Donnerstag, 31. März 2016

Matcha Kasutera (Matcha Castella) 抹茶カステラ



Die Wurzeln des Castella (カステラ Kasutera) liegen in Portugal. Doch mittlerweile gilt er als typisch japanischer Kuchen und es gibt etliche Rezepte dazu.
Charakteristisch für ihn ist die Beigabe von Honig. Und diese Version ist noch zusätzlich mit Matcha aromatisiert.

Ich habe diesen Kasutera für meine Matchaverkostung am 20. März 2016 mit drei verschiedenen Matcha gebacken.
Die linke Reihe ist mit Matcha Kiyomidori von Marukyu-Koyamaen zubereitet worden.
Die mittlere Reihe ist mit Matcha Suisen Q2 von Marukyu-Koyamaen zubereitet worden (mein bevorzugter Matcha zum Backen).
Die rechte Reihe ist mit Bio Matcha Magic Gourmet zubereitet worden.

Zutaten für eine eckige Form von 15 cm x 15 cm x 5 cm Höhe

3 Eier
100 g Kibizatôu/ Light Brown Sugar/ fein gemahlener Rohrohrzucker
1 EL Honig
1 EL Reissirup/ Glucosesirup
70 g Mehl Type 405
9 g Matcha

Zucker für den Boden

Vorbereitung

Eier Zimmertemperatur nehmen lassen.
Die Backform mit Backpapier ausschlagen und den Boden dünn mit Zucker bestreuen.
Den Ofen auf 180°C O/U-Hitze vorheizen.
Mehl mit Matcha mischen und zweimal sieben.

Zubereitung

Eier in eine Schüssel geben und verquirlen.
Zucker, Honig und Sirup hinzufügen und mit dem Mixer kräftig aufschlagen, bis die Masse hell und sämig ist.
Mehl-Matcha-Gemisch auf die Masse sieben und mit dem Spatel einrühren.
Den Teig in die Form gießen und im vorgeheizten Ofen bei 180°C O/U-Hitze 10 min backen, dann die Temperatur auf 160°C O/U-Hitze senken und weitere 30 min backen.

Ein Stück Backpapier auf die Oberfläche legen, den Kuchen stürzen, die Form entfernen und den Kuchen verkehrtherum abkühlen lassen. Dann gut verpackt eine Nacht ruhen lassen.

Quelle: "Matcha no okashi 抹茶のお菓子" (Süßspeisen mit Matcha) von Akiko Sakata, 2008


Freitag, 25. März 2016

Wochenrückblick 20.03.2016, Matchaverkostung



Sonntag, der 20. März 2016, Frühlingsanfang

Früh aufstehen, einmal durch die Wohnung wirbeln und die restlichen Vorbereitungen für die heute stattfindende Matchaverkostung treffen.

Ui, ist das aufregend. Mein größtes Problem ist, wie stelle ich die Verkostung am besten an. Wie serviere ich das Gebäck? Und worauf? Servierteller, das ganze japanische Geschirr, Untersetzer, Schalen etc, all das befindet sich noch in Kisten. Bisher haben wir nur das Standard-Alltagsgeschirr ausgepackt.
Ich hole die Kiste mit den Teeschalen aus dem Keller. So habe ich wenigstens ordentliche Teeschalen. Alles andere muss irgendwie so gehen. Positiv denken. Wird schon. ^^;;

Nach und nach treffen die Teilnehmer ein.
Dabei sind Danii vom Blog "Lecker Bentos und mehr" aus Jena, ein Pärchen aus Chemnitz (Blogleser ohne Blog) und Token vom Blog "Bento Lunch Blog" aus Nürnberg mit Freund.
Also alles Nicht-Berliner. Und wir stellen fest, dass wir alle das Nekobento-Forum kennen, in dem ich 2011 mal aktiv war. Perfect match. :-)

Jeder der Teilnehmer hat Matcha mitgebracht, so dass wir elf Matcha zum Verkosten dahaben.
Dazu serviere ich noch allerlei zum Knabbern und Probieren.

