Montag, 16. September 2013

Wochenrückblick 9.9. - 15.9.

Montag, der 9. September 2013

Da ich schon lange keine Obentô mehr fotografiert habe, hier mal wieder ein Foto von Kazus Nachmittagssnack (Mittag bekommt er im Kindergarten). Allerdings gehören die drei linken Sticker nicht ins Bento, aber Kazu wollte unbedingt, dass die mit aufs Foto kommen. Kann man so eine Bitte abschlagen? :-P


Anschließend geht es zur Post. Der erste Tee-Brief (an Maya) wird verschickt.

Nachmittags gehe ich, um meinem Kopf Zeit zum Abrauchen zu geben,  das nächste Felder-Rezept an:
Savarin Marie-Galante.


Hehe, wie man sieht, musste ich natürlich gleich naschen, obwohl das Gebäck nach ein, zwei Tagen noch mit Sirup getränkt werden soll. Sind waren ja vier Stück da. :-D

Dienstag, der 10. September 2013

Heute habe ich mich ans Tee aufteilen gemacht. Der Zeitaufwand für die ganze Aktion war doch höher als gedacht. Tee abpacken und alles beschriften, dann verteilen und als Brief verschicken. Puh.


Heute habe ich Kazu etwas früher aus der Kita abgeholt, denn wir sind anschließend gleich weiter zum Geburtstag meines Neffen gefahren, der heute 2 Jahre alt geworden ist. Als Geburtstagskuchen gab es den Käsekuchen von Felder, den Kazu letztens für sehr lecker befunden hat.


Und zu meiner Freude war auch das Geburtstagskind sehr angetan vom Kuchen. :-)
Ein wirklich leckerer Kindergeburtstagskuchen, der auch den Erwachsenen geschmeckt hat.

Mittwoch, der 11. September 2013

Weiter geht es mit meiner Tee-Aktion. Teebeutel aufkleben, Umschläge beschriften, eintüten.


Donnerstag, der 12. September 2013

Heute bringe ich sechs weitere Briefe mit Tee zur Post. Nun fehlen noch die Briefe für Marion und Kumiko. Die gehen morgen raus. Verzeiht, dass es etwas gedauert hat.

Zwei Tage sind um. Ich koche Sirup und tränke meine Savarins. Anrichten und die Savarin Marie-Galante genießen. Wow. Lecker. Und ich war mir so sicher, dass die mir zu süß wären, aber die Gesamtkomposition war absolut stimmig. (Mit Tiefkühl-Himbeeren, daher sehen die etwas matschig aus.)


Voller Eifer backe ich gleich das nächste Felder Rezept: Eine Schokoladenmousse Tarte.


Doch das Rezept kann mich nicht überzeugen.

Freitag, der 13. September 2013

Hurra! Einer der sechs Tee-Briefe ist angekommen. Ich bin erleichtert.
Zum Abendessen gibt es eine Abwandlung des exotischen Reistopfs von Frau Hessler.
Die Woche davor hatte ich mich ans Rezept gehalten und Reis genommen, doch der wollte einfach nicht weich werden. Dieses Mal habe ich Vollkornnudeln genommen und weniger Brühe und siehe da, so schmeckte es uns wesentlich besser. Aber was an dem Eintopf exotisch sein soll? Nun ja, für mich persönlich ist es definitiv der Kohlrabi in dem Gericht! :-P


Samstag, der 14. September 2013

Ich habe Lust zu backen. Viel Lust.^^ Backen ist einfach der perfekte Ausgleich zur Kopfarbeit.
Und so entstehen heute vormittag die bereits vorgestellten Tuiles, Brownies aus dem gleichen Buch und dann noch einmal die Tarte Tatin.
Dieses Mal ohne Kazus Hilfe.


Mmh, alles sehr lecker.
Doch die Kuchen müssen warten, denn wir sind heute Nachmittag zur Geburtstagsfeier meiner Schwester eingeladen. Da sie selber backen wollte, bringe ich keinen Kuchen mit.

Doch bevor wir losgehen, weihen wir zusammen noch unsere neue Eismaschine ein. Mit einem Vanilleeis mit Sojamilch. Das Eis gab es dann zum Nachtisch (nach dem Mittagessen). Lecker, lecker.

Sonntag, der 15. September 2013

Heute verbringen wir den Tag zu Hause.
Der Rest der Eiscreme gab es dann heute zum Nachtisch, zusammen mit den Tuiles.


