Dienstag, 22. September 2015

Wochenrückblick 14.9.–20.9.

Ich hatte ganz vergessen, unseren Wochenendkuchen zu posten.
Am Samstag (12.9.) habe ich einen Zitronenkuchen gebacken nach einem Rezept, das ich bei Kirsten von Sugar and Spice gefunden habe (HIER). Normalerweise backe ich ja nichts nach, wenn das Rezept ein Attribut wie "weltbester" innehat, aber ich hatte Lust auf Zitronenkuchen und wollte mal ein Rezept des Blogs testen.
Ich habe die Zubereitung etwas abgewandelt und nichts mit Vanille verwendet. Außerdem mag ich Kastenkuchen mit hellem Rand lieber.
Der Kuchen hat uns gut geschmeckt, man schmeckt aber die hohe Menge an Speisestärke heraus durch die fein-sandige Beschaffenheit der Krume.
Fazit: Ein schöner Zitronenkuchen, aber sicher nicht der weltbeste. :-P
Dennoch war der Kuchen (ich habe das Rezept gedrittelt) schnell aufgefuttert.


Montag, der 14. September 2015

Es ist soweit. Für Kazu und mich heißt es aufstehen, frisch machen, anziehen, frühstücken.
Eigentlich wollte mein Mann Kazu ebenfalls an seinem ersten Schultag zur Schule bringen, doch er liegt mit einer fiesen Erkältung im Bett.

Kazu grummelt ein wenig, denn er findet das frühe Aufstehen blöd. Auf die Schule freut er sich jedoch.

"Ich glaube, das müsste deine Garderobe sein."
Ich hatte sie mir bei der Einschulung zeigen lassen, aber mein Orientierungssinn ist nicht der beste und die Garderoben sehen alle gleich aus.
Doch wir sind richtig. Da steht auch sein Name an der Hakenleiste.
Jacke aus, Schuhe aus, Hausschuhe an und rote Mappe (dient der Kommunikation zwischen "Lehrern" und Eltern) in die Hand genommen. Und nun? Ich frage einen Jungen, der mit uns in der Garderobe war. Er zeigt uns die Tür zu Kazus Lerngruppenraum. So heißen die Klassenzimmer in der Montessori-Schule.
Ah ja, da ist auch seine Lehrerin, die allerdings nicht Lehrerin genannt wird, sondern Lerngruppenleiterin.
Was mache ich mit der roten Mappe? Ah, dahin legen.
"Tschüß, mein Schatz. Ich wünsche dir einen schönen ersten Schultag."
Unsicher lasse ich Kazu zurück und begebe mich auf den Heimweg.
Irgendwie habe ich Bauchschmerzen. Aber eher vor Sorgen.
Oh nein! Ich habe vergessen, der Lehrerin (bei mir ist der Begriff "Lehrerin" einfach zu stark verankert, abgesehen davon, dass das Wort auch viel kürzer ist als Lerngruppenleiterin ^^;;) Bescheid zu sagen, dass Kazu bei manchen Dingen Hilfe benötigt. Zum Beispiel beim Gang zur Toilette oder beim Essen oder eventuell beim Anziehen oder, oder.
Er hat doch nur einen Arm zur Verfügung.
Oh je, ob alles gut geht? Ob er klar kommt? Ob er sich hilflos fühlen wird?
Eine besorgte Mama. ^^;;

Zu Hause lenke ich mich mit Aussortieren und Packen ab.

Endlich (haha ^^;;) ist es Zeit, ihn wieder abzuholen.
"Na, mein Schatz. Wie war's?"

Kazu berichtet mir begeistert, dass er einen Paten hat, der ihm bei allem hilft. Der heißt auch Elias (wie sein Cousin). Seine Lehrerin berichtet mir, dass es keine Probleme gab und alles gut gelaufen ist. Ich kläre sie schnell auf, dass Kazu ja bei einigen Dingen Hilfe benötige. Sie beruhigt mich. Dafür habe er einen Paten an die Seite gestellt bekommen (jeder Erstklässler bekommt einen Zweitklässler als Paten zur Seite gestellt, die Lerngruppe umfasst 1.–3. Klasse). Und sie seien ja auch noch da und geben acht.
Ich bin beruhigt. Etwas.

