Samstag, 9. August 2014
Cashew Sauce, vegan
Diese Sauce schmeckt mir richtig gut. Ich habe sie bereits wiederholt zum Mittagessen gehabt und daher wird es Zeit, mal das Rezept aufzuschreiben.
Gefunden habe ich das Rezept bei "Grüne Smoothies".
Da für meinen kleinen Haushalt die dort angegebene Menge zu viel ist und meine Sauce auch zu sämig wird, hat sich für mich folgendes Verhältnis als passend erwiesen.
Zutaten
100 g Cashewkerne
300 ml Gemüsebrühe
1/2 Knoblauchzehe
2 TL Zitronensaft
1/4 TL Kurkuma
1/8 TL Musaktnuss
weißer Pfeffer
Zubereitung
Alle Zutaten in den Hochleistungsmixer geben und Programmtaste "Sauce" drücken.
Die Masse soll schön glatt und cremig sein und einem schmecken. Ggfs nachwürzen.
Creme in einen Topf umfüllen und bei kleiner Hitze unter Rühren kurz aufkochen lassen. Dabei dickt die Masse ein.
Sehr köstlich auch mit fein gehacktem Dill, den man nach dem Aufkochen einrührt.
Zum Aufwärmen von Resten verdünne ich die Sauce mit Brühe, da sie mir sonst zu sämig ist.
Freitag, 8. August 2014
Vegane Matcha Cupcakes mit Tôfucreme
Hier die Variante der veganen Kaffee Cupcakes mit Matcha.
Mir ist nur die Creme etwas weich geworden.
Zutaten für etwa 12 Cupcakes
Boden
60 g Margarine (Alsan)
150 g Zucker (Rohrohrzucker, gemahlen)
180 g Mehl
9 g Weinstein-Backpulver
1 TL Matcha
1 Prise Salz
180 ml Soja-Drink
als Ei-Ersatz:
15 g Ei-Ersatzpulver
60 ml Wasser
oder
40 g Apfelmark
2 EL Sojamehl
Creme
250 g Tôfu, natur (firm)
180 g Soja-Sahne
70 g Puderzucker
10 g Matcha
50 ml heißes Wasser
1 2/3 TL Johannisbrotkernmehl (oder anderes Bindemittel, dann Menge anpassen)
Matchapulver zum Bestäuben
Zubereitung
Cupcake-Boden
Mehl, ggfs Sojamehl und Backpulver und Matcha mischen und sieben.
Margarine mit Zucker und Salz verrühren, das Mehlgemisch reingeben und alles vermischen, bis die Masse sandig ist.
Ei-Ersatzpulver mit Wasser aufschlagen und Milch einrühren.
Bzw. Apfelmark mit Milch verrühren.
3/4 davon unter die sandige Masse rühren, bis sich alles verbunden hat.
Rest zugießen und alles zu einem glatten Teig rühren.
Muffinform mit Papierförmchen auslegen und diese bis zu 2/3 mit der Masse füllen.
Im 190°C O/U-Hitze heißen Ofen ca. 20 min backen.
Die Cupcake-Böden sind fertig, wenn die Oberfläche bei leichtem Druck mit den Fingern zurückfedert.
Die Böden kurz abkühlen lassen, dann aus dem Blech nehmen und auf einem Gitter ganz auskühlen lassen.
Creme
Tôfu, Sahne und Zucker in einen Mixer geben und glatt mixen. Das dauert etwas.
Matcha im heißen Wasser verrühren, zugeben und glatt mixen.
Die Creme abschmecken.
Bindemittel zugeben und glatt mixen.
Anm.: Bei aufschlagfähiger Soja-Sahne kann diese auch aufgeschlagen und anschließend untergehoben werden.
Die Creme etwa 15 min ruhen lassen.
Dann sollte sie eine dressierfähige Konsistenz haben.
Ansonsten länger ruhen lassen oder mehr Bindemittel hinzufügen (vom Bindemittel abhängig).
Wer mag, kann die Matcha Böden noch aushöhlen und füllen, ich habe die Matcha-Tôfucreme einfach nur aufgestrichen.
Für einige Zeit in den Kühlschrank stellen, damit die Creme richtig bindet.
Anschließend leicht mit Matchapulver abstauben.
Vegane Kaffee Cupcakes mit Tôfucreme
Das Originalrezept für diese Tiramisu-Cupcakes ist in dem Buch "Süße Sünden - Cupcakes, Cheesecakes, Pies & Co." von der Hummingbird Bakery zu finden und es enthält natürlich Mascarpone.
Die Frage war nun, wie kann ich das Rezept veganisieren. Ich suchte in verschiedenen Datenbanken nach veganen Cupcakes, aber alle Toppings basierten auf Fett. Gar nicht mein Fall.
Es muss auch anders gehen. Da fiel mir mein makrobiotischer Kuchen mit der Tôfu-Creme ein.
Das könnte doch gehen, dachte ich mir.
Und so machte ich mich ans Werk.^^
Boden
60 g Margarine (Alsan)
150 g Zucker (Rohrohrzucker, gemahlen)
180 g Mehl
9 g Weinstein-Backpulver
1 Prise Salz
3 - 4 Tropfen Vanilleextrakt
180 ml Getreidemilch (neutral oder einen Cappuccino-Sojadrink)
als Ei-Ersatz:
15 g Ei-Ersatzpulver
60 ml Wasser
oder
60 g Apfelmark
1 1/2 EL Sojamehl
Sirup
160 ml starker Kaffee/ Espresso
50 ml Kahlúa
2 EL Zucker
Creme
250 g Tôfu, natur (firm)
30 ml Kaffeelikör (Kahlúa) oder Likör + starker Kaffee halb-halb
200 g Soja-Sahne
70 g Puderzucker
1 2/3 TL Johannisbrotkernmehl (oder anderes Bindemittel, dann Menge anpassen)
Kakaopuder zum Bestäuben
Zubereitung
Cupcake-Boden
Mehl, ggfs Sojamehl und Backpulver mischen und sieben.
Margarine mit Zucker und Salz verrühren, das Mehlgemisch reingeben und alles vermischen, bis die Masse sandig ist.
Ei-Ersatzpulver mit Wasser aufschlagen, Milch und Vanilleextrakt einrühren.
Bzw. Apfelmark mit Milch und Vanilleextrakt verrühren.
3/4 davon unter die sandige Masse rühren, bis sich alles verbunden hat.
Rest zugießen und alles zu einem glatten Teig rühren.
Muffinform mit Papierförmchen auslegen und diese bis zu 2/3 mit der Masse füllen.
Im 190°C O/U-Hitze heißen Ofen ca. 20 min backen.
Die Cupcake-Böden sind fertig, wenn die Oberfläche bei leichtem Druck mit den Fingern zurückfedert.
