Sonntag, 26. Februar 2017

Baumkuchentorte


Der Baumkuchen ist eine typisch deutsche Spezialität. Das edle Gebäck besteht aus vielen dünnen Schichten, die nacheinander gebacken werden.

Die Grundrezeptur für die Baumkuchenmasse wird in den Leitsätzen für Feine Backwaren geregelt.
So muss die Masse auf 100 g Mehl und/ oder Stärke mindestens 100 g Butter und mindestens 200 g Vollei enthalten.
Mandeln, Marzipanrohmasse, Nüsse und/ oder Nougat können zugesetzt werden.
Backpulver und Emulgatoren werden nicht verwendet.
Die Butter darf nicht durch andere Fette ersetzt werden.

Seit Konditormeister Juchheim während des 1. Weltkriegs den Baumkuchen in Japan bekanntmachte, ist der Baumkuchen in Japan sehr beliebt. Es gibt sogar Läden und Cafés, die nur Baumkuchen anbieten.

In meiner Familie wird der Baumkuchen ebenfalls sehr gerne gegessen und ich habe auch schon mehrere Rezepte ausprobiert.

Das Rezept von Andersen hat uns alle überzeugt. Schön saftig und aromatisch ist seine Baumkuchentorte, die noch mit zwei Marzipanschichten angereichert wird.

Zutaten für eine Torte von 26 cm Durchmesser

Anm. Meine Torte auf dem Foto hat einen Durchmesser von 15 cm (1/3 des Rezepts)

Baumkuchenmasse
160 g Butter
9 Eigelb
Mark von 1 Vanilleschote
1/2 TL Salz
9 Eiweiß
180 g Zucker
70 g Sahne
80 g Mehl
80 g Weizenstärke

Füllung
120 g Marzipanrohmasse
8 TL Läuterzucker (von mir hinzugefügt)
4 TL Amaretto (von mir hinzugefügt)

Aprikotur
Aprikosenkonfitüre (von mir hinzugefügt)

Überzug
300 g Mandelnougat
Anm. Ich habe einen Schokoladenüberzug verwendet. Kakaofettglasuren u.ä. kommen überigens bei Baumkuchen nicht zum Einsatz.

Randgarnierung
40 g gehackte Mandeln (bei mir sind es gehobelte Mandeln)

Zubereitung

Baumkuchenmasse
Butter zerlassen.
Eigelb mit Vanillemark und Salz schaumig rühren.
Eiweiß und Zucker, den man in drei Etappen zugibt, zu cremigen Schnee schlagen.
Mehl und Weizenstärke mischen und sieben.
Die Eigelbmasse in den Eischnee melieren, dabei das Mehl-Stärke-Gemisch unterziehen.
Die flüssige, abgekühlte Butter unterziehen.
Sahne cremig aufschlagen und unterheben.

Füllung
Marzipanrohmasse mit Läuterzucker und Amaretto streichfähig rühren.

Backen
Ofengrill auf 240°C vorheizen.
Backpapier in die Springform einspannen.
Den Boden gleichmäßig mit einer dünnen Schicht (2–3 mm Dicke) der Baumkuchenmasse bedecken.
Unter dem Grill etwa 3 min backen, bis der Boden hellbraun gebacken ist.
Den gebackenen Boden mit einer weiteren dünnen Schicht an Baumkuchenmasse bedecken. Unter den Grill schieben und hell backen.

Die Hälfte der Füllung auf dem zweiten Boden verteilen.

Dann wieder eine dünne Schicht Baumkuchenmasse aufstreichen und backen.
Noch zwei weitere Schichten backen.

Die restliche Füllung aufstreichen.
Dann weitere Baumkuchenschichten backen, bis die Masse aufgebraucht ist.
Zum Schluss sollte die Torte 12 Baumkuchenschichten aufweisen.

Die Torte aus der Form schneiden, auf Backpapier oder Folie gestürzt umgekehrt auskühlen lassen.
Torte gut verpackt über Nacht ruhen lassen.

