Mittwoch, 13. Mai 2015

Wochenrückblick 1.5.–10.5.

Freitag, der 1. Mai 2015

Ich stehe früh auf und koche Reis für den Reiseproviant. Etwas Essig, Sojasoße und Salz zum fertigen Reis, Nori in Folie gepackt, so können wir später Onigiri zubereiten (wobei ja in Onigiri-Reis eigentlich kein Essig hineinkommt).
Die letzten Sachen werden gepackt und kurz nach 8:00 Uhr werden auch schon abgeholt.

Unser Ziel ist eine neu eröffnete Ferienanlage in Peenemünde.
Die Zimmer sind sehr gemütlich eingerichtet und durch die Fensterseite kann man auf eine Pferdekoppel blicken.


Nach und nach trudelt die ganze Verwandschaft von meinem Mann (Onkel, Tanten, Cousins und Cousinen mitsamt Anhang) ein.
Dann gibt es Kaffee und Kuchen. Von mir gibt es die kleine Schokoladentorte mit Teekern


und einen Baked Cheesecake.
Aber ich hatte es schon geahnt, meine Kuchen werden links liegengelassen.
Solche Torten sind den Leuten zu fremd.
Nur meine Schwiegermutter probiert beide Kuchen und gibt mir positives Feedback.
Am besten geht die Sprühsahne weg  ...

Samstag, der 2. Mai 2015

Kazu genießt den Vormittag damit, mit dem Roller zu fahren.


Nachmittags gehen wir zu mehrt in ein Mitmachmuseum, ins Phänomenta in Peenemünde, wo Kazu erst einmal den Astronautentrainer testet.


Auch die riesengroße Seifenblase ist faszinierend.


Abends wird dann mit der gesamten Verwandschaft gespielt und gegrillt.

Sonntag, der 3. Mai 2015

Nach einem gemeinsamen Frühstück und Aufräumen und Packen geht es wieder heimwärts.
Ich bin froh, dass ich den Nachmittag noch habe, um alle manche liegen gebliebende Dinge erledigen zu können.

Montag, der 4. Mai 2015

Ein ganzes Wochenende ohne Backen! Klar, dass ich mich heute gleich in die Küche stelle. *g*
Ich backe Matcha-Plätzchen


und ein paar Böden und als Kazu nachmittags von der Kita zurück ist, hilft er mir bei der Himbeertorte.

Er tränkt die Böden und verteilt dann die von ihm selbst gerührte Schokoladencreme darauf.
Schließlich belegt er diese mit Himbeeren, die er vorher noch selbst halbiert hat.
Nun folgt ein zweiter Boden. Tränken und mit Creme bestreichen. Dann ein dritter Boden, bei dem die Mitte ausgestochen wurde. Das Ausstechen hat Kazu ebenfalls übernommen.^^



Das Einsteichen der Torte mit dem kleinen Rest Creme habe ich dann gemacht, während Kazu die Torte dann mit Beeren gefüllt hat.
"So, Mama?"
"Super hast du das gemacht!" :-)

Die "Nid de Framboise" ist übrigens aus meiner Patisserieheft-Reihe. Sie hat sehr gut geschmeckt (wobei ich die Menge der Schokoladencreme halbiert hatte). Mal sehen, wie ich das Rezept noch weiter abwandle.

Dienstag, der 5. Mai 2015

Heute Nachmittag stelle ich die "Ciel de Menton" zusammen. Ebenfalls ein Rezept aus meiner Heftreihe.
Mandelboden mit Crème Chiboust au citron und Sahne mit Tee aromatisert.



Abgesehen davon, dass ich die Sahnenockerl nicht hinbekommen habe, hat die Zitronencreme mal wieder leicht metallisch geschmeckt. (Ich bekomme das einfach nicht hin.) Auch die anderen Bestandteile konnten mich weder einzeln noch im Zusammenspiel überzeugen.
Aber die Idee gefällt mir, die Boden und Cremescheiben extra herzustellen und dann aufeinanderzusetzen.

Nun aber schnell Kazu abholen, ab zum Judo und dann Tasche packen für den großen Kindergartenausflug.

Mittwoch, der 6. Mai 2015

Eine Stunde früher als sonst geht es los zum Kindergarten. Bepackt mit einem Koffer, der Anziehsachen und Co bis Freitag enthält.
Die Vorschulkinder unternehmen ihre erste große Reise mit zwei Übernachtungen.

Ich wünsche dir viel Spaß mein Schatz!

Für meinen Kooperationspartner "Grüner Tee Koyamaen" bin ich mal wieder dabei, ein Rezept zu entwickeln. Es sollen Matcha-Plätzchen werden, die aus einer Zigarrenmasse hergestellt werden.

Die ersten vom Montag schmeckten zwar, waren aber sehr fest. Die zweite Charge wiederum wurde zu weich. Mit der dritten bin ich nun zufrieden.^^
Jetzt fehlt mir nur ein passender Name.


Desweiteren backe ich noch glutenfreie und fast vegane Matcha Kekse nach diesem Rezept. Fast vegan deshalb, weil mein Agavendicksaft nicht ausgereicht hat und ich die fehlende Menge mit Honig ergänzt habe. :-P
Am schwierigsten war es, einen Ersatz für die glutenfreie Mehlmischung zu finden.
Zuerst habe ich "normales" Mehl (Type 405) verwendet, doch die Kekse wurden damit sehr hart.
Dann habe ich ein Gemisch aus Reismehl, Mandelmehl und Sojamehl verwendet. Damit wurden die Kekse etwas staubig.
Na ja, abgehakt.


Donnerstag, der 7. Mai 2015

Heute laufe ich nach der Arbeit weiter zur Patisserie Du Bonheur, wo ich mich mit Lisa treffe.
Ich habe die Laufzeit völlig unterschätzt und bin 40 min zu früh dran.
Da es kalt ist, gehe ich schon mal rein. Die Bedienung erlaubt mir, dass ich drinnen warten darf und bringt mir Wasser. Das gibt es wie in Japan kostenfrei.

