Freitag, 4. Oktober 2013

Felders Lektion 17: Schokoladen-Millefeuille mit Schokoladenblätterteig


Diese Schnitte herzustellen war der reinste Krampf. Und geschmeckt hat sie mir überhaupt nicht.

Schritt 1: Rezept durchlesen und bestimmen, welche Menge ich backe.
--> Ich werde das Rezept dritteln.

Schritt 2: Grundteig herstellen.
Mehl und Kakao mischen und sieben, mit zerlassener Butter, Wasser und Salz vermengen, ohne zu stark zu kneten. 2 h Kühlzeit.
--> Das "ohne zu stark zu kneten" erwies sich als recht schwierig. Der Grundteig war sehr trocken und krümelig.
Außerdem hatte ich das Gefühl, dass sich das Kakaopulver nur schlecht vermischen ließ.

Schritt 3: Grundteig 1 cm dick zu einem Quadrat ausrollen, Butter einschlagen, eine einfache Tour geben, 10 min Kühlzeit.
--> Ich rolle meinen Grundteig zu etwa 16 x 16 cm aus.
Wie der aussieht! Zum Davonlaufen ...


Bei den Maßen muss meine Butterplatte etwa 10 x 10 cm haben.
Wenn ich jedoch die geforderte Menge auflege, wird meine Butterplatte viel, viel dicker als auf dem Foto im Buch. Ich lege nur einen Teil meiner Butter auf.


Check: Die Dicke der Platten stimmt in etwa mit denen auf dem Foto im Buch überein.
Ich wiege meine Butterplatte: 52 g statt geforderte 112 g. Ups. Doch noch den Rest (den man hinten im Bild sieht) auflegen?
Ach was, ich werde es einfach so mal probieren. :-P
Ecken umklappen und Butter einpacken.


Oh je, einen Schönheitspreis gewinne ich damit nicht.
Es folgt die einfache Tour. Dazu den Teig auf 8 mm Dicke ausrollen.


Das untere Drittel nach oben umschlagen.


Das obere Drittel darüberklappen. Das letzte Drittel sollte dabei etwas länger sein als die anderen beiden, da durch das Hochklappen noch das Höhenmaß dazukommt.


Uff. 10 min Kühlzeit für den Teig. 10 min Zeit zum Aufräumen für mich.

Schritt 4: Den Teig so vor sich hinlegen, dass die obere Kante, die im vorigen Schritt zu einem hingeklappt wurde, nun nach rechts zeigt. Wieder auf 8 mm Dicke ausrollen, eine einfache Tour geben, 2 h Kühlzeit (oder über Nacht).
--> Ich befolge brav die Anweisungen. Es ist recht schwierig, den Teig so auszurollen, dass die rechteckige Form beibehalten wird.
So, schlaf schön.


Während der Teig nun ruht, beginne ich noch einmal von vorn, da mir dieser erste Teig einfach nicht gefallen hat.
Ich löse dieses Mal das Kakaopulver in heißem Wasser auf und stelle es dann über Nacht kalt.
Das geschah alles am Montag.

Dienstag. Bereit für Versuch 2.^^
Damit der Kakao sich besser vermischt hatte ich ihn in heißem Wasser aufgelöst. Das Kakaowasser konnte über Nacht kalt werden.
Dann recherchiere ich bezüglich des Schoko-Blätterteigs. Die Infos sind spärlich. Er scheint nicht allzu verbereitet zu sein. In meinem japanischen Buch über "Böden in der Patisserie" finde ich ein Rezept und vergleiche. Es ist von den Zutatenmengen her sehr ähnlich, jedoch kommt beim japanischen Rezept mehr Butter in den Grundteig und dafür weniger als Einlage.

Ich nehme also statt 29 g (Felder) zerlassener Butter 40 g (japanisches Backbuch 75 g) und hoffe, dass der Grundteig dadurch nicht mehr ganz so krümelig ist.
Und ...
ja, es geht besser und sieht besser aus.


