Montag, 10. November 2014

Wochenrückblick 5.11. - 9.11.

Beim Überfliegen der letzten Wochenrückblicke habe ich festgestellt, dass ich einen Vorfall noch gar nicht geschildert habe.
Vor einer Woche wurde bei uns weitflächig eine Grünanlage abgesperrt und auch der Weg, der hindurch führt. Das ist äußerst ärgerlich, denn der Weg ist die direkte Verbindung zum Bahnhof und dem Einkaufszentrum.


Dann erfahre ich durch Zufall von einer Bushaltestellenbekanntschaft, warum der Zaun dort steht.
Der Berliner Senat hat beschlossen, dort eines der Containerdörfe hinzustellen, das 480 Flüchtlinge beherbergen soll. o_O

Wenn knapp 500 Menschen auf engstem Raum in Containern zusammenleben, dann sind Probleme in der Regel vorprogrammiert. Dazu kommt, dass in Buch die NPD stark vertreten ist.
Und wie deren Parteianhänger zu Gewalt stehen, kann sich jeder selbst denken. :-(((

Eigentlich sollte der Weg Kazus Schulweg werden, aber unter diesen Umständen, wäre es wohl sicherer, dass er den Bus nimmt (der nie pünktlich ist).
Hoffentlich eskaliert der Ausländerhass nicht. 

Nun ja, wir werden sehen, was die Zukunft bringt.
Verstehen tue ich die Politiker nicht.
Zuerst heißt es, dass sie Buch aufwerten wollen und zu einem Gesundheits- und Forschungsstandort ausbauen wollen. Charité, BiotechPark, Klinikum, alles da. Noch mehr Forschungseinrichtungen seien geplant, hieß es.
Dementsprechend haben viele Wohnungsbaugesellschaften ihre Häuser saniert, modernisiert und die Mieten sind nach oben geschossen.
Nun soll mitten ins Wohngebiet ein Containerdorf gebaut werden ...
Viele reden bereits vom Wegziehen.
Am schlimmsten jedoch finde ich, dass bisher gar keine Aufklärung betrieben wurde bzw wird.
Woher kommen die Flüchtlinge? Welche Sprache sprechen sie? Wie werden sie versorgt? Wie kann man sie als Anwohner willkommen heißen bzw die Integration unterstützen? Falls eine Integration überhaupt gewünscht ist.
Der ein oder andere möchte bestimmt wieder in die Heimat zurück, wenn der Krieg vorbei ist.

Jetzt ist die Stimmung hier aufgeputscht und der Zaun wird alle naselang niedergedrückt.


Mittwoch, der 5. November 2014

Heute darf Kazu zu Hause bleiben, denn wir haben viel vor. Zuerst geht es in der Früh zum Bürgeramt, wo wir um 9:48 Uhr (ja, da bekommt man tatsächlich solche Uhrzeiten als Termin gesagt) einen Termin haben. Um 9:54 Uhr erscheint unsere Nummer auf dem Display.
Die Aktualisierung des Kinderreisepasses (neues Foto) geht problemlos und schnell vonstatten und kostet nur 6,00 €.

Bis zum nächsten Termin um 16:00 Uhr ist noch Zeit und so fahren Kazu und ich "in die Stadt" rein, genauer gesagt ins KaDeWe. 

Dort gönnen wir uns eine Stärkung, die Kazu unbedingt auf den Hochstühlen zu sich nehmen möchte. :-D


Kazu und ich verbringen einen schönen Tag zusammen und haben viel Spaß.
Eine gute Voraussetzung, um den nächsten Termin anzugehen: Das Aufnahmegespräch für die Evangelische Schule Berlin-Buch.

Mein Mann gesellt sich zu uns. Kazu muss ein paar Fragen beantworten, soll etwas zu einem Foto erzählen und dann ein Bild von sich und seiner Familie malen.
Während er malt, werden uns ein paar Fragen gestellt (warum diese Schule, etc) und uns Informationen, was an Kosten auf uns zukommt, mitgeteilt.
Dabei wird darauf hingewiesen, dass es besser sei, dass wir einen Hortplatz anmelden und dass mit dem Hortplatz das Schulessen auch günstiger wird.

Kazu benimmt sich vorbildlich und als der Lehrer, der mit uns das Gespräch führte, ihn fragt, ob sie sich im September nächsten Jahres wiedersehen, antwortet er: "Ich hoffe." :-D

Ich denke, das Gespräch an sich ist ganz gut gelaufen.
Allerdings gab der ein und andere Punkt mir doch stark zu denken, so dass ich momentan gar nicht mehr sicher bin, ob diese Schule wirklich die richtige für Kazu ist.

Donnerstag, der 6. November 2014

Zum Vesper für Kazu backe ich in der Früh mal wieder Mushipan. Immer wieder köstlich.^^

Frischkäse-Mushipan
Ansonsten bin ich mit Vorbereitungen zu meinem Dessert beschäftigt und all den alltäglichen Dingen.
Als es abends daran geht, zum Judo zu gehen, streikt mein Knie. Ich habe es schon den ganzen Tag gespürt, aber beim Aufwärmen zu Hause ist es dann klar: Mein rechtes Knie (hatte da mal einen Kreuzbandriss) ist geschwollen und in der Bewegung eingeschränkt. Zum Glück halten sich die Schmerzen in Grenzen.

