
Teig aus der Schüssel nehmen, den Teig auf leicht bemehlter Arbeitsfläche rundformen und zurück in die Schüssel geben. Mit feuchtem Tuch abdecken.
Für die 1. Gare an einem warmen Ort ca. 60 min bei Zimmertemperatur gehen lassen. 

Dann aus der Schüssel nehmen und platt drücken, um den Teig zu entgasen.
Zu einem Rechteck ausrollen. Eine Seite sollte so lang wie die Kastenform sein.

Dann aufrollen und den Schluss fest zudrücken.
Mit dem Schluss nach unten in die gefettete Kastenform setzen.

Form abgedeckt erneut bei Zimmertemperatur oder etwas wärmer gehen lassen, bis der Teig schön aufgegangen ist.

Inzwischen den Ofen auf 170°C O/U-Hitze vorheizen.

Das Brot im vorgeheizten Ofen bei 170°C O/U-Hitze ca. 30 min backen.
Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.



Mir schmeckt das Brot pur am besten.^^

Das Rezept stammt aus dem japanischen Backbuch "パン作り入門" (Einführung ins Brot backen), das ich HIER vorgestellt habe.

Mittwoch, 6. Januar 2016

Wochenrückblick 1.1.–5.1.

Freitag, der 1. Januar 2016, Neujahr

Ich habe gut geschlafen und wache voller Tatendrang auf. Es ist schön ruhig und ich finde es sehr entspannend, mich ganz auf meine Backsession konzentrieren zu können.
Ich lege los mit dem Schokoladenboden für die Erdbeersahne-Schoko-Torte, dann stelle ich die Streusel für die Ananas Tarte Tatin her und backe den Blätterteig ab.

Es ist früher Nachmittag, als es klingelt und meine Schwiegereltern Kazu nach Hause bringen. Sie haben ebenfalls bei meiner Schwägerin übernachtet und sind nun auf dem Weg nach Hause.

Kazu ist gut drauf und stürmt, nachdem er Schuhe und Jacke ausgezogen hat, an mir vorbei in sein Zimmer. Seufz. Ja, so ist das. Noch nicht einmal eine ordentliche Begrüßung gibt es (so mit Küsschen und Umarmung).
Weinendes Mutterherz.
Meine Schwiegereltern fahren gleich weiter und ich widme mich wieder meiner Backaktion.

Die Zitrusfrüchteküchlein sind an der Reihe.
(Achtung an alle, die die Rezepte abspeichern! Beim Rezept für die vollwertigen Zitrusfrüchtekuchen ist mir bei der Zuckerangabe ein Fehler unterlaufen. Ich habe es soeben korrigiert.)

Es folgen die Vanillecreme für die Windbeutel, die Erdbeersahne, mit der ich dann gleich die Torte herstelle und die Windbeutel an sich.

Zwischendurch kommt Kazu in die Küche.
"Mama, spielst du mit mir? Mir ist langweilig."
Ich überlege. Aber zeitlich ist es einfach nicht drin, da ich etwas zu ruhig in den Tag gestartet bin.
"Ich schaffe es nicht. Ich muss noch zu viel für morgen vorbereiten. Tut mir leid. Frag den Papa."
Doch Kazu traut sich nicht, den Papa zu fragen und verzieht sich in sein Zimmer. Aber nicht ohne vorher noch zu sagen: "Mama, ich hab dich ganz doll lieb."
Als ob er merken würde, dass ich ein schlechtes Gewissen habe.

Abends rufe ich meinen Vater an, um ihm ein frohes Neues Jahr zu wünschen.
"Stimmt es, dass man dich am 3.1. besuchen kann?", fragt er.
Ja klar, sage ich.
"Das ist gut", sagt er. "Am 2. hätte ich mir auch nur schwer Zeit nehmen können."
Aha. Denke ich. Das klingt ja so, als ob es ganz unerwartet käme, dass ich am 2.1. feiern würde.
Seit ich zurückdenken kann, feiere ich meinen Geburtstag immer direkt am 2.1.

Am 26.12. jedoch habe ich meiner Familie gesagt, dass ich meinen Geburtstag 2016 nicht groß feiern werde, sondern den Tag nur mit meinen Freundinnen verbringen möchte.
Daraufhin hat sich meine Schwester für den 3.1. selbst eingeladen, weswegen mein Vater wohl gefragt hat.
Ob meine Schwetser tatsächlich am 3.1. kommt, weiß ich allerdings nicht.

