Mittwoch, 27. Januar 2016

Wochenrückblick 18.1.–24.1.

Montag, der 18. Januar 2016

Es ist so weit. Lange habe ich auf diesen Tag gewartet, hoffend, er würde mir Antworten bringen.
Ich sitze im Behandlungszimmer meiner Frauenärztin. Doch nachdem ich ihr all meine Probleme geschildert habe, sagt sie, dass sei PMS (prämenstruelles Syndrom), das durch das Absetzen der Pille besonders extrem aufgetreten sei. Ob ich tatsächlich in die Prämenopause gekommen bin, bleibe abzuwarten. Man müsse sehen, wie mein Zyklus sich verhält.
Ich muss sagen, ich bin etwas enttäuscht. Ich hatte gehofft, sie würde irgendwelche Untersuchungen vornehmen, so dass ich genau weiß, woran ich bin.
Jetzt lese ich ein Buch über die Wechseljahre. Das hilft mir hoffentlich. (Zumindest gibt es mir das Gefühl, etwas zu tun.)
Allerdings muss ich auch zugeben, dass die Ärztin wohl richtig lag. Denn letzte Woche setzte die Menstruation ein und anschließend ging es mir wirklich besser.
In die Wechseljahre kann ich natürlich trotzdem gekommen sein. Ich bin 48, da ist das schließlich nicht verwunderlich.

Dienstag, der 19. Januar 2016

Ich habe noch Plunderteig im Froster. Ich entnehme die halbe Menge und backe Schokoladenschnecken.


Kazu kann dann eine nach dem Judotraining essen.
"Mama, die musst du wieder backen!"
*freu* ^__^

Mittwoch, der 20. Januar 2016

Das Wochenende steht vor der Tür und es wird Zeit, mit den Vorbereitungen zu beginnen.
Und nicht nur das Wochenende. Morgen wird mein Sohn 7 Jahre alt und er möchte Kuchen mit in die Schule nehmen.
Er hat sich Vanillekuchen gewünscht, womit er den Vanilla Chiffon Cake meint.
Ich backe den Vanilla Chiffon Cake von Rumi Kojima für seine Lerngruppe.


Dann noch einen Vanilla Chiffon Cake nach einem Rezept von Mayumi Nakayama für das Wochenende und einen glutenfreien Vanilla Chiffon Cake, da eine von Kazus Lerngruppenleiterinnen eine Glutenallergie hat.

Am Nachmittag kommt der Opa zum Spielen und lässt auch Kazus Geburtstagsgeschenk da, da er weder morgen noch am Wochenende Zeit hat. Ich muss da an meinen Geburtstag denken ...

Donnerstag, der 21. Januar 2016, Kazuos Geburtstag

In der Früh hole ich die Chiffons aus dem Kühlschrank, schneide sie auf und verpacke sie zum Mitnehmen in die Schule.




Ich bin gespannt, wie die Kuchen ankommen.

Während Kazu noch schläft, lege ich ihm seine Geschenke ins Zimmer.
"Guten Morgen mein Schatz. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!"

Natürlich möchte er gleich seine Geschenke auspacken. Wir haben noch etwas Zeit, bevor wir zur Schule müssen und so erlaube ich es ihm.

Bepackt mit Kuchen, einem Buch als Spende für die Klassenbibliothek und Fotos von Kazu aus den verschiedenen Lebensjahren machen wir uns auf den Weg zur Schule.

0 Jahre

1 Jahr

1,8 Jahre

2 Jahre

3 Jahre

4 Jahre

5 Jahre

6 Jahre

Kazu hat sich für seine Geburtstagsfeier Pommes mit Ketchup und Mayo gewünscht. doch die japanische Mayonnaise ist alle. Und so beschließe ich kurzerhand, noch zu VinhLoi zu fahren, obwohl ich eigentlich heute nur backen wollte. Was tut man nicht alles für sein Kind.
Doch leider haben die keine Kewpie Mayonnaise da, sondern eine andere Marke, die ich jedoch nicht kenne. Ich stehe lange vor dem Regal und ringe mit mir, ob ich sie kaufen soll oder nicht. Schließlich lasse ich es. Es muss dann eben mal ohne Mayo gehen, sage ich mir.

Zu Hause backe ich einen weiteren Chiffon, den Orange Spice Chiffon, und weitere Böden für die geplanten Torten.