Nachmittags aßen wir die Kuchen von gestern (ich mag ja den Apfelkuchen so gern^^)
und dann nahm ich das nächste Felder Rezept in Angriff: Windbeuteltörtchen.


Einen halben musste ich dann gleich zum Abendessen naschen. :-D

Damit habe ich 12 Rezepte aus dem Felder-Buch "Die hohe Schule der Patisserie" durchgebacken.
Das schreit doch nach einem kleinen Rückblick. :-D

Ich wünsche Euch allen eine schöne Woche.

Btw. Ich würde mich wirklich sehr darüber freuen, wenn Ihr mir Bescheid gebt, ob der Tee gut bei euch angekommen ist.

Sonntag, 15. September 2013

Tuile チュイル


Der Herbst ist da und die ersten Blätter sind auf meinem Teller gelandet.^^
Ich habe für die Umsetzung dieses Rezepts aus meinem japanischen Backbuch "Die ersten selbstgemachten Süßspeisen - Home Made Sweets" (der Link führt zu meiner Buchvorstellung inkl. der Rezepteübersicht) eine Weile gebraucht, weil ich hierfür eine Schablone basteln musste und basteln absolut nicht meine Welt ist.
Die Blätter sollten eigentlich etwas kleiner werden ...
Aber ich bin froh, dass meine Tuiles (französisch für Dachziegel) wenigstens überhaupt Ähnlichkeit mit einem Blatt haben. ^^

Tuiles sind ganz dünnes Gebäck, das nach dem Backen noch heiß in eine gewölbte Form (--> Dachziegel) gebracht wird. Die Form ist beliebig, aber da im Buch die Tuiles auch in Blätterform sind (nur kleiner ^^;;) und Blätter in diese Jahreszeit passen, habe ich mich vor kurzem endlich dazu durchgerungen, mir eine Einweg-Schablone zu erstellen.

Meine ersten Tuiles (noch etwas dick)



Die Masse, aus der diese Tuiles bestehen, wird Hippenmasse oder manchmal auch Zigarrenmasse (da aus der Masse auch die Cigarette Cookies hergestellt werden) genannt.
Auch Dekorbiskuits werden gerne mit dieser Masse verziert. Denn sie lässt sich beliebig einfärben, lässt sich gut einfrieren und taut schnell auf.

Die Tannenbäume sind aus dieser Masse:

Cranberrymoussetörtchen
Das Grundrezept für diese Masse ist Butter zu Puderzucker zu Eiweiß zu Mehl = 1 : 1 : 1 : 1.
Das heißt alles zu gleichen Teilen.
Da das Gebäck noch heiß ausgeformt wird, sollte man jedoch nicht allzu große Mengen backen.

Zutaten für etwa 20 kleine Blätter

30 g Butter, Zimmertemperatur
30 g Puderzucker
30 g Eiweiß
30 g Mehl

5 g Kakaopulver

Vorbereitung

Aus einem 1 mm dicken Papier eine Schablone fertigen.
Zwei Spritztüten basteln.

Zubereitung

Die Butter in einer Schüssel cremig rühren, Puderzucker dazusieben und zu einer homogenen Masse verrühren.
Das Eiweiß in 2-3 Etappen jedes Mal gründlich einrühren.
Das Mehl dazusieben und die Masse glatt rühren.
Die Masse halbieren und auf eine Hälfte das Kakaopulver darauf sieben und die Masse glatt rühren.

Backpapier aufs Backblech legen, Schablone auflegen  und die Masse dünn mit Hilfe der Schablone auftragen. Schablone entfernen. 
Für die Blattmaserung jeweils etwas von der Masse in die Spritztüten füllen und die Blattadern aufspritzen (Ihr bekommt das sicher besser hin als ich. Malen ist nämlich auch nicht mein Ding.)


Im 200°C O/U-Hitze heißen Ofen (vorgeheizt) etwa 5 - 7 min backen. (Meine Riesenblätter haben 10 min benötigt.) 
Die Tuiles sind fertig, wenn sich der Rand goldbraun verfärbt.

Nach dem Backen die Tuiles sofort (also noch heiß!) am besten mit einer Palette über ein Rollholz  legen und den Tuiles ihre Krümmung verpassen. 