Für jeden gibt es einen Teller mit einem Stücken Matcha Chiffon Cake (nach einem Rezept des Cafés Zelkova),


einem Stück Matcha Langue de Chat,


einem Stück gefüllte Matcha-Schoko-Waffel ähnlich KitKat,


einem Matcha Plätzchen aus Zigarrenmasse (die leider nicht ganz so knusprig zart geworden sind, wie sie es eigentlich hätten sein sollen, sorry Leute),


einem Matcha Kinako Mochi (Reisgebäck mit Kinako und Matcha),


und Matcha Mouth Melting Chocolate.


Die gekauften Matcha Süßigkeiten hat mir meine Mutter aus Japan mitgebracht und ich habe beschlossen, meinen Gästen davon etwas abzugeben. Es heißt nicht umsonst "Geben ist seliger denn Nehmen". :-)


Die Matcha Kasutera (Castella) serviere ich extra, damit man besser den farblichen Vergleich der verschiedenen Backmatcha hat.
Die linke Reihe ist mit Matcha Kiyomidori von Marukyu-Koyamaen zubereitet worden. Dieser Matcha zeichnet sich durch ein besonders kräftiges Hellgrün aus.
Die mittlere Reihe ist mit Matcha Suisen Q2 von Marukyu-Koyamaen zubereitet worden. Dieser Matcha hat ein schönes kräftiges Grün und einen schönen Geschmack und ist mein bislang bevorzugter Matcha zum Backen.
Die rechte Reihe ist mit Bio Matcha Magic Gourmet zubereitet worden. Der Matcha ist nicht ganz so kräftig grün und geschmacklich auch etwas herber. Ist aber dennoch ein schöner Matcha zum Backen.


Hier noch einmal die Matcha-Mehlmischungen. Links oben der Magic Gourmet, rechts oben der Kiyomidori und unten der Suisen.


Um den Gaumen auf die Matchaverkostung vorzubereiten, beginnen wir mit einem Schälchen Bancha Kagoshima Organic vom Online Shop Sunday Natural.

Anschließend wollte ich noch einen Sencha servieren, um die Geschmacksknospen vorzubereiten, aber da alle Teilnehmer bereits erfahrene Matcha Trinker sind, beschließen wir, gleich mit der Verkostung zu beginnen.

Vorher noch ein wenig Theorie.

Matcha ist gemahlener grüner Tee. Jedoch ist der Begriff "Matcha" nicht geschützt und daher kommt es vor, dass einfache Grünteepulver als Matcha verkauft werden, was bei vielen für Enttäuschung sorgt, wenn sie sich eine billige Qualität kaufen und diese probieren.

Der richtig edle Matcha wird auch hochwertigsten Teeblättern (Tencha) erzeugt, für deren Anbau spezielle Bedingungen notwendig sind, was Wasser, Erde und Temperaturen angeht.
Es gibt nur wenige Regionen, die ein für den Tencha-Anbau günstiges Klima bieten. Dazu kommt, dass für die komplizierte Herstellung besonderes Wissen erforderlich ist, was bewirkt, dass Matcha etwas ganz besonderes ist.

Die Herstellung für Matcha ist sehr aufwändig. Nicht nur, dass es ganz bestimmte klimatische Bedingungen für den Anbau bedarf, die Teeblätter werden auch i.d.R. vier Wochen vor der Ernte beschattet (nur noch etwa 10% der Sonneneinstrahlung wird durchgelassen), so dass sie besonders viel Chlorophyll produzieren. Der Gehalt an Aminosäuren, an Katechin und Antioxidantien steigt an und der Tee schmeckt durch die Beschattung besonders mild.
Die Ernte erfolgt per Hand und es werden nur die obersten, zarten Blätter verwendet. Diese werden dann gedämpft (das stoppt die Fermentation), mit den Händen durchgeschüttelt, getrocknet, die Blätter werden von Rippen und Stengeln befreit und schließlich in Granitsteinmühlen ganz fein gemahlen. Für 30 g dauert der Mahlvorgang etwa eine Stunde. Das entstehende Matcha-Pulver ist 10x feiner als Mehl.

