Freitag, 6. September 2013

Pâte sucrée nach Le Cordon Bleu パート・シュクレ


Der Pâte sucrée ist ein Mürbeteig.
In Frankreich unterscheidet man, was den Mürbeteig angeht,
  • pâte brisée
  • pâte à foncer
  • pâte sablée
  • pâte sucrée
In meinem japanischen Backbuch über die Grundlagen der Grundlagen des französischen Gebäcks (das Buch habe ich HIER vorgestellt) werden die Hauptvertreter, der Pâte sable und der Pâte sucrée vorgestellt.
Im Gegensatz zum Pâte sable, bei dem kalte Butter und Mehl zuerst zu feinem Sand (französisch: sable) zerrieben werden (--> sablage), werden beim Pâte sucrée zuerst weiche Butter und Puderzucker cremig gerührt und dann die Flüssigkeit (Ei, Wasser) eingerührt (--> crémer).
Es entsteht eine Emulsion. Diese emulgierte Paste legt sich nun als dicke Schutzmembrane um die einzelnen Mehlpartikel. Das hat den Vorteil, dass man ohne langes Kneten einen schönen mürben Teig erhält.

Der gebackene Teig ist etwas mürber als der Pâte sable. Er wird hauptsächlich für süße Tartes (Schokoladentartes, Zitronentartes, etc) und Tarteletts verwendet und oft auch in Kombination mit einer Mandelcreme gebacken.
Durch Anreicherung mit Aromen wird aus ihm z.B. ein Mandelmürbeteig, ein Zimtmürbeteig oder ein Schokomürbeteig.

Zutaten

150 g Mehl 405
75 g Butter
75 g Puderzucker
1 Eigelb (18 - 20 g)
1 EL Wasser (15 ml)
1 Prise Salz
1 Prise Vanillezucker


Zubereitung

Anm.: Ich habe den Teig in einer Schüssel hergestellt. Im Buch jedoch wird er auf einer Marmorplatte hergestellt.

Butter weich drücken (mit den Fingern oder dem Schaber) und den Puderzucker daraufsieben.
Salz und Vanillezucker hinzufügen.
Anm.: Die Gewürze hatte ich gleich zum Puderzucker gegeben (siehe Zutatenfoto).
Butter mit Puderzucker verrühren.


Ei + Wasser hinzufügen und einrühren.


Mehl in eine große Schüssel sieben (wie gesagt, im Buch wäre es die Marmorplatte), Butter-Zucker-Ei-Masse hinzufügen und durch schneidende Bewegungen und Drücken an den Schüsselrand alles miteinander vermengen, ohne den Teig zu stark zu verkneten. Nach und nach fängt der Teig an zu ballen.


Weiter braucht man den Teig nicht zu bearbeiten. Das Mehl ist komplett eingearbeitet.
Herausnehmen, zu einem Paket formen und in Frischhaltefolie wickeln.


2 h im Kühlschrank ruhen lassen.

War die Ruhezeit zu kurz oder zu lang und der Teig ist zu kalt und hart, lässt er sich schlecht ausrollen und neigt dazu einzureißen.
--> Ruhezeit einhalten. Ist der Teig zu kalt, lässt man ihn bei Zimmertemperatur etwas aufwärmen.
Nach den 2 h Kühlzeit schlägt man am besten leicht mit einem Rollholz auf den Teig, um diesen etwas geschmeidiger zu machen.

Anwendungsbeispiele: Tartelettes Fours, Tarte Linzer, Puits d'amour

Goldbraun backen so 15 - 20 min bei 180°C O/U-Hitze.


Vergleich zu dem Pâte sucrée von Felder

Zutaten: Le Cordon Bleu / Christophe Felder

Butter: 75 g / 75 g
Puderzucker 75 g / 50 g
Eigelb 20 g / 12,5 g
Eiweiß 0 g / 18,75 g
Wasser 15 ml / 0 ml
Mehl 150 g / 125 g
Mandelmehl 0 g / 15,6 g

Der Pâte sucrée von Le Cordon Bleu ist etwas süßer und einen Hauch fester als der von Felder.
Natürlich bringt der Mandelanteil und der höhere Vanilleanteil in den Felder-Teig mehr Aroma rein.
Aber ansonsten sind die Unterschiede minimal.
Beide lassen sich genauso gut ausrollen und verarbeiten.