Anm. Baumkuchentorten werden meist in einer Form mit konischem Rand gebacken und daher im gestürztem Zustand ausgarniert.
Meine Torte habe ich, wie man an den Marzipanschichten gut erkennen kann, ungestürzt ausgarniert.

Am nächsten Tag die Torte aprikotieren und dann mit Schokoladenglasur überziehen.
Oder nach Andersen die Torte ohne Aprikotur mit temperiertem Nougat (ca. 22–25°C) bestreichen.
Mit Mandeln rändern.



Quelle: "Traumhafte Torten" von Adolf Andersen, Cadmos Verlag 2012

Hier KLICK geht es zu meiner Buchvorstellung von "Traumhafte Torten" und der Übersicht der Rezepte.

Übrigens:
Andersen verwendet Baumkuchenstücke in seiner Kanzleitorte


und in seiner Senatorentorte



Aus der Baumkuchenmasse kann man auch Baumkuchenspitzen herstellen (auf dem Foto seht ihr die Baumkuchenspitzen nach Siefert).
Sieferts Rezept ist sogar fast identisch mit dem von Andersen.


Und Petit Fours (auf dem Foto seht ihr die Ananasecken nach Matheis).

Freitag, 24. Februar 2017

Caracastorte


Das Rezept für diese Caracastorte stammt aus dem Buch "Traumhafte Torte" von Adolf Andersen. Die Torte besteht aus vier Caracasböden (das sind Marzipan-Krokant-Böden), die mit einer Grand-Marnier-Buttercreme zusammengesetzt werden. Die Torte wird mit Marzipan eingedeckt und nach Andersen mit einer hellen Schokoladenglasur überzogen.

Da ich das Buch durchbacke, kann ich nicht jedes Rezept posten, da ich sonst gegen das Urheberrechtsschutzgesetz verstoßen würde.

Ich habe mich daher entschieden, von den vier Torten (Sachertorte, Caracastorte, Kanzleitorte, Senatorentorte), die ich letztens getestet habe, das Rezept für die Caracastorte zu posten.
Zum einen haben mir die Caracasböden sehr gut gefallen.
Die Torte ist auch insgesamt sehr gelungen, wobei ich Andersens Buttercreme noch mit Mandelcreme (Mandelpudding) verfeinert habe, um die Creme etwas leichter zu machen.
Zum anderen ist es eine "Basistorte" (<-- mir fällt gerade kein besseres Wort ein), während die Kanzleitorte und die Senatorentorte sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammensetzen.
(Die Baumkuchentorte werde ich auch noch posten.)
Die Sachertorte ist zwar auch eine "Basistorte", aber in dem Buch gibt es vier verschiedene Versionen. Die möchte ich erst einmal alle testen. :-D

Dieser Caracasboden kommt auch in der Senatorentorte von Andersen zum Einsatz (der untere Boden).


Eine weitere Torte, für die ein Caracasboden verwendet wird, ist die Ananas-Sahnecreme-Kuppeltorte (der untere Boden). Das Rezept ist jedoch etwas anders.



Zutaten für eine Torte von 26 cm Durchmesser

Krokant
10 g Butter
1 EL Zucker
50 g gehackte Mandeln oder Haselnusskerne

Caracasböden
60 g Butter
60 g Mehl
60 g Krokant
60 g Biskuitbrösel
7 Eigelb
70 g Marzipanrohmasse
40 g Zucker
1 Prise Salz
7 Eiweiß
150 g Zucker

Buttercreme
400 g Butter, Zimmertemperatur
170 g Zucker
1 Prise Salz
Mark von 1 Vanilleschote
4 Eier
60 ml Grand Marnier

Marzipandecke
300 g Marzipan

Weiße Schokoladenglasur
120 g weiße Kuvertüre
20 g dünnflüssiger, heller Honig
70 ml Kondensmilch, Zimmertemperatur  (ich hatte eine mit 7,5% Fettgehalt)

Ausgarnierung
Buttercreme
weiße Kuvertüre oder Marzipan

Zubereitung

Krokant
In einer kleinen Pfanne Butter und Zucker erhitzen. Mandeln oder Nüsse zugeben und unter Rühren hellbraun karamellisieren.
Den Krokant auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech oder einer geölten Marmorplatte ausbreiten und auskühlen lassen.