Da das Pulver, so wie es ist, mit Wasser aufgegossen wird, nimmt man das gesamte Teeblatt mit allen Inhaltsstoffen zu sich, im Gegensatz zu aufgegossenen Teeblättern, die man nach dem Aufguss entsorgt.

Das Matchapulver ist sehr anfällig für Licht, Feuchtigkeit, Hitze, Gerüche und Luft, weswegen man es gut verschlossen im Kühlschrank lagern sollte.


Bevor man die gekühlte Dose öffnet, sollte man diese einige Minuten bei Zimmertemperatur stehen lassen, damit die Temperaturen sich angleichen können, sonst staubt der gekühlte Tee beim Öffnen und zieht Luftfeuchtigkeit.

Es wird empfohlen, dass man eine geöffnete Packung innerhalb eines Monats aufbraucht.
Er wird jedoch bei längerer Lagerung keineswegs schlecht, verliert eben nur an Aroma. Wobei ich finde, dass vor allem hochwertige Matcha auch nach ein paar Monaten immer noch ganz wunderbar schmecken.

Matcha macht etwa 1% der Grüntee-Produktion in Japan aus.
Doch nicht nur in Japan wird Matcha hergestellt. Auch in China gibt es mittlerweile Anbaugebiete.

Das Grünteepulver der Marke "matcha 108" z.B. stammt aus China. Ich habe mal einen Matcha von denen gewonnen, daher stand dieser der Verkostung zur Verfügung (nicht auf dem obigen Foto dabei).
Der Matcha hat eine olivgrüne Farbe (vorne links auf dem unteren Bild) und hat mir gar nicht geschmeckt, weswegen ich bei der Verkostung den anderen riet, die Finger davon zu lassen und wir ihn daher auch nicht probiert haben.


Da uns auch vom Verkosten des Matcha abgeraten wird, der sich auf dem unteren Bild oben links befindet, bleiben uns noch neun weitere Matcha zum Verkosten übrig. Und ich nehme das mal vorneweg, wir haben alle neun probiert. :-)

Den Schmiertest, bei dem man das Pulver auf einem weißen Blatt Papier verschmiert, um  Farbe, Körnigkeit und Fingergefühl zu testen, haben wir nicht vorgenommen.


Zur Verfügung stehen (obere Reihe von links nach rechts, dann untere Reihe von links nach rechts):

Der nicht getestete Matcha.
Ceremonial Matcha Hikari von Aiya
Matcha Grüntee Pur von Bünting Tee
Ein Uji Matcha (Firma weiß ich nicht)
Aoarashi von Marukyu-Koyamaen
silver level von imogti
Bio Matcha Silk Supreme von Teelirium
Shingetsu von Sunday Natural
Supreme von Keiko
Shôhaku (ceremonial grade) von Marukyu-Koyamaen

Wir starten mit den unteren Qualitäten. (Wobei ich mir die genaue Reihenfolge nicht notiert habe.)

Die Matcha habe ich wie folgt zubereitet.
In einer vorgewärmten Schale habe ich genau 2,4 g Matcha abgewogen und dann genau 120 ml heißes Wasser von 80°C eingefüllt und den Matcha aufgeschlagen.
Dadurch wurde sichergestellt, dass jeder Matcha gleich zubereitet wurde. Der fertige Matcha wurde dann auf sechs kleine Tassen verteilt.

Bei der nächsten Verkostung werde ich die zu verkostende Menge pro Person jedoch erhöhen, weil ich sie zu wenig fand. Auch wenn die Teilnehmer sagten, die Menge sei okay.

Ich bin erstaunt, wie unterschiedlich doch die verschiedenen Matcha schmecken.
Wobei der Aoarashi von Marukyu-Koyamaen mit seinem kräftigen, aber nicht bitteren Aroma besonders überzeugt.
Ich bin eh schon ein Fan von dem Aoarashi, aber auch die anderen kann er überzeugen.

Der Bünting Matcha hat eine einfache Qualität. Nichts für Kenner, aber durchaus kein Fehlgriff für Einsteiger, das er sehr gefällig ist.

Während der ersten Verkostungsrunde haben wir die eingangs aufgeführten Süßigkeiten dazu genascht.