Für die Buttereinlage nehme ich statt 112 g (Felder) beim zweiten Versuch 80 g.


Schritt 5: Nach der Ruhephase (Schritt 4) folgen zwei weitere einfache Touren, dann darf der Teig wieder 2 h im Kühlschrank entspannen.

Schritt 6: Eine letzte einfache Tour, dann wird der Teig auf 20 cm x 40 cm ausgerollt.
--> Bei mir werden es nur 20 cm x 35 cm.


Auf dem obigen Foto ist der Teig von Versuch 2 zu sehen. Teigplatte aufs Backblech legen.
Vor dem Backen muss der Teig nochmals 20 - 30 min entspannen.

Schritt 7: 25 min backen bei 180°C, dabei wird der Teig mit Backpapier bedeckt und mit einem zweiten Blech beschwert.
--> Da ich bei Eva, die dieses Rezept bereits getestet hat (KLICK), gelesen habe, dass ihr Teig nach den 25 min noch klitschig war, habe ich bei Versuch 1statt einem Blech ein Gitter wie bei dem Blitzblätterteig genommen.
Beim Backen breitete sich ein fürchterlicher Gestank in der Wohnung aus. Zum Weglaufen!
Der Teig trieb ungleichmäßig hoch, das Gitter hatte nicht genug Gewicht, um den Boden eben zu halten. 
Der Geschmack war, wie bereits der Geruch grausig. Vielleicht, weil der Zucker noch fehlt?

Verwundert bin ich über die Temperaturangabe von 180°C. Normalerweise wird Blätterteig bei mind. 200°C gebacken. Und wie die bisherige Erfahrung gezeigt hat, scheint Felders Ofen auch heißer zu sein.

Schritt 8: Den abgekühlten Teig in drei Streifen schneiden, mit Puderzucker bestauben und bei 220°C 2-3 min backen, damit der Zucker karamellisiert.
--> Dass das nicht klappt, habe ich bereits beim Blitzblätterteig festgestellt. Zum Karamellisieren sind mind. 240°C erforderlich. Aber wie bereits gesagt, scheint Felders Ofen eine andere Hitzeentwicklung zu haben. Wahrscheinlich backt der in gewerblichen Etagenöfen, die mehr Power haben.
Ich habe zum Karamellisieren daher die Grillfunktion des Ofens eingeschaltet.


Das Karamellisieren hat teilweise geklappt, allerdings gab es hier und da schwarze Blasen.
Die Splitterung ist okay. Was aber gar nicht ging, war der Geschmack. Nein, nein und nochmals nein.

Versuch 2: Diesmal habe ich den Boden gestippt und ein Schwarzblech aufgelegt.


Der Boden wurde relativ eben.
Dritteln, abpudern und Zucker karamellisieren lassen. Da mir der Grill bei Versuch 1 zu stark war, habe ich bei Versuch 2 den kleinen Grill (mein Ofen hat zwei Grillstufen) angestellt und war vorsichtiger. Dadurch blieben paar Stellen weiß.


Seufz. Gar nicht so einfach.

Die Teigplatte ist übrigens um so splittriger, je näher man am Rand schneidet.


Für Versuch 1 war an dieser Stelle Schluss. Mülli riss schon gierig sein Maul auf.
Für den Boden aus Versuch 2 geht es am nächsten Tag mit Schritt 9 weiter.
Die Sahnefüllung mit gemahlenem Koriander habe ich abends noch vorbereitet, damit sie über Nacht kalt stehen kann

Schritt 9: Böden mit aufgeschlagener Schokosahne füllen. Zusammensetzen. Oberste Decke mit Ganache versehen.
--> Ich weiche von der Felderschen Reihenfolge ab und kümmere mich erst um die Deckelplatte.
Ganache herstellen, und einen Boden damit überziehen.