Weiteres zum ("deutschen") Mürbeteig habe ich gesondert im Post "Der Mürbeteig" aufgeführt.

Quelle: Le Cordon Bleu, Grundlagen der Grundlagen des französischen Gebäcks

Thema: Die Welt der Patisserie

Donnerstag, 5. September 2013

Die Grundlagen der Grundlagen des französischen Gebäcks von LE CORDON BLEU


"Le Cordon Bleu" ist eine Gastronomieschule, die 1895 in Paris gegründet wurde und die französische Küche lehrt. Mittlerweile gibt es weltweit Le Cordon Bleu Schulen. Die Cordon Bleu Schule in Tokyo wurde 1991 eröffnet.

Die Schule "Le Cordon Bleu" hat schon viele Bücher in vielen Sprachen veröffentlicht. Das mir vorliegende Buch ist die 6. Auflage, die am 20.10.2008 erschien und von der Cordon Bleu Schule in Tokyo in Japanisch herausgebracht wurde.

Das Buch unterteilt sich in zwei Teile. Im vorderen Teil werden die wichtigsten Grundrezepte vorgestellt.
Die einzelnen Arbeitsschritte sind bebildert und genau beschrieben. Dazu kommen Infos zu Geschmack, Konsistenz und Verwendungsmöglichkeiten.
Besonders hilfreich finde ich die weiterführenden Infos wie geschichtliche Hintergründe und vor allem Infos darüber, warum welche Arbeitsschritte wie erforderlich sind. Gerade Infos zum "warum" findet man selten in Büchern.

Im ersten Teil werden als Grundlagen aufgeführt:

PATE
Genoise
Biscuit a la cuillère
Pâte à progrès
Pâte feuilletée
Pâte à croissants
Pâte à crêpes

CREME
Crème anglaise
Crème au beurre

MOUSSE
Mousse au chocolat
Mousse au fruit

CHOCOLAT
Tempérage chocolat
Ganache

MERINGUE
Meringue française
Meringue italienne
Meringue suisse

SUCRE
Cuisson de sucre


Der zweite Teil führt die Rezepte auf, die bei den Grundlagen u.a. als Verwendungsmöglichkeiten angegeben werden.

Im Anhang werden Zutaten, Materialien und die französischen Fachbegriffe vorgestellt und erläutert.

Mal sehen, was ich schaffe, euch vorzustellen. Auf jeden Fall bietet dieses Buch eine schöne Basis für mein Label "Backschule".^^

Mittwoch, 4. September 2013

Felders Lektion 8: Zitronencremetarte mit süßem Mürbeteig


Nach einer kleinen Pause geht es nun weiter mit Felder, genauer gesagt mit dem Durcharbeiten des Buches "Die hohe Schule der Patisserie" von Christophe Felder. Die Buchvorstellung findet ihr HIER.

Dieses Mal ist nun Felders süßer Mürbeteig an der Reihe. Der Pâte sucrée. Dieser Teig  wird gerne für Schokoladentartes, und Zitronentartes verwendet, aber auch für Tarteletts mit Mandelcremefüllung.
Durch Anreicherung mit Aromen wird aus ihm z.B. ein Mandelmürbeteig, ein Zimtmürbeteig oder ein Schokomürbeteig. Dieser hier ist ein Mandelmürbeteig.
Ich werden den Pâte sucrée in einem anderen Post noch mal genauer vorstellen.

Der Mürbeteig ließ sich problemlos herstellen und hatte pur genossen einen angenehmen Geschmack. Die Konsistenz ist zart-mürbe.
Ich habe zwei Böden (12 cm Durchmesser) gebacken. Einen zum so probieren und einen wollte ich füllen. Aber aus Zeitgründen kam ich nicht gleich dazu und irgendwann konnte ich der Versuchung nicht widerstehen und habe den zweiten Boden auch so aufgenascht. ^^;;


Nach dem Wochenendurlaub startete ich einen zweiten Versuch.