"Und was hast du heute so gemacht?"
"Mit Elias gespielt."

Haha. :-D

Die Schule hat ihm Spaß gemacht. Und das ist ja das, was wir Eltern uns für ihn gewünscht haben.
Nichtsdestotrotz bin ich gespannt, wann es mit Lesen, Schreiben und Rechnen losgeht.

Dienstag, der 15. September 2015

Heute kann Kazu ausschlafen, denn im ersten Block haben die Kinder Sport und Kazu darf  ja kein Sport ausüben. Daher wurde vereinbart, dass ich ihn zum zweiten Block bringe.
Auch heute verlasse ich nur schweren Herzens die Schule.

Mein Tag besteht wieder aus Sortieren und Packen, bis es Zeit wird, Kazu abzuholen.
Heute geht es jedoch nicht gleich nach Hause. Ich muss zum Zahnarzt (Implantologie), denn heute werden die Fäden gezogen. Keine große Sache, daher nehme ich Kazu einfach mit.

Die Wunde ist gut verheilt, das Fäden ziehen schnell erledigt. Die Behandlung ist somit in der Implantologie abgeschlossen. Alles weitere geschieht nun beim Zahnarzt.

Auf dem Heimweg mache ich mit Kazu einen Abstecher zum Bäcker "Zeit für Brot", wo man sich auch hinsetzen kann. Dort essen wir eine Stulle zum Abendbrot. Fürs morgige Frühstück lasse ich uns eine Mohnschnecke und ein Mohnbrötchen einpacken.

Vom Bäcker laufen wir weiter zum Eisladen "Yoli Frozen Yoghurt" in der Münzstr.
Ich frage die Bedienung, was das für Toppings sind, aber ihre Aussprache ist so undeutlich, dass ich nichts verstehe. :-(
Das Eis selber schmeckt, aber 3,20 € für einen kleinen Becher (ohne Topping) finde ich nicht angemessen. Dazu ist das Eis nicht überzeugend genug. Als Topping wähle ich etwas Granatapfelsauce. Doch es stellt sich heraus, dass die Sauce einfach nur süß ist. Brr. Geht gar nicht.
Kazu darf frei wählen und entscheidet sich für Yoghurette-Stückchen und Oreo-Stückchen.
Mir wird ganz übel, als ich sehe, wie viel von dem ungesunden Zeugs die Bedienung auf das Eis gibt.
Zum Glück schmeckt Kazu die Yoghurette-Schokolade nicht und er bittet mich, sie herunterzunehmen.
Nächstes Wahl (falls es ein nächstes Mal geben sollte, was nicht sicher ist) werde ich besser für ihn die Wahl treffen, bzw ihn besser beraten ("beeinflussen" :-P).

So gestärkt von Stulle und Eis treten wir den Heimweg an. Ich muss schon sagen, es macht doch immer wieder Spaß, mit Kazu essen zu gehen. :-)
(Mir selbst gegenüber wäre ich viel geiziger.)

Mittwoch der 16. September 2015

Ich schlafe nicht gut und stehe daher nachts auf, trinke einen Magentee und sortiere meine Bilder. Mein alten Fotoalben mit Bildern von mir als Kleinkind fallen auseinander und ich habe beschlossen, die Fotos in ein Steckalbum einzusortieren.


Während Kazu in der Schule ist, die ich heute zum ersten Mal fast unbesorgt verlassen konnte, backe ich Kuchen. Und zwar Baumkuchen.


Mittags wirft uns der Hausmeister den neuen Hauseingangsschlüssel in den Briefkasten.

Und so unternehme ich mit Kazu auf dem Heimweg von der Schule einen kleinen Umweg und gehe mit ihm zu unserer zukünftigen Wohnung.
Wir wollen uns den Keller anschauen. Doch im Keller stehen noch jede Menge Farbeimer und andere Baumaterialien der Handwerker und ein dickes Schloß versperrt die Tür.

Ich leite meinem Mann die Info weiter: "Keller ist noch nicht zugänglich."
Das Gerüst vorne am Haus ist bereits weg, nur hinten noch nicht.

"Schau, Kazu, das Fenster dort gehört zu deinem Zimmer." :-)
Hach, ist das spannend.

