Montag, 2. Juli 2012

Eine harte Woche

Freitag, der 22. Juni 2012

Ich arbeite mit Hochdruck an den Untertiteln zu meinem Anime-Western, denn ich habe es mir zum Ziel gesetzt, diese bis Ende des Monats fertig zu haben.
Gegen Mittag ist das Filmmaterial da. Leider habe ich meinen anderen Anime nicht ganz fertig bekommen. Aber es fehlt nicht mehr viel. Ich mache mich an die Arbeit. Viel schaffe ich nicht, denn ich muss ja gleich Kazu abholen.
Wir verbringen den Nachmittag wieder auf dem Spielgelände der Stadtmission und ich komme ins Gespräch mit einer anderen Mutter. Es wird Zeit zu gehen, doch die Kinder wollen nicht.
Ich schaffe es nicht, Kazu zum Gehen zu überreden und verwende die "Macht-Methode". Ich nehme den schreienden Kazu auf den Arm und gehe. Seufz. Nicht die feine Art.

Samstag, der 23. Juni 2012

Der Tag beginnt früh gegen 4:00 Uhr. Vormittags fährt mein Mann mit Kazu zu seiner Schwester, um ihr beim Malern zu helfen, während Kazu mit seinem Vetter spielt. So kann ich mich voll und ganz auf meine Arbeit konzentrieren.
Die Küche bleibt kalt. Da ich eh Magenprobleme habe (wahrscheinlich ist mein Magen durch den ganzen Stress völlig übersäuert), habe ich auch gar keine Lust, irgendwas zu Backen oder zu Kochen. 

Sonntag, der 24. Juni 2012

Gleiches Spiel wie gestern. Ich komme gut voran, denn ich bin auch sehr motiviert, da ich mein Törtchen-Essen nächstes Wochenende vor Augen habe. Das will ich mir nicht nehmen lassen. Außerdem möchte ich mir natürlich auch selbst beweisen, dass ich es innerhalb einer Woche schaffe.

Montag, der 25. Juni 2012

Heute backe ich seit langer Zeit (fast zwei Wochen habe ich nichts gebacken!!) wieder etwas. Und zwar die Möhren-Küchlein, deren Rezept ich bereits gepostet habe. Kazu und ich bekommen heute Nachmittag nämlich Besuch von E. und ihrer Mama. Ich habe beide zu uns eingeladen, da wir ja schon zweimal bei denen im Garten waren und für heute Regen angesagt ist.
Es wird ein schöner Nachmittag. Die Kinder binden uns zwar in ihr Spiel ein, aber zu viert ist es einfach entspannter, als alleine mit Kazu.
Enttäuscht bin ich nur, dass den Kindern die Küchlein nicht schmecken. Das können wir beiden Mütter gar nicht verstehen. Uns haben sie nämlich geschmeckt.
E. möchte nicht nach Hause und quengelt. Da ich letzten Donnerstag Erdbeer-Pockys von meiner Mutter bekommen habe, gebe ich (mit Erlaubnis der Mama) eine Runde aus . Für den Heimweg gibt es noch einen zweiten Stick und siehe da, das Weinen hat aufgehört.

Dienstag, der 26. Juni 2012

Arbeiten, Kazu, sich mit Blähbauch rumquälen.

Mittwoch, der 27. Juni 2012

Ich liege gut in der Zeit und als tagsüber ein Anruf von der Firma kommt, wann sie denn mit den Untertiteln rechnen können, kann ich stolz "morgen" antworten.

