Samstag, 9. April 2016

Matcha-Erdbeer-Mousse im Glas Nr.2 抹茶といちごのムース


Diese Matcha-Erdbeer-Mousse Nr.2 ist eine leichte Variation meiner ersten Matcha-Erdbeer-Mousse.
Bei meiner ersten Version finde ich die Mengenangaben nicht ausgereift genug. Auch habe ich die Rezeptur etwas überarbeitet, weil ich die Matchamousse noch leichter und die Erdbeermousse noch fruchtiger haben wollte.

Nun bin ich wirklich zufrieden und ich konnte auch meine Testesser, die Teilnehmer der zweiten Matchaverkostung am 2. April 2016, mit diesem Dessert begeistern.

Zutaten für ca. 5 Portionen

Erdbeermousse
3 g gemahlene Gelatine
2 EL Wasser
120 g Erdbeeren (oder fertiges TK Erdbeerpüree)
1/2 EL Zitronensaft
65 ml Milch
10 g Zucker
65 ml Schlagsahne
etwas Vanille


Matchamousse
50 g weiße Kuvertüre
1,7 g Blattgelatine
85 g Milch
35 g Schlagsahne
5 g Zucker
17 g Eigelb
7 g Matcha
165 g Schlagsahne (zum Unterheben)


Zubereitung

Erdbeermousse
Gelatine mit dem Wasser verrühren und 10 min quellen lassen.
Erdbeeren waschen, entgrünen und mit dem Zitronensaft pürieren.
30 ml Milch (etwa die Hälfte) mit Zucker erwärmen und den Zucker auflösen lassen.
Die gequollene Gelatine zugeben und auflösen lassen.
Restliche Milch einrühren.
Erdbeerpüree einrühren.

Sahne mit Vanille 
aromatisieren, cremig schlagen und einrühren. 
Die Mousse auf 5 Gläser verteilen und für mindestens 1 h im Kühlschrank fest werden lassen.

Matchamousse
Kuvertüre klein hacken, in eine große Schüssel geben und über einem heißen Wasserbad halb anschmelzen lassen.
Gelatine in reichlich kaltem Wasser einweichen.
Milch und Schlagsahne in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze aufkochen lassen. Vom Herd nehmen.
Eigelb in einer Schüssel mit Zucker weiß-cremig verrühren.
Die heiße Milchsahne nach und nach einrühren.
Alles wieder in den Topf geben und unter stetem Rühren bei schwacher bis mittlerer Hitze auf ca. 82°C erhitzen bis die Masse andickt.
Die eingeweichte Gelatine gut ausdrücken und in der heißen Masse auflösen.
Den Matcha mit 1 EL von der Milchmischung zu einer glatten Paste verrühren und diese dann in die restliche heiße 
Milchmischung einrühren.
Die Masse durch ein Sieb auf die Kuvertüre gießen.
1–2 min warten, dann von innen nach außen in ruhigen Bewegungen alles miteinander glatt vermengen.
Die 165 g Sahne cremig schlagen.
Wenn die Matchamasse abgekühlt ist, die aufgeschlagene Sahne einrühren.
Die fertige Mousse sollte noch fließfähig sein, so dass sie sich gut einfüllen lässt.
Die Matchamousse in die Gläser auf die Erdbeermousse gießen.

Für mindestens 2 h im Kühlschrank fest werden lassen.

Nach Belieben ausgarnieren.


Freitag, 8. April 2016

Wochenrückblick 2. April 2016, Matcha Verkostung


Samstag, der 2, April 2016

Die zweite Matchaverkostung steht an. Ich decke den Tisch.
Dieses Mal habe ich folgendes vorbereitet.

Zwei Matcha Chiffon Cakes, jeder mit dem Backmatcha Suisen von Marukyu Koyamaen zubereitet, aber nach zwei Rezepten gebacken, die sich geringfügig unterscheiden.

Einmal den Matcha Chiffon Cake nach Akiko Sakata.


Und dann einen Matcha Chiffon Cake nach einem Rezept aus meinem neuen Matcha-Buch, das mehr Eiweiß und weniger Eigelb enthält.


Hm, auf den Fotos sieht man den Farbunterschied leider nicht so gut. Letzterer Chiffon weist jedenfalls ein kräftigeres Grün auf als der andere.

Ich möchte zeigen, dass, auch wenn man den gleichen Backmatcha verwendet, es trotzdem zu verschiedenen Grüntönen kommen kann. Denn das Gelb/ Orange des Eidotters kippt die Krumenfarbe ins Bräunliche.

