Freitag, 6. Februar 2015

Japanurlaub 2014/15, 27.12.–29.12.2014

Samstag, der 27. Dezember 2014

Es ist so weit. Um 8:50 Uhr geht es los zum Flughafen. Während wir in der Schlange fürs Einchecken stehen, kommt der Opa (also mein Papa), um uns zu verabschieden.
Ich bin mächtig aufgeregt.
Schließlich wird es Zeit, zum Security Check zu gehen. Bye-bye! Ittekimasu!

12:05 Uhr. Wir starten. Wir fliegen mit Finnair zuerst nach Helsinki.
Eine halbe Stunde später werden als Mittagssnack Brötchen serviert. Ich verzichte und esse lieber mein mitgebrachtes Dinkelbrötchen.
Um 14:00 Uhr landen wir in Helsinki. Hier ist es bereits 15:00 Uhr. (Finnland hat Osteuropäische Zeit.)


Erneute Sicherheits- und Passkontrolle. Auf der Suche nach einer Toilette verlaufen wir uns ein wenig, aber dann finden wir doch noch den Weg zu unserem Gate.
16:35 Uhr (local time), das Boarding beginnt.
Nun sitzen wir im Flieger mit Ziel Nagoya/ Japan.
17:15 Uhr. Das Flugzeug startet. Für die Distanz von 7769 km von Helsinki bis Nagoya ist eine Flugzeit von 9h 15min angegeben.


Wir machen es uns bequem. Kazu ist natürlich ganz angetan von dem Monitor und später erlaube ich ihm, auch mal einen Film zu schauen. Ansonsten spielen wir die mitgenommenen Spiele.
Dann wird es höchste Zeit, ein wenig zu schlafen.
Es dauert ein wenig, bis Kazu in den Schlaf findet. Ich döse nur vor mich hin.
Irgendwie kann ich nicht schlafen. Es riecht so streng. Ich bin sooo müde. Ignorieren.
Argh. Nützt nichts. Dieser Geruch ... Moment mal, das ist doch ...
Ich taste Kazus Hose ab. Oh nein!
Soll ich ihn schlafen lassen? Nein, mit einer nassen Hose in einem kalten Flugzeug sitzen, ist nicht so gut. Ich wecke ihn und wir gehen zusammen auf Toilette. Frisch machen und umziehen ist angesagt.

(Anm. Wenn Kazu älter ist, werde ich diese Passage löschen müssen, sonst ist er garantiert sauer auf mich. ^^;;)

Sonntag, der 28. Dezember 2015

Um 24:00 Uhr MEZ (Mitteleuropäische Zeit, also die Zeit in Deutschland) wird das Frühstück serviert. In Japan ist es bereits 8:00 Uhr morgens.

9:30 Uhr (local time). Wir landen auf dem Chubu Centrair International Airport, Nagoya.
Es dauert eine Weile, bis wir die Einwanderungskontrolle passiert haben.
Noch die Koffer vom Band geholt und wir können den Sicherheitsbereich verlassen.

Wir sind in Japan!

Draußen werden wir freudig von meiner Mutter und von meinem Stiefvater K-san begrüßt.
Die Koffer werden im Auto verstaut, dann fahren wir ans Meer.

Unterwegs auf einer Autobahn-Raststätte komme ich nicht umhin, die dortigen Toiletten zu fotografieren.
Einfach klasse! Links ein Sitz für kleine Kinder, ein herunterklappbarer Griff für Leute, die Halt benötigen, eine extra Kinder-Klobrille und alles blitzblank sauber. Top!
Und diese Toilette ist keine Ausnahme.


Am Meer weht eine starke Brise, aber es ist ein herrliches Gefühl, die frische Seeluft einzuatmen.


Kazu ist ganz begeistert dabei, seine Jackentasche mit Steinen zu füllen.
"Mama, die sind alle so schön!"

Zur Mittagszeit fahren wir in ein kleines Restaurant. Dort ist alles fangfrisch.


Ich bekomme einen Mebaru no shioyaki (mit Salz gegrillter Mebaru) serviert. Der Mebaru gehört zu den Felsenbarschen und hat wunderbar weiches, weißes Fleisch. Leider auch viele Gräten. Aber für den Genuss lohnt sich die Entgräterei. Und ich habe eh eine Vorliebe für so etwas. *g*
Bevor alles aufgefuttert ist, noch schnell ein Foto.


Ein herrliches Essen!

Neben dem Restaurant gibt es einen Spielplatz. Also nichts wie hin! :-D


Dann fahren wir nach Nagoya zurück. Auf dem Heimweg geht es noch in den Supermarkt (Piago). Wir haben Zeit und ich darf mich ein wenig umsehen.