Diese Tuiles schmecken sehr gut zu Eiscreme:


Das Rezept stammt aus dem Buch "はじめての手作りお菓子 Home made sweets", das ich im Einleitungspost (Buchvorstellung) zu dieser Reihe vorgestellt habe.

Motto: Backen wie in Japan.^^

Lemon tea biscotti レモンティーのビスコッティ


Nach einer langen Pause geht es weiter mit der Durcharbeitung meines japanischen Backbuchs "Die ersten selbstgemachten Süßspeisen - Home Made Sweets" (der Link führt zu meiner Buchvorstellung inkl. der Rezepteübersicht).

Zur Zeit bin ich im Kapitel über einfaches Gebäck. Und in der Tat waren diese Biscotti einfach herzustellen, wobei sie mir einmal gebacken noch besser geschmeckt haben.
Ich mag diesen Earl Grey Tee-Geschmack mit der Zitrusnote und auch die Mandeln haben hervorragend reingepasst.

Zutaten für 20 - 25 Stück (ich habe die halbe Menge gebacken)

2 große Eier (Gr. L)
80 g Zucker
40 ml Öl
30 g kandierte Zitronenschale oder Zitronat
1 EL Brandy
200 g Mehl
1,5 TL Backpulver
2,5 EL Teeblätter
50 g ganze Mandeln

Vorbereitung

Die Zitronenschale klein hacken und im Brandy eine Weile ziehen lassen.
Die Teeblätter zerreiben oder zermahlen. Ich siebe die Teeblätter noch, um harte Bestandteile wie Blattstengel zu entfernen.
Die Mandelkerne im 160°C heißen Ofen etwa 10 min rösten und anschließend abkühlen lassen.
Mehl und Backpulver mischen und sieben.
Backblech mit Backpapier auslegen.

Zubereitung

Eier und Zucker in eine Schüssel geben und mit Schneebesen weiß-cremig rühren.
Öl hinzufügen, einrühren.
Zitronenschale mit Brandy hinzufügen, einrühren.
Mehlgemisch, Teeblätter und Mandeln hinzufügen und alles mit dem Schaber gründlich vermengen.
Den sehr weichen Tag auf Frischhaltefolie geben und zu einem Laib geformt, eng einpacken.


Eine gute Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
Den Teig behutsam auspacken und auf das vorbereitete Backblech legen.
Im 180°C O/U-Hitze heißen Ofen (vorheizen!) etwa 35 min backen. Auf dem Backblech abkühlen lassen.


Das "Brot" in 1,5 cm dicke Scheiben schneiden und diese aufs Backblech legen.


Die Ränder habe ich mit Verzücken aufgenascht. Nächstes Mal belasse ich es mit einmal backen.

Die Scheiben im 180°C O/U-Hitze heißen Ofen etwa 7 min knusprig backen.


Das Rezept stammt aus dem Buch "はじめての手作りお菓子 Home made sweets", das ich im Einleitungspost (Buchvorstellung) zu dieser Reihe vorgestellt habe.

Mittwoch, 11. September 2013

Wochenrückblick 2.9. - 8.9.

Asche auf mein Haupt! Ich habe seit Ewigkeiten mal wieder mein gmx-Mail Konto gecheckt und festgestellt, dass mir einige Leser an diese Adresse eine Mail geschickt hatten. Es tut mir wirklich leid. Meine offizielle ist die, die im Impressum steht. Auf gmx schaue ich viel zu selten, wie ich feststellen musste, und so sind mir eure Mails entgangen wie die vom 20. Februar von Diana ...
Wie super peinlich! Viele Fragen haben sich sicherlich bereits erledigt, aber ich werde trotzdem zusehen, alle Mails nach und nach zu beantworten. Bitte entschuldigt.

Montag, der 2. September 2013

Meine Freundin Cori fliegt in ein paar Tagen nach Japan, um sich dort niederzulassen. Daher bin ich heute schnell zur Post gedüst, um ihr auf den letzten Drücker ihr Geschenk zu schicken. (Mittlerweile habe ich erfahren, dass es rechtzeitig eingetroffen ist und zusammen mit Cori gut in Japan angekommen ist. Schön.^^)

Ansonsten übersetze ich weiter meine Serie und schreibe nebenbei den Wochenrückblick.