120 g weiche Butter, 80 g Puderzucker, 25 g gemahlene Mandeln (blanchiert), Mark einer Vanilleschote und 1 Prise Salz kamen in eine Schüssel.


Mit Spatel vermengen und 1 Ei zugeben und unterrühren.


200 g Mehl darauf sieben und alles schneidend vermengen, ohne den Teig zu sehr zu kneten.
Teig in Frischhaltefolie gewickelt 2 h im Kühlschrank ruhen lassen.

Dann 2 mm dick ausrollen, gefettete Form damit auslegen und den Boden stippen.
Im 180°C U/O-Hitze heißen Ofen 15 - 20 min backen, bis der Boden goldbraun ist.

Ich habe eine 12er Tarte und sechs kleine Tarteletts gebacken.
Die Zitronencreme jedoch hat mir nicht so zugesagt. Ich fand sie zu schwach ausgeprägt. Aber zumindest schmeckte sie nicht so fettig wie die Orangencreme von der Orangentarte.

Die Zitronentarte schmeckte, keine Frage, aber das "wow!"-Element fehlte mir.
Mein Sohn jedoch fand sie sehr lecker und gerade eben, als ich die Bilder sichte, höre ich aus dem Hintergrund: "Mama, kannst du den Kuchen bitte noch einmal backen!" :-D


Sehr schön fand ich die Glasur aus Quitten- und Aprikosengelee (1:1). Diese Kombi ergänzte den Geschmack der Creme auf sehr feine Weise.

Auf weitere Deko habe ich jedoch verzichtet. Da fehlte einfach die Zeit. Abgesehen davon kommt das Deko-Kapitel ja noch. *herausred* :-P

Ich habe die Menge für die Zitronencreme gedrittelt und damit die 12er Tarte und meine kleinen 4er Tarteletts füllen könenn und noch einen kleinen Rest über gehabt. Felders Menge ist für eine Tarte von 22 cm Durchmesser gedacht.
Für die Zitronencreme 175 g Butter in kleine Würfel schneiden und in eine größere Schüssel geben.
120 ml Zitronensaft, 120 g Zucker, 3 Eier (Gr. M) und die abgeriebene Schale von zwei Zitronen (unbehandelt) mit dem Schneebesen in einem Topf verrühren und bei mittlerer Hitze unter Rühren zum Kochen bringen. Durch ein Sieb auf die Butter geben und etwa 2 min mit einem Stabmixer glatt rühren.
Die Creme noch lauwarm auf die Böden geben und glattstreichen.
Im Kühlschrank mind. 1 h fest werden lassen.

Als nächstes werde ich euch den pâte sucrée aus meinem anderen Buch vorstellen inkl. Vergleichstest, bevor ich das nächste Felder-Rezept in Angriff nehme. Ein Tarte au citron Rezept ist in dem Buch allerdings nicht drin.
Ich ärgere mich ja so, dass ich meinen Auswertungszettel verloren habe über meine "Tarte au citron" Testreihe vor ein paar Jahren. Schade, schade. Na ja, wenn ich wieder mehr Zeit habe, starte ich eine neue. :-P

Dienstag, 3. September 2013

Zu viel Tee ...

Seit Mai 2013 habe ich mich bei Cuppabox angemeldet gehabt. Cuppabox beliefert einen jeden Monat mit unterschiedlichen Teesorten und da ich Tee liebe und gerne probiere, klang das für mich sehr verlockend und ich dachte, ich probiere es mal aus.
Allerdings habe ich nun festgestellt, dass diese Box doch nichts für mich ist, denn viele Tees sind Mischtees und aromatisiert.
Nun habe ich mich abgemeldet. Den Schrank voller Tees. :-D
Und da kam mir die Idee, dass ich meinen Lesern ja was abgeben könnte. Vielleicht freut ihr euch ja.

Ich würde dann von jedem der 25 Tees etwas in je ein Beutelchen tun und euch schicken, so dass ihr auch probieren könnt.
Ihr könnt natürlich auch eine Auswahl treffen.

