Dienstag, 28. Januar 2014

Wochenrückblick 20.01. - 21.01.

Montag, der 20. Januar 2014

Nach einer nicht sonderlichen guten Nacht schüttele ich den Schlaf von mir ab, bringe Kazu in den Kindergarten und gehe anschließend schwimmen. Ja!
Ich bin früher sehr oft schwimmen gewesen, aber seit einigen Jahren ist die Luft bei mir raus. Doch das ständige Hinbringen von Kazu zum Schwimmunterricht hat bei mir wieder die Lust geweckt, durchs kalte Nass zu gleiten.
Und es ist wie immer ein wunderbares Gefühl. Um diese Uhrzeit (vormittags) ist das Wasser noch sauber und ich habe eine Bahn ganz für mich. Das einzige, was ich merke, ist, dass meine Kondition zu wünschen übrig lässt. ^^;; Und für Schmetterlingsstil schmerzt mir meine Schulter zu sehr.

Gestärkt (zumindest seelisch^^) begebe ich mich auf den Heimweg und setze mich an meinen Wochenrückblick.

Am späten Nachmittag nehme ich wieder eine Tablette (Pipamperon). Die Nebenwirkungen sind zwar nicht mehr ganz so stark, aber gut fühle ich mich nicht.
Jetzt sollte ich aber wenigstens gut durchschlafen können ...

Dienstag, der 21. Januar 2014, Kazuos Geburtstag

Wahrscheinlich durch das Medikament bedingt, wache ich heute erst gegen zehn vor sieben auf und fühle mich wie gerädert. Und bestohlen. Mir fehlen meine Morgenstunden der Ruhe. Immerhin bleibt genug Zeit, um Kazu einen Geburtstagstisch zu decken und schnell noch ein Blech Mini-Muffins zu backen.
Da ich aufgrund des Glatteises gestern nicht Einkaufen war, und ich nicht mehr genügend Zutaten habe, muss ein Blech mit 12 Mini-Muffins plus einem großen Muffin für Kazu als Vesper reichen. Die Kinder haben eh ihre eigenen Vesperboxen dabei. Dann sollte es passen. Ich vergewissere mich noch einmal. Die Bärengruppe besteht aus 13 Kindern. Passt. Für Kazu den großen Muffin als Vesper (+ Quetschdrink= Obstmus) und zum Abgeben für die Kinder seiner Gruppe die anderen 12 kleinen.
So meine Rechnung.

Kazu wacht auf. "Guten Morgen".
"Guten Morgen."
Auf den Arm nehmen und drücken und Guten-Morgen-Küsschen.
"Schau mal ins Wohnzimmer!" sage ich.
"Hier brennt eine Kerze."
Ich frage: "Ja, und welche Zahl steht auf dem Anhänger der Eisenbahn?".
Kazu: "Eine Fünf!"
Ich: "Ja. Weißt du welcher Tag heute ist?"
Kazu: "Nein."
Ich: "Der 21. Januar."
Kazu: "Da habe ich Geburtstag!"
Ich: "Ja, heute ist dein Geburtstag! Und wie alt bist du jetzt?"
Kazu: "Fünf Jahre."

Jetzt  hat es Klick gemacht.^^

Ich gratuliere meinem Sohn und singe ihm "Zum Geburtstag viel Glück", dann darf er sein Geschenk auspacken. Es ist ein Buch mit Geschichten zu Disneys Cars. Diese Autos mit den Augen sind bei den Jungs im Kindergarten total angesagt.

Kazu freut sich riesig und will das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.
(Oh, mir fällt gerade auf, dass ich gar keine Fotos geknipst habe. Ach du schreck!)

Ich bringe das Geburtstagskind in den Kindergarten.
Leider bekomme ich seine Gruppen-Erzieherin nicht zu sprechen und sage der Erzieherin, die die Kinder heute Morgen empfängt, wegen der Muffins Bescheid. Das der große für Kazu ist als Vesper und die kleinen für die Kinder in seiner Gruppe.
Die Erzieherin stutzt und meint, dass sie immer vormittags den Geburtstag feiern.
Nun ja, wird schon werden, denke ich.
Das war ein großer Fehler, wie sich später herausstellte. :-(((

Jetzt aber los zum Einkaufen.

Nach dem Mittagessen geht es an den PC. Oha. Was ist denn das?
Gestern Nacht hat ein Lästermaul einen fast schon amüsanten Kommentar bei meinen Knusperriegeln hinterlassen. Was bewegt einen Menschen dazu, sich trotz Sicherheitsabfrage eine gehässige Bemerkung nicht verkneifen zu können? Traurig, so was.

Und ein neues Übersetzungsangebot ist da. Ich hatte ja Bescheid gegeben, dass ich mir im Dezember und Januar eine Auszeit nehme und nun ja, so gesehen ist der Januar auch bald um. Aber das so schnell ein neuer Auftrag reinkommt, hätte ich ja nicht gedacht.
Die Serie klingt interessant. Beschwörung von Dämonen, das hatte ich noch nicht. Mal was Neues.
Damit sind Februar und März dicht. Oh je. Ob ich das hinbekomme? Der Februar ist bei mir voller Arzttermine.
Ich werde mal eine Nacht darüber schlafen und mich morgen entscheiden, ob ich zusage.