Seufz. Schon wieder muss ich das Training ausfallen lassen. Ob ich überhaupt fähig bin, weiterhin Judo zu betreiben?

Freitag, der 7. November 2014

Alltag und Küchenspielereien :-D


Samstag, der 8. November 2014

Heute früh backe ich einen Pistazienkuchen. Ich habe das Rezept bei Maren entdeckt. Die Zutaten haben mich zwar nicht angesprochen, dafür der Anblick der Krume um so mehr.
Und tatsächlich, der Kuchen ist eine Wucht. Ganz zarte, saftige und aromatische Krume.
Das Rezept (für meine Kastenform) muss ich die Tage unbedingt noch in meine Rezepteliste aufnehmen.^^
Ich mag solche Kuchen (wie z.B. auch den Eierlikörkuchen) einfach gerne.


Meine Mutter erzählte mir neulich, dass ich schon als Kind immer eine Vorliebe für solche "trockenen" Kuchen gehabt habe. :-D (*freu* Meine Mutter kann sich an etwas erinnern, was mich betrifft. :-D)
Meine Schwester dagegen liebt Sahnetorten, mein Bruder Käsekuchen und mein Papa Nusskuchen.
Mal so nebenbei erwähnt. :-P

Damit ich nicht den ganzen Kuchen alleine auffuttere, packe ich schnell die Hälfte ein, um sie meinem Mann mitzugeben, der heute mit Kazu zu seinen Eltern in den Garten fährt.

Sturmfreie Bude und somit genügend Ruhe, um mein Dessert fertigzustellen.


Mir gefällt's.^^ Nach der Fotosession folgt der Geschmackstest.
Mmh, die Pistaziensauce passt wirklich unglaublich gut zu Parfait und Apfel. Köstlich.
Ach ja, schnell noch ein Anschnittfoto (<-- für mich immer sehr wichtig).


Den Rest des Tages nutze ich, um den Post dazu zu schreiben. Eigentlich möchte ich ihn erst am Sonntag abschicken, da ich heute früh ja schon meinen ersten Teil des Wochenrückblicks gepostet habe und gerne zwei Posts am Tag vermeiden möchte. Aber ich habe schon immer dazu geneigt, einen Post abzuschicken, sobald er fertig ist. Und da ich ganz stolz auf mein Werk bin, klicke ich auf "Veröffentlichen". :-D

Sonntag, der 9. November 2014

Der Tag beginnt mit einem Sonntagsfrühstück: Apfelschmarrn.


Wir gönnen uns einen ruhigen Tag und ich schone mein Knie.

Zum Kaffee am Nachmittag gibt es Lebkuchenparfait mit Pistaziensauce und auch meine Männer sind begeistert davon. :-)

Abends fällt mir dann ein, dass ich heute eigentlich zu einem Bloggertreffen wollte ...
Völlig verpeilt. Nun ja, es ergibt sich sicher wieder eine Gelegenheit.

Eine süße Woche. Nur die Sache mit dem Knie ist bitter.
Mal sehen, wie süß die nächste Woche wird. :-D

Habt ihr auch schon die ersten Lebkuchen genascht?
Ich wünsche euch auf jeden Fall eine schöne, süße Woche. ^__^

Kommentare:

  1. Wie immer, ein sehr schöner Wochenrückblick ^^
    Liebste Grüße,
    Kimi

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  2. Hallo Mari,

    zunächst die Antwort auf deine Frage, nein ich habe noch keine Lebkuchen genascht ;)
    Ich habe immer so eine Zeit, ab der ich dann Lebkuchen, bzw. generell Weihnachtliche Sachen essen kann. Meist Mitte-Ende November.

    Ohje das Containerdorf hört sich ja spannend an. So wie du die Situation geschildert hast, scheint Buch wirklich nicht so geeignet zu sein, wenn dort die NPD stark vertreten ist.
    Andererseits sollte dann wirklich das beste draus gemacht werden und die Bewohner des Viertels sollten besser informiert werden, denke ich.

    Ich könnte spontan gar nicht sagen, welche Art von Kuchen ich am liebsten mag ;)
    Deine sehen zumindest immer sehr lecker aus.

    Liebe Grüße und eine schöne Woche noch

    Kiichigo

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  3. Hallo Mari!

    Die Wahl der Schule scheint in Berlin ja recht schwer zu sein. Ich bin einfach auf die Grundschule in dem Dorf, in dem ich aufgewachsen bin, gegangen. Da gab es nicht so viel Auswahl.
    Wenn ich dir vielleicht einen Tipp bezüglich der Auswahlkriterien geben kann:
    Frag mal nach, wie die Kinder dort schreiben lernen. Es gibt nämlich eine neue Methode, bei der die Kinder erstmal schreiben, wie sie es hören bzw. wie sie wollen und erstmal nicht korrigiert werden, wenn es falsch ist. Ich kann mir vorstellen, dass dir diese Methode weniger gefällt. Meiner Meinung nach führt sie auch zu katastrophalen Ergebnissen. Wörter, die die Kinder mehrfach im selben Text verwenden, werden dann auf drei verschiedene Weisen falsch geschrieben.
    Ich hoffe, ihr findet noch die passende Schule! Dazu gehört ja auch immer etwas Glück, da es auch davon abhängt, wer Kazuo letztlich tatsächlich unterrichten wird.

    LG Tinka

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