In den Klammern hinter dem Teenamen steht der Hersteller.
Von Cuppabox stammen die Tees von EdelTee, Tee Maass, Teeland und Nibelungentee.
Wie ihr seht, sind auch Tees aufgeführt, die nicht von Cuppabox stammen.

Wer Interesse hat, einfach hier einen entsprechenden Kommentar hinterlassen.
Ich denke, drei Großbriefe sind finanziell drin. ^^,,
Meldeschluss ist der 8. September 24:00 Uhr.


Hier die Übersicht:


Schwarze Tees

Kumquat (lupicia)
Schwarzer Tee, gefriergetrocknete Kumquatstücke, Aroma

Darjeeling Himalaya-Mischung, Second Flush TGFOP (EdelTee) 02/2015
Anm.: blumige, milde, leicht würzige Tasse

Earl Grey Bio (Lebensbaum) 11/2014
Bio-Schwarztee, ätherisches Öl aus Bergamotte, ätherisches Öl aus Zitronenschale

Keemun Rose Congou (Tee Maass) 12/2015
Ein Keemun Congou, der mit Rosenblütenblättern gedämpft wurde, und dadurch nach Rose duftet. Hellbraune Tasse, zart-blumig, niedriger Teingehalt und gut bekömmlich.

Magic Lychee (Teeland) 01/2015
Aromatisierte Schwarztee-/Früchtemischung (Tee 51%, Ananasstücke, Apfelstücke, Bambusblätter, Lemongras, Aroma, Pfingstrosenblütenblätter, Sonnenblumenblütenblätter, Litschi-Fruchtstücke

Aprikose/ Pfirsich Bio (nibelungentee) 08/2014
Aromatisierter Schwarztee mit zart-süßem Aroma (Bio-Schwarztee und natürliches Aroma)

Grüne Tees

Bio Ceylon Green Orange Pekoe (Tee Maas) 12/2015
Frisch-würzig mit viel Charakter und grüner Leichtigkeit. Gelbe Tasse.

Yuzu Sencha (lupicia) 2013
Sencha, Yuzu-Schale, Aroma

Green Bouquet (Kusmi Tea) 05/2015
Chinesischer grüner Tee mit Aromen von Bergamotte, Zitrone, Limette, Orange, Mandarine und Blüten
Dieser grüne Tee aus China, aromatisiert mit Bergamotte, Zitrusfrüchten und Blumen ist die unfermentierte Version von Bouquet de Fleurs n° 108, einer Mischung, die 1880 kreiert und am Hofe des Königs serviert wurde.
Geschmacksrichtung: Zitrusfrüchte mit blumigen Noten

Thé vert Rois Mages (Kusmi Tea) 10/2015
Chinesischer grüner Tee mit Aromen von Orange, Mandel, Vanille, Rose und Gewürze

Kukicha mit Matcha aus Shizuoka 11/2015

Südseeperle (Teeland) 01/2015
Aromatisierte Grüntee-/ Früchtemischung (Tee 82%, Ananasstücke, Mangostücke, Aroma, Orangenblütenblätter, Rosenblütenblätter

Mandarin-Vanille Bio (nibelungentee) 08/2014
Aromatisierter Grüntee (Bio-Grüntee und natürliches Aroma)

Oolongs

Milky Oolong  (EdelTee) 04/2015
Oolong mit Milch-Vanille Aroma

Sonne Valencias (Tee Maass) 12/2015
Aromatisierter Oolong mit natürlichem Orangen-Karamell-Aroma (Oolong, Kakaoschale, Orangenschale, Karottenstücke, Orangenblüten, Ringelblumenblüten, Vanille, Schokosplits, Aroma

Rooibos Tees

Kalahari (Tee Maass) 12/2015
Rooibos, Orangenschale, Lemongras, Malvenblüten, Aroma, (frisch-fruchtig)

Siegfrieds Leidenschaft (nibelungentee) 11/2014
Rooibos mit Ananas-Erdbeernote (Rotbuschteemischung, Ananaswürfel, Mangowürfel, Aroma, Rosenblüten, geriergetrocknete Erdbeerscheiben, Lavendelblüten, Vanillestücke

