Mittwoch, 15. Februar 2017

Wochenrückblick 7.2.–14.2.

Dienstag, der 7. Februar 2017

Heute findet an der Schule unser Lernstandsgespräch statt, in dem Kazus Lernbegleiterinnen uns Informationen zu unserem Kind bezüglich Sozialverhalten, Arbeitsverhalten, seinen Leistungen in Deutsch, Mathematik, Kosmik und Sport geben. Es ist erstaunlich, wie ähnlich Kazu uns ist. ^^;;
Dann wird erörtert, wie man Kazu unterstützen kann, noch besser sein Potential zu nutzen. Vor allem muss er lernen, selbständiger und strukturierter zu arbeiten. Er soll zu Hause mehr Aufgaben übernehmen und zum Beispiel zusammen mit mir nach einem Rezept etwas backen.

Das Rezept selber lesen, es verstehen, überlegen, was man dazu benötigt und sich dann die Materialien und Backzutaten heraussuchen. Das Rezept abarbeiten, anschließend aufräumen und nicht vergessen, den Kuchen zur gegebenen Zeit aus dem Ofen zu holen.
Eine große Aufgabe, die da auf ihn zukommt.
Ich werde ihn wohl demnächst den Bananen-Schokoladenkuchen aus der Bratpfanne backen lassen. Den müsste er alleine hinbekommen. Und ich hab ja noch das Buch "Komm essen, Mama!". Jetzt, wo er lesen kann, könnte er danach auch etwas kochen.

Und bald bekommt er auch seine Rennmäuse, für die er regelmäßig sorgen muss.

Mittwoch, der 8. Februar 2017

Meine Schwiegermutter hat heute Geburtstag und wir (Fabians Schwestern mit Kindern und ich mit Kazu) wollen sie mit unserem Besuch überraschen und ihr die gerahmten Fotos von ihren Enkelkindern überreichen.
Ich freue mich, dass ich Kuchen mitbringen darf und backe eine schwäbische Apfeltorte (mal wieder aus dem Buch "Traumhafte Torten" von Adolf Andersen), die zum Glück sehr gut ankommt.
Auch über den Überraschungsbesuch hat sich meine Schwiegermutter sehr gefreut. :-)


Donnerstag, der 9. Februar 2017

Da die Apfeltorte sehr lecker war und ich herausfinden möchte, wie sie schmeckt, wenn ich das Verhältnis von Boden zu Grießcreme ändere, backe ich sie noch einmal.
Kazu und mein Mann freuen sich, denn beide haben von der Geburtstagtorte nichts abbekommen.

Hier der Anschnitt von der ersten Torte, dann folgt der Anschnitt der zweiten:


Der Unterschied ist klein aber fein. *g*
Mein Fazit: Ich nehme die goldene Mitte. :-D (Rezept folgt)

Freitag, der 10. Februar 2017

Ich habe Putzdienst und gehe daher frühzeitig zur Schule, um Kazus Lerngruppenräume zu putzen.
Zwei Stunden, heißt es, soll man in etwa dafür brauchen, aber ich habe es schon geahnt, dass ich das nicht schaffen werde. Entweder bin ich viel zu langsam oder zu gründlich (oder wahrscheinlich beides). Beim Putzen vergesse ich die Zeit. Als ich auf die Uhr schaue, ist es plötzlich schon 16:23 Uhr und ich habe noch nicht gestaubsaugt. Normalerweise wäre das kein Problem, aber Kazu hat heute einen Friseurtermin um 16:30 Uhr! Panik! Staubsaugen muss aber sein und so schalte ich auf Turbo und flitze mit dem Sauger durch den Raum. Jetzt noch schnell die Reinigungsutensilien aufräumen, Kazu holen, anziehen und los. Es ist 16:37 Uhr. Wie viel Minuten darf man wohl zu spät kommen? Wir rennen und schaffen die Strecke zum Friseur (der zum Glück in der Nähe ist) in Rekordzeit. Es ist 16:46 Uhr. Der nächste Kunde ist bereits da und wartet. Ich entschuldige mich vielmals und bekomme für Montag einen neuen Termin.
Uff.