Wie sich verschiedene Backmatcha auf die Krumenfärbung auswirkung, möchte ich mit den nächsten zwei Kuchen zeigen.
Dazu habe ich zwei Matchakuchen nach gleichem Rezept gebacken. Einmal mit Bio Matcha Magic Gourmet (links) und einmal mit dem Backmatcha Suisen von Marukyu Koyamaen (rechts).



Den Farbunterschied erkennt man gut. Dass sich beide Kuchen in der Höhe unterscheiden, hat jedoch backtechnische Gründe. Beim rechten ist der Kuchen nicht 100%ig gut geworden.
Geschmacklich schmeckt der linke daher besser.

Ich erzähle meinen Gästen, was man beim Backen mit Matcha beachten muss und wissen sollte.

Matcha und Kakao sind verschieden und nicht immer 1:1 auszutauschen.
1 TL Kakao hat ein anderes Gewicht als 1 TL Matcha. 1 TL Matcha bringt weniger Gewicht auf die Waage.
Löst man 1 TL Kakao in 2 TL Wasser auf, erhält man eine braune Flüssigkeit.
Löst man 1 TL Matcha in 2 TL Wasser auf, erhält man eine grüne Paste.
Matcha bindet viel mehr Wasser als Kakao.
Kakao ist fetthaltig, Matcha nicht.
Man sieht, Kakao und Matcha haben verschiedene Eigenschaften.

Während man bei Kuchen gerne eine Braunfärbung der Kruste hat (Entstehung von Melanoidinen), sollte man diese bei Gebäck mit Matcha eher vermeiden.
Denn Gebäck mit Matcha, dass zu heiß oder zu lange gebacken wird, kippt vom Grünen ins Bräunliche. Das ist zum einen optisch nicht so schön, zum anderen leidet auch der Geschmack, der dann ins Bittere kippt.
Mein Tipp: Gebäck mit Matcha, das eine lange Backzeit braucht, bei möglichst niedrigen Temperaturen bis 170°C backen.

Da Matcha bei Erhitzen über 80°C, also auch durch das Backen seine gesundheitlichen Vorzüge verliert, kann man nicht von gesundem Gebäck sprechen. Die Verwendung von Matcha im Gebäck dient daher nicht der Gesundheit, sondern dem Geschmack und natürlich auch der Optik.

Matcha verliert durch das Backen nicht seinen Koffeingehalt. (In 150 ml Matcha sind etwa 45 mg Koffein enthalten.) Allerdings ist der Gehalt an Koffein bei Keksen oder Süßigkeiten mit Matcha prozentual sehr gering. Trotzdem achte ich darauf, dass mein Sohn nicht zu viel Matcha-Sweets nascht und vor allem nicht zu später Stunde.
Schwangere können problemlos eine Tasse Matcha am Tag genießen.


Natürlich möchte ich meinen Teilnehmern nicht nur Vergleichskuchen anbieten. Als besonderes Highlight serviere ich daher eine Matcha-Biskuitrolle.


Das Besondere an dieser Rolle ist die Verwendung von Wasabon Zucker. Ein hochwertiger Zucker, der in Handarbeit in Japan hergestellt und gerne als Süßigkeit bei einer Teezeremonie gereicht wird.
Derlei Wasabon-Süßigkeiten bekommt man z.B. auch bei unserem Matcha Sponsor Sunday Natural.

Als Cremespeise reiche ich meine Matcha-Erdbeer-Mousse.


Und da eine Teilnehmerin meinte, dass sie Mehl, Milch, Zucker und Eier vermeide, habe ich in der Früh noch Matcha Gelees (gelierte Reismilch mit Agartine und Agavensirup und etwas Kokoscreme) zubereitet (ganz vorne auf dem ersten Bild).

Dazu gibt es für jeden noch ein Tellerchen mit japanischen Matcha-Süßigkeiten.

Meine Freundin Lisa, die etwas früher kommt, steuert uns noch Energiekugeln bei, wobei eine Sorte auch Matcha enthält.

Die anderen Teilnehmer, Daniela vom Blog "Nippon Insider" und Susanna vom Blog "Mehlstaub und Ofenduft" (zwei haben abgesagt), treffen nun ebenfalls ein.