Zum Schluss sagt mein Vater mir noch am Telefon, dass er dann am 3.1. käme und auch vorher nicht mehr anrufen wird.
Aha ...

Es ist spät geworden und ich bin schon mächtig müde. Soll ich den Käsekuchen weglassen?
Ich beschließe, mein Vorhaben durchzuziehen und mache mich ans Werk.
Endlich ist der Käsekuchen abgebacken und ich kann ins Bett. Todmüde aber zufrieden, dass ich alles geschafft habe.

Samstag, der 2. Januar 2016, mein Geburtstag


Leider bekomme ich nur wenig Schlaf, da mich in der Früh mein Blähbauch wieder mal vom Schlafen abhält. :-(
Stehe ich eben auf und mache mich an die Arbeit.

In der Früh klingelt das Telefon. Meine Mutter aus Japan ist dran und gratuliert mir zum Geburtstag.
Freu.
Wir unterhalten uns und kommen auf Weihnachten zu sprechen. Da sie in der Adventszeit zu mir sagte, Kazus und mein Weihnachtsgeschenk würden mit der Post kommen, hier aber nichts ankam und wir die einzigen waren, die von ihr keine Weihnachtsgeschenke bekommen haben, frage ich nach. Nicht dass ein Päckchen beim Zoll festhängt.
Doch ...
Sie habe einfach nichts geschickt, bekomme ich zu hören.
Aha ...

Nach dem Telefonat widme ich mich wieder meinen Vorbereitungen.
Zuerst stelle ich die Ananas Tarte Tatin fertig. Sie macht einen guten Eindruck.


Die Tarte habe ich hauptsächlich für meine beiden Freundinnen zubereitet, die es beide scharf mögen, denn der Karamell ist u.a.mit Chili gewürzt.
Dann fülle ich die Windbeutel und garniere sie aus.
Das Rezept für diese Windbeutel findet ihr HIER.


Nun kommt der Part, auf den ich mich am meisten gefreut habe: Die Fertigstellung meiner Schokoladenmousse-Crème Brulée Törtchen.
Im Originalrezept werden sie mit einer Airbrush Pistole besprüht, doch weder habe ich so eine Pistole noch habe ich ein Velvetspray da. Ein einfaches Sieb und Kakaopulver müssen genügen.
Diese Törtchen wollte ich schon seit zwei Monaten zubereiten, seit ich das Bild in meinem japanischen Patisseriebuch gesehen habe. Jetzt habe ich es endlich geschafft. :-)
Das Törtchen heißt L'Epicurien und wird in der Patisserie La Girafe in Toyama angeboten. HIER könnt ihr es anschauen.




Der Käsekuchen muss lediglich aus der Form geholt werden. Doch das gestaltet sich schwieriger als ich dachte, denn der Käsekuchenboden klebt unten am Springformboden fest.
Schließlich kann ich den Kuchen ablösen. Ohne Boden. Auch gut. Ich mag Käsekuchen ohne Boden eh lieber. :-P
Das Rezept für diesen Kuchen habe ich auf einem Blog gefunden. Und zwar auf "Kleines Kulinarium".


Dann bereite ich noch das Abendessen vor, räume etwas auf und decke den Tisch.
Die Zitrusfrüchteküchlein müssen nur auf einem Teller platziert werden.


Die schlichte Schokoladen-Erdbeertorte bleibt auf dem Blechtablett.
Meine ganzen Tortenplatten und Servierteller sind nämlich noch eingepackt, da wir noch keinen Stauraum dafür haben. (Einige Wohnzimmer- und Küchenmöbel haben wir beim Umzug nicht mitgenommen).


