Donnerstag, 9. Mai 2013

Potato Salad ポテトサラダ


Bei diesem Gericht handelt es sich um einen schlichten Kartoffelsalat, wie man ihn seit alters her in Japan zubereitet. Kartoffelsalat ist in Japan sehr beliebt und daher vielerorts anzutreffen. Er wird meist (immer?) mit einer Mayonaise zubereitet, die jedoch im Gegensatz zur deutschen Mayonaise sehr mild schmeckt und ein ganz spezielles, einmaliges Aroma hat. Ein Geschmack, der für mich Kindheitserinnerung ist und den ich automatisch mit Japan assoziiere.

Der Kartoffelsalat zählt in Japan zu den westlichen Gerichten und ist daher meist nicht in deutschsprachigen Büchern über die japanische Küche aufgeführt.
Dagegen ist das Rezept in vielen japanischen Standardkochbüchern zu finden und oft hat jede Familie ihre eigene Variation.

Ich habe mir mal vier Rezepte herausgesucht, um euch so den Spielraum aufzuzeigen, den ihr bei der Zubereitung habt.

Kartoffelsalat ist in Japan eine Gemüsebeilage zum Essen und keine Hauptmahlzeit, die Mengenangabe pro Person fällt daher kleiner aus, als man es womöglich gewöhnt ist.

Menge für eine Person

1 Kartoffel (120 g - 150 g)
0 g - 50 g Möhre
0 g -  20 g Zwiebel, geschält
15 g  - 50 g Gurke, entkernt
1 - 1,5 EL japanische Mayonaise (z.B. von Kewpie)
2 ml - 4 ml  milder Essig oder Zitronensaft (Anm.: 1 TL fasst 5 ml)
0 TL - 1/4 TL Senf
Salz, Pfeffer

Das sind die Zutaten für das Standardrezept.

Beliebt als weitere Zutaten sind Wurstwürfel, Maiskörner und hart gekochtes Ei.
Ein No Go, so sagt man, sind Früchte und unüblich sind auch Paprikaschoten.

Zubereitung

Möglichkeit 1: Kartoffeln schälen, Augen entfernen, in 2,5 cm große Stücke schneiden oder in 1 cm dicke Halbmond-Scheiben (hantsukigiri). Evt. in Wasser legen, um Stärke zu entfernen. Dann kochen. Wenn die Kartoffeln gar sind, Wasser abgießen und nochmals bei kleiner Hitze kurz dämpfen, um überschüssiges Wasser zu entfernen.

Möglichkeit 2: Kartoffeln und Möhren putzen, als Ganzes mit Schale kochen oder besser noch dämpfen.
Dann schälen, die Kartoffeln in etwa 5 mm dicke, die Möhren in 2 - 3 mm dicke 1/4-Segment-Scheiben (ichougiri, Ginko-Schnitt) schneiden. Möhren beiseite legen.

Die heißen (!) Kartoffeln salzen und pfeffern und mit Zitronensaft oder Essig vermengen. Abkühlen lassen.
Anm. Wenn die Kartoffeln heiß sind, nehmen sie die Aromen besser auf. Das hat was mit der Stärke in den Kartoffeln zu tun.

Zwiebeln in feine Scheiben (usugiri) schneiden.
Möglichkeit 1: Salzen und weich kneten. Vor dem Kneten kann man sie auch kurz ziehen lassen.
Möglichkeit 2: Für ca. 10 min in kaltes Wasser legen.
Die weich gewordenen Zwiebeln mit dem Senf vermengen.

Gurken in feine Scheiben (koguchigiri) schneiden. 
Möglichkeit 1: Salzen und das Salz mit den Händen einarbeiten. So werden die Gurken weich. Vor dem Kneten kann man sie auch kurz ziehen lassen.
Möglichkeit 2: Salzen und ca. 10 min ziehen lassen. Dann tritt Wasser aus.
Die weichen Gurken kräftig ausdrücken.
Anm. Die benötigte Salzmenge ist Erfahrungssache. Wer zu viel Salz nahm, spült die Gurken am besten leicht mit Wasser ab.

In einer großen Schüssel Kartoffeln, Zwiebeln und Gurken vermischen. Die Mayonaise hinzufügen und alles vermengen.
Anm. Ob man einen Teil der Kartoffeln leicht zerdrückt, ist einem freigestellt. Da hat jeder Koch seine eigene Meinung zu. Ich persönlich habe gerne ein paar zerdrückte Kartoffeln in meinem Salat.

Zum Schluss die Möhren untermengen.

Bei Bedarf nochmals salzen und pfeffern.
Guten Appetit.



Zum Schluss habe ich noch zwei Links für euch zu den Rezepten von zwei Bloggerkolleginnen.
http://bento-mania-2010.blogspot.de/2010/09/rezept-japanischer-kartoffelsalat.html
http://lecker-bentos-und-mehr.blogspot.de/2012/07/japanischer-kartoffelsalat.html
und
Bilder von Google bei der Eingabe von ポテトサラダ

Quelle 1 (Foto), Quelle 2Quelle 3, Quelle 4: Zeitschrift, sowie die übliche Internetrecherche.











Kommentare:

  1. Bevor ich sie probiert habe, konnte ich mir auch nicht vorstellen, dass bei der Mayonnaise solche geschmacklichen Unterschiede vorhanden sind. Aber es hat sich gelohnt und zum Glück kann man solche Sachen ja online kaufen ;)
    Sonnige Grüße und einen schönen Feiertag
    Danii

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  2. Aus was ist denn die japanische Mayo? Kann man die auch selbst machen?

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  3. Das mir der Mayo würde mich auch interessieren, hast du eventuell ein Rezept dafür? Ich mag Kartoffelsalat sehr, mache ihn aber meist norddeutsch mit Essig und Öl...
    Schönen Feiertag dir!

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  4. Das finde ich ja toll. :) Dann muss ich mir mal japanische Mayonnaise zulegen, damit ich es mal probieren kann!

    Sonst hört sich das Rezept ähnlich an, wie mein Opa den macht. Ich liebe seinen Kartoffelsalat.
    Lieben Gruß, Sini ♥

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  5. Vielen Dank, dass du das Rezept noch gepostet hast erst Mal.
    Ich werde den dann auch mal ausprobieren, habe aber leider keine japanische Mayo und kann die bei uns auch sehr schlecht nur bekommen.
    Aber versuche den einfach trotzdem mit normaler Mayo, mal sehn ob er schmeckt, denn bei uns wird immer eher der Schwäbische Kartoffelsalat gekocht, der ist komplett ohne Mayo.

    Liebe Grüße

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  6. Ich werd mal demnächst einen Extra Post zur Mayonaise machen.
    Danke schön für Eure Kommentare

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  7. Wir haben heute diesen Kartoffelsalat gemacht und er hat uns geschmeckt. Wir haben noch gekochtes Ei hinzugegeben und die Möhren weggelassen. Da meine Kewpie-Mayo weg muss (schon lange geöffnet), werde ich das Rezept sicher bald noch mal zubereiten.

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  8. Mmmhh, ich habe vor ein paar Tagen deinen Kartoffelsalat getestet, sehr lecker! Ich habe die Gurken knackig gelassen, stattdessen die Zwiebel- und Möhrenraspel ein paar Minuten gemeinsam in der Mikrowelle gegart, um den Salat bauchfreundlicher zu gestalten, das hat prima geklappt! Ein sehr schöne Salatvariante, weil sie zwischen der Essig-Öl und nur-Mayonaise-Methode liegt.

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Ich freue mich über jeden einzelnen Kommentar.