Mittwoch, 7. Dezember 2011

Heidelbeer-Vanille-Törtchen


Wieder ein Rezept aus meinem Törtchen-Buch.

Die Testesser und ich fanden es eine gelungene Komposition.

Als Förmchen habe ich Ringe von 6,5 cm Durchmesser genommen, die leider nur eine Höhe von 3,5 cm haben. (Ich habe keine anderen. Seufz.) Allerdings verwende ich stabile Randfolie, so dass ich meine Vanillemousse höher einfüllen konnte.
Im Originalrezept werden Dessertringe von einem Durchmesser von 5 cm eingesetzt.

Damit man die Törtchen nach dem Füllen aus dem Ring bekommt, kann man entweder so wie ich Randfolie benutzen oder man schneidet sich Backpapier zurecht und legt diese in den Ring ein oder man fettet die Ringe ein und streut sie mit Puderzucker aus.

Zutaten für 8 - 10 Törtchen:

Heidelbeergelee:
150 g Heidelbeeren (am besten frische)
50 g Heidelbeerkonfitüre (am besten mit mind. 70% Frucht)
10 ml roten Traubensaft (wer mag, kann auch Rotwein nehmen)
2 Blatt Gelatine (das nächste Mal versuche ich es mit Agartine, da ich langsam weg vom Schwein will)

Mandelbiskuit (Menge für ein Blech, was für über 20 Böden von 5 - 6 cm Durchmesser reicht)
75 g Marzipanrohmasse
25 g blanchierte, gemahlene Mandeln (möglichst frisch mahlen)
100 g Zucker (ich finde 80 g ausreichend)
2 Eigelb
1 Ei
4 Eiweiß (ca. 130 g)
65 g Mehl (Type 405)

Vanillemousse:
75 g Milch/ Soja-Drink
75 g Sahne
1/2 Vanilleschote ohne Samen (die Mousse soll möglichst weiß bleiben)
60 g Zucker
3 Eigelbe
4 Blatt Gelatine (Anm. von 4,5 Blatt auf 4 Blatt reduziert)
50 g Sahnejoghurt, 10% Fett
300 g Schlagsahne

Heidelbeerspiegel:
Ca. 70 g Heidelbeerkonfitüre
20 ml Traubensaft (oder Weißwein)

Zubereitung:

Heidelbeergelee:
Die Gelatine einweichen.
Beeren waschen, mit Konfitüre und Saft kurz aufkochen lassen. Die frischen Beeren müssen nicht musig werden. Falls sie es doch werden, ist es aber auch nicht schlimm.
Gelatine ausdrücken und in der heißen Beerenmasse auflösen.
In kleine Förmchen füllen. Ich nahm dieses Mal Mini-Muffin-Förmchen.
Für mindestens 4 h, am besten über Nacht kalt stellen.

Mandelbiskuit:
Ofen auf 210°C (Umluft 190°C) vorheizen.
Backblech mit Backpapier auslegen.

Marzipanrohmasse mit Mandeln und der Hälfte des Zuckers verkneten
Eigelbe und ganzes Ei nach und nach einarbeiten. Das nach und nach ist ganz wichtig, sonst hat man Schwierigkeiten, eine feine homogene Masse zu erhalten.
Die Masse dick cremig aufschlagen.
Die Eiweiße bei niedriger Geschwindigkeit verrühren bis lauter Bläschen entstehen,  dann bei hoher Geschwindigkeit zu weichem Schnee schlagen und derweil nach und nach den restlichen Zucker einrieseln lassen. Wenn man die Quirle herausnimmt, sollte sich der Eischnee leicht herunterbiegen: 
SO .
Nun gibt man etwa ein Drittel des Eischnees zur Marzipanmasse und rührt diesen ein.
Dann gibt man den restlichen Schnee auf die Marzipanmasse, siebt das Mehl darüber und hebt alles zusammen unter die Marzipanmasse.
Die Masse gleichmäßig und zügig auf das Blech streichen und ca. 8 min backen.
Dann den Boden gleich auf ein Gitter rüberheben, damit er nicht durch die Nachhitze des Backblechs nachtrocknet.
Nach dem Auskühlen Kreise von etwa 5 - 6 cm Durchmesser ausstechen.
Die Biskuitböden sollten etwa einen 0,5 cm kleineren Durchmesser haben als die Dessertringe.

Anm.: Im Kühlschrank gut verpackt hält der Boden eine gute Woche.

Vanillemousse:
Milch, Sahne, die ausgekratzte halbe Vanilleschote und den Zucker aufkochen. Abdecken. Mindestens 10 min Geschmack ziehen lassen. Dann Schote entfernen.
Gelatine einweichen.
Joghurt abwiegen.
Da meine Vanillemilch bereits kalt war, habe ich sie wieder auf ca. 60°C erwärmt und dann die Eigelbe nach und nach eingerührt. Dann wird die Masse bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren (zum Rühren nimmt man am besten einen Silikonschaber) bis auf 83 - 85°C (keinesfalls höher!) erwärmt, so dass sie andickt. (Bei dieser Temperatur dickt die Masse optimal an.) Vom Herd nehmen, die ausgedrückte Gelatine einrühren und die Masse durch ein Sieb in eine andere Schüssel gießen.
Etwa 5 min abkühlen lassen und dann den Joghurt einrühren.

300 g Sahne cremig, jedoch nicht steif schlagen. (Die Sahne kann auch schon zu Beginn cremig geschlagen und im Kühlschrank gelagert werden.)
Sobald die Vanillekrem auf 35°C abgekühlt ist, wird die cremige Sahne untergehoben.