Cranberry-Mandarine (Teeland) 01/2015
Aromatissierte grüne Rooibusch-Tee-/ Früchtemischung (Grüner Rooibuschtee, Apfelstücke, Melonenstücke, Mandarinenstücke, Lemongras, Pfefferminze, Aroma, Cranberryscheiben

Kräutertees

Edelweiß-Tee (Bio Tea Que) 09/2013
Apfelstücke, Hibiskusblüten, Brombeerblätter, Hagebutte, Brennnessel, Zitronengras, Spearmint, Kamillenblüten, natürliches Aroma

Holunderblüte (EdelTee) 03/2015
Holunderblüte, Zitronengras, Heidekraut, Pfefferminze, Himbeergrieß, natürliches Aroma, Granatapfelblüte

Drei Ingwer (Bio) (pukka) 02/2016
Eine warm-würzige natürliche koffeinfreie 100% biologische Kräuterteemischung ethischer Herkunft mit Ingwerwurzel, Galgant, Süßholz, Gelbwurz und natürlichem Ingwerextrakt.

Fenchel mit Rose (Bio) (Yogi Tea) 01/2016
Ayurvedische Fenchel-, Gewürz-und Kräuterteemischung mit erfrischender und lieblicher Geschmacksnote.
(Fenchel (74%), Kardamom, Anis, Zitronenmyrte, Zimt, Ingwer, schwarzer Pfeffer, Kakaoschalen, natürliches Aroma, Rosenblüten, Nelken)

Früchtetees

Waldmeisterbowle (Teeland) 01/2015
Natürlich aromatisierte (säurearme) Früchteteemischung, die für den kalten Genuss geeignet ist (Apfelstücke, Ananasstücke, Hagebuttenschalen, Apfel-Pommes, weiße Hibiskusblüten, Melonenstücke, süße Brombeerblätter, Zitrusscheiben, Rote Johannisbeeren, Erdbeerstücke, Bambusblätter, natürliches Aroma.)

Pfirsich-Melba Früchtetee (EdelTee) 03/2015
Früchteteemischung mit Pfirsich-Sahne-Geschmack, der sich gut als Eistee eignet.
(Apfelstücke, Hibiskusblüten, Orangenschalen, Hagebuttenschalen, Aromen, Sonnenblumenblüten, Pfirsichstücke, Vanillestücke.)


Ich geh dann mal Tütchen besorgen. *g*

Montag, 2. September 2013

Wochenrückblick 26.8. - 1.9.

Montag, der 26. August 2013

Nach so einem schönen Urlaub wieder in den Alltag einzutauchen ist schwierig, geht dann aber leider doch schneller als einem lieb ist.
Die übliche morgendliche Hetze, um pünktlich in den Kindergarten zu kommen.
Dann ab nach Hause an den PC zum Übersetzen.

Vormittags bekomme ich einen Anruf von der Arztpraxis. Der Befund meiner Magenspiegelung ist da und ein Rezept liegt für mich bereit. Es ist immer noch der Helicobacter. Und Runde 3 der Antibiotika-Behandlung ist angesagt. Langsam wird mir Angst und Bange. Was man nicht alles so darüber im Internet liest ...

Am Nachmittag bekomme ich dann noch zwei Mails. Eine vom Dialogbuchautor, die andere von einer Kampfsportschule, wo wir auf der Warteliste sind. Es gäbe einen freien Platz für den Dienstagnachmittagstermin. Ich rufe gleich an und bestätige unser Kommen. Nun bin ich aber gespannt.

Nach der Kita verbringen wir den Nachmittag auf dem Spielplatz. Und da ich dringend noch einkaufen muss, fahre ich anschließend noch mit Kazu zum Bio Supermarkt, wo wir uns mit dem Papa verabredet haben. So kann ich in Ruhe den Einkaufswagen füllen, während mein Mann mit Kazu in der Spieleecke des Ladens spielt.^^

Ach ja, den Essensplan der Kita habe ich auch wieder abgelichtet.


