Donnerstag, 18. September 2014

Wochenrückblick 8.9. - 14.9.

Montag, der 8. September 2014

Montag war es so weit. Ich mache mich auf den Weg zum Kompetenzzentrum für Zahnimplantate in Berlin Mitte. Dieses Mal habe ich mir auch brav Adresse und Hausnummer gemerkt. Ja, ja, ich habe es schon oft gebracht, dass ich losgezogen bin und vergessen habe, mir die Adresse aufzuschreiben ... ^^;;
Alles klappt gut. Da ist die Straße. Jetzt die Hausnummer. Hm, irgendwas läuft falsch. Die Nummern werden größer. Aah. Und jetzt ist auch noch die Straße zu Ende! Zum Glück habe ich mein Handy dabei. Damit kann ich ins Internet gehen. Mehr schlecht als recht und es ist super langsam, aber nach mehreren Anläufen, da ich mich ständig vertippe und auf falsche Tasten komme, finde ich endlich eine Karte.
Oha, ich hätte statt nach rechts nach links abbiegen müssen. Ich mag es nicht, zu spät zu kommen.
Ich renne zurück, komme zur richtigen Nummer. Puh. Geschafft.

Der Zahnarzt und Oralchirurg hat ein entwaffnendes Lächeln und viel Geduld. Ich fühle mich gut aufgehoben und traue mich, über all meine Ängste und Sorgen zu sprechen.
Die Zahnextraktion, falls ich mich dazu entscheiden sollte, kann sofort, auch gleich am nächsten Tag, durchgeführt werden, heißt es.
Mit vielen neuen Informationen und Eindrücken verlasse ich die Praxis.
Erst einmal darüber schlafen.

Abends gehe ich zum Vorbereitungstreffen für den Kirchenbasar. Mein erstes Mal.
Nachdem ich die vielen alten Japanbilder gesichtet hatte, wurde mir so richtig bewusst, dass der Kirchenbasar schon immer ein wichtiges Ereignis in unserem Familienleben war.
Nun bin ich Mutter und quasi selbst an der Reihe. Und vielleicht wäre der Basar ja etwas, um in die hiesige Kirchengemeinschaft einzusteigen. Neue Kontakte zu knüpfen. Ein soziales Umfeld aufzubauen. So sind meine Überlegungen.

Da die Einnahmen des Basars zum Teil an die Winternothilfe in Rumänien gehen, wird beim Treffen vorab ein Film über einen deutschen Pfarrer mit seiner Familie in Siebenbürgen gezeigt.
Dann geht es endlich um die Vorbereitungen. Wer bei wem Werbung macht und Spenden sammelt, wer sich um was kümmert. Es sind fast alles ältere Leute. Als ich der Pfarrerin am Ende gestehe, dass ich gehofft habe, auch jüngere Leute anzutreffen, bekomme ich erklärt, dass sich die jüngeren, die es auch gibt, sich dieses Treffen sparen und erst zum Basar selbst aktiv werden.
Ah so. Die Pfarrerin sorgt dafür, dass ich der Küchencrew zugeteilt werde.^^ Dort ist das Altersniveau niedriger und man lernt auf dem Posten am besten viele Leute kennen.

Auf jeden Fall bin ich stolz auf mich, dass ich mein Mauseloch verlassen habe, und den ersten Schritt getan habe.

Dienstag, der 9. September 2014

Ich habe mich entschieden und rufe beim Kompetenzzentrum für Zahnimplantate an und vereinbare einen Termin zur Zahnextraktion für Donnerstag. Der Zahn kommt raus.
Bisher hatte ich große Angst vor Zahn ziehen. Allein bei dem Gedanken spürte ich, wie die Angst in mir hochkroch.
Aber kurioserweise war nun diese Angst verschwunden. Ich konnte davon reden, ohne Beklemmung zu verspüren.
Ich denke mal, meine Ängste resultieren aus dem Gefühl der Hilflosigkeit her. Nun bin ich aktiv geworden und habe selbst bestimmt. Was wann geschieht. Keine Fremdbestimmung, sondern Selbstbestimmung. Und das tut gut.

Meinem Psychotherapeuten erzähle ich daher auch, dass ich das Gefühl habe, zur Zeit im "Super-Ich-Modus" zu sein. :-D
Ich habe in der letzten Zeit jede Menge erledigt, was schon lange auf der to-do Liste stand.
Mails geschrieben, die teilweise schon seit Monaten überfällig waren, mich dem Thema "Firmenkooperationen" gestellt und nicht den Kopf in den Sand gesteckt.
Langsam fügt sich alles.
Der Therapeut empfiehlt mir, dieses Hoch-Gefühl gut zu speichern, damit ich, wenn ich mal wieder niedergeschlagen bin, mich daran erinnern kann und aus der Erinnerung Kraft schöpfen kann.

Mittwoch, der 10. September 2014

Mein Neffe wird drei Jahre alt und Kazu und ich gehen nachmittags zu ihm hin, um mit Familie und Verwandschaft seinen Geburtstag zu feiern.