Samstag, der 11. Februar 2017

Heute gibt es Joghurtkuchen aus der Bratpfanne. Uns schmeckt der ja warm am besten. :-P


Aber auch der Ofen bleibt nicht kalt. Ich möchte die Senatorentorte von Andersen backen.
Wie ihr sicher schon bemerkt habt, hat mich sein Buch "Traumhafte Torte" fest im Griff. ^^;;
Es wird langsam mal Zeit, eine Buchvorstellung zu schreiben ...
Für diese Torte benötigt man drei verschiedene Böden: Sacherboden, Caracasboden und Baumkuchenstücke.
Aber wenn ich schon diese Böden backe, kann ich auch gleich die zugehörigen Torten dazu backen, überlege ich.
Der Sacherboden ist der gleiche wie der für Andersens Sachertorte Version 2, Caracasböden werden auch für die Caracastorte benötigt und Baumkuchenstücke kommen ebenfalls in der Kanzleitorte vor. Und so werden aus einer Torte gleich vier. :-D

Heute backe ich den Sacherboden, den Baumkuchen und den Mandelbiskuit und bereite die Canachecreme und den Krokant zu.
Und einen Mandelpudding koche ich auch noch.

Sonntag, der 12. Februar 2017

Nun geht es vormittags weiter mit dem Caracasboden und der Buttercreme.
Hier seht ihr die Senatorentorte beim Zusammensetzen.


Dann werden die Torten kalt gestellt und nachmittags decke ich sie mit Marzipan ein.


Nach dem Eindecken ist das Überziehen dran.
Die Sachertorte bekommt einen Überzug aus Vollmilchkuvertüre, die Caracastorte erhält eine weiße Schokoladenglasur, die Senatorentorte einen dunklen Überzug und die Kanzleitorte wird mit Canache überzogen. Dann kommen die Torten bis morgen in den Kühlschrank

Für die sonntägliche Kaffeetafel müssen sich die Männer mit Kuchenresten begnügen, was aber kein Problem ist, denn auch diese schmecken lecker. :-D

Montag, der 13. Februar 2017

Die Überzüge sind fest, die Torten bereit für die Ausgarnierung.
Dann dürfen die Cremetorten noch einen weiteren Tag durchziehen.
Die Sachertorte schneide ich in kleine Stücke und nehme ein paar davon mit in die Schule für die Kinder.
"Der ist lecker!" :-D


Für den Sacherboden habe ich die ursprüngliche Menge der Sachertorte Version 2, die für eine 26er Form ausgelegt ist, durch 5,6 geteilt und den Boden in einer Form von 10 cm Durchmesser gebacken.
Dann habe ich den Boden in der Höhe halbiert und die obere Hälfte für die Senatorentorte verwendet.
Die Stücke sind also wirklich sehr, sehr klein. :-D

Heute sind Kazu und ich überpünktlich beim Friseur. Kazu darf auch gleich auf dem Stuhl Platz nehmen und schon geht es los. Ich wundere mich, dass die Friseurin mich (oder Kazu) gar nicht fragt, wie denn der Haarschnitt werden soll.
"Überall gute 3 cm weg bitte" sage ich schließlich.
Das Schneiden geht schnell vonstatten und schon darf Kazu wieder den Stuhl verlassen.
"Mama, das juckt überall" beschwert er sich.
Aber wenigstens hat er wieder einen ordentlich Haarschnitt. :-)

Zu Hause lasse ich ihn gleich duschen. Und selber Haare waschen. Ja, ich gestehe, das habe ich bisher für ihn übernommen, damit er sich währenddessen das Gesicht mit einem Handtuch abdecken kann. Aber nach unserem Elterngespräch am Dienstag ist es Zeit, damit aufzuhören.
Allerdings bleibe ich im Bad, lege ein Handtuch bereit und halte ihm einen Spiegel hin.