Dienstag, der 27. August 2013

Heute gibt es mal wieder ein Hessler-Gericht zum Mittagessen. Crêpes mit Rührei, Sprossen und Lachs. Mmh, ich bin sehr angetan (Rezept folgt). ^^


Nach der Kita fahren Kazu und ich zur Sportschule, die eine Stunde (mit öffentlichen Verkehrsmitteln) von der Kita entfernt ist. Als ich das gestern den anderen Müttern erzählte, konnten diese nur mit dem Kopf schütteln. Ich finde das gar nicht so schlimm. Ob ich jetzt mit Kazu die Zeit zu Hause verbringe oder in der Bahn, was macht das schon.

Der Sportkurs für die Kleinen bestand hauptsächlich aus Bewegungsspielen und ... japanisch.
"Onegaishimasu" (Bitte) zu Beginn und "arigatô" (danke) am Ende, so wie zählen auf japanisch bei manchen Übungen. Das hat bei Kazu das Interesse an Japanisch geweckt und ich stoße endlich auf offene Ohren. *yeah*^^
Der Sportkurs scheint ihm gefallen zu haben, denn er hat anschließend ganz stolz davon berichtet.
Für die Begleitpersonen gibt es die Möglichkeit, im Nebenraum unter Anleitung Yoga zu erlernen.
Das werde ich dann nächste Woche testen. Zum einen ob es mir gefällt, zum anderen, ob Kazu alleine klar kommt und mich nicht während des Kurses vermisst.

Mittwoch, der 28. August 2013

Heute gönne ich mir eine kleine Pause und backe eine Zitronencreme-Tarte nach Felder.
(Und ein paar Mini-Tartes).


Nachmittags geht es wieder auf den Spielplatz und ich nutze wie immer die Zeit zum Entspannen. Eine Mutter kommt auf mich zu und gibt mir ein Silikonförmchen. Nanu?
Und zwar hatte gestern Kazu das in seinem Obento dabei und weil es M-kun so gut gefiel, hat er es ihm wohl geschenkt. *lach*
M-kun jedenfalls bekommt mit, dass seine Mutter mir das Förmchen zurückgibt und protestiert.
Ich schlage ihm vor, dass ich ihm das Förmchen morgen gefüllt geben könnte und M-kun ist begeistert.
"Mach einen Schoko-Muffin rein, ja?" fordert er. Ich: Mal sehen, was ich gebacken bekomme.

Donnerstag, der 29. August 2013

Ich bleibe bei meinem Vorhaben und backe Dinkelkuchen mit Blaubeeren. (und nicht Schokomuffins).


Mmh. Schnell gebacken und immer wieder lecker.^^ Ein Stückchen schneide ich zurecht und packe es ins Silikonförmchen.
Da M-kun später als Kazu abgeholt wird und heute Opatag ist, habe ich die Form mit Kuchen in M-kuns Fach gestellt. Kazu und ich fahren nach Hause (mit den Fahrrädern).
Ob M-kun der Kuchen geschmeckt hat?
Kazu mag ihn nicht, da ihn die Blaubeeren stören. Stücke im Kuchen halt.

Freitag, der 30. August 2013

Als ich Kazu in den Kindergarten bringe, steht schon mein Förmchen in Kazus Fach. Mit einem kleinen Tütchen Gummibärchen drin. Süß. ^^

Nachmittags nehme ich meine Mini-Zitronencreme Tartes (Durchmesser 4 cm) mit auf den Spielplatz. Doch heute sind nur zwei Mütter da und die wollen nicht kosten. :-(


Abends, nach einer kleinen Stärkung zu Hause, ziehe ich mit Kazu los ins Einkaufscenter. Ich brauche noch zwei Geschenke und ein paar andere Kleinigkeiten.
Der Einkauf verläuft ganz gut. Aber natürlich gab es auch die üblichen Diskussionen. "Mama, das kaufe ich mir jetzt." "Nein, das gibt es nicht." Usw. Uff.