Während die Ganache anzieht, spritze ich die Sahne auf die Böden.
Da die Sahne die ganze Nacht Zeit hatte, um durchzukühlen, lässt sie sich gut aufschlagen.


Allerdings hat sie so Pünktchen, als ob sich die Kuvertüre nicht vollständig gelöst hätte.

Zweiten Boden auflegen. Cremestreifen aufdressieren, oberen Deckel auflegen.
Kalt stellen. 1 h wäre ganz gut. Die Sahne muss durchsteifen.

Schritt 10: Den Boden in Schnitten schneiden.
--> Der Boden war hart, die Füllung weich. Dementsprechend hatte ich große Mühe beim Schneiden.


Wie schon eingangs erwähnt, war das Verkosten keine Freude. Nach einem halben Stück hatte ich genug. Der Blätterteig schmeckte zwar nicht mehr so grausig, wie bei Versuch 1, aber für mich ist das Rezept durchgefallen. Vielleicht war ich auch nur nicht fähig, es ordnungsgemäß umzusetzen. Würde ich gar nicht bestreiten. Ich mag Blätterteig nun mal nicht und habe vielleicht gerade deswegen so meine Schwierigkeiten damit.
Dennoch ... irgendwann muss ich mal das japanische Rezept ausprobieren. *g*

Edit: Auf dem Blog "Kochsamkeit" gibt es ein schönes Schokoblätterteig-Rezept nach Pierre Hermé mit einer Rezeptur und Temperaturangaben, die sich 'vernünftig' lesen.

Das getestete Rezept stammt aus dem Buch "Die hohe Schule der Patisserie" von Christophe Felder.
Die Buchvorstellung findet ihr HIER.

Felders Lektion 16: Baskischer Kuchen "Gâteau basque"


So. Es geht hier Schlag auf Schlag weiter, bevor ich vergesse, was für Stolperfallen ich alles mitnehmen musste.
Ein Zehntel seines Buchs habe ich durch und kann nur sagen, ich bin kein Fan von dem Buch. Aber nun ja, seine Macarons und Torten sollen wohl ganz gut sein ...

Der Kuchen hier war auch nicht schlecht. Ich kannte bisher keinen Baskischen Kuchen. Dabei ist es ein französischer Klassiker.
Insofern habe ich schon jede Menge neuer (französischer) Kuchen durch die Durchbackaktion kennengelernt. Gebracht hat es also schon was.
Der Baskische Kuchen besteht aus einer Mürbeteighülle mit Mandeln und ist mit Vanillecreme und Konfitüre gefüllt. Eine Kombination, die ich ganz gerne mag.
Das Rezept ließ sich auch ganz gut umsetzen.


Allerdings war der Boden mal wieder zu blass bei mir und auch etwas durchweicht.
Aber das hatte ich bisher ja bei fast allen Rezepten von Felder.


Da ich mal wieder nicht abwarten konnte und im Buch auch nichts steht, wann man den Kuchen isst, habe ich ihn gleich, nachdem er abgekühlt war, angeschnitten.
Das war nicht gut. Der Saft floss raus.

Nach einem Tag im Kühlschrank ging es dann.


Geschmacklich ... auch wenn ich die Kombination mag, fand ich diesen Kuchen nur okay.
Vor allem mag ich keine durchweichten Böden.
Falls ich mal wieder Baskischen Kuchen backen sollte (was nicht auszuschließen ist), würde ich ein anderes Rezept wählen, den Boden vorbacken und mit Eigelb versiegeln. Eine Marzipanschicht würde sicher auch gut zu passen.
Noch besser kann ich mir das Prinzip als Mini-Variante vorstellen. Als kleine Mini-Kuchen, die man mit einem Bissen verspeisen kann. Ja, das wär doch was. ^^

Mein Mann fand den Kuchen auch nur okay, mein Sohn mochte den gar nicht. (Die Vanillecreme ist mit Rum aromatisiert.)