Zeit für eine Pause. Ich serviere Mittagessen.
Es gibt Salat mit zwei Dressings. Einmal das Möhrendressing und einmal das Miso-Sesam-Dressing.


Dazu Reis mit Furikake (ohne Geschmacksverstärker).
Und Brötchen, die Danii uns liebenswerterweise mitgebracht hat. Danke schön.^^


Nach dem Essen geht es weiter mit der Verkostung. Denn nach dem Essen tut eine Schale Matcha besonders gut.^^

Wir testen nun die gesponserten Matcha.
Die Firma Sunday Natural war so lieb und hat uns ihren Matcha Shingetsu Bio zur Verfügung gestellt. Vielen Dank hierfür.


Der Matcha hat ein schönes leuchtendes Grün, eine seidige Textur und riecht sehr angenehm.



Er schmeckt sehr mild und fein. Wir fanden jedoch, dass er zu wenig Körper hat. Nichtsdestotrotz ein sehr schöner Genuss.

Als nächstes testen wir den Shôhaku, der uns vom Online Shop "Grüner Tee von Marukyu-Koyamaen" für die Verkostung zur Verfügung gestellt wurde. Ebenfalls vielen Dank.
Der Shohaku ist ein Matcha, der u.a. von Teeschulen für die japanische Teezeremonie verwendet wird.


Auch dieser Matcha hat ein schönes leuchtendes Grün, eine seidige Textur und riecht sehr angenehm.



Dieser Matcha schmeckt sehr mild und gleichzeitig sehr aromatisch. Von allen gekosteten Matchasorten (auch von den anschließend noch getesteten) kann dieser am meisten überzeugen.

Gespannt bin ich auf den Ceremonial Matcha Hikari von Aiya. Auch sehr gut, aber meine bevorzugte Marke stürzt er nicht vom Thron. :-P

Ebenfalls mild und sehr gut ist der Bio Matcha Silk Supreme von Teelirium, den ich persönlich schon zu schätzen gelernt habe.
Auch gut ist der silver level von imogti. Er gehört jedoch eher zu den unteren Qualitäten. Ein schöner Alltags-Matcha.
Den Supreme von Keiko finden wir etwas ausgefallen. Vielleicht liegt es daran, dass er schon überlagert war. Er geht ins Bräunliche und ihm fehlt der typische Matcha-Geschmack. Er ist jedoch keineswegs bitter.

Als Beigabe zur Verkostung serviere ich nun die cremigen Matcha-Speisen.
Zum einen gibt es verschiedene Matcha Purin.

Matcha Purin mit Sojamilch und dem Matcha Suisen,
Matcha Purin mit Sojamilch und dem Matcha Kiyomidori.
Matcha Purin mit Sojamilch und dem  Bio Matcha Magic Gourmet
Matcha Purin mit Reismilch und dem Matcha Suisen.


Die Vorlieben verteilen sich.

Nun dürfen die Teilnehmer meine Matchacremetorte verkosten.



Was soll ich sagen? Ich sehe verzückte Gesichter. :-)

Und da aller guten Dinge drei sind, gibt es auch noch ein Matcha Tiramisu. Ganz japanisch mit Honey Castella anstatt mit Löffelbiskuits.


Zum Schluss der Verkostung kann sich jeder noch einen Matcha wünschen. Zwei wünschen sich, noch einmal den Shôhaku zu testen.

Ich denke, es war eine gelungene Verkostung und wir hatten viel Spaß, denn wir haben kein Ende gefunden. :-P
Begonnen haben wir um kurz nach 10:00 Uhr und gegen 18:00 Uhr etwa verabschiedeten sich die ersten.

Vielen Dank für Eure Teilnahme. Es hat mir sehr viel Freude bereitet. Und es war toll, so viele verschiedene Matcha testen zu können. Wann hat man schon mal so eine Gelegenheit.
Ich fand es großartig.
Ich danke euch!

Nun bin ich gespannt auf die nächste Verkostung am 2. April 2016 um 14:00 Uhr und mache schon Pläne, was ich denn servieren werde.^^

Ach ja, mein Sohn war bei der Verkostung anwesend und hat sich super brav verhalten. Auch dir ein dickes Danke schön! <3

Mittwoch, 23. März 2016

Wochenrückblick 10.3.–19.3.