Caracasböden
Auf die Rückseite von Backpapier vier Böden à 26 cm Durchmesser aufzeichnen.
Ofen auf 170°C O/U-Hitze vorheizen.

Butter schmelzen.
Mehl sieben. Mit dem abgekühlten Krokant und den Biskuitbröseln mischen.
Eigelb mit Marzipanrohmasse, Zucker und Salz verkneten, dann schaumig schlagen.
Eiweiß und Zucker zu cremigen Schnee aufschlagen. Den Zucker dabei in etwa drei Etappen hinzufügen.
Vom Eischnee etwa ein Drittel abnehmen und unter die Eigelbmasse rühren.
Den restlichen Eischnee mit dem Mehlgemisch dazugeben und zusammen unterheben.
Zuletzt die Butter unterziehen.

Aus der Masse vier Böden großzügig aufstreichen.
Im vorgeheizten Ofen bei 170°C O/U-Hitze ca. 12–15 min backen.

Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen, Backpapier abziehen und aus den Böden Kreise von 26 cm Durchmesser ausstechen.

Buttercreme
Butter mit 60 g Zucker, Salz und Vanillemark schaumig schlagen.
Die Eier mit dem restlichen Zucker warm schlagen, vom Wasserbad nehmen und weiter gut aufschlagen.
Etwa 1/3 der Eimasse mit der Buttermasse verrühren.
Dann den Rest der Eimasse untermelieren.
250 g der Buttercreme abnehmen und diese Menge mit dem Alkohol verrühren.
Die Grand-Marnier-Buttercreme wird zum Füllen verwendet, die restliche Buttercreme für den Einstrich und die Ausgarnierung.

Zusammenbau
Einen Boden in einen Tortenring oder in den Springformrand einlegen.
Anm.1: Man kann auch gut ohne Ring bzw. Form arbeiten.
Anm.2: Die Böden sind so saftig, dass ein Tränken nicht erforderlich ist.

Ein Drittel der Grand-Marnier-Buttercreme darauf verteilen.
Zweiten Boden auflegen, leicht andrücken.
Die Hälfte der restlichen Grand-Marnier-Buttercreme auf dem Boden verstreichen.
Dritten Boden auflegen, leicht andrücken.
Restliche Grand-Marnier-Buttercreme auf dem Boden verstreichen.
Vierten Boden auflegen, leicht andrücken.

Ggfs nun den Ring entfernen.
Die Torte mit der Buttercreme dünn einstreichen.
Anm.: Ich stelle die Torte jetzt kalt, da sie sich dann aufgrund höherer Festigkeit besser eindecken lässt.

Eindecken mit Marzipan
Marzipan auf Frischhaltefolie ca. 1 mm dick zu einer runden Fläche von etwa 33 cm Durchmesser ausrollen.
Tipp: Gegen das Festkleben hilft gesiebter Puderzucker.

Marzipandecke auf die Torte legen.


Luft ausstreichen. Die Seiten ohne Ziehen andrücken, am unteren Ende muss man das Marzipan etwas zusammendrücken, um Faltenbildung zu vermeiden.


Überschuss am unteren Rand abschneiden. Rand glätten


und eine saubere Kante ausformen.


Weiße Schokoladenglasur
Kuvertüre temperieren (auflösen bei 40–45°C, herunterkühlen auf 26°C, wieder erwärmen auf Verarbeitungstemperatur von 28°C).
Honig leicht erwärmen und mit der Kondensmilch in die Kuvertüre rühren.
Torte mit der glatt gerührten Glasur überziehen.