Die vorbereiteten Ringe auf eine ebene Fläche (die in den Kühlschrank passt) stellen, die mit Backpapier belegt ist. Die Böden einlegen.

Die Heidelbeergelees aus den Förmchen holen. Da meine Mini-Muffinform eine Metallform ist, habe ich diese in heißes Wasser getaucht (natürlich so, dass das Gelee kein Wasser abbekommt). Dann ließ sich das Gelee leicht herausnehmen. Allerdings muss man aufpassen, dass das Wasserbad nicht zu lange dauert, sonst wird der Geleerand zu flüssig und verschmiert beim Einlegen mit der Vanillemousse. Sollte das passieren, die herausgenommenen Geleestücke nochmals in den Kühlschrank stellen und wieder fest werden lassen.

Die Hälfte der Vanillemousse in die Ringe einfüllen. Geleestück einlegen und die restliche Mousse auf die Ringe verteilen. Törtchen mindestens 4 h kalt stellen.

Für den letzten Schliff bekommt das Törtchen noch einen Heidelbeerspiegel.
Dazu verrührt man die Konfitüre mit dem Saft und lässt das Ganze kurz aufkochen.
Durch ein Sieb streichen und etwas abkühlen lassen.
Die Sauce auf die Törtchen verteilen, glatt streichen (habe dazu einen Teelöffelrücken genommen) und in die Mitte drei frische Heidelbeeren setzen.

Nochmals kalt stellen, bis der Spiegel angezogen hat.

Da ich noch Sahne über hatte, habe ich den Törtchen kurzerhand noch eine Rosette verpasst und diese dann mit einer Beere verziert.

Die Ringe von den Törtchen entfernen, ggfs. Randfolie entfernen und servieren.

Guten Appetit!


Erneut gebacken am 18.12. und 21.12.2016



Für den Rand werden die Ringe mit Biskuitstreifen ausgelegt. Für die Biskuitstreifen wird der Mandelbiskuit in Streifen geschnitten und mit Heidelbeerkonfitüre zusammengesetzt.



Quelle. Törtchen, Törtchen von M.Ludwigs

Dienstag, 6. Dezember 2011

Financiers - Matcha, Zitrone, Earl Grey


Financiers (Wiki-Link) habe ich das erste mal in Japan kennengelernt. Es sind kleine saftige Küchlein mit einem feinen Buttergeschmack.

Für meine Financiers hatte ich das Rezept aus "Mei's room" als Grundlage, mir aber auch bei Wagashi Maniac die Idee mit dem Mulltuch abgeguckt. Ansonsten gibt es natürlich auch bei Cookpad viele Rezepte dazu. Hier das Beliebteste.

Als Formen kommen alle kleinen Förmchen in Frage. Ich habe eine Mini-Muffinform benutzt.
Wenn man die Standard 12er Muffinform benutzt, muss man nur darauf achten, dass die Mulden nicht zu voll gemacht werden.

Anm. zum verwendeten Zucker:
Für die Zitronen- und Matcha-Financiers habe ich Roh-Rohrzucker und den japanischen San-on-tô (ein feuchter beige-farbener Zucker mit feinem Aroma) verwendet. Statt dem San-on-tô könnte man auch hellen, feuchten Muscovado nehmen. Dann nimmt man 10 g mehr hellen Zucker (70 g) und 10 g weniger Muscovado (20 g), da dieser etwas kräftiger im Geschmack ist als der San-on-tô.

Für die Earl Grey Financiers habe ich statt dem San-on-tô 2 EL milden Blütenhonig verwendet. Ich fand, das passt ganz gut zu dem kräftigen Schwarztee-Aroma. Wagashi Maniac und das obige Cookpad  Rezept geben z.B. Honig als Zusatz an. Ich persönlich finde jedoch den Honiggeschmack zu intensiv für das zarte Aroma von Zitrone und Matcha.

Manche Rezepte arbeiten auch komplett nur mit Puderzucker oder sogar mit normalem Haushaltszucker.
Ihr seht also, ihr könnt ganz flexibel sein und die Financiers eurem Geschmack und eurem Zuckervorrat anpassen.^^

Zutaten für eine 12er Muffinform oder eine 24er Mini-Muffinform

120 g ungesalzene Butter
115 g Eiweiß (entspricht etwa dem Eiweiß von drei großen Eiern, Gewichtsklasse L)
60 g Zucker
30 g San-on-tô
50 g blanchierte gemahlene Mandeln
40 g Hakurikiko (japanisches Mehl)
(oder thailändisches Mehl oder halt unser 405er Mehl. Ich habe das japanische Hakurikiko benutzt.)

Für Earl Grey fügt man dem Mehl noch knapp 2 TL ganz fein gehackte Earl Grey Teeblätter hinzu.
Aber keinen Beuteltee nehmen, sondern losen.

Für Zitrone fügt man dem Zucker die abgeriebene Schale (nur das Gelbe) einer Bio-Zitrone hinzu. Oder bedient sich eines Fertigprodukts. Ich habe zur Zitronenschale noch natürliches Zitronenaroma hinzugefügt.

Für Matcha fügt man dem Mehl 1 EL Matcha hinzu. Ich habe noch eine Prise Matcha-Salz zugegeben.