Donnerstag, der 28. Juni 2012

Die letzten Sätze. Kontrollcheck und noch vor dem Frühstück abgeschickt. Ja! Damit bin ich unter einer Woche geblieben. Dabei ist der Film fast zwei Stunden lang.
Ich nutze den Vormittag, um meinen Törtchen-Schlachtplan zu erstellen und um bei uns in der Gegend Lebensmittel und Co einzukaufen. Ich fühle mich gut und auch meinem Bauch gehts gut.
Nachmittags sind Baba-san und Opa da. Meine Mutter hat einiges an Anziehsachen und Lebensmittel mitgebracht und so essen Kazu und ich erst einmal was. Kazu einen Schoko-Pudding, ich einen Natur-Joghurt. Doch nach dem Joghurt geht es mir so richtig mies. Der Bauch wird schlagartig rund und prall und verursacht reißende Schmerzen. Das ist doch nicht normal. T_T Vor lauter Schmerzen und Frust darüber, dass ich mich dazu überreden ließ, den Kuhmilch-Joghurt zu essen, habe ich meine Mutter angegiftet. Natürlich nicht direkt, das würde ich mich nicht trauen. Aber indirekt, was sie jedoch gespürt hat. Daher ist sie anschließend verärgert nach Hause gefahren. :-(
Ich sollte wohl meine Mutter mal anrufen, und mich bei ihr entschuldigen. Auch wenn ich mich dann darauf einstellen muss, mir wieder lauter Vorwürfe anhören zu müssen, was ich doch für eine undankbare Tochter bin.

Der Opa nahm Kazu mit runter auf den Spielplatz und so hatte ich ein wenig Zeit, um wieder zu Sinnen zu kommen. Auch habe ich noch einmal Möhren-Küchlein gebacken, da ich letztes Mal keine Fotos geknipst habe und weil ich schon wieder Lust drauf hatte. Denn ich habe die Küchlein gut vertragen.
Dazu backe ich noch ein Brot mit einer Brotbackmischung. Das schmeckt ganz gut, wenn es denn nicht so salzig wäre. Irgendwie sind alle Convenience-Produkte immer zu salzig, zu würzig oder zu süß für meinen Geschmack

Freitag, der 29. Juni 2012

Das Wetter ist herrlich. Ich verbringe den Vormittag in der Stadt und düse von einem Laden in den nächsten.
In dem einen Obstgeschäft bekomme ich glücklicherweise den Zitronenthymian. Doch nirgendwo gibt es ein Mini-Fläschchen Ouzo. Ich brauche nur 20 ml für meine Törtchen, da will ich natürlich keine große Flasche kaufen. Dass es keine Tiefkühl-Cranberries gibt, wundert mich schon gar nicht mehr. Egal, die Pistazien-Cranberry-Törtchen habe ich eh nach hinten verschoben.
Ich kaufe noch einige glutenfreie Sachen ein (auch wenn ich der Überzeugung bin, kein Problem mit Gluten zu haben) und hole eine Packung Reis, dieses Mal allerdings zum Normalpreis. Schade. War letztes Mal wohl doch eine Ausnahme bzw ein Fehler der Verkäuferin.

Ich genieße es, durch die Stadt zu laufen, die Sonne und den warmen Wind zu spüren und tanke Energie.
Wieder zu Hause mache ich mir einen Salat. Ganz milchfrei.
Und schon passiert es: Schwupps schwillt der Bauch zu einer Kugel an, als ob ich im 7. Monat schwanger wäre. Ich bekomme ein schlechtes Gewissen wegen meiner Mutter.

Ich hole Kazu ab. Das Wetter ist schön und ich habe kein Problem damit, dass Kazu nicht nach Hause will.
Die Kinder gehen gerade dann raus, wenn ich Kazu abholen muss. So habe ich vollstes Verständnis, wenn er natürlich noch spielen will, bzw mit dem Dreirad seine Runden drehen möchte.
Da kommt eine Erzieherin auf mich zu. Sie hätte klare Regeln im Kindergarten. Wenn das Kind abgeholt wird, habe ich zügig mit Kind das Kindergartengelände zu verlassen. Sie nimmt Kazu das Dreirad weg und ich verlasse mit dem weinenden kazu, der das alles nicht versteht, den Kindergarten.

Da werde ich wohl einen Antrag beim Amt auf Verlängerung der Betreuungszeit stellen müssen. Eine Stunde würde ja völlg reichen. Früher abholen kann ich ihn dann immer noch.

Kazu beruhigt sich. Wieder zu Hause darf er auf dem Balkon plantschen, was er sichtlich genießt. Doch ich habe ihn wohl zu lange nackig rumlaufen lassen, denn in der Nacht ist er nur am Husten. Oh je.