Ausgarnierung
Mit Buttercremerosetten und Aufleger ausgarnieren.

Anm.: Ich habe Aufleger aus Marzipan verwendet.
Dazu Marzipan ausrollen, dünn mit heißer Kakaobutter bestreichen und Kreise ausstechen.


Anm. Meine Torte hat einen Durchmesser von ca. 10 cm.


Quelle: "Traumhafte Torten" von Adolf Andersen, Cadmos Verlag 2012

Mittwoch, 22. Februar 2017

Wochenrückblick 15.2.–21.2.

Mittwoch, der 15. Februar 2017

Für das Elterncafé heute habe ich eine Tiramisu-Torte nach Andersen vorbereitet.
Die fein-cremige Torte hat allen sehr gut geschmeckt.


Das Elterncafé bietet Eltern die Möglichkeit, sich auszutauschen, Fragen zu stellen und ggfs. beantwortet zu kommen. :-P
Man erfährt jedes Mal viel über den Schulablauf, über Probleme an der Schule oder mit Lehrern.
Klatsch und Tratsch bei Kaffee und Kuchen. :-D

Donnerstag, der 16. Februar 2017

Am Samstag feiert Kazu seinen Geburtstag mit seinen Freunden nach. Für diesen Anlass hat er sich wieder die Bärchentorte gewünscht, die ich ihm bereits letztes Jahr zum Geburtstag gebacken hatte.
Heute backe ich dafür die Sacherböden.
Die größte Schwierigkeit besteht darin, nicht zu naschen. Denn es werden alle Reste gebraucht. Das ist sooo hart!


Freitag, der 17. Februar 2017

Ich begleite Kazu bis in die Schule, denn ich habe mich heute für die Lesestunde angemeldet.
Es ist mein erstes Mal und ich bin gespannt, was da auf mich zukommt.
An der Tafel stehen pärchenweise mehrere Namen. Das sind die Kinder, die heute vorlesen werden.
Das Vorlesen findet in der Schulbibliothek statt.
Ich bekomme Lesehefte für Leseanfänger in die Hand gedrückt und begebe mich damit mit dem ersten Kind in die Bibliothek. Jedes Kind soll etwa 10 min vorlesen.
Die Zeit einzuhalten ist sehr schwierig und die 10 min empfinde ich als viel zu kurz.
Nach den ersten zwei Erstklässlern sind Kazu und sein Freund dran, was wohl Zufall ist.
Da sie unschlüssig sind, welches Buch aus der Bibliothek sie lesen wollen, drücke ich ihnen kurzerhand "Pan Tau" in die Hand.
Dann müssen alle Kinder zum Morgenkreis und anschließend geht es zum Frühstücken. Ich habe derweil Pause und entscheide mich zu warten und selbst derweil etwas zu lesen.
Die Kinder kommen vom Frühstück zurück und zwei weitere Pärchen lesen vor, bis es wieder Zeit für die Hofpause ist und Feierabend für mich.
Mein Fazit: Die Kinder sind mit Freude dabei und wollen mit Vorlesen gar nicht aufhören.
Ich fand es interessant zu erfahren, wie unterschiedlich das Lesevermögen der Kinder ist.
Aber es war auch interessant, auf diese Weise einen kleinen Einblick in den Schulalltag zu bekommen. Leider empfand ich diesen Einblick eher negativ, denn alles wirkte so unruhig auch durch die vielen Unterbrechungen.
Um Elternstunden zu sammeln, ist die Lesestunde (es waren 2,5 h) aber eine schöne Sache. Besser als putzen. :-P

Zu Hause geht es weiter mit der Bärchentorte.
Einstreichen und bekrümeln.