Heute stehen uns folgende Matcha zum Verkosten zur Verfügung:


Ein Matcha aus Korea (wusste gar nicht, dass es auch Matcha made in Korea gibt)
Bio Matcha Silk Premium von Teelirium
Bio Shingetsu von Sunday Natural
Bio Matcha Izumi Premium von Aiya
Shohaku von Marukyu-Koyamaen
Matcha Chiyo Mukashi 
Aoarashi von Marukyu-Koyamaen

Der Korea Matcha ist von unterer Qualität, hat eine eher olivgrüne Farbe und schmeckt bitter.

Der kräftige, nicht bittere Aoarashi stimmt uns eher auf die Welt des Matcha ein.
Der Izumi Premium schmeckt intensiv, aber etwas herb. Wir finden, dass er sich bestimmt sehr gut in einem Matcha Latte macht.
Der Silk Premium schmeckt ebenfalls schön intensiv nach Matcha, ist aber eindeutig milder und in der Tat irgendwie seidig auf der Zunge.
Der Shingetsu schmeckt uns ebenfalls sehr gut. Er ist mild und angenehm zu trinken.
Auch der Shohaku kann wieder mal überzeugen. Mild und voll im Geschmack.
Der Chiyo Mukashi hat geschmacklich viel drauf und ist der bevorzugte Matcha von Lisa.
Er schmeckt etwas kräftiger als die beiden Vorgänger, aber keineswegs bitter. Eher vollmundig. Ich kann verstehen, dass Lisa ihn mag, wobei mir der Silk Premium noch besser gefiel als der Chiyo Mukashi.

Zu den verschiedenen Matcha lassen wir uns die Speisen schmecken und es uns gutgehen. :-)



Da wir alle an Reisen und fremde Länder interessiert sind, unterhalten wir uns angeregt und die Zeit vergeht wie im Flug.


Es war wieder ein wunderschöner Nachmittag, den ich sehr genossen habe. Ich danke euch allen für euer Kommen und freue mich darauf, euch mal wiederzusehen!

Weitere Informationen zum Thema Matcha findet ihr beim Post über die erste Matchaverkostung.

Derzeit plane ich eine weitere Verkostung für den 25. Juni 2016, wenn genügend Interesse besteht.

Donnerstag, 7. April 2016

Wochenrückblick 28.3.–1.4.

Montag, der 28. März 2016, Ostermontag

Heute Nachmittag feiern wir Ostern mit meiner Familie. Für den Osterspaziergang backe ich am Vormittag Sesamstangen.


Dann kommt die Erdbeermousse noch auf die Rhabarbertarte. Auf Ausgarnierung verzichte ich.


Ich bin startklar und so machen Kazu und ich uns auf den Weg zu meinem Vater.

Zuerst machen wir alle gemeinsam einen Spaziergang durch den Park, wo auf wundersamerweise mein Neffe ein Hasenbrötchen im Gebüsch findet. ^_-


Natürlich wird auch der Spielplatz ausgiebig in Anspruch genommen und Kazu und ich gönnen uns ein paar der Sesamstangen. Mmh, die schmecken uns. :-)


Nachdem genügend Sauerstoff getankt wurde, geht es zurück zur Wohnung meines Vaters, wo wir uns gemeinsam bei Kaffee/ Tee und Kuchen stärken.

Meine Mutter hat ihren Standard Käsekuchen gebacken und auch meine Schwester hat fleißig gebacken. Gleich vier Rührkuchen hat sie mitgebracht.
Ich steuere einen halben Schokoladenkuchen und den Rhubarbe Fraise, sowie meine Sesamstangen zur Kaffeetafel dazu.

Während sich alle erst einmal ein Stück des Käsekuchens nehmen (mir persönlich schmeckt er nicht, da er mir zu kompakt ist), teste ich gleich meinen Rhabarber-Erdbeerkuchen, den ich nach einem Rezept des japanischen Patissiers Yasumasa Takagi gebacken habe.

Wow, ist der gut. Die zarte Erdbeermousse harmoniert hervorragend mit der Rhabarbertarte mit Mandelcreme. Daher bin ich froh, dass ich etliche Stücke wieder mit nach Hause nehmen kann.
Na ja, seien wir mal ehrlich, etwas enttäuscht bin ich schon, dass meine Familie meine Werke nicht schätzt. Doch da ich mir dessen bewusst war (aber wissen und fühlen sind zweierlei), habe ich ja auch auf die Ausgarnierung verzichtet.
Seufz, ich weiß, dass das negative und unschöne Gefühle sind. Verletzter Stolz, Konkurrenzdenken und so.
Aber dies ist mein Tagebuch. Darum will ich hier mir gegenüber ehrlich sein. Sind Tagebücher nicht dazu da?