Als Lisa kommt bestellen wir. Ich nehme die Johannisbeertarte, Lisa ein Kokos-Schoko-Törtchen.


Dazu gibt es noch für jeden ein Cannelé. Die sind einfach ein Muss, wenn man bei DuBonheur ist, da die dort wirklich köstlich sind.^^

Von der Patisserie geht es weiter zum Street Food Thursday Berlin in der Markthalle Neun.

Wir beginnen mit den Dumplings von Dr. To's.


Mmh, die hellen schmecken genau wie Gyôza! Köstlich! Aber auch die roten sind sehr gut. Ich denke, dem Restaurant müssen wir unbedingt mal einen Besuch abstatten.

Als nächstes testen wir den Bao Burger von Bun Bao.


Mir schmeckt ja vor allem das Gemüse da drin. Das schmeckt so schön säuerlich würzig.
Tja, auch diesem Restaurant würde ich allzu gerne ein Besuch abstatten. :-P

Mittlerweile ist Fabian eingetroffen. Der kindfreie Abend will schließlich genutzt werden.
Nachdem er seinen ersten Hunger mit einem Burger gestillt hat, kauft er sich Takoyaki und wir dürfen beide bei ihm probieren. <3


So ein Street Food Day macht zu mehrt doch am meisten Spaß, weil man dann um so mehr probieren kann. :-D

Ich habe noch Lust, etwas zu knabbern und kaufe mir am Sironi Stand eine dieser mega langen Grissinistangen.


Und damit nicht genug. Auf dem Heimweg gibt es noch eine Kugel Eis von Tanne B.

Ich bin pappsatt. :-D
Danke schön Lisa für den tollen Nachmittag/ Abend.

Freitag, der 8. Mai 2015

Ein ruhiger Tag.
Dann hole ich Kazu ab. Die Kinder sind alle müde, berichten aber begeistert von den popowarmen Eiern, die sie auf dem Bauernhof sammeln durften. *g*

Ankommen, auspacken, baden und ab ins Bett.^^
Okaerinasai Kazu. Willkommen zurück.

Samstag, der 9. Mai 2015

Heute ist wieder groß backen angesagt, denn ich möchte meiner Mutter zum Muttertag eine Torte schenken. Nebenbei backe ich noch ein paar Kleinigkeiten (?).

Fours secs au thé Jardin Fruitier von Pâtissier Hironobu Tsujiguchi.


Die kleine Tarte überzeugt aber nicht genug, um das Rezept zu posten.

Dann stelle ich noch die Chocolat au thé earl grey von Pâtissier Hironobu Tsujiguchi fertig:


Von dieser Torte wird das Rezept in einer abgewandelten Form noch folgen.^^

Und auch Hefeteige für Brötchen und Brot mit Übernachtgare kommen in den Kühlschrank.

Sonntag, der 10. Mai 2015, Muttertag

Ich backe das Matcha-Milch-Brot ab und die Brötchen, die ich nach einem Rezept aus dem Internet gebacken habe.


Das Matchabrot schmeckt schön, nur etwas herb durch Verwendung eines einfachen Backmatchas.
Die Brötchen schmecken uns gar nicht. :-(
Wahrscheinlich misslungen, denn auch die angegebene Backzeit haute überhaupt nicht hin.
Abgehakt. :-P

Wir haben noch Knusper-Müsli da, Knäckebrot und Torte. :-D


Nach dem Frühstück werden Muttertagstorte und Törtchen fertiggestellt.
Aber davon, wie der restliche Tag verlaufen ist, berichte ich im nächsten Wochenrückblick. Jetzt muss ich dringend ins Bett.

Ich wünsche allen einen schönen Feiertag morgen.

Montag, 11. Mai 2015

Matcha-Hefe-Schnecken mit schwarzem Sesam und Zimt von Susanna


Nachdem ich nun schon zweimal diese Schnecken gebacken habe, möchte ich das Rezept gerne bei mir vorstellen.
Ich habe es auf Susannas Blog "Mehlstaub und Ofenduft" gefunden.

Der fein-herbe Matchageschmack harmoniert wirklich gut mit der nicht zu süßen Sesam-Zimtfüllung und die weiche saftige Krume ist so, wie ich mir das bei einer Zimtschnecke vorstelle.

Vor allem beim zweiten Mal sind die Schnecken richtig gut geworden. Beim ersten Mal war der Teig zu fest und ich musste ihn mit der Hand kneten.
Beim zweiten Mal wurde der Teig etwas weicher und ließ sich noch gut mit den Knethaken meines Handmixers kneten.
Was habe ich bloß beim zweiten Mal anders gemacht? Noch genauer als genau die Zutaten abgewogen, würde ich mal sagen. :-D

Ich habe an Susannas Rezept nur die Menge geändert (Menge halbiert), da wir eine kleine Familie sind.

Zutaten für sechs Matcha-Schnecken

Vorteig
3,5 g frische Hefe
38 g Wasser
62 g Mehl Type 550

Hauptteig
147 g Mehl Type 550
10 g Matcha
22 g Zucker
2 g Salz
1/4 TL Natron
Vorteig
80 g Buttermilch
1/2 Ei (10 g Eigelb + 15 g Eiweiß)
25 g Butter, weich

Füllung
1 EL schwarzer Sesam
1 TL Zimt
35 g Zucker
25 g weiche Butter

Zubereitung

Vorteig
Die Hefe in eine Schüssel bröckeln und mit etwas Wasser auflösen.
Mit dem restlichen Wasser und dem Mehl verkneten und wie ich bei Zimmertemperatur (oder besser bei 30°C) etwa 1 Stunde gehen lassen.

