Donnerstag, 25. August 2011

Der alltägliche Wahnsinn

Endlich mal früh ins Bett und schön geschlafen.
da ich als Oyatsu für die Kita nichts da hatte, habe ich aus meinem Oyatsu-Buch das Rezept für Bananen-Joghurt-Hotcake ausprobiert. Mein Mann hat paar zum Frühstück vertilgt und fand die gut. Zwei kleine packte ich für Kazu in seine Obento-Box. Den Rest legte ich für mich als zweites Frühstück zurück. Da ich aber die Hotcakes nicht so besonders fand, gibt es weder Foto noch Rezept. :-P
Nach dem Frühstück sagte Kazu zu mir "Tobi will nicht Kindergarten". Nun ja, bin ich schon gewohnt, das sagt er öfters. Dann im Kindergarten wollte er wie immer nicht zu den Großen rein. Also sagte ich zu ihm: "Tobi, wolltest du nicht mit der Huschhusch-Eisenbahn spielen. Zeig der Mama mal, wo die Eisenbahn ist." Daraufhin lief mein Kleiner gleich los zum Erzieher und sagte zu ihm: "Wo ist huschhusch Eisenbahn?" Der guckte zuerst blöd, reagierte aber schnell und verwies ihn in die Spieleecke, wo bereits paar Schienen auf dem Boden lagen. Kazu gleich hin und hatte nur noch ein schnelles Winken für mich übrig. Tja, geht doch nichts über Eisenbahn.^^

Zu Hause naschte ich dann von den Hotcakes, die mir aber gar nicht schmeckten. Zu gummiartig, wie ich fand. Dann wollte ich mich gleich wieder Black Butler widmen, doch war ich völlig raus. Und da die letzten Tage doch sehr anstrengend waren, wollte mein Kopf auch nicht wie sonst. Also hörte ich Yuki Kajiura auf Youtube und surfte ein wenig im Netz. Muss auch mal sein. *g*

Das Abholen von Kazu gestaltete sich wieder als der reinste Horrortrip.
Ich hatte sein Laufrad dabei, was er sich gleich schnappte, um damit loszufahren Doch der kleine Mann hatte noch seine Hausschuhe an. "Tobi, erst die Schuhe wechseln. Wenn du Fahrrad fahren willst, musst du die Schuhe für draußen anziehen."Nein, Tobi will nicht!" Und damit ging das Geschrei los.Er wollte partout nicht seine Hausschuhe ausziehen und schrie wie verrückt. Mittlerweile versamelten sich die anderen Kinder um mich. Ein älteres Mädchen (ich schätze sie auf vier) war ganz süß und hat ihm dann einfach die Hausschuhe ausgezogen. Ich ließ ihn schreien und unterhielt mich derweil mit den anderen Kindern, in der Hoffnung, dass er dann aufhört zu schreien, wenn er merkt, dass er damit keine Beachtung bekommt. Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht mehr, wann er mit Schreien aufgehört hat. Jedenfalls ließ er sich von dem Mädchen letztendlich die Schuhe anziehen.

Da Donnerstag Opa-Tag ist, war keine Zeit, um die ganze Strecke zu Fuß/Laufrad zurückzulegen, so dass ich den Bus nahm. Im Bus wollte Kazu dann unbedingt stehen - auf dem Sitz. Das geht natürlich gar nicht. Alleine schon vom Sicherheitsaspekt her. Und schon ging das Geschrei wieder los! "Tobi, setzt dich hin. Stehen ist zu gefährlich. Wir fahren Bus, da setzt man sich hin!" Meine Worte stoßen auf taube Ohren. Ich spüre schon, wie die Leute gucken.
Schon stößt mich ne alte Frau an, und meckert "Na hören Se mal, Sie sind hier nicht alleine im Bus". Argh. Ich tapfer ignorier. Eine andere Frau meint dafür aber irgendwo im Hintergrund "Das ist ein Kind. Soll sie ihm den Mund zuhalten?" Nun ja, zum Glück fuhren wir nur vier Stationen. Bei Station drei stieg eine Frau aus und sagte ganz mitfühlend zu mir: "Machen Sie sich nichts draus". Als wir dann aussteigen mussten, und die Alte gerade dabei war, was zu sagen, meinte ich ganz bissig zu der Alten "Schade, dass man Ihren Mund nicht zukleben kann". (Oder so ähnlich. Die genauen Wortlaute weiß ich nicht mehr.) Was sie sagte, weiß ich auch nicht mehr, aber deren Nachbarin rief mir noch irgendetwas hinterher, von wegen "ich solle mein Kind in den Griff bekommen" oder so. Das saß.
Eine Frau, die mit ausstieg, meinte wiederum: "Früher haben die eh alles anders gemacht." Ich: "Ja, vor allem besser". Sie: "Wahrscheinlich mit Schlägen".
Nun ja, trotz der mitfühlenden Worte saß die eine Bemerkung der Frau tief wie ein Stachel in meinem Herzen. Wo ich mich gerade schon bei der Szene im Kindergarten selbst gefragt habe, was ich denn falsch mache. Dass ich mein Kind nicht im Griff habe ...
Vor der Wohnungstür ging das Geschrei von Kazu weiter. "Nicht reingehen" Ich ließ ihn schreien, brachte das Fahrrad in den Keller und brach erst einmal in Tränen aus. Ich war völlig fertig. Noch einmal zusammenreißen und mit dem schreienden Kind ab nach oben in die Wohnung. Zum Glück klingelte es bald an der Tür. Der Opa ist da. Nun ja, in dem Moment, in dem ich meinen Papa sah, brach der letzte Wall und ich konnte nicht mehr mit Weinen aufhören. Mein Papa hörte sich meine Geschichte an und tröstete mich. Danke Papa. Schon als Kind war mein Vater stets der Tröster.
Dann kümmerte sich der Opa um seinen Enkel und ich hatte Zeit, wieder zu mir zu kommen und den Haushalt zu machen.

So, Opa muss gehen und für uns (Kazu und mich) ist es Zeit, zu Abend zu essen.
Heute gab es Kakesoba.
Musste zum Fotografieren allerdings auf den Balkon raus, da es im Zimmer zu dunkel für war.
Ich liebe diese echte, lackierte Holzschale.

Und weil ich heute schöne Bio-Pilze bekommen habe, gab es u.a. Pilzgemüse als Belag.
Uns beiden hat es geschmeckt.^^

So, Bettzeit. Gute Nacht.


1 Kommentar:

  1. Also bei sowas da krieg ich wieder soooo einen Hals aber mach dir nichts draus, solche Leute gibts und grad die etwas älteren sind oft so verbittert und mit sich selbst unzufrieden so das sie ihre schlechte Laune bei anderen rauslassen müssen. Ohren auf Durchzug schalten. Du machst das sehr gut mit deinem Sohn! Und glaub auch mal dran zu zuweifeln normale Muttergefühle. Was ich manchmal mitmachen muss im Verkauf, da kann ich dir auch Sachen erzählen und grad die Rentner die nie Zeit haben und früher ja alles besser war... *augenverdreh*

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