Donnerstag, der 10. März 2016

Kazu geht es wieder gut und meine Halsschmerzen sind glücklicherweise auch weg.
Guter Dinge bereite ich mir eine Matcha Mousse zu und backe Oat Meal Cookies, um vor dem Posten des Rezepts noch einmal die Mengen zu verifizieren.


Dann entstehen noch Graham Crackers. Dieses Mal die zweite Variante.
Knabber, knabber ... Stopp! Die sind doch für den Käsekuchen! :-P


Und weil es für Hefegebäck schon zu spät ist, backe ich für Kazu noch Apfelmus-Minimuffins.


Die nehme ich dann mit zum Judo.
Fast zwei Jahre ist Kazu nun schon dabei. Seine erste Jacke ist ihm zu klein geworden, so dass ich ihm eine neue bestellt habe, die er heute zum ersten Mal anziehen darf. Die alte spende ich dem Verein.
Es ist schon spannend zu sehen, wie die Kinder alle gewachsen sind. Aber nicht nur die Kinder. Auch die Trainer (zwischen 16 und 18 Jahre) sind reifer geworden. *g*

Freitag, der 11. März 2016

Schule für Kazu, Post schreiben (u.a. versteht sich :-P) für mich.
Ich backe Käsekuchen, genauer gesagt eine Version des Baked Cheesecake (den Creamy, wobei ich statt Schlagsahne saure Sahne nehme). (kein Foto)

Samstag, der 12. März 2016

Heute fahren Kazu und ich erneut zu Babasan. Sie hat inzwischen die Koffer und Pakete ausgepackt und möchte meiner Schwester und mir die restlichen Mitbringsel überreichen.
Da in der Wochenmitte ein Paket aus Japan bei mir eingetroffen ist (das für sie bestimmt ist), bin ich wieder mal am Schleppen. :-P

Meine Schwester ist bereits mit ihrem Sohn da und auch heute werden wir reichlich beschenkt. Hauptsächlich Knabbersachen. Mmh. :-)

Sonntag, der 13. März 2016

Ein gemütlicher Familiensonntag.
Zum Frühstück habe ich uns Roll Pan gebacken. (kein Foto)

Montag, der 14. März 2016

Aus dem Buch "Naturküche" teste ich die Mango-Mascarpone-Torte.
Ganz okay, der Boden ist etwas trocken, die Creme ist mir zu mächtig. Abgehakt. :-P


Nachmittags kommt Kazus Freund Mitja mit zu uns und die beiden Kinder verziehen sich in Kazus Zimmer.

Bei japanischen Kindern ist Curry Bread (Karê Pan) sehr beliebt. Ich habe sicherheitshalber die Currynote abgeschwächt und fand die Hackfleischmischung sehr lecker. Das wird den Kindern sicher gut schmecken. Dachte ich. Falsch gedacht.

Mitja verweigert das Essen. "Ich mag kein Hackfleisch", meint er. Ich serviere ihm Reis.
Kazu isst erst begeistert, aber als er merkt, dass Mitja gar nichts davon isst, mag er plötzlich auch nicht mehr.
Oh je.
Ich schicke Mitjas Mutter eine Nachricht, dass sie sich darauf einstellen soll, dass ihr Kind hungrig nach Hause kommt.
Denn auch der Reis ist nicht so Mitjas Fall. Er ist so anders als der, den er kennt. ... >_<


Also mir schmecken sie. Schmoll. ^_-

Dienstag, der 15. März 2016

Heute lässt Kazu eine interessante Bemerkung fallen.