Kazu stelle ich frei, ob er zum Judo möchte. Doch er möchte lieber zu Hause bleiben und sein neues Lego aufbauen.
Und natürlich die restlichen Geschenke auspacken. :-D

Er erzählte mir übrigens, dass die Kinder den "Wattekuchen" lecker fanden. :-)

Freitag, der 22. Januar 2016

Ich liefere Kazu ab und nehme meine Frischhalteboxen in Empfang.
Die eine Lehrerin erzählt mir, dass die Lehrerin mit der Glutenallergie den Kuchen nicht gegessen hat, da sie generell nichts von anderen isst. Es könnten ja vom Handmixer Mehlpartikel in die Masse gefallen sein, wurde mir gesagt. Ich hatte zwar alles gründlich geputzt und auch beim Schneiden kein Holzbrett verwendet und ein sauberes Messer benutzt, aber nun gut.
Gluten richtet ziemlichen Schaden am Darm an und bei Allergikern reichen Spuren aus. Ich kenne das von meinem Bruder (Nussallergie). Trotzdem war ich schon ein wenig enttäuscht, da ich mir wirklich sehr viel Mühe gegeben habe, auch bei der Hygiene.

Heute sind die Cremes und Füllungen an der Reihe.
Wohnung aufräumen und was sonst noch so anliegt, wenn man Gäste erwartet. :-P
Nachmittags auf dem Heimweg von der Schule treffen wir Petra mit ihren zwei Kindern. Petra kenne ich noch von der Baby-Krabbelgruppe. Da sie in der Nähe wohnt, laufen wir uns öfter über den Weg und unterhalten uns dann nett.
Ihre Kinder sind wie Kazu auch zu einem Viertel japanisch.
Spontan wird entschieden, dass sie Kazu mitnimmt. So habe ich noch etwas Ruhe bei der Arbeit.

Samstag, der 23. Januar 2016

Wir haben die Verwandtschaft zu 15:30 Uhr eingeladen. So habe ich noch Zeit für meine Vorbereitungen.

Besuch ist eine gute Gelegenheit, um neue Rezepte auszuprobieren. Da ich in meinem Buch Naturküche von Frau Hessler weiterkommen möchte, habe ich beschlossen, aus diesem ein paar Rezepte zu testen.
In diesem Rahmen entsteht die Rhabarbertarte. Der Belag schmeckt gut (Rhabarber auf einer Quarkmasse), aber der Blätterteigboden ist einfach nur pampig.


Diese Tarte kann ich nicht anbieten. Ich verstehe das nicht. Wenn ich die Blätterteigpackung frisch öffne, wird der Blätterteigboden gut, aber sobald ich später Böden entnehme, werden die einfach nicht mehr richtig blättrig trotz guter Verpackung.
Bei selbst hergestelltem Blätterteig habe ich das Problem nicht.
Eigentlich habe ich geplant, noch die Pekannusstarte herzustellen, aber aus Angst, der Blätterteigboden könnte nichts werden, nehme ich von meinem Vorhaben Abstand.
Ich werde die Pekannusstarte mal mit einem Pie-Teig ausprobieren. Aber nicht mehr heute.

Heute muss ich noch mein Bärchen fertigstellen. Schokoladenbuttercreme zubereiten, einstreichen,


mit Brösel versehen und ausgarnieren. Ich hatte ganz vergessen, wie aufwändig die Bärchentorte ist.

Die Gäste treffen ein und ich serviere aus meiner "Hessler-Versuchsküche" die Orangen-Pistazien-Torte,


die Rüblitorte (beide Kuchen haben einen Durchmesser von 12 cm),


ein paar Stücke des Vanilla Chiffon Cakes (Rezept folgt),




und die Hälfte eines Lila Süßkartoffel-Honig-Marmorkuchens.

Die vier Kinder haben ruckzuck den Vanilla Chiffon Cake aufgegessen. :-)
Aber auch bei den anderen Kuchen wird zugelangt und am Ende war alles aufgeputzt.
Da beide Versuchstorten gut ankamen, werde ich die Rezepte demnächst noch posten.