Dienstag, der 3. September 2013

Vor ein paar Tagen kam meine Cuppa-Box. Mittlerweile hat sich mein Teebestand doch beträchtlich gefüllt. Einige Sorten sind echte Highlights, wie der grüne Rooibos. (Btw: Von dem habe ich mich am schwersten getrennt. ^^;;)
Als ich so die zahlreichen Sorten vor mir sehe, kommt mir der Gedanke, eine Tee-Aktion zu starten. Ich liebe Probier-Sortimente und vielleicht geht es euch ja auch so.
Also ran an den PC und den Post geschrieben.^^

Nachmittag gehen Kazu und ich zum Sport. Dieses Mal schaue ich meinem Sohn nicht zu, sondern begebe mich in den Nebenraum, um unter Anleitung Yoga zu machen. Meine erste Yoga-Stunde.
Es ist ein wenig wie Stretching und Entspannung. Genau das Richtige für eine stress-geplagte Mama. *g*

Auf dem Heimweg, ich denke gerade so über meine Tee-Aktion nach, sehe ich vor mir auf dem Boden etwas liegen. Ich stutze. Es sieht aus wie ... Nein, das kann nicht sein. Ich hebe es auf. Ich drehe mich um, aber kein Mensch in der Nähe (außer Kazu). Ich schaue mir meinen Fund genauer an. Es ist tatsächlich ein 10 Euro Schein! Wow.
Kazu jedoch ist sauer, weil ich ihm meinen Fund verweigere. ^^;;

Dafür gehen wir auf dem Heimweg noch ein Eis essen. Nun ja, da hatte Kazu zwar schon längst das mit dem Geld vergessen, aber ich hatte Lust auf Eis ... :-P

Mittwoch, der 4. September 2013

Heute gönne ich mir ein wenig Freizeit und backe die Linzer Tarte nach französicher Art.


Mein Tee-Post hat mehr Tee-Fans angesprochen als gedacht. *freu* Doch kommt mir beim Lesen der Kommentare der Verdacht, dass es da wohl das ein oder andere Missverständnis gibt.

Zum einen ist die Aktion kein übliches Give-away, sondern eine Aktion wie die Mayo-Aktion damals.
Es wird also kein Gewinner ausgelost, sondern ich möchte mich so bei meinen Lesern dafür bedanken, dass sie mir durch ihre Kommentare und Mails Motivation schenken.
Daher wähle ich die Leute, denne ich Tee schicke ganz subjektiv aus. Aber um neuen Lesern oder bisher stillen Lesern auch eine Chance zu geben, habe ich jedem eine Frage gestellt (zum Kommentar im Tee-Post).
Einfach um zu sehen, wie ernst das Interesse ist. Ich hoffe, ihr habt dafür Verständnis.

Zum anderen handelt es sich bei den Tees nicht um Tees, die ich nicht mag und loswerden möchte. Es sind wirklich sehr feine Sorten. Manche schmecken mir sehr gut, manche etwas weniger gut. Es ist einfach die Mengenvielfalt, die mich an ein Probiersortiment denken ließ und die Chance, mich so mal bei den Lesern bedanken zu können.

Ich habe jetzt 10 Sets zusammengestellt. Ein Brief ist bereits verschickt, die nächsten gehen heute oder morgen auf den Weg. Von zweien (miya und mysli) benötige ich noch die Anschrift, falls noch Interesse besteht.
Eigentlich sollten es ja nur drei Sets werden, aber aufgrund meines 10 Euro Funds habe ich beschlossen, mehr Sets zusammenzustellen und dafür die Teemenge pro Nase zu verringern.

Donnerstag, der 5. September 2013

Heute nehme ich die Linzer Tarte mit zum Kindergarten/ Spielplatz. Mal sehen, ob jemand naschen mag.


Kazu und seine Freundin Katarina probieren und befinden den Kuchen für lecker. Na das freut mich aber! :-D

Nach dem Spielplatz geht es noch zum Einkaufen in den Bio-Markt. Während ich überlegend durch die Gänge gehe, ist Kazu viel entscheidungsfreudiger und packt den Korb voll. Das und das und das auch, Mama. *g* Ich lasse ihn gewähren, nur bei den Schokowaffeln fordere ich ihn auf, diese zurückzulegen. Nach einer kurzen Diskussion (Kazu: "dann bin ich aber traurig", ich: "Schau mal, so viel durftest du schon mitnehmen, aber alles geht halt nicht") hat mein Sohn ein Einsehen (keine Ahnung, ob er es wirklich eingesehen hat) und bringt die Waffeln zurück.