Zu Hause genießen wir zusammen den Kuchen
Meine Männer sind begeistert und der Kuchen bald verschwunden. ^^
(Ich war am Aufputzen auch maßgeblich beteiligt. *g*)

Donnerstag, der 17. September 2015

Das in die Schule bringen klappt gut und ich habe auch keine Ängste mehr beim Zurücklassen meines Kindes. Elias (den aus Kazus Lerngruppe) habe ich mittlerweile auch kennengelernt und ich finde, er macht einen anständigen Eindruck.

Heute vormittag habe ich meinen nächsten Zahnarzttermin. Weitere Abdrücke vom Gebiss werden genommen und die Farbe des Implantats bestimmt.
Sind meine Zähne echt so gelb? Brr. ^^;;

Der eine Gebiss-Abdruck war eine Tortur. Das Teil saß so fest, dass der Arzt und die Arzthelferin sich beide daran versucht haben, es loszubekommen.
Da kam bei mir die Angst hoch. Ich hatte zwar keine Angst davor, dass die mir mein echtes Gebiss ruinieren, auch wenn es sich so angefühlt hat. Es war mehr eine irrationale Angst. Die Angst vor der Angst bzw. davor, Angst zu bekommen und dann durchzudrehen. Klingt blöd, ich weiß, aber Angstattacken sind nun mal meist nicht nachvollziehbar.
Zum Glück blieb es bei Tränen und schnellerem Atem ohne Hyperventilieren. Puh. Ich habe fleißig durch die Nase geatmet.

Ab nach Hause, durchatmen.
Am Nachmittag heißt es wieder Kazu abholen. Wenn es nach ihm ginge, würde er gerne noch bleiben. (Nur am ersten Tag in der Schule fand er meine Abholzeit okay.) Ich finde, acht Stunden an der Schule reichen.

Wieder zurück nach Hause, schnell noch etwas gegessen, dann lasse ich Kazu beim Papa (der heute früher Feierabend gemacht hat) und wetze wieder los Richtung Schule.
Heute ist Elternabend der Grundstufe.

Das Kollegium stellt sich vor, es gibt allgemeine Informationen, dann verteilen sich die Eltern auf die entsprechenden Lerngruppenräume.

Beim gruppeninternen Elternabend erfahren wir, dass die Kinder sehr wohl schon Zahlen und Buchstaben lernen und dass das Kind jede Woche am Freitag sein Lerntagebuch mit nach Hause bekommt. Das Lernen geht nur so spielerisch vonstatten, dass die Kinder es nicht als "Pauken" empfinden sondern eben als Spiel.

Dann geht es um die Wahl der Elternvertreter und andere Posten, um den Stundenplan, um die "Klassen"fahrt mit geplanten drei Übernachtungen, um die Nachmittagsangebote (ich werde eine Japan-AG anbieten^^) und einiges mehr.
Ein wirklich sehr informativer Elternabend, Wir haben um eine Stunde überzogen!

Als ich nach Hause komme, schläft Kazu bereits.
Was für ein Tag.

Freitag, der 18. September 2015

Heute früh müssen Kazu und ich nicht zur Schule, sondern zum Kinderchirurgen zur Nachkontrolle.
Der Gips (bzw die Gipsschale) bekommt einen neuen Verband und der Arzt stellt eine Befreiung vom Schulsport aus bis Ende Oktober. Dem Judo-Training wird er jedoch noch länger fernbleiben müssen, da da die Belastung noch höher ist.

Nach der Untersuchung gönnen wir uns ein Eis in der Kantine. Kazu freut sich, denn es gibt Waldmeister. Sein derzeitiger Favorit.
Dann gehen wir zu Fuß zur Schule. Das Wetter ist schön und Kazu tut der etwa 30-minütige Spaziergang sicher gut. (Wenn er schon sonst keinen Sport machen darf ...)

Ich bringe ihn zum zweiten Block. Die Hofpause hat gerade angefangen und Kazu beschließt, den anderen beim Fußballspielen zuzusehen. Wie ich ihn da so alleine am Spielfeldrand stehen sehe, tut er mir richtig leid und es fällt mir schwer, ihn alleine zurückzulassen.

Beim Abholen frage ich ihn danach, doch Kazu berichtet, ihm hätte das nichts ausgemacht.