Wie dem auch sei, diese Torte backe ich bald wieder. Dann mit Ausgarnierung. :-)

An der Ostertafel kam auch das Thema Familienreise auf. Ich bin immer noch unschlüssig, ob ich da mitfahren soll. Tief in meinem Herzen möchte ich nicht mit. Aber der pflichtbewusste Teil, der, der versucht, eine gute Tochter zu sein, drängt mich dazu. Was ist richtig?
Ich denke, es wäre richtig, dem Herzen zu folgen. Aber schaffe ich das?

Dienstag, der 29. März 2016

Der Montag hat mich erschöpft und so gönnen wir uns einen erholsamen Tag im Kreise unserer eigenen kleinen Familie.

Mittwoch, der 30. März 2016

Kazu ist heute wieder im Hort und ich nutze das, um Einkaufen zu gehen.


Zum Abendessen gibt es Ramen mit Tôfustreifen, eine Abwandlung eines chinesischen Gerichts.

Donnerstag, der 31. März 2016

Vorbereitungen für die zweite Matchaverkostung.

Freitag, der 1. April 2016

Vorbereitungen für die zweite Matchaverkostung.

Mittwoch, 6. April 2016

Wochenrückblick 21.3.–27.3.

Montag, der 21. März 2016

Die Osterferien haben begonnen und wir können den Tag ganz gemütlich beginnen. Als ich vor dem Spiegel stehe und mir die Haare zu einem Pferdeschwanz binde, fragt mich mein Sohn:
"Mama, wieso hattest du gestern zwei Zöpfe?"

Ja, das stimmt. Gestern hatte ich mir Twin Tails gemacht.
Ich antworte ehrlich: "Weil ich Lust dazu hatte."
Kazu: "Mit einem Zopf siehst du besser aus."
Haha. :-D

Dienstag, der 22. März 2016

Ich bin mal wieder am Aussortieren und sichte meine Kochbücher. Lohnt es sich, das Buch "Reisgerichte" aufzubewahren? Ich teste den Eierreis mit Radieschen. Einfach und gut.


Mittwoch, der 23. März 2016

Ein ruhiger Tag mit Resteessen. :-)

Donnerstag, der 24. März 2016

Mein Mann und Kazu fahren zu Opa und Oma in den Garten.

Da Kazu letztens das Miso-Sesam-Dressing so gut geschmeckt hat, bereite ich wieder eine große Portion zu und hab auch gleich was für meinen Salat zum Mittag.


Als Dessert gibt es ein Quarksoufflé mit warmen Birnen nach einem Rezept aus dem Buch Naturküche.


Kazu bleibt die Nacht über bei Opa und Oma.

Freitag, der 25. März 2016, Karfreitag

Mein Mann fährt heute wieder zu seinen Eltern, um dort zu helfen.
Ich werkel derweil in der Küche und backe Kekse. :-)

Es entstehen Kinako Cookies nach einem Rezept vom Hatena Blog. (Rezept wird gepostet)
Dazu gibt es  Kinako Honig Milch. Beides mmh.^^


Anschließend backe ich noch Chai Cookies, Matcha Spiral Cookies,


Hafer-Schnitten "Flapjack"(misslungen), Shortbread mit weißem Sesam, Double Chocolate Shortbread und Sojamilch Kinako Kekse.


Nachmittags kommt mein Mann mit Kazu zurück und Kazu hilft mir fleißig beim Verkosten der Cookies. :-D

Samstag, der 26. März 2016

Erdbeer Joghurt Drinks und ein Hôjicha Latte stärken uns heute am Vormittag. Denn ich bin am Backen für Ostern.



Mittags gibt es mal wieder Tonkatsu (paniertes und fritiertes Schweineschnitzel japanischer Art).
Die Männer freuen sich.^^


Ich teste zwei Rezepte aus meinem neuen Oyatsu-Buch. Einen Simple Baked Cheesecake (Creamy mit saurer Sahne) und einen Schokoladenkuchen.


Dann backe ich eine Rhabarbertarte für die geplante "Rhubarbe Fraise" für Ostermontag.
Desweiteren backe ich noch Hefeteighasen, also meine Hasenbrötchen für die Osterkörbchen.


Sonntag, der 27. März 2016, Ostersonntag

Sonntag früh fahren wir raus in der Garten, um mit Fabians Familie Ostern zu feiern.
Mit dabei die Hasenbrötchen, die zwei Kuchen und die Kekse.