Sonntag, der 24. Januar 2016

Früh aufstehen ist angesagt, denn die Kinder sind zu 11:30 Uhr eingeladen und ich muss das Mittagessen vorbereiten. Da ich keine Ahnung habe, was die Kinder so essen, gehe ich auf Nummer sicher. Es wird Reis, Nudeln und Kartoffeln geben. ^^;;

Die Kinder treffen ein. Kazu hat fünf Schulkameraden eingeladen. Am Anfang läuft alles glatt. Die Kinder verschwinden in Kazus Zimmer und ich kann in Ruhe das Essen vorbereiten.

Die Kartoffeln gibt es als Stäbchen, die eingeölt im Ofen gebacken werden. Für den Reis habe ich den Reiskocher und Nudeln sind schnell gekocht.
Als Beilagen gibt es Gemüse süß-sauer und Tôfu in einer süßlichen Sauce auf Sojasoßenbasis.
Und Tomatensauce aus dem Glas. :-P

Anschließend spielen die Kinder wieder für sich, bis ich Sätze wie "mir ist langweilig" höre.
Ich schaue nach. Kazu hat Lego bekommen und ist dabei, das aufzubauen. Das geht natürlich nicht während einer Geburtstagsfeier.
Ich biete an, ein paar Spiele mit ihnen zu machen. Das klappt einigermaßen, aber beim zweiten Spiel murrt Kazu, dass er das Spiel blöd findet. Schade. Die anderen schienen Spaß gehabt zu haben.

Ich lasse die Kinder wieder eine Weile alleine, bis sich wieder die drei lebhafteren absondern.
Ich schaue erneut nach und biete Spiele an. Kazu möchte aber lieber mit zwei seiner Freunde Lego spielen. Also schnappe ich mir die drei und unterhalte sie. Dabei wird es laut und Kazu meckert, wir würden stören. :-(

Ich nehme mir die drei und ziehe mit ihnen ins Wohnzimmer um.
Beim Spiel "blind malen" kommen die anderen dazu. Das Spiel kommt ganz gut an.
Dann ziehen sich die drei Lego Spieler wieder in Kazus Zimmer zurück und ich kümmere mich um die anderen Jungs.
Irgendwann sind wieder alle da und versuchen begeistert, ein Blatt Papier mit Handkantenschlag zu zerteilen.

Endlich (an dem Wort sieht man, wie anstrengend ich die Kinderbetreuung fand) ist es Zeit, die Kuchentafel vorzubereiten.

Die Bärchentorte, die sich Kazu gewünscht hat, stelle ich vor seinen Teller.


Dazu gibt es den Lila Süßkartoffel-Honig-Marmorkuchen, Vanilla Chiffon Cake und den Orange Spice Chiffon Cake.
Der Vanilla Chiffon Cake ist wieder als erstes alle. :-)


Kazu darf selber seine Geburtstagstorte anschneiden und den Kindern die Tortenstücke auf den Teller geben. Das gefällt ihm. :-) (Und seine Freunde haben kein Problem damit, dass die Stücke dabei Purzelbaum schlagen. *g*)



Petra und ihre Kinder stoßen gegen halb vier dazu.
Die Kinderrunde vernichtet die ganzen Kuchen und ich bin froh, dass es ihnen schmeckt.
Während Kazus Schulkameraden um 16:00 Uhr abgeholt werden, bleibt Petra mit ihren zweien noch eine Weile, so dass wir den Abend ruhig ausklingen lassen können und es nicht so plötzlich leer ist.

Was für ein Wochenende. Ich bin geschafft. Das nächste Mal muss ich unbedingt die Spiele besser mit Kazu absprechen. Nun hoffe ich einfach, dass letzten Endes alle Kinder den Tag schön in Erinnerung behalten.

Und ich hoffe, Kazu auch, denn abends im Bett fragt er mich, was ich denn so gemacht hätte heute.
Als ich von meinen Spielen mit den Jungs berichte, wird er neidisch und fängt an zu weinen. Er hätte auch gerne mitgetobt.
Seufz. Wie gesagt, das nächste Mal muss ich das Ganze doch besser durchplanen und mit Kazu absprechen. Oder mehr durchgreifen.

Wie hat das mein Papa damals bloß gemacht? Ich weiß nur, dass er immer Spiele mit uns gespielt hatte und meine Geburtstage immer der Renner waren.