Die Böden kurz abkühlen lassen, dann aus dem Blech nehmen und auf einem Gitter ganz auskühlen lassen.
| mit Sojadrink, natur und Ei-Ersatzpulver |
| mit Sojadrink, natur und Apfelmark |
![]() |
| mit Cappuccino-Drink und Apfelmark |
Einer wird stets so aufgenascht. :-D
| mit Sojadrink, natur und Ei-Ersatzpulver |
| mit Sojadrink, natur und Apfelmark |
![]() |
| mit Cappuccino-Drink und Apfelmark |
Sirup
Die Zutaten erhitzen und auf etwa die Hälfte einreduzieren.
Abkühlen lassen.
Creme
Tôfu, Likör, Sahne und Zucker in einen Mixer geben und glatt mixen. Das dauert etwas.
Die Creme abschmecken.
Bindemittel zugeben und glatt mixen.
Anm.: Bei aufschlagfähiger Soja-Sahne kann diese auch aufgeschlagen und anschließend untergehoben werden.
Die Creme etwa 15 min ruhen lassen.
Dann sollte sie eine dressierfähige Konsistenz haben.
Ansonsten länger ruhen lassen oder mehr Bindemittel hinzufügen (vom Bindemittel abhängig).
Zusammenbau
Küchlein
vorbereiten.
Dazu
mit dem Messer oder einem Ausstecher aus der Mitte ein Stück herausschneiden bzw herausdrehen
und die Mulden sowie das herausgeschnittene Stück (Krumenseite) mit etwa je 1 TL vom Sirup tränken.
Die Mulden bis zu 2/3 mit Creme füllen und das herausgeschnittene Stück mit der getränkten Seite nach unten wieder aufsetzen.
Die restliche Creme mit einer Palette auftragen oder mit einem Spritzbeutel beliebig aufdressieren.
Für einige Zeit in den Kühlschrank stellen, damit die Creme richtig bindet.
Anschließend leicht mit Kakaopulver abstauben.
Die Tôfu-Creme ist angenehm cremig im Mund und trotzdem formstabil.
Daher kann man diese Cupcakes auch wunderbar transportieren. Ich hatte sie (als Bindemittel hatte ich bei diesen Kuzu genommen) bei schönstem Sommerwetter mit zu einem Picknick.
Anschließend leicht mit Kakaopulver abstauben.
Die Tôfu-Creme ist angenehm cremig im Mund und trotzdem formstabil.
Daher kann man diese Cupcakes auch wunderbar transportieren. Ich hatte sie (als Bindemittel hatte ich bei diesen Kuzu genommen) bei schönstem Sommerwetter mit zu einem Picknick.
Hier der Test:
Und zu guter Letzt natürlich noch die Anschnittbilder:
| mit Kaffeelikör |
| mit Toffeelikör und nicht ganz so fester Creme |
Statt mit Kaffee kann man die Cupcakes natürlich auch anders aromatisieren. Z.B mit Karamell oder mit Matcha (--> vegane Matcha Cupcakes mit Tôfucreme).
| Karamell |
| Matcha |
Donnerstag, 7. August 2014
Januar - März 1982
Am 2. Januar wurde ich 14 Jahre alt.
Vieles ändert sich nun in meinem Leben. Während früher die Aktivitäten meist familienbezogen waren, beginne ich, mein eigenes Leben zu führen. Immer präsenter sind die eigenen Erinnerungen an die Zeit.
Die nächsten Jahre sind für mich die prägendsten in meinem Leben.
Aber auch sonst gab es Veränderungen. Die Anzahl der Familienfotos (bzw. Fotos, die mein Vater von der Familie schoss) nahm ab, die von mir selbst geknipsten mit meiner neuen Tizer Can Camera 110TX Coca-Cola nehmen zu.
Durch die wenigen Fotos, aber auch dadurch, dass man sich mit zunehmendem Alter nicht mehr ganz so stark verändert, finde ich es immer schwieriger, die Fotos den Jahren zuzuordnen.
1982 würde ich als das Jahr des Anime (und Manga) bezeichnen. Ich kaufe viele Manga wie auch regelmäßig (monatlich) die Anime-Zeitschrift "The Anime" und fange an, mein Zimmer mit Anime-Postern vollzuhängen.
"Ginga Tetsudô 999", "Sennenjô", "Godmarz", "Xabungle" waren zu der Zeit meine Lieblingsserien, wobei der Hauptcharakter von Godmarz mein erster großer Schwarm war. :-D
Am 3. Januar fährt mein Bruder ins Skilager.
Dann, am 7. Januar klingelt das Telefon. Meine Stiefoma aus Deutschland hat traurige Nachrichten. Der Opa ist letzte Nacht gestorben. Ein großer Schock für meinen Vater.
Die Kirchengemeinde meines Vaters sammelt Geld und ermöglicht ihm dadurch, nach Deutschland zu fliegen.
Und so geht es für meinen Vater am 10.01.82 um 21:30 Uhr mit British Airways los.
Der Flug geht wie damals üblich über Anchorage (Zwischenstopp zum Auftanken) nach London, dann nach Frankfurt und von dort nach Berlin. Geplante Ankunftszeit Montag 11.01. um 13:55 Uhr.
So hat mein Papa noch einen Tag Zeit bis zur Beerdigung am 12.01.
Doch es kommt anders. Die Maschine meines Vaters hat einen Motorschaden, wodurch mein Vater einen Tag in Anchorage hängenbleibt.
Es ist der 12.01. Die Beerdigung ist um 11:00 Uhr vormittags. Mein Vater landet um 16:10 in Tegel. Es ist ein harter Schlag für ihn, es nicht rechtzeitig zur Beerdigung geschafft zu haben. Sehr hart. Auch heute fällt es ihm noch schwer, darüber zu reden.
Am 22.1. fliegt er wieder von Tegel ab zurück nach Tokyo, wo er am 23.01. landete.
Der Verlust des deutschen Opas war für mich nicht so schwer wie der meines japanischen Opas.
Vielleicht wegen der Entfernung, vielleicht, weil die Bindung nicht so intensiv war.
Aber als mein Vater aus Deutschland zurück nach Hause (in Japan) kam, musste ich bitterlich weinen. Ich weinte, weil ich meinen Papa verloren hatte. Und ich weinte viele Tage lang.
Ich erkannte meinen Vater nicht wieder. Er war so anders. Wo war der fröhliche Papa hin, so wie ich ihn kannte? Es dauerte sehr lange, bis ich mich mit dem "neuen" Papa anfreundete.
Am 29.1. gab es Halbjahreszeugnisse. Ich habe mal meins rausgekramt, da ich sonst so wenig Fotos für diesen Post habe.
Anfang des zweiten Schulhalbjahres bekam ich meinen ersten Liebesbrief (die Karte mit den Rosen und Herzen, die ich in der 3. Klasse bekam, zähle ich mal nicht).
Und eines Nachmittags, ich war mal wieder die letzte beim Gehen, setzte sich besagter Junge neben mich. Ich weiß noch, dass ich mich ganz unwohl fühlte. Und ich hatte absolut keine Ahnung, was er wollte.
Ich war zu der Zeit wirklich noch ganz unreif. Ich verstand das alles nicht.