Während wir im Haus einen Tee trinken, ist derweil der Osterhase im Garten fleißig.^^
Dann geht die Ostereiersuche los. Ui, gibt es viel zu entdecken!




Sogar mir hat der Osterhase etwas hinterlassen. Aber auch an den vielen Frühlingsblumen kann man sich erfreuen.


Mittags wird gegrillt. Den anderen schmeckt's. Ich bin kein Grill-Fan, da ich zum einen Probleme mit Rauch habe und zum anderen auch kein großer Fleischesser bin.
In weiser Voraussicht habe ich mir einen Chia-Vitaminsaft mitgenommen. Dazu esse ich mein Hasenbrötchen.

Nachmittags gibt es jede Menge Kuchen, denn die Verwandtschaft hat viel gebacken. Meine Kekse und Kuchen finden (mal wieder) keine Beachtung. Nur meine Schwiegermutter probiert je ein Stück und lobt den Kuchen.
Da ich aber damit gerechnet habe, bin ich nicht groß enttäuscht. Waren ja auch nur einfache Kuchen.


Abends geht es nach Hause. Ich muss noch die Erdbeermousse für die "Rhubarbe Fraise" herstellen.

Donnerstag, 31. März 2016

Matcha Kasutera (Matcha Castella) 抹茶カステラ



Die Wurzeln des Castella (カステラ Kasutera) liegen in Portugal. Doch mittlerweile gilt er als typisch japanischer Kuchen und es gibt etliche Rezepte dazu.
Charakteristisch für ihn ist die Beigabe von Reissirup. Aber auch Honig oder die Kombination Reissirup und Honig ist beliebt. Diese Version ist zusätzlich mit Matcha aromatisiert.

Ich habe diesen Kasutera für meine Matchaverkostung am 20. März 2016 mit drei verschiedenen Matcha gebacken.
Die linke Reihe ist mit Matcha Kiyomidori von Marukyu-Koyamaen zubereitet worden.
Die mittlere Reihe ist mit Matcha Suisen Q2 von Marukyu-Koyamaen zubereitet worden (mein bevorzugter Matcha zum Backen).
Die rechte Reihe ist mit Bio Matcha Magic Gourmet zubereitet worden.

Zutaten für eine eckige Form von 15 cm x 15 cm x 5 cm Höhe

3 Eier
100 g Kibizatôu/ Light Brown Sugar/ fein gemahlener Rohrohrzucker
1 EL Honig
1 EL Reissirup/ Glucosesirup
70 g Mehl Type 405
9 g Matcha

Zucker für den Boden

Vorbereitung

Eier Zimmertemperatur nehmen lassen.
Die Backform mit Backpapier ausschlagen und den Boden dünn mit Zucker bestreuen.
Den Ofen auf 180°C O/U-Hitze vorheizen.
Mehl mit Matcha mischen und zweimal sieben.

Zubereitung

Eier in eine Schüssel geben und verquirlen.
Zucker, Honig und Sirup hinzufügen und mit dem Mixer kräftig aufschlagen, bis die Masse hell und sämig ist.
Mehl-Matcha-Gemisch auf die Masse sieben und mit dem Spatel einrühren.
Den Teig in die Form gießen und im vorgeheizten Ofen bei 180°C O/U-Hitze 10 min backen, dann die Temperatur auf 160°C O/U-Hitze senken und weitere 30 min backen.

Ein Stück Backpapier auf die Oberfläche legen, den Kuchen stürzen, die Form entfernen und den Kuchen verkehrtherum abkühlen lassen. Dann gut verpackt eine Nacht ruhen lassen.

Quelle: "Matcha no okashi 抹茶のお菓子" (Süßspeisen mit Matcha) von Akiko Sakata, 2008


Freitag, 25. März 2016

Wochenrückblick 20.03.2016, Matchaverkostung



Sonntag, der 20. März 2016, Frühlingsanfang

Früh aufstehen, einmal durch die Wohnung wirbeln und die restlichen Vorbereitungen für die heute stattfindende Matchaverkostung treffen.