Freitag, der 6. September 2013

In meiner heutigen Backpause geht es weiter mit Felder und seinem Käsekuchen. Dieser Käsekuchen wird ganz anders zubereitet als ich es kenne. Es ist wirklich faszinierend, wie viele Möglichkeiten es gibt, Käsekuchen zu backen. Kazu ist ganz begeistert von dem Kuchen. Auch mir schmeckt er, wenngleich ich auch zwei Kritikpunkte feststellen musste. Also werde ich den Kuchen in Kürze noch einmal backen.^^
(Extra-Post folgt).


Nachmittags malt Kazu ein Bild von mir auf seine Tafel. Mir gefällt das Bild so gut, dass ich ihn bat, mich mit der Tafel zu fotografieren. ^___^


Die Dreiecke auf dem Kopf sollen Mohrrüben sein.
Und als ich ihn fragte, ob ich denn wirklich so große Ohren hätte, sagte er doch glatt: "Ja, Mama, du bist groß und deine Ohren sind auch groß." ähm ... ^^;;

Samstag, der 7. September 2013

Der Einkauf heute in Kaufland verläuft nicht so reibungslos. Kazu hat sich eine Packung Wachsmalstifte gekrallt und will diese partout nicht loslassen. Da ist weiß bei, sagt er. Er braucht den, denn seiner malt nicht.
An der Kasse bitte ich die Verkäuferin, die Packung beiseite zu legen. Kazu ist sauer, weil er die Stifte nicht bekommt.

Erst später habe ich verstanden, worum es ihm genau ging. Er hat versucht, mit seinem weißen Stift auf weißem Papier zu malen. Doch er hat nichts gesehen und daher geschlussfolgert, dass der weiße Stift kaputt ist und er daher einen neuen braucht. Deshalb wollte er unbedingt diese Packung Stifte haben.

Im Kindergarten haben sie gerade das Projekt Mülltrennung und kaputtes Spielzeug kommt in die Wertstofftonne, hat er gelernt. Da wir keinen extra Mülleimer dafür haben, sagte ich Kazu, er solle einen Haufen machen mit den Sachen, die weg sollen. Und in diesem Haufen fand ich den weißen Wachsmalstift. Natürlich ist er völlig funktionstüchtig. *g*

Sonntag, der 8. September 2013

Heute darf Kazu den Sonntagskuchen backen. An den Äpfeln habe ich mich versucht, doch sie sind mir mal wieder misslungen. Es sollten karamelisierte Äpfel werden, aber offenbar stehe ich mit denen auf Kriegsfuß. Die werden einfach nichts bei mir. :-(


Trotzdem war der Kuchen ruckzuck weg. Kazu hat die Äpfel weggelasssen, Fabian den Boden.
Ich werde das Rezept einfach etwas abändern und ihn ebenfalls nochmals backen, den Quatre-quarts aux pommes.^^

So. Jetzt habe ich Hunger. Lasst es euch gutgehen.

Ach ja, für alle Japan-Fans:
Ich möchte euch gerne diesen Blog ans Herz legen: Japan, ein schönes Land
Klein, aber fein mit interessanten Infos.

Dienstag, 10. September 2013

Crêpes mit Rührei, Senfsprossen und Lachs (nach Hessler)


Das Rezept ist aus meinem Buch "Naturküche für Genießer" von Doris-Katharina Hessler, deren Buch ich HIER vorgestellt habe. Es befindet sich im Kapitel "Eierspeisen, Aufläufe und Gratins".

Reine Senfsprossen hatte ich nicht gefunden. Ich habe stattdessen eine Packung Misch-Sprossen gehabt, die einen Anteil Senfsprossen enthielt.


Wie dem auch sei, mir hat dieses Gericht sehr gut geschmeckt, obwohl ich es etwas schwierig fand, zu essen.
Vielleicht kann man die Crêpes füllen und aufrollen. Dann lassen sie sich viel besser schneiden und essen.
Hm, werd ich das nächste Mal ausprobieren. Ob statt dem Lachs auch Räuchertôfu passt? ... :-P

Genug der Vorrede, hier das Rezept:

Zutaten für 8 dünne Pfannkuchen

Crêpeteig
300 g Weizenmehl
500 ml Milch
4 Eier
Salz
weißer Pfeffer

Garnitur
3 El Traubenkernöl (ich habe umgerechnet 2 EL genommen)
1 El Sherryessig (bei mir Kokumotsu-su)
Salz
weißer Pfeffer
100 g Senfsprossen (ich hatte oben erwähnte Packung)