Iris ist die erste, die kommt, und so haben wir etwas Zeit, Neuigkeiten auszutauschen, denn wir haben uns seit August nicht mehr gesehen.
Dann kommt Lisa. Wir stehen in der Küche und quatschen und als es schließlich 14:45 Uhr ist, stoßen wir auf meinen Geburtstag an. :-D

Der große Moment ist da. Ich schneide die Ananas Tarte Tatin an. Doch was ist das. Ich bekomme sie nicht zerteilt. Die Karamellschicht ist im Gegensatz zu meinem ersten Versuch ganz hart.
Mit viel Mühe bekomme ich sie nur geschnitten. Geschmacklich ist sie top.
Seufz. Ob es an der nicht ganz so reifen und daher nicht ganz so saftigen Ananas gelegen hat?
Meine Freundinnen lassen sich vom festeren Karamell nicht stören und genießen einfach. :-)

Auch die L'Epicurien-Törtchen schmecken fantastisch. Echt großes Kino.
Nach etwa einer Stunde trudelt Fabians Familie ein, die ich absichtlich etwas später eingeladen hatte, um etwas Zeit mit den zwei Mädels alleine verbringen zu können.
Die anderen Kuchen werden ebenfalls mit Begeisterung vertilgt. Die Mühe hat sich gelohnt.

Es wird ein richtig schöner Geburtstag, wie schon lange nicht mehr. Entspannt, gemütlich und lustig. Auch für mich. Und das ist es, was ich wollte. Nicht ständig in der Gastgeberrolle sein zu müssen und dadurch selber vom Geburtstag nichts zu haben.
Kazu hat seinen Cousin zum Spielen da und ist ebenfalls glücklich und Fabian hat seine Familie da (mit meiner kommt er nicht klar).

Und so schön wie der heutige Tag verläuft, weiß ich, dass es die richtige Entscheidung war, meine Familie auszuladen. Es gab und gibt einfach viel zu viele Probleme und Enttäuschungen.

Fabians Familie verabschiedet sich am Abend. Kazus Cousin bleibt jedoch über Nacht und wird dann morgen abgeholt.
Wir, die Kinder, meine Freundinnen und ich essen gemeinsam zu Abend. Für uns Großen gibt es Mâbônasu. Auberginen und Paprika mit scharf gewürztem Hackfleisch nach chinesischer Art. Immer wieder lecker.^^


Die Kinder begnügen sich mit Reis, Furikake und Nori. Die Gurken bleiben unbeachtet.

Wir lassen es uns schmecken. Dann ist Bettzeit für die Kinder. Mein Mann bringt die beiden ins Bett, so dass ich mich weiter ungestört unterhalten kann. Wobei es hauptsächlich um die Flüchtlingspolitik geht. Ernste Themen zum Abend hin. :-P

Ein schöner Tag geht zu Ende. Ich verabschiede die beiden, räume noch das Gröbste auf und sinke müde ins Bett, als ich sicher bin, dass Kazu und sein Cousin endlich schlafen.

Ach ja, meine Geschwister haben angerufen und mir gratuliert und meine Schwester hat gefragt, wann sie denn morgen kommen kann.

Sonntag, der 3. Januar 2016

Zum Sonntagsfrühstück backe ich uns ein Brioche-Brot, genauer gesagt das Brioche de Clément.


Flauschig weiches, frisch gebackenes Brot, dazu ein Frucht-Smoothie, so kann man in den Sonntag starten.^^

Ich nutze den Vormittag, um aufzuräumen.
Um das Mittagessen für die Kinder kümmert sich mein Mann (--> Linsensuppe *g*).

Gegen 14:00 Uhr wird Elias schließlich abgeholt und um 15:00 Uhr kommt mein Vater zu Besuch.
Meine Schwester ruft an und sagt Bescheid, dass sie sich, typisch meine Schwester, verspäten wird.
Wir spielen solange das Spiel "Zauberberg", das wir aus der Bibliothek ausgeliehen haben.
Als dann meine Schwester da ist, decke ich die paar Reste vom gestrigen Tag.
Dann spielen wir zusammen Machi Koro, während Kazu und Keanu sich im Kinderzimmer vergnügen.
18:00 Uhr. Aufbruch. Puh. Geschafft.
Es dauert eine Weile, bis die Anspannung nachlässt.

Montag, der 4. Januar 2016

Das frühe Aufstehen fällt Kazu schwer. Doch es geht nicht anders. Heute geht wieder die Schule los.
Nachdem ich ihn zur Schule gebracht habe, gehe ich zum Frischeparadies, um mir Früchtepürees zu besorgen. Der erste Montag im Monat ist dort Rabatt-Tag.^^
Als ich am Obststand vorbeikomme und dort schöne Ananas liegen sehe, schnappe ich mir eine.
Wär doch gelacht, wenn ich die Ananas Tarte Tatin nicht hinbekomme. :-P

Zu Hause wartet der Haushalt auf mich. Dann gehe ich Kazu abholen.
Von der Schule fahren wir gleich weiter zu Kazus altem Kindergarten, denn in der Scheune der Stadtmission beginnt heute die neue Jungschar-Runde.
Wir treffen viele Kinder (und Eltern) aus seiner Kindergartengruppe. Ein komisches Gefühl.
Wie schnell man sich doch fremd wird und die Namen vergisst.