"Mit dem Schaum im Haar kann man ja ganz tolle Frisuren machen!"
Begeistert blickt er in den Spiegel und verpasst sich eine verrückte Frisur nach dem anderen.
Das Ausspülen klappt auch richtig gut. Tapfer kneift er die Augen zusammen und hält sich die Brause über den Kopf. Ich dirigiere ein wenig: "Da hast du noch Schaum."

Dann darf er noch ein wenig im Bad spielen und ich verziehe mich.
"Mama, ich bin fertig!" tönt es aus dem Bad.
Ich gebe ihm ein Handtuch und verziehe mich wieder. Lauschend.
Meist bettelt er nämlich, ob ich ihm beim Abtrocknen helfen könnte. Es bleibt ruhig.
Ich stehe in der Küche, als Kazu angezogen hereinkommt.
Klasse! Er hat sich selbst abgetrocknet und angezogen.

"Na dann können wir jetzt zu Abend essen."
"Was gibt es?"
"Die Reste von gestern. Nudeln mit Spinatsoße."
"Darf ich das machen?"

Und so stelle ich Kazu die Pfanne auf den Herd und die Schüsseln mit den Nudeln und der Soße auf den Tisch.
Noch  (:-P) mit Hilfe meiner Anweisung stellt Kazu den Herd an und gibt die Soße in die Pfanne.
Während die Soße sich erwärmt, lasse ich ihn die Wurst in Würfel schneiden.
Nun kommen die Nudeln (Spaghetti) und die Wurst dazu und alles wird verrührt.
Nun wird probiert.
Etwas fehlt. Furikake (japanisches Streugewürz). Perfekt.

"Mama, das habe ich gut gemacht, oder?"
"Na klar hast du das! Es schmeckt super!" :-D

Der Junge ist plötzlich so groß geworden.

Dienstag, der 14. Februar 2017

Heute bekommt mein Mann die Torten mit auf Arbeit.
Happy Valentine's Day!

Die Torten kommen bei ihm und seinen Kollegen super gut an. Zeit, sie euch mal näher vorzustellen. Ich meine die Torten, nicht die Kollegen. :-P


Hinten links befindet sich die Caracastorte. Sie besteht aus Nuss-Krokant-Böden, die mit einer Grand-Marnier-Buttercreme zusammengesetzt werden. Eine Marzipandecke und eine Glasur aus weißer Kuvertüre (mit Honig und Kondensmilch angereichert) komplementieren die Torte.
Durchmesser ca. 10 cm.



Hinten rechts seht ihr die Kanzleitorte. Zwischen drei Mandelbiskuitböden befinden sich Baumkuchenstücke, die durch Buttercreme aneinander haften. Die Torte ist mit Marzipan eingedeckt und mit Canache überzogen.
Die Ausgarnierung entstand dadurch, dass ich keine Lust aufs Herstellen von Schokospäne hatte (mit denen eigentlich der Rand ausgarniert wird) und die Röllchen mal so langsam weg mussten. Und ich hatte noch so viel Creme im Spritzbeutel. ... ^^;;
Letztendlich war es "to much". ^^;;
Dafür war es die leckerste Torte, fanden mein Mann und ich. :-) (Rezept folgt)
Durchmesser ca. 12 cm.


Vorne ist die Senatorentorte. Sie vereint Sacherboden, Baumkuchenstücke und Caracasboden, welche durch eine zitronige Canachecreme verbunden werden. Ummantelt mit Marzipan und überzogen mit reiner Kuvertüre (ein Mix aus 70%iger und Vollmilchkuvertüre) kommt sie edel daher.
Durchmesser ca. 15 cm.


Im Buch (Traumhafte Torten von Adolf Andersen) steht, dass der Konditor diese Torte oft an den Hamburger Senat geliefert hat.

Und hier noch einmal alle Torten im Anschnitt zum Vergleich.


Welche würdet ihr wählen?

