Sonntag, 18. September 2011

"Du gehst nach Hause, ich bleibe hier"

Freitag, den 16. September 2011
Morgen früh fürs Oyatsu Kürbiskekse gebacken. Zwei Stück + Apfelmus ergaben dann das Vesper für Kazu. Freitag stand nämlich Spaghetti mit Tomatensauce auf dem Speiseplan der Kita und daher wird Kazu sich sicherlich satt essen.


Die Kekse enthalten nur wenig Zucker (Rezept folgt gesondert) und sind daher für Süßmäuler nicht so geeignet, aber für ein kleines Kind, das nicht so viel Zucker zu sich nehmen soll, genau richtig.^^

Freitag lief alles etwas anders, denn Fabian hatte sich den Tag Urlaub genommen, weil ich abends noch weg wollte, und er seine Spätschicht nicht getauscht bekommen hat. Danke schön.^^
So hat mein Mann Kazu vom Kindergarten abgeholt, während ich zu meiner Schwester ins Krankenhaus gefahren bin, um ihr den Baby-Schlafsack (und noch ein paar andere Babysachen) und die von ihr gewünschte Torte zu bringen.


Ich habe ihr eine Mandarinen-Quarktorte gebacken. Am liebsten hätte ich ja ein paar Stück für mich zurückbehalten, aber die Torte ließ sich als Ganzes einfach besser transportieren.
Da die Zeit knapp war, habe ich sie auch nur ganz einfach ausdekoriert.
Jedenfalls hat sich mein Schwesterchen sehr darüber gefreut.

Anschließend ging es weiter zu einem Kochkurs an der Volkshochschule. Thema war: Fusion mit Asien, traditionelle europäische Speisen auf japanische Art. Kursleiterin ist eine japanische Kochlehrerin.
Die meisten schauen mich immer fragend an, wenn ich das erzähle. "Was willst du denn da?"
Schließlich gibt es bei uns zu Hause auch oft Fusionsküche. ^^;;
Aber mir macht es Spaß, mit anderen in einer Großküche zu werkeln, neue Gerichte kennenzulernen (man lernt schließlich nie aus) und vielleicht auch die ein oder andere Bekanntschaft zu schließen.

Nun, es hat wirklich Spaß gemacht, auch wenn es wirklich nicht viel Neues für mich gab. Und Bekanntschaften ergaben sich auch nicht. Aber bereuen tue ich den Kurs nicht. Die ein oder andere Speise werde ich euch bestimmt noch vorstellen.

Als ich nach Hause kam, schlief mein kleiner Schatz schon. Wie erwartet hatte er keinen großen Hunger gehabt und sogar nur die zwei Kekse gegessen. Erstaunt war ich aber, als mein Mann mir erzählte, Kazu hätte zum Abendbrot den restlichen Brokkoli vom Mittag aufgegessen.  Oha! Ich sollte die beiden Männer wohl desöfteren alleine lassen. *g*


Samstag, den 17. September 2011
Da mein erstes Joghurt-Bananeneis nicht so fotogen war, habe ich noch einmal das Eis gemacht, wie bereits gepostet.
Danach folgte der zweite Versuch des Mohn-Zwetschgenkuchens. Hmmm, gerne noch einmal.
(Ich habe noch Zwetschgen über und am Montag bekomme ich Besuch ... wäre eine Überlegung wert.^^)

Während ich in der Küche werkelte, spielte Kazu mit zwei Lego-"Figuren" und ich hörte ihn sagen:
"Du gehst nach Hause, ich bleibe hier."
Nun, die einen werden jetzt wohl denken "na und?", während die anderen wahrscheinlich wissend grinsen werden. Ja, Kazu hat "ich" und "du" gesagt. Das ist ein großer Schritt in der Entwicklung eines Kindes. Zuerst dachte ich, dass er die Worte vielleicht irgendwo aufgeschnappt hat und nur wiedergibt, weil er danach wieder "Tobi will ..." etc sagte. Aber mittlerweile taucht das "ich" immer öfter auf, so dass wir der Überzeugung sind, dass er genau weiß, was es bedeutet.
Das "mein" kannte er ja bereits. Das wurde fleissig im Kindergarten trainiert.
Für mich ist das auch eine Umstellung, da ich nun darauf achten muss, ebenfalls "du" und "ich" zu sagen.