Das getestete Rezept stammt aus dem Buch "Die hohe Schule der Patisserie" von Christophe Felder.
Die Buchvorstellung findet ihr HIER.

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Felders Lektion 15: Kouign Amann, Bretonischer Butterteig


Von Kouign Amann hatte ich vorher noch nie gehört. Bei Wiki erfahre ich, dass das bretonisch ist (was wiederum eine keltische Sprache ist) und "Kuchen Butter" heißt.
Kouign Amann ist eine lokale Spezialität aus der Bretagne (Frankreich). Eine Gegend, in der ich noch nicht war.
Der Teig sieht mir ganz nach Plunderteig aus, der mit Zuckerschichten versehen wird.
Durch die viele Butter und den Zucker ist das Gebäck sehr kalorienreich, schmeckt allerdings auch gut. Man Ich kann jedoch nicht allzuviel von essen.

Zutaten für 6 Stück

3,3 g Butter, zerlassen
92 g Meh, gesiebt
1/4 TL Salz
1,7 g frische Hefe
55 g kaltes Wasser
75 g Butter zum Einlegen
90 g Zucker zum Einstreuen

Zubereitung

Mehl und Salz vermischen.
Hefe darauf krümeln. Zerlassene Butter und Wasser dazugeben.
Alles vermengen, bis der Teig homogen und leicht elastisch ist.
In Frischhaltefolie gewickelt etwa 1 h im Kühlschrank ruhen lassen.
Butter zu einer Platte formen. Ebenfalls wieder kühl stellen, wenn die Butter zu weich geworden ist.

Teig zu einem Rechteck ausrollen, Butterplatte, die etwa halb so groß ist, mittig auflegen.


Und mit dem Teig gut einpacken. Teigpaket um 90° drehen und auf etwa 50 cm Länge ausrollen.


Es folgt eine einfache Tour (vorderes Drittel umklappen, hinteres Drittel daraufklappen).
Teigpaket um 90° drehen und auf wieder auf etwa 50 cm Länge ausrollen.
Wieder vorderes Drittel umklappen, hinteres Drittel daraufklappen, so dass drei Lagen entstehen.
In Frischhaltefolie gewickelt 1 h im Kühlschrank ruhen lassen.

Teigplatte so vor sich hinlegen, dass die Nahtkante nach rechts zeigt (und man wieder in die andere Richtung rollt). Mit etwas Zucker bestreuen.
Wieder auf etwa 50 cm ausrollen. Üppig mit Zucker bestreuen.  Mit dem Rollholz den Zucker leicht eindrücken.
Den Teig wenden und die andere Seite ebenso zuckern und den Zucker einwalzen.
Es folgt eine einfache Tour.
Teigpaket um 90° drehen, leicht zuckern, ausrollen, üppig zuckern (mit dem restlichen Zucker abzüglich 20 g, wobei ich doch noch reichlich Zucker über hatte ...) und einfach tourieren (also in drei Lagen zusammenlegen).
Teigpaket um 90° drehen und etwa 4 mm dick ausrollen.
Ich erhielt eine Platte von etwa 27 cm x 18 cm, die ich in sechs Quadrate mit 9 cm Kantenlänge geschnitten habe.


Die 20 g Zucker auf die Arbeitsfläche streuen. Ein Quadrat drauflegen und die Ecken zur Mitte einschlagen.


Die neu entstandenen Ecken wiederum zur Mitte einschlagen. Rundformen.


Backringe (ich habe Dessertringe genommen) ausfetten und die Teigstücke einlegen.


Blech an einem warmen Ort gehen lassen. Ja, sie gehen tatsächlich etwas auf. Ich war ja skeptisch. :-P
Nach der Gare im vorgeheizten Ofen bei 190°C O/U-Hitze etwa 25 min backen (oder länger),
bis sie schön braun und knusprig (aber nicht schwarz) sind.
(Anm.; Ich hatte 180°C laut Buch, würde sie das nächste Mal aber bei 190°C backen.)