"Mama, ich freu mich auf Freitag. Dann ist Spielzeugtag."
Ich: "Welches Spielzeug möchtest du denn mitnehmen?"
Kazu: "Weiß ich noch nicht."
Ich: "Wie wäre es mit deinem neuen Lego Star Wars Jango Fett?"
Kazu: "Ich weiß nicht, ob die anderen den cool finden."
Haha! :-D

Es geht beim Spielzeug also nicht darum, dass man gerne damit spielt, sondern nur darum, dass man vor den anderen angeben kann.
Männer! Jungen!
Das geht ja früh los. :-D

Während Kazu in der Schule ist und hoffentlich fleißig lernt, gönne ich mir einen ungesüßten Matcha Latte. Mmh. <3
Gleich mal den alten Matcha Latte Post editiert.^^


Zum Abendessen serviere ich die aufgebackenen Karê Pan (Curry Bread) und garniere sie mit Ketchup und Majo aus. Und was passiert? Kazu ist heute seins mit voller Begeisterung auf. (Heute essen wir sie übrigens mit Messer und Gabel. Aber das wird nicht der Grund gewesen sein. ... Denke ich. ^^;; )

Mittwoch, der 16. März 2016

Letztes Wochenende hat Fabian Kazus Fahrrad wieder fit gemacht (Reifen aufpumpen, Höhe neu einstellen, etc.) und da das Wetter gut ist, darf Kazu seit langem mal wieder Rad fahren.
Man merkt, dass er lange nicht mehr Rad gefahren ist. Höchste Zeit, wieder öfter das Rad aus dem Keller zu holen. Ich laufe nebenher. Mein Fahrrad sollte ich auch mal wieder fit machen.

In meinem neuen Matcha-Buch gibt es auch ein Rezept für Hôjicha Latte.
Das teste ich heute aus und stelle fest: Das schmeckt fantastisch!
Aber ich bekomme einfach kein schönes Foto hin. :-(
Nun ja, die Hôjicha (gerösteter, grüner Tee) Packung ist frisch angebrochen. Da habe ich zig Versuche, um ein gutes Foto zu erhalten. :-P


Vielleicht ist der Matcha Kinako Latte ja fotogener. Ich teste. Kinako Latte mit Matcha überstäubt.
Auch lecker. Und fotogener, wobei ich sicher noch ein besseres Foto hinbekomme.
Haha, dann kann ich auch ganz viel Kinako Latte trinken. Ganz selbstlos versteht sich. :-P


Ich habe einem Mädchen in der Schule versprochen, dass ich ihr ein Hundebrötchen backe.
Also wirke ich Hefeteig an. Ein Stück zweige ich ab für ein Wurst-Käse-Brötchen, aus dem Rest entstehen Cream Pan in der üblichen Form. Dass ich ein Stück als Hund formen wollte, vergesse ich doch glatt. Peinlich. Na ja, Cream Pan ist Cream Pan.



Da ich weiß, dass das Mädchen immer etwas früher abgeholt wird, mache ich mich heute zeitig auf den Weg. Dabei das versprochene Brötchen. Doch sie wurde heute früher als sonst abgeholt. So ein Pech.
Dann eben morgen.

Heute ist Opa-Tag, der jedoch ein unschönes Ende nimmt.
Mein Papa hat es geschafft, Kazus Bett, genauer gesagt eine Latte des Lattenrosts zu zerbrechen.
Wie schafft man das? Das fragt ihr euch bestimmt. Ich habe mich das auch gefragt. Schließlich liegt da noch eine dicke Matratze drauf.

Später am Telefon erfahre ich, wie es passiert ist.
Opa und Kazu haben gespielt, dass der Opa alles nachmacht, was Kazu tut.
Kazu springt auf sein Bett (wahrscheinlich vom Sessel aus).
Opa tut es ihm nach. ...
Ohne Worte.

Da ein derartiger Vorfall nicht zum ersten Mal passiert ist, steht natürlich die Frage in der Luft, inwieweit wir weitere Opa-Besuche verantworten können. Abgesehen von den materiellen Schäden besteht die Gefahr, dass es mal Kazu selbst trifft.
Nun, der Opa hat versprochen, nicht mehr mit ihm zu toben. Die Latte ist mit Klebeband umwickelt.
Wir haben vorerst für Ende April wieder einen Opa-Tag vereinbart.

Wenn Kazu denn will. Denn für ihn rücken immer mehr seine Freunde in den Vordergrund.

