Donnerstag, 22. September 2011

Lebhafte Träume

Montag, den 19. September 2011
Es war komisch für mich, alleine im Bett zu liegen. Mir fehlte das leise Atmen, der kleine warme Körper, der sonst immer neben mir im Bett liegt. So um Mitternacht kam dann das Taptap. Mittlerweile hatte sich Fabian auch schon schlafen gelegt. Kazu also rein zu uns ins Bett und legt sich gleich quer. Wir "ähm..., Tobi, lieg gerade, sonst musst du wieder in deinem Bett schlafen." Kazu: "will Tobis Bett schlafen". Argh. Nun gut. Fabian trägt Kazu wieder rüber. Gerade sind wir wieder am Einschlafen, kommt der Kleine wieder angetappst. Jetzt reicht es aber. Den Kleinen hingelegt und das beste draus gemacht. Montag waren wir beide dementsprechend etwas unausgeschlafen.

Kazu in die Kita gebracht, einkaufen gewesen, gegen 11:00 Uhr kam Iris zu mir. Iris kenne ich schon seit über 30 Jahren (34 Jahre müssten es jetzt sein). Wir sind in Japan zusammen auf die Deutsche Schule Tokyo gegangen, waren mal mehr oder weniger befreundet, wohnten oftmals in anderen Städten oder Ländern, haben uns aber niemals aus den Augen verloren.
Iris letzter Wohnort war Athen und ich habe sie daher schon eine Weile nicht mehr gesehen und gesprochen, so dass wir uns viel zu erzählen hatten.

Dann Kazu von der Kita abgeholt. Abends hat Fabian mit Kazu gespielt, so dass ich die Chocolate Cupcakes noch ausprobieren konnte. Super Rezept!

Da wir beide schlafen wollten und uns den Stress der letzten Nacht nicht noch einmal antun wollten, durfte Kazu (auch weil er es selber so wollte) wieder bei uns schlafen.
Tja, aber dadurch, dass Kazu total unruhig schlief, bin ich nicht wirklich zum Schlafen gekommen und war am nächsten Morgen total alle.

Dienstag, den 20. September 2011
Um vier Uhr früh aufgestanden, (Kazu lag so ungünstig, dass für mich eh kein Platz mehr im Bett war), um Tagliatelle in Zitronensoße (siehe Nudeln mit Räucherlachs) zu kochen.
Das Schöne am Kochen ist, dass man im nachhinein das Essen noch abschmecken kann. So habe ich es unserem Geschmack angepasst und bei Fabian damit einen Volltreffer gelandet. *freu*

Vormittags habe ich mich dann an einer Vollwert-Version der Rollpan (siehe Butter Roll Pan) versucht. Da ich dafür kein Rezept hatte, musste ich mir selbst eines zusammenschustern.
Leider wurde Versuch 1 etwas fest.
Dadurch, dass der Teig so fest war, musste ich ihn von der Hand kneten, was viel Zeit in Anspruch nahm und auch die erste Gare dauerte ewig.
Das hatte zur Folge, dass ich viel zu spät aus dem Haus und so zu meiner Verabredung nmit Akiko zu spät kam. Wir trafen uns zum Mittagessen im Daruma (kann das vegetarische Daruma-Bentô nur empfehlen), und gingen von dort zusammen zur Kita, um Kazu abholen.
Während Akiko mit Kazu spielte, startete ich einen zweiten Versuch der Vollwert-Rollpan. Weniger Mehl, mehr Flüssigkeit. Tja, das war wohl etwas zuviel des Guten, denn der Teig wurde dieses Mal total weich und ließ sich nur ganz schwer formen, worunter auch die Optik litt.
Aber seht selbst:


Links die weiche Version, rechts die festere.

Als Oyatsu gab es dann noch Kinako-Küchlein aus meinem neuen Buch "Macrobiotic Swets", da Akiko ein Faible für Makrobiotik hat. Macrobiotic Sweets sind Süßspeisen ohne Zucker, Tiermilchprodukte oder Eier.


Die Nacht zum Mittwoch war dann leider wieder unruhig. Kazu ist mehrmals aufgeschreckt. Einmal sagte er laut: "Wo ist Gerhard?" (Gerhard ist einer der Erzieher), ein ander Mal: "Ich (!) war das nicht, ich war das nicht. Baba-san hat alles aufgegessen!" (Baba-san, so nennt er meine Mutter). Ich muss zugeben, dass ich da erst einmal laut lachen musste. Ich habe ihm dann jedes Mal mit lauter Stimme (eine leise Stimme dringt im Traum nicht zu ihm durch) gesagt: "Alles gut", "Mama ist da" etc.
Dann wurde er ruhig und schlief eine Weile weiter.
Gegen 5:00 Uhr bin ich dann aufgestanden, um für meine Familie das Obentô zu machen, wurde dann aber zweimal wieder von Kazu ins Bett zurückgeholt. Er wacht oft auf, schaut sich um, sagt "Wo ist Mama?", klettert aus dem Bett raus, torkelt zu mir hin und ich nehme ihn dann auf den Arm, lege ihn ins Bett zurück, kuschele mich an ihn und warte bis er wieder schläft.
So habe ich es nur ganz knapp geschafft, meinem Mann ein schnelles Bentô in die Hand zu drücken, da der schon früh aus dem Haus musste.

Lauter kurze Nächte. Oh je.

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