Samstag, der 18. Februar 2017

Und fertig ausgarnieren:


Nach dem Mittagessen wird Kazus Freund M. vorbeigebracht, der heute bei uns übernachten wird.
Zusammen gehen wir zum Bahnhof, wo wir die restlichen vier Kinder in Empfang nehmen.
Wir fahren gemeinsam ins Kino, um uns Lego Batman anzuschauen. Es gab viel Kindergelächter zu hören und auch unsere Kindergeburtstagsrunde fand den Film super lustig.
Mich hat der Film nicht ganz so überzeugt, auch wenn viele Anspielungen und Szenen wirklich gut waren. Den "The Lego Movie" fand ich dagegen große Klasse. Der Lego Batman aber war mir zu albern und auch zu überladen. Trotzdem ein "must see" für einen DC-Comic Fan. :-D

Nach dem Kino gab es bei uns zu Hause dann die Bärchentorte, Brezeln und Obst. :-)

Sonntag, der 19. Februar 2017

Die Bärchentorte ist aufgefuttert und ich backe uns mit dem restlichen Mascarpone, den ich für die Tiramisu-Torte besorgt hatte, eine Zebra-Topfentorte nach einem Rezept von Eveline Wild (nur mit etwa halb so viel Zucker). Leider sind die Streifen nicht sehr ausgeprägt und ich verspüre das dringende Verlangen, gleich einen neuen Versuch zu starten. Doch der Mascarpone ist nun aufgebraucht. Nun ja, bei der nächsten Gelegenheit vielleicht. Denn geschmeckt hat die Topfentorte sehr gut.


Montag, der 20. Februar 2017

Der Vorteil, wenn man solch kleine Torten (Törtchen) bäckt, ist, dass sie schnell aufgegessen sind und man wieder etwas Neues backen kann. :-D

Und da ich noch Boskop-Äpfel da habe, nehme ich heute die "Gebackene Florentiner Apfeltorte" von Andersen in Angriff. Auf die süße, ungebackene Baiserschicht verzichte ich jedoch. Die Torte schmeckt auch ohne ganz wunderbar. Nicht einmal die Rosinen stören.


Die halbe Torte (Durchmesser 12 cm) schenke ich mit den besten Genesungswünschen einer Freundin, die sich an den Augen verletzt hat.
Den Rest naschen mein Mann und ich auf. Wir lieben beide Apfelkuchen. Sorry, Kazu. Du darfst beim nächsten Mal probieren. Denn diese Torte backe ich sicher bald wieder. :-)

Dienstag, der 21. Februar 2017

Heute gab es einen Vorfall, der mein Selbstwertgefühl stark erschüttert hat.
Die Psychotherapie damals hat zwar sehr geholfen, aber der Vorfall hat mir deutlich gemacht, wie sensibel ich doch bei gewissen Themen bin. Und es ist erschreckend, welch starke negative Gefühle daraus entstehen können.
Es war schwer, dieser Gefühle Herr zu werden. Doch meine beiden Männer waren so lieb und verständnisvoll, dass ich mich wieder fangen konnte.

Zuerst hatte ich es mit Backen versucht, aber das hat nicht so gut geklappt. (Wenn ich in negativer Stimmung backe, wirkt sich das auch negativ aufs Backergebnis aus. :-( )
Darüber reden ist doch immer die beste Lösung.

Ein Fall für den Psychologen? Gut möglich, aber ich bin nicht mehr in Therapie. Vielleicht hilft ja auch ein gutes Gespräch mit einer Freundin.

Was macht ihr, wenn ihr euch voll negativ geladen fühlt? So dass ihr euch selbst nicht mehr leiden könnt. (Falls ihr das Gefühl kennt.)

Sonntag, 19. Februar 2017

Schwäbische Apfeltorte


Die Schwäbische Apfeltorte setzt sich zusammen aus einem Buttermürbeteig, einem Wiener Boden, Grießcreme, Sahnecreme und Äpfeln.

Das Zusammenspiel aller Komponenten sorgt für einen schönen runden Geschmack und ehe man sich versieht, hat man die Gabel schon wieder in sein Tortenstück versenkt.