Samstag, der 31. August 2013

Ich habe mir heute einiges vorgenommen. An Übersetzung, aber auch, was mein Backen angeht.
Und so wirke ich in den Pausen, in denen mein Kopf durchatmen darf, lauter verschiede Mürbeteige an.

Im Laufe des Tages entstehen auch Lemon Tea Biscotti (Zwieback mit Earl Grey Geschmack)


Nachmittags gehen Kazu und Fabian zu Charlotte, die heute mit der Familie ihren Geburtstag nachfeiert.
Ich bleibe zu Hause und übersetze fleißig.

Sonntag, der 1. September 2013

Ich habe gestern viel geschafft und heute früh stelle ich Tartelettes Fours her. Es ist schließlich Sonntag.^^


Desweiteren teste ich noch meine Mürbeteige (Auswertung folgt)


und nach dem Mittagessen mache ich mich auf den Weg zum Naschmarkt, der alle drei Monate in Berlin stattfindet.

Es macht mir mal wieder sehr viel Spaß, mir alles anzuschauen, überall zu probieren und hier und da ein nettes Pläuschchen mit den Produzenten zu führen.

Beim Stand von Paper & Tea gibt es kalten Sencha zum Probieren, der sehr gut schmeckt. Paper & Tea bietet Tee-Seminare an, die sehr verlockend klingen. Vielleicht Bestimmt nehme ich an einem teil.^^

Dann lande ich beim Stand vom Holunderhof Ewert, wo ich einige Fruchtaufstriche probiere und schließlich einen kaufe. :-D


Ich schaue hier und da, probiere hier und da und komme dann zum Stand von Tigertörtchen.
Die haben genau die zwei veganen Sorten da, die ich bei meinem letzten Besuch dort gerne probiert hätte, die aber nicht vorrätig waren: Chai latte und Ananas Power.
Die junge Frau hinter dem Stand spricht mich an: "Kennen wir uns nicht?" Aber sie kann mich partout nicht einordnen und bei mir klingelt gar nichts.
Jedenfalls kommen wir ins Quatschen und haben Spaß.

Ich kaufe die zwei Mini-Cup Cakes (ich habe mir extra Frischhalteboxen mitgebracht, weil ich erst zu Hause mit Familie alles probieren will) und ziehe dann weiter.

Einzig ein Eis nasche ich vor Ort auf. .-D Ein veganes Eis auf Reismilchbasis vom Stand "Wohlfarth Schokolade". Das Eis schmeckt richtig gut!

Zum Schluss besuche ich noch einmal den Tigertörtchen Stand und frage nach dem Namen. Nicole heiße sie. Als sie nach meinem fragt, sage ich zuerst Mari, da klingelt jedoch nichts, dann Beate. "Eine Beate kenne ich!" Nur woher weiß sie partout nicht.

Auf dem Heimweg fällt mir dann ein, woher wir uns wahrscheinlich kennen. Und zwar von der Berufsschule. Ich hatte zwei Nicoles in meiner Klasse und eine davon war sicher sie.
Lang ist's her.

Zu Hause präsentiere ich meinen Einkauf.
Bis auf das Maritozzi (ein italienisches weiches, süßes Brötchen, zu sehen rechts oben auf dem Foto, von Alfredo Sironi) ist alles vegan.


Am besten haben mir die Cupcakes gefallen. Weicher, lockerer Boden und schöne Creme, die weder zu süß noch zu fettig schmeckt. Aber auch der Pudding-Schoko-Kuchen von einer New Yorkerin schmeckte sehr gut.
Das Kanebullar war leider sehr fest, die Zitronen-Hirse-Tarte schmeckte gut, aber etwas langweilig. Diese beiden Teilchen stammen von "consoja".

Jetzt habe ich ein paar neue Adressen, die ich abklappern möchte. Wenn ich in den jeweiligen Cafés war, werde ich berichten.
Auch überlege ich, ein Give away zu veranstalten. Ich habe derzeit so viele Tees da, vielleicht gibt es ja noch weitere probierlustige Tee-Fans unter euch. Hättet ihr Interesse an einem Tee-Probier-Set?