Das getestete Rezept stammt aus dem Buch "Die hohe Schule der Patisserie" von Christophe Felder.
Die Buchvorstellung findet ihr HIER.

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Felders Lektion 14: Mandarinen-Feuilleté mit Blitzblätterteig


Sehr schnell und sehr einfach soll er nach Felder sein.
Ich kenne ihn als Holländischen Blätterteig, wobei ich jedoch eine etwas andere Art der Herstellung gelernt habe.

Mehl, Butter in Stücken, etwas Zucker und Salz grobkrümelig vermengen. Dann Wasser zugießen.
Alles gründlich vermengen.
(Beim Holländischen Blätterteig dürfen die Fettstücke jedoch nicht zerstört werden.)

Ich beginne zu kneten ...


Der Teig wird schmieriger und schmieriger und ich habe immer noch Wasser übrig. :-(
Ich kippe daher etwas weg.
Ich muss schon sagen, die Rezepte von Monsieur Felder verführen mich dazu, mich NICHT an die Rezepte zu halten, was eigentlich ja nicht so meine Art ist. ^^;;


Auf dem obigen Bild sieht man vielleicht, wie klebrig der Teig geworden ist.
Auf dem Foto im Buch sieht er nicht so klebrig aus. T_T

Während der erste Teig ruht, starte ich gleich einen zweiten Versuch und nehme von vornherein weniger Wasser. Jetzt sieht mein Teig so aus wie im Buch ...

Ausrollen. Stippen. Beschweren Backen.


Da er ein wenig blass aussieht (die Angaben scheinen nicht für einen Haushaltsofen zu sein ...), lasse ich ihn unbedeckt noch etwas im Ofen.


Gefällt mir schon besser. Ich checke die Struktur.


Sieht zumindest blättrig aus.
Die Teigplatte wird dann noch mit Puderzucker überpudert und für 2 - 3 min bei 220°C in den Ofen gegeben. Angeblich soll dabei der Zucker karamellisieren. Nun, gut möglich, dass er das in Felders Ofen tut, aber in meinem Ofen tut er es nicht.


Aber zumindest schmeckt Kazu und mir der Boden. Nicht der Hit, aber knabbert sich schön.

Der zweite Boden wird dagegen nicht so gut.
Ich recherchiere. Aha. Im Grunde genommen ist Felders Wassermenge so wie im Grundrezept für Blätterteig angegeben. Nur seine Buttermenge ist höher, was insgesant zu einer höheren Flüssigkeitsmenge führt.

Am nächsten Tag verarbeite ich den Blätterteigboden.
In Dreiecke schneiden, Klecks Konditorencreme draufgeben, um den Klecks halbierte Mandarinenhälften mit Haut drumherumlegen ...

Warum werden die Filets nicht filetiert? Wahrscheinlich, damit die Obstsäure nicht mit der Vanillecreme reagiert.

Na ja, ich hab sie filetiert. Wird eh gleich vernichtet.
Ich überlegte, dass es vielleicht ganz nett aussieht, wenn man die Creme auch sieht und bin von Felders Dekorierung abgewichen.


Aber ehrlich gesagt stellt mich das Ergebnis nicht zufrieden.
Das Foto vom Mandarinen-Feuilleté im Buch ist ... sehr, sehr dunkel ...
Und wie ist das Feuilleté geschmacklich? Ich probiere ...


So was mag ich ja gar nicht. Wenn man beim Anstechen gleich "Matsch" auf dem Teller hat. :-(
Der Boden schmeckt heute nicht mehr ganz so gut. Dafür schmeckt uns die Creme, die ich demnächst noch vorstellen werde.
Die Gesamtkomposition ist annehmbar. Allerdings muss ich fairerweise dazusagen, dass ich schon immer kein großer Fan von Blätterteig war. Mein Urteil ist daher wohl von vornherein etwas negativer. ^^;;
Nun, ein weiteres "abgehakt" -Rezept.