Mittags gab es Crepe pikant und süß gefüllt. Als Oyatsu das Eis.
Danach bin ich mit Kazu an die frische Luft gegangen. Eigentlich wollte ich noch einkaufen gehen, aber Kazu war mal wieder besonders quengelig, so dass ich den Einkauf sein ließ und stattdessen mit ihm auf den Spielplatz gegangen bin.
Beim Reingehen habe ich wieder ein paar Nerven gelassen, aber da Fabian zu Hause war, hatte ich wenigstens jemanden, mit dem ich zusammen seufzen konnte.
Ansonsten war es ein angenehmer Tag.
Eigentlich wollte ich ja noch zum Mondfest im Erholungspark Marzahn gehen, aber da ich den Abend zuvor schon aus war, entschloss ich mich, zu Hause zu bleiben. Schade nur, dass ich so immer noch nicht weiß, wie Mondkuchen schmecken. (Ja, ja, ich denke nur ans Essen. :-P)


Sonntag, den 18. September 2011
Heute früh wollte ich Brötchen backen, musste aber feststellen, dass ich ja keine Hafermilch da hatte.
Also beschloss ich kurzerhand, ein neues Rezept auszuprobieren: La Brioche de Clément
Da der Teig auf dem Foto sehr weich aussah, dachte ich mir nichts dabei, das Handrührgerät zu nehmen. Das war ein Fehler. Ein großer Fehler. Mein Teig wurde nämlich sehr fest und hat kurzerhand meinen noch nicht sehr alten Mixer in seine Schranken gewiesen. kurz gesagt, mein Gerät ist heiß gelaufen und hat zu riechen begonnen. Es läuft zwar noch. Aber wer weiß wie lange. Bin total traurig deswegen und mach mir riesige Vorwürfe. :-(
Auch hat das Brioche-Brot überhaupt nicht meine Erwartungen erfüllt. Die Krume war dicht und schmeckte leicht ungebacken (hätte das Brot wohl länger backen müssen). Daher machte ich kurzerhand Zwieback draus.


Da wir drei es vom Geschmack her gut fanden, werde ich demnächst sicher einen zweiten Versuch starten (und den Teig von Hand kneten). Wobei ich noch nicht weiß, was ich am Rezept ändern werde. ^^;; Mal sehen.

Sonntags gibt es bei uns in der Regel Milchreis zum Frühstück. Da die Milch aber knapp war, entschied ich mich für Dorayaki.


Ich hatte eh vorgehabt, mal paar Dorayaki-Rezepte auszuprobieren.
Ich liebe es nämlich, verschiedene Rezepte zu vergleichen. Die heutigen Dorayaki habe ich nach einem Rezept von Cookpad (japanische Kochseite, ähnlich wie die deutsche Chefkoch-Seite) gebacken. Das Rezept zu toppen dürfte schwierig werden. Die waren nämlich wirklich sehr lecker.
Als nächstes gehen das Rezept von Nekobento und das Rezept aus meinem Oyatsu-Buch an den Start.
Ich bin gespannt, wie die Unterschiede sind.

Nach dem Frühstück gingen Kazu und ich in den Gottesdienst (evangelisch), wobei ich natürlich vor der Predigt mit ihm zum Kindergottesdienst (der ist extra) ging. Kazu hat sich tadellos benommen und schien auch Spaß gehabt zu haben. Es gab sogar eine echt leckere Zimtschnecke für jeden.
Hoffentlich klappt es nächsten Sonntag wieder so gut.