Bei der Unterwäsche gibt es gerade eine Sonderaktion (20% Rabatt). Ich mag die Unterwäsche von Wacoal/ Wing. <3 Und da ich eh vorhatte, welche in Japan zu kaufen, greife ich gleich zu. Dass etwas mehr im Einkaufskorb landet als geplant, kann, glaube ich, jede Frau verstehen. *g*

Im Untergeschoss gibt es Haushaltswaren. Von meiner geliebten Teekanne, die ich mir 2010 in Piago gekauft hatte, war der Deckel kaputt gegangen. Ob es nach so langer Zeit die Kanne noch gibt? Und ich habe Glück. Es gibt sie noch. Auch eine der Tassen, die wir damals gekauft hatten, ist noch da. Reduziert als Auslaufmodell.
Teekanne und eine Tasse kommen mit.
Das war mein erster Einkauf.^^

Zu Hause bei K-san gibt es als Begrüßungsessen etwas ganz besonderes: Fugu Sashimi und Fugu-nabe. (= Eintopf mit Fugu, Chinakohl, Shirataki und Pilzen).
(Hier mal ein interessanter Link: http://thekyotoproject.org/english/fugu/)


Nur Kazu bekommt kein Fugu. Er bekommt Reis, Furikake und Gemüse.
Da der Tag für uns sehr lang war (bzw. die Nacht davor sehr, sehr kurz), geht es früh ins Bett bzw in die Futons.^^
Yeah, schlafen! :-D

Montag, der 29. Dezember 2014

Zum Frühstück genieße ich einen köstlichen Fuji-Apfel. Mmh, saftig, knackig und genau die richtige Mischung von Säure und Süße. Ich liebe diese Äpfel.
(Anm.: Die Fuji-Äpfel, die es manchmal in Deutschland zu kaufen gibt, sind geschmacklich Welten von den hiesigen entfernt! Dafür gibt es hier andere köstliche Sorten wie Wellant, Mairac, Elstar, ...)

Nach dem Frühstück, K-san hat Urlaub, fahren wir zusammen zu einem großen Toys"R"Us.
Kazu darf sich Spielzeug aussuchen.

Ob das gut geht? Hoffentlich packt er nicht ein billiges Plastikspielzeug nach dem anderen in den Einkaufswagen. Gegen ein wenig japanisches Spielzeug (Roboter und so) hätte ich allerdings nichts.
Aber meine Sorgen sind völlig unberechtigt. Kazu überrascht uns alle. Denn er würdigt dem ganzen Angebot keinen Blick.
Kazu weiß ganz genau, was er will. Lego Chima!
"Schau mal, das sieht doch gut aus!". K-san zeigt ihm eine Packung Lego City. Nein, kein Interesse.
"Der Flieger von Lego Star Wars sieht doch klasse aus", sage ich.
"Mama, ich will kein Star Wars."

Ich bin baff. Allerdings möchte er jetzt alles von Lego Chima haben und ich schreite ein.
(Auch wenn ihm die Großeltern gerne jeden Wunsch erfüllen möchten.)
Nein, alles gibt es nichts. Er soll sich entscheiden. Alles, was ihn interessiert, wird auf dem Boden ausgebreitet. Dann wird aussortiert.
Schließlich entscheidet er sich für zwei Packungen und eine Creator Packung gibt es noch obendrauf.
Babasan packt ihm noch Osenbei in den Wagen. K-san nimmt ihn mit zur Modellbauabteilung. Dort wandert ein Bausatz in den Einkaufswagen.

Nach dem Großeinkauf fahren wir zum Mittagessen in ein Tôfu-Restaurant. Da Soja auf meiner Histamin-Liste steht, bin ich vorsichtig und begnüge mich mit Probieren.
Hunger habe ich eh nicht und mein Bauch ist mal wieder gebläht.
Ich vermute, mein Bauch hat noch Schwierigkeiten mit der Zeitverschiebung.
Aber das, was ich probiere, schmeckt sehr gut.^^

Dummerweise habe ich heute die Kamera vergessen, so dass ich keine Fotos knipsen konnte. T_T

Während K-san und Babasan noch mit dem Abschöpfen von Yuba beschäftigt sind (bei dem Gericht wird Sojamilch gekocht, so dass sich Haut (Yuba) bildet, die dann abgenommen und gleich verzehrt werden kann), unternehmen Kazu und ich einen Spaziergang. Die Sonne scheint und es ist recht mild.
Herrlich!

Auf der Fahrt zum Eisgeschäft, wo Baba-san immer ihr Eis kauft, kommen wir an einem schönen Spielplatz vorbei.
Da wird natürlich angehalten und erst einmal getobt. :-)

Der Eisladen ("Chateraise") ist eine Wucht. Es gibt nicht nur Eis, sondern auch westliches und japanisches Gebäck.