Hauptteig
Mehl mit Matcha, Zucker, Salz und Natron vermischen.
Den obigen Vorteig, Buttermilch, halbes Ei und Butter hinzugeben und alles gut verkneten.
Am besten so 5 min lang kneten, bis der Teig schön elastisch ist, glänzt und sich vom Schüsselboden löst.
Teig zu einer Kugel formen, in der Schüssel abgedeckt wie ich bei Zimmertemperatur (oder besser bei 30°C) etwa 90 min gehen lassen.

Füllung
Schwarzen Sesam rösten und mahlen. Mit Zimt, Zucker und Butter zu einer Paste verrühren.

Fertigstellung
Eine geeignete Form (ich habe eine Kastenform von 35 cm Länge verwendet) fetten.

Die Teigkugel auf die Arbeitsfläche geben (wenn der Teig zu sehr klebt, die Arbeitsfläche leicht mit Mehl bestäuben. Bei mir war das nicht nötig) und platt drücken, so dass die gebildeten Gase entweichen. Die vier Seiten der runden Platte zur Mitte hin einschlagen, so dass man ein Viereck erhält. Dieses zu einem Rechteck von 30 cm x 20 cm ausrollen.


Die Platte mit der Paste gleichmäßig bestreichen. Am hinteren Ende etwas Platz lassen.


Die Platte von vorne nach hinten aufrollen.


Den Schluss gut andrücken.
Die Rolle sechsteln.


Mit der Schnittfläche nach oben in die Kastenform setzen.


Die Form mit Folie abdecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Backen
Am nächsten Morgen die Form aus dem Kühlschrank nehmen und bei Zimmertemperatur ca. 30 min ruhen lassen.
Den Ofen auf 230°C O/U-Hitze vorheizen.

Mit einer Sprühflasche einmal kurz die Schnecken mit Wasser besprühen. Die Form mit Alufolie abdecken.
In den Ofen schieben und 10 min backen.
Temperatur auf 180°C O/U-Hitze verringern.
Folie entfernen.
Noch ca. 15 min backen, bis sie am Rand ganz leicht braun werden.


Matchagebäck mit zu starker Bräunung schmeckt oft bitter. Daher gut aufpassen.

Die Schnecken auf einem Gitter etwas abkühlen lassen.
Hier mal die Ansichten der Rückseite und vom Anschnitt.


Vielen Dank, Susanna, für dieses schöne Rezept.

Samstag, 9. Mai 2015

Rhabarber "Frozen Yoghurt" Eiscreme



Dieses Rhabarber Frozen Yoghurt Icecream, das ich auf Kimis Blog "bake it" entdeckt habe, schmeckt uns richtig gut.
Ich habe es bereits zum zweiten Mal zubereitet und möchte es daher bei mir aufnehmen.

Das Eis hat einen angenehmen Rhabarbergeschmack, Säure und Süße sind gut ausgewogen und die Konsistenz ist schön cremig, aber nicht mächtig. Es schmeckt einfach rund.

Ich habe Kimis Rezept jedoch etwas abgeändert.

Beim ersten Mal habe ich den Fruchtaufstrich von Allos Frucht pur 75% Erdbeere verwendet und ein sehr gutes Ergebnis erzielt, beim zweiten Mal habe ich stattdessen den Fruchtaufstrich von Zwergenwiese Fruchtgarten 70% Erdbeere-Rhabarber genommen. Doch mit letzterem konnte ich keinen ordentlichen Sirup kochen, weswegen ich im Rezept ersteren empfehle.
Das Eis ist zum Glück aber trotzdem etwas geworden.


Zutaten

200 g Rhabarber (netto)
45 g Erdbeer-Fruchtaufstrich (ich: Allos Frucht pur 75%)
300 g Rahm-Joghurt 10% Fett (z.B. von Söbbeke)
150 g Natur-Joghurt 1,5 % Fett
50 g Zucker
75 g Erdbeer-Fruchtaufstrich (ich: Allos Frucht pur 75%)
75 g Eiweiß
1 Prise Salz

Zubereitung

Rhabarber schälen, in kleine Stücke schneiden und in einem Topf mit den 45g Erdbeer-Fruchtaufstrich verrühren.
Bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen und dann köcheln lassen, bis der Rhabarber ganz weich ist.
Abkühlen lassen, dann die Joghurts einrühren.

Die 50 g Zucker in einen kleinen Topf geben. Die 75 g Fruchtaufstrich durch ein Sieb dazugeben und mit dem Zucker verrühren. Bei kleiner Hitze zum Kochen bringen.

Das Eiweiß mit einer Prise Salz erst bei niedrigster Stufe verschlagen, dann bei mittlerer Geschwindigkeit cremig schlagen.

Wenn der Sirup 118°C–120°C erreicht hat, ihn unter Rühren des Eischnees am Schüsselrand zum Eischnee geben.
Eischnee bei hoher Geschwindigkeit weiterschlagen, bis er schön glänzt und abgekühlt ist (--> italienische Meringue).

1/3 des Eischnees unter die Rhabarber-Joghurtmasse heben. Dann den restlichen Eischnee unterheben.

Die Masse kann nun mit Hilfe der Eismaschine gerührt werden oder man gibt sie in eine Schüssel, stellt diese in den Froster und rührt die Masse per Hand um.
Zuerst nach 60 min, dann nach weiteren 40 min, wieder nach 40 min, dann nach 30 min.
Das Umrühren ist nötig, damit sich keine allzugroßen Eiskristalle bilden und man eine schöne cremige Konsistenz erhält.


 Mmh. <3

Freitag, 8. Mai 2015

Wochenrückblick 26.4.–30.4.

Wow, ich bin überwältigt. Ich danke euch von ganzem Herzen für eure aufbauenden Kommentare und Mails und werde heute Abend und morgen noch jedem einzelnen antworten.
Bin echt gerührt. Danke schön euch allen und auch an alle anderen Leser.