Ui, ist das aufregend. Mein größtes Problem ist, wie stelle ich die Verkostung am besten an. Wie serviere ich das Gebäck? Und worauf? Servierteller, das ganze japanische Geschirr, Untersetzer, Schalen etc, all das befindet sich noch in Kisten. Bisher haben wir nur das Standard-Alltagsgeschirr ausgepackt.
Ich hole die Kiste mit den Teeschalen aus dem Keller. So habe ich wenigstens ordentliche Teeschalen. Alles andere muss irgendwie so gehen. Positiv denken. Wird schon. ^^;;

Nach und nach treffen die Teilnehmer ein.
Dabei sind Danii vom Blog "Lecker Bentos und mehr" aus Jena, ein Pärchen aus Chemnitz (Blogleser ohne Blog) und Token vom Blog "Bento Lunch Blog" aus Nürnberg mit Freund.
Also alles Nicht-Berliner. Und wir stellen fest, dass wir alle das Nekobento-Forum kennen, in dem ich 2011 mal aktiv war. Perfect match. :-)

Jeder der Teilnehmer hat Matcha mitgebracht, so dass wir elf Matcha zum Verkosten dahaben.
Dazu serviere ich noch allerlei zum Knabbern und Probieren.

Für jeden gibt es einen Teller mit einem Stücken Matcha Chiffon Cake (nach einem Rezept des Cafés Zelkova),


einem Stück Matcha Langue de Chat,


einem Stück gefüllte Matcha-Schoko-Waffel ähnlich KitKat,


einem Matcha Plätzchen aus Zigarrenmasse (die leider nicht ganz so knusprig zart geworden sind, wie sie es eigentlich hätten sein sollen, sorry Leute),


einem Matcha Kinako Mochi (Reisgebäck mit Kinako und Matcha),


und Matcha Mouth Melting Chocolate.


Die gekauften Matcha Süßigkeiten hat mir meine Mutter aus Japan mitgebracht und ich habe beschlossen, meinen Gästen davon etwas abzugeben. Es heißt nicht umsonst "Geben ist seliger denn Nehmen". :-)


Die Matcha Kasutera (Castella) serviere ich extra, damit man besser den farblichen Vergleich der verschiedenen Backmatcha hat.
Die linke Reihe ist mit Matcha Kiyomidori von Marukyu-Koyamaen zubereitet worden. Dieser Matcha zeichnet sich durch ein besonders kräftiges Hellgrün aus.
Die mittlere Reihe ist mit Matcha Suisen Q2 von Marukyu-Koyamaen zubereitet worden. Dieser Matcha hat ein schönes kräftiges Grün und einen schönen Geschmack und ist mein bislang bevorzugter Matcha zum Backen.
Die rechte Reihe ist mit Bio Matcha Magic Gourmet zubereitet worden. Der Matcha ist nicht ganz so kräftig grün und geschmacklich auch etwas herber. Ist aber dennoch ein schöner Matcha zum Backen.


Hier noch einmal die Matcha-Mehlmischungen. Links oben der Magic Gourmet, rechts oben der Kiyomidori und unten der Suisen.


Um den Gaumen auf die Matchaverkostung vorzubereiten, beginnen wir mit einem Schälchen Bancha Kagoshima Organic vom Online Shop Sunday Natural.

Anschließend wollte ich noch einen Sencha servieren, um die Geschmacksknospen vorzubereiten, aber da alle Teilnehmer bereits erfahrene Matcha Trinker sind, beschließen wir, gleich mit der Verkostung zu beginnen.

Vorher noch ein wenig Theorie.

Matcha ist gemahlener grüner Tee. Jedoch ist der Begriff "Matcha" nicht geschützt und daher kommt es vor, dass einfache Grünteepulver als Matcha verkauft werden, was bei vielen für Enttäuschung sorgt, wenn sie sich eine billige Qualität kaufen und diese probieren.

Der richtig edle Matcha wird auch hochwertigsten Teeblättern (Tencha) erzeugt, für deren Anbau spezielle Bedingungen notwendig sind, was Wasser, Erde und Temperaturen angeht.
Es gibt nur wenige Regionen, die ein für den Tencha-Anbau günstiges Klima bieten. Dazu kommt, dass für die komplizierte Herstellung besonderes Wissen erforderlich ist, was bewirkt, dass Matcha etwas ganz besonderes ist.