So weit ich mich erinnere hatte ich noch nicht einmal meine Tage.
Am 11.02. habe ich meine Geburtstagsfeier abgehalten. Ich habe von jeder meiner Geburtstagsfeiern Fotos. Nur von dieser besitze ich keine. Sicher war mein Papa nicht in der Stimmung dazu.
Aber ich kann mich noch erinnern, dass ich einen Zettel in meiner Jackentasche fand. Eine Einladung zu einem Date von diesem Jungen. Er wollte sich heute mit mir treffen. Keine Ahnung, wie lange der Zettel schon in meiner Tasche war. Und keine Ahnung, ob ich hingegangen wäre, wenn ich Zeit gehabt hätte.
Ich denke, eher nicht. Was aber nichts mit dem Jungen zu tun hatte. Den fand ich nett.
Zum Valentine's Day bekam ich von ihm eine richtig feine Schokolade. Mmh, war die lecker. Das weiß ich noch. :-D
Eine Klassenkameradin, groß und kräftig gebaut, kam auf mich zu. Sie gestand mir, dass sie den Jungen, der kleinste Junge in der Klasse, mag.
Also wollte ich etwas Gutes tun und schrieb dem Jungen einen Brief.
"Hallo X, die Y mag dich. Dann hab einfach sie gern. Dann passt das."
Nun ja so ähnlich etwa.
Ich glaube, daran kann man gut erkennen, dass ich von Liebe zu der Zeit noch absolut keine Ahnung hatte.
Ich verstand auch nicht, warum der Junge plötzlich so abweisend zu mir war. Hatte ich den beiden nicht geholfen?
Ende März beginnt die Reisezeit.
Am 20.3. fährt mein Vater von der Kirche aus mit einer Gruppe nach Fukuoka.
Vom 29.3. -31.3. ist meine Schwester auf Klassenfahrt und
vom 28.3. - 2.4. bin ich auf Klassenfahrt.
Aber wo waren wir auf Klassenfahrt? Waren wir in der achten Klasse schon auf Kôzu-Shima? Wir waren auf jeden Fall in der 9. Klasse auf Kôzu-shima und wir sind zweimal da gewesen. 8. + 9. Klasse oder 9. Klasse + 10. Klasse? Ich weiß es nicht mehr. Aber wenn ich mir die Fotos anschaue, könnte es schon der Fall sein.
Auf jeden Fall waren wir auf einer Insel.
Kôzu-shima ist eine vulkanische Insel. Ein paar von uns sind auf den Berg, also den Vulkan gestiegen.
Die Fotos sind mit meiner Pocket Can Kamera geknipst. Daher die schlechte Qualität.
Oben auf dem Berg war es sehr, sehr windig. Als meine Freundin die Aussicht fotografieren will, hat unsere Lehrerin Angst um sie und hält sie fest. Das wiederum musste ich unbedingt knipsen. :-D
Das weiße auf dem unteren Foto ist Asche bzw Sand aus Asche. Keine Ahnung wie das fachlich korrekt heißt.
Uff. Ich hatte ganz vergessen, wie mühselig es ist, Zeugnisse der Vergangenheit zu finden, Bilder zuzuordnen, Erinnerungsbruchstücke zusammenzusetzen und diese "damals"-Posts zu schreiben.
Eine Sache zu dieser Zeit fand ich noch in einem der vielen Briefe. Ich habe wohl meiner Freundin in Deutschland geschrieben, dass ich mich in meiner Klasse als Außenseiter fühlte. Mit noch zwei anderen Mädchen zusammen.
Nun, bei den anderen war ausgehen, shoppen, das andere Geschlecht das große Thema.
Da konnte ich weder finanziell noch entwicklungsmäßig mithalten.
Man darf nicht vergessen, dass ich auf einer Auslandsschule war, wo die meisten Kinder aus finanziell (und gesellschaftlich) gut gestellten Familien kamen.
Auch war ich nie jemand, der mit der Masse schwamm, bzw so der Gruppenmensch. Und Schule war für mich eh nebensächlich. Mein Leben spielte sich außerhalb der Schule ab.
Ich hatte meine Freundinnen und kam mit allen gut klar.
Aber wenn ich so Filme/ Serien anschaue, wo die Teenies oder auch Twens zusammen ausgehen, auf Parties gehen, etc, habe ich schon das Gefühl, was verpasst zu haben.
Vieles ändert sich nun in meinem Leben. Während früher die Aktivitäten meist familienbezogen waren, beginne ich, mein eigenes Leben zu führen. Immer präsenter sind die eigenen Erinnerungen an die Zeit.
Die nächsten Jahre sind für mich die prägendsten in meinem Leben.
Aber auch sonst gab es Veränderungen. Die Anzahl der Familienfotos (bzw. Fotos, die mein Vater von der Familie schoss) nahm ab, die von mir selbst geknipsten mit meiner neuen Tizer Can Camera 110TX Coca-Cola nehmen zu.
Durch die wenigen Fotos, aber auch dadurch, dass man sich mit zunehmendem Alter nicht mehr ganz so stark verändert, finde ich es immer schwieriger, die Fotos den Jahren zuzuordnen.
1982 würde ich als das Jahr des Anime (und Manga) bezeichnen. Ich kaufe viele Manga wie auch regelmäßig (monatlich) die Anime-Zeitschrift "The Anime" und fange an, mein Zimmer mit Anime-Postern vollzuhängen.
"Ginga Tetsudô 999", "Sennenjô", "Godmarz", "Xabungle" waren zu der Zeit meine Lieblingsserien, wobei der Hauptcharakter von Godmarz mein erster großer Schwarm war. :-D
Am 3. Januar fährt mein Bruder ins Skilager.
Dann, am 7. Januar klingelt das Telefon. Meine Stiefoma aus Deutschland hat traurige Nachrichten. Der Opa ist letzte Nacht gestorben. Ein großer Schock für meinen Vater.
Die Kirchengemeinde meines Vaters sammelt Geld und ermöglicht ihm dadurch, nach Deutschland zu fliegen.
Und so geht es für meinen Vater am 10.01.82 um 21:30 Uhr mit British Airways los.
Der Flug geht wie damals üblich über Anchorage (Zwischenstopp zum Auftanken) nach London, dann nach Frankfurt und von dort nach Berlin. Geplante Ankunftszeit Montag 11.01. um 13:55 Uhr.
So hat mein Papa noch einen Tag Zeit bis zur Beerdigung am 12.01.
Doch es kommt anders. Die Maschine meines Vaters hat einen Motorschaden, wodurch mein Vater einen Tag in Anchorage hängenbleibt.
Es ist der 12.01. Die Beerdigung ist um 11:00 Uhr vormittags. Mein Vater landet um 16:10 in Tegel. Es ist ein harter Schlag für ihn, es nicht rechtzeitig zur Beerdigung geschafft zu haben. Sehr hart. Auch heute fällt es ihm noch schwer, darüber zu reden.
Am 22.1. fliegt er wieder von Tegel ab zurück nach Tokyo, wo er am 23.01. landete.