Vorbereitung:

1. Die Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze erwärmen bis sie hellbraun ist. Abkühlen lassen.
Die gebräunte Butter durch ein mit einem Kaffeefilter oder einer Mullbinde ausgelegtem Sieb gießen. Den Bodensatz im Topf lassen. Man sollte nun so 80 - 90 g gebräunte Butter haben. Meine verwendete Bio-Sauerrahmbutter ergab 80 g, was ich völlig ausreichend fand.
2. Die Form dünn einfetten. Die eingefettete Form in den Kühlschrank stellen.
3. Gemahlene Mandeln sieben.
4. Mehl + Geschmackszugabe mischen und sieben.
5. Ofen auf 180°C vorheizen.

Zubereitung:

Die Eiweiße leicht verrühren (nicht schaumig rühren) und im 50°C heißen Wasserbad auf Körpertemperatur erwärmen. Zucker und ggfs. Honig einrühren, bis er (der Zucker) sich löst.
Mandeln und Mehl zügig einrühren bis die Masse homogen ist und zum Schluss die flüssige Butter zugeben und rühren, bis man ebenfalls eine schöne homogene Masse erhält.

Die Masse mit Folie abdecken und für gute 30 min ruhen lassen. Man kann die Masse aber auch sofort backen oder auch über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen und dann erst am nächsten Tag fertig backen.

Die Masse auf die Förmchen verteilen. (Lieber zweimal wenig als einmal zuviel.^^)

Meine Financiers in den Mini-Muffin-Förmchen brauchten 9 min.
Um so größer/tiefer die Form, um so länger die Backzeit.

Die Financiers sollten auf der Rückseite maximal nur goldbraum werden (siehe Foto).

Aus der Form nehmen und auf einem Gitter abkühlen lassen. Dann gleich gut verpacken, damit sie nicht austrocknen.

Ich werde zum nächsten Wochenende die Financiers mal nach dem Cookpad Rezept machen und auch eine andere Form nehmen. Mal sehen, wie da der Unterschied ist.

Montag, 5. Dezember 2011

Advent, Advent, zwei Lichtlein brennen ...

... von Freunden mag man sich nicht trennen.

Ich hoffe, ihr hattet einen ebenso schönen zweiten Advent wie ich. Ich hatte lieben Besuch und konnte es natürlich nicht lassen, jede Menge zu backen. Das musste natürlich gut geplant werden.

Freitag, den 2. Dezember 2011

Heute wollte ich Kazu wieder in den Kindergarten bringen, und so bereitete ich den beiden Männern ihr Obentô zu.
Nichts Bewegendes, trotzdem mal ein Bild von Kazus Bento (die zweite Mandarine ist nur Deko):


Doch Kazu schlief sich mal wieder aus (wir sollten ihn wohl besser früher ins Bett bringen ^^;;), und außerdem klang sein Husten überhaupt nicht gut.
So brachte ich es einfach nicht übers Herz und behielt ihn zu Hause. Zum Frühstück durfte er dann sein Kindergarten-Bentô verspeisen. Die Krabben hat er jedoch nicht erkannt. Na ja, sind in Deutschland ja auch nicht so bekannt.

Nachdem wir also in aller Ruhe gefrühstückt hatten, war es bereits 9:00 Uhr. Allerhöchste Zeit, in Japan anzurufen (da war es 17:00 Uhr), denn meine Mutter hat heute Geburtstag und sie nimmt es einem ziemlich übel, wenn man sie nicht anruft. Und da ich weiß, dass Herr Kido und sie an ihrem Geburtstag immer groß essen gehen (Fugu!), wollte ich sie vorher erreichen. Zum Glück war sie auch zu Hause und so konnten wir ihr unsere Glückwünsche übermitteln.

Während Kazu inhalierte (das macht er richtig gerne), blätterte ich in meinen Büchern und überlegte, was ich am Wochenende backen könnte. Eigentlich wollte ich endlich die Erdbeertorte in Angriff nehmen, aber um gute Erdbeeren in dieser Jahreszeit zu bekommen, hätte ich ins Fachgeschäft gemusst. Irgendwie war mir nach Schokokuchen und nach einer Weile stand mein Plan und ich schrieb den Einkaufszettel.
Zum Mittagessen gab es für uns beide Udon (Kazu liebt japanische Nudelsuppen).
"So, Tobi, Zeit für den Mittagsschlaf."
"Tobi will nicht Mittagsschlaf".
Na gut, er hat ja heute auch lange geschlafen.
"Dann gehen wir beide Einkaufen", sagte ich.
Ich verfrachtete ihn in den Tragegurt und auf gings. Im Supermarkt wollte er unbedingt raus und ich kam seiner Bitte nach. Währens ich nach einer passenden Schokolade für meine Kuchen suchte, geschah es.
Kazu benutzte den Einkaufswagen als Klettergerüst und hängte sich an die Seite ran, als der Wagen umkippte. Kazu fiel hin und ich sah, wie der Einkaufswagen auf ihn drauf fiel! Ich nahm das Ganze aus den Augenwinkeln wahr und zum Glück stand der Wagen neben mir. Ganz automatisch schoss meine Hand vor und ich konnte den Wagen gerade noch auffangen und Schlimmeres verhindern. Etwas hat seine Stirn zwar abbekommen, war aber wohl nur ein leichter Schlag. Jedenfalls konnte ich nichts erkennen und er hatte auch keine Anzeichen für eine Gehirnerschütterung. Natürlich war da erst einmal großes Weinen angesagt. Und es dauerte eine ganze Weile, bis er wieder ruhiger wurde. Eine Verkäuferin kam sofort an, fragte, ob alles okay wäre und half mir, den Einkaufswagen wieder aufzurichten.  Oh Mann, war das eine Aufregung.