Die Herstellung für Matcha ist sehr aufwändig. Nicht nur, dass es ganz bestimmte klimatische Bedingungen für den Anbau bedarf, die Teeblätter werden auch i.d.R. vier Wochen vor der Ernte beschattet (nur noch etwa 10% der Sonneneinstrahlung wird durchgelassen), so dass sie besonders viel Chlorophyll produzieren. Der Gehalt an Aminosäuren, an Katechin und Antioxidantien steigt an und der Tee schmeckt durch die Beschattung besonders mild.
Die Ernte erfolgt per Hand und es werden nur die obersten, zarten Blätter verwendet. Diese werden dann gedämpft (das stoppt die Fermentation), mit den Händen durchgeschüttelt, getrocknet, die Blätter werden von Rippen und Stengeln befreit und schließlich in Granitsteinmühlen ganz fein gemahlen. Für 30 g dauert der Mahlvorgang etwa eine Stunde. Das entstehende Matcha-Pulver ist 10x feiner als Mehl.

Da das Pulver, so wie es ist, mit Wasser aufgegossen wird, nimmt man das gesamte Teeblatt mit allen Inhaltsstoffen zu sich, im Gegensatz zu aufgegossenen Teeblättern, die man nach dem Aufguss entsorgt.

Das Matchapulver ist sehr anfällig für Licht, Feuchtigkeit, Hitze, Gerüche und Luft, weswegen man es gut verschlossen im Kühlschrank lagern sollte.


Bevor man die gekühlte Dose öffnet, sollte man diese einige Minuten bei Zimmertemperatur stehen lassen, damit die Temperaturen sich angleichen können, sonst staubt der gekühlte Tee beim Öffnen und zieht Luftfeuchtigkeit.

Es wird empfohlen, dass man eine geöffnete Packung innerhalb eines Monats aufbraucht.
Er wird jedoch bei längerer Lagerung keineswegs schlecht, verliert eben nur an Aroma. Wobei ich finde, dass vor allem hochwertige Matcha auch nach ein paar Monaten immer noch ganz wunderbar schmecken.

Matcha macht etwa 1% der Grüntee-Produktion in Japan aus.
Doch nicht nur in Japan wird Matcha hergestellt. Auch in China gibt es mittlerweile Anbaugebiete.

Das Grünteepulver der Marke "matcha 108" z.B. stammt aus China. Ich habe mal einen Matcha von denen gewonnen, daher stand dieser der Verkostung zur Verfügung (nicht auf dem obigen Foto dabei).
Der Matcha hat eine olivgrüne Farbe (vorne links auf dem unteren Bild) und hat mir gar nicht geschmeckt, weswegen ich bei der Verkostung den anderen riet, die Finger davon zu lassen und wir ihn daher auch nicht probiert haben.


Da uns auch vom Verkosten des Matcha abgeraten wird, der sich auf dem unteren Bild oben links befindet, bleiben uns noch neun weitere Matcha zum Verkosten übrig. Und ich nehme das mal vorneweg, wir haben alle neun probiert. :-)

Den Schmiertest, bei dem man das Pulver auf einem weißen Blatt Papier verschmiert, um  Farbe, Körnigkeit und Fingergefühl zu testen, haben wir nicht vorgenommen.


Zur Verfügung stehen (obere Reihe von links nach rechts, dann untere Reihe von links nach rechts):

Der nicht getestete Matcha.
Ceremonial Matcha Hikari von Aiya
Matcha Grüntee Pur von Bünting Tee
Ein Uji Matcha (Firma weiß ich nicht)
Aoarashi von Marukyu-Koyamaen
silver level von imogti
Bio Matcha Silk Supreme von Teelirium
Shingetsu von Sunday Natural
Supreme von Keiko
Shôhaku (ceremonial grade) von Marukyu-Koyamaen

Wir starten mit den unteren Qualitäten. (Wobei ich mir die genaue Reihenfolge nicht notiert habe.)

Die Matcha habe ich wie folgt zubereitet.
In einer vorgewärmten Schale habe ich genau 2,4 g Matcha abgewogen und dann genau 120 ml heißes Wasser von 80°C eingefüllt und den Matcha aufgeschlagen.
Dadurch wurde sichergestellt, dass jeder Matcha gleich zubereitet wurde. Der fertige Matcha wurde dann auf sechs kleine Tassen verteilt.

Bei der nächsten Verkostung werde ich die zu verkostende Menge pro Person jedoch erhöhen, weil ich sie zu wenig fand. Auch wenn die Teilnehmer sagten, die Menge sei okay.

Ich bin erstaunt, wie unterschiedlich doch die verschiedenen Matcha schmecken.
Wobei der Aoarashi von Marukyu-Koyamaen mit seinem kräftigen, aber nicht bitteren Aroma besonders überzeugt.
Ich bin eh schon ein Fan von dem Aoarashi, aber auch die anderen kann er überzeugen.