Hier noch die restlichen Apriltage.

Sonntag, der 26. April 2015

Heute sind Kazu und ich mit meiner Mutter verabredet. Wir wollen gemeinsam einen Tag verbringen und was tun da Mutter und Tochter, die (fast) nur Essen im Kopf haben?
Genau, essen gehen. :-D

Wir treffen uns kurz vor 10:00 Uhr am Rosenthaler Platz und machen uns gemeinsam auf den Weg zu "Les Patisseries de Sebastien".

Da Kazu und ich nur unseren Obst-Smoothie am Morgen hatten, haben wir den nötigen Hunger für ein zweites Frühstück mitgebracht.^^
Die Patisserie ist vor allem berühmt für ihre Croissants. Meine Mutter bestellt zwei, Kazu möchte ein Pain au chocolat und ein Eclair.
Ich kann der Versuchung nicht widerstehen und teste das Kuchenangebot. Eine Tarte aux poires, ein Mini Opéra Häppchen und eine Mini Tarte mit Pistaziencreme und Himbeeren.


Fazit: Die Croissants als auch das Pain au chocolat sind wirklich spitzenmäßig.
Das Eclair war jedoch sehr hart und brüchig, die Schokocreme okay, aber auch kein Highlight.
Mächtig war auch die Opéra und ebenfalls nicht ausgewogen genug.
Gut geschmeckt hat mir das Himbeertörtchen.
Die Kombination aus Dacquoiseboden, Pistazienbuttercreme und Himbeeren ist ein Klassiker und wurde gut umgesetzt.
Was gar nicht ging, war die Tarte. Sie war dermaßen süß, dass ich sie nicht essen konnte. Sogar meine Mutter, die es gerne sehr süß mag, befand sie als ungenießbar.

Also für Croissants komme ich gerne wieder her, aber Kuchen esse ich dann doch lieber woanders.
Ach ja, es gibt dort auch keine Toiletten, so dass man sich nicht wirklich gemütlich niederlassen kann.

Meine Mutter schlägt vor, dass wir nun meiner Schwester einen Kurzbesuch abstatten könnten.
Angerufen, gefragt, okay bekommen.
Bei meiner Mutter (ihre Wohnung liegt auf dem Weg dorthin) legen wir einen Zwischenstopp ein, da ich dringend auf Toilette muss. ^^;;

Keanu, mein Neffe (3 Jahre) ist von Kazus Besuch begeistert und die beiden Jungs toben durch die Wohnung.

Nach etwa einer Dreiviertelstunde verabschieden wir uns und fahren zum Schloss Charlottenburg, um dort in der Trattoria Opera Italiana Pizza essen zu gehen.
Meine Mutter isst dort oft mit ihren japanischen Reisegruppen.
Sie bestellt sich die Turandot, eine Pizza mit Aubergine, Zucchini und Ruccola, für Kazu bestelle ich eine Kinderpizza, für mich Spargel mit Schinken.
Als Kazus Kinderpizza gebracht wird,staunen wir. Sie ist genauso groß wie eine Erwachsenenpizza. o_O
Der Unterschied läge darin, dass sie nicht so üppig belegt ist, erklärt man uns.


Ich finde die Pizzen nicht so besonders. Langweiliger Boden mit wenig Geschmack, Salami und Schinken scheinen mir von niedriger Qualität zu sein.
Mein Spargel ist okay.
Natürlich schafft Kazu seine Pizza nicht (und ich bin froh darüber). Meine Mutter besteht darauf, dass wir uns die Reste einpacken lassen.

Nebenan gibt es eine Eisdiele und Kazu bekommt als Nachtisch noch ein Eis. Es gibt Kinderkugeln. In der Regel sind diese ja kleiner und so darf Kazu beide Sorten haben, die er sich gewünscht hat. Erdbeere und Vanille in der Waffel. Als die Frau ihm das Eis reicht, staune ich nicht schlecht. Die Kugeln sind riesig!


Nicht einmal zu zweit schaffen wir das ganze Eis.

Von der Eisdiele laufen wir zum Adenauer Platz. Ein längerer Spaziergang, aber nach dem Essen sehr angenehm.

Unser nächstes Ziel ist das Café "Aux delices normands", das dort neu eröffnet hat. Und zwar genau dort, wo früher das Café "Harry Genenz" war.
Das Schließen und Eröffnen von Läden geht wirklich schnell in Berlin.
Matchabar, Rie Patisserie, Nazuna, Amour Fou, Genenz ... alle wurden gelobt, haben beste Bewertungen bekommen und sind jetzt weg.
Nun, so ist das eben in der heutigen schnelllebigen Zeit. Beständigkeit ist nur noch selten anzutreffen.

Meine Mutter bestellt sich eine Mille Feuille (Napoleonschnitte), die wir alle zusammen aufnaschen.
Mehr passt jedoch nicht mehr in den Bauch.
Die Bedienung ist nett, die Kette "Aux delices normands" hat durchaus ordentliches Backwerk.
Ja, hierher können wir noch einmal zum Testen kommen.^^

Nun verabschieden wir uns und bedanken uns bei Babasan für die reichhaltige Verköstigung.
Kazu möchte bei Babasan übernachten und so wird noch schnell ein Termin vereinbart und Kazu vertröstet. :-)
Jetzt aber ab nach Hause, Papa die Pizza bringen. :-P

Montag, der 27. April 2015

Heute ist wieder Backen angesagt. Ich möchte die Thé Orange aus meiner Patisserie-Heftreihe nachbacken und stelle die benötigten zwei Böden her.

Der Sablé breton ist richtig lecker und ich muss aufpassen, dass ich nicht alle Reste aufnasche.