Abends ging es dann los mit Backen.

Samstag, den 3. Dezember 2011

Ein ruhiger Start in den Tag. Er fing an mit der Suche nach dem Büchlein aus dem Adventskalender mit der Zahl "3". Hatte ich schon erzählt, dass Kazu seine Büchlein lieber in einer Plastiktüte aufbewahrt als in dem Adventskalender? Jeden Morgen kippen wir nun die Tüte aus und suchen das entsprechende Büchlein.


Danach erst ziehen wir uns um und frühstücken.^^

Nachdem auch Fabian den Weg aus den Federn gefunden hatte, bin ich los, um die fehlenden Sachen einzukaufen. So, jetzt habe ich alles.
Schnell noch Mittagessen gekocht (Nudeln mit Fisch und Spinat) und dann ging es weiter mit Backen.
Zwischendurch natürlich immer wieder ein paar Spieleinlagen. Ich glaube, ich bin wirklich schon etwas gelassener geworden als früher.
Das Wichtigste war fertig, alles andere verschob ich auf Sonntag, und wir gingen alle früh ins Bett.

Sonntag, den 4. Dezember 2011

Gegen 2:00 Uhr morgens wachte ich auf. Ich freute mich so sehr aufs Törtchen fertigstellen und aufs Weiterbacken, dass ich nicht mehr schlafen konnte. Also stand ich auf. :-P

Gegen halb sechs (!) legte ich mich wieder hin. War das ein schönes Gefühl. Ich war zufrieden mit dem, was ich so fabriziert hatte. Es fehlte nur noch die Sahnedeko. Wirklich eingeschlafen bin ich jedoch nicht, aber einfach nur dazuliegen und zu dösen, war auch schön.
Gegen sieben wachte Kazu auf. Ich hielt fest meine Augen zu und stellte mich tief schlafend.
Kazu rumorte etwas, wandte sich Fabian zu und sagte zu ihm: "Papa aufstehen!"
Hehe, braver Junge. :-P
Lange blieb ich dann aber doch nicht mehr liegen. Aufstehen, schön in Ruhe duschen und Mittagessen kochen (chinesische Auberginen-Hackfleischpfanne). Und gleich noch das Abendessen vorbereiten.

Dann Törtchen und Co ausdekorieren, Wohnung aufräumen, Tisch decken. Kazu war den ganzen Tag fröhlich drauf und super lieb.

Und so sah unser Adventstisch aus:



Die Freundinnen trafen ein: Iris, Josi und Kathrin beehrten mich mit ihrem Besuch.

Von Iris gab es einen riesengroßen wunderschönen Blumenstrauß.


So. Und nun stelle ich euch mal vor, was es gab:

Blueberry Cheesecake mit Spekulatiusboden
Die restlichen Yuzu-Quarktörtchen
Cappucino-Schoko-Törtchen und Heidelbeer-Vanille-Törtchen

Matcha-, Zitronen- und Earl Grey- Financiers
Zum Abendbrot machte ich Veggie-Man. Das war ein echtes Experiment und für mich wieder echtes Neuland. Ich wollte halt, dass Josi mal Nikuman zu Probieren bekommt. Da sie aber Vegetarierin ist, habe ich statt Hackfleisch Soja-Hack genommen. Ich habe über mich selbst gestaunt, dass ich so mutig war, etwas Neues Ungetestetes auszuprobieren. Dementsprechend war ich sehr nervös, da es doch nicht ganz so einfach war, wie ich dachte. Notfalls gibt es halt Udon für alle, dachte ich.

Doch die falschen Nikuman, bzw die Veggie-man wurden wirklich hervorragend und haben fast wie richtige Nikuman geschmeckt. Oh Mann, war ich erleichtert. Vor allem, dass es den anderen auch geschmeckt hat.


Ein wirklich schöner Tag. Genauso wie ich es mir gewünscht hatte. Ein ruhiger Adventssonntag mit schönem Essen, lieben Freunden, anregenden Gesprächen und einem braven Kazu. ^__^

Zum Schluss durfte sich jeder noch Kuchen einpacken und es hieß Abschied nehmen. Aber man sieht sich ja bald wieder. :)

Vielen lieben Dank für diesen schönen Tag!

Samstag, 3. Dezember 2011

Eine kleine Geschichte

Beim Stöbern nach einem Rezept in meinem Computer bin ich über diese Geschichte gestolpert, die ich vor ein paar Jahren mal schreiben musste.
Das Thema lautete "Mein außergewöhnlichstes Fanerlebnis". Die Länge des Aufsatzes war festgelegt. Die Zielgruppe waren junge Anime-Fans.
Ich dachte, vielleicht hat ja jemand Spaß beim Lesen.
Ach ja, ich möchte darauf hinweisen, dass es sich um reine Fiktion handelt, auch wenn einige Elemente der Geschichte auf Erfahrungen beruhen.^^
Nun denn, viel Spaß!


Die Japanreise

Im März letzten Jahres war es endlich soweit. Die lang ersehnte Japanreise stand endlich bevor. Ich war furchtbar aufgeregt. Einen ganzen Monat sollte ich bei der Familie meiner Brieffreundin Makiko untergebracht sein.
Makiko und ich hatten schon seit über einem Jahr Briefverkehr. Wir liebten beide Manga und Anime und schwärmten beide für den gleichen japanischen Sänger Shinji.
Der Koffer war gepackt, der Flughafen erreicht und die Eltern verabschiedet – und ehe ich mich versah, saß ich im Flieger gen Tokyo.