Es sind überwiegend Mädchen da und mit den paar Jungen dort kann Kazu nichts anfangen.
Ich hatte ja gehofft, dass seine beiden alten Kumpels Max und Fietja da wären.
Ich stelle Kazu frei, ob er noch ein zweites Mal hingehen möchte.
Er ist noch unentschlossen.

Wir kommen erst spät nach Hause (was mir gar nicht zusagt).
Nun ja, der Alltag hat begonnen.

Dienstag, der 5. Januar 2016

Natürlich ist es auch heute wieder schwer für Kazu, den Weg aus dem Bett zu finden. Er ist vom Typ her ein Langschläfer wie sein Papa. :-P
Doch wir schaffen es, rechtzeitig bei der Sporthalle zu sein. Kazu freut sich, dass er wieder am Sportunterricht teilnehmen darf.

Ich habe heute Mittag einen Termin bei meiner Heilpraktikerin. Wir besprechen die weitere Vorgehensweise und beschließen, dass ich erst mal eine Stuhlprobe ins Labor schicke, damit dieses einen Gesundheitscheck durchführt.
Von der Praxis aus fahre ich direkt zur Schule, um Kazu abzuholen. Es hat begonnen zu schneien. Ab nach Hause. Ich packe das ausgeliehene Spiel und das Buch aus der Bibliothek ein, dann brechen wir wieder auf. Heute ist Abgabetermin. Brr, ist das kalt heute.

Eigentlich ist heute ja noch Judo, aber ich habe es nicht mehr geschafft, mit Kazu dahin zu gehen. Tut mir leid, Kazu, dann Donnerstag, ja?

Montag, 4. Januar 2016

Vollwertiger Zitrusfrüchte-Kokoskuchen


Ich teste mich ja gerade durch das Buch "Naturküche" von Doris-Katharina Hessler durch.
Eines ihrer Rezepte nennt sich Sandteig-Zitruskuchen.
Besonders spannend fand ich die geringe Menge an Zucker, die verwendet wird. Und das bei so viel Zitrussäften, die noch hinzugegeben werden.
Kann das was werden?

Mein erster Versuch sah so aus:


Ein schöner, saftiger und zitroniger Kuchen. Ich war positiv überrascht. Aber irgendwas fehlte mir.
Und so experimentierte ich etwas herum. Auch dachte ich, dass ich ja die vielen schönen Produkte aus der nu³ Insiderbox (#nu3insiderbox) gut für diesen Kuchen verwenden könnte, um ihm noch vollwertiger zu machen.

Und siehe da, die Versuche zahlten sich aus und ich erhielt schöne vollwertige, saftige Küchlein, die mir richtig gut schmecken und zwar auch noch nach zwei Tagen!

Hier also mein abgewandeltes Rezept.


Zutaten für 8 kleine Küchlein von 8 cm x 6 cm x 2,5 cm

oder eine Kastenform von ca 20 cm Länge

1 Orange
1 Zitrone
100 g Butter, Zimmertemperatur
50 g Kokosnussöl extra virgine (kann auch durch Butter ersetzt werden)
37 g Kokosblütenzucker (kann auch teilweise oder ganz durch anderen Zucker ersetzt werden)
3 Eigelbe (55–60 g)
140 g Weizenvollkornmehl, fein gemahlen
10 g Traubenkernmehl (kann durch Weizenvollkornmehl ersetzt werden)
1 TL Weinstein-Backpulver
45–50 ml frisch gepresster Orangensaft
25–30 ml frisch gepresster Zitronensaft

3 Eiweiße (ca. 100 g)
1 Prise Salz
1 Spritzer Zitronensaft
15 g Zucker
16 g Grüne Rosinen
16 g große Kokosflocken (nach Belieben geröstet)

Zubereitung

Die Orange und die Zitrone schälen und das Fruchtfleisch filetieren. Fruchtfilets abtropfen lassen.
Butter und Kokosnussöl zusammen cremig rühren, Zucker hinzufügen und die Masse gut cremig schlagen.
Eigelbe verquirlen und nach und nach unter Rühren zur Butter-Zuckermasse geben.
Die Mehle mit dem Backpulver mischen und sieben.
Etwa 1/3 der Mehlmenge mit dem Schaber einrühren, dann etwa 1/3 der  Zitrussäfte hinzugeben und ebenfalls mit dem Schaber einrühren. Den Rest Mehl und Saft abwechselnd in 2–3 Etappen einrühren.