Als ich Kazu vom Kindergarten abhole, spricht mich eine weitere Erzieherin an (die, die die Kinder austrägt). Es ginge ja gar nicht, dass die Muffins verschiedene Größen hätten. Die müssen alle gleich sein. Außerdem waren es zu wenige und das nächste Mal solle ich am besten gleich einen großen Kuchen backen.
Mir fallen beim Zuhören fast die Augen raus. o_O.

Der große war doch für Kazu als Vesper und Geburtstagskuchen bestimmt und die anderen als nette Geste des Abgebens.
Und was heißt hier große Menge? Zu viel Zucker ist ungesund.
Mein Einwand, dass die Muffins zum Vesper gedacht waren, wird abgeschmettert.
Ich müsse doch wissen, dass sie vormittags den Geburtstag feiern!

Häh, woher? Ich gehe nicht in den Kindergarten. Es gibt auch nirgends etwas schriftliches darüber und ich wurde auch nicht von der Gruppen-Erzieherin daraufhin angesprochen, dass sie am Vormittag Geburtstag feiern und es daher schön wäre, wenn ich Kazu einen Geburtstagskuchen mitgeben würde.

Ich bin pikiert und frage, ob es denn Pflicht sei, dem Kind Kuchen mitzugeben.
Das zwar nicht, aber für die Kinder sei das wichtig und Geburtstag feiern wäre doch was Schönes.
Ob ich das nicht auch so sehe?

In Gedanken: Argh. Ja, deswegen hat Kazu ja einen großen Muffin als Geburtstagskuchen mitbekommen. Sonst gibt es heute nämlich keinen weiteren Kuchen bei uns. Grummel.

Anstelle eines Dankeschöns hagelte es Vorwürfe.

Ich frage Kazu, wie seine Geburtstagsfeier war und er erzählt mir, dass J, seine Erzieherin ihm nicht seinen Muffin gegeben hat. Er hat einen kleinen bekommen.
Ja und wer bekam dann den großen, frage ich ihn. Den hat sich J. genommen, ihn zerbrochen und etwas davon einem Kind gegeben.
Wie? Deine Erzieherin hat dir dein Vesper weggegessen? Deinen Geburtstagskuchen?
Ich hätte es ahnen müssen. Diese Frau kann das Naschen nicht lassen. Aber dass sie sich das größte Stück schnappt, Kazus Geburtstagskuchen, das ist einfach unglaublich. Sie hätte doch Kazu bitten können, ihr etwas abzugeben. Das hätte er mit Sicherheit getan.

Ich kann die Erzieher dort einfach nicht leiden.
Es haben schon einige Mütter ihre Kinder aus dem Kindergarten genommen, weil sie die Erzieher dort nicht gutheißen. Es geht also nicht nur mir so.
Kazu kann zwar J auch nicht sonderlich leiden, aber dennoch fühlt er sich wohl dort und hat ja auch eine Spielkameradin gefunden.
1 1/2 Jahre noch. Das schaffen wir auch noch.

Ab nach Hause, eine Kleinigkeit essen und dann geht es zum Schwimmen.
Oh. Wieder eine neue Schwimmkursleiterin. Ich hatte ja berichtet, dass die eingeplante Leiterin einen Unfall hatte und operiert werden musste, so dass sie den Kurs nicht leiten kann. Jetzt übernehmen andere Schwimmtrainer wechselweise den Kurs. Sehr verwirrend für uns Eltern und vor allem für die Kinder.
Heute also Kursleiter/-in Nr.4.

Die Leiterin lässt die Kleinen viel zu lange draußen zittern. Später lässt sie die Kinder vom Startblock springen. Doch die ganz Kleinen haben Angst. Sie springen nicht ab und krabbeln eher den Block runter, bzw lassen sich fallen. Es kommt, wie es kommen musste. Ein Kind schabt dabei am harten Stein entlang. Die Leiterin kümmert sich nicht weiter drum und lässt die nächsten springen.
Die Mutter des Kindes, die mit paar anderen vor der Scheibe draußen stand, wird sauer und schlägt wie wild gegen die gläserne Notfalltür.
Schließlich wird sie eingelassen und darf ihre Tochter trösten, die schmerzerfüllt weint.
Oh je. Mir gefällt das Ganze auch nicht. Hätte auch Kazu passieren können, der wie Espenlaub zittert.

Und am Donnerstag soll die Frau wieder den Kurs leiten. Hm ...

Zu Hause werden wir bereits von Fabian und meinen Eltern erwartet.
Kazu bekommt Geschenke, ein Geburtstagsständchen und dann reiche ich noch einen kleinen Happen zum Abendbrot.

Es ist 20:00 Uhr durch. Auch für schon Fünfjährige höchste Zeit, ins Bett zu gehen.^^
Ein aufregender Tag geht zu Ende und Kazu ist ruckzuck eingeschlafen.
Doch dann ...