JAPAN! Endlich hatte ich das Land meiner Träume erreicht. Makiko und ihre Eltern erwarteten mich bereits am Flughafen Narita, von wo es mit dem Auto zu den Miuras nach Hause ging. Linksverkehr, japanische Schriftzeichen und Japaner, wohin man auch blickte. Ich kam aus dem Staunen nicht mehr raus. Mein Herz raste wie wild und ich rief immerzu: „Sugoi! Wahnsinn!“

Makikos Zimmer war total „kawaii“. Die Tagesdecke auf ihrem Bett hatte das gleiche Erdbeermuster wie die Gardinen. Die Regale waren voll mit Manga und Artbooks. Anime- und Shinji-Poster an den Wänden sowie etliche süße Plüschtiere und andere typische japanische Kleinigkeiten rundeten das Bild ab. Ich wusste, wenn ich wieder in Deutschland bin, wollte ich mir mein Zimmer auch so einrichten. Na ja, ein Erdbeermuster musste es nicht gerade sein, aber vielleicht ganz viele Hello Kitty!-Sachen.

Nach ein paar Tagen Sightseeing mit der Familie begaben Makiko und ich uns auf Shoppingtour. Es war der reinste Wahnsinn. Dort gab es nicht nur eine Etage voll mit Manga,  nein, die hatten da gleich mehrere Etagen voll. Es handelte sich um einen Secondhand-Shop. Die Bücher waren jedoch so gut wie neu und so etwas von billig. Einen Manga gab es dort schon ab umgerechnet einen Euro! Nachdem ich mehrere Artbooks, Fotobildbände von meinem Idol und Anime-DVDs erstanden hatte, war der erste Einkaufstag auch schon vorbei. Draußen dämmerte es bereits und in Anbetracht meines schweren Gepäcks begaben wir uns auf den Heimweg. Zum Glück war die Rushhour schon vorbei, so dass wir ohne in der Bahn zerquetscht zu werden, müde aber glücklich bei Makiko zu Hause ankamen. Doch Makiko versprach mir, dass das erst der Anfang gewesen sei.

Die nächsten Tage vergingen wie im Fluge. Makiko zeigte mir alle möglichen Fachgeschäfte, in denen es nicht nur Anime und Manga, sondern auch jede Menge Merchandising zu kaufen gab – angefangen von Postern über Stifte, Becher, T-Shirts, Regenschirme usw. Ich überlegte lange, ob ich mir diesen gelben Helm von Ritsuko Kübel Kettenkrad holen soll. Aber er war mir dann doch zu sperrig.
Nachdem wir Kittyland, Snoopytown und den Ghibliladen unsicher gemacht hatten und mein großer Totoro sicher auf Makikos Bett saß, nahmen mich die Miuras mit in eine Karaoke-Bar. Eigentlich war es ja keine Bar, sondern ein kleiner Raum mit einer Couch, einem Tisch, einem Monitor und zwei Mikros. Dort waren wir ganz unter uns und konnten so ungeniert unsere Lieblingslieder zum Besten geben, die ich zum Glück alle auswendig konnte. Makikos Eltern staunten, wie gut ich plötzlich japanisch konnte. Hehe. Da hat sich das Üben daheim in Deutschland gelohnt.
Ein besonderes Erlebnis war auch noch der Besuch bei Makikos Kusine Midori. Midori war schon 20 und hatte schon ihre eigene Wohnung.
Wir klingelten. Makiko hatte mich schon vorgewarnt, dass Midori ein echter Otaku wäre. Ich war gespannt, hielt ich mich selbst doch auch für einen Otaku. Doch meine Spannung wich blankem Entsetzen, als Midori uns die Tür öffnete und uns hereinbat. Im Eingang türmten sich die Schuhe wild aufeinander. In der Küchenzeile stapelte sich das schmutzige Geschirr und in der einen Ecke sah man Unterhosen und Strümpfe auf dem Boden. Wir kämpften uns durch das Chaos. Einmal bin ich auf irgendetwas getreten, vielleicht war es ein Schwamm?
In ihrem Zimmer stapelten sich Anime-Zeitschriften, Dojinshis, Fanarts und ähnliches.
Die Regale waren vollgestellt mit LDs, DVDs, CDs, Manga und Modelkits. Die Playstation lag auf dem Boden, der Videorecorder ratterte und gerade fing das Faxgerät an zu Piepen.
Midori entschuldigte sich bei uns für das Chaos, wobei es sie aber scheinbar nicht störte, und meinte, ihre Gruppe sei gerade voll mit den Vorbereitungen für ein neues Dojinshi beschäftigt, dass sie bei der nächsten Comiket vorstellen wollten.
Wir schauten den ganzen Tag Anime. Und ich muss gestehen, die Unordnung um mich herum habe ich dabei völlig vergessen.

Bald hieß es Abschiednehmen und ich fing bereits an, die ersten Pakete zu packen. Ich konnte mir gar nicht mehr vorstellen, woanders als in Japan zu leben. Nun ja, meine Eltern und meine Freunde vermisste ich schon.
Aber warum grinste Makiko die ganze Zeit schon so blöde. Ob sie sich schon darauf freute, ihr Zimmer wieder für sich alleine zu haben? Doch ich lag total daneben.