Die Eiweiße mit Salz aufschlagen, dann einen Spritzer Zitronensaft hinzufügen und schließlich den Zucker. Zu festem Eischnee aufschlagen.
Etwa einen Schaber voll Eischnee in die andere Masse einrühren, dann den restlichen Eischnee unterheben. Bevor der Teig ganz glatt ist, die Fruchtfilets, die Rosinen und die Kokosraspeln hinzufügen und alles behutsam vermengen.

Den Teig auf die Formen verteilen.

Die Küchlein im vorgeheizten Ofen bei 200°C O/U-Hitze 25–30 min goldbraun backen.
Stäbchenprobe.


Hinweis
Wer mag, kann auch noch den Schalenabrieb verwenden.
Wenn der Teig zu weich ist, noch ca. 1 EL Stärke unterziehen.
Bei Verwendung einer Kastenform sollte diese gefettet und gemehlt werden.
Die Backzeit verlängert sich!
Der Kuchen enthät viel Fruchtsäure. Die Backform sollte daher am besten säurestabil sein.



Inspirationsquelle: Hessler, Doris-Katharina, Naturküche für Genießer, Menü Gourmet Reihe, Mosaik Verlag, München, 1992

Sonntag, 3. Januar 2016

Wochenrückblick 28.12.–31.12.

Montag, der 28. Dezember 2015

Seit feststeht, dass meine zwei Freundinnen zu meinem Geburtstag kommen, freue ich mich richtig auf den 2. Januar. Ich schmiede Pläne und schreibe eine lange Einkaufsliste. :-D

Da mein Mann Urlaub hat, lasse ich Kazu bei ihm und ziehe alleine los zum Einkaufen.
Vormittags geht es zu dm, nachmittags noch zu Kaufland (<-- das ist keine Werbung für Kaufland, sondern einfach nur der größte Supermarkt, der hier am nächsten ist :-P).

Beide Male komme ich vollbeladen nach Hause. ^^;;

Dienstag, der 29. Dezember 2015

Da mein Mann Fleisch essen möchte, koche ich heute Kartoffelbrei mit Kassler und Sauerkraut. Wobei das Sauerkraut aus der Packung ist und das Kassler bereits in Scheiben geschnitten ist und nur noch gegart werden muss. Dafür ist der Kartoffelbrei selbst hergestellt.
Ja, manchmal muss es auch "easy going" sein.

Dann mache ich mich zum Gehen fertig. Ich treffe mich heute mit Lisa um 15:00 Uhr im Café Zuka Dessertkultur. Gegen 13:40 mache ich mich auf den Weg.

Was nehme ich denn nur? Schließlich bestelle ich das Gleich wie beim letzten Mal.
"Lemongras" zum Trinken und eine Limonenbaiser-Tarte.
Lisa bestellt sich eine Birnentarte.


Mmh, beides sehr lecker, wobei mir die Zitronentarte fast schon zu süß ist.
Gute vier Stunden verbringen wir dort. Wir haben uns viel zu erzählen. :-D

Während ich unterwegs bin, geht der Papa mit Kazu zum Einkaufen und trifft dabei Joshua, Noa  und deren Papa, die dann kurzerhand zu uns nach Hause zu Besuch kommen (während ich außer Haus bin).
So hat auch Kazu seinen Spaß.

Mittwoch, der 30. Dezember 2015

Was für eine Nacht. Ich konnte einfach keinen Schlaf finden. Ich hoffe, dass ich nächstes Jahr meine gesundheitlichen Probleme in den Griff bekomme.
Eigentlich wollten wir heute alle gemeinsam mit Fabians Schwester + Anhang ins Kino gehen und uns den Film "Snoopy" anschauen.. Doch ich bin so matt, dass ich schließlich passe und die beiden Männer um 9:00 Uhr alleine losziehen lasse.