Dann folgt ein pâte dacquoise, der ebenfalls sehr gut schmeckt. Ich nasche schon wieder. ^^;;


Schließlich bereite ich noch zwei Hefeteige zu, die zum Garen über Nacht in den Kühlschrank wandern.



Dienstag, der 28. April 2015

Am nächsten Morgen entsteht aus der Teigkugel das Matcha-Milch-Brot


und die Matcha-Hefe-Schnecken mit schwarzem Sesam und Zimt von Susanna.


Ich hatte ja schon angekündigt, dass ich die Schnecken, die ich am 19. April zum ersten Mal gebacken hatte, noch einmal backen möchte, da ich sie dann mit der richtigen Füllung testen wollte.
Dieses Mal ist sogar der Teig noch besser geworden und die Füllung passt wirklich gut dazu.
Ich kann nur sagen, richtig köstlich. Wenn ich die Zeit dazu finde, werde ich das Rezept bei mir aufnehmen. Hab extra Fotos von den Arbeitsschritten gemacht. :-) Rezept-Post folgt also.

Ein paar Scheiben Brot und Schnecken nehme ich mit zu meiner neuen Arbeit im matchashop.
Schließlich wurde ich durch deren Post auf der matchashop Seite auf das Rezept der Matcha-Schnecken aufmerksam und habe so auch den schönen Blog von Susanna "Mehlstaub und Ofenduft" kennengelernt.
Und auch das Rezept für das Matcha-Milch-Brot habe ich ja durch den Post meines Arbeitgebers bei facebook entdeckt.

Für mich ist es eine ganz neue Erfahrung, Arbeitskollegen zu haben und Backproben zu verteilen.
Matcha-Brot und Matcha-Schnecken kommen sehr gut an und ich genieße es, (positives) Feedback zu bekommen. Ein schönes Gefühl.
Aber auch sonst gefällt mir meine neue Arbeit. Ich habe das Gefühl, nützlich zu sein, man sitzt nicht mehr alleine zu Hause rum, kann sich austauschen.
Ich hoffe, dieses positive Gefühl hält noch lange an.

Von der Arbeit geht es dann wieder weiter zum Kindergarten, Kazu abholen, nach Hause Sporttasche packen und gleich weiter zum Judo.
Beim Judo hat ein neuer Junge angefangen, mit dessen Muttter ich mich gut verstehe. Und so freue ich mich auf ein Wiedersehen und darauf, mich mit ihr zu unterhalten.

Mittwoch, der 29. April 2015

Berauscht von der positiven Resonanz auf mein Matcha-Gebäck bereite ich heute früh gleich die Matcha Balls zu, die ebenfalls von matchashop bei facebook gepostet wurden.
Die Kugeln sind ganz fantastisch. Das Rezept übernehme ich auf jeden Fall. (Post folgt)


Auch bei den beiden vom Shop kommen die Kugeln an. Hach, ich schwelge im Glück. :-)

Ein Brot habe ich in der Früh auch noch gebacken (aber nicht mitgenommen).
Es ist ein Komepan, ein Brot aus Reismehl nach einem Rezept aus einem meiner japanischen Brot-Backbücher.


Das Komepan fand ich in Japan so lecker. Aber dieses Brot sagt mir gar nicht zu. Die Krume ist viel zu klebrig. Vielleicht ist beim Backen ja was schief gegangen?
Wie dem auch sei, es gibt Rezepte, bei denen ich Potential verspüre. Da habe ich keine Probleme, ein Rezept mehrmals zu backen, bis es passt. Das Gefühl habe ich bei diesem Rezept nicht.
Zum Glück gibt es noch andere Rezepte für Reisbrote.

Heute kommt der Opa vorbei und während Kazu und Opa spielen. Ich nutze die Zeit, um mich meiner Tee-Torte und dem Törtchen zu widmen. Da es bei der Torte nicht um Optik geht, habe ich die Deko einfach gehalten und fertige Röllchen aufgelegt.





Von unten nach oben: Sablé breton bestrichen mit Orangenmarmelade (bei mir Yuzu-Marmelade), eine Schicht Milchschokoladenmousse, der Dacquoise-Boden gefolgt von einem Kern aus Teecreme, das Ganze umhüllt mit Milchschokoladenmousse, ummantelt mit einer Milchschokoladenglasur.

Fazit: Schmecken tut die Thé Orange. Die Torte ist aber sehr schokig und dadurch mächtig, sehr süß, die Teecreme kommt nicht so zur Geltung, wie ich das gerne gehabt hätte und die Torte hat auch kaum Stand.
Auf dem Foto im Heft sieht man auch, dass die Creme wegfließt.

Der knusprig-zarte Sablé Breton wird auf jeden Fall gespeichert


und auch mit dem Dacquoiseboden bin ich sehr zufrieden.
Wahrscheinlich werde ich beide Böden extra posten. Für die Torte spare ich mir die Mühe.

Donnerstag, der 30. April 2015

Kazu zum Kindergarten bringen, von dort aus zur Arbeit fahren, dann von Arbeit mit dem Einkauf wieder zum Kindergarten, Kazu abholen. Nach Hause, Einkauf abladen. Judo-Tasche packen.

Müssen wir wirklich zum Judo?

Morgen in der Früh fahren wir für drei Tag nach Peenemünde, wo sich die ganze Verwandtschaft von der Seite meines Mannes trifft.
Ich muss noch packen und habe auch noch viel vorzubereiten, da ich Kuchen für nachmittags und auch noch was zum Grillen mitbringen soll.
Reiseverpflegung und Verpflegung vor Ort muss ebenfalls mit.

Daher beschließe ich, dass Kazu heute Judo schwänzen darf.

Ich denke, das ist die richtige Entscheidung, denn ich wüsste nicht, wie ich alles sonst schaffen soll.
Ich werde die Schoko-Tee-Torte mitnehmen und backe noch einen Simple Baked Cheesecake (den "lovely").