Am nächsten Morgen bestand sie darauf, dass ich mich richtig schick stylen solle. Als zwei peppige Shibuya-Girls verließen wir das Haus und fuhren zum Hibiya-Park.
Ich wusste immer noch nicht, was los war. Umso näher wir dem Park kamen, umso mehr Mädchen strömten hinzu. Eine sah schicker aus als die andere.
Und plötzlich sah ich es. Ein riesengroßes Plakat hing über einer Bühne. Ich erkannte sein Bild sofort: Shinji! „Makiko! Nun sag schon. Was ist hier los?“
Makiko grinste und erklärte mir, dass heute Shinji hierher käme, um seinen Fans die Hände zu schütteln. Ich stand da, den Mund weit offen und sah in dem Moment bestimmt absolut dämlich aus. Ich sollte wirklich Shinji, den populären Sänger zu sehen bekommen?
Wir setzten uns auf die Steintreppen und warteten.
Nach drei (!!!) Stunden Wartezeit gab es Leben auf der Bühne. Die Mädchen fingen an zu kreischen, ich fing an zu kreischen. Wen interessierten schon die Worte des Moderators?
Und da kam er. Cool wie immer, super gut aussehend wie immer. Der echte Shinji!

Es kam Bewegung in die Menge. Während sein neuester Song vom Band lief, stellten sich die Leute mit japanischer Disziplin ordentlich in einer Reihe auf. Langsam bewegte sich die Schlange vorwärts. Schon konnte ich Shinji deutlich sehen. Makiko, die vor mir war, schien ebenso aufgeregt zu sein wie ich. Auch das noch, dachte ich. Meine Hände waren vor lauter Nervosität feucht geworden. Ich kann ihm doch nicht mit diesen verschwitzten Händen entgegen treten? Keine Zeit mehr nachzudenken. Da war er. Ich reichte ihm meine Hand, die er mit beiden Händen entgegen nahm. Sein wunderbares Lächeln raubte mir den Verstand. Ich stammelte das einzige japanische Wort, das mir da noch einfiel: „Daisuki!“ und wurde schlagartig knallrot im Gesicht. War das peinlich. Doch schon wurde ich weiter geschoben. Ich sah Makiko an. Wir sprachen lange kein Wort mehr. Doch nach zehn Minuten sprudelte es nur so aus uns heraus. Wie toll er doch sei. Und überhaupt.

Ich weinte sehr, als wir uns am Flughafen umarmten. „Mata ne!“, sagte Makiko. Ich nickte nur.
„Mata ne!“, „Bis Bald!“
Ich komme bestimmt wieder.

Freitag, 2. Dezember 2011

Kazu on Tour

Donnerstag, den 1. Dezember 2011

Kazu wachte auf und war wieder mal knatschig. Ich war gerade dabei, mich anzuziehen, als er lautstark protestierte. "Mama nicht anziehen". Oh je.
"Ich muss mich doch anziehen, sonst friere ich."
Aber Erklärungen waren fehl am Platz. Ein großes Geschrei. Kazu zerrte mit ganzer Kraft an meiner Strumpfhose, die ich gerade anziehen wollte. Wahrscheinlich ist er mal wieder bockig und will aus Prinzip das nicht, was ich will, so dachte ich. Tja, diesmal lag ich falsch.
Es stellte sich heraus, dass Kazu einfach mit mir im Bett kuscheln wollte. Also krabbelten wir beide ins Bett und spielten "Teddies verstecken sich in der Höhle (--> unter der Bettdecke)". Schließlich war sein Kuschel/ Spielbedürfnis befriedigt und wir standen auf und machten uns fertig.

1. Dezember, das bedeutet: Öffnen des ersten Türchens! Fabians Eltern haben Kazu einen feinen Adventskalender geschenkt. In 24 Fächern stecken 24 Büchlein mit Bildern und einem kurzen Text passend zur Adventszeit. Natürlich hat er gleich alle Büchlein auf einmal rausgeholt. Oh, war ich froh, dass es kein Schoko-Kalender war.

Nach dem Frühstück hieß es fertigmachen und los, denn ich war heute mit meiner Freundin Josi verabredet. Kazu nahm ich in den Tragegurt huckepack. Die Fahrt verlief so gut wie reibungslos. Kazu fragte ständig: "Wo ist Josi?" ^^

Wir trafen uns vor Cake Ville, dem Cup Cake Laden.
Dort stöberten wir erst einmal. Wir alle drei versteht sich. Kazu bekam so einen rosa Einkaufskorb (hm, ich Trottel, warum habe ich davon kein Foto gemacht), und warf da einen Ausstecher nach dem anderen hinein. Nein, natürlich habe ich nicht alle gekauft. Einen durfte er haben. Und zwar den Lastwagen. Also demnächst gibt es Lastwagenkekse. ^^
Ich gönnte mir eine zweite quadratische Backform und noch paar andere Kleinigkeiten.
Kazu fand es noch ganz toll, das Rondell (heißt das so? So ein Teil zum Drehen, an dem lauter verschiedene Sachen dran hängen) zu drehen. Ich sagte sicherheitshalber zur Verkäuferin, dass sie bitte Bescheid geben möge, wenn ihr es zu viel wird. Daraufhin meinte sie nur, ach was, er sei doch ganz brav. Sie habe da schon ganz andere Kinder da gehabt. Na, das hört man doch gerne als Mutter. ^^

Anschließend ging es weiter zu Nazuna, dem japanischen "Imbiss", den ich HIER schon mal vorgestellt hatte.
Dort bestellte ich eine Schale Reis und eine Miso-Suppe und ein Beilagen-Dreierlei für Kazu und mich. Josi bestellte sich zum Beilagen-Dreierlei noch einen Tee, der sehr elegant daherkam.