Zum Abendessen koche ich uns wieder die Eierflockensuppe aus dem Oetker-Buch.
Auch beim zweiten Mal schmeckt sie uns gut und dieses Mal denke ich auch an ein Foto.^^


Samstag, der 19. September 2015

Die erste Schulwoche liegt nun hinter Kazu. Sein Fazit: Schule ist toll, nur das frühe Aufstehen nicht.
Doch wacht er auch heute ohne Wecker zur richtigen Zeit auf. *g*

Da ich  versuche, bis zum Umzug alle möglichen Reste und geöffneten Packungen zu verwerten, gibt es heute Kartoffeln mit Kräutertôfu und Hanföl.


Nachmittags unternehmen Kazu und ich einen Spaziergang zum Eisstand im Krankenhaus. Eigentlich wollte ich ja mein Fahrrad schon rüber in den Fahrradkeller der neuen Wohnung bringen (und so den Spaziergang etwas verlängern), aber da das Fahrrad schwer ist und die Treppe zum Keller recht steil (und ich ja nicht schwer tragen darf), rät mein Mann mir davon ab.
So wird es ein kurzer Spaziergang. Das Eis schmeckt uns trotzdem. :-P

Sonntag, der 20. September 2015

Sonntag ist unser ruhiger Familientag.
Zum Mittagessen gibt es einen Rest Nudeln und den Rest Tomatensoße und da die Menge sehr knapp ist, backe ich dazu als sozusagen etwas üppigeren Nachtisch noch Zimtwaffeln, die ich mit gebundenen Kirschen (Sauerkirschen aus dem Froster, die ebenfalls weg mussten *g*) und Sahne serviere.

Langsam nimmt der Lebensmittelvorrat ab und der Kühlschrank als auch der Gefrierschrank leeren sich.
Meine Boiron Fruchtpürees konnte ich auf zwei Packungen reduzieren. Diese und evt das restliche Tiefkühlobst werde ich beim Umzug den Nachbarn zur Aufbewahrung geben. Mit denen haben wir ein gutes Verhältnis. Bleibt zu hoffen, dass wir im neuen Mietshaus ebenfalls nette Nachbarn vorfinden.


Ich wünsche Euch allen einen schönen Herbstanfang 2015!

Kommentare:

  1. Hi Mari,
    schön, dass Kazu die Schule bisher gefällt. Wir sind gerade umgezogen und sind leider erst jetzt dabei nach und nach die alten Vorräte aufzubrauchen. Der Umzug war so spontan, dass vorher überhaupt keine Zeit für solche Dinge war. Leider konnte ich vorher auch nicht aussortieren und mache das erst jetzt in der neuen Wohnung. Ich denke wie ihr es macht, ist es aber am sinnvollsten - immerhin gibt es dann auch weniger zu schleppen. Die Suppe erinnert mich daran, dass ich als Kind immer gerne Nudelsuppe mit ganz vielen Eierflocken gegessen habe :D. Ich wünsche euch viel Kraft für den Umzug und dass alles problemlos abläuft!
    Viele Grüße Luma

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    1. Danke schön, Luma.
      Ich bin froh, dass ich schon vorher jede Menge aussortieren konnte. Aber wie das so ist, vieles sortiere ich auch noch nach dem Umzug aus. Ich wünsche euch ein gemütliches neues Zuhause. :-)

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  2. Liebe Mari,
    Ich bin sehr froh, dass es Kazu und euch wieder gut geht. Habe erst heute beim Zeitung lesen wieder an dich gedacht. (http://mobil.derstandard.at/2000022644858/Elfjaehrige-stirbt-bei-Sturz-aus-dem-Hochbett :()Es ist unfassbar, was passieren kann und bin erleichtert, dass der Bruch gut heilt.

    Dein Baumkuchen sieht zum Anbeißen aus. Die spricht mich sehr an :)

    Wünsche dir und deiner Familie viel Kraft und Erfolg beim Umzug. Umzüge sind meist immer sehr stressig und auch finanziell nicht ohne. Freue mich schon auf neue Blogeinträge.

    Liebe Grüße Tweety

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    1. Der Zeitungsartikel ist ja heftig. Das Hochbett war zwar teuer, aber zum Glück kann man es auch als normales Bett aufbauen. Mal sehen, ob wir je wieder das Hochbett aufbauen.
      Vielen Dank für deine guten Wünsche.

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