Donnerstag, der 17. März 2016

Kazu ist heute erstaunlich früh wach und so sind wir auch früh in der Schule. Kazu wieder mit Fahhrad, ich zu Fuß.
Ich hänge den Beutel mit dem Cream Pan an den Garderobenhaken des Mädchen.

Für mich ist anschließend einkaufen angesagt. Das Wochenende steht vor der Tür und auch meine erste Matchaverkostung.
Ich bin immer noch unschlüssig, was ich servieren werde.
Auf jeden Fall einen Matcha Chiffon. Und so backe ich heute einen.
Und Castella.

Für den Hunger nach dem Judo nehme ich die restlichen Cream Pan mit.
Doch da wir das Fahrrad dabeihaben, mag Kazu nach dem Judo nichts in die Hand nehmen. Er fährt lieber rum, sein Freund Fietje läuft nebenher.

Fietje und sein Papa müssen abbiegen und wir verabschieden uns. Da kommt Kazu auf mich zu.
"Mama, Fietje möchte gerne ein Brötchen haben." Haha. :-)
Na, das hört man doch gerne. Ich drücke ihm ein Cream pan in die Hand.
Kazu bekommt seins an der Bushaltestelle.

Freitag, der 18. März 2016

Letzter Schultag vor den Osterferien.
Ich teste den Chiffon Cake, muss aber feststellen, dass er meine Erwartungen nicht erfüllt. Ich finde ihn etwas zu trocken.
Daher backe ich gleich noch einen.

Der Castella mit Sojamilch dagegen ist gut geworden. Den benötige ich später für das geplante Matcha Tiramisu.


Dann backe ich noch den Boden für die geplante Matchacremetorte sowie noch Matcha Castella unter Verwendung von drei verschiedenen Backmatcha.


Samstag, der 19. März 2016

In der Früh flitze ich los zum Einkaufen, denn meine Eier sind fast alle und ich benötige auch noch Zutaten fürs Mittagessen morgen. Doch was muss ich feststellen?! Es gibt keine Bio-Eier mehr und andere kaufe ich nicht.
Seufz. Muss ich eben mit den wenigen Eiern auskommen.

Doch das war nur der Startschuss für einen Tag voller Pleiten, Pech und Pannen.
(Hab es aber mit Humor genommen. :-D)

Erst einmal hole ich den Matcha Chiffon Cake nach einem Rezept des Cafés Zelkova aus der Form.
Puh. Besser.


Die Matchacremetorte ist dran.
Ich weiß nicht mehr, wie es passiert ist, aber mir ist doch glatt ein Ei runtergefallen. Dabei muss ich doch mit den Eiern sparsam sein. T_T
Beim Anrühren der bayerischen Creme lese ich nebenbei etwas über Tee. Es dauert schließlich eine Weile, bis die Creme heiß wird. Doch die Lektüre fesselt mich. Als meine inneren Alarmglocken läuten und ich erschreckt auf das Thermometer schaue, ist die Temperatur schon über 85°C hoch. Aaaah!
Jetzt aber schnell den Topf runter vom Herd. Die Konsistenz sieht gut aus. Puh. Da habe ich noch einmal Glück gehabt.

Ich scheine heute nicht ganz da zu sein. ^^;;
Schnell Matcha trinken. *g*

Dann folgen Matcha Milk Purin mit drei verschiedenen Backmatcha.
Nun ist das Tiramisu an der Reihe.
Ich habe beschlossen, nur die Hälfte herzustellen. Zum einen habe ich eh nur noch 125 g Mascarpone übrig (von der Mango-Mascarpone-Torte), zum anderen benötige ich dann auch nur ein Ei.
Ich wiege die Zutaten ab (bis auf die Eier) und rühre die Creme an. Jetzt die Eier. Wie war das? Ein erneuter Blick ins Buch. Bei zwei Eiern benötige ich also 40 g Eigelb. Eier werden getrennt und die Eigelbe kommen verrührt zur Creme. Ähm, Moment mal! Ich wollte doch nur die halbe Menge produzieren. T_T Wieder ein Ei weniger.
Und was nun? 
Ich habe für ein anderes Rezept, das ich demnächst noch testen will, eine kleine Packung Magerquark im Kühlschrank. Also kommt davon etwas zur Creme und die anderen Zutaten werden ebenfalls angepasst.