Der Verlust des deutschen Opas war für mich nicht so schwer wie der meines japanischen Opas.
Vielleicht wegen der Entfernung, vielleicht, weil die Bindung nicht so intensiv war.
Aber als mein Vater aus Deutschland zurück nach Hause (in Japan) kam, musste ich bitterlich weinen. Ich weinte, weil ich meinen Papa verloren hatte. Und ich weinte viele Tage lang.
Ich erkannte meinen Vater nicht wieder. Er war so anders. Wo war der fröhliche Papa hin, so wie ich ihn kannte? Es dauerte sehr lange, bis ich mich mit dem "neuen" Papa anfreundete.
Am 29.1. gab es Halbjahreszeugnisse. Ich habe mal meins rausgekramt, da ich sonst so wenig Fotos für diesen Post habe.
Anfang des zweiten Schulhalbjahres bekam ich meinen ersten Liebesbrief (die Karte mit den Rosen und Herzen, die ich in der 3. Klasse bekam, zähle ich mal nicht).
Und eines Nachmittags, ich war mal wieder die letzte beim Gehen, setzte sich besagter Junge neben mich. Ich weiß noch, dass ich mich ganz unwohl fühlte. Und ich hatte absolut keine Ahnung, was er wollte.
Ich war zu der Zeit wirklich noch ganz unreif. Ich verstand das alles nicht.
So weit ich mich erinnere hatte ich noch nicht einmal meine Tage.
Am 11.02. habe ich meine Geburtstagsfeier abgehalten. Ich habe von jeder meiner Geburtstagsfeiern Fotos. Nur von dieser besitze ich keine. Sicher war mein Papa nicht in der Stimmung dazu.
Aber ich kann mich noch erinnern, dass ich einen Zettel in meiner Jackentasche fand. Eine Einladung zu einem Date von diesem Jungen. Er wollte sich heute mit mir treffen. Keine Ahnung, wie lange der Zettel schon in meiner Tasche war. Und keine Ahnung, ob ich hingegangen wäre, wenn ich Zeit gehabt hätte.
Ich denke, eher nicht. Was aber nichts mit dem Jungen zu tun hatte. Den fand ich nett.
Zum Valentine's Day bekam ich von ihm eine richtig feine Schokolade. Mmh, war die lecker. Das weiß ich noch. :-D
Eine Klassenkameradin, groß und kräftig gebaut, kam auf mich zu. Sie gestand mir, dass sie den Jungen, der kleinste Junge in der Klasse, mag.
Also wollte ich etwas Gutes tun und schrieb dem Jungen einen Brief.
"Hallo X, die Y mag dich. Dann hab einfach sie gern. Dann passt das."
Nun ja so ähnlich etwa.
Ich glaube, daran kann man gut erkennen, dass ich von Liebe zu der Zeit noch absolut keine Ahnung hatte.
Ich verstand auch nicht, warum der Junge plötzlich so abweisend zu mir war. Hatte ich den beiden nicht geholfen?
Ende März beginnt die Reisezeit.
Am 20.3. fährt mein Vater von der Kirche aus mit einer Gruppe nach Fukuoka.
Vom 29.3. -31.3. ist meine Schwester auf Klassenfahrt und
vom 28.3. - 2.4. bin ich auf Klassenfahrt.
Aber wo waren wir auf Klassenfahrt? Waren wir in der achten Klasse schon auf Kôzu-Shima? Wir waren auf jeden Fall in der 9. Klasse auf Kôzu-shima und wir sind zweimal da gewesen. 8. + 9. Klasse oder 9. Klasse + 10. Klasse? Ich weiß es nicht mehr. Aber wenn ich mir die Fotos anschaue, könnte es schon der Fall sein.
Auf jeden Fall waren wir auf einer Insel.
Kôzu-shima ist eine vulkanische Insel. Ein paar von uns sind auf den Berg, also den Vulkan gestiegen.
Die Fotos sind mit meiner Pocket Can Kamera geknipst. Daher die schlechte Qualität.
Oben auf dem Berg war es sehr, sehr windig. Als meine Freundin die Aussicht fotografieren will, hat unsere Lehrerin Angst um sie und hält sie fest. Das wiederum musste ich unbedingt knipsen. :-D
Das weiße auf dem unteren Foto ist Asche bzw Sand aus Asche. Keine Ahnung wie das fachlich korrekt heißt.
Uff. Ich hatte ganz vergessen, wie mühselig es ist, Zeugnisse der Vergangenheit zu finden, Bilder zuzuordnen, Erinnerungsbruchstücke zusammenzusetzen und diese "damals"-Posts zu schreiben.
Eine Sache zu dieser Zeit fand ich noch in einem der vielen Briefe. Ich habe wohl meiner Freundin in Deutschland geschrieben, dass ich mich in meiner Klasse als Außenseiter fühlte. Mit noch zwei anderen Mädchen zusammen.
Nun, bei den anderen war ausgehen, shoppen, das andere Geschlecht das große Thema.
Da konnte ich weder finanziell noch entwicklungsmäßig mithalten.
Man darf nicht vergessen, dass ich auf einer Auslandsschule war, wo die meisten Kinder aus finanziell (und gesellschaftlich) gut gestellten Familien kamen.
Auch war ich nie jemand, der mit der Masse schwamm, bzw so der Gruppenmensch. Und Schule war für mich eh nebensächlich. Mein Leben spielte sich außerhalb der Schule ab.
Ich hatte meine Freundinnen und kam mit allen gut klar.
Aber wenn ich so Filme/ Serien anschaue, wo die Teenies oder auch Twens zusammen ausgehen, auf Parties gehen, etc, habe ich schon das Gefühl, was verpasst zu haben.
Montag, 4. August 2014
Wochenrückblick 28.7. - 3.8.
Montag, der 28. Juli 2014
Am nächsten Morgen fahre ich in der Früh los zu meiner Mutter. Da die Übernachtung von Kazu bei ihr nicht geplant war, und sie sicher nichts zum Frühstück da hat, dachte ich, dass ich mit frischen Brötchen vorbeikomme. Bei meiner Mutter in der Nähe gibt es ein Lindner-Feinkostgeschäft. Dort besorge ich Wurst, Käse und Brötchen und erschrecke, als es ans Bezahlen geht. o_O Ist das teuer!
Kazu ist gerade am Fernsehen (Mr. Bean als Zeichentrick läuft) und ist sauer mit mir, weil ich kurzerhand die Kiste ausschalte und sage, dass Frühstückszeit ist.
Ergebnis: Er schreit und ich habe meine Müh und Not, ihn wieder zu beruhigen. Puh. Alles nur wegen des Fernsehens. Was bin ich froh, dass wir keinen Fernseher mehr haben.
Endlich können wir frühstücken. Meine Mutter deckt noch Obst, frisch gekochte Kartoffeln und verschiedene Aufstriche (Ahornsirup-Karamell, Ahornsirup-Gelee, Maronencreme und Konfitüren).