Kommentare:

  1. Hallo Mari,
    in jede einzelne würde ich meine Gabel gerne versenken ;))
    Ich freue mich schon auf die Rezepte, als erstes würde ich die Kanzleitorte, als zweites die Caracastorte und last but not least die Senatorentorte backen. Die Senatorentorte habe ich auch in einem meiner Bücher. Muss direkt mal nachsehen. Liebe Grüße Karin

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    1. Sich durchzuprobieren hat wirklich Spaß gemacht. Und lecker wars auch. :-)

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  2. Liebe Mari,
    ich finde es toll, dass du immer so klitzekleine Torten machst und sie trotzdem so perfekt aussehen! Ist ja irgendwie auch ganz gut, denn alle Torten wirken auf mich recht mächtig... ;) Ich würde am liebsten die Senatorentorte machen, auch weil ich gespannt bin, wie zitronige Ganache schmeckt. Kann ich mir nicht so richtig vorstellen, normalerweise gibt es bei mir was Zitroniges ODER was Schokoladiges.
    Aber probieren würd ich die anderen auch, keine Frage. ��

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    1. Laut Kalorienangabe im Buch ist die Caracastorte am mächtigsten (Nüsse halt) und die Senatorentorte am leichtesten. Geschmacklich hätte ich es für genau umgekehrt gehalten. *g*
      Die leichte Zitronennote im Canache sorgt für eine angenehme Frische.
      Ich liebe es ja, mich durchzuprobieren. Und ich mag es klein. :-D
      Dann probiert es sich auch leichter. *g*

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    2. Das stimmt. :) Leider sind ja in Deutschland die meisten Rezepte für Formen von 26 cm, das kriegt man ja als kleiner Haushalt auch gar nicht gegessen. Ich mag kleine Törtchen deswegen auch. Meine sehen aber nicht so hübsch aus wie deine. ;)

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  3. Liebe Mari,
    die Torten sind dir wieder mal wunderbar gelungen! Zuerst würde ich gerne die Caracastorte probieren. Die Senatorentorte sieht im Anschnitt besonders gut aus, bei der Kanzlietorte finde ich es schade, dass man das komplizierte Innenleben im Anschnitt kaum erkennt, weil alle Böden hell sind. Dafür ist das Geschmackserlebnis vermutlich umso größer.
    Dient das Eindecken mit Marzipan eigentlich dazu, dass die Torte sich besser verzieren lässt, oder der geschmacklichen Verbesserung?
    Ich habe letzte Woche die Herrentorte gebacken, allerdings musste ich aus Zeitgründen sowohl auf Marzipandecke als auch die Ganache verzichten. Die Torte war insgesamt etwas trocken und konnte einen Klacks Sahne vertragen. Ob das mit Überzug anders gewesen wäre?
    Liebe Grüße, Jessica

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    1. Die Marzipandecke hat mehrere Funktionen. Zum einen harmoniert sie geschmacklich sehr gut mit Buttercremes, zum anderen (also wie du gesagt hast) ermöglicht sie es, die Torte gleichmäßig zu überziehen. Marzipandecke und Überzug werten die Torte nicht nur optisch und geschmacklich auf, sie sorgen auch dafür, dass die Torte nicht austrocknet. Buttercremetorten schmecken am besten, wenn sie ein, zwei Tage durchziehen konnten.
      Was die Herrentorte angeht, hast du sie gut abgedeckt im Kühlschrank ruhen lassen? Haben die Böden nach dem Backen pur schön saftig geschmeckt? Hat die Canache schön seidig geglänzt? Falls nicht, sind das alles Faktoren für ein trocknes Mundgefühl.
      Mal sehen, wann ich zur Herrentorte komme.
      Liebe Grüße, Mari

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  4. Wählen, was meinst Du mit wählen, das sind doch kleine Stücke, da geht doch mehr als eins, so über den Tag verteilt...;)
    ich glaube, die Caracastorte? Oder doch lieber die Kanzleitorte? Eine sehr schwierige Entscheidung, alle sehen sehr gut aus.

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    1. Haha, das ist wahr. Danke schön fürs Feedback.

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