Das getestete Rezept stammt aus dem Buch "Die hohe Schule der Patisserie" von Christophe Felder.
Die Buchvorstellung findet ihr HIER.

EDIT: Hier ein wirklich gelungenes Mandarinen-Feuilleté:
http://hotelvernet.com/Francais--Galerie-photos.phtml 
Unter Restaurant&Bar nachschauen.

Felders Lektion 13: Tourte Landaise mit Strudelteig


Im Buch "Die hohe Schule der Patisserie", das ich am Durchbacken bin (die Buchvorstellung findet ihr HIER) geht es nun weiter mit Strudelteig.

Ich halte mich an das Rezept und erhalte eine Teigkugel, die wie die im Buch aussieht.


Die Kugel bekommt nun ein Ölbad! Für mich ist diese Methode gänzlich neu.


Desweiteren ist mir neu, dass der Strudelteig in den Kühlschrank kommt. Interessant, wie verschieden Herstellungsweisen sein können.

Jetzt wurde es für mich schwierig. Ich soll den Teig mit den Händen flachdrücken, bis er gleichmäßig dünn ist.
Gleichmäßig mit den Händen ... *schwitz*
Dann auseinanderziehen. Mehr schlecht als recht. T_T


Buttern, zuckern und in mehrere Quadrate schneiden. Den verdickten Rand habe ich abgeschnitten.
Mit den Teigquadraten die Form auslegen und die in Alkohol (ich habe Calvados genommen) marinierten Apfelscheiben einlegen. Überstehenden Teig über die Füllung schlagen.


Mit Puderzucker überstauben und backen.



Wie erwartet ist mein Strudelteig zu dick gewesen (jedenfalls kommt es mir so vor), geschmacklich war die meine Tourte Landaise dennoch okay.
Mein Mann fand sie sehr lecker. Kazu fand die knusprige obere Schicht schön.
Die echte Tourte Landaise mit feinem Strudelteig könnte durchaus sehr lecker schmecken. :-P
Aber die Tourte Landaise, die im Buch abgebildet ist, würde ich zurückgehen lassen. Die ist ja halb schwarz oben ...

In den meisten französischen Haushalten wird wohl für diese Tarte, so weit ich das meinen Recherchen entnehmen konnte (kann nur leidlich Französisch), fertiger Filoteig verwendet.
Da mir Felders Rezept auch nicht so zusagte, bzw ich nicht so damit klar kam, spare ich mir das Rezept.

Als Füllung für eine Tarteform von 22 cm Durchmesser werden 3 Golden Delicious in 2 -3 mm dicke Spalten geschnitten und mit 15 ml einer beliebigen Spirituose und 20 g feinem Zucker vermengt.

Das getestete Rezept stammt aus dem Buch "Die hohe Schule der Patisserie" von Christophe Felder.
Die Buchvorstellung findet ihr HIER.

Dienstag, 1. Oktober 2013

Felders Lektion 43: Grüne Apfelchips


Nach den Erdbeerchips konnte ich der Versuchung nicht widerstehen und musste gleich noch Felders Apfelchips herstellen.

Doch auch dieses Rezept konnte ich nicht 1:1 umsetzen.
So steht da, dass man zwei große Granny Smith braucht. So ein Apfel wiegt ca. 200 g und hat einen Durchmesser von etwa 7 cm.
Das Rezept ergibt 20 Chips, heißt es.
20 Chips sind nicht viel, denke ich, und gehe zwei Äpfel kaufen.


Los geht's. Apfel waschen und gut abtrocknen.
In 2 - 3 mm dünne Scheiben schneiden. Moment. Ich stutze. Dann flitze ich zum Taschenrechner.
70 mm durch 2,5 mm ergibt 28. Auch wenn man den Anschnitt weglässt und vielleicht noch die Mitte mit dem Kerngehäuse, so ergeben zwei Äpfel wesentlich mehr als bloß 20 Chips.