Nun ja, es war unsere erste große Geburtstagsfeier. Es kann nur besser werden. :-P

Kommentare:

  1. Hallo Mari,
    danke für deinen Wochenrückblick.
    Ich könnte mir vorstellen, dass der offene Blätterteig (Hefeteig mit eintourierter Butter) keine Triebkraft mehr hat und daher nicht mehr "blättert".
    Viele Grüße
    Sperling

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    1. na ja, ich möchte eh weg vom gekauften Blätterteig. Das ist wohl der Wink mit dem Zaunpfahl oder so. :-P

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  2. Liebe Mari,
    was für eine ereignisreiche Woche. Ich bin schon ganz gespannt auf das Rezept vom Rüblikuchen. Ich werde demnächst zwei Rezepte dazu ausprobieren, einmal vegan und einmal ohne Zucker und nur mit Ahornsirup gesüßt - wenn ich dazu komme. Mich würde sehr interessieren, welche Art von Spiele Du mit den Kinder gespielt hast - das klingt alles sehr spannend und kreativ, da werde ich mir einiges von Euch abgucken, wenn es mal bei uns soweit ist mit Geburtstagsfeiern... Liebe Grüße, Sandy

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    1. Rüblikuchen mit Ahornsirup stelle ich mir sehr lecker vor.
      Bei einem Spiel wird ein Kind rausgeschickt, dann wird im Raum ein kleiner Gegenstand befestigt (am besten eine Klammer mit einem Tier drauf oder so).
      Das Kind darf wieder reinkommen und muss den Gegenstand suchen. Die anderen Kinder helfen durch Hinweise "kälter" oder "heißer" und "ganz heiß", wenn das Kind in die Nähe des Gegenstands kommt.

      Beim zweiten Spiel geht es um das Prinzip "Finde die Fehler". Ein Kind wird wieder rausgeschickt. Der Rest nimmt verschiedene Posen ein. Das Kind hommt herein und muss sich alle gut anschauen und sich die Posen merken. Dann geht es wieder raus. Ein paar Kinder ändern leicht ihre Haltung. Das Kind wird wieder hereingebeten und muss die Veränderungen aufdecken.

      Beim "blind malen" werden einem Kind die Augen verbunden. Es bekommt ein Blatt Papier und einen Stift und muss entweder etwas vorgegebenes malen oder sich etwas ausdenken und malen und die anderen müssen es erraten.

      Das Papier zerteilen kam bei den Jungs besonders gut an. Ich habe ein DinA4 Blatt fest an beiden Seiten festgehalten und gestrafft und die Kinder haben versucht, es mit Handkantenschlag zu zerteilen. Besonders gut lässt sich das Papier mit einem Faustschlag zerteilen, daher lässt man die Kinder es mit Handkantenschlag versuchen. Die Jungs haben da echt Ehrgeiz entwickelt.

      Zum Schluss gab es noch ein Malspiel. Kennst du sicher. Jeder bekommt ein Blatt Papier und muss einen Kopf mit Halsansatz malen. Das Papier wird so nach hinten gefaltet, dass der Kopf nicht mehr zu sehen ist. Nur noch der Halsansatz darf sichtbar sein. Jeder reicht das Papier an seinen Nachbarn weiter. Jetzt malt jeder den Körper. In der nächsten Runde sind die Beine dran und in der letzten Runde werden die Blätter aufgefaltet und jeder kann sich die entstandenen Figuren anschauen. Am besten man arbeitet mit einer Eieruhr, denn manche verlieren sich sonst zu sehr in Details und dann langweilen sich die anderen.

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  3. Hi Mari,

    endlich habe ich mal ein bisschen Zeit, in deinem Blog zu stöbern. Deine Kuchen sind ja wirklich der Hammer. Die sehen so lecker aus. Vanille Chiffon Cake - Mmmmm das hört sich schon so lecker an. Und dann die Bilder dazu. Wirklich toll.

    Ich suche gerade eine gute Anleitung zu Ehomaki oder (alternativ) Temakisushi. Passend zum japanischen Setsubun müssen ja die dicken Sushirollen wieder gegessen werden (^_~)

    Einen nachträglichen Geburtstagsgruß an deinen Sohn, Kazuo, und ein schönes Wochenende.

    Daniela

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    1. Zum 2. April werde ich einen Matcha Chiffon Cake backen. :-)

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