Hach, das schmeckt.^^
Es ist schon später Vormittag. Nun aber ab nach Hause.
Als wir endlich daheim sind, ist Fabian schon weg. Er ist bereits in den Garten gefahren, um die ersten Sachen hinüberzutragen und letzte Hand an die Schlafstätte (Schuppen) anzulegen.
Kazu hat Lust auf Schokokuchen und da seine Maus-Muffin-Packung noch vorrätig ist, darf er Muffins backen. Ich wiege ihm die Zutaten ab. Die Eier lasse ich ihn in eine kleine Schüssel schlagen. Doch die Eierschale ist widerspenstig. So, das erste Ei ist geschafft. Beim zweiten ermuntere ich ihn, das Ei etwas fester auf die Schüsselkante zu schlagen. Und schwupp, ergießt sich das Ei auf den Tisch. Haha. Das üben wir noch. :-D
Die Muffins schmecken, Kazu ist stolz und die Mama zufrieden. :-)
Nun geht es ans Tasche packen. Denn morgen fährt Kazu mit dem Papa in den Urlaub. Urlaubsziel ist das Gartengrundstück meiner Schwiegereltern, wo Kazu und der Papa zusammen auf einer großen Luftmatratze im hergerichteten Schuppen übernachten werden.
Kazu ist schon ganz aufgeregt deswegen. Und ich freue mich auf meine Kind-freie Zeit.
Aber es kommt mal wieder anders ...
Dienstag, der 29. Juli 2014
Am Morgen geht es bereits los. Ich verabschiede mich von Sohn und Mann. Viel Spaß ihr zwei!
Bis zu meiner Therapiesitzung habe ich noch Zeit und so beschließe ich, den Wochenrückblick 21.7. - 27.7. zu schreiben, zu dem ich gestern nicht mehr gekommen bin.
Also PC angemacht. Eine Mail von meinem Bruder erwartet mich. Meine Patentante liegt im Sterben. Der Magen zieht sich zusammen.
Ja, sie ist schon alt und hat bereits viele Leiden. Und es war abzusehen, dass sie nicht mehr lange macht, aber wenn dann so eine Nachricht kommt, trifft es einen, bzw. mich doch unerwartet.
Aber ich habe Schwierigkeiten, mit dem Thema Tod umzugehen. Was soll ich tun? Ich benötige gute 90 min bis zu ihr. Gleich losdüsen?
Ich habe sie dieses Jahr noch gar nicht besucht. Mein schlechtes Gewissen plagt mich.
Die Angst quält mich. Angst vor Vorwürfen, Angst, einem sterbenskranken Menschen zu begegnen.
Angst vor dem Tod.
Ich mache mich auf zu meiner Therapie und bitte den Therapeuten, dass wir heute über diese Ängste sprechen und ich früher gehen kann.
Die Therapie hilft und ich mache mich mit guten Ratschlägen von ihm im Gepäck auf den Weg zu meiner Tante.
Sie liegt seit Sonntag im Bett zu Hause, wird mir berichtet.
Meine Tante freut sich riesig, mich zu sehen und ich bin ganz gerührt über diese echte Freude.
Ich befolge die Tipps meines Therapeuten. Zuerst halte ich nur ihre Hand. Später, als meine Tante etwas wacher ist, erzähle ich ihr, was ich alles für schöne Erinnerungen an sie habe.
Meine Tante lacht. Sie ist so gut wie klar bei Verstand und wir reden ein wenig. Dann verabschiede ich mich. "Ich komme wieder", sage ich, weil ich nicht weiß, wie ich mich sonst verabschieden soll.
Mittwoch, der 30. Juli 2014
Die letzte Nacht habe ich schlecht geschlafen. Immer wieder bin ich aufgewacht, habe auf mein Handy geschaut, ob DIE Nachricht drauf sei.
Völlig gerädert wache ich heute auf. Ich brauche erst einmal ein kräftigendes Frühstück.
Und so koche ich mir die Hirsecreme mit Blaubeeren. Ein Rezept, das ich über das Blogevent der Herzensköchin (Link führt zur Zusammenfassung) gefunden habe.
Mandelmilch und Hirse harmonieren sehr schön miteinander. Nur das Mandelmus stört mich ein wenig.
Der leckere Hirsebrei tut gut, dennoch bin ich nicht in der Stimmung wegzugehen. Nun ja, in der Wohnung gibt es genug zu tun.
Ich beschließe, weiter an meinen veganen Cupcakes zu arbeiten.
Dieses Mal bin ich zufrieden. Ein schöner Geschmack und eine feine Krume. :-)
Donnerstag, der 31. Juli 2014
Heute teste ich ein weiteres veganes Rezept: Einen Grießauflauf mit Blaubeeren nach dem Rezept "Kirschmichel", das ich wie schon die Hirsecreme auf dem Blog Küchenmamsel gefunden habe.
Schmeckt gut, ist mir aber von der Konsistenz nicht locker genug.
Am Nachmittag treffe ich mich mit meiner Freundin Lisa. Auf dem Weg zum Café komme ich am Lov Organic Teegeschäft vorbei, wo ich mir endlich die zwei Tees kaufe, die ich schon seit Monaten im Visier hatte: Lov is Zen und Weißer Tee mit Pfirsich-Johannisbeer-Aroma.
Jetzt aber schnell zu Mamecha, dem heutigen Treffpunkt. Ich bin etwas spät dran und Lisa wartet schon.
Sorry.
Lisa hat mir etwas mitgebracht. Einen super zitronigen Zitronenkeks. Mmh, erinnert ein wenig an Scones von der Konsistenz und der Dicke her. Ich mag das ja, Und sauer liebe ich sowieso.^^
Danke schön, Lisa.
Wir quatschen und quatschen und plötzlich ist es schon sehr spät geworden.
Es war ein schöner Nachmittag und endlich habe ich mein "kindfrei" so richtig genutzt.^^
Freitag, der 1. August 2014
Ich huste stark. Schlafmangel und die belastete Psyche haben mein Immunsystem wohl zu stark geschwächt. Dazu kommt, dass ich empfindlich gegen Zugluft bin. Und in der Bahn zieht es immer sehr.
Und so verbringe ich den Tag zu Hause. Wäsche, Unterlagen sortieren, aufräumen, Staub wischen auf den Schränken, irgendwas findet sich immer zu tun.
Und dann ist da noch Inas schönes Blogevent "Dress to impress", bei dem ich auch unbedingt mitmachen möchte.
Inas Blog "Ina is(s)t" habe ich schon seit letztem Jahr in meiner Blogroll und ich habe auch schon einiges ausprobiert. Z.B. den Rosenkohl mit Kartoffelkruste oder die Reispfannkuchen. Lecker, lecker.
Nach langem Überlegen entscheide ich mich für ein Miso-Dressing. Zuerst dachte ich an ein chinesisches Dressing, da Ina eine Zeitlang in China gelebt hat, aber dann siegt das Miso-Dressing. Das ist ganz typisch japanisch und ich habe noch kein Rezept davon auf meinem Blog.