Taschen packen. Alles bereit stellen.
Trotz des Fernbleibens vom Judo ist es spät geworden. Aber wenigstens habe ich alles fertig bis auf den Reiseproviant und die Waschtaschen.
Ab ins Bett.

Mittwoch, 6. Mai 2015

Wochenrückblick 20.4.–25.4.

Die letzten zwei Wochen war so viel los, dass ich zum Bloggen nicht wirklich Ruhe hatte. Und auch an Motivation mangelte es mal wieder. Bloggen ist zeitintensiv und manchmal auch mehr Frust als Freude.
Ich habe die letzte Zeit viele Rezepte von anderen Bloggern nachgebacken. Mich mal wieder viel auf anderen Blogs umgesehen und nachgedacht.
Was mich von anderen Blogs unterscheidet.
Zum Beispiel die Fotos.
Ich fotografiere das Essen so, wie es ist, ohne Schnickschnack drumherum.
Ich beschränke mich bei den Fotos aufs Wesentliche und nur das erste Foto ist in der Regel groß, die anderen sind eine Nummer kleiner.
Denn mich stört es, wenn von einer Ansicht zig riesengroße Fotos gezeigt werden und man ewig scrollen muss, um zum nächsten Text oder zum Rezept zu gelangen.
Zugegeben, viele der Fotos sind wunderbar fotografiert, aber müssen es denn so viele sein?
Wie dem auch sei, mir ist mal wieder bewusst geworden, dass mein Blog da aus dem Rahmen fällt.
Vielleicht ist das der Grund, warum mein kleiner Blog nicht zum Verweilen und Kommentieren einlädt. Wenn ich sehe, wer wo alles kommentiert, frage ich mich manchmal, warum nicht bei mir?
Vielleicht habt ihr ja eine Ahnung. Verbesserungsvorschläge sind jederzeit willkommen.

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen bedanken, die sich die Zeit genommen haben, bei mir zu kommentieren. Eure Kommentare bereiten mir Freude, erwärmen mein Herz, geben mir Kraft und Motivation. Dafür danke ich euch.

Nun aber zum Wochenrückblick. Die vorletzte Woche steht noch aus.

Montag, der 20. April 2015

Ich fahre vom Kindergarten direkt weiter zum Arbeitsamt, denn ich habe einen Mini-Job angenommen, den ich beim Arbeitsamt anmelden möchte.
Ob ich die Veränderungsmitteilung mitgebracht habe, werde ich gefragt. Nein, so einen Zettel habe ich nicht. Den müsste ich aber haben, meint die Dame vom Amt barsch zu mir.
Hallo? Ich habe seit fast zehn Jahren nichts mehr mit dem Arbeitsamt zu schaffen.
Die Dame hat ebenfalls kein solches Dokument zur Hand und ausdrucken kann sie auch nicht, weil heute bundesweit der Server des Arbeitsamts down ist.
Ich bekomme eine Telefonnummer in die Hand gedrückt, mit der Anweisung, dort anzurufen.

Vom Arbeitsamt fahre ich weiter bis zum Lafayette.
Marron glacé, Crêpes Dentelles, Praliné und "Opalys mit Ivoire vergleichen" steht auf meinem Zettel. Opalys und Ivoire sind beides weiße Kuvertüren von Valrhona. Praliné ist eine Creme aus kandierten Mandeln und Nüssen.
Die Praliné von Valrhona gibt es nicht und Ivoire gibt es auch nicht zum Kosten. Aber ich kann einen Opalys Chip mitnehmen (Ivoire habe ich zu Hause).
Zwei Pralinen (vom Valrhona-Stand), die Crêpes Dentelles und interessant klingende, reduzierte Kekse landen in meinem Korb. Auf die Marrons Glacé verzichte ich, da sie mir letztendlich doch zu teuer sind. Muss auch ohne gehen.

Nun möchte ich weiter zum Nollendorfplatz. Ein schwieriges Unterfangen, da in Berlin zur Zeit wegen Bauarbeiten viele Bahnstrecken nicht befahren werden.
Die U-Bahn (U2) fährt nur bis Potsdamer Platz. Nach einigem Überlegen nehme ich von da den Bus und gelange so zum Schokoladen-Fachgeschäft am Winterfeldtplatz, wo ich die Caramelia-Kuvertüre kaufe. In dem Laden bekommt man kleine Mengen Kuvertüre verkauft, was ich immer sehr praktisch finde.

Von dort laufe ich die Goltzstraße lang Richtung Süden. Das Wetter ist schön und da Kazu heute auf einem Kindergeburtstag ist und ich ihn erst abends abholen muss, habe ich keinen Zeitdruck und kann meine Shoppingtour in Ruhe genießen.

In der Goltzstraße gibt es einen kleinen Laden, der sich Mamsell nennt. Dort gibt es viele hübsche (Haushalts-)Accessoires. Ich stöbere ein wenig und habe Schwierigkeiten, das ein und andere Teil wieder aus der Hand zu legen. *g*
Ich kaufe nichts, komme aber sicher wieder. :-)

Nun fahre ich zum Wittenbergplatz, besorge bei VinhLoi schwarzen Sesam und gehe ins KaDeWe.
Mein Orangeat ist alle, dummerweise dort ebenfalls ausverkauft. Egal. Das brauche ich gerade nicht dringend. Ich besorge mir eine kandierte Orange für meine geplante Torte "Thé Orange".

Bei den Schokoladen entdecke ich die Praliné von Valrhona. Juchhu! Aber das MHD ist 08/15. Die Haltbarkeit ist mir für den hohen Preis viel zu kurz.
Schade, hätte die Creme gerne mal probiert. Kommt Zeit, kommt Creme. :-D

Eigentlich wollte ich noch beim tiefgekühlten Obst vorbeischauen, was es da so gibt, das habe ich aber leider vergessen.