Ich lasse mir Zeit und gehe dann in Ruhe einkaufen. Meine Einkaufsliste für das anstehende Wochenende ist noch nicht abgearbeitet.
Beim LPG Bio-Supermarkt kaufe ich zwei Ananas (sind gerade im Angebot), in der Hoffnung, dass wenigstens eine davon so richtig gut ist. Denn ich möchte William Curleys Ananas Tarte Tatin noch einmal zubereiten.

Gerade als ich zu Hause meinen Einkauf auspacke, klingelt das Handy.
Meine Männer sind noch bei Claudia (die mit im Kino war) und ich werde gefragt, ob Kazu dort über Nacht bleiben kann und dort auch Silvester verbringen kann.
Oh.
Da muss ich doch erst einmal schlucken. Was ist mit meinen Silvesterplänen? Unserem Spieleabend? Die Schaffung von Tradition?
T_T
Aber nüchtern betrachtet wird Kazu bei meiner Schwägerin und deren zwei Kindern sicher mehr Spaß haben und ich habe ja die Vorbereitungen für den 2.1. zu treffen.
Und so kommt es, dass ich meinen Sohn nur kurz sehe, als meine Schwiegereltern, die ebenfalls mit im Kino waren (wie ich nachträglich erfahren habe), Kazu und Fabian nach Hause bringen.
"Tschüß mein Schatz! Viel Spaß!"
Ein Abschiedskuss und weg sind sie.
Seufz. Ach ja, ich habe ja noch die restlichen Zutaten zu besorgen. Keine Zeit zu seufzen.
"Ich geh" dann noch einmal einkaufen." Sage ich zu meinem Mann.
"Warte, ich komme mit."
Wie jetzt? Wurde mein Mann im Kino ausgetauscht?
Es wird ein richtig schöner Einkauf (mit viel zu vielen ungesunden Produkten). :-D

Am späten Nachmittag beginne ich, meine Arbeitsliste abzuarbeiten.
Ich koche aromatisierten Läuterzucker (nach Curley) und die Fruchtglasur.
Für meine geplanten Schokoladenmoussetörtchen backe ich den Schokoladenboden.
Genug für heute.
Ich bin hundemüde (hatte ja letzte Nacht keinen wirklichen Schlaf) und gehe ins Bett.

Donnerstag, der 31. Dezember 2015

Ich muss zugeben, dass es doch sehr entspannend ist so ohne Kind.
Ich kann mich in aller Ruhe und ohne Zeitstress auf mich selbst konzentrieren und mich meiner Arbeitsliste widmen.

Es entstehen
Crème Brulée,
Ganache-Boden,
Schoko-Dekor-Rahmen,
Blätterteig,
karamelisierte Ananas
und die Schokoladenmousse.

Plansoll erfüllt. Ich fühle mich gut, denn ich konnte ganz entspannt und ruhig vor mich hin arbeiten.
Wie hätte ich das alles schaffen können, wenn Kazu da gewesen wäre?
Um 21:00 Uhr gehe ich ins Bett. Mit Ohropax, denn die alte, schwerhörige Dame über uns hat den Fernseher auf volle Lautstärke gedreht.
Gegen Mitternacht oder so werde ich kurz wach. Ich kann Knaller hören, dann schlafe ich wieder ein.

Tja, so habe ich Silvester verbracht. :-D

Damit beende ich den Wochenrückblick für das Jahr 2015.

An Rezepten möchte ich auf jeden Fall noch die Almonds-Rum-Sablés posten, die Sesam-Häufchen, Matcha-Mushipan, meine Version des Zitruskuchen, die Rehaugen (Sieferts Albertli), das Calpis-Brot und das eine chinesische Gericht (von dem ich es einfach nicht schaffe, ein gutes Foto bei Tageslicht zu knipsen).
Oh je, da hat sich wieder eine Menge angesammelt.

Mein Hauptwunsch für das Jahr 2016 ist, dass es unfallfrei bleibt und ich mein Bauchproblem in den Griff bekomme.

Euch allen wünsche ich ein gesundes und gesegnetes,
wundervolles Neues Jahr 2016!


P.S. Ich mit dem neuen Hut. :-)