Der Bünting Matcha hat eine einfache Qualität. Nichts für Kenner, aber durchaus kein Fehlgriff für Einsteiger, das er sehr gefällig ist.

Während der ersten Verkostungsrunde haben wir die eingangs aufgeführten Süßigkeiten dazu genascht.

Zeit für eine Pause. Ich serviere Mittagessen.
Es gibt Salat mit zwei Dressings. Einmal das Möhrendressing und einmal das Miso-Sesam-Dressing.


Dazu Reis mit Furikake (ohne Geschmacksverstärker).
Und Brötchen, die Danii uns liebenswerterweise mitgebracht hat. Danke schön.^^


Nach dem Essen geht es weiter mit der Verkostung. Denn nach dem Essen tut eine Schale Matcha besonders gut.^^

Wir testen nun die gesponserten Matcha.
Die Firma Sunday Natural war so lieb und hat uns ihren Matcha Shingetsu Bio zur Verfügung gestellt. Vielen Dank hierfür.


Der Matcha hat ein schönes leuchtendes Grün, eine seidige Textur und riecht sehr angenehm.



Er schmeckt sehr mild und fein. Wir fanden jedoch, dass er zu wenig Körper hat. Nichtsdestotrotz ein sehr schöner Genuss.

Als nächstes testen wir den Shôhaku, der uns vom Online Shop "Grüner Tee von Marukyu-Koyamaen" für die Verkostung zur Verfügung gestellt wurde. Ebenfalls vielen Dank.
Der Shohaku ist ein Matcha, der u.a. von Teeschulen für die japanische Teezeremonie verwendet wird.


Auch dieser Matcha hat ein schönes leuchtendes Grün, eine seidige Textur und riecht sehr angenehm.



Dieser Matcha schmeckt sehr mild und gleichzeitig sehr aromatisch. Von allen gekosteten Matchasorten (auch von den anschließend noch getesteten) kann dieser am meisten überzeugen.

Gespannt bin ich auf den Ceremonial Matcha Hikari von Aiya. Auch sehr gut, aber meine bevorzugte Marke stürzt er nicht vom Thron. :-P

Ebenfalls mild und sehr gut ist der Bio Matcha Silk Supreme von Teelirium, den ich persönlich schon zu schätzen gelernt habe.
Auch gut ist der silver level von imogti. Er gehört jedoch eher zu den unteren Qualitäten. Ein schöner Alltags-Matcha.
Den Supreme von Keiko finden wir etwas ausgefallen. Vielleicht liegt es daran, dass er schon überlagert war. Er geht ins Bräunliche und ihm fehlt der typische Matcha-Geschmack. Er ist jedoch keineswegs bitter.

Als Beigabe zur Verkostung serviere ich nun die cremigen Matcha-Speisen.
Zum einen gibt es verschiedene Matcha Purin.

Matcha Purin mit Sojamilch und dem Matcha Suisen,
Matcha Purin mit Sojamilch und dem Matcha Kiyomidori.
Matcha Purin mit Sojamilch und dem  Bio Matcha Magic Gourmet
Matcha Purin mit Reismilch und dem Matcha Suisen.


Die Vorlieben verteilen sich.

Nun dürfen die Teilnehmer meine Matchacremetorte verkosten.



Was soll ich sagen? Ich sehe verzückte Gesichter. :-)

Und da aller guten Dinge drei sind, gibt es auch noch ein Matcha Tiramisu. Ganz japanisch mit Honey Castella anstatt mit Löffelbiskuits.


Zum Schluss der Verkostung kann sich jeder noch einen Matcha wünschen. Zwei wünschen sich, noch einmal den Shôhaku zu testen.

Ich denke, es war eine gelungene Verkostung und wir hatten viel Spaß, denn wir haben kein Ende gefunden. :-P
Begonnen haben wir um kurz nach 10:00 Uhr und gegen 18:00 Uhr etwa verabschiedeten sich die ersten.

Vielen Dank für Eure Teilnahme. Es hat mir sehr viel Freude bereitet. Und es war toll, so viele verschiedene Matcha testen zu können. Wann hat man schon mal so eine Gelegenheit.
Ich fand es großartig.
Ich danke euch!

Nun bin ich gespannt auf die nächste Verkostung am 2. April 2016 um 14:00 Uhr und mache schon Pläne, was ich denn servieren werde.^^

Ach ja, mein Sohn war bei der Verkostung anwesend und hat sich super brav verhalten. Auch dir ein dickes Danke schön! <3