Viele Kinder (so auch mein Sohn) mögen jedoch keine gehobelten Mandeln, weswegen ich die Torte beim zweiten mal nur aprikotiert habe.

Das Rezept stammt aus dem Buch "Traumhafte Torten" von Adolf Andersen (HIER geht es zur Buchvorstellung). Jedoch fand ich das Rezept ausnahmsweise nicht ganz stimmig, weswegen ich es leicht abgeändert vorstellen werde.

Zutaten für eine Springform von 26 cm Durchmesser

Buttermürbeteig
175 g Butter
75 g Puderzucker
1 Prise Salz
Mark von 1/2 Vanilleschote
2 Eigelb
230 g Mehl Type 550 oder 1050

Wiener Boden
25 g Butter
50 g Mehl Type 550 oder 405
55 g Weizenstärke
2 Eier
90 g Zucker
1 kleine Prise Salz

Grießcreme
140 ml Milch
25 g Zucker
abgeriebene Schale von 1/2 unbehandelten Zitrone
26 g Weizengrieß
20 g Eigelb
1 Prise Salz

Belag
1,2 kg Boskop Äpfel
40 g Zucker (Menge kann nach Belieben geändert werden)
1 TL Zimt  (Menge kann nach Belieben geändert werden)

Sahnecreme
3 Blatt Gelatine
250 g Sahne
20 g Weizenstärke
45 g Zucker
Mark von 1/2 Vanilleschote
2 Eigelb
1 Prise Salz

Ausgarnierung
Aprikosenkonfitüre (etwa 3 EL)
geröstete, gehobelte Mandeln
Hagelzucker

Zubereitung

Buttermürbeteig anwirken
Mehl in eine Schüssel sieben.
Kalte Butter in kleinen Würfeln dazugeben und mit dem Mehl zu einer sandigen Masse verreiben.
Puderzucker, Salz, Vanillemark und Eigelb miteinander verrühren, dazugeben und alles miteinander zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zu einem Quader formen, in Folie wickeln und im Kühlschrank 2 h oder über Nacht ruhen lassen.

Wiener Boden
Boden einer Springform mit Backpapier auslegen.
Der Rand braucht nicht ausgelegt oder gefettet zu werden.
Ofen auf 170°C O/U-Hitze vorheizen.
Butter schmelzen.
Mehl und Weizenstärkepuder mischen und sieben.
Eier mit Zucker und Salz in einem Wasserbad aufschlagen, bis die Masse etwa 38°C erreicht. Schüssel aus dem Wasserbad nehmen und weiter schaumig aufschlagen, bis die Masse deutlich an Volumen zugenommen hat und beim Herausnehmen des Quirls die Masse dick-sämig hinunterfließt.
Das Mehl-Stärke-Gemisch untermelieren.
Flüssige Butter am Rand hinzufügen und unterziehen.
Masse in die Springform füllen. Einmal leicht mit der Form auf die Arbeitsfläche klopfen, um größere Luftlöcher zu entfernen.
Im vorgeheizten Ofen bei 170°C O/U-Hitze ca. 25–30 min backen.
Der Kuchen ist fertig, wenn sich die Oberfläche elastisch anfühlt (bei Druck zurückfedert).
Ggfs. Stäbchenprobe.

Den Boden auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.
Wird der Boden erst am nächsten Tag weiterverarbeitet, kann man ihn luftdicht verpackt bei Zimmertemperatur problemlos lagern.


Vom Wiener Boden einen Deckel abschneiden, so dass man einen ca. 1,5 cm dicken Boden erhält.
Der Deckel wird nicht weiter benötigt.

Form auslegen
Springform mit Backpapier auslegen.
Mürbeteig 4–5 mm dick ausrollen und mit dem Springformrand einen Boden ausstechen.
Den Boden in die Form legen und stippen (mit einer Gabel Löcher einstechen).

Den restlichen Teig zu einer Rolle formen, diese zu einem ca. 5 cm hohen Rand ausrollen und in die Form stellen.