Ich überlege, ob ich noch zu Uniqlo (japanisches Kleidungsgeschäft) gehe, da es auf dem Weg liegt. Einfach mal ein wenig stöbern. Das wollte ich schon, seit ich zurück aus Japan bin. Aber mittlerweile bin ich ziemlich erschöpft und super hungrig. Und ich möchte jetzt nur noch heim.
Und so gehe ich an Uniqlo vorbei und mache mich auf den Heimweg.

Hunger stillen, die Servicenummer der Arbeitsagentur wählen.
Wieder die gleiche Nummer. Man kann mir nicht helfen, da die Server down sind.
Seufz.

Nachmittags teste ich ein Rezept für einen Rhabarberflan. Leider kann das Rezept nicht überzeugen.


18:00 Uhr, Zeit, um Kazu von Kati abzuholen. Die Party fand in Tommys Tobewelt statt und die Kinder kommen alle ganz begeistert zurück.

Das Geschenk für Kati habe ich mir mit Kazu zusammen ausgesucht.
Da Kati Filly Pferdchen mag, dachte ich an einen Einhorn-Anhänger, suchte mir zwei aus und fragte Kazu, welchen er denn besser fände. Da sah er einen glitzernden Anhänger und sagte: Der da! (http://www.amazon.de/SilberDream-Polarlicht-Kettenanh%C3%A4nger-Glitzerkristallen-GSH101/dp/B001MRU7B2/ref=pd_ybh_2)
Und bat mich, dass ich ihm auch einen kaufe. Ähm, nein.

Der Anhänger kam wohl gut an, denn Kazu erzählte, er habe von Kati als Dank einen Kuss bekommen. *g*

Dienstag, der 21. April 2015

Heute ist mein erster Arbeitstag und ich bin mächtig aufgeregt.
Ich werde von nun an im matchashop aushelfen.

Zuerst bringe ich Kazu zum Kindergarten und es geht gleich gut los. Der Bus fährt uns vor unserer Nase weg. :-(
Jetzt wird es knapp für mich, denn ich muss vom Kindergarten gleich weiter zur Arbeit. Mit dem verpassten Bus wäre ich auf der sicherern Seite gewesen ...

Nun gut, mit dem nächsten Bus kann ich es auch noch schaffen.
Doch der Bus hat Verspätung. Aaah. Ich muss doch meinen Anschlusszug bekommen!
Endlich kommt er. Puh.
Ich mag es gar nicht, unpünktlich zu sein und gerade am ersten Arbeitstag mag ich nun wirklich nicht zu spät kommen.

Zwei Stationen vorm Bahnhof teilt uns der Busfahrer mit, dass wir alle aussteigen müssen, da die Türen nicht ordnungsgemäß schließen. Ein Ersatzbus sei aber schon auf dem Weg.
o_O
Aaaah! Das darf doch nicht wahr sein. Gerade heute!
Der Ersatzbus trifft schneller ein als erwartet und wir erreichen den Bahnhof. Ich sprinte raus (so gut es eben mit meinem kaputten Knie geht), rase die Treppen hoch und erwische doch tatsächlich noch auf den letzten Drücker meinen Zug. Es kommt mir wie ein Wunder vor, dass ich es tatsächlich noch geschafft habe.
Uff. Was für eine Aufregung.

Die Arbeit (Bestellungen entgegennehmen, Ware verpacken) macht Spaß und das Arbeitsklima ist gut, da die Chemie stimmt.
Ich fühle mich wohl und genieße den Tapetenwechsel. ^^
Die vier Stunden sind schnell um und ich muss los, meinen Sohn vom Kindergarten abholen.
Von dort geht es gleich zum Kieferorthopäden, die fertige Zahnspange abholen.
Armer Kazu. Muss jetzt schon Zahnspange tragen.

Am späten Nachmittag ist wieder Judo. Doch heute kann ich nicht bis zum Schluss bleiben, denn im Kindergarten ist Elternabend. Glücklicherweise ist Fietjes Papa so freundlich (Fietje macht auch Judo), Kazu nach dem Judo mit zu sich nach Hause zu nehmen, so dass ich unbesorgt zum Elternabend gehen kann.

Vom Elternabend, der mal wieder viel zu lang ging, mache ich mich auf den Weg, Kazu von Fietje abzuholen. Die Kinder haben schon zu Abend gegessen und sitzen nun vor dem Fernseher und schauen gemeinsam KungFu Panda.
Sie dürfen noch eine Weile schauen, doch dann wird es höchste Zeit aufzubrechen.

Ein langer Tag geht zu Ende.
Bin ich geschafft.

Mittwoch, der 22. April 2015

Gerade mal einen Arbeitstag habe ich hinter mir und schon musste ich mir frei nehmen. :-P
Heute Vormittag hat Kazu nämlich einen Arzttermin. Wir müssen zum Chirurgen wegen seiner Warze am Zeh.
Die Ärztin entscheidet, dass wir es noch einmal drei Wochen mit der Jodsalbe probieren, bevor sie den schmerzlichen Schritt des Herausschneidens wählt.
Jetzt heißt es hoffen, dass das Jod ausreicht, die Warze zu bekämpfen.

Anschließend gehen wir wie letztes Mal zu Veganz, ein Eis essen.
Auf dem Heimweg komme ich dann endlich dazu, das Päckchen bzw Maxibrief mit dem Omiyage aus Japan abzuschicken, der schon seit Monaten bei mir herumliegt. Echt peinlich.
Aber nun habe ich es ja geschafft. :-)

Wieder daheim.

Kazu möchte auf den Spielplatz und da es die letzten beiden Male so gut geklappt hat, erlaube ich es ihm.
Der Spielplatz ist gleich hinter dem Haus und ich habe vom Kinderzimmer eine gute Sicht auf den Platz. Kazu braucht einfach nur ums Haus laufen und muss dafür auch keine Straße überqueren. Trotzdem ist es ein komisches Gefühl zu wissen, dass Kazu alleine draußen herumläuft.