Ich beginne, in meinen Büchern zu stöbern, aber mit den Inhaltsübersichten in den japanischen Kochbüchern komme ich nicht klar. Also probiere ich es bei Cookpad. Dort gibt es einige Rezepte.
Testen ist angesagt.
Meinen Männern draußen im Garten geht es gut. Ich bekomme Fotos gemailt.^^
Samstag, der 2. August 2014
Langsam fühle ich mich wieder lebendig. Heute kommen meine Männer nach Hause und ich möchte vorher noch einiges erledigen.
Ein weiteres Rezept der Bloggerwelt hat mein Interesse geweckt. Die Ingwer-Zitronen-Limonade, die ich bei tastesheriff gefunden habe, als ich nachschaute, was schon alles bei der "ich back's mir" Aktion eingetrudelt ist.
Ich habe alle Zutaten da und setze die Limonade daher gleich an.
Es ist so gut wie keine "Milch" (= Hafer-Drink, Reis-Drink, Soja-Drink) mehr da. Also gehe ich einkaufen. Auch ein paar Salatzutaten benötige ich.
Und da ich gerade in Fahrt bin, raffe ich mich auf, steige vollbeladen in den Bus und bringe endlich die aussortierten Kleidungsstücke, Bücher und Spielzeug zur Stadtmission, die heute wieder Trödelmarkt veranstaltet.
Uff. Wieder was geschafft. :-)
Zum Mittag teste ich weitere Miso-Dressing-Rezepte aus.
Nach einigem Probieren beschließe ich, mich auf mein Gefühl zu verlassen und mich von mehreren Rezepten inspirieren zu lassen. So entsteht mein persönliches Miso-Dressing, wie ich es mag.^^
Dazu gibt es Pasta mit Zucchinipesto. Ich bin ja nicht so der Nudel-Fan. Und Pesto mag ich auch nicht sonderlich, da sie mir zu fettig sind. Aber dieses Gericht (mit reduzierter Ölmenge) schmeckt mir richtig gut.
Das Rezept findet ihr bei Luna (und demnächst bei mir^^). Ich bereite gerade einen Gastpost für sie vor, für den ich eines ihrer älteren Rezepte nachgekocht habe. Und es hat sich sooo gelohnt!
Gestärkt vom schönen Mittagessen geht es erneut nach draußen und ich fahre mit der Bahn noch zum Bio-Supermarkt. Ich brauche noch frisches Brot, und das von dort schmeckt mir einfach am besten.
Als ich am späten Nachmittag wiederkomme, sind Fabian und Kazu bereits zu Hause.
Na, ihr zwei. Willkommen zurück! :-D
Sonntag, der 3. August 2014
Da meine gestrige Ingwer-Zitronen-Limonade schon alle ist, bereite ich mir heute wieder neue zu. Hach, das erfrischt so richtig bei dem heißen Wetter.^^
Mit was beglücke ich denn heute früh meine Männer?
Ja genau! Beim Aufräumen meines Papier-Ablagestapels ist mir der Umkarton meiner Silikon-Mini-Donutsform mit Rezepten drauf in die Hände gefallen.
Und so teste ich ein Rezept davon kurzerhand mal aus: Hotcake-Donuts.^^
Zum Mittag gibt es Pasta mit Zucchinipesto für alle (und allen schmeckt es^^) und dazu Salat mit Honig-Himbeer-Dressing.
Nach dem Mittagessen komme ich endlich dazu, ein Stracciatellaeis herzustellen. Ich bin gespannt, wie es schmeckt.
Nachmittags, als ich meine Blogroll überfliege, stolpere ich über ein Rezept, das mich gleich anspricht. Einfach und schnell. Ein Rührkuchen mit Früchten. Und so flitze ich spontan in die Küche und fange an zu backen.^^ Heidelbeer Joghurt Kuchen vom Blog "Barbaras Backstube".
Der Kuchen ist wirklich wunderbar saftig. Nur versinken wollten meine Früchte nicht.
Schnell abkühlen lassen und zur Kaffeezeit servieren. Und zwar mit einem Klacks Stracciatellaeis aus weißer Schokolade. :-)
Ein schöner Sonntag im Kreise meiner eigenen kleinen Familie.
Ein wenig schlechtes Gewissen wegen meiner Tante habe ich immer noch. Sie ist noch am Leben. Mein Papa fährt sie am Dienstag besuchen. Dann lasse ich mir berichten, wie es ihr geht und werde dann entscheiden, ob ich sie noch einmal besuchen werde. Ich weiß es nämlich nicht. Eigentlich habe ich mich verabschiedet und möchte sie lebendig und lachend in Erinnerung behalten.
Auch habe ich Angst, dass ich erneut in ein tiefes Loch falle, wo ich doch endlich wieder hinausgefunden habe.
Seufz.
Nun lasst euch von mir nicht herunterziehen. Genießt das Leben. Ich wünsche euch eine herrlich sommerliche Augustwoche.
Am nächsten Morgen fahre ich in der Früh los zu meiner Mutter. Da die Übernachtung von Kazu bei ihr nicht geplant war, und sie sicher nichts zum Frühstück da hat, dachte ich, dass ich mit frischen Brötchen vorbeikomme. Bei meiner Mutter in der Nähe gibt es ein Lindner-Feinkostgeschäft. Dort besorge ich Wurst, Käse und Brötchen und erschrecke, als es ans Bezahlen geht. o_O Ist das teuer!
Kazu ist gerade am Fernsehen (Mr. Bean als Zeichentrick läuft) und ist sauer mit mir, weil ich kurzerhand die Kiste ausschalte und sage, dass Frühstückszeit ist.
Ergebnis: Er schreit und ich habe meine Müh und Not, ihn wieder zu beruhigen. Puh. Alles nur wegen des Fernsehens. Was bin ich froh, dass wir keinen Fernseher mehr haben.
Endlich können wir frühstücken. Meine Mutter deckt noch Obst, frisch gekochte Kartoffeln und verschiedene Aufstriche (Ahornsirup-Karamell, Ahornsirup-Gelee, Maronencreme und Konfitüren).
Hach, das schmeckt.^^
Es ist schon später Vormittag. Nun aber ab nach Hause.
Als wir endlich daheim sind, ist Fabian schon weg. Er ist bereits in den Garten gefahren, um die ersten Sachen hinüberzutragen und letzte Hand an die Schlafstätte (Schuppen) anzulegen.
Kazu hat Lust auf Schokokuchen und da seine Maus-Muffin-Packung noch vorrätig ist, darf er Muffins backen. Ich wiege ihm die Zutaten ab. Die Eier lasse ich ihn in eine kleine Schüssel schlagen. Doch die Eierschale ist widerspenstig. So, das erste Ei ist geschafft. Beim zweiten ermuntere ich ihn, das Ei etwas fester auf die Schüsselkante zu schlagen. Und schwupp, ergießt sich das Ei auf den Tisch. Haha. Das üben wir noch. :-D
Die Muffins schmecken, Kazu ist stolz und die Mama zufrieden. :-)
Nun geht es ans Tasche packen. Denn morgen fährt Kazu mit dem Papa in den Urlaub. Urlaubsziel ist das Gartengrundstück meiner Schwiegereltern, wo Kazu und der Papa zusammen auf einer großen Luftmatratze im hergerichteten Schuppen übernachten werden.