So, das war meine Woche. Nun ist es September und auf meinem Kalender steht ganz groß "Pfefferkuchenteig anwirken". Den werde ich wohl kommendes WE in Angriff nehmen.
Weihnachten steht vor der Tür. :-D
Und der Herbst ist bereits da. Kühler, starker Wind, braune Blätter an Bäumen und auf dem Boden, ein eisiger Hauch in der Morgenluft. Und der Wunsch, sich in einen warmen Mantel zu kuscheln.

Aber auch das hat was. Ich wünsche euch eine schöne Woche!

Sonntag, 1. September 2013

Chinakohlsalat mit Mangostreifen (nach Hessler)


Dieser Salat steht vom August noch aus. Er ist schön saftig, dennoch knackig und mein Mann und ich fanden, dass gerade die Mangostreifen im Salat der Clou sind.

Das Rezept ist aus meinem Buch "Naturküche für Genießer" von Doris-Katharina Hessler, deren Buch ich HIER vorgestellt habe. Es befindet sich im Kapitel "Vorspeisen und Salate".

Zutaten

Ca. 500 g Chinakohl (brutto)
1 vollreife Mango
50 g Walnüsse
150 g Mungbohnensprossen
50 g frischer Ingwer

Dressing
1 Knoblauchzehe (ich würde den das nächste Mal weglassen)
Salz, schwarzer Pfeffer
2 EL Sojasoße
2 EL Weißweinessig
Saft von zwei Orangen (ca. 200 ml)
6 EL Sesamöl (ich fand 4 El ausreichend)

Zubereitung

Vom Chinakohl die äußeren Blätter entfernen (und entsorgen). Strunk (großzügig) abschneiden.
Die Blätter längs in der Mitte durchschneiden, dann quer in ca.1 cm breite Streifen schneiden.
Mango schälen. Fruchtfleisch in Streifen schneiden.
Walnüsse hacken und rösten. Abkühlen lassen.
Sprossen verlesen.
Ingwer schälen und reiben.
Kohl, Mango, Walnüsse, Sprossen und Ingwer in einer großen Schüssel vermischen.

Dressing
Knoblauch fein hacken (oder pressen, wie es beliebt).
Mit Salz, Pfeffer, Sojasoße, Essig und Saft verrühren.
Unter Rühren das Öl nach und nach zugießen.

Die Salatzutaten mit dem Dressing begießen, alles vermengen und den Salat etwa 1 h durchziehen lassen.

Da es spät war, gab es bei mir am Abend der Zubereitung nur eine kleine Portion.


Schön fruchtig frisch und trotzdem knackig.
Am nächsten Tag gab es den Salat dann zum Mittagessen. Er hatte zwar mittlerweile ganz schön gesaftet und etwas an "Knackheit" verloren, schmeckte aber dennoch. (siehe Foto am Postanfang).

Quelle: Doris-Katharina Hessler, Naturküche für Genießer, Mosaik Verlag GmbH, München 1992

Nuts & Chocolate shortbread ヘーゼルナッツとチョコチップのショートブレッド


Dieses Rezept aus meinem japanischen Backbuch "Die ersten selbstgemachten Süßspeisen - Home Made Sweets" ist mir nicht gelungen. Jedenfalls sehen die im Buch viel dunkler aus.

Bei meinem ersten Versuch hielt ich mich ans Rezept und erhielt eine ziemlich fettige und krümelige Masse. Das Shortbread zerfiel fast schon in der Hand. Vielleicht müssen die ja so sein. Mein Fall waren sie jedenfalls nicht. Aber ich mag auch keine Streusel ...

Bei meinem zweiten Versuch reduzierte ich die Buttermenge und erhöhte den Anteil an gemahlenen Haselnüssen. Diese Version schmeckte mir schon besser, war aber ebenso krümelig und so wirklich konnte mich das Rezept nicht überzeugen. Da gibt es bessere Shortbread Rezepte. imho

Zutaten
160 g Mehl
60 g gemahlene Haselnüsse
1 Prise Salz
45 g Zucker
160 g Butter, kalt
50 g Schokotropfen

Ca. 25 min bei 170°C O/U-Hitze