Samstag, der 30 Juni 2012

Endlich wieder Törtchen backen. Ich habe mich so darauf gefreut. Leider bleibt mein Mann mit Kazu zu Hause, was für etwas Frust bei mir sorgt, da es am Donnerstag noch hieß, er würde mit Kazu wieder zu seiner Schwester fahren. So wird das sonst für mich so entspannende Backen doch sehr stressig, da Kazu natürlich will, dass ich ständig mit ihm spiele. Aber im Großen und Ganzen ist er lieb, beschäftigt sich viel alleine oder ich lasse ihn beim Backen helfen.
Frustriert bin ich hauptsächlich deshalb, weil ich mich so auf das Wochenende gefreut habe. Mal wieder richtig zu wirbeln. Und weil jetzt daraus nichts geworden ist, weil ich mich um Kazu kümmern muss.
(Mein Mann ist von seiner Arbeitswoche zu geschlaucht dazu.)

Dann geht noch einiges schief. Eigentlich auch nichts Neues, aber wenn man eh schon den Tränen nahe ist (oder nur am Heulen ist), belastet das einen bzw mich um so mehr.
Oft wird mir gesagt, ich solle mir nicht so viel vornehmen, weniger machen, wenn es so viel Stress ist.
Nun ja, zu einem bin ich von einem freien Samstag ausgegangen, zum anderen geht es ja auch darum, mich backtechnisch auszutoben.
Natürlich könnte ich einfach einen Eierlikörkuchen oder Schokokuchen backen. Aber darum geht es ja gerade nicht. Jemand, der gerne joggt, dem würde einmal ums Haus herumgehen auch nicht befriedigen.
Jemand, der gerne näht und ein Kleid nähen möchte, würde sich auch nicht mit einem Sackkleid zufrieden geben.

Am Abend bin ich dann aber weitestgehend zufrieden. Sieht so weit alles gut aus. Der Sonntag kann kommen.

Kommentare:

  1. Herzlichen Glückwunsch das du den Anime geschafft hast. ^^ Solltest wegen deinem Magen mal zum Arzt...oder? Deine Mutter wird sich auch wieder beruhigen. Hoffe es geht dir wieder gut. Bin etwas wehmütig weil du nicht bei mir sein kannst. Ich glaube Satsu, du und ich hätten viel Spaß gehabt. Hoffentlich klappts dann in früher Zukunft irgendwann. :-*

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  2. Mein einziger Kommentar: Ab zum Arzt

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  3. Ich hatte bereits im letzten Tagebuch-Post angekündigt, dass demnächst lauter Arzttermine anstehen. Mal sehen, was dabei rauskommt.
    Hab gestern lauter Törtchen gegessen und gar keine Probleme mit dem Magen gehabt.

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  4. Klingt als bräuchtest du vielleicht mal ne Darm-Aufbau-Kur...gibt doch Kapseln wo Bakterien drin sind. Bin ja mal gespannt was im August bei den ganzen Test raus kommt.
    Ansonsten auch von mir Herzlichen Glückwunsch zum so schnell übersetzten Anime^^
    Die Kindergärtnerin is ja schon ein bisschen PAnne oder? Was soll der denn der Mist, klingt ja noch wie zu DDR-Zeiten (Zucht und Regeln) voll Gaga....
    Das ihr euch mit E. und ihrer Mama so gut versteht freut mich! Ist für ihn doch mal ne andere Erfahrung als immer nur mit Mama und ihren Freundinnen zu spielen (auch wenn es mir Spaß gemacht hat)^^
    Schade, dass du die Pistazien-Törtchen schon wieder nciht backen kannst, wäre echt neugierig gewesen.

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  5. Glückwunsch zum fertiggestellten Anime, ich freu mich schon sehr drauf! ^____^

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  6. Bin schon gespannt, wann dann unser Kinobesuch ansteht! ^_^
    Sonntag ist es doch dann ein bisschen besser geworden mit dem Bauch oder? Hoffentlich diese Woche dann auch... :/
    Aber schön, dass ihr beide jetzt so einen guten Anschluss im Kindergarten findet. Das mit der Verlängerung ist schon eine gute Idee.
    Hast du mit deiner Mutter nochmal gesprochen?

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