Kazu ist schon ganz aufgeregt deswegen. Und ich freue mich auf meine Kind-freie Zeit.
Aber es kommt mal wieder anders ...
Dienstag, der 29. Juli 2014
Am Morgen geht es bereits los. Ich verabschiede mich von Sohn und Mann. Viel Spaß ihr zwei!
Bis zu meiner Therapiesitzung habe ich noch Zeit und so beschließe ich, den Wochenrückblick 21.7. - 27.7. zu schreiben, zu dem ich gestern nicht mehr gekommen bin.
Also PC angemacht. Eine Mail von meinem Bruder erwartet mich. Meine Patentante liegt im Sterben. Der Magen zieht sich zusammen.
Ja, sie ist schon alt und hat bereits viele Leiden. Und es war abzusehen, dass sie nicht mehr lange macht, aber wenn dann so eine Nachricht kommt, trifft es einen, bzw. mich doch unerwartet.
Aber ich habe Schwierigkeiten, mit dem Thema Tod umzugehen. Was soll ich tun? Ich benötige gute 90 min bis zu ihr. Gleich losdüsen?
Ich habe sie dieses Jahr noch gar nicht besucht. Mein schlechtes Gewissen plagt mich.
Die Angst quält mich. Angst vor Vorwürfen, Angst, einem sterbenskranken Menschen zu begegnen.
Angst vor dem Tod.
Ich mache mich auf zu meiner Therapie und bitte den Therapeuten, dass wir heute über diese Ängste sprechen und ich früher gehen kann.
Die Therapie hilft und ich mache mich mit guten Ratschlägen von ihm im Gepäck auf den Weg zu meiner Tante.
Sie liegt seit Sonntag im Bett zu Hause, wird mir berichtet.
Meine Tante freut sich riesig, mich zu sehen und ich bin ganz gerührt über diese echte Freude.
Ich befolge die Tipps meines Therapeuten. Zuerst halte ich nur ihre Hand. Später, als meine Tante etwas wacher ist, erzähle ich ihr, was ich alles für schöne Erinnerungen an sie habe.
Meine Tante lacht. Sie ist so gut wie klar bei Verstand und wir reden ein wenig. Dann verabschiede ich mich. "Ich komme wieder", sage ich, weil ich nicht weiß, wie ich mich sonst verabschieden soll.
Mittwoch, der 30. Juli 2014
Die letzte Nacht habe ich schlecht geschlafen. Immer wieder bin ich aufgewacht, habe auf mein Handy geschaut, ob DIE Nachricht drauf sei.
Völlig gerädert wache ich heute auf. Ich brauche erst einmal ein kräftigendes Frühstück.
Und so koche ich mir die Hirsecreme mit Blaubeeren. Ein Rezept, das ich über das Blogevent der Herzensköchin (Link führt zur Zusammenfassung) gefunden habe.
Mandelmilch und Hirse harmonieren sehr schön miteinander. Nur das Mandelmus stört mich ein wenig.
Der leckere Hirsebrei tut gut, dennoch bin ich nicht in der Stimmung wegzugehen. Nun ja, in der Wohnung gibt es genug zu tun.
Ich beschließe, weiter an meinen veganen Cupcakes zu arbeiten.
Dieses Mal bin ich zufrieden. Ein schöner Geschmack und eine feine Krume. :-)
Donnerstag, der 31. Juli 2014
Heute teste ich ein weiteres veganes Rezept: Einen Grießauflauf mit Blaubeeren nach dem Rezept "Kirschmichel", das ich wie schon die Hirsecreme auf dem Blog Küchenmamsel gefunden habe.
Schmeckt gut, ist mir aber von der Konsistenz nicht locker genug.
Am Nachmittag treffe ich mich mit meiner Freundin Lisa. Auf dem Weg zum Café komme ich am Lov Organic Teegeschäft vorbei, wo ich mir endlich die zwei Tees kaufe, die ich schon seit Monaten im Visier hatte: Lov is Zen und Weißer Tee mit Pfirsich-Johannisbeer-Aroma.
Jetzt aber schnell zu Mamecha, dem heutigen Treffpunkt. Ich bin etwas spät dran und Lisa wartet schon.
Sorry.
Lisa hat mir etwas mitgebracht. Einen super zitronigen Zitronenkeks. Mmh, erinnert ein wenig an Scones von der Konsistenz und der Dicke her. Ich mag das ja, Und sauer liebe ich sowieso.^^
Danke schön, Lisa.
Wir quatschen und quatschen und plötzlich ist es schon sehr spät geworden.
Es war ein schöner Nachmittag und endlich habe ich mein "kindfrei" so richtig genutzt.^^
Freitag, der 1. August 2014
Ich huste stark. Schlafmangel und die belastete Psyche haben mein Immunsystem wohl zu stark geschwächt. Dazu kommt, dass ich empfindlich gegen Zugluft bin. Und in der Bahn zieht es immer sehr.
Und so verbringe ich den Tag zu Hause. Wäsche, Unterlagen sortieren, aufräumen, Staub wischen auf den Schränken, irgendwas findet sich immer zu tun.
Und dann ist da noch Inas schönes Blogevent "Dress to impress", bei dem ich auch unbedingt mitmachen möchte.
Inas Blog "Ina is(s)t" habe ich schon seit letztem Jahr in meiner Blogroll und ich habe auch schon einiges ausprobiert. Z.B. den Rosenkohl mit Kartoffelkruste oder die Reispfannkuchen. Lecker, lecker.
Nach langem Überlegen entscheide ich mich für ein Miso-Dressing. Zuerst dachte ich an ein chinesisches Dressing, da Ina eine Zeitlang in China gelebt hat, aber dann siegt das Miso-Dressing. Das ist ganz typisch japanisch und ich habe noch kein Rezept davon auf meinem Blog.
Ich beginne, in meinen Büchern zu stöbern, aber mit den Inhaltsübersichten in den japanischen Kochbüchern komme ich nicht klar. Also probiere ich es bei Cookpad. Dort gibt es einige Rezepte.
Testen ist angesagt.
Meinen Männern draußen im Garten geht es gut. Ich bekomme Fotos gemailt.^^
Samstag, der 2. August 2014
Langsam fühle ich mich wieder lebendig. Heute kommen meine Männer nach Hause und ich möchte vorher noch einiges erledigen.
Ein weiteres Rezept der Bloggerwelt hat mein Interesse geweckt. Die Ingwer-Zitronen-Limonade, die ich bei tastesheriff gefunden habe, als ich nachschaute, was schon alles bei der "ich back's mir" Aktion eingetrudelt ist.
Ich habe alle Zutaten da und setze die Limonade daher gleich an.