Nachdem wir uns gestärkt hatten, schlug ich Josi vor, noch in die Werkstatt der Süße zu gehen, die ebenfalls in der Nähe ist. Das ist eine ganz feine Patisserie und war letztes Jahr mein Lieblingscafé.
Allerdings war ich schon ein Jahr nicht mehr da und ganz gespannt, was es so Neues dort gibt.
Wir bestellten uns beide ein Quittentörtchen mit Tonkabohnenmousse (oder so ähnlich) und ließen so unseren schönen gemeinsamen Tag ausklingen.


 Das Törtchen war wie erwartet sehr fein cremig und geschmacklich wunderbar abgestimmt. Allerdings fanden Josi und ich, dass es keine Offenbarung war. Ha, gegen meine Yuzu-Törtchen kommt es nicht an. :-P

Irgendwie fiel es uns schwer, sich zu trennen, aber irgendwann konnten wir es nicht mehr hinauszögern und ich flitzte über die Straße, während Josi in die andere Richtung zu ihrer Straßenbahn ging. Dummerweise hatte ich vergessen, Kazu auf den Abschied vorzubereiten. Er fragte ständig, wo Josi denn hin sei. Also beschlossen wir, sie anzurufen, damit er ihr per Telefon noch einmal "Bye-bye" sagen kann. Leider war nur die mailbox dran, aber wir konnten ihr zumindest ein "Hallo hallo" hinterlassen.^^

Viele schöne  Bilder vom Angebot der besuchten Läden findet ihr übrigens auf Josis Blog.
Ich kann nur sagen: Absolut sehenswert.^^

Der Tag war anstrengend und Kazu schlief prompt auf dem Heimweg auf meinem Rücken ein.
Kurz nachdem wir zu Hause waren, kam schon der Opa. Der wunderte sich, denn es war das erste Mal, dass er nicht freudig begrüßt wurde. Kazu lag auf seiner Decke und wollte partout nicht aufstehen. ^^;; Na ja, jeder ist missmutig, wenn er so verschlafen ist.
Aber bereits nach einer Viertelstunde war der Spieltrieb wieder stärker und der Opa und Kazu stürzten sich ins Spielvergnügen.

Währenddessen backte ich uns ein paar Sesam Tuiles.


Leider bekam Kazu, als es Zeit war, ins Bett zu gehen, wieder einen Wutanfall. Ich schätze mal, zu viel Aufregung und zu wenig Schlaf. Doch als ich anfing, ihm eine (frei erfundene) Gute Nacht Geschichte zu erzählen, wurde er langsam ruhig und hörte aufmerksam zu.

Schließlich schliefen wir beide ein ... wobei ich nicht sicher bin, wer von uns beiden zuerst einschlief. ^^;;

Kazu krank zu Haus

Montag, den 28. November 2011

Heute morgen ging es gleich zur Kinderärztin. Die Praxis war mal wieder voll und obwohl wir nur ein Rezept haben wollten, mussten wir sehr lange warten (knapp eine Stunde). Kazu wurde bereits unruhig, so dass ich mit einem mulmigen Gefühl ihn noch mit in den Supermarkt schleppte.
Aber manchmal muss eine Frau tun, was sie tun muss. ^_-
Dann noch schnell in die Apotheke, wo es dann leider wieder ewig dauerte. Die Frau, die uns bediente, hatte Schwierigkeiten mit unserem Rezept. Es gab da wohl irgendwelche Schwierigkeiten, weil man ja nur noch Sachen bekommt, die die Krankenkasse abgesegnet hat.
Nach etlichem Hin und Her und teilweise selber bezahlen, verließen wir die Apotheke mit einer vollen Tüte Medikamente.
Ab nach Hause Mittagessen kochen. Leider hatte ich nichts vorbereitet, so mussten Kazu und ich noch schnell Eintopf kochen.
Ich schäle die Kartoffeln, Kazu nimmt sie und lässt sie in den Topf mit kaltem Wasser plumpsen.
Dann darf er die Kartoffeln waschen, dann ich.
Nun schneide ich die Kartoffeln klein und er darf sie wieder vom Brett ins frische Wasser schubsen.
Jetzt sind die Mohrrüben dran. Schälen, schneiden übernehme ich. Kazu wollte zwar beim Schneiden mithelfen, musste aber erkennen, dass das doch etwas zu schwer für ihn war. Aber er durfte dann zusammen mit mir eine Möhre zerstückeln. Aufsetzen, zum Kochen bringen, Brühe und Kräuter dazu und zm Schluss noch Tofuwürfel und ein Schuss Rapsöl.
Wir lieben dieses einfache Essen.^^

Dienstag, den 29. November 2011

Heute war ein ruhiger Tag. Die Medizin schlug an und auch am Inhalieren hatte Kazu Spaß. Nur die Nasentropfen mochte er nicht.
Während Kazu neben mir malte, nutze ich die Zeit, um das Gyôza-Hüllen Rezept zu posten.
Da entdeckte er die Kamera, schnappte sie sich und knipste drauf los. "Mama, schau mal!"



Ich ließ ihn ein wenig gewähren (sicherte nur die Kamera vorm Herunterfallen). Die Einstellung war manuell und noch auf Kunstlicht eingestellt, aber sonst für einen 2 3/4-jährigen nicht schlecht, oder? ^_-


Als Oyatsu gab es Sweet Potatoes aus Süßkartoffeln.
Dann bereitete ich noch für den nächsten Tag ein Weißes Sesam Milch Gelee 白ごまミルクかん zu.