Kommentare:

  1. Guten Morgen Mari,

    das mit dem Kindergarten ist ja schrecklich (in meinen Augen)! Als ich im Kindergarten war, haben wir die Geburtstage der Kinder den ganzen Tag (bis die Mutter das Kind wieder abholte) gefeiert.
    Die Eltern konnten selbst entscheiden, ob sie was für alle Kinder backen oder nicht. Denn die Gruppenleiter machten immer ein Kuchen für das Geburtstagskind. So kenne ich es halt.
    Diese Frau J. darf deinem Sohn eigentlich nicht einfach so seinen großen Muffin wegnehmen. Kazuo hätte selbst entscheiden dürfen, ob er ihn teilen will oder nicht. Ich würde mich bei der Leiterin des Kindergartens beschweren.
    Nochmal von mir alles Gute nachträglich zum Geburtstag an Kazuo :)
    Liebe Grüße Jainy

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hätte da noch eine Frage bezüglich japanisch lernen.
      Ich möchte sehr gerne japanisch lernen, wie machst du es? Gehst du zur Sprachschule oder lernst du zu Hause? Könntest du mir vll. ein paar Tipps geben?

      Löschen
  2. Alles Gute zum Geburtstag, Kazu kun :)
    かずくん、お誕生日おめでとう!!(^^)////
    Viele liebe Grüße, Kumiko

    AntwortenLöschen
  3. Das mit dem Kindergarten sehe genau wie Jainy - eine absolute Unverschämtheit!
    Schön, dass du das Schwimmen wieder für dich entdeckt hast. Ich bin ein absoluter Ausdauersportfan (allerdings laufe ich am liebsten). Ich finde, der Sport bietet den perfekten Ausgleich zum vielen sitzen (vor dem Computer) und zum "Stadtleben".
    Alles Gute für Kazuo auch von mir nachträglich.
    Liebe Grüße,
    Eva
    (ähm und der Kommentar? Ich verstehe nicht so recht, was der überhaupt sagen will...)

    AntwortenLöschen
  4. Erstmal liebe Grüße an Deinen Sohnemann. Die Erzieherin ist ja schon merkwürdig. Bei uns wurde man im Vorfeld gefragt, ob man etwas mitbringen möchte und auch was. Da sind die Erzieherinnen schon ein paar Tage eher auf einen zugekommen um sich zu erkundigen. Wir hatten zum Beispiel eine Mutter dabei, die hielt nicht viel von Kuchen (leere Kalorien) und die hat dann alles für ein kleines Frühstück mitgebracht, da wurde vorher Bescheid gesagt, dass man kein Frühstück mitgeben muss. Es gab auch welche, die haben gar nichts zu essen mitgebracht, sondern der Gruppe ein Spiel geschenkt oder ähnliches. Aber das die Erzieherin den Kindern den Kuchen wegisst, dass ist schon echt schräg.
    Wegen dem Kommentar kann ich mich nur Eva anschließen, ich esse auch lieber Streuselkuchen als Sahnetorte.
    Liebe Grüße Danii

    AntwortenLöschen
  5. Von mir auch ganz liebe Grüße an Kazuo nachträglich zum Geburtstag! Bleib immer schön neugierig kleiner Kazuo! :)
    Bei dem Kindergarten bleibt mir die Spucke weg. Fand die Aktion damals mit dem Tor ja schon häftig. Bei uns war es egal, ob man etwas mitbringt. Gefreut haben sie sich über alles. Obstspieße, gesundes Frühstück, Muffins, Kuchen oder ein kleines Eis. Es war aber auch niemand böse wenn man nichts mit hatte. Manche Familien hatten eben dafür kein Geld über. Völlig ok!
    Liebe Grüße
    Maja

    AntwortenLöschen
  6. Hey :D

    Ich bin erst jetzt zum lesen gekommen. Tut mir leid. Ich wuensche Kazu alles alles Gute zum Geburtstag nachtraeglich :))

    Oh jeee... Das mit den Erziehern im Kindergarten hoert sich nicht gut an... Das diese Person einfach Kazus Muffin aufgefuttert hat.. Also das geht wirklich nicht! Und dann auch nur meckern.. Ist klar.
    Ist ja wirklich kein Wunder, dass viele Eltern ihre Kinder rausnehmen! Ich war frueher in der Schule auch mal Praktikantin in einem Kindergarten. Also eigentlich 2x und insgesamt 6 Wochen. Ich kann dir sagen. dass es sehr viel Spass gemacht hat und die Erzieher dort viiiiel netter waren.

    Und das mit dem Schwimmen.. Tja, das scheinen alles Leute zu sein, die keine Lust haben mit Kindern zu arbeiten.. Traurig.

    Naja, wenigstens hat es euch nicht den ganzen Tag ruiniert!

    Viele liebe Gruesse aus der Ferne,
    deine Jade :)

    AntwortenLöschen

Ich freue mich über jeden einzelnen Kommentar.