Donnerstag, der 11. September 2014

Der große Tag ist da. Ich treffe mich in der Früh mit meiner Mutter am Potsdamer Platz. Sie begleitet mich zum Arzt, da ich mir ein Beruhigungsmittel geben lassen und ich damit nur in Begleitung nach Hause gehen darf.
Trotz Beruhigungsmittel gerate ich beim Spritze setzen in Panik. Durch die Nase tief in den Bauch einatmen, durch den Mund ausatmen. Der Arzt wartet so lange, bis ich wieder entkrampfe.
Dann wird es ernst. Aber was soll ich sagen, das Zahn ziehen ging völlig harmlos über die Bühne. Kein Knirschen oder andere unangenehme Geräusche. Zweimal Plop und der Zahn war draußen.

Mir wird gesagt, dass sich nun ein Blutpfropf bildet, der das Loch verschließt. Der muss drinnen bleiben, daher darf ich nicht kräftig den Mund ausspülen, soll aber wie gewohnt Zähne putzen und kann auch normal essen, so lange ich auf der anderen Seite kaue.

Ich frage, wann ich das erste Schmerzmittel nehmen soll. Mein Bruder meinte nämlich gestern zu mir, dass ich ruhig Schmerzmittel nehmen soll, da diese auch entzündungshemmend wirken.
Schmerzmittel sollte ich gar nicht brauchen, meint der Arzt, kann ich aber ruhig nehmen, wenn ich möchte.
Okay ...

Ich bin noch etwas benommen und so bleiben wir noch  ein wenig im Wartezimmer sitzen.
Dann begleitet mich meine Mutter zum Bahnhof. Ich fühle mich wieder fit und so verabschieden wir uns.

Nachmittags geht es dann wie gehabt zum Judo.
Außer dass ich großen Hunger habe (Mittagessen fiel wegen Betäubung bei mir aus) ist alles fein. Noch ...

Freitag, der 12. September 2014

Ich brauche doch dreimal Ibu heute. Die Schmerzen wollen nicht verschwinden. Mit dem Schmerzmittel jedoch geht es.
Nachmittags ist Kinderkirche. Wir basteln ein Körbchen aus Pappe und sammeln darin Kastanien.
Kazu ist eifrig bei der Sache.

Samstag, der 13. September 2014

Heute ist Tag der offenen Tür an der öffentlichen Grundschule "Am Hohen Feld".
Zu Beginn gibt es einen sehr interessanten Vortrag über das Lernverhalten von Kindern.
Anschließend offene Gesprächsrunde und dann kann man die Schule besichtigen.
Während ich dem Vortrag lausche und mit Lehrern rede, ist Kazu im dortigen Hort untergebracht.
Das war sehr praktisch.
Kazu schien keine Probleme zu haben mit unbekannten Kindern und Betreuern. Sehr beruhigend.

Nach dem Mittagessen zu Hause fahren Kazu und ich zu meiner Schwester, die heute Geburtstag hat.
Das ist eine Menge Action für uns beide heute.

Sonntag, der 14. September 2014

Die Schmerzen werden schlimmer, was natürlich bewirkt, dass auch die Angst steigt.
Oh je. Ob was nicht stimmt?
Der Sonntag verläuft daher sehr ruhig.

Aufgrund der Zahnsache war auch diese Woche backtechnisch nicht viel los.
Ich habe einige Mürbteigexperimente veranstaltet.

Gebacken habe ich den Pfirsich-Karamell Brotpudding


und eine Matcha White Chocolate Mousse Tarte, mit der ich aber noch nicht 100%ig zufrieden bin.


Na ja, es kommen wieder bessere Beiß-Zeiten. :-D

Kommentare:

  1. Zahnschmerzen sind schon echt nervig. Ich hoffe, dass Du mittlerweile Ruhe hast. Als mein letzter Weisheitszahn gezogen wurde, gab es bei mir eine Woche Püriertes mit dem Trinkhalm, weil ich nicht kauen konnte und ich habe mich regelmäßig mit Ibu abgeschossen. Nach zwei Wochen war dann alles wieder ok. Zum Glück gibt es nur 4 Weisheitszähne ;)
    Liebe Grüße und gute Besserung
    Danii

    AntwortenLöschen
  2. Zahnschmerzen... :/ ich fühle mit dir! Ich hoffe auch, dass du das bald hinter dir hast. Hatte auch weisheitszähne raus und wegen meiner großen Angst mich immer schon vorher mit Schmerztabletten zugedröhnt, damit ich ja nichts spüre xD Hat auch länger gebraucht, bis ich wieder normal essen konnte. Ich drück dir die Daumen!

    AntwortenLöschen
  3. Ich hoffe dir geht es wieder besser und du bist Schmerzfrei! Sorry, dass ich mich so wenig melde. Mir fehlt einfach die Zeit. Was die Schule angeht, hör auf dein Bauchgefühl. Du bist die Mutter, du bist die meiste Zeit mit ihm zusammen, du weisst wie er fühlt, reagiert, etc. Ich denke da wehlt man instinktiv die richtige aus. Bloss nicht von jemandem reinreden lassen, der es vielleicht gut meint. Andere Menschen, andere Gedanken , Vorstellungen und Bedürfnisse. Alles liebe und noch einen schönen Sonntag. Maja

    AntwortenLöschen