Der Spielplatz ist menschenleer, so dass ich alle zwei Minuten etwa nach ihm sehe.
Dann taucht eine Mutter mit Kleinkind auf und später kommt noch ein Junge ohne erwachsene Begleitung hinzu. Ich sehe, wie Kazu und der Junge ins Gespräch kommen.

Jetzt bin ich ruhiger und schaue nicht mehr ganz so oft aus dem Fenster.
Da klingelt es. Es ist Kazu.
Nanu? Es ist doch noch vor der verabredeten Zeit?
(Kazu hat eine Armbanduhr mit und soll heimkommen, wenn der kleine Zeiger zwischen der fünf und der sechs ist und der große Zeiger unten ist.^^)

Kazu ist ganz aufgeregt. Es muss nur pullern und will dann gleich wieder runter. Er erzählt mir begeistert, dass er einen neuen Freund gefunden hat.
Das klingt fein.

Etwas später sehe ich die beiden unten zusammen spielen.
Dann schaue ich erneut aus dem Fenster. Der Platz ist menschenleer.
Schock!
Ich rufe laut seinen Namen. Stille.
Ich schnappe mir meine Jacke und Schuhe und stürme aus dem Haus.
Kein Mensch ist zu sehen. Keiner, den man hätte fragen können.
Ich laufe einmal ums Haus. Kein Kazu. Dann noch einmal.
Wahrscheinlich ist Kazu mit dem Jungen mitgegangen. Vielleicht hat der Junge ihn mit zu sich nach Hause genommen. Da der Junge ohne Begleitung war, wohnt er bestimmt in einem der umliegenden Häuser.
Kein Grund zur Panik.
Aber der Verstand kommt nicht mehr gegen meine Gefühle an. Ich BIN panisch!

Nun schreie ich so laut ich kann Kazus Namen. Zweimal. Stille.
Verzweiflung macht sich breit. Ich spüre, wie ich den Halt verliere. Ich brauche Hilfe.

Ich habe vorhin unsere Nachbarn, ein älteres Ehepaar, nach Hause kommen sehen.
Ich klingle bei denen. Das Ehepaar spricht mir gut zu und ist gleich bereit zu helfen.
Der alte Herr macht sich zu Fuß auf, um die Gegend abzusuchen, seine Frau nimmt das Fahrrad und fährt die weitere Umgebung ab. Ich werde in die Wohnung geschickt, soll mich beruhigen und vor Ort sein, falls Kazu nach Hause kommt.

Ich stehe am Fenster und schaue auf den leeren Spielplatz. Die Tränen hören nicht auf zu fließen.
Ich rufe meinen Mann an und bitte ihn, schnellstmöglich nach Hause zu kommen.
Dann rufe ich Iris an, einfach um jemandem zum Reden zu haben.
Die Zeit vergeht. Langsam.
Gegen 18:00 Uhr (die genaue Uhrzeit weiß ich nicht mehr) klingelt es. Es ist Kazu.
Von unserer Nachbarin (die mit dem Fahrrad unterwegs war) erfahre ich, dass sie ihn auf einem anderen Spielplatz (auf der anderen Straßenseite, etwas weiter weg) zusammen mit dem Jungen und dessen Bruder entdeckt hat.
Sie hat ihn dann nach Hause gebracht.

Ich bedanke mich, nehme meinen Sohn und wir gehen in unsere Wohnung. Ich rufe Fabian und Iris an und gebe Bescheid, dass Kazu wieder da ist.

"Ich bin so froh, dass du wieder da bist. Ich hatte solche Angst um dich."

Dann breche ich zusammen. Nachdem ich etwa eine halbe Stunde auf dem Boden gelegen habe und versucht habe, ruhig zu atmen, geht es wieder und ich komme langsam wieder auf die Beine.
Endlich kommt mein Mann nach Hause. Er kümmert sich um alles und ich gehe erschöpft ins Bett.

Donnerstag, der 23. April 2015

Ich habe schlecht geschlafen und fühle mich ziemlich fertig.
Zum Glück ist heute nicht so viel los auf Arbeit, denn ich bin völlig neben der Spur.

Nachmittags stelle ich ein Rhabarber Frozen Yoghurt Icecream her. Als Rezeptvorlage dient mir der Post von Kimi.
Das Eis schmeckt fantastisch!


Das ist Balsam für die Seele. Auch der Gang zum Judo tut gut.

Freitag, der 24. April 2015

Die letzte Nacht war besser und ich fühle mich wieder fit.
Nach der Arbeit ist erst einmal Großeinkauf angesagt, denn ich habe für morgen eine Tortenbestellung.

Und so verbringe ich den Abend und die Nacht in der Küche und komme erst gegen 1:00 Uhr morgens ins Bett.

Samstag, der 25. April 2015

Die Torte ist für Fietjes Schwester, die vier Jahre alt wird. Da sie in die Igelgruppe geht, habe ich noch einen kleinen Igel aus Marzipan geformt.
Wer mich kennt, weiß, dass ich keine Fondant-Motivtorten mag. Daher ist meine Torte mit Sahne ausgarniert. Die Farben sind ebenfalls mit Hilfe von Fruchtpulver und Konfitüren entstanden.
Nur die Zuckerperlen enthalten Lebensmittelfarbe.


Gegen Mittag holt Fietjes Papa die Torte ab. Nun habe ich Zeit und Ruhe, die Wohnung aufzuräumen und endlich auch mal Kazus Zimmer zu fotografieren, denn seine Erzieherin aus dem Kindergarten möchte von jedem Kind ein Foto vom Zimmer und vom Haus fürs Sprachlerntagebuch haben.


Nachmittags gibt es Mont Blanc.


Einfach köstlich.^^