Zum Mittag gab es mal wieder Soba, als Oyatsu das Zwiebackbrot und für Kazu zusätzlich eine Portion Schokoeis.
Abends war ich noch wählen und Kazu durfte mit Papa in der Badewanne plantschen. Nur beim Haare waschen, bzw. beim Abspülen gab es wieder Geschrei. Das mag er ja gar nicht. Und sich abtrocknen lassen, findet Kazu auch ganz blöd.
Abendessen, dann noch viel getobt, Eisenbahn gespielt und jetzt schläft er doch tatsächlich in seinem eigenen Bett im Kinderzimmer. Sonst schläft er bei uns im Elternbett.
Vorm Schlafen trinkt Kazu gerne noch etwas (wir vermuten, um das Schlafen hinauszuzögern, da er vorher schon jede Menge trinkt). Als er also bei uns im Elternbett lag und was trinken wollte, sagte Fabian zu ihm, wenn er was trinken will, muss er in sein eigenes Bett gehen. Und siehe da ...
Ich weiß, ich weiß, nicht die feine Art, das Kind zu erpressen. ^^;;
Mal sehen, wann er nachts zu uns rüberkommt.

Kommentare:

  1. Zum einen hätte ich so gerne das Rezept von den Mandarinen Kuchen da es einer meiner Lieblingskuchen ist :) ist das möglich? Und dann die Dorayaki sehen perfekt aus! *.* Kannst du mir da vielleicht noch Tips geben wie ich die auch so schön hinbekomme, vielleicht wenn du bei mir bist? Du weißt ja sicher noch wie meine aussahen und es war auch noch eine Fertigmischung. *schäm*

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  2. Ein lustiges wochenende^^ aber immerhin warst du wählen finde ich ja super auch wenn ich über das ergebnis echt die hände zusammen schlagen musste *g*
    Kannst auch echt stolz sein..."du und ich" und broccoli und eigenes bett mensch das sind riesen fortschritte...
    wie macht man denn zwieback? sehen nämlich echt gut aus!

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  3. so jetzt hab ich es wieder gefunden...
    falls du es nochmal probieren magst mit dem brioche hab ich dir hier noch ein video...hatte ich mal durch zufall gefunden...der gesamte blog ist auch interessant
    http://www.youtube.com/user/sousoukitchen#p/u/13/NHBR3plHf2U

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  4. So, Cori, ich habe gerade das Rezept für die Mandarinentorte aufgeschrieben.
    Und wir können gerne zuammen Dorayaki machen.^^

    Ich hab für den Zwieback das Brot einfach in Scheiben geschnitten und bei kleiner Hitze (150°C)im Ofen geröstet. Frisch hat das gut geschmeckt, vor allem, wenn die Mitte noch weich war. Leider waren die am nächsten Tag dann total trocken und haben auch nicht mehr geschmeckt.

    Danke für das Video. Allerdings wird da der Briocheteig mit vielen Eiern gezeigt (und mit dem hatte ich keine Probleme) und zweitens wird auf dem Video die Teigführung mit einer Küchenmaschine gezeigt und ich habe leider keine (noch keine) Kitchen Aid. Irgendwann kaufe ich sie mir! (Die manuelle Teigführung ist anders.)
    Trotzdem vielen Dank, dass du an mich gedacht hast. <3

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  5. aso meinst du man kann den teig nicht mit der hand kneten? das wäre ja doof...muss ich wohl das backprojekt auf einen besuch bei meinen schwiegereltern in spee verschieben...die mama hat nämlich ne kitchen aid (gekauft zu einer zeit wo sie nur halb so teuer war wie jetzt!

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  6. Oh supi, da freu ich mich schon drauf! ^^

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  7. Sicherlich kann man den Teig von der Hand kneten. Dann empfiehlt es sich, Butter und Salz erst später in den Teig einzuarbeiten. Ist aber harte Arbeit. Vor allem für kleine Personen wie mich, da die Standardhöhe der Arbeitsflächen mir zu hoch ist.

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  8. hihi bei solchen aktionen hab ich auch schon auf dem boden gekockt und dort geknetet^^ in der schüssel versteht sich^^ meine mum hat nen eigenes kleines brotbackhäuschen im garten und da hatte ich brotteig geknetet und die arbeitsfläche bei ihr ist mir auch bissle zu hoch gewesen (obwohl sie eigentlich kleiner ist als ich).

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  9. Hallo, ich habe interesse an deinem Kürbiskeckrezept, finde es aber nicht. Kannst du mir weiterhelfen?
    LG
    Froschmama

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    1. Oh, Tatsache, das habe ich noch gar nicht übersetzt und eingestellt. Wird diese Woche noch nachgeholt. Danke für dein Interesse und dass du mich darauf aufmerksam machst.

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