(Anm. Die Fotos sind beim zweiten Besuch entstanden. Ich frage mich gerade, warum ich nicht mehr Fotos gemacht habe. Argh.)

Zu Hause schnappe ich mir meine Kamera und fotografiere erst einmal die Einkäufe.


Das Mochi Eis mit japanischer Kastanienfüllung wird gleich aufgenascht.^^


Auch Kazus neue Schätze werden abgelichtet. Die Lego-Packung mit dem Schaf gab es kostenlos dazu.


Kazu stürzt sich natürlich gleich auf sein Lego.


Bei dem Modellbausatz muss ich allerdings helfen, was ich jedoch gerne tue.^^

Noch Abendessen, dann geht unser zweiter Tag in Japan zu Ende.

Um die Japan-Posts nicht mit zu vielen Bildern zu überlasten, beende ich hier auch den ersten Teil meines Japanberichts.

Kommentare:

  1. Ich finde den Reisebericht toll auch wenn es ja um ganz alltägliches geht, es ist eben doj anders wie in Deutschland und das macht es eben auch so interessanet :-)

    Freue mich wenn du weiter berichtest.

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    1. Freut mich zu hören. Alltag stimmt. Es war ja auch ein Urlaub, um Zeit mit der Familie in Japan zu verbringen. Kein Sightseeing-Urlaub. Auch wenn wir viele Tagesausflüge unternommen haben.

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  2. Vielen Dank für die ersten Bericht deiner Japanreise. Sehr interessant! Sprichst du mit deinem Sohn eigentlich Japanisch?
    Viele Grüße,
    Alica

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    1. Nein, deutsch. Nur die japanischen Floskeln haben wir übernommen. So sagen wir z.B. zu Beginn des Essens "Itadakimasu". :-)

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  3. Hallo,
    dein Japanbericht ist sehr interessant. Ich bin schon auf die nächsten gespannt.
    Viele Grüße
    Ilse Sperling

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    1. Freut mich, dass mein Alltagsurlaub auf Interesse stößt. Bin ehrlich gesagt auch ganz erleichtert, so ein Feedback zu bekommen. Danke schön.

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  4. Es können gar nicht genug Fotos sein!!!!
    Liebe Grüße, Juliane

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    1. Hehe, der nächste Post hat mehr Fotos. Für die Handy-Leser sind weniger Fotos nur leichter hochzuladen, habe ich gedacht.

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  5. Ich freue mich auch schon auf den/die weiteren Teil/e ;)
    Bei der japanischen Toilette kann ich dir nur zustimmen, das ist eine Sache, die ich wirklich vermisse hier in Deutschland. Es gibt kaum so dreckige Toiletten dort, dass man lieber nicht gehen möchte.
    Selbst an der Uni sind die Toiletten top... was man von denen, zumindest an meiner Uni nicht unbedingt behaupten kann.
    Der Eisladen würde mir auch gefallen, da würde ich bestimmt auch viel zu viel kaufen, zumal ich auch echt gerne Eis esse xD.
    Ich bin gespannt, wie es weiter geht.

    Liebe grüße

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    1. Das Eis hat auch klasse geschmeckt. ^^
      Übrigens, Kazus Kommentar, als wir wieder zu Hause bei uns in Deutschland waren:
      "Mama, die Klobrille ist kalt!" :-D

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  6. Liebe Mari, wie interessant ist dieser Einblick in die japanische Welt für mich! Ich freue mich auf jeden einzelnen Bericht von dir und mach dir keine Sorgen wegen der Fotos ... Die sind soo interessant!
    Liebste Grüße Maren

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    1. Danke schön, Maren. Die Hälfte der Fotos (in der zweiten Urlaubshälfte) hat übrigens Kazu gemacht.
      Die sind auch sehr interessant. Die Welt aus der Sicht eines Kindes. :-D

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  7. Ohh wie toll!!! Vielen Dank für diesen schönen Einblick in euren Japanurlaub! Hach ja, eines Tages will ich auch mal dort hin. (muss allerdings noch ordentlich sparen) ^__°
    Viele Grüße, Sabrina ;-)

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    1. Ich spare auch immer mehrere Jahre für einen Urlaub in Japan.
      Dieses Mal stand die Familie im Vordergrund. Aber ich bin froh, dass wir trotzdem viele Ausflüge unternommen haben und ich so viel sehen und erleben konnte.^^
      Halt an deinem Wunsch fest. Arbeite darauf hin, dann klappt es schon mit der Japanreise. :-)

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Ich freue mich über jeden einzelnen Kommentar.