Der geplante Matcha Schokokuchen fällt flach.
Eiweiß habe ich genug da. Matcha Dacquoise, Matcha Macarons? Ich entscheide mich für Matcha Plätzchen aus Zigarrenmasse.

Schüssel mit heißem Wasser bereitstellen. Mehl und Matcha abwiegen und sieben.
Alles steht bereit. Ich öffne den Hochschrank über mir (warum, weiß ich nicht mehr), da fällt eine volle Frischhaltebox heraus und landet genau auf der Kante der Schüssel mit dem Matcha-Mehl-Gemisch. Eine riesige Staubwolke breitet sich aus und ich bin von oben bis unten voller Mehl und Matcha! Natürlich nicht nur ich. Der Küchenboden sowie die Arbeitsfläche ebenso und das heiße Wasser ist auch grün geworden.

Normalerweise würde man jetzt sagen "erst einmal tief Luft holen", aber das lasse ich lieber bei der staubigen Luft. :-P
Stattdessen entstaube ich mich und hole einen Lappen. :-D
Erstaunlicherweise bleibe ich gelassen. Bin wohl mittlerweile schon ganz abgebrüht (durch den heutigen Tag). :-P


Alles auf Anfang. Und dann kann ich die Matcha Plätzchen aus dem Ofen holen.


Aufräumen und ab ins Bett. Es war ein langer Tag.

Über die Matchaverkostung gibt es einen extra Post. Also habt noch etwas Geduld. :-)

Dienstag, 22. März 2016

Wurst-Käse-Brötchen ハムロール


In letzter Zeit habe ich viele Brötchen Rezepte getestet. Dabei konnten uns (vor allem Kazu) diese Wurst-Käse-Brötchen besonders überzeugen.^^

Zutaten für 10 Stück

300 g Mehl 
5 g Trockenhefe 
15 g Zucker
3 g Salz 
20 g Butter, weich
1 Ei Gr. L, verquirlt
30 ml Milch
100 ml lauwarmesWasser


10 Scheiben Wurst
geriebener Käse zum Bestreuen
schwarzer Pfeffer

Zubereitung

Mehl in eine Schüssel sieben, Hefe zugeben und gut miteinander vermengen.
Die Hefe sollte gut mit dem Mehl vermischt sein, bevor man die anderen Zutaten hinzufügt.
Die restlichen Zutaten hinzufügen und alles mit den Knethaken eines Rührgeräts aktiv verkneten. 
Mind. 5 min sollten es sein. Der Teig soll ganz geschmeidig werden und sich vom Schüsselrand lösen. 

Zur Kugel formen und abgedeckt ca. 60 min bei Zimmertemperatur 
(besser: 25–30°C) gehen lassen, bis sich das Teigvolumen etwa verdoppelt hat.

Teigkugel herausnehmen und flach drücken, um sie so zu entgasen. Den Teig in 10 gleich schwere Stücke teilen und jedes Stück zu einer Kugel formen.
Die Kugeln mit dem Schluss nach unten abgedeckt 10 min entspannen lassen.

Kugeln umdrehen, flach drücken und zu einem Kreis ausrollen, der etwas größer ist als die Wurstscheibe. Wurstscheibe mittig auflegen.



Den Teig mit der Wurst zusammen aufrollen.



Den Schluss fest zusammendrücken.


Die Rolle längs mit dem Schluss nach innen zusammenklappen.


An der Rundung mittig bis zur Mitte einschneiden.


Die Schnittstelle auseinanderfalten.


Auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen, mit Frischhaltefolie locker abdecken und die Teiglinge gehen lassen.

Wenn sie schön aufgegangen sind, die Oberseite mit Käse bestreuen und pfeffern.


Im vorgeheizten Ofen bei 200°C O/U-Hitze gute 15 min backen, bis die Brötchen eine appetitliche Bräunung bekommen.


Brötchen auf einem Gitter abkühlen lassen.

Quelle: Tezukuri pan (selbstgemachtes Brot) von Kiyomi Ishizawa, Shufu no tomo Verlag