Es ist so gut wie keine "Milch" (= Hafer-Drink, Reis-Drink, Soja-Drink) mehr da. Also gehe ich einkaufen. Auch ein paar Salatzutaten benötige ich.
Und da ich gerade in Fahrt bin, raffe ich mich auf, steige vollbeladen in den Bus und bringe endlich die aussortierten Kleidungsstücke, Bücher und Spielzeug zur Stadtmission, die heute wieder Trödelmarkt veranstaltet.
Uff. Wieder was geschafft. :-)
Zum Mittag teste ich weitere Miso-Dressing-Rezepte aus.
Nach einigem Probieren beschließe ich, mich auf mein Gefühl zu verlassen und mich von mehreren Rezepten inspirieren zu lassen. So entsteht mein persönliches Miso-Dressing, wie ich es mag.^^
Dazu gibt es Pasta mit Zucchinipesto. Ich bin ja nicht so der Nudel-Fan. Und Pesto mag ich auch nicht sonderlich, da sie mir zu fettig sind. Aber dieses Gericht (mit reduzierter Ölmenge) schmeckt mir richtig gut.
Das Rezept findet ihr bei Luna (und demnächst bei mir^^). Ich bereite gerade einen Gastpost für sie vor, für den ich eines ihrer älteren Rezepte nachgekocht habe. Und es hat sich sooo gelohnt!
Gestärkt vom schönen Mittagessen geht es erneut nach draußen und ich fahre mit der Bahn noch zum Bio-Supermarkt. Ich brauche noch frisches Brot, und das von dort schmeckt mir einfach am besten.
Als ich am späten Nachmittag wiederkomme, sind Fabian und Kazu bereits zu Hause.
Na, ihr zwei. Willkommen zurück! :-D
Sonntag, der 3. August 2014
Da meine gestrige Ingwer-Zitronen-Limonade schon alle ist, bereite ich mir heute wieder neue zu. Hach, das erfrischt so richtig bei dem heißen Wetter.^^
Mit was beglücke ich denn heute früh meine Männer?
Ja genau! Beim Aufräumen meines Papier-Ablagestapels ist mir der Umkarton meiner Silikon-Mini-Donutsform mit Rezepten drauf in die Hände gefallen.
Und so teste ich ein Rezept davon kurzerhand mal aus: Hotcake-Donuts.^^
Zum Mittag gibt es Pasta mit Zucchinipesto für alle (und allen schmeckt es^^) und dazu Salat mit Honig-Himbeer-Dressing.
Nach dem Mittagessen komme ich endlich dazu, ein Stracciatellaeis herzustellen. Ich bin gespannt, wie es schmeckt.
Nachmittags, als ich meine Blogroll überfliege, stolpere ich über ein Rezept, das mich gleich anspricht. Einfach und schnell. Ein Rührkuchen mit Früchten. Und so flitze ich spontan in die Küche und fange an zu backen.^^ Heidelbeer Joghurt Kuchen vom Blog "Barbaras Backstube".
Schnell abkühlen lassen und zur Kaffeezeit servieren. Und zwar mit einem Klacks Stracciatellaeis aus weißer Schokolade. :-)
Ein schöner Sonntag im Kreise meiner eigenen kleinen Familie.
Ein wenig schlechtes Gewissen wegen meiner Tante habe ich immer noch. Sie ist noch am Leben. Mein Papa fährt sie am Dienstag besuchen. Dann lasse ich mir berichten, wie es ihr geht und werde dann entscheiden, ob ich sie noch einmal besuchen werde. Ich weiß es nämlich nicht. Eigentlich habe ich mich verabschiedet und möchte sie lebendig und lachend in Erinnerung behalten.
Auch habe ich Angst, dass ich erneut in ein tiefes Loch falle, wo ich doch endlich wieder hinausgefunden habe.
Seufz.
Nun lasst euch von mir nicht herunterziehen. Genießt das Leben. Ich wünsche euch eine herrlich sommerliche Augustwoche.
Sonntag, 3. August 2014
Ingwer-Zitronen-Wasser
Das ist mein neues Lieblingsgetränk für den Sommer! So köstlich und erfrischend!
Das Wasser hat eine dezente Ingwernote mit leichter Säure.
Gefunden habe ich das Rezept auf dem Blog Tastesheriff.
(http://www.tastesheriff.com/zisch-und-weg-ingwer-zitronen-limo-mein-neues-sommergetraenk/#more-8953)
Zutaten
7 cm langes Stück Ingwer
2 EL Rohrohrzucker
50 ml Zitronensaft (Saft einer Zitrone)
1 l kochendes Wasser (kann ruhig auch etwas mehr sein)
Zubereitung
Ingwer schälen und in dünne Scheiben schneiden.
Zucker und Zitronensaft hinzufügen.
Mit dem kochenden Wasser übergießen.
2 - 3 h ziehen lassen.
In Flaschen abfüllen, verschließen und wenn sie abgekühlt sind, in den Kühlschrank stellen, bis das Ingwer-Zitronen-Wasser richtig schön kalt ist.
Ich finde ihn so absolut köstlich. <3
Claretti von Tastesheriff fügt noch Eiswürfel, Zitronenscheiben und Minze hinzu.
Samstag, 2. August 2014
Miso-Sesam-Dressing 胡麻味噌ドレッシング
Dieses Dressing aus der japanischen Küche ist vielseitig einsetzbar. Es passt zu gekochtem oder gegrilltem Gemüse, zu Fleisch und Co wie auch zu Blattsalaten.
Zutaten
1 EL helle Miso-Paste (ich hatte Shinshu)
1 EL milder Getreide-Essig (Kokumotsu-Su)
1 EL Sesam
1 TL Zucker
1 TL Dashi (japanische Brühe)
1 TL Öl
Zubereitung
Sesam rösten und mahlen (z.B. im Mörser zerstoßen).
Miso-Paste mit Essig, Sesam, Zucker und Brühe verrühren.
--> Für die Brühe löst man am besten ein paar Instant-Dashi-Körnchen in etwas heißem Wasser auf und misst davon 1 TL ab. Veganer mehmen Kombu-Dashi auf Algen-Basis.
Das Öl einrühren.
Wer mag, gibt noch etwas geröstete Sesamkörner dazu.
Über den Salat gießen.
Dieses Dressing habe ich die letzten Tage anlässlich des Blogevents "Dress to Impress" kreiert.

Am liebsten hätte ich ja das super leckere Möhrendressing eingereicht, aber es sollte ja was Neues sein.
Und da ein Miso-Dressing eh noch in meiner Dressing-Rezepte-Sammlung fehlte ... :-D
Und auch bei dem Blogevent von "Ina is(s)t" gibt es noch kein solches Dressing mit Miso. Also schicke ich es mal hin. :-)
Beim Rezeptverzeichnis checken musste ich feststellen, dass ich die ganzen asiatischen Dressings noch gar nicht ins neue A-Z Register übernommen habe. Gleich mal nachholen. ^^
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