Füllung
4 Eier
125 g Sahne
200 g geräucherter oder gebeizter Lachs
100 g Senfsprossen
1 Schalotte
1 Bund Dill
Salz
weißer Pfeffer

Zubereitung

Crêpeteig
Mehl in eine Schüssel sieben, in die Mitte eine Mulde formen, Eier zugeben und mit etwas Mehl zu einer Paste verrühren. Milch nach und nach zugeben und alles zu einer homogenen Masse verrühren und würzen. Teig 30 min ruhen lassen.
Dann aus dem Teig acht dünne Pfannkuchen backen.

Garnitur
Traubenkernöl, Essig, Salz und Pfeffer verrühren. Mit den Senfsprossen vermischen.

Füllung
Schalotte fein hacken.
Dill fein hacken.
Lachs in Stücke schneiden.
Eier mit Sahne verrühren.
Senfsprossen, Schalotte, Dill, Salz und Pfeffer einrühren und zuletzt die Lachsstückchen untermischen. Nochmals abschmecken.
Etwas Margarine in einer Pfanne erhitzen und die Eiermischung darin bei mittlerer Hitze stocken lassen, dann zu Rührei verarbeiten.

Fertigstellung
Einen Crêpe auf einen Teller geben, 1/8 der Rühreimasse darauf verteilen und mit den marinierten Sprossen bestreuen.


Quelle: Doris-Katharina Hessler, Naturküche für Genießer, Mosaik Verlag GmbH, München 1992

Samstag, 7. September 2013

Tarte Linzer タルト・リンシェール


Ein weiteres Anwendungsbeispiel für den Pâte sucrée ist die Tarte Linzer.  Das Rezept ist  aus meinem japanischen Backbuch über die Grundlagen des französischen Gebäcks und wurde von der Gastronomieschule "Le Cordon Bleu Tokyo" herausgegeben.
Das Buch habe ich HIER vorgestellt.

Letzten Monat hatte ich bereits die Linzer Torte nach Christophe Felder gebacken. Doch sein Rezept war nicht so nach meinem Geschmack.
Nun teste ich dieses hier. Schon von den Zutaten her ist es ganz anders.
Ich habe das halbe Rezept gebacken und damit zwei kleine 12er Tarteformen gefüllt.

Zutaten für eine Tarteform von 20 cm Durchmesser

Pâte Linzer (= pâte sucrée mit Mandeln und Zimt)
200 g Butter
150 g Zucker
50 g Mandelmehl (fein gemahlene, blanchierte Mandeln) 
1/2 Ei
30 ml Milch
300 g Mehl
1 g Backpulver
10 g Zimt

Füllung
300 g Himbeerkonfitüre (mit Kernen)
Anm. Ich habe noch Himbeerpüree und Zitronensaft zur Konfitüre gegeben.

Deko
Puderzucker

Zubereitung

Pâte Linzer (= pâte sucrée mit Mandeln und Zimt)
Butter weich drücken (mit den Fingern oder dem Schaber) und Zucker und Mandelmehl daraufsieben. Zutaten verrühren.
Ei mit Milch verrühren und einrühren.
Mehl mit Zimt und Backpulver in eine große Schüssel sieben, Butter-Zucker-Ei-Masse hinzufügen und durch schneidende Bewegungen und Drücken an den Schüsselrand alles miteinander vermengen, ohne den Teig zu stark zu verkneten. Nach und nach fängt der Teig an zu ballen.
Weiter braucht man den Teig nicht zu bearbeiten. Das Mehl ist komplett eingearbeitet.
Herausnehmen, zu einem Paket formen und in Frischhaltefolie wickeln.
2 h im Kühlschrank ruhen lassen.

Teig etwa 3 mm dick ausrollen und die gefettete Tarteform damit auslegen. Den Rand etwa 5 mm breit drücken (dient als Auflagefläche für das spätere Gitter).
Anm. Da meine Form zu hoch ist, habe ich die Form nicht ganz bis nach oben ausgelegt.


Den Boden mit der Himbeerkonfitüre füllen.


Den übrigen Teig nochmals ausrollen und 1 cm breite Streifen abschneiden. Die Tarte damit gitterförmig belegen, die Enden überhängen lassen.


Anm.: Einfacher ist es, wenn man eine Tarteform in der richtigen Höhe verwendet. 