Ich schneide daher nur einen Apfel auf.


Die Apfelscheiben werden mit dem Saft einer Limette vermischt.

Nun sollen die Scheiben nebeneinander einzeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech gelegt werden.
Hm. Die Scheiben sind doch vom Limettensaft ganz nass. Muss das sein? Das steht nichts von Abtupfen. Egal. Ich nehme ein Küchentuch und tupfe meine Scheiben trocken.

Schließlich werden die Scheiben noch mit 50 g Puderzucker pro Apfel überpudert. Paar Minuten warten, damit der Zucker schmilzt, dann kommen sie in den Ofen.

Im 80°C O/U-Hitze heißen Ofen etwa 90 min trocknen lassen. Meine brauchen wieder etwas länger, bis sie knusprig sind. Etwa 105 Minuten sind sie bei mir im Ofen.


Das Ergebnis ist wirklich lecker. Etwas sauer, aber schön knusprig.
Wenn der Betrieb des Ofens kostenlos wäre, würde es die sicher öfter geben. :-P


 Das getestete Rezept stammt aus dem Buch "Die hohe Schule der Patisserie" von Christophe Felder.
Die Buchvorstellung findet ihr HIER.

Felders Lektion 42: Erdbeerchips


Als ich so durch Felders Buch blätterte, um zu sehen, was mich erwartet, stieß ich auf dieses Rezept. Das müsste so im Dezember an der Reihe sein. Aber Erdbeeren im Dezember? Als ich dann beim Einkaufen im Regal noch deutsche Erdbeeren sah, packte ich die Gelegenheit beim Schopf und legte eine Packung in den Einkaufswagen.

Die Erdbeeren waschen, entgrünen und gut trocken tupfen.
Dann in 2 -3 mm dicke Scheiben schneiden und auf einer Backmatte ausbreiten.

Dann rührt man Eiweiß und Puderzucker zusammen. Im Buch steht die Menge von 1/2 Eiweiß (auf sechs große, feste Erdbeeren), was ich aber viel zu viel fand.
Ich denke, für ein Blech sollten 5 g Eiweiß und 16 g Puderzucker ausreichend sein.

Es soll eine dickflüssige Mischung entstehen, heißt es. Ja, meine ist dickflüssig.
Ich lese weiter. Die Konsistenz soll gegebenenfalls mit Eiweiß oder Puderzucker  reguliert werden.
Wie genau dickflüssig die Mischung sein soll, steht aber nicht da.
Ich befinde meinen Mischung für gut. :-P

Die Erdbeerscheiben nun dünn mit der Zuckerlösung bestreichen.


Im 80°C O/U-Hitze heißen Ofen etwa 60 min trocknen lassen.

Nach 60 min teste ich eine. Sie ist weich und klebrig. Hm.
nach dem Abkühlen sind die Erdbeerchips schön knusprig, steht im Buch. Von knusprig sind meine Chips weit entfernt.
Nach weiteren 30 min scheinen sie mir dann gut zu sein und ich hole sie aus dem Ofen.


Der Schwund kommt vom steten Probieren. ^^;;

Ich lasse sie abkühlen und siehe da, 90% der Erdbeerchips sind wirklich knusprig geworden. Allerdings sind die Chips etwas klebrig.
Auch wenn meine Erdbeeren nicht ganz so rot waren, so weisen die Chips doch ein schönes Erdbeeraroma auf.

Tja, bei solchen Chips geht Mülli leer aus. :-D
(Der bekam ja eh schon das Grünzeug.)

Das getestete Rezept stammt aus dem Buch "Die hohe Schule der Patisserie" von Christophe Felder.
Die Buchvorstellung findet ihr HIER.