Donnerstag, 11. Juni 2015

Japanurlaub 2015, 7.1.

Mittwoch, der 7. Januar 2015

Heute bin ich alleine mit Kazu unterwegs. Wir besichtigen einen der wunderschönen japanischen Gärten in Nagoya, den Shirotori Teien.
Auch hier wird der Eingang von Kadomatsu, dem typischen Neujahrsgesteck aus Pinienzweigen und Bambus, gesäumt. Diese Gestecke werden zu beiden Seiten eines Hauseingangs aufgestellt. Sie sollen den Glück bringenden Geistern den Weg weisen.


In diesem Garten war ich bereits mehrere Male, denn ich liebe ihn. ^^
Und nun hoffe ich, dass er auch Kazu gefällt. Wobei Kazu ja im Herbst 2010 auch schon mal mit mir hier war.

Herbst 2010




Die Kegel sind nur im Winter angebracht und sollen die Bäume vor Schneelasten schützen.




Kazu findet den Garten klasse! :-)
Er genießt es, die verschiedenen kleinen Pfade zu erforschen und von Stein zu Stein zu springen.



Mittags verlassen wir den Garten und ich muss Kazu das Versprechen geben, dass wir noch einmal herkommen.^^

Nun gehen wir zu einer kleinen, nahe gelegenen Gaststätte, auf die ich in einem meiner Hefte ("wo man gut speist") aufmerksam geworden bin.
Es ist das Kitica. Ein kleiner Laden, der sich auf Galettes und Crêpes spezialisiert hat.


Wir ordern einmal das Galette-Mittagsset mit Rohschinken und Käse (innen drin) und als Nachtisch (im Set mit drin) das Crêpe mit Karamellbutter. Dazu wird noch eine feine Vorspeise gereicht, die wir restlos auffuttern.



Es macht uns viel Spaß. Gemeinsam essen gehen ist einfach viel schöner als alleine.

Nach dem Essen besuchen wir den berühmten Atsuta Jingu. Ein Shintô-Schrein, der angeblich eine der drei Throninsignien Japans (das Schwert) beherbergen soll.

"Kazu, mach mal ein Zeichen!" rufe ich meinem Sohn zu. Das bewirkt, dass er zum einen ein Zeichen macht (hier mal neun Finger zeigt), zum anderen dass er dann mal nicht sein typisches Fotogrinsen aufsetzt. :-P


Unser nächstes Ziel ist die Patisserie Azur. Am Bahnhof Higashi Betsuin gibt es ein Book-Off, in den wir reingehen. Ich schaue bei den Kochbüchern, Kazu bei den Kinderbüchern. Für mich gibt es nichts, aber Kazu wird fündig.

"Mama, das muss ich haben!"
Und so kommt das Buch mit. (Kann ja nicht nur mir Bücher kaufen. :-P)


Auf der anderen Seite sieht man den buddhistischen Tempel, der der Bahnstation den Namen gab.


Wir erreichen die Patisserie, doch die hat zu. Laut Öffnungszeitzen sollte sie zwar offen haben ...
Vielleicht Neujahrsurlaub?

Wir fahren weiter nach Ôsu zur Shopping-Meile. Dort gibt es viele ausgefallene kleine Geschäfte.


Na sieh mal an, wer da ist? :-D


Haha, und das!


Es macht Spaß, sich alles anzuschauen, auch wenn wir nichts kaufen wollen.
Dann kommen wir am Laden an, der in meinem Essensführer empfohlen wird. Natürlich kosten wir.


Agemanbô – Donutsball mit Koshianfüllung. Sehr, sehr lecker!

Am für uns langweiligen Ôsu-Kannon Tempel vorbei, geht es nun wieder zum Hauptbahnhof zurück.
Dort schlendern wir noch durch die Kaufhäuser.
Im Meitetsu Kaufhaus gibt es im 7. Stock eine Sonderfläche, auf der die verschiedensten Spezialitäten (Essen versteht sich) von Kyûshû verkauft werden.
Solche Events sind immer sehr lustig, da man dort viel zum Probieren angeboten bekommt.
Wir testen fleißig. :-D
Der 100%ige Mangosaft ist super köstlich.
Das Nikuman ebenfalls.
Ein Mann hält Kazu einen Spieß hin. Kazu probiert. "Schmeckt." sagt er. Ich probiere auch. Es schmeckt in der Tat.
Ich frage, was wir da gerade probiert haben.
"Wal" antwortet mir der Mann. Ich: o_O

Wir wechseln das Kaufhaus und gehen ins Takashimaya.
Dort testen wir im Untergeschoss B2F ein Softeis von angeblich glücklichen Kühen in Hokkaidô.
Das Eis schmeckt wirklich gut, so dass man das glatt glauben könnte.
Ein paar Brötchen für den kleinen Hunger müssen auch mit, sowie ein Stück "Jiichiro's Baumkuchen" für mich und Choco-Rusks für Kazu.

Dann geht es nach Hause, wo meine Mutter bereits wieder ein leckeres Abendessen zubereitet hat, u.a. mit Tara no Saikyôdzuke, Yaki-shake und Harumaki.^^

Das war ein wirklich schöner Tag mit Kazu.

1 Kommentar:

  1. Ich finde deinen Bericht wieder sehr interessant. Schön, dass es diesmal so viele Fotos gibt.
    Der Trick mit Kazu und den Zeichen ist echt eine gute Idee, aber vermutlich hat er das auch irgendwann heraus ;)
    Walfleisch...naja ihr habt es ja einfach hingehalten bekommen. Finde ich aber nicht richtig, dass der Mann euch nicht gesagt hat, dass es sich um Walfleisch handelt.
    Nicht jeder, ich habe auch viele Japaner kennen gelernt, die es ablehnen Walfleisch zu essen, möchte Walfleisch essen. Ich zum Beispiel nicht.
    Liebe Grüße

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