Mittwoch, den 30. November 2011

Heute gab es mal wieder viel Geschrei. Einmal hat Kazu sich zuviel Apfel in den Mund gestopft und wäre fast daran erstickt, weil er seinen Mundinhalt partout nicht ausspucken wollte.
Dann wollte er mir beim Tisch decken helfen und hat dabei die Misoschüssel mit der heißen Misosuppe verschüttet - teilweise auch über seinen Arm. War zum Glück nicht so schlimm. Nur viel Arbeit zum Saubermachen.

Dann wollte er mal wieder keinen Mittagsschlaf halten und ist schließlich auf dem Teppich eingeschlafen und hat im Schlafen eingepullert (tagsüber trägt er nur noch eine Stoffwindel und die fasst nicht soviel). Da habe ich ihn dann ihn die Wanne gesteckt und ihm gleich noch die Haare gewaschen. Das ist für ihn der reinste Horror.

Aber ich habe auch Gutes zu vermelden.^^
Kazu und ich haben zum ersten Mal ein Spiel nach Spielregeln gespielt. Das ist für ein kleines Kind schon eine große Leistung, Spielregeln zu akzeptieren, finde ich.
Das Spiel nennt sich "Mein Mäuschen Farbspiel" und es hat uns beiden Spaß gemacht. Allerdings war nach einer Runde seine Geduld erschöpft und er wollte (konnte?) nicht abwarten, bis ich meinen Spielzug beendet hatte.

Ach ja, mein weißes Sesam Milch Gelee fand ich viel zu fest. Ich hatte es mit japanischen Kanten (Agar.Agar-pulver) ganz nach Rezept zubereitet, aber mir gefiel das Ergebnis gar nicht. Nun ja,  dieses japanische "Kan" war noch nie so mein Fall.  HIER mal ein Bild von einem Tôfu-Kan, so habt ihr in etwa eine Vorstellung über die Festigkeit. Hmm, etwas fester als Götterspeise würde ich mal sagen. "Kan / Gelees" werden üblicherweise wie auf dem Internet-Bild in Würfel geschnitten und mit einer Sauce/ Sirup serviert. In meinem Rezept aus dem Oyatsu-Buch wird das Milch Kan einfach in einem Glas serviert. Wahrscheinlich hatte ich daher einfach eine weichere Konsistenz angenommen.


Also probierte ich es erneut. Dieses Mal mit Agartine, da die Gelierkraft von der nicht ganz so stark ist und man auch besser dosieren kann.


Seht ihr den Unterschied? Die Konsistenz gefiel mir schon besser, aber irgendwie fehlte immer noch etwas. Also werde ich das Rezept nochmals testen. Es dann ganz klasisch in Würfelform mit Soße servieren. Mal sehen, ob es mich dann zufrieden stellt. Interessant ist das Rezept allemal und vor allem gesund.^^

Während Kazu auf dem Teppich schlief, nutzte ich die Zeit für den bereits geposteten Okara-Kuchen.



Abends probierte ich dann noch ein Okara-Brötchen Rezept aus, das ich auf der Suche nach Brötchen-Rezepten bei cookpad fand, und das dort Platz 1 auf der Beliebtheitsliste für Okara-Brötchen belegt.
Klingt vielversprechend, fand ich. Aber auch das Rezept ist für frisches Okara ausgelegt.
Egal. Einfach mal ausprobieren (eigentlich ganz untypisch für mich ^^;;), dachte ich.


Die Konsistenz war ziemlich mochi-mäßig (dichte feuchte Krume). Auf dem Foto der Originalvorlage sehen die Brötchen viel fluffiger aus.
Da muss ich wohl noch experimentieren mit meinem getrockneten Okara.

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Sesam Tuile


Ich hatte noch Eiweiß über, und da habe ich heute schnell noch Sesam Tuile gebacken. Ich find die ja so lecker.
Zutaten für etwa 15 Sesam Tuile von obiger Größe:

30 g weißer Sesam
10 g schwarzer Sesam
20 g Eiweiß
2 EL Zucker (eher etwas weniger)
etwas Salz
etwas Vanille
1 EL gesiebtes Mehl (405er)
10 geschmolzene Butter

Zubereitung

Ofen auf 180°C vorheizen.
Eiweiß verrühren, Zucker, Salz, Aroma, Mehl und Butter der Reihe nach einrühren.
Zuletzt den Sesam einrühren.
Flaches Blech mit Backtrennpapier auslegen oder Blech dünn einfetten.
Auf dem Blech Masse als Kreise/Ovale von ca. 4-5 cm Durchmesser ganz dünn aufstreichen. Am besten verteilt man die Masse mit der Rückseite eines Löffels.



Auf der oberen Einschubleiste ca. 6 - 7 min backen. Die Tuile sollten eine goldbraune Farbe bekommen.
Wer mag, kann der Ästhetik wegen, den Tuiles gleich nach dem Backen durchs Andrücken auf ein Nudelholz oder ähnliches eine Wölbung verpassen. Muss aber schnell gehen, da die Tuile schnell fest werden.
Wie man auf meinem Bild sieht, habe ich es auch nicht bei allen geschafft.
Gut verschlossen aufbewahren, da sie leicht Feuchtigkeit ziehen.
Tuile werden gerne zu Eiscreme gereicht.

Im Originalrezept wird weniger Sesam und mehr als doppelt so viel Zucker verwendet. Ich habs getestet und fand, dass einem da gleich die Zähne ausfallen.
Mein zweiter Versuch nach obigem Rezept hat mir wesentlicher besser geschmeckt.
Wichtig ist, dass man die Masse wirklich dünn aufstreicht.