Den überstehenden Teig an den Rand andrücken und gleichzeitig dabei abtrennen.


Im vorgeheizten Ofen bei 160 - 170°C O/U-Hitze so lange backen, bis der Rand eine schöne dunkle Bräunung bekommt und die Konfitüre blubbert.


Etwas abkühlen lassen, dann aus der Form nehmen und auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.


Die Tarte am besten einen Tag durchziehen lassen. Dann den Rand mit Puderzucker abpudern. Servieren.


Die Tarte schmeckte uns allen gut (auch Kazu!), so dass Mülli dieses Mal leer ausging.^^

Quelle: Le Cordon Bleu, Grundlagen der französischen Patisserie.

Thema: Die Welt der Patisserie

Freitag, 6. September 2013

Tartelettes Fours タルトレット・フール


Hier kommt ein Anwendungsbeispiel für den Pâte sucrée.  Das Rezept ist  aus meinem japanischen Backbuch über die Grundlagen des französischen Gebäcks und wurde von der Gastronomieschule "Le Cordon Bleu Tokyo" herausgegeben.
Das Buch habe ich HIER vorgestellt.

Diese Tartelettes sind leicht herzustellen, mit einem Haps im Mund. Verwendet man verschiedene Cremes in Verbindung mit verschiedenen Früchten ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten, um sie zu füllen bzw zu belegen.
Auf dem Foto sind noch zwei Tarte au Citron Stücke zu sehen.

Für die Tartelettes Fours werden benötigt:
  • Pâte sucrée (mit Mandeln)
  • Crème d'amandes
  • Obst (frisch oder tiefgekühlt oder aus der Dose/ Glas)
  • verschiedene Konfitüren/ Gelees
  • Ausgarnierung (Zucker, Puderzucker, Pistazien ...)

Zutaten für 36 Tarteletts von 5 cm Durchmesser

Pâte sucrée
60 g Butter
60 g Puderzucker
30 g Mandelmehl (fein gemahlene, blanchierte Mandeln)
2 Eigelbe (ca. 38 g)
1 Prise Salz
120 g Mehl

Crème d'amandes
50 g Mandelmehl (fein gemahlene, blanchierte Mandeln)
50 g Puderzucker
50 g Butter
1 Ei (50 g)
10 ml Rum
etwas Vanillezucker

Obstbelag
6 Aprikosenhälften (hatte ich weggelassen)
1 dicke Ananasscheibe (meine war nicht ganz so dick)
18 schwarze Johannisbeeren (oder mehr, falls sie zu klein sind)
18 Himbeeren (ich habe 9 Himbeeren verarbeitet)
6 Erdbeeren (hatte ich weggelassen)
1 Kiwi (hatte ich weggelassen)

Ausgarnierung
6 schwarze Johannisbeeren
Johannisbeergelee
Himbeerkonfitüre
Aprikosengelee (oder anderes helles Gelee bzw Konfitüre)
Pistazien
Puderzucker

Zubereitung

Pâte sucrée mit Mandeln

Butter weich drücken (mit den Fingern oder dem Schaber) und Puderzucker und Mandelmehl daraufsieben. Salz hinzufügen.
Zutaten verrühren.
Eigelbe einrühren.
Mehl in eine große Schüssel sieben, Butter-Zucker-Ei-Masse hinzufügen und durch schneidende Bewegungen und Drücken an den Schüsselrand alles miteinander vermengen, ohne den Teig zu stark zu verkneten. Nach und nach fängt der Teig an zu ballen.
Weiter braucht man den Teig nicht zu bearbeiten. Das Mehl ist komplett eingearbeitet.
Herausnehmen, zu einem Paket formen und in Frischhaltefolie wickeln.
2 h im Kühlschrank ruhen lassen.

Danach den Teig etwa 1 mm dick ausrollen und mit einem Chrysanthemen-Ausstecher von 6 cm Durchmesser 36 Kreise ausstechen.

Die Kreise in die gefetteten Tartelettformen einlegen, der Rand ragt etwas hinaus.
Dann stippen.

Anm. Ich hatte keine 5 cm Förmchen da und habe daher meine 4 cm Förmchen verwendet. Von denen hatte ich welche mit glattem Rand (wie sie im Buch verwendet werden) und welche mit gewelltem Rand.
Ausgelegt habe ich sie wie auf den Fotos zu sehen ist.