Den Wiener Boden auf den Mürbteigboden legen. Gegebenenfalls den Wiener Boden zurechtschneiden.

Grießcreme
Alle Zutaten in einen kleinen Topf geben und unter ständigem Rühren zum Kochen bringen. Einmal kurz aufkochen lassen, dann vom Herd nehmen.
Die heiße Creme auf den Wiener Boden geben und gleichmäßig verstreichen.

Belag
Äpfel schälen, vierteln und entkernen. Mit der Wölbung nach oben dicht an dicht auf die Grießcreme setzen.
Mit Zimtzucker bestreuen.


Sahnecreme
Blattgelatine in reichlich Wasser ca. 10 min einweichen.
Sahne mit den übrigen Zutaten unter ständigem Rühren erhitzen, bis die Creme bindet.
Gelatine gut ausdrücken und in der heißen Creme auflösen.
Die Creme über die Äpfel geben und alle Zwischenräume füllen.
Zum Schluss sollten die Äpfel noch ein wenig herausragen.

Backen
Im vorgeheizten Ofen bei 170°C O/U-Hitze ca. 45 min backen.
Die Torte in der Form auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Ausgarnieren
Torte aprikotieren und mit Mandelblättchen und Hagelzucker bestreuen.


Torte aus der Form lösen und servieren.




Quelle: "Traumhafte Torten" von Adolf Andersen, Cadmos Verlag 2012

Donnerstag, 16. Februar 2017

"Traumhafte Torten" von Adolf Andersen


Der Titel hält, was er verspricht. Adolf Andersens Torten sind wirklich große klasse. Das Buch hat bisher meine Erwartungen erfüllt und enthält Rezepte von deutscher Konditorenkunst auf hohem Niveau.

Mir gefällt auch die Einstellung des Konditors. So kann man auf der Umschlagseite lesen:
"Selbstverständlich ist das Rezept wichtig. Doch nur bei exzellenter Qualität der Zutaten kann eine Torte entstehen, die den Gaumen entzückt." Adolf Andersen

Nach einer Doppelseite mit Begriffserklärungen beginnt der Rezeptteil, der sich in folgende Kapitel gliedert:
Sahnetorten, Obsttorten, Cremetorten, Gebackene Torten, Eistorten.

Wie in einer Konditorei üblich, verwendet man bestimmte Grundrezepturen (wie z.B. für Mürbeteig oder Wiener Boden) für mehrere Torten.

Hier der Überblick.

SAHNETORTEN

Lübecker Nuss-Sahnetorte
Buttermürbeteig, Wiener Boden, Nusssahne

Schwarzwälder Kirschtorte
Buttermürbeteig, Wiener Schokoladenboden, Kirschwassersahne, Schoko-Kirschwassersahne

Käsesahnetorte
Buttermürbeteig, Wiener Boden, Käsesahne, Baiser

Französische Walnusstorte
Walnussboden, Vollmilch-Schokoladensahne

Schöppenstedter Sahnetorte
Buttermürbeteig, Schöppenstedter Boden, Vanillecreme (Version 1), Schokocreme, Schöppenstedter Sahne

Mousse au Chocolat Torte
Schokoladenboden, Dunkle Schokoladensahne

Himbeersahnetorte
Buttermürbeteig, Wiener Boden, Himbeersahne

Zitronensahnetorte
Buttermürbeteig, Wiener Boden, Baiser, Zitronensahne












Birnen-Riesling-Torte
Buttermürbeteig, Wiener Boden, Rieslingsahne











Jamaika-Sahnetorte
Buttermürbeteig, Wiener Schokoladenboden, Jamaikasahne, Birnen

Papagena-Sahnetorte
Marzipanboden, Mandel-Baiser, Canache, Sahne











Erdbeer-Orangen-Torte
Buttermürbeteig, Marzipan-Walnussboden, Bayerische Erdbeercreme