Dieser Pâte sucrée mit Mandeln ist fester (also nicht ganz so mürbe) als der Pâte sucrée natur und der Pâte sucrée von Felder. Für die kleinen Tartes jedoch eignet er sich wunderbar.

Crème d'amandes
Die Mandelcrème hat das Verhältnis Butter : Puderzucker : Mandelmehl : Ei = 1 : 1 : 1 : 1.
Die Creme sollte schön weiß-cremig gerührt werden, damit sie durch die Einarbeitung von viel Luft eine leichte Beschaffenheit erhält.
Man kann sie, wie in diesem Fall, mit Rum und Vanille aromatisieren.

Puderzucker und Mandeln mischen und sieben.


Butter in eine Schüssel geben und mit dem Schneebesen cremig rühren.


Ein Drittel des Puderzucker-Mandelgemischs hinzufügen und einrühren. Dann das nächste Drittel einrühren und schließlich den Rest.


Ei verquirlen und nach und nach einrühren, bis die Masse schön glatt ist.


Die Mandelcreme bis zur Verwendung bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

Diese Creme wird oft als Füllungen für Tarteletts wie hier verwendet und mitgebacken oder auch mit Plundergebäck kombiniert und mitgebacken.

Für die Tarteletts die Mandelcreme in einen Spritzbeutel füllen und auf den Boden von 18 Tartelettes spritzen.
Auf sechs davon die Aprikosenhälften geben (ggfs verkleinern), auf weitere sechs jeweils 1/6 Ananasscheibe und auf die letzten sechs je drei Johannisbeeren geben.
Das Obst mit etwas Mandelcreme abdecken.


Da ich nicht wusste, ob man die Mandelcreme nach dem Draufgeben noch verstreichen muss, habe ich sie bei manchen verstrichen und bei manchen als Klecks gelassen. Es hat sich herausgestellt, dass man sich die Arbeit des Verstreichens sparen kann. Also zum Abschluss einfach noch einen kleinen Klecks aufs Obst geben.

Die restlichen 18 Tarteletts bleiben ungefüllt.

Die gefüllten wie ungefüllten Tarteletts werden im vorgeheizten Ofen bei 180°C O/U-Hitze 15 - 20 min gebacken.
Die Tarteletts sollten eine schöne goldbraune Farbe bekommen.

Rote Konfitüre (z.B. Himbeer-) glattrühren und durch ein Sieb streichen, um die Kerne zu entfernen.
Erdbeeren und Himbeeren mit der Konfitüre überglänzen.
Einen Klecks Konfitüre auf sechs der ungefüllten Tarteletts geben und je eine Erdbeere draufsetzen.
Die Spitze der Erdbeere mit einer Pistazienhälfte garnieren.

Sechs weitere ungefüllte Tarteletts mit Puderzucker abpudern  und je drei Himbeeren draufsetzen.

Anm.: Ich hatte vergessen, die Himbeerkonfitüre zu passieren, daher sind meine Himbeeren nicht ganz so glänzend geworden. Desweiteren passten bei mir keine drei Himbeeren auf ein Tartelett drauf, ja nicht einmal zwei, so dass ich die Himbeeren halbiert habe und jeweils drei Hälften zu einem Turm zusammengesetzt habe und diesen, inspiriert von der Erdbeerdeko, mit einem Stück Pistazie versehen habe.
Auf den Boden der Himbeertarteletts habe ich sozusagen als Bodenhaftung ein wenig Konfitüre gegeben.
Natürlich kann man hier variieren und verschiedene Cremes noch auf den Boden geben.

Auf die letzten sechs Tarteletts überglänzte, zurecht geschnittene (bzw ausgestochene) Kiwischeiben legen.

Die Ananastarteletts hell mit Aprikotur abglänzen (oder alternativ mit klarem Tortenguss), die Johannisbeeretarteletts rot abglänzen, die Aprikosentarteletts ebenfalls hell abglänzen.
Auf die Johannisbeertarteletts mittig eine schwarze Johannisbeere setzen.


Achtung! Füllt man zu viel Mandelcreme in die Tarteletts, geht die schöne Blumenform verloren, wie man gut an dem unteren Tartelett mit Johannisbeeren sehen kann (im Gegensatz zu dem darüber).


Quelle: Le Cordon Bleu, Grundlagen der französischen Patisserie.

Thema: Die Welt der Patisserie