Erdbeersahnetorte
Buttermürbeteig, Wiener Boden, Erdbeersahne

Friesentorte
Blätterteig, Sahne, Pflaumenmus

 die vordere Hälfte









Tiramisu-Torte
Mandelbiskuit, Mascarponesahne











OBSTTORTEN

Gemischte Obsttorte
Buttermürbeteig, Wiener Boden, Vanillecreme (Version 2), Obst












Omelett-Torte
Biskuit, Sahnecreme (ohne Backen), Beeren

Kirschtorte
Buttermürbeteig, Wiener Boden, Vanillecreme (Version 3), Sauerkirschen

Schwäbische Apfeltorte
Buttermürbeteig (Version 2), Wiener Boden, Grießcreme, Sahnecreme (zum Mitbacken), Äpfel












Preiselbeer-Vanillesahne-Torte
Buttermürbeteig, Wiener Boden, Vanillesahne (Version 1), Preiselbeeren

Holländische Kirschtorte
Blätterteig, Sahne, Kirschkompott











Himbeertorte
Buttermürbeteig, Wiener Boden, Vanillecreme (Version 2), Himbeeren

Erdbeertorte
Buttermürbeteig, Wiener Boden, Vanillecreme (Version 2), Erdbeeren

Joghurt-Obst-Torte
Buttermürbeteig, Wiener Boden, Joghurtsahne, Obst

Rhabarbersahnetorte
Walnussboden, Rhabarberkompott, Vanillesahne (Version 2)

CREMETORTEN

Maharanitorte
Sacherboden Version 1, Trüffelmasse, Buttercreme

Caracastorte
Caracasboden, Grand-Marnier-Buttercreme (mit Ei)











Senatorentorte
Sacherboden Version 2, Caracasboden, Baumkuchen, Canache mit Zitronensaft











Kanzleitorte
Mandelbiskuit, Baumkuchen, Buttercreme (mit Ei)











Mignontorte
Mignonboden, Zitronenbuttercreme (mit Ei)

Montegotorte
Montego-Eiweißböden, Schokoladenbuttercreme

Panamatorte
Panamaböden, Kaffee-Buttercreme

Pariser Torte
Wiener Mandel-Schokoladenboden, Vollmilch-Canache

Weincremetorte
Mandelbiskuit, Rieslingcreme












GEBACKENE TORTEN

Baumkuchentorte
Baumkuchenmasse











Sachertorte, Version 1
Sacherboden Version 1, Johannisbeerkonfitüre, Schokoladenbuttercreme

Sachertorte, Version 2
Sacherboden Version 2











Sachertorte, Version 3
Sacherboden Version 3

Sachertorte, Version 4
Sacherboden Version 4, Aprikosenkonfitüre

Spanische Vanilletorte
Marzipan-Sandmasse

Die obere Torte.









Zimt-Mandel-Torte
Sandmasse mit Biskuitbröseln
Dieser Kuchen konnte uns nicht überzeugen.

Mohntorte
Buttermürbeteig, Mohnmasse, Streusel

Gebackene Käsetorte
Buttermürbeteig (Version 3), Käsemasse

Gebackene Florentiner Apfeltorte
Buttermürbeteig (Version 4), Marzipanmasse, Apfelfülle, Baiser

ohne Baiserschicht









Herrentorte
Genfer Boden (Version 1), Canachefüllung

Indische Ingwertorte
Marzipan-Kakao-Sandmasse











Spanische Mandeltorte
Buttermürbeteig (Version 4), Mandelmasse

Kokosblütenzucker verwendet, daher so dunkel









EISTORTEN

Fürst-Pückler-Eistorte
Genfer Boden (Version 2), Erdbeer-, Vanille-, Schokoladensahne



















Grand-Marnier-Eistorte
Genfer Boden (Version 3), Grand-Marnier-Soufflémasse, Baiser

Schneemus-Eistorte
Genfer Boden (Version 2), Makronen- und Himbeersahne




















Das Buch ist 2012 erschienen im Cadmos Verlag, Schwarzenbeck